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Pillenarten: kombinierte Pille und Gestagenpille

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Pillenarten: kombinierte Pille und Gestagenpille

Kombinierte Pillen/Kombinationspräparate/Mikropille

Die am häufigsten eingesetzten Antibabypillen sind kombinierte Pillen oder Kombinationspräparate – sie enthalten ein Östrogen (Ethinylestradiol) und ein Gestagen. Sie werden auch Mikropillen genannt. Der Name kommt daher, dass die ersten Pillen in den 60er Jahren noch viel höher dosiert waren als heute. Heute enthalten sie 15-30 Mikrogramm Ethinylestradiol. Kombinierte Pillen müssen täglich zur gleichen Tageszeit eingenommen werden (maximal 12 Stunden zu spät). Am Ende der Packung gibt es entweder eine Pillenpause von bis zu einer Woche oder einige Plazebopillen. In dieser Phase findet eine Entzugsblutung statt.

Es gibt verschiedene Arten von kombinierten Pillen:

  • Einphasenpräparate. Hier wird in jeder Pille die gleiche Menge Östrogen und Gestagen zugeführt.
  • Zweiphasenpräparate (Sequenzpräparate). Hier wird in der ersten Pillenwoche nur Östrogen zugeführt, danach Östrogen und Gestagen.
  • Dreiphasenpräparate. Hier wird die ersten 6 Tage wenig Östrogen und Gestagen zugeführt, dann beides in gesteigerter Dosis für 5 Tage, und die letzten 10 Tage wenig Östrogen und die höchste Gestagendosis.

Einphasenpräparate sind am häufigsten. Die Verträglichkeit soll mit Zweiphasen- und Dreiphasenpräparaten erhöht werden. Die Wirkung ist aber die gleiche. Zweiphasenpräparate spielen heute kene grosse Rolle mehr.

Gestagen-Pille/Minipille

Weniger häufig angewendet wird die Gestagen-Pille oder Minipille. Sie enthält nur Gestagen (z.B. Cerazette). Bei der Einnahme unterscheidet sie sich vor allem dadurch, dass es keine regelmässige Entzugsblutung gibt, sondern oft Schmierblutungen gibt. Sie muss je nach Präparat auch in einem genaueren Zeitfenster eingenommen werden, da relativ schnell der Verhütungsschutz nicht mehr gegeben ist. Besprich das mit der Ärztin, die dir die Pille verschreibt. Weil sie kein Östrogen enthält, ist sie für Jugendliche nicht so geeignet.


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