Der Menstruationszyklus
- Reise durch die weibliche Geschlechtsregion
- Pflege und Probleme der weiblichen Geschlechtsregion
- Der Menstruationszyklus
- Menstruationszyklus: Was ist das und wie läuft er ab?
- Eisprung (Ovulation, Follikelsprung)
- Menstruationszyklus: Wirkung auf Körper und Stimmung
- Prämenstruelles Syndrom oder PMS
- Menstruation (Mens, Periode, Tage, Regel): Wie läuft sie ab?
- Menstruation: Auswirkung auf Körper und Stimmung
- Menstruation: Wie oft wasche ich meine Geschlechtsregion?
- Binden oder Tampons während der Periode?
- Sex während der Menstruation: Worauf sollte ich achten?
- Regelbeschwerden: Schmerzen während der Mens
- Menarche: die erste Periode (Menstruation)
- Unregelmässige Mens in der Pubertät
- Unregelmässige oder ausbleibende Mens und Zwischenblutungen
- Wechseljahre und Menopause - was ist das?
- Wie entsteht eine Schwangerschaft und wie zeigt sie sich?
- Pubertät und Frau-Werden
- Was kann ich (w) bei Pickeln in der Pubertät tun?
- Besuch bei der Frauenärztin
Menstruationszyklus: Was ist das und wie läuft er ab?
Was ist der Menstruationszyklus?
Als Menstruationszyklus – kurz «Zyklus» – bezeichnet man einen regelmässigen Kreislauf aus Aufbau, Veränderung und Abbau deiner Gebärmutterschleimhaut. Pro Zyklus reift in deinen Eierstöcken eine Eizelle heran und springt in den Eileiter, wo sie befruchtet werden kann.
Kompliziertes Zusammenspiel von Hormonen
Dein Menstruationszyklus ist etwas vom Raffiniertesten, das dein Körper vollbringt. Möglich wird er dank Hormonen aus der Hirnanhangsdrüse – vor allem dem Luteinisierenden Hormon LH und dem Follikelstimulierenden Hormon FSH, und Hormonen aus den Eierstöcken – vor allem Östrogen und Progesteron. Damit der Menstruationszyklus stattfinden kann, spielen die verschiedenen Hormone auf komplizierte Weise miteinander; dieses Zusammenspiel wird von verschiedenen Botenstoffen (Neurotransmittern) im Gehirn beeinflusst. Dass die verschiedenen Hormone während des Zyklus ansteigen und abfallen, kann sich auch in körperlichen und psychischen Veränderungen während des Zyklus bemerkbar machen.
Eizellen und Follikel
In deinen Eierstöcken sind ab deiner Geburt viele Tausend Eizellen angelegt. Sobald du geschlechtsreif bist, regen die Hormone aus der Hirnanhangdrüse in regelmässigen Abständen einen Eierstock dazu an, mehrere Eizellen zum Wachstum zu bringen. Die Eizellen sitzen in sogenannten Follikeln, welche Hormone – vor allem Östrogen – produzieren. Diese Hormone sorgen dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut dicker wird.
Eisprung und Gelbkörper
Von den wachsenden Follikeln setzt sich nur einer durch. Wenn er reif ist, verschmilzt er mit der Haut des Eierstocks, platzt und gibt die Eizelle in den Eileiter ab. Das nennt man den Eisprung. Nach dem Eisprung wird der Follikel, der die Eizelle umgeben hat, zum Gelbkörper – der heisst so, weil er jetzt ganz gelb ist. Dieser Gelbkörper produziert mehr Progesteron. Dieses Hormon macht, dass sich die Schleimhaut der Gebärmutter so umwandelt, dass sich eine befruchtete Eizelle darin einnisten kann.
Hormonabfall und Menstruationsblutung
Wenn keine Eizelle befruchtet wurde, fallen Progesteron- und Östrogenspiegel nach einiger Zeit wieder ab. Das führt dazu, dass die Gebärmutterschleimhaut 14 Tage nach dem Eisprung abgebaut und durch die Scheide abgegeben wird. Man nennt das die Menstruationsblutung, Periode, Mens oder «die Tage». Die Periode beginnt also immer etwa 14 Tage nach dem Eisprung – egal wie lang dein Zyklus ist. Anders gesagt: Wenn zwei Frauen einen unterschiedlich langen Zyklus haben, unterscheidet sich bei ihnen die Zeitdauer von der Periode zum Eisprung, nicht aber vom Eisprung zur nächsten Periode. (Das stimmt nur dann nicht, wenn die Frau eine Gelbkörperschwäche hat, dann kommt die Periode nämlich früher.)
Wie lang sollte der Zyklus sein?
In der Regel dauert der Menstruationszyklus zwischen 21 und 35 Tagen. Man rechnet den ersten Tag der Menstruationsblutung als den ersten Tag jedes Zyklus. Wenn du regelmässig aufschreibst, wann deine Periode kommt, kannst du am besten beobachten, wie lang und wie regelmässig dein Zyklus ist. Bei vielen Frauen ist der Zyklus nicht in jedem Monat gleich lang. Schwankungen der Zykluslänge bis zu 7 Tagen sind normal.
Wenn du hormonelle Verhütungsmittel nimmst, hast du keinen Menstruationszyklus
Wenn du die Pille oder andere hormonelle Verhütungsmittel nimmst, wird dein Menstruationszyklus unterdrückt. Du hast keinen Eisprung. Hier liest du mehr darüber.
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Eisprung (Ovulation, Follikelsprung)
Was passiert beim Eisprung?
Beim Eisprung (Ovulation, Follikelsprung) legt sich das Ende des Eileiters über die reife und zum Sprung bereite Eizelle. Wenn sie im rechten Eierstock gereift ist und der rechte Eileiter aus irgendeinem Grund nicht mehr vorhanden ist, legt sich der linke Eileiter über sie. Der Eileiter nimmt die Eizelle auf. Im Eileiter können Spermien die Eizelle ungefähr 24 Stunden lang befruchten. Danach stirbt die Eizelle ab. Mehr zur Befruchtung liest du in diesem Text.
