Weibliche Geschlechtsregion: Welche Berührungen sind erregend - und wo?
Weibliche Geschlechtsregion: Welche Berührungen sind erregend - und wo?
Das ganze weibliche Geschlecht ist erregbar
Die ganze weibliche Geschlechtsregion ist sexuell erregbar, denn sie ist voll Nervenendigungen, die empfindlich für Berührungen verschiedener Art sind: feste, feine, langsame, schnelle, vibrierende, saugende usw. Welche Berührungen an welchen Orten du sexuell erregend findest, hängt ganz davon ab, wie du lernst, dich sexuell zu erregen. Wenn du noch völlig unvertraut mit deinem Geschlecht bist, könntest du mit dieser Forschungsreise beginnen.
Der Körper kann dabei unterschiedlich eingesetzt werden
Dabei kann der Körper ganz unterschiedlich eingesetzt werden: die Einen halten ihn still und bewegen die Hände/Objekte oder lassen ihre Partner/-innen aktiv sein, die Anderen bewegen den Körper und beteiligen sich so aktiver an der sexuellen Erregung. Auch können die Muskeln im Becken unterschiedlich eingesetzt werden. Mehr zum Einsatz des Körpers liest du in diesem Text.
Gezielt oder abwechslungsreich
Es gibt Frauen, die haben für sich die beste Art der Erregung entdeckt. Sie suchen nicht nach Abwechslung, sondern suchen immer die gleiche Form der Erregung. Andere mögen ein bisschen Abwechslung. Da das Geschlecht so viele unterschiedliche Nervenendigungen hat, ist es für diese Abwechslung eigentlich wie gemacht. Die sexuelle Erregung und der Orgasmus wird auch intensiver erlebt, wenn bei der Erregung grössere Flächen im Spiel sind.
Stimulation am äusseren Geschlecht
Die gesamte Vulva ist voll erregbarer Nervenendigungen der verschiedensten Art – das heisst, Berührungen der verschiedensten Art können erregend sein: Reiben, Streicheln, Druck (gegen Faust, Objekt, Unterlage), Saugen, Vibration (z.b. mit Vibrator oder Duschstrahl) usw.

Der Klitoriskopf (die Eichel der Klitoris, siehe Bild) ist ausgesprochen dicht mit Nervenendigungen besiedelt. Darum lernen viele Frauen, sich sexuell zu erregen, in dem sie den Klitoriskopf direkt berühren. Andere finden die direkte Berührung unangenehm und berühren nur die schützende Vorhaut der Eichel (nicht im Bild) oder Punkte direkt neben dem Klitoriskopf.
Viele Frauen erregen sich durch Berührung grösserer Gebiete ihres äusseren Geschlechts – so erreichen sie indirekt die Vorhofschwellkörper und Schenkel der Klitoris. Sie massieren, streicheln und ziehen z.B. die inneren Lippen und reiben die äusseren Lippen. Auch Berührungen des Scheidenvorhofs und des Scheideneingangs können sehr erregend sein.
Stimulation der Scheide
Viele Frauen geniessen Berührungen der unterschiedlichsten Art in der Scheide. Bei der Selbstbefriedigung führen sie einen oder mehrere Finger oder Objekte in sie ein. Auch die gemeinsame oder abwechselnde Stimulation der Scheide und des äusseren Geschlechts ist beliebt. Falls du innerhalb der Scheide noch wenig spürst, lernst du das durch Übung. Im äusseren Drittel ist die Scheide grundsätzlich sehr berührungs- und reibungsempfindlich. Weiter innen hat sie weniger Nervenendigungen, und diese reagieren mehr auf Druck als auf Reibung.

Für viele Frauen ist es daher erregender, wenn sie die Scheidenwand nicht nur durch Rein-Raus-Bewegungen von Finger, Penis oder Objekten, sondern auch durch kreisende Bewegungen und seitlichen Druck stimulieren.
In den äussersten zwei Zentimetern wird die Scheide von Beckenbodenmuskeln umspielt. Abwechselndes Anspannen und Entspannen dieser Muskeln steigert die sexuelle Erregung. Beim Orgasmus ziehen sie sich rhythmisch zusammen.
Etwa eine Fingerlänge innerhalb der Scheide liegt die G-Zone (G-Punkt). Mehr dazu liest du in diesem Text.
Die Berührung des Gebärmutterhalses ist für manche Frauen erregend, für manche unangenehm, andere spüren da kaum etwas.
Die Analregion
Wenn du etwas mit deinem Anus aufnimmst, werden die gleichen Muskeln und Schwellgewebe stimuliert, wie wenn du etwas mit der Scheide aufnimmst. Allerdings reagiert der Schliessmuskeln, wenn etwas eindringt, ganz automatisch mit Zumachen. Wer Analsex macht, muss daher den Schliessmuskel «trainieren», zu entspannen. Die Darmwand ist sehr zart und leicht verletzbar, sie produziert im Gegensatz zur Scheide auch keine Flüssigkeit. Analsex ist daher keine ungefährliche Praktik.
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