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Petting und Vorspiel: Tipps

Petting ist, wenn du mit einer anderen Person schmust und wenn ihr einander am Geschlecht und auch am restlichen Körper mit den Händen, dem Mund oder irgendwelchen Spielzeugen so berührt, dass es für euch angenehm und erregend ist. Das heisst: Beim Petting erregen sich Frauen und Männer gemeinsam, ohne dass der Penis in die Scheide oder den After eindringt. Wenn der Penis anschliessend an das Petting in Scheide (Geschlechtsverkehr) oder After (Analverkehr) eindringt, nennt man das Petting auch «Vorspiel».

Mit Petting für den Geschlechtsverkehr üben

Petting ist eine gute Übung für den Geschlechtsverkehr; denn du kannst dich so mit dem Körper und der sexuellen Erregung deines/deiner Partner/-in vertraut machen: Du kannst dir das Geschlecht genau ansehen, es fühlen, daran riechen, es schmecken, und beobachten, wie es sich bei sexueller Erregung verändert. Und du kannst dich damit vertraut machen, wie es sich anfühlt, wenn jemand anderes deinen Körper und dein Geschlecht auf irgendeine Weise berührt. Auch wenn der Penis beim Petting nicht in die Scheide eindringt, gibt es Situationen, in denen es sinnvoll ist, beim Petting zu verhüten.

Wie fängt man an...

Paare, die einander sehr vertraut sind, lenken ihre Aufmerksamkeit beim Petting manchmal ziemlich schnell zum Busen, zum Po und zum Geschlecht. Wenn ihr einander noch nicht so gut kennt und noch wenig Sex miteinander hattet, küsst ihr vielleicht erst, streichelt einander an Händen, Armen, Schultern, am Kopf, schaut euch in die Augen, redet oder witzelt miteinander. Dadurch könnt ihr Vertrauen zueinander aufbauen und Hemmungen überwinden. Langsam werden eure Hände und Münder auch zu Busen und Po und zur Geschlechtsregion wandern. Vielleicht lasst ihr eure Kleider erst an und zieht mit der Zeit immer mehr aus.

Die Haut mag Öl

Wenn sich eure Körper berühren, fühlt sich das ganz anders an, wenn ihr sie vorher mit Öl eingeschmiert habt. Grundsätzlich könnt ihr euch mit allem einschmieren, was ihr wollt. Vorsicht nur in der Geschlechtsregion; die Haut ist sehr empfindlich, und das Milieu in der Scheide kann leicht gestört werden. Am besten, ihr verwendet für den Penis, die Vulva und die Scheide Öl oder Gleitmittel.

Welche Berührungen sind richtig?

Wenn du dich fragst, wo und wie du deinen Partner oder deine Partnerin anfassen sollst, ob zarte oder heftige Berührungen, schnelle oder langsame Bewegungen «richtig» sind – dann findest du das am besten heraus, indem du verschiedenes ausprobierst und darauf achtest, wie es euch gefällt. Denn jedem Menschen gefallen andere Berührungen. Am besten ihr fangt mit langsamen, sanften Bewegungen und Berührungen an. Wenn ihr euch Zeit lasst, alle Bewegungen und Berührungen zu spüren, merkt ihr besser, wie sie sich für euch anfühlen, und ihr könnt auch besser bestimmen, wie weit ihr gehen wollt. Falls du mit einer Frau zusammen bist und dich fragst, woran du merkst, was ihr gefällt, lies bitte diesem Text.

Reden, Reden, Reden

Beim Petting könnt ihr gut üben, einander zu sagen, was sich gut und was sich weniger gut anfühlt – was ihr nicht sagt, können die Anderen immer nur vermuten. Denn wie sollen sie wissen, dass du z.B. Berührungen der Brust – oder der Kniekehlen, oder des Nackens, oder des Hodensacks oder anderswo – besonders gern hast? Sie machen dann vielleicht etwas, das dir nicht gefällt, und meinen, du fändest das total heiss. Eine gute Art, deine Partner/-innen mit deinem Körper vertraut zu machen, ist auch, wenn du ihre Hand selbst in die Hand nimmst und sachte dorthin führst, wo du sie gern hättest.

Wer befriedigt hier wen?

Du steigerst und geniesst beim Petting deine sexuelle Erregung, dein Partner/deine Partnerin unterstützt dich dabei. Vielleicht findest du manche Berührungen am Anfang komisch oder langweilig, und lernst erst, wenn sie oft wiederholt werden, dass sie sich gut anfühlen. Du lernst und übst beim Petting, deinen Körper immer besser zu spüren und diese Wahrnehmung mit guten Gefühlen zu verbinden.


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