Pubertät und Frau-Werden
- Reise durch die weibliche Geschlechtsregion
- Pflege und Probleme der weiblichen Geschlechtsregion
- Der Menstruationszyklus
- Wie entsteht eine Schwangerschaft und wie zeigt sie sich?
- Pubertät und Frau-Werden
- Pubertät und Adoleszenz bei Frauen
- Wichtige körperliche Entwicklungen in der Pubertät bei Frauen
- Warum sieht mein (w) Körper in der Pubertät so komisch aus?
- Schönheitsideale und mein (w) Körpergefühl
- Wie fühle ich mich in meiner Haut als Frau wohler?
- Meine Stimmung ist mies und ich (w) finde alles blöd
- Ich (w) habe Probleme mit meinen Eltern
- Was kann ich (w) bei Pickeln in der Pubertät tun?
- Besuch bei der Frauenärztin
Pubertät und Adoleszenz bei Frauen
Die Pubertät ist die Phase deines Lebens, in der du die Geschlechtsreife erreichst und zur Frau wirst. Das geht mit grossen körperlichen, psychischen und sozialen Veränderungen einher. Die körperlichen Veränderungen setzen zuerst ein – etwa im 9. bis 10. Lebensjahr, finden verstärkt bis 14/15 statt und enden spätestens mit 16 bis 18. Die psychischen Veränderungen dauern meist länger. Jetzt wirst du dir immer mehr deiner selbst bewusst, du willst je länger je mehr sagen, wo's lang geht und wehrst dich gegen Einflüsse anderer (z.B. deiner Eltern). Du wirst immer unabhängiger von der Familie, deine gleichaltrigen Freunde und Bekannten werden immer wichtiger. Und du interessierst dich immer mehr für sexuelle und Liebesbeziehungen. Ausserdem setzt du dich mit dem Erwachsensein und dem Frausein auseinander, Fragen wie «Welcher Beruf ist richtig?», «Will ich Kinder?», «Wie kann ich mein Leben meistern?» werden wichtig. Du suchst dir weibliche Vorbilder und experimentierst mit Schminke, Modestilen usw. Möglicherweise ist es ein längerer Vorgang, bis du in deinem Frauenkörper so richtig zuhause bist, und all die Entwicklungen, denen du ausgesetzt ist, können manchmal ziemlich auf deine Stimmung schlagen.
Wann du in die Pubertät kommst, hängt von vielen Dingen ab – zum Beispiel von deinen Erbanlagen, von deiner Ernährung – und auch von dem Klima in dem Land, in dem du lebst. Darum kommt ein Mädchen schon mit 9 in die Pubertät, das andere erst mit 14. Falls du mit 16 noch keine Anzeichen der Pubertät hast, solltest du das mit einer Ärztin/einem Arzt besprechen.
Der Begriff «Adoleszenz» ist etwas schwammiger – er bezeichnet in der deutschen Sprache einen zeitlich nicht eindeutig bestimmten Abschnitt nach der Pubertät ins Erwachsenenalter – das kann man auch «Nachpubertät» nennen. Hier finden vor allem psychische Entwicklungen statt; du merkst das an einem wachsenden Drang nach Unabhängigkeit, an zunehmendem Selbstbewusstsein, du übernimmst immer mehr Verantwortung und fühlst dich immer mehr zuhause in deiner Haut als Frau. Ausserdem ist das die Zeit, wo du die Schule abschliesst, eine Lehre machst oder ein Studium beginnst und langsam ins Berufsleben einsteigst. Manche denken jetzt auch schon daran, eine Familie zu gründen, andere erst später – oder gar nicht.