Spinnbarer und glasiger Ausfluss
Um die Zeit des Eisprungs öffnet sich der Muttermund – so nennt man die Öffnung des Gebärmutterhalses zur Scheide – etwas mehr als sonst. Ausserdem ist das Sekret aus dem Gebärmutterhals jetzt so zusammengesetzt, dass es Spermien den Aufstieg in die Gebärmutter erleichtert. Du merkst das daran, dass dein Ausfluss einige Tage lang anders ist als sonst: Er ist glasig klar und spinnbar. Steck mal den Zeigefinger in die Scheide, möglichst direkt an den Muttermund, zieh ihn heraus, berühr mit den Daumen den feuchten Zeigefinger und beweg die Finger langsam voneinander weg. Um die Zeit des Eisprungs zieh die Flüssigkeit Fäden zwischen den Fingern.
Ovulationsblutung
Es kann auch sein, dass du in den Tagen um den Eisprung eine kurze Schmierblutung hast – das heisst es tröpfelt leicht, oder dein Ausfluss ist rötlich oder bräunlich getönt. Man nennt dies Blutung auch Ovulationsblutung. Sie ist normal und kein Grund zur Beunruhigung. Sie kommt daher, dass die Östrogenwerte etwa zwei Tage vor bis zwei Tage nach dem Eisprung absinken; danach steigen sie wieder an.
Mittelschmerz
Manche Frauen bemerken ihren Eisprung als kurzen, ziehenden Schmerz, auch «Mittelschmerz» genannt. Andere Frauen spüren den Eisprung nicht. Wenn du den Schmerz schon einmal gespürt hast, weisst du: Dort sitzt einer deiner Eierstöcke.
Veränderte Körpertemperatur
Nach dem Eisprung ist deine Körpertemperatur 0.2 bis 0.5 Grad höher als vorher.
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Menstruationszyklus: Wirkung auf Körper und Stimmung
Änderungen im Körper während des Zyklus
Während des Menstruationszyklus verändern sich die Mengen verschiedener Hormone in deinem Körper regelmässig. Dieser Kreislauf kann sich auf ganz verschiedene Weise zeigen, von denen dir einige sicher auch schon aufgefallen sind.
Körpergewicht, Brustumfang, Körpertemperatur
Du wiegst nach der Periode (Mens, Tage) etwas weniger als vor der Periode. Deine Brüste sind nach der Periode etwas kleiner als vor der Periode. In der Phase vor der Periode kann es zu Wassereinlagerungen und zu einem Spannen der Brüste kommen. Nach dem Eisprung ist deine Körpertemperatur 0.2 bis 0.5 Grad höher als vorher.
Veränderter Muttermund
Dein Muttermund ist während dem Eisprung und der Periode etwas weiter offen. Während dem Eisprung ist er auch für Spermien durchlässig.
Der Ausfluss verändert sich
Der Ausfluss aus der Scheide ist während dem Eisprung klar und zwischen zwei Fingern spinnbar. In der zweiten Zyklushälfte ist er weisslich und dickflüssiger.
Verschiedene Arten von Blutungen
Während der Periode fliesst ein Blut-Gewebegemisch aus der Scheide. Während des Eisprungs kann es zu einer kurzen Schmierblutung kommen. Man nennt diese mittelzyklischen Blutungen auch Ovulationsblutung.
Auswirkung auf das sexuelle Begehren
Die Durchblutung des Geschlechts ist vor und während der Periode stärker, darum ist es gut möglich, dass du jetzt mehr im Geschlecht wahrnimmst und mehr Lust auf Sex hast. Das kann auch während dem Eisprung der Fall sein. Es ist aber auch möglich, dass du gar keinen Unterschied spürst.
Spüren von Eierstöcken und Gebärmutter
Vielleicht spürst du deine Eierstöcke während des Eisprungs. Und vielleicht spürst du, wie sich deine Gebärmutter während der Periode immer mal wieder zusammenzieht.
Deine Hirnhälften kommunizieren unterschiedlich miteinander
Und wenn du in dein Gehirn blicken könntest, wärest du erstaunt, dass deine zwei Hirnhälften in der zweiten Zyklushälfte ganz anders miteinander arbeiten als in der ersten.
So gibt es noch viele weitere körperliche Auswirkungen des hormonellen Zyklus-Kreislaufs. Du merkst daran, dass sich in deinem Frauenkörper ständig etwas tut.
Wie zeigt sich der Menstruationszyklus in meinen Gefühlen?
Die Änderungen beeinflussen auch, wie du dich fühlst und verhältst. Das ist von Frau zu Frau verschieden. Manche Frauen ziehen sich in den Tagen vor der Periode gern zurück, andere erledigen dann Dinge, die sie bis jetzt aufgeschoben haben. Wieder andere finden regelmässig vor der Periode, dass jetzt Hausputz angesagt ist. Manche fühlen sich gereizt, andere mutiger als sonst. Manche Frauen erleben ein starkes körperliches und psychisches Unwohlsein mit vielen Beschwerden wie z.B. Kopfweh und depressiver Verstimmung, das Prämenstruelles Syndrom (PMS) genannt wird.
Auch während der Periode kann frau sich ganz unterschiedlich fühlen. Manche fühlen sich je nach Zeitpunkt im Zyklus eher heiter oder eher bedrückt. Und wiederum andere merken überhaupt keine Änderungen, egal wo sie gerade im Zyklus stehen.
