Wann ist Schutz vor einer Schwangerschaft nötig?
Wann ist Schutz vor einer Schwangerschaft nötig?
Wie kann eine Frau schwanger werden?
Schwanger werden kann eine Frau, wenn Spermien mit genügend Ejakulat (=Samenflüssigkeit, Sperma) direkt in ihre Scheide gelangen, also in ihr inneres Geschlecht. Das ist beim Geschlechtsverkehr möglich. Es reicht als Verhütung aber nicht, den Penis aus der Scheide herauszuziehen, bevor der Mann ejakuliert (=einen Samenerguss hat). Denn während dem Geschlechsverkehr können vor dem Samenerguss bereits Lusttropfen in die Scheide gelangen, und in denen können manchmal schon Spermien sein. Auch beim Petting solltet ihr aufpassen: Die Penisspitze sollte ohne Verhütung nicht direkt am Scheideneingang sein, und Hände voll frisches Sperma sollten abgewischt werden, bevor sie in die Scheide eingeführt werden. Mehr zur Verhütung beim Petting und beim Vorspiel liest du hier.
Wie kann eine Frau nicht schwanger werden?
Eine Frau wird nicht schwanger, wenn Sperma in ihren Mund kommt oder in ihren After. Sie wird auch nicht davon schwanger, dass ihr Körper mit Spermien in Berührung kommt – denn Spermien müssen wie gesagt direkt in die Scheide oder an den Scheideneingang gelangen. Der Grund dafür ist, dass Spermien an der Luft oder in Wasser innerhalb kurzer Zeit absterben. Genaueres dazu liest du in diesem Text. Wenn ein Mann für sich allein Selbstbefriedigung macht, kann er daher keine Frau damit schwängern.
Eine Frau kann nur an wenigen Tagen im Monat schwanger werden
Nachdem der Mann seine Spermien in die Scheide ejakuliert hat, macht sich ein Teil der Spermien auf den Weg durch den Muttermund und durch die Gebärmutter in die Eileiter, um dort die Eizelle zu treffen. Das ist nur an den fruchtbaren Tagen der Frau gut möglich, da an den anderen Tagen der natürliche Schleimpfropf, der im Muttermund sitzt, zäher und für Spermien schwerer zu durchdringen ist. Das meiste Ejakulat läuft wieder aus der Scheide heraus.
Spermien müssen nicht nur leben, sondern sich auch bewegen können
Spermien müssen, um eine Eizelle befruchten zu können, im Verhältnis zu ihrer Grösse einen sehr weiten Weg zurücklegen. Daher können Spermien, die nicht bewegungsfähig sind, keine Schwangerschaft mehr auslösen, obwohl ihr Zellstoffwechsel noch funktioniert.
Spermien überleben fünf Stunden in der Scheide
Um bewegungsfähig zu sein, brauchen Spermien ein schwach basisches Milieu. In saurer Umgebung sind sie bewegungslos und sterben schnell ab. Die Scheide hat ein leicht saures Milieu. Die Flüssigkeit, in der die Spermien bei der Ejakulation schwimmen, ist schwach basisch und bietet den Spermien daher etwa fünf Stunden lang Schutz in der Scheide. Danach sind sie nicht mehr bewegungsfähig und sterben ab.
Spermien sind in der Gebärmutter und im Eileiter bis zu drei Tage bewegungsfähig
Im Gebärmutterhals ist das Milieu basisch, die Spermien, die es durch ihn durch geschafft haben und die Wanderung durch die Gebärmutter in die Eileiter machen, sind bis zu drei Tage lang bewegungsfähig. Manche Spermien überleben länger, sie sind aber nicht mehr bewegungsfähig und können darum keine Eizelle mehr befruchten.
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