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Wie funktioniert die sexuelle Erregung bei Männern?

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Wie funktioniert die sexuelle Erregung bei Männern?

Was ist sexuelle Erregung?

Kurz gesagt: Sexuelle Erregung ist das, was du spürst und erlebst, wenn du Sex hast, und dieser Sex lässt dich nicht völlig kalt. Sexuelle Erregung beginnt mit dem Erregungsreflex. Das ist ein körperlicher Reflex, den du nicht bewusst auslösen kannst. Sie endet wiederum mit einem Reflex: dem Orgasmusreflex. Wie das genau aussieht, liest du in diesem Text.

Was passiert, wenn der Erregungsreflex ausgelöst wird?

Wenn bei dir körperliche sexuelle Erregung ausgelöst wird, steigt der Blutdruck, der Puls wird schneller, Blut strömt in den Penis ein, der Penis wird dadurch steifer und grösser. Wenn du schon etwas stärker erregt bist, kann auch der sogenannte Lusttropfen austreten. Auf dem Höhepunkt der Erregung kommt es zu einer Ejakulation und einem Orgasmus.

Wie wird der Erregungsreflex ausgelöst?

Einen körperlichen Reflex kannst du nicht bewusst auslösen. Du kannst aber für Bedingungen sorgen, die es wahrscheinlicher machen, dass der Erregungsreflex ausgelöst wird: Du kannst dein Geschlecht berühren oder berühren lassen, eine andere Person berühren, küssen, riechen, schmecken, sexuelle Fantasien haben, erotische Bilder anschauen, dir Dinge vorstellen, von jemandem träumen und so weiter. All das nennen wir Erregungsquellen. Auch wenn du unangenehme Gefühle hast wie Wut oder Angst, wenn du dich aufregst oder seelisch angespannt bist, kann der Erregungsreflex manchmal ausgelöst werden.

Wie bleibt oder steigt die sexuelle Erregung?

All das, was die sexuelle Erregung auslöst (also alle Erregungsquellen), macht auch, dass sie bleibt und ansteigt – vielleicht bis zu einem Orgasmus. Es gibt zahllose Erregungsquellen, und jeder Mann findet für sich heraus, welche er erregend findet: Das ist von Mann zu Mann verschieden! Wir geben hier Beispiele, was so alles erregend sein kann:

  • wenn du deinen Penis und auch dein übriges Geschlecht und andere Körperteile auf irgendeine Art berührst
  • wenn du mit dem Penis in eine Scheide oder eine andere «Höhle» wie etwa den Mund eindringst
  • wenn du dich von anderen am Geschlecht und anderen Körperstellen streicheln, küssen, lecken, reiben, saugen, massieren lässt
  • wenn du erregende Gedanken, Geschichten und Vorstellungen – also Fantasien – hast
  • Wenn du deinen Körper – vor allem dein Becken – bewegst
  • Wenn du mit deinen Muskeln – vor allem im Becken – spielst
  • wenn du so atmest, dass die sexuelle Erregung sich in dir ausbreiten kann

Wie entdecke ich meine eigenen Erregungsquellen?

Damit du etwas als sexuell erregend wahrnehmen kannst, ist es gut, wenn du dir dafür Zeit lässt, es oft auszuprobieren und zu erforschen. So kannst du es immer mehr mit sexueller Erregung und mit lustvollen Gefühlen verbinden. Du entwickelst dann mit der Zeit so etwas wie eine Erregungs-Landkarte deines Geschlechts und auch deines restlichen Körpers und weisst, welche Arten von Berührungen du erregend findest. Du merkst auch, wie du deinen Körper am besten einsetzen kannst, um dich sexuell zu erregen.

Ein breites «Menü» bedeutet in der Regel mehr Genuss

Es bringt viel, wenn du viele verschiedene Erregungsarten ausprobierst und übst. Denn wenn du dich nur auf eine bestimmte Art so richtig gut sexuell erregen kannst, z.B. durch festes Rubbeln deines Penis, findest du andere Erregungsarten, z.B. Geschlechtsverkehr, mit der Zeit nicht mehr so erregend. Du musst dann vielleicht mit immer extremeren Bildern oder Fantasien «nachhelfen». Wenn du aber verschiedene Erregungsformen übst, stellst du dir mit der Zeit ein ganzes sexuelles «Menü» zusammen, von dem du wählen kannst, worauf du gerade Lust hast, wenn du dich erregen möchtest. So macht Sex natürlich viel mehr Spass.


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