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Kondome (Präservative, Pariser)

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Warum sollte ich Kondome verwenden?

Kondome bieten guten Schutz vor einer Schwangerschaft

...vorausgesetzt, du wendest sie richtig an. Das gilt aber für alle Verhütungsmittel. Darum ist es wichtig, dass du dich darüber schlau machst, wie du sie richtig anwendest.

Wenn du Kondome verwendest, muss die Frau sonst kein Verhütungsmittel einsetzen

Gerade wenn du in keiner festen Beziehung bist oder in einer Beziehung, wo ihr nur selten Sex habt, sind Kondome sehr sinnvoll, denn ihr müsst nur genau dann für Verhütung sorgen, wann ihr auch Sex habt.

Kondome bieten guten Schutz vor vielen sexuell übertragbaren Infektionen

Kondome bieten den einzigen wirksamen Schutz vor HIV/Aids. Sie schützen dich auch vor vielen anderen sexuell übertragbaren Infektionen (Geschlechtskrankheiten). Daher ist es ausgesprochen sinnvoll, dass du Kondome verwendest, wenn du in einer neuen Beziehung bist oder jemanden nicht so gut kennst. Mehr über den Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen liest du in diesem Text.

Stören Kondome nicht beim Sex?

Kondome stören nur dann beim Sex, wenn du ein Kondom der falschen Grösse anwendest, oder wenn du es falsch anwendest. Die Anwendung von Kondomen ist Übungssache. Am Anfang scheint es dir vielleicht ungewohnt, ein Kondom anzuwenden – und es kann daher schon auch mal vorkommen, dass er Penis vor lauter Ungewohnheit erst mal schlapp macht. Aber man gewöhnt sich daran, und es wird dann wie normal und gehört einfach dazu. Bei der Selbstbefriedigung können sich junge Männer mit der Anwendung und dem Gefühl vertraut machen. Und als Paar könnt ihr das beim Petting.

Spürt man bei Kondomen nicht weniger?

Wenn du deinen Penis gut spürst, spürst du ihn auch gut, wenn du ein Kondom anhast. Viele Männer begrüssen, dass sie etwas mehr Ausdauer haben, wenn sie ein Kondom anhaben. Es gibt Kondome aus extradünnem Material und robustere. Extradünne sind nicht so reissfest, also nur einsetzen, wenn du wirklich fit im Gebrauch von Kondomen bist. Für Analverkehr eignen sich nur robuste Kondome.


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Welche Kondome gibt es - und wo kaufe ich sie?

Wo sind Kondome zu finden?

Kondome kriegst du in jedem Kaufhaus. Du findest sie auch in Drogerien und Apotheken; ausserdem gibt es Automaten, und auch bei Beratungsstellen der Familienplanung kannst du sie bekommen. Kurz: Kondome gibt es eigentlich überall. Wenn du in der Schweiz lebst, kriegst du die billigsten in der Migros oder im Coop. Es gibt auch Fachgeschäfte für Kondome (z.B. Condomeria). Hier ist die Auswahl viel grösser, da kannst du dich sehr gut beraten lassen. Dort kriegst du Kondome auch einzeln.

Sie müssen frisch und «OK» sein

Egal woher du sie bekommst, achte darauf, dass sie das «OK»-Gütesiegel tragen und dass ihr Packungsdatum noch nicht abgelaufen ist.

Welches Kondom ist richtig für mich?

Das allerwichtigste ist: Die Grösse muss stimmen. Lies dazu bitte diesen Text. Abgesehen unterscheiden sich Kondome in Material, in der Dicke des Materials und in der Form, und je nachdem passt dir das eine eher als das andere. Probieren geht über studieren! Die meisten Kondome sind aus Latex, das ist Naturkautschuk. Aber es gibt auch andere Materialien, z.B. Polyurethan oder Polyisopren. Die eignen sich unter anderem, wenn du Latex nicht verträgst oder deine Partnerin/dein Partner es nicht verträgt.