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Wichtige körperliche Entwicklungen in der Pubertät bei Frauen
Die Pubertät wird ausgelöst durch eine Kette von Ereignissen, die mit deinen Hormonen zu tun haben. Zwischen 8 und 10, oder auch schon früher, beginnt die Nebennierenrinde Hormone zu produzieren – so genannte Androgene. Diese machen, dass die Sexualzentren reifen, welche im Hypothalamus im Gehirn sitzen. Von dort werden dann weitere Hormone ausgeschüttet, die bewirken, dass die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) die Hormone LH und FSH ausschüttet. Und diese wiederum bewirken, dass die Eierstöcke wachsen und vermehrt Sexualhormone – vor allem Östrogen und Progesteron – ausschütten. Die Sexualhormone – vor allem das Östrogen – steuern das Wachstum und die Entwicklung, die du in der Pubertät durchmachst. Hier siehst du die wichtigsten Entwicklungen:
Der Körper wächst und geht in die Breite
… und das tut er möglicherweise nicht so, wie du willst.
Die Haare am Geschlecht und in den Achselhöhlen wachsen
Zunächst beginnen in der Pubertät an deinen äusseren Lippen Haare zu wachsen. Das Haarwachstum breitet sich langsam aus, die Haare werden fester und gewellter, schliesslich wachsen sie auch am Venushügel und bis zum Ansatz der Oberschenkel. Diese Entwicklung beginnt in der Regel im Alter von 10 bis 12 und zieht sich bis nach 14 hin. Die Haare beginnen in den Achselhöhlen meist später zu wachsen – so etwa zwischen 12 und 14.
Der Busen wächst
Zunächst wirst du wahrscheinlich eine kleine Wölbung unter der Brustwarze spüren. Dieser kleine Knoten kann jucken oder sogar etwas wehtun. Dann beginnt die Brustdrüse zu wachsen, und die Brüste werden grösser. Es ist von Frau zu Frau völlig verschieden, wie schnell sie wachsen, und du kannst vor Abschluss der Brustentwicklung nicht wissen, wie gross dein Busen einmal sein wird. Die Brustentwicklung beginnt etwa zwischen 9 und 12 und ist zwischen 16 und 18 abgeschlossen. Während des Wachstums können die Brüste manchmal empfindlich sein und etwas wehtun. Oft wächst die eine Brust schneller als die andere, es ist also normal, wenn während einiger Zeit die eine Brust grösser ist als die andere.
Der Körpergeruch verändert sich
Die Schweissdrüsen nehmen ihre Funktion auf. Und damit wird die tägliche Körperpflege wichtiger.
Die Haut spielt verrückt
Warum es in der Pubertät zu Mitessern und Pickeln kommt, liest du in diesem Text.
Die äussere Geschlechtsregion entwickelt sich
Zwischen 9 und 12 wachsen deine Eierstöcke und deine Gebärmutter. Das merkst du nicht. Was du hingegen mit dem Finger spüren kannst, ist, dass die inneren Lippen und das Hymen am Eingang der Scheide feucht und saftig werden. Sie verändern ihre Form und werden kräftiger. Zwischen 11 und 14 kannst du auch beobachten, wie deine Klitoris wächst. Für die Erforschung deines Geschlecht ist ein Handspiegel geeignet.
Die Scheide macht sich für den Sex bereit
Etwa zwischen 9 und 12 macht sich auch die Scheide dafür bereit, einen Penis in sich aufzunehmen: Sie wächst, ihre Wand wird dicker. Es verändert sich auch die Scheidenflora – so nennt man die Besiedelung der Scheide mit Bakterien. Die Bakterien bekämpfen fremde Keime, die hinein gelangen können; so halten sie die Scheide gesund. Die Scheide produziert jetzt auch mehr Flüssigkeit; dieser Ausfluss sorgt für die Reinigung der Scheide. Wenn du den Finger in die Scheide steckst, wirst du merken, dass sie feucht ist. Der Ausfluss ist oft weisslich, bevor du deine erste Periode hast. Man nennt das Weissfluss. Es ist normal, dass dein Slip durch den Ausfluss etwas feucht wird.
Der Geschlechtsduft entwickelt sich
Achte auf den Duft an deinem Geschlecht. Z.B. in dem du den Finger in die Scheide steckst und dann daran riechst. Wie riecht es? Möglicherweise findest du das eigenartig und gewöhnungsbedürftig. Je mehr du dich mit deinem Geschlecht beim Erforschen und bei der Pflege auseinandersetzt, desto vertrauter und lieber wird dir der Geruch.
