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Frage Nr. 41589 von 26.07.2026

Ich nehme die Evaluna30 im Langzeitzyklus seit einigen Jahren, ohne Pause. Ich bin mir oft ziemlich unsicher, ob die Pille wirkt und sortiere häufiger eine Pille aus, wenn die Oberfläche nicht ganz glatt ist. Manchmal nehme ich sie aus Sorge auch doppelt.
Heute war ich mir leider im Nachhinein unsicher, ob ich sie überhaupt genommen habe. Was wäre, wenn ich sie tatsächlich vergessen hätte? Ist der Schutz bei einer einzelnen vergessenen Pille trotzdem da? Nachgenommen habe ich sie nicht, weil ich endlich wieder nur eine pro Tag nehmen möchte.

Unsere Antwort

Du kannst dich auf die Wirkung der Pille verlassen. Denn sie ist bei richtiger Anwendung ein sehr sicheres Verhütungsmittel. Du brauchst eine Pille nicht auszusortieren, nur weil ihre Oberfläche nicht ganz glatt aussieht. Und du brauchst sie auch nicht doppelt zu nehmen.

Du nimmst die Pille im Langzyklus. Solltest du die Pille an dem Tag wirklich vergessen haben, gilt: Hast du vorher mindestens 7 Tage lang die Pille korrekt eingenommen und gehst du in den nächsten 7 Tagen nicht in die Pillenpause? Dann bist du weiterhin geschützt. Mehr dazu im Text Antibabypille vergessen einzunehmen – was jetzt?.

Wichtig ist jetzt, dass du weiter jeden Tag eine Pille nimmst. Wenn du unsicher bist, ob du sie genommen hast, kann dir zum Beispiel eine Pillen-App helfen. Du kannst die Pille auch immer direkt aus dem Blister nehmen und danach ein Foto vom Blister machen. Oder du schreibst dir die Einnahme jeden Tag sofort auf.

Falls du dir weiterhin so viele Sorgen um die Wirkung der Pille machst, empfehlen wir dir, dich an eine Beratungsstelle zur sexuellen Gesundheit zu wenden. Dort kann man mit dir ausführlich über deine Sorgen sprechen. Und man kann mit dir auch besprechen, ob allenfalls ein anderes Verhütungsmittel für dich besser geeignet ist. Ausserdem empfehlen wir dir diesen Text zur Schwangerschaftsangst. Dort findest du Tipps, was du dagegen tun kannst.

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Frage Nr. 41588 von 26.07.2026

Meine Freundin möchte dass ich (m) sie fingere. Ich möchte sie nackt dort nicht gerne anfassen. Es stört auch ein wenig die Mood, wenn ich danach kurz zum Hände waschen ins Bad muss, bevor wir zum Sex übergehen. Geht zwar schnell, aber ist halt eine kleine Pause.

Ist es in Ordnung wenn ich sie bitte, die Unterwäsche anzulassen und ich sie etwas streichle oder ist das kein Fingern mehr? Ganz wohl fühle ich mich nicht, weil wenn sie feucht wird, feuchtet das wahrscheinlich etwas durch den Stoff oder? Die Hände waschen muss ich dann trotzdem, aber ich verstehe den Sinn von Fingern oder Handjob nicht. Ok, fremde Hand am Geschlecht ist aufregend, aber sie muss mir wie ein Navi sagen, wo ich mit den Fingern hin "fahren" muss, weil ich nicht fühlen kann, wo es gut für sie ist. Ist es normal, dass Frauen von Männer gefingert werden wollen?

Unsere Antwort

Es ist normal, wenn eine Frau von einem Mann gefingert werden möchte. Es ist genauso normal, wenn sie das nicht möchte. Entscheidend ist ja, dass es deine Freundin von dir möchte. Ihr scheint das etwas zu geben. Wenn sie feucht wird, merkst du auch, dass sie das sexuell erregt. Du machst also sicher etwas richtig.

Du schreibst dazu aber etwas entscheidendes: Sie muss dir wie ein Navi sagen, wo du mit den Fingern hinfahren sollst, weil du nicht fühlen kannst, wo es für sie gut ist. Beim Fingern wäre es gut, wenn es für beide interessant, angenehm und/oder erregend ist. Für dich ist es das offenbar nicht. Du berührst ihr Geschlecht nur für sie. Da verstehe ich, dass du das nicht möchtest.