Jede Frau erlebt den Menstruationszyklus anders
Wie du den körperlichen und seelischen Kreislauf deines Menstruationszyklus erlebst, weisst nur du. Egal was dir deine Freundinnen oder deine Mutter erzählen – sie wissen nämlich nur, was sie selbst erleben. Manche Frauen nervt es, dass sie nicht an jedem Tag im Monat gleich ticken, andere geniessen es, weil sie sich dadurch vielseitiger und lebendiger fühlen. Wie du zu deinem persönlichen Zyklus stehst, hängt stark von deinen Erwartungen an dich selbst ab, und auch davon, wie sehr du es geniessen kannst, dich von deinem Zyklus ein bisschen lenken zu lassen. Das Frausein wird durch den Menstruationszyklus noch spannender.
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Prämenstruelles Syndrom oder PMS
Was ist PMS?
Manche Frauen leiden in den Tagen vor der Mens an einer Vielfalt an körperlichen und psychischen Beschwerden. Das wird das prämenstruelle Syndrom, kurz PMS genannt. Oft beginnen die Beschwerden 10 bis 7 Tage vor der Mens. Sobald sie einsetzt, geht es den Frauen besser. Die Gründe des PMS sind nicht geklärt – wahrscheinlich kommen da verschiedene Faktoren zusammen.
Was sind die Symptome?
Zu den Beschwerden können Unwohlsein, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsprobleme, Weinkrämpfe, Schmerzen in den Brüsten, Bauchkrämpfe, Wassereinlagerungen, Kopfweh und depressive Verstimmung gehören.
Nur wenige Frauen haben wirklich starke Beschwerden
Etwa 80 Prozent der Frauen kennen diese Beschwerden. Aber sie treten bei ihnen selten, kurz oder nur schwach ausgeprägt auf. Sie gehören offenbar einfach zu den Tagen vor den Tagen – und die Frauen leiden nicht darunter, weil sie wissen, dass sie schnell vorbeigehen. Etwa 2 bis 10 Prozent der Frauen haben allerdings schwere Beschwerden – und sie leiden wirklich darunter.
Mönchspfeffer (Agnus Castus) hilft oft
Bei schweren Beschwerden können verschiedene Medikamente helfen. Ein oft sehr hilfreiches Mittel ist Mönchspfeffer (Agnus Castus), z.B. im Medikament Premens, welches die Geldbkörperproduktion unterstützt. Dieses pflanzliche Mittel kann ärztlich verschrieben werden, ist aber auch ohne Rezept in der Apotheke erhältlich.
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Menstruation (Mens, Periode, Tage, Regel): Wie läuft sie ab?
Was ist die Menstruation und was kommt heraus?
Als Periode (Menstruationsblutung, Menstruation, Mens, Regel, «Tage») bezeichnet man die Phase des Menstruationszyklus, in der die Schleimhaut in der Gebärmutter abgebaut und durch die Scheide abgegeben wird. «Menstruationsblut» ist also nicht einfach Blut, sondern eine Mischung aus Blut, verschiedenen anderen Flüssigkeiten und Gewebeteilen. Du kannst es in die Hand nehmen, es fühlen, daran riechen, es in den Mund nehmen und schmecken.
Wie sieht Menstruationsblut aus?
Je nachdem wie stark die Blutung ist, ist Menstruationsblut dünnflüssig, dickflüssig, hellrot bis dunkelrot oder gar schwarz. Die schwarze Farbe hat es bei schwachen Blutungen, weil die Flüssigkeit dann sehr langsam von Gebärmutter zur Scheidenöffnung wandert und auf dem Weg schon abgebaut wird. Vor allem bei starken Blutungen können auch Gerinnsel im Menstruationsblut enthalten sein – sie sehen aus wie ganz weicher Pudding und fühlen sich auch so an.
Wie lange dauert die Mens?
Eine normale Menstruationsblutung dauert von drei bis acht Tagen. Zusätzlich kann es vorher und/oder nachher zu einer Schmierblutung kommen – das heisst es tröpfelt leicht, oder dein Ausfluss ist rötlich oder bräunlich getönt. Das ist normal. Die Periode kann von Zyklus zu Zyklus unterschiedlich stark sein. Es ist sehr schwierig zu sagen, was «zu stark» ist, denn jede Frau empfindet das anders. Wenn du irgendwie unter der Stärke der Periode leidest oder deswegen beunruhigt bist, besprich das am besten mit deiner Frauenärztin.
Wie oft sollte ich die Periode haben?
In der Regel dauert der Menstruationszyklus zwischen 21 und 35 Tagen. Man rechnet den ersten Tag der Menstruationsblutung als den ersten Tag jedes Zyklus. Wenn du regelmässig aufschreibst, wann deine Periode kommt, kannst du am besten beobachten, wie lang und wie regelmässig dein Zyklus ist. Bei vielen Frauen ist der Zyklus nicht in jedem Monat gleich lang. Schwankungen der Zykluslänge bis zu 7 Tagen sind normal. Wenn du deine Mens noch nicht lange hast, ist es normal, dass sie unregelmässig kommt.
Wenn du hormonelle Verhütungsmittel nimmst, hast du keine Menstruation
Wenn du die Pille oder ein anderes hormonelles Verhütungsmittel nimmst, hast du keine Menstruationsblutung, sondern eine Entzugsblutung. Diese ist oft weniger stark und weniger lang als eine Menstruationsblutung.
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Menstruation: Auswirkung auf Körper und Stimmung
Die Mens ist keine Schonzeit…
Du kannst während der Periode alles tun, was du sonst auch tust. Manche Frauen meinen, sie müssten sich schonen, weil sie wegen des fliessenden Blutes das Gefühl haben, dass ihre Gebärmutter verletzt ist. Aber dieses Blut hat ja nichts mit einer Verletzung zu tun, sondern gehört zum regelmässigen Kreislauf der Gebärmutterschleimhaut. Du musst dich also überhaupt nicht schonen. Du kannst Sport treiben wie immer, du kannst Sex haben wie immer, du kannst alles tun, worauf du Lust hast.