Gleitmittel dazukaufen

Viele Kondome sind mit Gleitmittel beschichtet. Wir empfehlen trotzdem, eins dazuzukaufen, dann habt ihr für den Fall, dass es sich etwas trocken anfühlt, gleich eins zur Stelle. Wichtig ist, dass ihr kein Öl oder Fett als Gleitmittel verwendet, sondern nur Mittel auf Wasser- oder Silikonbasis. Denn das Öl kann das Latex angreifen. In Kaufhäusern stehen sie in der Regel gleich bei den Kondomen. Wenn ihr Öl anwenden wollt: Kondome aus Polyurethan werden vom Öl nicht angegriffen.

Kondome mit allerlei Schnickschnack

Es gibt farbige, riechende, schmeckende, mit erregender Chemie beschichtete und genoppte Kondome – also für jeden Geschmack etwas. Es kann Spass machen, mit der Partnerin/dem Partner zusammen Kondome auszusuchen. Wir empfehlen allerdings, erst mal mit hundsnormalen Kondomen anzufangen und die Schnickschnack-Kondome für zukünftige Experimente aufzusparen. Es ist auch so, dass nicht alle Kondome von allen vertragen werden, vor allem wenn sie irgendeine chemische Beschichtung haben. Lies dazu bitte diesen Text.

Die Aids-Hilfe Schweiz hat viele gute Information über Kondome.


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Welche Kondomgrösse ist richtig für mich?

Der Umfang des Penis ist entscheidend

Was bei der Wahl der Kondomgrösse vor allem eine Rolle spielt, ist wie dick der Penis ist, also wie gross sein Umfang ist. Die Länge ist nicht so wichtig: Jedes Kondom ist so lang wie eine Scheide, das heisst, auch wenn das fertig abgerollte Kondom nicht deinen ganzen Penis bedeckt, ist der Schutz gewährleistet. Wenn das Kondom länger als dein Penis ist, rollst du es einfach so weit ab, bis der Penis bedeckt ist.

Welche Kondomgrössen gibt es?

Kondome sind in der Regel von 51 bis 53 mm weit – extraweite sind ein paar Millimeter weiter. Wenn dein Penis überdurchschnittlich dick ist, solltest du ein grösseres Kondom verwenden, wenn er eher schlank ist, solltest du ein kleineres verwenden. Standardkondome haben eine Weite von 52 mm. Bei mysize.ch oder bei kondomberater.de kannst du deine Penisgrösse berechnen und herausfinden, welche Kondome dir etwa passen.

Kondomgrössen für Jugendliche

Für viele Jugendliche sind Kondome der Standardgrösse zu gross. Von Ceylor gibt es speziell für Jugendliche ein Kondom, das Hotshot, mit einer verengten Öffnung, die für guten Halt sorgt. Auch in der Migros hat es extra schmale Kondome für jugendliche Penisse, die heissen Mamba.

Woran merke ich, ob die Kondomgrösse richtig ist?

Ein Kondom sitzt dann richtig, wenn du es ohne zu zerren abrollen kannst, und wenn es beim Sex nicht abrutscht oder platzt. Kondome sind sehr, sehr dehnbar. Wähle das Kondom also auf jeden Fall nicht zu weit – sonst kann es abrutschen. Wenn du es zu knapp wählst, kann es platzen - oder manchmal auch abrutschen. Eigentlich merkt man, wenn das Kondom zu knapp ist, dann hast du Schwierigkeiten, das Kondom abzurollen – du musst am Kondom zerren, statt einfach abrollen zu können.

Probieren geht über Studieren

Damit du die für dich passende Grösse findest, kannst du auch ein paar Kondome verschiedener Grösse kaufen. Am besten, du probierst das Abrollen bei der Selbstbefriedigung. Mehr Tipps zur richtigen Anwendung von Kondomen liest du in diesem Text. Wir empfehlen dir, dabei Gleitmittel zu verwenden.

Die Aids-Hilfe Schweiz hat viele gute Information über Kondome.


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Wie wende ich Kondome richtig an?

Das Kondom ist eine sehr sichere Verhütungsmethode – und es ist das einzige sichere Verhütungsmittel für viele sexuell übertragbare Infektionen, z.B. HIV/Aids. Es schützt allerdings nur, wenn ihr es richtig anwendet.