Die erste Periode tritt ein
Irgendwann zwischen 10 und 16 hast du deine erste Periode oder Menstruation. Man nennt diesen Zeitpunkt auch Menarche. Die Periode kann sich über Monate mit dem so genannten Weissfluss ankündigen, und sie kann in den ersten paar Jahren sehr unregelmässig sein. Warum das alles so ist, liest du in diesem Text. Wenn du die Periode hast, stellst du dir vielleicht Fragen wie Binden oder Tampons? Muss ich mich schonen? Wie wasche ich mein Geschlecht? Kann ich Sex haben?
Du wirst geschlechtsreif
Die erste Periode ist ein Zeichen dafür, dass dein Menstruationszyklus langsam ins Laufen kommt – du wirst damit geschlechtsreif und kannst schwanger werden. Das heisst, in regelmässigen Abständen wachsen mehrere Eizellen in einem deiner Eierstöcke, und es kommt zum Eisprung, wo eine Eizelle in den Eileiter wandert und dort befruchtet werden kann. Parallel dazu baut sich die Schleimhaut in der Gebärmutter zyklisch auf, um ein befruchtetes Ei aufzunehmen, und mit der Periode wieder ab, wenn keine Befruchtung eingetreten ist. Wenn du Sex mit jemandem haben möchtest, wird die Verhütung einer Schwangerschaft wichtig. Der weibliche Menstruationszyklus ist ein spannender Kreislauf, der sich in deinem Körper und in deinen Gefühlen in vielerlei Weise zeigt. Nach deiner ersten Periode kann es ein paar Jahre dauern, bis sich die Hormone so eingependelt haben, dass der Zyklus regelmässig ist. Auch wenn er sehr unregelmässig ist, und auch wenn die Periode ausbleibt, kannst du vielleicht schwanger werden. Darum solltest du beim Sex immer verhüten.
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Warum sieht mein (w) Körper in der Pubertät so komisch aus?
Einerseits wächst dein Körper in der Pubertät in die Länge, andererseits verändern sich seine Proportionen: Aus einem schmalen Mädchenkörper wird ein Frauenkörper mit Wölbungen und Rundungen. Vielleicht findest du das toll und freust dich über jede Veränderung, die dich weiblicher macht. Und vielleicht fällt es dir auch schwer, dich von deinem Mädchenkörper zu verabschieden und an den Frauenkörper zu gewöhnen. Möglicherweise findest du dich jetzt dick – dabei bist du überhaupt nicht übergewichtig, sondern entwickelst dich ganz normal zu einer attraktiven Frau: In der Pubertät geht dein Skelett an den Hüften in die Breite, das beginnt schon zwischen 8 und 10 Jahren. Und du beginnst an Po, Hüften und Oberschenkeln Fettreserven anzulegen, die wichtig für deine Gesundheit sind. Dann beginnt dein Busen zu wachsen, und die Rundungen an Brust und Po lassen immer mehr erkennen, dass du eine Taille hast.
Verschiedene Körperstellen und Körperteile wachsen in der Pubertät unterschiedlich schnell, das kann zu Wachstumsschmerzen führen und auch dazu, dass deine Bewegungen eine Zeitlang etwas linkisch sind. Und die Proportionen sind eigenartig, und du erscheinst zwischendurch vielleicht richtig mollig. Vielleicht begutachtest du dich kritisch im Spiegel und findest «Da stimmt gar nichts!»: Die Beine sind zu kurz, der Busen zu klein, die Nase zu gross, die Hüften zu dick, die Arme zu lang – und dann all die Mitesser und Pickel! Doch, es stimmt alles. Es wächst und entwickelt sich einfach – alles in seinem Tempo. Und wenn es ausgewachsen ist, passt alles wieder viel besser zusammen.