Du selbst entscheidest, ob du deine Freundin mit oder ohne Unterhose fingern möchtest oder gar nicht. Möglicherweise gibt es Alternativen für deine Freundin. Hast du das mit ihr schon mal besprochen? Sie könnte sich zum Beispiel selbst fingern und du dich selbst, und ihr könntet das gemeinsam tun.

Wenn es keine Feuchtigkeit gäbe, würdest du deine Freundin dann eigentlich gern fingern? Berührst du ihr Geschlecht grundsätzlich nicht gern, oder wäre das gar kein Problem, wenn es trocken wäre? Wenn es wirklich einfach die Flüssigkeit ist: Ich sehe kein Problem darin, dass du die Hände nachher wäscht. Du kannst deiner Freundin sagen, dass das für dich so angenehmer ist und du einfach nicht so auf Geschlechtsflüssigkeit an den Fingern stehst. Möglicherweise reicht schon ein feuchtes Tuch am Bett, wo du deine Finger nachher abwischen kannst. Es gäbe auch die Möglichkeit, dass du dir Latex-Handschuhe anziehst.

Du schreibst auch so, als hättest du etwas Stress, weil du nicht weisst, welche Berührungen für sie gut sind. Ich habe weiter oben geschrieben, dass du idealerweise auch Spass dran hast. Hierbei hilft, wenn du das weibliche Geschlecht, also ihre Vulva und ihre Vagina, erregend findest. Das tust du jetzt möglicherweise nicht. Vielleicht bist du aber neugierig und wüsstest gern mehr über das weibliche Geschlecht? Dann wäre es gut, wenn du es dir genauer anschauen und mit dem Finger erkunden könntest. Schön wäre es auch, wenn ihr euch zusammen ihr Geschlecht anschauen könntet und sie dir etwas darüber erzählen könnte. Dadurch wird es vertrauter für dich.

Dinge, die wir öfter machen, werden uns vertrauter. Orte, die wir öfter sehen und berühren, werden uns vertrauter. Und dann ist es oft so, dass wir sie nicht mehr abstossend oder unangenehm finden, sondern sie werden normal oder sogar angenehm und erregend. Angenommen, du wärest grundsätzlich eigentlich interessiert an ihrem Geschlecht und einfach durch die Flüssigkeit davon abgehalten, es zu entdecken und zu erforschen. Dann würde ich wirklich schauen, eine Variante (Waschbecken oder feuchtes Tuch) zu finden, wo du es erforschen kannst und dich trotzdem nachher wohl fühlst. Vielleicht wird das mit der Zeit immer weniger wichtig mit dem Abwaschen, weil du dich mit der Geschlechtsflüssigkeit vertraut machst. Ich möchte dir dazu auch unsere Tipps zum Petting empfehlen.

Aus meiner Sicht ist jede Variante okay, von "Geschlecht gar nicht anfassen" bis hin zu "sich mit dem Geschlechtsgeruch vertraut machen". Ich denke, es wäre aber schon wichtig, dass du mit deiner Freundin offen darüber redest, falls du das nicht eh schon tust. Denn nur so könnt ihr deine und ihre Bedürfnisse wirklich ernst nehmen.

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Frage Nr. 41587 von 26.07.2026

Hallo Lilli,

Ich wollte mal fragen, kann man eure Übungen zu oft machen? Also kann es sein, dass das Gehirn manchmal auch ein/zwei Tage Pause braucht, um gelerntes zu verarbeiten oder kann ich am Tag so oft üben wie ich will, ohne dass es kontraproduktiv ist?