Übung macht den Meister und die Meisterin

Darum lohnt es sich auch, erst mal bei der Selbstbefriedigung und beim Petting den Gebrauch von Kondomen zu üben. Was auf den ersten Anhieb kompliziert klingt, wird nach einem Weilchen völlig normal.

Hier sind ein paar Tipps zum richtigen Einsatz von Kondomen:

Die Grösse muss stimmen

Wählt ein Kondom der richtigen Grösse. Die Sicherheit der Kondome und der Genuss beim Sex hängt sehr von der richtigen Grösse ab!

Kondom zum richtigen Zeitpunkt einsetzen

Rolle das Kondom über dem Penis ab, bevor ihr mit dem Geschlechtsverkehr anfangt. Es langt nicht, wenn ihr ein Kondom erst unmittelbar vor der Ejakulation (Samenerguss) einsetzt. Denn schon vor dem Samenerguss können Lusttropfen aus dem Penis austreten – und in denen können schon Spermien sein. Ausserdem besteht die Gefahr der Infektionsübertragung auch schon vor dem Samenerguss.

Kondome sollten frisch sein

Schau dir das Datum an, was auf der Kondomverpackung steht. Nach diesem Datum ist der Schutz nicht mehr gewährleistet.

Nimm ein Kondom erst unmittelbar vor Gebrauch aus der Packung. Es darf auf keinen Fall austrocken. Die Trockenheit ist die häufigste Ursache für gerissene Kondome.

Wenn ihr den Sex länger als 5 Minuten unterbrecht, solltet ihr deshalb auch ein neues Kondom nehmen.

Vorsicht beim Auspacken

Achte darauf, ob die Packung nicht beschädigt ist, bevor du das Kondom herausnimmst.

Reiss die Packung vorsichtig bei der Einrisskerbe auf. Bisse und lange Fingernägel können das Kondom verletzen.

Finger, an denen vorher schon Lusttropfen oder Sperma waren, kannst du trockenwischen, bevor du das Kondom anfasst.

Nicht zwei Kondome übereinander

Zwei Kondome übereinander sind nicht sicherer. Das Risiko von Rissen ist sogar höher, weil das Latex nicht nachgeben kann. Also immer nur ein Kondom verwenden.

Kondom richtigrum abrollen

Wenn du den Ring des Kondoms mit zwei Fingern vor deinen Mund hältst und durchbläst, wölbt sich das Reservoir (die Kondomspitze) nur dann, wenn du in seine Innenseite bläst. So siehst du in Zweifelsfällen, was innen und was aussen ist.

Falls dir beim Abrollen auffällt, dass du das Kondom leider doch falschrum aufgesetzt habt, drehe es nicht einfach um. Da können schon Lusttropfen dran sein. Wirf es weg und nimm ein neues.

Tipps fürs Abrollen

Der Penis sollte mehr oder weniger steif sein, wenn du das Kondom abrollst.

Drück das Reservoir vorn mit Daumen und Zeigefinger zu, so dass die Luft rausgeht.

Wenn die Vorhaut nicht von selbst zurückgeht, kannst du sie leicht zurückziehen.

Rolle das Kondom vorsichtig über die ganze Länge des Penis ab.

Kondom abrollen kann sexy sein

Das Abrollen des Kondoms muss die erotisierte Stimmung überhaupt nicht stören. Es kann sogar sehr erotisch sein. Statt das du dich schweigend ans Werk machst oder «Moment mal!» rufst und deine Partnerin oder dein Partner gelangweilt wartet, könnt ihr das auch gemeinsam machen. Oder deine Partnerin/dein Partner kann es machen und dabei den Penis zum Beispiel mit den Händen massieren.

Tipps für den Geschlechtsverkehr

Die Scheide muss gut feucht und weit sein, dann reisst das Kondom nicht und rutscht auch nicht ab (sofern es richtig gross ist). Für Feuchtigkeit und eine weitere Scheide sorgt ein genug langes Vorspiel.