Das klingt für dich vielleicht schön und gut, aber du willst nicht warten, bis du erwachsen bist. Denn du willst jetzt flirten, verführen, jemanden für dich gewinnen. Anstatt dich ständig kritisch im Spiegel zu betrachten, kannst du dafür sorgen, dass du dich interessant, attraktiv, begehrenswert und liebenswert machst – und dass dein Körpergefühl besser wird.
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Schönheitsideale und mein (w) Körpergefühl
Manche junge Frauen machen sich richtig verrückt damit, dass sie sich ständig kritisch im Spiegel betrachten und dabei besonders auf die Partien achten, die ihnen nicht so gut an sich gefallen. So gefällt ihr Körper ihnen immer weniger.
Im Spiegel (oder auch auf Fotos) beobachtest du deinen Körper so zusagen von Aussen, und achtest dabei weniger darauf, wie du ihn wahrnimmst und wie er sich von innen anfühlt. Wenn du deinen Körper weniger wahrnimmst, bewohnst ihn weniger, und möglicherweise wird er dir richtig fremd. Er wird sozusagen zum Fremdkörper. Das verunsichert dich und gibt dir das Gefühl, keine Kontrolle über deinen Körper zu haben, denn du hast sozusagen keinen inneren Massstab mehr. Der innere Masstab sagt dir, was sich gut anfühlt und was sich weniger gut anfühlt, er leitet dich dahin, eher Sachen zu tun, die sich gut anfühlen und dir und deinem Körper guttun.
Wenn dieser innere Masstab fehlt, musst du dich stärker an äussere Massstäbe halten, um ein Gefühl der Kontrolle über deinen Körper zu behalten. Äussere Masstäbe sind zum Beispiel:
- die Fotos von Models in Modemagazinen
- das Aussehen deiner Freundinnen
- die Kilos, die deine Waage anzeigt
- die Kalorien, die ein Nahrungsmittel hat
- Weiblichkeitsideale
- die Meinungen deiner Freundinnen
- was du in den Medien siehst, hörst und liest
All diese äusseren Massstäbe haben mit dir nicht so viel zu tun. Du und dein Körper, ihr seid einzigartig, du wirst nie das Wesen, das Aussehen und den Körper einer anderen Frau haben, so sehr du das auch möchtest. Dein Körper hat seine eigene Idealform und sein eigenes Idealgewicht. Er braucht die Bewegung, die Berührungen und die Nahrungsmittel, die für ihn ganz persönlich stimmen. Wenn du dich daher stets nur an äusseren Massstäben orientierst, wirst du nie mit dir und deinem Körper zufriedensein, denn du wirst so einen Massstab selten erreichen. Einen Körper wie ein Model im Modemagazin kann eine richtige Frau gar nicht haben, denn die Fotos sind alle retouchiert: Die Beine werden verlängert, Hautunrenheiten werden mit dem Weichzeichner weggemacht, die Taille wird dünner gemacht, Fältchen und Speckpölsterchen werden wegretouchiert und so weiter.
Und falls du einen Massstab erreichen solltest – zum Beispiel ein bestimmtes Gewicht –, wird dir möglicherweise trotzdem etwas fehlen, denn der Massstab wird dem, was du und dein Körper wirklich brauchen, nicht gerecht: Weniger Kilos auf der Waage geben dir nicht automatisch ein besseres Körpergefühl. Du kannst aber mit anderen Methoden daran arbeiten, dass es besser wird.
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Wie fühle ich mich in meiner Haut als Frau wohler?
Es ist die grösste Aufgabe der Pubertät, dass du in deinen Frauenkörper hineinwächst und dich in ihm zuhause und wohlfühlst - also ein gutes Körperbild und ein gutes Körpergefühl entwickelst. Das ist eine lange Entwicklung, und bei vielen Frauen geht sie im Erwachsenenalter weiter. Hier sind viele Tipps, wie du daran arbeiten kannst, dich in deiner Haut als Frau wohler zu fühlen:
- Spiel mit deinem Frauenkörper. Schminke dich, probiere Kleider aus, posiere vor dem Spiegel.