…aber vielleicht hast du auf andere Sachen Lust als sonst
Vielleicht hast du während der Periode auf andere Dinge Lust als vor oder nach der Periode. Manche Frauen sind während der Periode besonders entspannt und ein bisschen faul, manche fühlen sich schlapp, andere lebendig und weiblich. Manche Frauen finden, dass ihre Periode etwas Spezielles ist, weil sie jetzt besonders an den weiblichen Zyklus erinnert werden. Sie spüren gern ihre Gebärmutter. Diese zieht sich nämlich ab und zu zusammen, um Blut auszustossen. Und sie geniessen es, wie das Blut durch die Scheide fliesst. Andere Frauen vergessen ausser beim Tamponwechseln völlig, dass sie ihre Periode haben. Für sie ist die Periode überhaupt keine spezielle Zeit. Alles ist möglich, das ist von Frau zu Frau verschieden. Achte mal darauf, wie das bei dir ist.
Und was tun bei Beschwerden?
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Menstruation: Wie oft wasche ich meine Geschlechtsregion?
Einmal am Tag reicht
Mit der Pflege deines Geschlechts kannst du es während der Periode gleich wie sonst halten: einmal am Tag waschen reicht. Die Scheide oder die Gebärmutter sind ja nicht verletzt, und das Blut ist sauber. Lies dazu unseren Text über die Pflege des Geschlechts.
Wenn du Binden verwendest und die Periode stark ist, kannst du mit dem Duschkopf oder dem nassen Lappen verschmiertes Blut wegmachen, damit deine Wäsche nicht rot wird. Zu oft solltest du das aber nicht tun, weil es einfach nicht gut für die Haut am Geschlecht ist.
Die Scheide reinigt sich selbst
Auf jeden Fall solltest du nicht den Duschstrahl in die Scheide hinein richten oder die Scheide sonstwie innen spülen: Die Scheide reinigt sich selbst, auch während der Periode. Und sie mag Wasser nicht. Es ist ihr viel zu basisch. Wenn du dich mit Chemie auskennst: Wasser hat einen pH-Wert von 7, in der Scheide ist der pH-Wert 4.0 bis 4.5!
Blut im Slip
Wenn du stärkere Blutungen hast, ist es eine gute Idee, wenn du keine hellen Slips anhast. Wenn du dunkle Slips anhast (schwarz ist ideal), nervst du dich nicht, wenn einmal versehentlich ein Bluttröpfchen auf dem Slip landet. Blut wäschst du am besten mit kaltem Wasser aus.
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Binden oder Tampons während der Periode?
Während der Periode verwenden die meisten Frauen Binden oder Tampons, um das Blut aufzufangen. Besonders wenn dein Menstruationszyklus nicht sehr regelmässig ist, kannst du immer ein kleines Etui mit einer Slipeinlage, einem Tampon und/oder einer Binde in deiner Tasche haben. Du kriegst in Kaufhäusern Binden und Tampons jeder Art und in allen Grössen – für starke Blutungen, für schwache Blutungen, für die Nacht usw. Da gibts nur eins: ausprobieren, was dir am besten liegt.
Binden
Binden sind gut, wenn du gern das Fliessen in deiner Scheide spürst. Es gibt raffiniert gebaute Binden, die sehr dünn sind und doch viel Blut aufnehmen können. Probier am besten mal mehrere Marken aus.
Slipeinlagen
Wenn sich die Periode bei dir mit einer Schmierblutung «eintröpfelt» und/oder «auströpfelt», eignen sich für diese Zeit auch Slipeinlagen. Das tun sie auch, wenn du findest: «Heute kommt wahrscheinlich die Periode».
Tampons
Tampons fügst du in die Scheide ein. Tampons eignen sich, wenn das fliessende Blut dich stören könnte – zum Beispiel beim Schwimmen, beim Sport, in der Badewanne, wenn du Strings trägst, beim Sonnen, in der Sauna, wenn du nackt im Bett mit deinem Freund schmusen möchtest oder wenn du den ganzen Tag lang unterwegs bist. Auch wenn du noch nie Geschlechtsverkehr hattest, kannst du Tampons verwenden. Diese dehnen das Jungfernhäutchen allenfalls etwas und machen es geschmeidiger.
Tampons gibt es in verschiedenen Grössen. Wenn du noch nie Tampons verwendet hast, nimm erst Mini-Tampons. Wenn du findest, dass du einen Tampon zu häufig wechseln musst, weil er sich schnell vollsaugt und schnell Menstruationsblut durchsickert, nimm einen grösseren Tampon. Du kannst einen Tampon bis zu acht Stunden in der Scheide lassen. Wenn du in der Nacht länger schläfst, kannst du ihn auch mal länger drin lassen. Du solltest ihn aber auf jeden Fall am nächsten Morgen wechseln. Wenn du stärkere Blutungen hast, verwendest du zusätzlich zum Tampon am besten Slipeinlagen, die fangen allfällig durchrinnendes Blut auf, nachdem sich ein Tampon vollgesogen hat.
Wenn du einen Tampon richtig, also tief genug, eingeführt hast, spürst du ihn beim Tragen nicht. Denn der Tampon sitzt einige Zentimeter weit in der Scheide, hinter der Beckenbodenmuskulatur, dort ist die Oberflächenempfindlichkeit der Scheidenwand sehr gerning. Beim Reinschieben kann es passieren, dass der Tampon gegen den Gebärmutterhals stösst und du das merkst. Nachher sollte er sich aber zurecht rücken, du kannst ihn auch nochmal ein bisschen weiter herausziehen und in einem anderen Winkel wieder reinschieben, die Scheide ist ja immer dehnbar genug, und es gibt genug Platz um ihn vorbeizulassen. Probier aus!
