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Übungstipps für Fortgeschrittene

Wenn du unsere Beckenbodenübungen, die Beckenbewegungsübungen und die Atemübungen schon gemacht hast, kannst du anfangen, alles miteinander zu verbinden.

Beckenschaukel und gleichzeitig Spiel mit Beckenbodenmuskeln

  • Probier aus, ob du es hinkriegst, beim nach vorn Schaukeln mit dem Becken (Katzenbuckel) gleichzeitig die Beckenbodenmuskeln anzuspannen. Beim nach hinten Schaukeln (Hohlkreuz) entspannst du sie. Das kannst du im Stehen, im Sitzen, auf allen Vieren und im Liegen ausprobieren.
  • Heb den Unterarm und balle die Faust, während du die Beckenbodenmuskeln anspannst. Beim Einatmen mach die Hand auf und entspann den Arm. Stell dir vor, deine Hand ist der Beckenbodenmuskel, der sich anspannt und entspannt, und stell dir vor, der Unterarm ist dein Penis, mit dem du in eine Scheide oder eine andere Höhle eindringst.
  • Üb das oft und in allen möglichen Stellungen, es lohnt sich, das zu können. Wenn du dieses Spiel des Beckens und der Muskeln während dem Sex machst, sorgst du für eine gute Erektion und dafür, dass du deine sexuelle Erregung gut und intensiv spürst. Denn dein Geschlecht wird dadurch sehr gut durchblutet.

Beckenschaukel, Spiel mit den Beckenbodenmuskeln und Atmung

  • Möglicherweise hast du bei der letzten Übung schon ganz automatisch richtig geatmet: Wenn das Becken nach vorn geht, atme aus. Und wenn es nach hinten geht, atmest du ein.
  • Achte darauf, dass dein Mund beim Ausatmen mindestens einen Finger breit offen ist. Die Luft fliesst nämlich so viel leichter aus dem Körper heraus, und du musst nicht pressen. Ausserdem entspannst du so den Kiefermuskel, und das hilft dir ganz allgemein gegen Verspannung. Besonders gut ist, wenn du dabei ein Ton machst, zum Beispiel ein «Aaaaaah». Dann kommt den Brustkorb ins Vibrieren, und dieses Vibrieren übersetzt sich bis in dein Geschlecht. Es ist also stimulierend. Es hat gute Gründe, warum Leute, die den Sex geniessen, beim Sex nicht mit verkniffenen Mündern vor sich hinschweigen!
  • Und jetzt schau, ob es dir gelingt, beim Ausatmen die Muskeln im Becken anzuspannen. Und beim Einatmen die Muskeln zu entspannen. Das ist eigentlich ganz natürlich, jeder Sportler kennt das: Beim Schiessen oder wenn man mit Kraft drauf losgeht, atmet man aus.
  • Und nun die hohe Kunst: Beim Ausatmen und Muskeln anspannen geh gleichzeitig mit dem Becken nach vorn. Und beim Einatmen und Muskeln entspannen geh mit dem Becken nach hinten. Klingt zunächst vielleicht kompliziert und verwirrlich. Aber: das ist der ganz natürliche Ablauf beim Sex, den viele Männer einfach noch nicht so richtig gelernt haben.

Variationen

  • Kreise auch mit dem Becken, bewege es seitwärts. Wenn du nicht nur schaukelst, sondern auch kreist, verteilt sich die sexuelle Erregung besser im Körper, und du hast dann letztendlich auch einen intensiveren Orgasmus. Ausserdem freut sich jede Frau, wenn du auch Kreisen kannst. Die Scheide mag nämlich so eine Kreismassage ihrer Wände...
  • Probier möglichst viele Bewegungen aus. Je mehr du mit der Bewegung, deinen Muskeln und deinem Atem spielst, desto besser nimmst du sie wahr und kannst deinen Penis und deine sexuelle Erregung steuern.
  • Übe im Stehen, auf dem Rücken, auf allen Vieren. Der Sinn dahinter ist, dass du die Bewegungen dann beim Sex in möglichst vielen Positionen einsetzen kannst, wenn du willst.
  • Mach mal schneller, mal langsamer, mal heftiger, mal weniger heftig. Heftig muss nicht schnell heissen: Du kannst dich auch ganz langsam, aber wuchtig nach vorn bewegen, und dazu noch einen lauten Ton von dir geben (du kannst das üben, während Musik läuft, wenn du dir den Ton deiner eigenen Stimme beim Sex noch nicht so gewohnt bist).

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