Zu den Übungen: ich möchte beim sex öfter kommen können und auch öfter für mich selbst Lust empfinden. Dafür will ich lernen auf neue Arten zum Orgasmus zu kommen. Gerade ist es für mich sowohl allein als auch beim sex schwierig zu kommen. Die Stimulation (kreisende Bewegungen auf meiner klit) fühlen sich fast die ganze Zeit nichtssagend und langweilig an und es wird für mich immer erst kurz vor dem Orgasmus lustvoll. Und das sind dann insgesamt wirklich so 3 sek vor dem Orgasmus und dann nochmal der Orgasmus auch 3 sek ca. Davor ist es anstrengend und wenn ich alleine bin auch langweilig. Dadurch dass ich die Erregung erst kurz vor dem Orgasmus spüre und er dann auch direkt kommt, wenn ich nicht sofort unterbreche, fällt es mir schwer, die Übungen zu machen. Wie genau würdet ihr mir das üben denn empfehlen?

LG, dankbarer Leser (w)

Unsere Antwort

Ich würde dir empfehlen, die Übungen vorerst mal ohne sexuellen Kontext beziehungsweise ohne sexuelle Erregung zu machen, und sie erst später in dein Selbstbefriedigungs-Ritual einzubauen.

So wie du es beschreibst, hast du dir einen «mechanischen» Erregungsmodus - wie wir ihn in der Sexocorporel-Therapie nennen - angeeignet. Dieser funktioniert gut, um in relativ kurzer Zeit zu einem Orgasmus zu kommen. Er ist aber etwas weniger geeignet, auch während der sexuellen Aufbauphase eine genussvolle Erregung zu erleben, die nachhaltig befriedigend wirkt. Das hast du ja selbst schon gut beschrieben, dass du nur die 3 Sekunden vor und während dem Orgasmus als wirklich erregend und spannend erlebst.
Es gibt andere Erregungsmodi, also andere Arten, deine Erregung wahrzunehmen und zu steigern, die zum Beispiel schon in der Aufbauphase erregender und genussvoller sind, und die zu einem Orgasmus führen können, der als intensiver, nachhaltiger und befriedigender erlebt wird und bei dem auch intensiveres emotionales Erleben möglich wird.
Genauso wie du dir deinen jetzigen (mechanischen) Erregungsmodus angeeignet hast, kannst du auch andere Erregungsmodi erlernen, wie zum Beispiel den wellenförmigen Erregungsmodus, welcher dir andere und erweiterte Erlebensmöglichkeiten bieten.

Aktuell nutzt du zur Erregungssteigerung das Reiben an deiner Klitoris auf eine mechanische Art (deshalb nennen wir ihn im Sexocorporel-Konzept den «mechanischen» Erregungsmodus). Das heisst, dass du deine Klitoris (w) oder Penis (m) mit wiederholten, gleichartigen Bewegungen stimulierst.  Wahrscheinlich hältst du deinen Körper ruhig und spannst Teile von ihm an, zum Beispiel die Beckenbodenmuskeln, Bauch, Po und/oder Beine, um die Erregung zu steigern. Deine Atmung ist wahrscheinlich relativ schnell und oberflächlich, insbesondere zum Orgasmus hin.

Beim «wellenförmigen» Erregungsmodus ist der Körper während der sexuellen Erregung in Bewegung (statt angespannt unbewegt), und zwar in Form der doppelten Schaukel, das heisst das Becken schaukelt vor und zurück und der Oberkörper bewegt sich ebenfalls fliessend öffnend und schliessend. Der Beckenboden wird bewusst wahrgenommen und mit ihm gespielt, in dem er wechselnd leicht angespannt und dann wieder losgelassen wird. Und der Atem fliesst bis tief in den Bauch - das hilft das genussvolle Empfinden im Beckenraum zu verstärken.
Ich empfehle dir, die verschiedenen Aspekte zuerst einzeln zu üben, ohne sexuelle Erregung. Also Bewegung in den Körper bringen mit der Beckenschaukel. Dann die Bauchatmung zu üben. Und das Spiel mit den Beckenbodenmuskeln. Diese Übungen kann man eigentlich nicht zu oft machen.