Mit dem Rückholbändchen am Ende des Tampons kannst du den Tampon leicht wieder herausziehen, wenn er sich vollgesogen hat. Wenn du beim Herausziehen etwas mehr Kraft brauchst, und wenn der Tampon nach dem Herausziehen noch mehrheitlich weiss ist oder gar so trocken, so dass er ein bisschen zerfleddert, dann hast du ihn zu früh herausgezogen: Du solltest Tampons nicht zu oft wechseln, da sie sonst die Scheide austrocknen. Wegen der Austrocknung der Scheide solltest du auch keine Tampons verwenden, wenn die Periode sehr schwach ist oder wenn du Schmierblutungen hast, und du solltest sie auch nicht vorsorglich in die Scheide stecken, wenn du deine Periode erwartest.
Kleiner Tipp: Tampons lassen sich noch leichter einführen, wenn du sie an der Spitze mit Öl oder einem pflegenden Scheidengel befeuchtest, bevor du sie in die Scheide einführst. Das hilft auch gegen Trockenheit in der Scheide.
Guten Information über die Anwendung und Wahl von Tampons findest du auf den Websites der Tamponhersteller o.b. und Tampax.
Mooncup (Mondtasse)
Neben den Tampons gibt es auch die Mooncup (Mondtasse). Das ist ein kleiner, wiederverwertbarer Becher, den du in die Scheide einführen kannst, der das Blut auffängt. Mehr Info über diese verträgliche und umweltfreundliche Methode findest du auf dieser Website.
Manche Frauen bauen sich auch mit Klopapier und ähnlichem selbst Binden.
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Sex während der Menstruation: Worauf sollte ich achten?
Nach Lust und Laune vorgehen
Wegen der stärkeren Durchblutung während der Periode kann es gut sein, dass du deine Scheide besser spürst und jetzt besonders Lust auf Sex hast. Genauso gut kann es sein, dass du dich eher schlapp fühlst und weniger Lust auf Sex hast. Oder es ist von Periode zu Periode verschieden. Oder du merkst überhaupt keinen Unterschied.
Sex bei Beschwerden
Manche Frauen merken auch, dass Sex hilft, wenn sie während der Menstruation Beschwerden haben. Die angenehmen Wahrnehmungen in deinem Geschlecht und deinem Unterbauch bei sexuellen Aktivitäten lassen Schmerzen oft vergessen. Ausserdem werden in der sexuellen Erregung Hormone ausgeschüttet, die entspannend wirken und Schmerzen dämpfen.
Sex zu zweit oder allein
Vielleicht hast du jetzt besonders Lust auf Selbstbefriedigung. Oder du hast besonders Lust auf deinen Partner/deine Partnerin. Ihr könnt während der Periode beim Sex alles tun, auf das ihr Lust habt. Möglicherweise merkst du, dass dir jetzt andere Stellungen beim Geschlechtsverkehr liegen als sonst, und dass gewisse Stellungen unangenehm sind. Achte gut darauf, was du spürst, und teile das deinem Partner mit. Wenn ihr Öl oder Gleitmittel verwendet, könnt ihr das auch während der Periode tun.
Auch während der Mens verhüten!
Falls ihr mit Kondomen oder Diaphragma vor einer Schwangerschaft verhütet, ist es eine gute Idee, das auch während der Periode zu tun. Denn du weisst nie mit absoluter Sicherheit, wann der nächste Eisprung sein wird – es kann manchmal auch vorkommen, dass er während der Periode stattfindet. Ausserdem ist der Schutz vor sexuell übertragbare Infektionen während der Periode besonders wichtig.
Achtung, wenn eine sexuell übertragbare Infektion vorliegt
Wenn du eine sexuell übertragbare Infektion hast, solltet ihr während der Periode auf Oralverkehr verzichten. Denn verschiedene Krankheitskeime können über das Menstruationsblut übertragen werden.
Keine weissen Laken…
Menstruationsblut ist sauber – aber es ist farbig. Wenn die Blutung stark ist, könnt ihr rote Flecken auf der Unterlage vermeiden, in dem ihr ein oder mehrere Handtücher und/oder ein Plastiktuch auf eure Unterlage legt. Wenn ihr die Flecken auf den Handtüchern gleich nach dem Sex mit kaltem Wasser abwascht, gehen sie gut heraus. Weisse Bettlaken eignen sich nicht so sehr, da gehen Blutflecken manchmal nur mit Bleichmittel raus.
Tampon vorher rausnehmen
Falls du Tampons verwendest, vergiss nicht, das Tampon vor dem Sex herauszunehmen. Falls du es vergisst, kann es mühsam und nervig sein, das Tampon nachträglich herauszufingern, nachdem der Penis es in die Scheidenhöhle hochgestossen hat...
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- Scheide
- Selbstbefriedigung (w)
- Sexuell übertragbare Infektion
- sexuelle Erregung
- Sexuelle Lust
- sexuelles Begehren
Regelbeschwerden: Schmerzen während der Mens
Die Gebärmutermuskeln arbeiten während der Mens mehr
Die Gebärmutter arbeitet die meiste Zeit im Monat still vor sich hin, und nur während der Periode werden ihre Muskeln so richtig aktiv. Sie ziehen sich dann immer mal wieder zusammen, damit das Blut und Gewebe herausbewegt werden kann. Du kannst diese Muskeln nicht beeinflussen, sie werden vielmehr von bestimmten Hormonen gesteuert, die zur Gruppe der Prostaglandine gehören. Möglicherweise spürst du das Zusammenziehen gar nicht, vielleicht nimmst du es aber ab und zu wahr. Du nimmst ja auch manchmal wahr, wie dein Magen oder dein Darm am arbeiten ist. Viele Frauen geniessen diese Wahrnehmung, weil sie jetzt endlich mal ihre Gebärmutter spüren. Möglicherweise empfinden sie das Zusammenziehen zwischendurch als mehr oder weniger schmerzvoll, aber der Schmerz stört sie nicht, weil sie ihn als ein Zeichen ihrer aktiven, gesunden Gebärmutter sehen.