Ausserdem strapazieren schnelle Rein-Raus-Bewegungen die Kondome. Sie trocknen die Scheidenwand aus, welche nicht mit der Produktion von Flüssigkeit nachkommt. Um das zu vermeiden, lies am besten mal unsere Tipps für den Geschlechtsverkehr.

Wenn ihr Gleitmittel verwendet

Gleitmittel sind ein eleganter Weg, in jedem Fall für genug Feuchtigkeit zu sorgen. Sie gehören vor allem aussen an das Kondom. Denn je feuchter es innerhalb des Kondoms ist, und je trockener es ausserhalb des Kondoms ist, desto leichter rutscht es ab. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn du deinen Penis mit Gleitmittel bedeckst, bevor du das Kondom über ihm abrollst. Es ist daher besser, wenn du nur ein kleines Tröpfchen Gleitmittel in das Reservoir tust.

Wenn ihr Kondome aus Latex verwendet, ist es wichtig, dass ihr nur Gleitmittel auf Wasserbasis oder auf Silikonbasis verwendet. Denn Öl und Fett greifen das Latex an.

Nach dem Sex

Nach dem Samenerguss solltest du den Penis herausziehen, bevor er schlaff wird. Halte dabei das Kondom fest und achte darauf, dass kein Sperma rauskommt.

Gebrauchte Kondome kannst du in den Abfall werfen - sie gehören nicht ins Klo. Und sie sollten niemals zweimal verwendet werden!

Packungsbeilage lesen!

Lest dazu auch die Packungsbeilage in der Kondompackung. Da ist das mit Zeichnungen in der Regel genau beschrieben.

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Kondome bei Latex-Allergie und anderen Beschwerden

Was ist Latex-Allergie?

Die meisten Kondome sind aus Latex, das ist Naturkautschuk. Manche Menschen sind auf das Latex in den Kondomen allergisch. Mögliche Symptome einer Latex-Allergie sind Juckreiz, Brennen, Hautrötung und auch das Bilden von Quaddeln der Haut an der Kontaktstelle mit dem Latex. Das kann dann in Reizungen der Schleimhäute des Magens, der Augen und der Nase übergehen.

Alternativen zu Latex

  • Kondome aus Polyurethan

Kondome aus Polyurethan sind so sicher wie Kondome aus Latex. Sie bieten auch Schutz vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Sie haben den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu Latex-Kondomen nicht von öl- oder fetthaltigen Gleitmitteln angegriffen werden. Allerdings sind sie teurer als Latex-Kondome. Wie sie sich anfühlen, da gilt: Probieren geht über studieren.
  • Kondome aus Polyisopren

Polyisopren ist synthetisch hergestellter Naturkautschuk. Es hat gegenüber dem Polyurethan den Vorteil, dass es elastischer und feiner ist. Kondome aus Polyisopren sind so sicher wie Kondome aus Latex. Sie bieten auch Schutz vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Aber bei Kondomen aus Polyisopren gilt wie bei Latex-Kondomen: Nur Gleitmittel auf Wasser- oder Silikonbasis verwenden!
  • Kondome aus Schafdarm

Es gibt auch Kondome aus Schafdarm – die bieten allerdings keinen Schutz gegen HIV.

Spermizide und andere Chemikalien

Vielfach ist es allerdings nicht das Latex, das die Beschwerden verursacht. Die meisten allergischen Reaktionen im Geschlechtsbereich werden von Spermiziden (z.B. Nonoxynol 9) ausgelöst, mit denen viele Kondome beschichtet sind. Darum ist es besser, Kondome ohne Spermizidbeschichtung zu verwenden. Ebenso sollten Gleitmittel ohne Spermizide verwendet werden.

Faustregel: Möglichst neutral

Natürlich können auch all die sonstigen Chemikalien, die den Kondomen zum Riechen, Schmecken oder zur Luststeigerung beigemischt werden, zur Unverträglichkeit führen. Als Faustregel gilt: Verwendet bei empfindlicher Scheide möglichst neutrale Kondome mit neutralem Gleitmittel.

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