- Wenn du Probleme mit dem Spiegel hast, meide ihn und konzentriere dich darauf, deinen Körper zu spüren und wahrzunehmen, wie gut er sich anfühlen kann. Du kannst dich z.B. abends im Bett streicheln, oder in der Badewanne. Wenn du die Augen zu machst, spürst du mehr.
- Ein Körper, der mit angenehmen Wahrnehmungen ausgefüllt ist, muss sich nicht so sehr an äusseren Schönheits- und Schlankheitsidealen festhalten. Erforsche so oft wie möglich streichelnd deinen ganzen Körper. Schliesse dabei die Augen. Welche Berührungen sind angenehm? An welchen Stellen des Körpers? Je mehr du dich erforschst, desto mehr angenehme Berührungen wirst du entdecken.
- Nimm dir viel Zeit für das Erkunden deines äusseren und inneren Geschlechts und für die Selbstbefriedigung. Das Ziel ist, dass du dein Geschlecht ebenso wahrnimmst und bewohnst wie den Rest deines Körpers. Das Geschlecht ist der Kern der Frau, und wenn du dort zuhause bist, fühlst du dich als ganze Frau wohler und selbstsicherer.
- Suche mit der Hand auch erregende Stellen an deinem restlichen Körper. Wie spürst du z.B. deine Brüste? Deinen Nacken? Das Gesicht? Und so weiter…
- Lass dir Zeit für die Körperpflege. Zelebriere deine Morgen- und Abendtoilette und kauf dir dafür duftende, sinnliche Pflege- und Kosmetikartikel. Pflege und verwöhne auch deine Geschlechtsregion. Lass dir Zeit. Wenn du deinen Körper langsam pflegst, nimmst du mehr wahr.
- Leg Geld auf die Seite und gönn dir Verwöhnprogramme wie Wellness, Massagen, Kosmetikerinnenbesuche – oder lass sie dir zum Geburtstag schenken.
- Such dir Hobbies und Freizeitaktivitäten, die deine Körperwahrnehmung fördern und gute Körpergefühle geben: Sport, Yoga, Tanzen, Sauna, Singen, Massage, Spazierengehen usw. Vielleicht hast du eine Freundin, die schon so etwas macht und dich mitnehmen könnte? Auf Ideen, welche Sportart zu dir passen könnte, kommst du z.B. beim Sportarten-Kompass von feelok.
- Sorge dafür, dass du dich interessant, attraktiv, begehrenswert und liebenswert machst – und übe das Flirten mit anderen Personen.
- Informiere dich auch darüber, wie dein Geschlecht funktioniert. Es ist faszinierend, was ein Frauenkörper alles kann, damit er einen Menstruationszyklus hat und damit eine Schwangerschaft möglich ist.
- Mach dich schlau über Methoden, die du für die Verhütung vor einer Schwangerschaft und vor sexuell übertragbaren Krankheiten einsetzen kannst. Auch das macht dich als Frau selbstsicherer.
- Such dir weibliche Vorbilder: Frauen, die du magst, die sich als Frau wohlfühlen und die so leben wie du als Frau auch leben möchtest. Wenn du mit so einer Frau einer Freundschaft hast, kannst du sicher viel von ihr lernen.
- Lies Bücher und sieh dir Filme an, in denen die Heldinnen Frauen sind.
- Pflege Freundschaften mit Frauen in deinem Alter. Ihr könnt gemeinsam Erfahrungen machen und euch gegenseitig Tipps geben.
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Meine Stimmung ist mies und ich (w) finde alles blöd
In der Pubertät ist die Stimmung oft auf einer Achterbahnfahrt. Mal kannst du dich vor Kichern nicht mehr halten, mal wirst du von schlechter Laune regelrecht übermannt. Das Hormongewitter, dem du jetzt ausgesetzt bist, ist daran nicht ganz unschuldig.