Bei plötzlichen Schmerzen zur Frauenärztin
Es gibt auch Frauen, die während der Mens stärkere, krampfartige Schmerzen im Unterbauch haben und als störend empfinden. Dazu kommen manchmal Rücken- und Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Kreislaufbeschwerden. Warum das bei einigen Frauen so ist, ist schwer zu sagen. Falls du bis jetzt bei der Periode nie oder kaum Beschwerden hattest und jetzt plötzlich über mehrere Zyklen starke Beschwerden hast, solltest du das mal mit deiner Frauenärztin besprechen, damit sie abklären kann, dass dahinter keine Krankheit steckt, die behandelt werden muss.
Tipps zur kurzfristigen Linderung der Schmerzen
Wenn du gesund bist und während der Periode trotzdem Schmerzen hast, die dich stören, kannst du diese durch auf verschiedene Weise lindern oder beheben:
- Schmerzmittel, die zur Gruppe der Prostaglandin-Synthetase-Hemmer gehören, etwa Aspirin oder noch besser Ibuprofen (so heisst der Wirkstoff in den Schmerzmitteln Algifor, Dolocyl usw.). Die Mittel wirken besser, wenn du sie schon ein, zwei Stunden vor Beginn der Schmerzen einnimmst. Lies in der Packungsbeilage, wie viele Tabletten du täglich nehmen kannst, und halte dich daran.
- Bauchwahrnehmung und Entspannung. Bei Schmerzen verkrampft man sich gern mal, und das führt zu noch mehr Schmerzen. Leg die Hände auf den Bauch, atme tief in den Bauch ein- und aus und konzentriere dich mit deiner Wahrnehmung auf den Bauch. Das entspannt.
- Massagen des Unterbauchs. Leg dich aufs Sofa oder aufs Bett und schau, was du bewirken kannst, wenn du deinen Bauch mit den Händen drückst. Der Druck kann entspannend wirken.
- Wärme. Zum Beispiel mit einer warmen Wärmeflasche oder einem warmen Bad (du kannst in die Scheide einfach ein Tampon einführen).
- Spaziergänge und andere Bewegung. Du musst dich dabei nicht schonen oder gar ruhen – du bist ja nicht krank. Mach also, worauf du Lust hast.
- Selbstbefriedigung oder Sex zu zweit. Die angenehmen Wahrnehmungen in deinem Geschlecht und deinem Unterbauch bei sexuellen Aktivitäten lassen dich Schmerzen möglicherweise schnell vergessen. Ausserdem werden in der sexuellen Erregung Hormone ausgeschüttet, die entspannend wirken und Schmerzen dämpfen.
Tipps zur dauerhaften Linderung oder Beseitigung der Schmerzen
Und hier noch einige Beispiele, wie Frauen Beschwerden während der Periode schon dauerhaft zum Verschwinden gebracht haben und ein besseres Verhältnis zur Periode bekommen haben:
- Übungen, die die Wahrnehmung im Becken und im Geschlecht fördern. Infotexte hierzu findest du in der Kategorie Die Sexualität der Frauen.
- Yoga, insbesondere Luna-Yoga. Verschiedene Yogaübungen gehen die Organe in deinem Becken direkt an. Wenn du sie täglich machst, hilft dir das, deinen Bauch besser wahrzunehmen und zu beeinflussen.
- Bauchtanz. Das fördert die Wahrnehmung und dein Verhältnis zu deinem Bauch.
- Nahrungsmittel oder Öle, die Eicosapentaensäure enthalten. Diese mehrfach ungesättigte Fettsäure gehört zur Klasse der Omega-3-Fettsäuren und beeinflusst die Prostaglandine. Sie sind im Fett der meisten Fische enthalten. Lass daher mal Fischöl oder Lachsöl in deine Nahrung einfliessen. Ausserdem gibt es in Apotheken, Drogerien und manchen Supermärkten Fischöl- oder Lachsölkapseln. Es ist gut möglich, dass du erst nach mehreren Menstruationszyklen eine Wirkung feststellst.
- Magnesium. Dieses Spurenelement wirkt auf verschiedene Weise gegen Krämpfe. Du bekommst Kapseln in der Apotheke oder Drogerie. Probier auch mal magnesiumreiche Nahrungsmittel aus. Dazu gehören Bananen und gedörrte Aprikosen, Zwetschgen oder Feigen. Ausserdem gibt es Mineralwasser, das reich an Magnesium ist. Es ist gut möglich, dass du du eine Wirkung erst nach mehreren Zyklen merkst.
- Bei wirklich starken Schmerzen kaufen sich manche Frauen ein Gerät zur transkutanen elektrischen Nervenstimulation (TENS). Diese Methode scheint sehr hilfreich zu sein. Wenn sie dich interessiert, lass dich von deiner Frauenärztin darüber informieren.
- Manche Frauen entscheiden sich auch zur Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln; wirksamer scheinen hier Einphasenpräparate. Das macht dann Sinn, wenn du sowieso gerade auf der Suche nach einem geeigneten Verhütungsmittel bist.
- Hilfreich sind auch homöopathische Mittel, Methoden der traditionellen chinesischen Medizin, Akupunktur, Shiatsu, Myoreflextherapie, Bio-Feedback, Feldenkrais, autogenes Training und weitere Methoden, die die Entspannung und Körperwahrnehmung fördern.
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Menarche: die erste Periode (Menstruation)
Wann sollte ich die erste Mens haben?
Der Zeitpunkt deiner ersten Menstruationsblutung (Periode, Mens, Tage) wird von Fachpersonen Menarche genannt. Die erste Periode kann in einem ganz unterschiedlichen Alter eintreten, in der Regel zwischen 10 und 16. Wenn du deine Periode mit 16 noch nicht bekommen hast, solltest du das mal mit einer Frauenärztin besprechen. Sie kann abklären, woran das liegt. Es ist gut möglich, dass du einfach eine «Spätzünderin» bist. Manche Frauen bekommen ihre Periode erst mit 18.
