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Was kann ich (w) bei Pickeln in der Pubertät tun?

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Was passiert in der Pubertät mit meiner (w) Haut?

Deine Hautporen – besonders diejenigen, aus denen Haare herauskommen – sind mit Drüsen verbunden, die Talg (Sebum) produzieren. Talg ist eine weisslich-gelbliche Masse, die vor allem aus Fetten besteht.

Die Ausführungsgänge der Talgdrüsen münden in einem Haarfollikelkanal. Über diesen fliesst der Talg an die Hautoberfläche. Dort bildet er einen Schutzfilm gegen schädliche Umwelteinflüsse, hält die Haut geschmeidig und bewahrt sie vor dem Austrocknen.

Die Hautzellen an den Wänden der Ausführungsgänge erneuern sich dauernd. Tote alte Hautzellen verhornen und fliessen durch die Ausführungsgänge an die Hautoberfläche.

In der Pubertät produzieren die Talgdrüsen plötzlich viel mehr Talg als davor. Die Haut kann dadurch richtig glänzend werden, und die Haare werden fettiger.

Dass die Talgdrüsen mehr Talg produzieren, ist kein Problem, solang der Talg abfliessen kann. In der Pubertät kommt es aber bei den Haarfollikelkanälen auch zur verstärkten Verhornung an der Haut (Hyperkeratose). Viele aneinanderhaftende Hornzellen innerhalb des Follikels können einen stabilen Hornpfropf bilden. Dadurch kommt es zu einem Talgstau, und du hast einen Mitesser.


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Mitesser, Pickel, Akne – was habe ich (w)?

Die starke Talgproduktion und die veränderte Verhornung der Haut führt dazu, dass sich die Ausführungsgänge mit gelbweissen «Würsten» aus Horn und Talg füllen. An der Hautoberfläche sind sie, wenn du genau hinsiehst, als Mitesser (Komedone) erkennbar: ganz kleine weisse Hubbel oder schwarze Pünktchen. Die weissen sind von Haut bedeckt, die schwarzen nicht.

Die dunkle Farbe kommt daher, dass in der Horn-/Talgmasse ein bisschen Melanin ist – das ist das Hautpigment, das macht, dass du braun wirst, wenn die Sonne drauf scheint. Ausserdem verdunkeln sich das Talg-/Horngemisch durch Oxidation – so nennt man die chemische Reaktion mit Luft. Die dunkle Farbe hat also nichts mit Dreck zu tun. Mitesser essen auch nirgends mit. Früher dachte man das aber, darum heissen sie heute noch so.

Wenn die Horn-/Talgmasse die Pore verstopft, können sich bestimmte Bakterien, die eigentlich völlig normal in deiner Haut vorkommen, ungewöhnlich stark vermehren. Das kann zu einer Entzündung führen – und dann wird aus einem Mitesser ein Pickel. Ein Pickel erkennst du als geröteten Hubbel, oft mit einem weissen Eiterpunkt. Weil du im Gesicht, auf den Schultern, im Ausschnitt und am Rücken besonders stark entwickelte Talgdrüsen hast, wirst du vor allem dort Mitesser und Pickel entdecken.

Die verstärkte Neigung zu Mitessern und Pickeln in der Pubertät nennen ÄrztInnen Akne vulgaris. Wenn du Akne vulgaris hast, ist deine Haut nicht krank, sie benimmt sich einfach so, wie sie sich in der Pubertät eben benimmt.

Akne mit Mitessern heisst Akne comedonica. Wenn Papeln (Hauterhebungen) und Pusteln (Eiterbläschen) auftreten, spricht man von Akne papulopustulosa.

Wenn sich Pusteln entwickeln, hat sich die Hornzellenmasse ins umgebende Bindegewebe entleert; es können auch Haarschäfte dorthin gelangen. Durch Fremdkörperentzündung können sich dort Knoten bilden, die sehr schmerzhaft sind. Sie verheilen als Narben. Möglich ist auch, dass sich Abszesse mit Fistelgängen bilden; diese können sich immer wieder entzünden. Diese schwere, grossflächige Form der Akne nennt man Akne conglobata.

Die schweren entzündlichen Formen der Akne werden als Hauterkrankung angesehen; sie sollten medizinisch behandelt werden. Aber weder Mitesser noch Pickel noch schwere Formen von Akne sind ansteckend.


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Akne in der Pubertät: Kann ich (w) sie vermeiden?

Ein wichtiger Grund für die starke Talgproduktion und die veränderte Verhornung der Haut sind die vielen Androgene, die dein Körper in der Pubertät ausschüttet. Glänzende Haut und fettige Haare gehören daher ebenso zur Pubertät wie vergrösserte Hautporen, Mitesser und Pickel. In anderen Worten: Die meisten Jugendlichen haben Akne.

Frauen haben weniger Androgene als Männer. Darum haben Männer in der Pubertät im Allgemeinen mehr Pickel als Frauen. Der «Höhepunkt» der Akne ist bei jungen Frauen meistens zwischen 11 und 15, bei jungen Männern zwischen 14 und 18 Jahren.