Noch wichtiger ist aber, dass es einfach schwierig ist, sich in den neuen Situationen und Anforderungen zurecht zu finden, die das Erwachsenwerden mit sich bringt. Das kann auf die Stimmung schlagen. Und mit dieser schlechten Stimmung musst du erst lernen, umzugehen. Probiere aus, was du tun kannst, damit sie vorbeigeht. Es ist normal und wichtig, dass es Gefühle wie Wut, Trauer, schlechte Laune und Langeweile gibt. Denn sie zeigen dir, dass etwas gerade nicht stimmt und treiben dich dazu an, nachzudenken und etwas zu unternehmen, damit wieder alles mehr stimmt und deine Stimmung besser wird.
Wenn du alles blöd findest oder dich alles anscheisst, könnte es daran liegen, dass du nicht weisst, was du im Leben eigentlich willst und wohin du gehörst. Das musst du erst suchen, und das ist oft nicht leicht. Vielleicht fühlst du dich auch überfordert von all den Regeln, Aufgaben, Verpflichtungen und Verantwortungen, die das Erwachsensein mit sich bringt, und findest darum alles blöd. Es kann sein, dass du der Kindheit nachtrauerst und findest, dass damals alles gut war, denn du konntest unbeschwert in den Tag hinein leben. Gegen diese Trauer hilft, wenn du immer mehr auch von den schönen und spannenden Dingen erlebst, die Kinder noch nicht können oder dürfen und Erwachsene schon.
Ein kleiner Tipp, wenn du alles blöd findest: Frag dich, ob das wirklich so ist. Vielleicht findest du deine Musik nicht blöd. Oder deine beste Freundin. Und es gibt sicher noch mehr, das du nicht blöd findest. Es hilft dir, wenn du nicht einfach sagst, «alles» ist blöd, sondern wenn du dir überlegst, was genau du blöd findest und was nicht. Dann sieht deine Lage schon etwas rosiger aus – und deine Probleme werden überschaubarer. Wenn du zum Beispiel merkst, dass du nicht alles, sondern nur die Suche nach einer Lehrstelle oder die nächste Mathematikprüfung oder den Typen, in den du unglücklich verliebt bist oder die Pickel in deinem Gesicht blöd findest, dann kannst du gezielter einen Weg suchen, wie du mit diesem Problem umgehen möchtest.
Wenn du merkst, dass deine Stimmung einfach nicht besser wird und wenn du sehr darunter leidest, dann solltest du dir fachliche Unterstützung holen, damit deine Lebensqualität wieder besser wird. Sag deinen Eltern, dass du eine psychologische Beratung möchtest, oder wende dich selbst an eine Jugendberatungsstelle in deiner Nähe.
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Ich (w) habe Probleme mit meinen Eltern
Krach mit den Eltern hast du, weil du dir jetzt deine eigene Meinung bildest und selbst sagen willst, wos langgeht. Die Vorstellungen deiner Eltern können manchmal mit deiner Meinung ziemlich auseinanderklaffen. Du findest das doof, was sie finden. An diesen Reibungsstellen gibts Auseinandersetzungen und manchmal handfesten Krach. So lästig und unangenehm das ist, so wichtig sind diese Reibungen, denn du spürst daran besser, was du wirklich willst und was dir wichtig ist.
Manche Familien gehen mit den Auseinandersetzungen besser um als andere. Wenn jede Meinungsverschiedenheit gleich mit Hausarrest bestraft wird, ist das keine hilfreiche Form der Auseinandersetzung. Wenn sich hingegen alle zusammen setzen und sagen «OK, jetzt sagst du mal, was du willst, und ich sag was ich will, und dann schauen wir weiter», dann ist das eine hilfreichere Form.
Was sicher auch nicht hilft, ist, wenn deine Eltern Auseinandersetzungen um jeden Preis vermeiden und dir einfach sagen «Du kannst machen was du willst, du bist ja jetzt alt genug». Denn dann fühlst du dich vielleicht zu sehr allein gelassen. Falls das bei dir der Fall ist, such dir eine andere erwachsene Personen, der du vertraust und mit der du reden kannst – zum Beispiel eine Verwandte oder eine Lehrerin.
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