Das Stimulieren an der Klitoris, also Üben in sexueller Erregung im mechanischen Erregungsmodus, das kann schon zu viel werden, wenn es zu häufig gemacht wird. Das kann zu einer Überstimulation führen, und der Körper geht dann in einen Abwehrmodus, gibt also klare Zeichen, dass er nicht noch weiter stimuliert werden möchte. Es gilt also unbedingt, auf deine Körperzeichen zu achten und mit ihnen zu kooperieren.
Übe also zuerst die körperlichen Fähigkeiten "Bewegung", "Bauchatmung" und "Spiel mit dem Beckenboden" einzeln und ausserhalb von sexueller Erregung. Dann kannst du beginnen, sie miteinander zu kombinieren. Also zum Beispiel im Liegen in den Bauch einatmen und das Becken nach hinten schwingen, dann Ausatmen und das Becken nach vorne bringen. Wenn auch das gut geht, kannst du noch den Beckenboden anspannen beim Ausatmen und ihn locker lassen beim Einatmen. Wiederhole das regelmässig, bis dein Körper damit vertraut ist.
Dann kannst du beginnen, bei der Selbstbefriedigung zwischendurch mal einzelne Elemente einfliessen zu lassen, zum Beispiel die Beckenschaukel, oder ein tiefer Bauchatemzug. Bleibe vorerst nah an deinem bisherigen Erregungsmodus und streue nur einzelne Elemente des wellenförmigen Erregungsmodus ein, also zB 90% machst du Selbstbefriedigung wie gewohnt, und 10% bringst du etwas vom neu Erlernten ein. So kannst du dir graduell deinen Erregungsmodus erweitern. Dein Körper braucht aber Zeit für die neuen Muster.  Denn wenn du zu schnell alles probierst anders zu machen, wirst du vorübergehend aus der sexuellen Erregung rausfallen oder nicht mehr einfach zum Orgasmus kommen können, und das frustriert natürlich.
Mach es also in kleinen Schritten und wiederhole sie oft. Dies führt zum Erfolg. 

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Frage Nr. 41586 von 26.07.2026

Woran erkenne ich ob mein Vater zu streng ist und mir schadet?

Unsere Antwort

Wir haben zu diesem Thema bei Lilli ein paar Texte geschrieben. Der Text Womit tun mir meine Eltern nicht gut? hilft dir zum Beispiel besser einzuordnen, welche Verhaltensweisen nicht okay sind. Und vielleicht interessiert dich auch der Text Krach mit den Eltern in der Pubertät.

Du kannst uns auch gerne wieder schreiben und dabei deine Situation etwas genauer schildern. Dann können wir dir gezielter weiterhelfen. Das Fragefenster macht momentan Sommerferien. Ab dem 24.08. kannst du uns aber wieder schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 41585 von 26.07.2026

Ich bin 21 Jahre alt. Mein Hodensack ist sehr lang. Von den Hoden bis zu Penis ist viel Haut. Meine Hoden hängen sehr weit unten und baumeln zwischen meinen Beinen. Manchmal stört es und manchmal erregt es mich auch. Ist das normal? Ich hatte auch schon Sex mit Männern und bei den meisten sind die Hoden viel näher am Körper. Woher kommt das, dass sie bei mir so tief hängen?

Unsere Antwort

Es ist normal wenn die Hoden weit nach unten hängen, genauso normal, wie wenn die Hoden näher am Körper im Hodensack liegen. Die Position kann sich sogar je nach Temperatur wegen eines Muskels im Hodensack verändern. Jeder Mann hat einen anderen Hodensack. Es gibt die verschiedensten Varianten: hängend, eng am Körper anliegend, kleiner, grösser, rot, eher bräunlich.

Was stört dich an deinem Hodensack? Wann stört es dich? Form und Aussehen sind erblich bedingt. Mehr dazu findest du auch im Infotext Der Hodensack. Häufig ist der Hodensack für Männer eine erogene Zone, dann sind Berührungen erregend, das ist ebenfalls normal und hoffentlich auch angenehm und schön. Mehr zum Vergleichen der Genitalien mit anderen und einem gesunden Umgang damit findest du übrigens auch im Infotext Penisgrösse: Soll ich mich mit anderen vergleichen?.

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Frage Nr. 41584 von 26.07.2026

Ich bin männlich 19 Jahre. Ich war letztens das erste Mal am FKK Strand, weil es mich so erregt so viele nackte Menschen zu sehen und auch weil es mich erregt, mich selber nackt zu zeigen. Ich möchte wieder da hingehen. Ist es ok an den FKK Strand zu gehen,weil es einen erregt?

