Sexuelle Erregung bei Männern
Sexuelle Erregung bei Männern
Sexuelle Erregung findet eigentlich auf zwei Ebenen statt: im Körper und in den Gefühlen. Wenn bei dir körperliche sexuelle Erregung ausgelöst wird, steigt der Blutdruck, der Puls wird schneller, Blut strömt in den Penis ein, der Penis wird dadurch steifer und grösser. Wenn du schon etwas stärker erregt bist, kann auch der sogenannte Lusttropfen austreten. Auf dem Höhepunkt der Erregung kommt es zu einer Ejakulation und einem Orgasmus. Auf der Gefühlsebene bist du erregt, wenn du die körperlichen Gefühle, die durch die Erregung ausgelöst werden, angenehm und lustvoll findest.
Wie wird die sexuelle Erregung ausgelöst? Und wie kannst du machen, dass sie bleibt und bis zum Höhepunkt ansteigt? Da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten:
- den Penis und dein übriges Geschlecht und andere Körperteile auf Arten berühren, die du erregend findest
- mit dem Penis in eine Scheide oder eine andere Höhle eindringen und dich daran erregen
- dich von anderen am Geschlecht und anderen Körperstellen streicheln, küssen, lecken, reiben, saugen, massieren lassen
- eine Person, die dich sexuell anzieht, sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen, küssen, lecken
- den Körper, das Geschlecht einer anderen Person mit den Händen, dem Mund streicheln, lecken, saugen, reiben, drücken
- etwas schmecken oder riechen, das du erregend findest
- etwas sehen oder hören, das du erregend findest
- dir vorstellen, wie du mit jemandem Sex hast, der dir gefällt
- erregende Gedanken, Geschichten und Vorstellungen – also Fantasien – haben
- Gefühle haben, die erregend sind (Lustgefühle, Liebe, Verliebtheit usw., auch Angst und Aufregung)
- Muskeln anspannen und entspannen und mit ihnen spielen – vor allem im Becken
- dich so bewegen und atmen, dass die sexuelle Erregung sich in dir ausbreiten kann
Damit du etwas als sexuell erregend wahrnehmen kannst, ist es gut, wenn du dir dafür Zeit lässt, es oft auszuprobieren und zu erforschen. So kannst du das, was du spürst, siehst, fühlst und denkst, immer mehr mit sexueller Erregung und mit angenehmen, lustvollen Gefühlen verbinden. Du entwickelst dann mit der Zeit so etwas wie eine Erregungs-Landkarte deines Körpers und weisst, welche Arten von Berührungen und Bewegungen du erregend findest. Und in deinem Kopf entstehen immer mehr Bilder und Fantasien und schliesslich eine ganze sexuelle Lebenswelt.
Es bringt viel, wenn du viele verschiedene Erregungsarten ausprobierst und übst. Denn wenn du dich nur auf eine bestimmte Art so richtig gut sexuell erregen kannst, z.B. durch festes Rubbeln deines Penis, findest du andere Erregungsarten, z.B. Geschlechtsverkehr, mit der Zeit nicht mehr so erregend. Du musst dann vielleicht mit immer extremeren Bildern oder Fantasien «nachhelfen». Wenn du aber verschiedene Erregungsformen übst, stellst du dir mit der Zeit ein ganzes sexuelles «Menü» zusammen, von dem du wählen kannst, worauf du gerade Lust hast, wenn du dich erregen möchtest. So macht Sex natürlich viel mehr Spass.
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