Was, wenn die erste Mens nicht eintritt?
Wenn die Periode gar nicht eintritt, spricht die Ärztin von primärer Amenorrhoe. Diese kann ganz unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel Untergewicht: Bei Mädchen vor der Pubertät macht der Fettanteil am Körpergewicht etwa 16 Prozent aus. In der Pubertät steigt er an. Wenn er auf etwa 23.5 Prozent angestiegen ist, kann die Periode eintreten. Das hat damit zu tun, dass im Fett bestimmte Hormone gebildet werden, die wichtig dafür sind, dass sich der Menstruationszyklus entwickeln kann.
Was ist der Weissfluss?
Die erste Mens kann sich über Monate mit dem so genannten Weissfluss ankündigen, das ist eine weissliche Flüssigkeit, die aus der Scheide tröpfelt. Sie zeigt dir, dass die Hormone bei dir schon am Werk sind, aber noch nicht in dem Ausmass ausgeschüttet werden, wie das für einen Menstruationszyklus nötig ist.
Schutz vor Schwangerschaft
Wenn du schon vor der ersten Menstruation Geschlechtsverkehr hast, solltest du dich trotzdem vor einer Schwangerschaft schützen. Denn es ist möglich, dass du den ersten Eisprung vor der ersten Periode hast – also schon fruchtbar bist!
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Unregelmässige Mens in der Pubertät
Warum kommt die Mens am Anfang oft unregelmässig?
Die Periode (Mens, Menstruation, Tage) kann die ersten zwei oder drei Jahre nach der Menarche sehr unregelmässig sein und dabei auch mal mehrere Monate ausbleiben, denn es dauert meist ein Weilchen, bis der komplizierte Kreislauf der Hormone sich richtig eingespielt hat und ein mehr oder weniger regelmässiger Menstruationszyklus mit Eisprung stattfindet. Es ist also möglich, dass du zunächst Menstruationszyklen ohne Eisprung hast.
Trotzdem verhüten!
Aber Achtung: Auch wenn die Mens mehrere Monate ausbleibt, solltest du dich beim Sex immer vor einer Schwangerschaft schützen. Denn du weisst nie, wann der nächste Eisprung kommt!
Erste regelmässig, dann unregelmässig – was dann?
Möglicherweise hattest du die Mens schon mehrere Jahre lang regelmässig – dein Zyklus hat sich also schon «eingespielt». Und dann kommt sie plötzlich unregelmässig oder bleibt gar aus. Das kann ganz verschiedene Gründe haben. Lies dazu bitte diesen Text.
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Unregelmässige oder ausbleibende Mens und Zwischenblutungen
Ein normaler Menstruationszyklus dauert 21 bis 35 Tage. Wie regelmässig die Periode eintritt, ist von Frau zu Frau verschieden und verändert sich auch im Verlauf des Lebens. In der Pubertät ist er oft sehr unregelmässig und pendelt sich erst allmählich ein. Lies dazu bitte diesen Text.
Nachdem du schon längere Zeit einen mehr oder weniger regelmässigen Zyklus hattest, kann es aber vorkommen, dass er sich plötzlich verändert. Du hast zum Beispiel Zwischenblutungen. Zwischenblutungen sind oft Schmierblutungen, das heisst, sie sind eigenlich nicht mehr als ein bräunlicher Ausfluss. Oder die Periode kommt verspätet, oder sie ist schwächer oder stärker als sonst, oder sie bleibt ganz aus.
Wenn die Mens einmal viel später kommt oder viel schwächer ist oder du Zwischenblutungen hast, ist das kein Grund, gleich zur Ärztin zu gehen (wenn Verdacht auf eine Schwangerschaft besteht, kannst du einen Schwangerschaftstest machen). Erst wenn das über mehrere Zyklen der Fall ist, solltest du es einmal abklären lassen.
Gründe für einen veränderten Menstruationszkyklus
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Schwangerschaft
Ein Grund für die ausbleibende Periode ist eine Schwangerschaft. Mit einem Schwangerschaftstest kannst du herausfinden, ob du tatsächlich schwanger bist. Es kann selten auch vorkommen, dass eine Frau unter einer Schwangerschaft eine Blutung hast, diese ist dann aber in der Regel auffällig anders als die normale Blutung.
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Unregelmässigkeiten nach Absetzen der Pille
Wenn du ein hormonelles Verhütungsmittel, wie etwa die Pille, absetzt, kann es auch zu Unregelmässigkeiten im Zyklus, zu stärkeren oder schwächeren Perioden und zu Schmierblutungen kommen. Es kann mehrere Monate dauern, bis sich der Zyklus wieder einpendelt.
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Veränderungen durch Erkrankungen des Geschlechts
Es gibt verschiedene Erkrankungen des Geschlechts, die zu Zyklusänderungen oder Schmierblutungen führen können. Eine Frauenärztin kann ausschliessen, dass eine Infektion oder eine andere Krankheit dahinter steckt.
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Zyklusänderungen durch seelischen Stress
Seelische Belastungen können der Grund für Zyklusänderungen sein. Darum erleben sie die meisten Frauen ab und zu. Seelische Belastungen sind zum Beispiel, wenn du Stress bei der Arbeit oder in der Schule hast, wenn du dich niedergeschlagen, überfordert oder einsam fühlst, wenn du Probleme mit deinen Freunden oder Kollegen hast oder wenn du Probleme mit dir selbst oder deinem Frauenkörper hast.