Nach der Pubertät, wenn sich dein Hormonhaushalt normalisiert, wirst du weniger Mitesser und Pickel haben, und ab 30 sind sie in der Regel kaum noch ein Thema. Das heisst nicht, dass du dann nie mehr welche hast – aber Frau gewöhnt sich daran, und je früher du das tust, desto besser.

Du kannst nichts dagegen machen, wie die Hormone in der Pubertät deine Haut beeinflussen. Aber du kannst bestimmte Dinge tun, die den Zustand deiner Haut verschlechtern oder verbessern. Lies dazu die weiteren Texte zu diesem Thema.


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Was hat neben Hormonen noch Einfluss auf meine (w) Haut?

Es gibt neben den Hormonen noch andere Dinge, die den Zustand deiner Haut beeinflussen:

  • Es ist erblich bedingt, ob du mehr oder weniger anfällig für Akne bist. Darum gibt es Familien mit mehr Pickeln und Familien mit weniger Pickeln. Dagegen lässt sich nichts machen.
  • Wenn du deine Periode schon hast, kann es sein, dass du in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus mehr Pickel hast. Dann schütten deine Eierstöcke viel Progesteron aus. Progesteron hängt irgendwie mit Akne zusammen, man weiss nicht genau wie. In der ersten Zyklushälfte wird praktisch kein Progesteron, sondern nur Östrogen ausgeschüttet. Man weiss, dass Östrogen sowohl Entzündungen als auch die Talgproduktion hemmt, also gut gegen Akne ist.
  • Alles was gut für dein Immunsystem ist, ist auch gut für deine Haut, denn das Immunsystem kann unerwünschte Bakterien und Entzündungen dann besser bekämpfen. Schlecht für das Immunsystem sind um Beispiel Stress, Kummer, Rauchen, Alkohol oder einseitige Ernährung. Gut für das Immunsystem sind frische Luft, ausgewogene, genussvolle Ernährung, ein bisschen Bewegung und alles, was dir Spass macht und bei dem du dich gut fühlst und entspannt bist. Dazu gehören auch Sex und Selbstbefriedigung.
  • Es ist umstritten, ob Sonne bei Akne gut oder schlecht ist. Viel Sonne ist aber auf jeden Fall Stress für die Haut. Achte also darauf, dass du deine Haut nicht allzu lang und allzu oft der prallen Sonne aussetzt. Und lass dich in der Apotheke beraten, welche Sonnencrème sich für jugendliche, fettige, empfindliche Haut am besten eignet.
  • Ein feuchtes Klima fördert Mitesser und Pickel. Es kommt also darauf an, wo du wohnst.
  • Chlorwasser in Schwimmbädern fördert Mitesser und Pickel.
  • Rubbeln, Reiben, und Pickelausdrücken reizt die Haut und fördert Entzündungen. Das gleiche gilt für viele chemische Stoffe in Kosmetikprodukten. Öl und Fett auf der Haut sind bei Akne auch nicht gut. Lies dazu unsere Tipps zur Gesichtspflege.
  • Wenn du Medikamente nimmst, kann das je nach Medikament den Zustand deiner Haut verschlechtern oder verbessern oder gar nicht beeinflussen. Sprich am besten mit deiner Ärztin darüber.

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Kann ich (w) mit der Nahrung Akne beeinflussen?

Viele meinen, Schokolade, Süssigkeiten, fetthaltiges Essen oder Milchprodukte führen zu Mitessern und Pickeln. Aber das konnte wissenschaftlich bis jetzt nicht nachgewiesen werden. Es ist unter Fachleuten noch umstritten, ob und in welchem Ausmass bestimmte Nahrungsmittel mit der Entstehung von Mitessern und Pickeln zusammenhängen. Hör dir mal an, was deine Hautärztin/dein Hautarzt dazu sagt.

Grundsätzlich ist es für deine Haut eine gute Idee, wenn du dich nicht einseitig, sondern gesund und vielseitig ernährst. Denn eine ausgewogene, genussvolle Ernährung ist gut für dein Immunsystem, und dieses kann dann besser unerwünschte Bakterienansammlungen und Entzündungen in deinen Hautporen bekämpfen.


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Wie drücke ich (w) Mitesser und Pickel aus?

Am besten, du drückst Pickel und Mitesser gar nicht aus. Denn durch das Ausdrücken reizt du die Haut und kannst Entzündungen auslösen oder verschlimmern. Kauf dir stattdessen in einer Apotheke einen antibakteriellen, entzündungshemmenden Abdeckstift/Crème, um damit Pickel abzudecken, die dich stören. Die Farbe sollte leicht heller als deine Hautfarbe sein.

Wenn du es absolut nicht vermeiden kannst, einen Pickel auszudrücken, weil er dich völlig rasend macht: Wasch dir vorher die Hände, nimm Kleenex-Tüchlein zwischen die Finger und tu nachher ein ganz kleines bisschen Wundalkohol/Hautdesinfektionsmittel auf die Stelle. Drück auf jeden Fall nie Pickel aus, die keinen weissen Punkt haben. Denn dann ist die Entzündung einfach zu weit unten in der Haut, und du richtest beim Drücken nur ein schmerzendes Schlamassel an – ohne dass wirklich etwas rauskommt.

