Die Kupferspirale
Die Kupferspirale
Die Spirale (Intrauterinpessar, IUP) ist eine Methode der Langzeitverhütung von Schwangerschaften. Sie wird von der Frauenärztin in die Uterushöhle eingelegt. Es gibt verschiedene Modelle. In der Regel enthalten sie Kupfer und heissen drum auch Kupferspirale. Sie sind etwa 2.5-3.5 cm lang. Viele haben die Form eines T, es gibt aber auch verschiedene andere Formen. Alternativen sind die Hormonspirale, zu der du in diesem Text mehr erfährst, die Kupferkette, oder die Gold-Kupfer-Spirale.
Wie wirkt die Kupferspirale?
Es ist nicht ganz klar, wie die Kupferspirale wirkt. Das Einnisten der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter wird verhindert durch die ungüngstigen Bedingungen, andererseits hat Kupfer eine spermientötende Wirkung. Möglicherweise verändert sich auch die Bewegung in den Eileitern.
Die Kupferspirale ist eine ziemlich sichere Methode zur Verhütung von Schwangerschaften.
Der Pearl-Index beträgt 0.9-3, damit ist gemeint, dass von 100 Frauen, die mit der Kupferspirale während eines Jahres (zwölf Zyklen) lang verhüten, etwa 0.9-3 schwanger werden. Die zusätzliche Verwendung von Kondomen zur Kupferspirale ist nur zum Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen nötig. Als etwas sicherere Alternative eignen sich die Hormonspirale, die Kupferkette oder die Gold-Kupfer-Spirale.
Wann eignet sich die Kupferspirale nicht?
Die Kupferspirale wird nach ausführlicher Abklärung durch die Frauenärztin eingelegt. Es gibt Gründe, warum sie nicht verwendet werden sollte, z.B., Infektionen, frühere Eileiterchwangerschaften, sehr starke Menstruationsblutungen, häufige Zwischenblutungen, Kupferallergie, Anämie, Medikamente, die die Immun-Abwehr oder die Blutgerinnung herabsetzen usw. Eine gute Alternative ist in vielen Fällen die Hormonspirale, die Kupferkette oder auch die Gold-Kupfer-Spirale.
Wo genau liegt die Kupferspirale?
Die Spirale wird während der Menstruation eingelegt, da dann der Gebärmutterhals etwas weiter offen ist. Die Spirale wird so eingelegt, dass die Spirale selbst, also das T-förmige Plastikstück, das mit der Kupferspirale umwickelt ist, in der Gebärmutterhöhle liegt, wo sie gut verankert sitzt ohne dass sich ihre Lage verschiebt. Von diesem T-Teil führen zwei Rückhaltefäden durch den Gebärmutterhals hindurch und ragen 1-2cm in die Scheide hinein. Diese Fäden können entweder gerade in die Scheide hineinragen (dann kann man sie gut tasten), oder manchmal kann es sie auch um die Cervix (das ist der unterste Teil der Gebärmutter, der ein wenig in die Scheide hineinragt) herumlegen. Dann sind die Fäden nicht mehr so einfach ertastbar.
Finger, Tampons oder ein Penis in der Scheide können den Sitz der Spirale nicht beeinflussen. Wenn ihr beim Sex Kondome einsetzt, können die Fäden das Kondom nicht beeinträchtigen.
Mögliche Komplikationen und Nebenwirkungen
Die Kupferspirale solltest du nach den Einlegen nicht spüren. Wenn die Spirale nach der ersten Menstruationsblutung nicht verrutscht ist, sollte sie eigentlich nicht mehr rutschen. Der Sitz der Spirale sollte trotzdem jährlich durch die Frauenärztin geprüft werden, denn die Wirkung ist vom korrekten Sitz abhängig.
In der Regel sind die Menstruationsblutungen unter der Kupferspirale stärker. Bei der Kupferkette oder der Hormonspirale ist dies nicht so.
In den ersten paar Monaten ist es möglich, dass die Kupferspirale vom Körper ausgestossen wird.
In den ersten paar Monaten - insbesondere im allerersten Monat - nach Einsetzen der Kupferspirale besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionenen. Danach ist es gleich wie bei Frauen, die keine Spirale haben.
Gelegentlich wird zu gewisser Vorsicht geraten mit der Kupfer-Spirale bei jungen Frauen, die einen späteren Kinderwunsch haben. Hauptsächlich geht es um die Gefahr einer Infektion der inneren Genitalorgane, insbesondere der Eileiter, da eine Eileiterinfektion zu Vernarbungen führen kann. Dadurch könnte die Fruchtbarkeit eingeschränkt werden, oder es könnte zu einem erhöhten Risiko für eine Eileiterschwangerschaft kommen.
Die Gefahr der Infektion besteht vor allem bei der Einlage der Spirale, deshalb ist es wichtig, vor Einlage eine Infektion auszuschliessen. Und bei Sexualkontakt mit einem neuen Partner sollten immer zusätzlich Kondome verwendet werden.
Das Risiko der Infektionen ist bei der Gold-Kupfer-Spirale, der Kupferkette oder der Hormonspirale geringer.
Wie lange kann die Kupferspirale angewendet werden?
Die Kupferspirale sollte nach 3 bis 5 Jahren ersetzt werden. Die Frauenärztin zieht die Spirale mit einer Zange an den Fäden heraus.
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