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Zyklusänderungen durch körperlichen Stress
Körperliche Belastungen sind zum Beispiel, wenn der Körper durch eine Krankheit geschwächt ist oder sie bekämpfen muss, oder wenn dein Schlaf-Wachrhythmus gestört ist, oder wenn du übermässig viel Sport treibst.
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Ernährung und Ess-Störungen
Auch die Ernährung spielt eine grosse Rolle: Stress ist für den Körper, wenn du dich mangelhaft ernährst oder grosse Gewichtsschwankungen hast (das gilt auch wenn du übergewichtig bist), wenn du Diät hältst oder Untergewicht hast (Fettanteil am Körpergewicht unter 15 Prozent). Bei einer Magersucht sind Störungen im Menstruationszyklus häufig, auch bei Bulimie (Ess-Brechsucht) oder Binge-Eating (Esssucht) oder bei der Orthorexie (zwanghaftes Gesundessen) kommen sie vor.
Bei Stress fährt der Zyklus auf Sparflamme
Dein Körper macht keinen Unterschied zwischen seelischen und körperlichen Belastungen und sieht beide als Notsituation an. In dieser Notsituation macht es für ihn Sinn, dass er Energie spart und dafür sorgt, dass du möglichst nicht schwanger werden kannst. Das kann sich auf verschiedene Weise zeigen:
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Gelbkörperschwäche
Der Gelbkörper schüttet weniger Progesteron aus. MedizinerInnen nennen das Corpus-Luteum-Insuffizienz (Gelbkörperschwäche). Du merkst das vielleicht an Schmierblutungen in der zweiten Zyklushälfte, an verkürzten Zyklen und auch an stärkeren und längeren Menstruationsblutungen. Möglicherweise fällt dir aber auch gar nichts auf. Ein gutes Mittel gegen Gelbkörperschwäche ist z.B. Mönchspfeffer (Agnus Castus).
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Seltene Mens
Du hast seltener als alle 35 Tage eine Periode. Ein möglicher Grund ist, dass der Eisprung verspätet eintritt.
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Anovulatorischer Zyklus
Der Eisprung findet überhaupt nicht statt. Man spricht dann von einem anovulatorischen Zyklus. Dieser kann unterschiedlich lang sein; oft ist er länger als 35 Tage. Die Gebärmutterschleimhaut baut sich auf und wird bei einer bestimmten Dicke in einer Abbruchblutung abgebaut und ausgeschieden. Es kann sein, dass die Abbruchblutung länger und stärker ist. Es ist aber auch möglich, dass dir gar nichts Besonderes auffällt und du meinst, du hättest einen Menstruationszyklus mit Eisprung.
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Sekundäre Amenorrhoe
Der Menstruationzyklus wird noch stärker unterdrückt und die Periode bleibt ganz aus. Man spricht dann von sekundärer Amenorrhoe. Dazu kommte es z.B. bei starkem Untergewicht durch eine Magersucht.
Müssen Störungen des Menstruationszyklus behandelt werden?
Wenn die Ärztin keine Krankheit als Ursache hinter deinen Blutungsänderungen findet, muss man auch nicht unbedingt gleich etwas dagegen tun. Grundsätzlich ist es nicht «schädlich», wenn dein Zyklus unregelmässig ist, und wenn du deinen Eisprung oder deine Periode mehrere Monate lang nicht hast. Es ist gut möglich, dass er sich der Zyklus von selbst wieder einpendelt. Aber vielleicht nervt oder stresst es dich und du würdest gern etwas dafür tun, dass alles wieder im Lot ist. Es gibt ganz viele verschiedene Behandlungsmethoden:
Behandlungsmöglichkeiten
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Mönchspfeffer
Es gibt auch verschiedene pflanzliche Mittel, die bei Zyklusänderungen angewendet werden. Ein pflanzliches Mittel, das bei Gelbkörperschwäche gut hilft, ist Agnus Castus (Mönchspfeffer). Es unterstützt die Hormonproduktion und hilft, sie wieder anzukurbeln. Es ist zum Beispiel im Medikament Premens in der Apotheke erhältlich.
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Behandlung mit Hormonen
Du kannst Zyklusänderungen, die keine medizinischen Ursachen haben, auch mit Hormonen behandeln lassen, zum Beispiel wenn du schwanger werden möchtest, oder wenn du sehr starke Blutungen hast, die gar nicht mehr aufhören wollen und zu einem Eisenmangel führen. Die hormonelle Behandlung schafft die Ursachen der Zyklusänderungen allerdings nicht aus dem Weg.
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Psychologische Beratung
Wenn du Stress oder Probleme hast, kann es helfen, wenn du sie mit einer psychologischen Beraterin oder einer Therapeutin oder bei einer Jugendberatung angehst und Lösungen suchst.
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Yoga, Beckenbodenübungen
Da sich deine Probleme hier über den Körper ausdrücken, ist es immer auch eine gute Idee, wenn du sie über den Körper angehst. Zum Beispiel kannst du mit bestimmten Yogaübungen oder mit Beckenbodenübungen die Organe in deinem Becken beeinflussen.
Schwanger werden trotz ausbleibender Mens
Auch wenn die Periode ausbleibt oder nur selten kommt, solltest du dich beim Sex trotzdem vor einer Schwangerschaft schützen. Denn vielleicht hast du ja unbemerkt plötzlich wieder einen Eisprung.
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Zwischen 45 und 55 kommt der Körper einer Frau wieder in eine Phase der Veränderung, wir nennen das die Wechseljahre. Allmählich hören die monatlichen Blutungen auf. Den Zeitpunkt der letzten Periode nennt man Menopause. Als Faustregel gilt: Eine Frau kann dann nicht mehr schwanger werden, wenn sie in den Wechseljahren ist und ein Jahr lang keine Periode mehr hatte. Aber natürlich kann sie sich noch mit sexuell übertragbaren Krankheiten anstecken. Darum sollte sie bei Partnerwechsel nach wie vor mit Kondomen verhüten.
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