Tipps für den Sex zu zweit, wenn du (m) nicht so schnell kommen willst
Tipps für den Sex zu zweit, wenn du (m) nicht so schnell kommen willst
Warum komm ich beim Sex zu zweit so schnell?
Wenn du nur beim Sex mit deiner Partnerin/deinem Partner schneller kommst, als du möchtest, kann das daran liegen, dass du sie/ihn einfach so heiss und erregend findest. Vielleicht bist du auch aufgeregt und gestresst, weil du es ihr/ihm rechtmachen und nicht zu schnell kommen willst. Dadurch spannst du den Körper ganz automatisch an. Vielleicht spannst du die Muskeln im Po und im Becken sogar absichtlich an, um die Ejakulation zurückzuhalten. Dummerweise ist Muskeln stark Anspannen eine gute Methode, schneller zu kommen… Grundsätzlich ist es wichtig, dass du nicht nur an deine Partner/-innen und ihre «Befriedigung» denkst, sondern dich darauf konzentrierst, deine eigene sexuelle Erregung zu spüren. Denn wie solltest du sie sonst steuern und im entscheidenden Augenblick bremsen können?
Wenn du nicht nur beim Sex zu zweit, sondern auch allein sehr schnell kommst und die Ejakulation nicht hinauszögern kannst, lies bitte auch diesen Text.
Tipps für den Geschlechtsverkehr
Viele Männer kommen beim Geschlechtsverkehr schon rein deshalb schnell, weil sie sich körperlich ziemlich anstrengen. Das gilt vor allem für die Missionarsstellung, also wenn sie oben sind. Sie spannen alle Muskeln an, um sich über der Frau zu halten und bewegen sich ziemlich steif – fast wie wenn sie Liegestütze machen würden. Durch dieses Anspannen kommen sie schneller.
Es gibt bessere Möglichkeiten für den Sex: Leg dich so auf deine Partnerin, dass dein Becken auf ihrem Becken liegt. Den Druck hält sie gut aus. Deine Knie sind leicht angewinkelt, deine Unterbeine liegen ruhig auf dem Bett. Deinen Oberkörper hältst du leicht hoch, in dem du dich mit den Armen so abstützt, dass die Unterarme auf dem Bett liegen. Dein Gewicht ruht also auf den Unterarmen, auf dem Becken und auf den Unterbeinen.
Statt jetzt steif mit dem Penis in die Scheide zu stossen, mach beim Eindringen mit dem Penis einen Katzenbuckel – als würde deine Rückenmitte zur Decke gehen. Und beim Rausziehen mach ein Hohlkreuz. Die Bewegung geht also vom Rücken aus, nicht vom Po! Das ist ganz wichtig, so übernimmt der Rücken die Arbeit, und der Po verspannt sich nicht so. Am besten, du übst das erst allein – leg dabei ein mitteldickes Kissen unter dein Becken.
Diese Katzenbuckel-/Hohlkreuzbewegung ist eigentlich eine Schaukelbewegung. Sie lässt sich für sämtliche Sex-Stellungen einsetzen. Eventuell bringt es dir etwas, wenn du zusätzlich den Körper beim Geschlechtsverkehr so drehst, dass sich deine Füsse allenfalls etwas abstützen können. So fällt es deinem Körper leichter, in eine entspanntere Bewegung zu kommen. Eine gute Fussstütze ist zum Beispiel die Wand oder ein Bettrahmen. Achte auch darauf, dass du nicht die Luft anhältst, sondern tief und langsam mit dem Bauch atmest. So wird dein Körper besser durchlüftet und die sexuelle Erregung hat mehr «Platz».
Gewöhnung an das Geschlecht der Partnerin/des Partners
Es kann helfen, wenn du dich beim Petting an deine Partnerin/deinen Partner und an die sexuelle Erregung, die du mit ihr/ihm hast, gewöhnst. Lasst euch Zeit. Legt euch erst entspannt hin, schaut euch an. Erst dann beginnt ihr euch langsam zu streicheln.
Wenn du mit einer Frau zusammen bist, leg deine Hand auf ihre Vulva. Was spürst du? Lass dir Zeit zu spüren. Führe einen oder mehrere Finger in die Scheide ein. Erkunde sie mit den Fingern. Wie fühlt sie sich an? Wenn die Scheide dir vertrauter ist, wirst du ruhiger, wenn es darum geht, mit dem Penis in sie einzudringen. Wenn du mit einem Mann zusammen bist, erkunde mit deiner Hand sein Geschlecht. Achte immer wieder auch darauf, was deine Muskeln machen: Sind sie verkrampft? Oder gelingt es dir, sie immer in Bewegung zu halten? Und atme immer tief und langsam.
Gewöhnung an das Penetrieren
Du kannst das Eindringen auch üben, in dem du mit dem Penis in den Mund deiner Partnerin/deines Partners eindringst. Lass dich dabei nicht einfach lutschen oder saugen, sondern bewege deinen Penis mit der oben beschriebenen Schaukelbewegung und bestimme selbst, wie schnell er wie weit eindringen will.
Wichtig ist, dass du immer genau drauf achtest, was du spürst und fühlst. Wenn du das nicht tust, merkst du vielleicht nicht, dass du ganz heimlich wieder in eine Verspannung kommst und vergisst, zu atmen.
Deine Partnerin/dein Partner kann auch eine Hand zu einer Röhre/Höhle formen und mit Öl/Gleitmittel einschmieren. Dring mit deinem Penis in diese Höhle ein, in dem du mit der Schaukelbewegung hinein und hinausbewegst. Du bist der, der eindringt; du liegst also nicht einfach da und lässt dich rubbeln.
Wenn du merkst, dass du gleich kommen wirst, hör auf, zu bewegen und atme langsam mit dem Bauch. Wenn du willst, dass dein Partner/deine Partnerin den Penis los lässt, sag es ihm/ihr. Wichtig ist, dass du genau drauf achtest, was du spürst.
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