Einnistung und Schwangerschaftshormon
Einnistung und Schwangerschaftshormon
Von der Zygote zur Blastozyste
Sobald die Eizelle von einem Spermium befruchtet ist, beginnen die verschiedenen Stadien der Embryonalentwicklung. Die mit der Samenzelle verschmolzene Eizelle heisst auch Zygote. Diese wandert durch den Eileiter bis zur Gebärmutterhöhle, die sie am vierten bis fünften Tag erreicht. Zudem entwickelt sie sich durch Zellteilungen und Zelldifferenzierungen bis zum ca. fünften Tag in die sogenannte Blastozyste. Man kann jetzt schon eine innere Zellmasse und eine äussere Zellschicht unterscheiden.
Einnistung und Nidationsblutung
Die Blastozyste nistet sich etwa vom 6. bis zum 12. Schwangerschaftstag in die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ein. Diese ist durch das Gelbkörperhormon Progesteron so umgewandelt worden, dass sie bereit ist, den sich teilenden Organismus aufzunehmen. Die Einnistung nennt man auch Nidation. Bei der Nidation kann es zu einer Blutung kommen (Nidationsblutung, Einnistungsblutung), die in der Regel deutlich schwächer ist als eine Menstruation und viel kürzer dauert. Meistens ist sie so schwach, dass die Frau sie gar nicht bemerkt.
Der Schwangerschaftstest misst das Schwangerschaftshormon
Ab dem Stadium der Blastozyste beginnt das embryonale Gewebe, das Schwangerschaftshormon HCG (humanes Choriongonadotropin) zu bilden. Dieses ist im Blut der Mutter ab dem 9. bis 12. Schwangerschaftstag nachweisbar, im Urin etwa am 14. Tag. Wirklich sichere Resultate kriegst du erst am 21. Tag, darum wartest du mit dem Schwangerschaftstest am besten bis drei Wochen nach der vermuteten Befruchtung. Das HCG bewirkt, dass beide weiblichen Geschlechtshormone, Östrogen und Progesteron, ansteigen und dafür sorgen, dass die Schwangerschaft erhalten wird.
Der Schwangerschaftstest ist die einzige sichere Methode, eine Schwangerschaft in diesem frühen Stadium festzustellen. Symptome wie Brustspannen und Übelkeit können auch andere Ursachen haben.
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