Beckenbodenübungen für den Sex für Männer
Beckenbodenübungen für den Sex für Männer
Was sind die Beckenbodenmuskeln?
Die Beckenbodenmuskeln sind ein kompliziertes Geflecht aus Muskeln, das innerhalb des Beckens (von unterhalb des Unterbauchs bis hinter den After) verläuft. Sie sind der Grund, dass all deine inneren Organe nicht unten aus dir herausfallen. Du brauchst die Muskeln auch für das Uriniren, für den Stuhlgang und für die sexuellen Erregung.
Die Beckenbodenmuskeln sind deine dritte Hand
Wenn du deine Beckenbodenmuskeln gut spürst und wenn du sie gezielt anspannen und entspannen kannst, dann kannst du deinen Penis sozusagen von innen massieren. Denn ein recht grosser Teil des Penis verläuft ja innerhalb des Körpers. Die Beckenbodenmuskeln sind sozusagen deine dritte Hand, mit der du den Penis innerhalb des Körpers erregen kannst.
Ganz stark anspannen bedeutet weniger spüren
Wenn du sexuell erregt bist, spannen sich die Muskeln ganz automatisch mehr oder weniger stark an. Durch stärkeres Anspannen kannst du die sexuelle Erregung schneller in die Höhe treiben bis zu einem Samenerguss. Dann wird dein Beckenboden aber weniger gut durchblutet - durch die Anspannung hat das Blut einfach keinen Platz. Darum spürst du weniger. Damit du den Sex wirklich geniessen kannst, musst du aber spüren.
Was mache ich gegen starkes Anspannen?
Ein gutes Mittel gegen zu starke Anspannung der Beckenbodenmuskeln ist Bewegung: Wenn du dein Becken immer ein wenig bewegst (schaukeln, kreisen), müssen sich auch die Beckenbodenmuskeln etwas bewegen. Mehr Tipps zum Bewegen des Beckens findest du in diesem Text.
Ein weiteres gutes Mittel gegen zu starke Anspannung ist, wenn du lernst, die Beckenbodenmuskeln zu spüren und mit ihnen zu spielen. Spielen heisst zum Beispiel, dass du sie rhythmisch anspannst und entspannst. Damit kannst du auch den inneren Teil des Penis gut massieren.
Wie spüre ich die Beckenbodenmuskeln?
Beckenbodenmuskeln spüren ist Übungssache. Tu mal so, als ob du den Urinstrahl zurückzuhalten wolltest – und dann lass wieder los. Tu das aber nicht auf dem Klo während du pinkelst, das ist nicht so gesund für die Blase. Wenn du es nackt vor dem Spiegel machst, solltest du sehen, wie sich deine Hoden beim Anspannen der Muskeln leicht nach oben bewegen. Schau, ob du das hinkriegst.
Du kannst dieses Anspannen-Entspannen während des Tages immer wieder machen – beim Sitzen, beim Stehen, im Liegen. Je öfter du das machst, desto besser lernst du deinen Beckenbodenmuskel zu spüren.
Becken- von Pomuskeln unterscheiden
Für viele Männer ist es schwierig, Beckenbodenmuskeln und Pomuskeln unabhängig voneinander anzuspannen und zu entspannen. Beim Sex spannen sie alles ganz fest an. Schau mal ob du es hinkriegst, die Pomuskeln und die Beckenbodenmuskeln unabhängig voneinander anzuspannen: Halte die Hände auf deine Pobacken und achte darauf, was passiert, wenn du die Beckenbodenmuskeln anspannst. Wenn deine Pobacken auch hart werden, versuch, sie zu entspannen, während die Beckenbodenmuskeln angespannt sind.
Und dann versuch auch, deine Pobacken anzuspannen, während deine Beckenbodenmuskeln entspannt sind.
Und dann spann erst die linke Pobacke an, dann die rechte. Jetzt lass zuerst die rechte wieder los und dann die linke. Spiel so viel wie möglich mit diesen Muskeln, du lernst sie dadurch immer besser zu spüren und unabhängig voneinander anzuspannen. Probier es im Stehen, im Liegen und im Sitzen.
Hinten von vorn unterscheiden
Das ist jetzt die höhere Kunst. Schau, ob es dir gelingt, die hinteren Beckenbodenmuskeln ein bisschen von den vorderen zu unterscheiden: Tu so als ob du im Darm Kot zurückhältst. Entspann wieder. Jetzt tu so als ob du Urin zurückhältst. Entspann wieder. Gelingt es dir, hinten zu entspannen, während du vorn anspannst – und umgekehrt? Auch diese Übung kannst du gar nicht oft genug machen – im Stehen, im Liegen und im Sitzen.
Und was mach ich beim Sex?
Zunächst einmal: Achte bei der Selbstbefriedigung darauf, was du mit deinen Beckenboden- und Pomuskeln machst. Und dann schau einmal, ob du es hinkriegst, während du dich erregst, mit ihnen zu spielen: Probier die Dinge, die wir in diesem Text beschrieben haben, beim Sex aus.
Möglicherweise geht deine Erektion weg, wenn du das ausprobierst. Das kann daran liegen, dass deine Technik der Erregung bis jetzt mit sehr hoher Spannung verbunden ist. Lass dich dadurch nicht beirren: Gewöhne deinen Penis langsam an die neue Technik und an bewegtere Muskeln.
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