lilli
  • Infos & Tipps
    • 43 | Gewalt und sexuelle Übergriffe
    • 53 | Sex ist lernbar
    • 25 | Verführung und Beziehung
    • 54 | Frausein
    • 55 | Mannsein
    • 4 | Ich und die anderen
    • 48 | Schutz vor Schwangerschaft und Krankheiten
  • Fragen & Antworten
  • Adressen & Links
  • Umfragen
  • Spenden
  • Über uns

 
 
Hilfe
 
oder wähle einen Begriff aus unserer Liste
Stell uns deine Frage
4 noch unbeantwortet

HPV-Infektionen

  • Wie schütze ich mich vor Schwangerschaft und Infektionen?
    • Wie schütze ich mich vor Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten?
    • Wann ist Schutz vor einer Schwangerschaft nötig?
    • Wie lang überleben Spermien ausserhalb des Körpers?
    • Welche Verhütungsmittel gibt es?
    • Wie schützen wir uns beim Petting/Vorspiel vor einer Schwangerschaft?
    • Lusttropfen oder Präejakulat
    • Wie (und warum) schütze ich mich vor sexuell übertragbaren Infektionen?
  • Die wichtigsten sexuell übertragbaren Infektionen
    • Was sind sexuell übertragbare Infektionen?
    • HPV-Infektionen
    • Chlamydien
    • Herpes genitalis
    • Trichomonaden
    • Gonorrhoe (Tripper, Gonokokken)
    • Syphilis (Lues)
    • Ulcus molle
    • Lymphgranuloma inguinale
    • Granuloma inguinale (Granuloma venereum)
    • Hepatitis
    • HIV/Aids
    • Zytomegalie
    • Gardnerella vaginalis (bakterielle Vaginose, Aminkolpitis)
    • Genitale Mykoplasmeninfektionen
    • Candidasis
    • Filzläuse
  • Kondome (Präservative, Pariser)
    • Warum sollte ich Kondome verwenden?
    • Welche Kondome gibt es - und wo kaufe ich sie?
    • Welche Kondomgrösse ist richtig für mich?
    • Wie wende ich Kondome richtig an?
    • Kondome bei Latex-Allergie und anderen Beschwerden
  • Die Antibabypille
    • Antibabypille: Wo bekomme ich sie und wer berät mich?
    • Pillenarten: kombinierte Pille und Gestagenpille
    • Wirkung von kombinieren Pillen und Gestagenpillen
    • Antibabypille: Wie nehme ich sie korrekt ein?
    • Antibabypille: keine Menstruation, sondern Entzugsblutungen
    • Kombinierten Pille: Änderung der Einnahmezeit und Verschiebung der Blutung
    • Antibabypille vergessen einzunehmen – was jetzt?
    • Antibabypille: Mögliche Nebenwirkungen
    • Kombinierte Pillen, Rauchen und Thromboembolie
    • Antibabypille: Was vermindert ihre Wirkung?
    • Antibiotika-Einnahme und die Wirkung von hormonellen Verhütungsmitteln
    • Durchfall oder Erbrechen nach Einnahme der Antibabypille
  • Andere Verhütungsmethoden
    • Der Verhütungsring (NuvaRing)
    • Die Hormonspirale (Mirena)
    • Die Kupferspirale
    • Die Kupferkette
    • Vasektomie/Vasoresektion
  • Wenn die Verhütung nicht geklappt hat
    • Notfallverhütung mit der Pille danach
    • Schwangerschaftsabbruch in der Schweiz

HPV-Infektionen

Was sind HPV-Infektionen und wie häufig sind sie?
HPV-Infektionen werden von humanen Papillomaviren (HPV) verursacht. Sie gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Es wird geschätzt, dass 60 Prozent der Bevölkerung einmal in ihrem Leben eine HPV-Infektion hatten.

Es gibt sehr viele verschieden Typen von Papillomaviren. Über 50 von ihnen können zu Veränderungen im Genitalbereich und am Anus führen. Ein Teil ruft Feigwarzen hervor, und ein Teil ist für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. Auch viele andere Krebserkrankungen im Genital-, Anal- und Hals-Rachenbereich werden durch Papillomaviren verursacht.

Oft verlaufen die Infektionen aber auch ohne Krankheitszeichen und werden vom Arzt nicht diagnostiziert.

Wie werden HPV-Viren übertragen?
Die Viren werden durch Hautkontakt, Schmierinfektion, gemeinsames Baden und am häufigsten durch sexuellen Kontakt übertragen. Wenn du mit einer Feigwarze in Berührung kommst, ist das Risiko, dass du dich ansteckst, relativ hoch (etwa 70 Prozent).

