Wie kann ich (m) beim Sex geschickter werden?
Wie kann ich (m) beim Sex geschickter werden?
Mit Beckenschaukeln lockeren statt Sex haben
Hast du schon einmal zugeschaut, wie ein Hundemännchen Sex mit einem Hundeweibchen hat? Er macht das mit einer lockeren Schaukelbewegung des Beckens. Viele Männer dagegen sind beim Sex ziemlich steif. Sie «bumsen» mit angespannten Muskeln, steifem Körper und viel Anstrengung. Da bleibt nicht viel Bewegungsfreiheit, und mann spürt auch nicht so viel. Die Schaukelbewegung ist viel lockerer. Wenn ein Mann sie lernt, kann er seinen Penis besser steuern, und er kann auch besser bestimmen, wie schnell er sich bis zum Samenerguss erregen möchte.
So fühlt mann sich männlicher
Wir geben dir unten Übungstipps, wie du die Beckenschaukel lernen kannst und wie du sie bei der Selbstbefriedigung einsetzen kannst, um zu üben. Wenn du dir angewöhnst, dein Becken bei der Selbstbefriedigung locker zu bewegen, wirst du vielleicht merken, dass du ein ganz anderes Gefühl bekommst, als wenn du still und angespannt bleibst und mit der Hand rubbelst oder presst. Das hängt damit zusammen, dass dein Becken besser durchblutet wird und du ganz allgemein mehr spürst und auch die sexuelle Erregung besser wahrnimmst. Dadurch wird dein Penis in deiner Vorstellung voller und grösser. Mit der Zeit (also mit der Übung…) wirst du dich männlicher fühlen, und du wirst mehr Lust darauf kriegen, mit anderen Menschen auf diese Art Sex zu haben.
Wie geht die Beckenschaukel?
Am einfachsten kannst du das im Vierfüsserstand ausprobieren – du bist also auf den Knien, mit den Händen am Boden. Und jetzt stell dir eine Katze vor die einen Katzenbuckel macht. Probier das mal. Stell dir dabei vor, die Rückenmitte wird zur Decke gezogen. Übertreibe die Bewegung ruhig ein bisschen. Und danach geh ins Hohlkreuz. Dann mach wieder den Katzenbuckel. Und dann mach wieder das Hohlkreuz.
Mach diese Bewegung oft hintereinander und versuche dabei, sie langsam und locker – und nicht ruckartig zu machen. Du schaukelst also sozusagen, dabei bewegt sich dein Körper wie um ein Scharnier, das in der Mitte des Rückens ist.
Es gibt beim Sex keine Stellung, bei der du nicht in die Katzenbuckel-Hohlkreuz-Schaukelbewegung hineinkommen kannst (ausser du bist völlig unter deiner Partnerin oder sonst irgendwie eingeklemmt...).
Nicht mit dem Po drücken
Viele Männer drücken beim Sex vor allem mit dem Po. Das Dumme ist, dass sich der Körper so ziemlich verspannen kann. Die Durchblutung im Becken ist weniger gut, man spürt weniger, und man kann auch weniger gut steuern. Mit der lockeren Beckenbewegung wird das alles möglich. Durch den Katzenbuckel geht das Becken nach vorn und steuert den Penis in die Scheide (oder in deine Hand oder eine andere Höhle). Durch das Hohlkreuz geht er wieder heraus. Der Rücken übernimmt also die Arbeit. So verspannt sich der Po nicht so. Das bedeutet für viele Männer ein Umdenken – und braucht etwas Übung.
Beckenschaukel im Stehen
Wir empfehlen immer, auch im Stehen zu üben, denn das stärkt die männliche Selbstsicherheit. Schaukeln im Stehen ist schwierig, denn oft streckt man die Beine durch, und dann ist gar nichts mehr möglich, denn man ist durchgespannt wie ein Bogen. Die Lösung: Achte darauf, dass deine Knie locker und leicht angewinkelt sind. Nur so ist Bewegung möglich. Ein Trick ist, einen Stuhl vor dich zu stellen, der zu dir gerichtet da steht. Die leicht angewinkelten Knie berühren die Sitzkante. Sie sollten sie während der ganzen Schaukelaktion berühren. Probier das am besten vor dem Spiegel aus!
Beckenschaukeln im Liegen
Das ist wieder eine eher leichtere Variante. Du liegst dabei auf dem Rücken, z.B. auf einem weichen Teppich, oder auf dem Bett. Die Beine sind aufgestellt, also angewinkelt. Beim Hohlkreuz hebt sich der mittlere Rücken vom Boden, beim Katzenbuckel drückt er gegen das Bett.
Lockere Missionarsstellung mit Beckenschaukel
Die Missionarstellung – also wenn der Mann oben ist, die Frau unten – ist eine schwierige Stellung. Weil du dich ja mit Muskelkraft oben halten musst. Viele Männer werden dann ganz steif, und der Sex wird zur Anstrengung. Sie können ihre Erregung auch weniger steuern und kommen möglicherweise zu schnell.
Das Ganze geht auch lockerer:
- Nimm zwei mitteldicke Kissen und lege sie auf den Boden oder das Bett.
- Leg dich so auf die Kissen, als wären sie der Rumpf einer Frau. Stell dir vor, dass dein Becken auf ihrem Becken liegt. Den Druck hält sie gut aus.
- Deine Knie sind leicht angewinkelt, deine Unterbeine liegen ruhig auf dem Boden/Bett.
- Deinen Oberkörper hältst du leicht hoch, in dem du dich mit den Armen so abstützt, dass die Unterarme auf dem Bett liegen.
- Dein Gewicht ruht also auf den Unterarmen, auf dem Becken und auf den Unterbeinen.
- Jetzt mach die Beckenschaukelbewegung. Mach zuerst einen Katzenbuckel – als würde deine Rückenmitte zur Decke gehen. Und dann mach ein Hohlkreuz.
- Stell dir vor, du dringst dabei mit dem Penis die Scheide ein: Beim Katzenbuckel bewegst du den Penis so ganz locker in die Scheide hinein, beim Hohlkreuz wieder hinaus.
Und, wir können das gar nicht genug betonen: Die Bewegung geht vom Rücken aus, nicht vom Po! Das ist ganz wichtig, so übernimmt der Rücken die Arbeit, und der Po verspannt sich nicht so. Durch diese Bewegung versteifst du dich nicht, und hast viel mehr Ausdauer.
Beckenbewegen bei der Selbstbefriedigung
Angenommen, deine bevorzugte Methode der Selbtbefriedigung ist mit der Hand. Die Hand macht die Arbeit, der Körper ist still. Wenn du bei der Selbstbefriedigung die Beckenschaukel einsetzt, passiert das Gegenteil: Die Hand ist still, und du bewegst rein durch die Bewegung deines Beckens den Penis in die Hand hinein und aus der Hand heraus. Das kannst du in allen Stellungen probieren. Wir empfehlen dir, deine Hand voll Öl zu machen, damit es gut rutscht. Weitere Tipps zum Bewegen bei der Selbstbefriedigung liest du in unserem Text über das Üben für den Geschlechtsverkehr.
Üben und nicht aufgeben
Falls du ständig deine Erektion verlierst, während du versuchst, dich so zu erregen, liegt das daran, dass diese Art dich zu erregen, für deinen Penis einfach noch völlig fremd ist. Du kannst dich zwischendrin auf die gewohnte Weise erregen, um deine Erektion «zurückzuholen». Wenn du regelmässig übst, wird es dir mit der Zeit gelingen, so eine Erektion aufrecht zu erhalten.