Unsere Antwort

Nein, das ist nicht ok. Menschen, die der Freikörperkultur anhängen, suchen keine sexuellen Begegnungen. Nacktheit bedeutet für sie ein Zustand der Freiheit und der Natürlichkeit. Sie möchten das gern in einer Gemeinschaft leben, die die gleichen Werte hat, wie sie. Darum sind FKK-Gebiete deutlich gekennzeichnet und oft auch eingezäunt. Menschen, die mit dem Ziel der sexuellen Erregung diese Bereiche aufsuchen, stören dort erheblich. Wenn du dabei erwischt wirst, wie du dich selbst erregst, die selbst befriedigst oder die erregt zeigst, machst du dich strafbar.

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Frage Nr. 41583 von 25.07.2026

Hallo ich bin 18 Jahre alt. Ich habe Angst, dass ich gestern eine gute Schulfreundin geschwängert habe. Ich bin gestern nach der Schule noch mit zu ihr gegangen. Sie ist auch gerademal 18. Als wir in ihrem Zimmer waren, hat sie sich plötzlich einfach ausgezogen. Bei mir war ganz schnell ein riesiges Zelt in der Hose. Dann hat sie sich aufs Bett gelegt und die Beine gespreitzt. Ich war soo nervös. Ich konnt nicht anders als meinen Penis in ihre Vagina stecken. Als mein Penis drin war, bin ich sofort in ihr gekommen. Wieso kann ich da meinen Samenerguss nicht kontrollieren? Mein Penis wurde kaum stimuliert. Könnte es sein, dass sie jetzt von mir schwanger ist? Was mache ich dann?

Unsere Antwort

Wenn dein Penis ohne Kondom in ihrer Vagina war, kann sie schwanger geworden sein. Falls der Geschlechtsverkehr erst wenige Tage her ist, könnt ihr die Pille danach in der Apotheke holen oder deine Schulfreundin könnte sich die Spirale danach einlegen lassen. Das ist bis zu 5 Tage nach dem Geschlechtsverkehr möglich.

Macht bitte einen Schwangerschaftstest, um Gewissheit zu haben. Falls der Test 21 Tage nach dem Geschlechtsverkehr negativ ist, ist sie sicher nicht schwanger.

Falls sie schwanger sein sollte, sind Fachstellen zur sexuellen Gesundheit die richtige Anlaufstelle für euch. Dort gibt es Berater*innen, die euch gut begleiten können.

Dass du sehr schnell gekommen bist, kann daran liegen, dass du sehr erregt und nervös warst. Du kannst lernen, deine Erregung besser wahrzunehmen und den Samenerguss besser zu steuern. Tipps dafür findest du in diesem Text.

Um eine solche Situation in Zukunft zu vermeiden, zieh immer erst ein Kondom über, bevor dein Penis in die Nähe des Vaginaeingangs kommt. So vermeidest du, dass du überraschend einen Samenerguss an ihrem Vaginaeingang oder in ihrer Vagina bekommst. Ausserdem schützen Kondome vor sexuell übertragbaren Infektionen. In diesem Text kannst du nachlesen, was du bei der Anwendung von Kondomen beachten solltest. 

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Frage Nr. 41582 von 25.07.2026

Liebes Lilli Team
Ich bin weiblich und 18 Jahre alt. Ich war Ende Januar Anfang Februar für 4 Wochen von der Schule aus für einen Sprachaustausch in Kanada. In dieser Zeit habe ich einen Jungen kennengelernt, mit dem ich dann auch Sex hatte, mein erstes Mal. Als er in meiner Vagina gekommen ist, wusste ich , dass das nicht gut ist. Ich habe das aber dann beiseite geschoben und verdrängt. Ich hatte ganz normal weiter meine Regel und sonst keine körperlichen Veränderungen.

Nun war ich gestern bei meiner Frauenärztin zu Routineuntersuchung mit Ultraschall und sie meinte dann ich sei schon in der 27. Schwangerschaftswoche. Sind hat es mir auch auf dem Bildschirm gezeigt. Ich war völlig geschockt. