Unsere Antwort:
Kindisch klingt das überhaupt nicht. Das ist ja tatsächlich ein echtes Dilemma, und du beschreibst es sehr gut. Ich lese da einige Dinge heraus:
1) Du bist eine mitfühlende junge Frau, die da für ihre Freundinnen ist, wenn sie dich brauchen.
2) Deine Busenfreundin ist das möglicherweise nicht, zumindest nicht jetzt.
3) Du hast eine neue, sehr gute Freundin gewonnen.
4) Du hast, wie alle Menschen, selbst Bedürfnisse und Probleme.
5) Du merkst, was dir gut tut und was nicht.
6) Du merkst, dass keine deiner Freundinnen allein deine Bedürfnisse befriedigt.
Deine allerbeste Freundin, deine echteste, treuste Busenfreundin, bist eigentlich du selbst. Es ist also ganz wichtig, dass du dich um dich kümmerst, dich ins Zentrum stellst und dich bei deinen Handlungen danach richtest, was DU brauchst. Keine andere Freundin kann immer für dich da sein. Es ist daher gut, wenn du dir einen Freundeskreis aus mehreren Freundinnen aufbaust. Du bist eine Frau, die offenbar gut Freundinnen gewinnen und Freundschaften pflegen kann, du musst nicht von einer einzigen Freundin abhängig sein. Wenn die eine Freundin mal nicht für dich da ist, dann ist es die andere. Du kannst dann jede Freundschaft etwas lockerer nehmen und ihr ein bisschen mehr ihren eigenen Lauf lassen: Manchmal wird sie etwas enger, dann driftet man etwas auseinander, und dann «entdeckt» man einander wieder, manchmal geht das ein Leben lang so weiter, und es entwickelt sich eine wirklich dicke Freundschaft, die Höhen und Tiefen übersteht, und manchmal verliert man einander ganz aus den Augen. Jede Freundschaft bereichert dich, auch wenn sie einmal endet.
Danke für dein Lob!