Lilli ist eine Site für jugendliche und junge Frauen und Männer und bietet Online-Beratung und Information zu Sexualität und sexueller Gewalt, Beziehungen, Frauen- und Männerthemen, Körperfragen, Verhütung und sexuell übertragbaren Infektionen.
Links zu aktuellen Themen
News
- Wir freuen uns, dass Lilli jüngst als Mitglied der Aidshilfe Schweiz aufgenommen wurde.
- Unser Redesign hat diverse Neuerungen mit sich gebracht, zum Beispiel Lillis Liste mit interessanten Stichworten.
Schnelle Hilfe und Adressen
Die beliebtesten Suchbegriffe auf Lilli
- Selbstbefriedigung Mann
- Selbstbefriedigung Frau
- Orgasmus Frau
- Vulva
- Scheide, Vagina
- Klitoris
- Verführen zum Geschlechtsverkehr
- Schutzalter
- Für Geschlechtsverkehr üben (Mann)
- Mehr Spass beim Sex
- Penisgrösse
- Unerwünschte Erektion
- Scheide zu eng für Penis – Vaginismus
- Schmerzen Geschlechtsverkehr
- Zu schnell Kommen - vorzeitige Ejakulation
- Menstruationszyklus
- Sperma und Verhütung
- Petting und Verhütung
- Pflege Geschlechtsregion (Frau)
- Rasieren Geschlecht (Mann)
- Pille vergessen
- Geschlechtskrankheiten (STI)
Hier liest du eine von 11550 Fragen:
Frage Nr. 12623 vom 04.01.2010
hallo,
bis vor kurzem hatte ich musikunterricht.der lehrer hat anfangs gesagt ich sei behindert wenn ich einen fehler mehrfach machte.dann wollte er wissen ob ich einen freund habe und was ich mit ihm mache und hat mich dann angefangen anzufassen am rücken und po.seit dem gehe ich nich mehr hin.doch es beschäfftigt mich oft. ausserdem ist ein junge(8)von bekannten dorthin gegangen undhat dann nicht mehr hingehen wollen und geweint wenn er hin sollte.hat er dem junge auch was getan od is des nur einbildung?soll ich mit den eltern des jungen reden od mit dem jungen?was könnte ich tun damit diese gedanken mich nich mehr so verfolgen?
Unsere Antwort
Du möchtest nicht mehr so viel an die sexuellen Übergriffe und die entwertenden Bemerkungen des Musiklehrers denken. Da ist erst Mal deine Entscheidung gut, den Musikunterricht nicht mehr zu besuchen und ev. einen anderen Lehrer, mit dem du bessere Erfahrungen machst, zu suchen. Es ist auch gut, wenn das Verhalten des Musiklehrers öffentlich gemacht wird, bzw. wenn Kinder, die dort nicht mehr hingehen wollen, unterstützt werden, dass sie das auch nicht müssen. Natürlich ist überhaupt nicht klar, ob alle SchülerInnen das Gleiche erleben. Um das herauszufinden, kann ein Gespräch mit den Eltern des Jungen oder mit dem Jungen selbst sinnvoll sein. Hast du denn mit deinen eigenen Eltern geredet? Wie öffentlich sind deine Erlebnisse mit dem Musiklehrer?
Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe (auch wenn sie stimmen) sind schwerwiegend. Wenn du sie öffentlich machst, kann es sein, dass der Musiklehrer sich dagegen wehrt oder behauptet, du hättest dir das ausgedacht, weil du ihm schaden willst. Darum ist es immer am wichtigsten, mit mindestens einer vertrauenswürdigen Person (aber möglichst mit mehreren) zu reden, damit du ein Unterstützungsnetz hast. Wenn mehrere SchülerInnen betroffen sind, können die sich auch zusammen tun. Am besten wendet man sich in jedem Fall an eine spezialisierte Opferhilfeberatungsstelle. Diese Beratungsstellen gibt es für Jungen, für Mädchen, für Männer und für Frauen. Die BeraterInnen können deine Situation am besten abschätzen und dir raten, ob und wie du mit dem 8 Jähren oder seinen Eltern redest, ob es sich lohnt über eine Strafanzeige nachzudenken, ob es Berufsverbände für MusiklehrerInnen gibt, bei denen man das Verhalten des Musiklehrers bekannt machen kann. Oft lohnt es sich nach sexuellen Übergriffen oder anderen entwertenden Erlebnissen sehr, sich genauer mit dem Thema zu beschäftigen. Durch die Beschäftigung mit dem Thema fühlst du dich aktiv, findest möglicherweise heraus, was du tun kannst, was das Aktivitätsgefühl verstärkt und mit der Zeit wird deine Sicht auf das Verhalten des Musiklehrers klar: er ist ein schlechter Lehrer, der strafbare Handlungen macht und mit den völlig veralteten Lehrmethoden der Unterdrückung und Bestrafung arbeitet.

