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Erregung zum Orgasmus: Tipps für Frauen

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Erregung zum Orgasmus: Tipps für Frauen

Viele Wege führen nach Rom

Es gibt zahlreiche Arten, die sexuelle Erregung zu steigern: Reibung, Druck, Vibration, Bewegung, Muskelspiel, Fantasien, Bilder usw. Zudem sind das ganze weibliche Geschlecht und auch viele Stellen am übrigen Körper erregbar. Darum gibt es nicht die eine richtige Berührung am einen richtigen Punkt, um einen Orgasmus zu erreichen. Am besten, du probierst verschiedenes aus und machst dort weiter, wo es sich am ehesten angenehm oder erregend anfühlt.

Spiel mit Bewegung

In diesen Text werden verschiedene Methoden beschrieben, Muskelspannung und Bewegung zur Erregung einzusetzen. Wir empfehlen allen Frauen, die lernen möchten, einen Orgasmus zu haben, dass sie sich angewöhnen, ihr Becken beim Sex zu bewegen: Die Beckenschaukel ist eine hervorragende Methode, die sexuelle Erregung zu steigern und den Sex dabei sehr genussvoll zu erleben. Du findest Übungen dazu in diesem Text. Auch das Spiel mit den Beckenbodenmuskeln fördert die sexuelle Erregung und die Durchblutung. Tipps dazu liest du in diesem Text. Wir empfehlen dir sehr, diese Übungen regelmässig zu machen.

Erregung verteilen

Damit der Orgasmus intensiver erlebt wird, ist es von Vorteil, wenn sich die sexuelle Erregung auch durch den Körper ausbreiten kann. Dazu kannst du zwischendurch immer mal wieder z.B. mit dem Becken kreisen oder die Form einer Acht machen. Stell dir auch vor, du wärest eine Pflanze im Wasser – und lass dich vom Wasser bewegen. Mit den fliessenden Bewegungen fliesst die Erregung durch den ganzen Körper – besonders wenn du dabei auch tief mit dem Bauch atmest.

Offener Mund und Stimme

Gut für mehr Gespür und Genuss ist es, wenn du während der sexuellen Erregung den Mund offen hast (mindestens einen Finger breit). Gut ist auch, wenn du einen Ton beim Ausatmen machst, z.B. ein «Aaah».

Das letzte Stück bis zum Orgasmus

Vielleicht fällt es dir schon recht leicht, die sexuelle Erregung bis zu einem bestimmten Punkt zu steigern. Aber irgendwie fehlt noch das letzte Stück in der Erregungskurve. Um den Punkt zu erreichen, wo der Orgasmusreflex ausgelöst wird, braucht es mehr Intensität. Das kann zum Beispiel heissen: Die Berührungen werden kräftiger und schneller, die Muskelspannung steigt, die Muskeln «pumpen» mehr, die Schaukelbewegung wird schneller, grösser und stärker, der Atem wird intensiver, die Fantasien werden intensiver usw.

Loslassen üben

Ein Orgasmus ist ein Entladen körperlicher sexueller Erregung zusammen mit einem Entladen auf der Gefühlsebene. Auf körperlicher Ebene wird der Orgasmusreflex ausgelöst. Du erlebst ihn um so intensiver, je besser du auch «oben» loslassen kannst – in Brust, Schultern, Hals, Nacken, Kopf. Loslassen will gelernt sein, und du lernst gut, wenn du so tust, als ob. Weil du rein durch die Bewegungen und die Töne, die du machst, kaum anders kannst als loszulassen. Kennst du den Film «Harry und Sally»? Vielleicht möchtest du dir den Film ansehen. Da gibt es eine Szene, wo Sally im Restaurant einen Orgasmus vorspielt. So einen Orgasmus kannst du für dich allein auch spielen – so oft wie möglich, dann kommt dir das mit der Zeit nicht mehr komisch vor.

Übertreiben hilft

Wir empfehlen, dass du auch allein ausprobierst und übst. Wenn du allein bist, kannst du dich nämlich ganz ungestört auf dich konzentrieren. gut übertreiben. Erlaube dir ruhig, zu übertreiben, während du dich für dich allein erregst – alle Bewegungen, das Atmen, die Töne. Du bist allein, und niemand sieht und hört dich. Falls deine Wände dünn sind und dich das stört, lass dabei einfach Musik laufen. Wenn du übertreibst, lernt dein Körper besser, und du baust allfällige Hemmungen ab. Das ist vor allem wichtig, wenn du auch mit einem Partner oder einer Partnerin einen Orgasmus haben möchtest.

Sich zeigen üben

Wenn du dich selbst bei der Selbstbefriedigung anschauen kannst, zeigst du dich auch lieber jemand Anderen beim Sex und bist gelöster, wenn er oder sie dich sieht, während du sexuell erregt bist oder einen Orgasmus hast. Eine Übung hierzu ist, dass du dich vor dem Spiegel erregst und dabei beobachtest, wie du sexuelle Lust erlebst. Du kannst das ruhig auch etwas spielend übertreiben. Wenn du das komisch findest, könntest du zuerst zur «Abdämpfung» ein rotes Tuch über die Lampe hängen.

Der Weg ist das Ziel

Setz dich nicht unter Druck – Druck ist alles andere als erregend! Mach es dir lieber zum Ziel, das, was du erlebst, zu geniessen. Genuss ist der Weg zum Orgasmus. Wenn du wie auf einer Autobahn im Eiltempo zum Orgasmus zischen willst, entgeht dir unterwegs allerlei Schönes. Dabei wären es genau diese Reiseerlebnisse, die dir das Futter für den Orgasmus liefern. Das Geheimnis des Orgasmus liegt also nicht im Orgasmus selbst, sondern in der Art und Weise, wie du die sexuelle Erregung gestaltest und geniesst, und wie du deinen Körper dabei einsetzt: Was du bei der sexuellen Erregung machst, spürst und erlebst, liefert die Zutaten für den Orgasmus.


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