Feigwarzen (Condylomata acuminata)

Was sind die Krankheitszeichen?
Einer von hundert sexuell aktiver Erwachsenen hat Feigwarzen. Diese finden sich im Genitalbereich oder am After und sind stecknadelkopfgross bis mehrere Zentimeter gross. Sie sind fleischfarben-rötlich, weisslich oder grau-bräunlich erhaben und haben meist eine zerklüftete Oberfläche. Es kann eine einzelne sein, meist treten sie aber in Vielzahl auf. Bei Männern sind die Warzen am häufigsten an der Vorhaut, der Eichel, dem Frenulum (Bändchen), in der Harnröhre und am Penisschaft. Bei Frauen treten die Warzen hauptsächlich an den grossen und kleinen Venuslippen, am Scheideneingang, in der Scheide, am Muttermund und in der Harnröhre auf. Sie können auch an allen anderen Stellen, z.B. am Anus, vorkommen. Die Warzen machen meist überhaupt keine Beschwerden (selten Juckreiz, Brennen oder Blutung).

Wie lange dauert es, bis Krankheitszeichen auftreten?
Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Auftreten der Warzen vergehen mindestens vier Wochen, manchmal aber auch mehrere Monate.

Was können die Folgen sein?
Meist wird das Virus von selbst beseitigt, hinterlässt aber oft geringe Schäden an der Haut oder Schleimhaut.

Ich habe den Verdacht auf Feigwarzen – was kann ich tun?
Geh zum Arzt/zur Ärztin. Feigwarzen werden mit einer Crème oder Lösung behandelt, die auf die Warzen gestrichen wird. Es kann aber auch sein, dass die Warzen chirurgisch, mit Kryotherapie (eine spezielle Kältebehandlung) oder mit Laser entfernt werden müssen. Dein Partner/deine Partnerin muss unbedingt auch untersucht und gegebenenfalls behandelt werden.

Gebärmutterhalskrebs

Was sind die Krankheitszeichen?
Keine. Es gibt erst im Spätstadium welche.

Wie lange dauert es, bis Krebs auftritt?
Da bei den Viren, die Krebs verursachen, normalerweise nach der Ansteckung keine Symptome auftreten, kann man den Zeitraum (von der Ansteckung bis zu ersten Vorstufen von Krebs) nur schätzen. Manche Wissenschaftler gehen von 15 Jahren aus. Der Zeitraum kann auch erheblich kürzer sein, besonders bei jungen Frauen.

Was können die Folgen sein?
Für Europa gilt: Gebärmutterhalskrebs ist bei Frauen zwischen 15-44 Jahren die zweithäufigste Todesursache durch Krebs (Brustkrebs ist die häufigste).

Wie kann ich eine Erkrankung vorbeugen?
Es gibt eine Impfung gegen HPV, die für Mädchen unbedingt empfohlen wird. (Über eine Empfehlung für Jungen wird noch diskutiert.) Der Impfstoff kann die Infektion und die Erkrankung vorbeugen. Die Impfung sollte möglichst zwischen dem 9. Und 15. Lebensjahr durchgeführt werden. Wenn dieses Zeitfenster versäumt wurde, ist sie auch noch später möglich. Diese Impfung macht dich immun gegen die meisten der Virentypen, die die Krebserkrankung auslösen.
Wenn du ein Mädchen bist, solltest du, sobald du Geschlechtsverkehr hast, einmal im Jahr zu deiner Frauenärztin zu einer Vorsorgeuntersuchung gehen. Die Ärztin macht einen kleinen Abstrich vom Muttermund, der in einem Labor nach Veränderungen in der Zellstruktur untersucht wird.

Wie kann ich mich vor Papillomaviren schützen?

  • Sprich mit einem neuen Partner, einer neuen Partnerin bevor ihr Sex habt. Frag ihn/sie, ob er eine sexuell übertragbare Krankheit hat.
  • Verwendet Kondome bzw. Femidome (Frauenkondome). Kondome schützen, aber dazu muss der Haut- oder Schleimhautkontakt zur Warze vollständig durch das Kondom verhindert werden, und das ist je nach Sitz der Warze nicht immer möglich. Wenn keine Warzen vorhanden sind, können die Viren trotzdem vorhanden – und ansteckend – sein, da die meisten Erkrankungen unerkannt verlaufen.
  • Latexhandschuhe und Lecktücher bieten einen möglichen Schutz bei Stimulation des Geschlechts mit den Händen und dem Mund. Auch hier gilt: Der Hautkontakt muss vermieden werden.
  • Schau genau hin, ob dein Partner/deine Partnerin Veränderungen hat, die vielleicht mit einer sexuell übertragbaren Krankheit zu tun haben könnten.
  • Sag nein zu sexuellen Handlungen, wenn du vermutest, dass der andere/die andere eine sexuell übertragbare Krankheit hat.
  • Sag nein, wenn der/die andere es ablehnt, Kondome oder Femidome zu benutzen.

Alle Infotexte in «Die wichtigsten sexuell übertragbaren Infektionen» als pdf herunterladen

Das interessiert dich vielleicht auch:

Fragen, Infotexte und Adressen
zum Thema

  • Kondom
  • Sexuell übertragbare Infektion
 
  • Infotext ausdrucken
  • Infotext Weiterempfehlen
 

nach oben

© 2010 Verein Lilli
Realisation: net working AG | Design: m2

Lilli ist eine Site für jugendliche und junge Frauen und Männer und thematisiert Sexualität und sexuelle Gewalt