Wenn du das Geld dafür hast, gönn dir eine Gesichtspflegebehandlung bei einer Kosmetikerin. Sie kann Mitesser «professionell» und schonend ausdrücken.

Wenn du in den Ausgang willst oder aus irgend einem anderen Grund besonders schön aussehen möchtest und dich über die dunklen Punkte auf Nase und Kinn nervst, gibt es in Kaufhäusern und Drogerien auch Streifen (Clear Strips), die du auf die Haut kleben kannst (Packungsbeilage lesen!). Beim Abziehen gehen die dunklen Mitesser (mehr oder weniger) raus, ohne dass du dir dabei das Gesicht wunddrücken musst. Vielleicht möchtest du die Streifen mal ausprobieren. Aber Achtung: nicht anwenden bei Pickeln!


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Wie pflege ich (w) mein Gesicht bei Akne?

Bei Mitessern und Pickeln spricht die Kosmetikindustrie gern von «unreiner Haut». Damit wird jungen Frauen nahegelegt, ihr Gesicht möglichst viel und mit den verschiedensten Mittelchen zu reinigen. Wenn du unsere Texte zur Entstehung von Akne gelesen hast, weisst du’s besser: Akne hat nichts mit Dreck zu tun – und darum kannst du sie auch nicht «wegwaschen».

Im Gegenteil: Waschen kann die Akne sogar schlimmer machen, denn Schrubben, Reiben, Seife und die vielen Chemikalien in den Mitteln können die Haut reizen und Entzündungen fördern. Es ist also besser, wenn du weniger an deiner Haut herummachst und weniger verschiedene Reinigungsmittel ausprobierst.

Wenn du dein Gesicht waschen möchtest, verwende nur deine Hände (keinen Waschlappen) und lauwarmes Wasser. Lass dich im Kaufhaus oder in einer Apotheke beraten, wenn du ein Reinigungsmittel verwenden möchtest. Es sollte alkalifrei, möglichst natürlich und speziell für jugendliche, fettige und empfindliche Haut entwickelt sein.

Eine Hautcrème brauchen eigentlich erst ältere Frauen. Deine Hautporen produzieren ja selbst genug schützenden Talg!

Wenn du Make-up verwendest, achte darauf, dass du es jeden Abend entfernst. Verwende möglichst natürliche und schonende Produkte für jugendliche Haut. Lass dich im Kaufhaus oder in einer Apotheke beraten.

Wenn du das Geld dafür hast, gönn dir mal eine Gesichtspflegebehandlung bei einer Kosmetikerin. Oder lass sie dir auf den nächsten Geburtstag schenken. Eine Gesichtspflege ist entspannend und fühlt sich gut an. Und die Kosmetikerin kann dir sicher ein paar gute Tipps geben.


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Welche Medizin hilft mir (w) bei Akne?

Wenn du eine schwere entzündliche Form der Akne hast, solltest du dich von einer Hautärztin/einem Hautarzt (Dermatologe) behandeln haben. Der Arztbesuch ist auch gut, wenn du unter deinen Pickeln leidest oder wenn du viele Pickel hast und vorbeugen möchtest, dass es zur Bildung von Knoten mit Vernarbungen kommt.

Du kannst dich bei störenden Pickeln, die dich stören, auch in einer Apotheke beraten lassen. Viele Mittel sind nicht rezeptpflichtig. Es gibt Mittel gegen übermässige Talgproduktion, gegen Verhornungsstörungen der Haut und gegen die Entzündung durch Aknebakterien, mit denen du die Haut behandeln kannst.

Je nach Schwere der Akne gibt es unterschiedliche Salben und Medikamente (z.B. Isoretinoid lokal oder systemisch, Antibiotika, Benzoylperoxid, Salicylsäure, Azelainsäure). Ob und wie gut eine medizinische Behandlung wirkt, ist von Frau zu Frau verschieden. Auf jeden Fall muss sie ein bis zwei Monate lang durchgeführt werden, bis du eine Verbesserung bemerkst. Zu Beginn der Behandlung kann sich der Zustand deiner Haut sogar scheinbar verschlechtern. Die Behandlung braucht also Geduld.

Wenn die systemische Isoretinoidgabe versagt hat, ist auch eine Lasertherapie möglich.

Auch bestimmte Antibabypillen (Kombinationspräparate, insbesondere solche mit CPA, Drospirenon, CMA, Desogestrel, Gestoden und Dienogest), können helfen, denn sie bewirken über verschiedene Mechanismen eine Senkung der Androgene. Falls du also ein hormonelles Verhütungsmittel nimmst oder nehmen möchtest, besprich mit deiner Frauenärztin, dass sie dir ein Präparat gibt, das einen günstigen Einfluss auf die Akne haben kann. Aber auch hier ist Geduld angesagt: Es kann 6 bis 9 Monate dauern, bis dein Hautzustand wirklich viel besser ist.


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