Danke für euere Antwort auf die Frage Nr. 39715 von 04.05.2025. Ich mache mir sorgen um meine Freudin. Ihr Mutter hat Depressionen und ist seit vielen Jahren auch wegen ihrer traumatischen Kindheit in Behandlung. In letzer Zeit berichtet meine Freundin depressiv vestimmt zu sein. Ihre Mutter wirkt gegen aussen hin eigentlich normal und sehr nett. Meine Freundin erzählt aber das ihre Mutter oft überlastet ist und viel schläft. Ich habe folgende Frage: Nehme ich da etwas falsch wahr, da die Mutter gegen aussen sehr bemüht wirkt? Wie kann ich meiner Freundin am besten helfen?
Unsere Antwort
Das klingt nach einer schwierigen Situation. Du kannst deiner Freundin am besten helfen, indem du ihr zuhörst und für sie da bist. Aber auch, indem du Hilfe holst, wenn es schlimmer wird oder es dir zu viel wird.
Du hilfst ihr auch, indem du ihr glaubst, was sie über ihre Mutter erzählt. Denn nach außen können manche Menschen ihre Depressionen durchaus sehr gut verstecken. Und es ist ja gut möglich, dass ihre Mutter sich sehr bemüht, aber eben dennoch weiterhin mit Depressionen zu kämpfen hat. Denn Depression ist eben eine Erkrankung.
Ich weiß nicht, wie alt ihr seid, darum sind diese Ideen vielleicht nicht alle passend, aber ich gebe sie dir trotzdem mal.
Ist deine Freundin denn aktuell noch in therapeutischer Behandlung? Falls nicht, solltest du sie ermutigen, das wieder aufzunehmen. Vielleicht habt ihr an der Schule auch eine Sozialarbeiterin oder eine Vertrauensperson, mit der ihr mal über diese Situation sprechen könntet. Auch eine Familienberatungsstelle könnte vielleicht weiterhelfen.
Du kannst deine Freundin auch fragen, ob sie Hilfe braucht bei Aufgaben zu Hause. Oder sie vielleicht immer mal zu dir nach Hause einladen, zum Beispiel zum Abendessen oder auch zum Übernachten. Kinder von depressiven Eltern haben oft wenig Routine und um sie wird sich oft nicht genug gekümmert. Da kann ein Zuhause, wo sie ein bisschen umsorgt wird, sehr viel wert sein.
Sag deiner Freundin, dass sie dir alles erzählen kann. Zum Beispiel auch, wenn sie daran denkt, sich selbst zu verletzen oder zu töten. Ich weiß, dass das sehr beängstigend sein kann, aber oft hilft es schon sehr, wenn es jemanden gibt, der da ist und zuhört. Wenn deine Freundin wirklich an so etwas denkt, sollte sie das unbedingt in ihrer Therapie erzählen, falls sie die denn hat. Wenn du oder sie Angst habt, dass sie sich wirklich etwas antun könnte, ruft unbedingt die Polizei oder fahrt zusammen in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Ihr könnt auch immer Notfallnummern, wie die Telefonseelsorge (in Deutschland) oder die 143 (in der Schweiz) anrufen, damit sie euch sagen, was zu tun ist. Wir haben auch eine ganze Liste an Links zusammengestellt von Stellen, die Hilfe in solchen Situationen anbieten.
Achte bei dem Ganzen auch darauf, gut für dich zu sorgen. Sprich zum Beispiel mit deinen Eltern darüber. Trag das nicht allein, denn das hilft weder dir noch deiner Freundin. Je mehr Unterstützung du hast, umso besser kannst du auch für sie da sein.
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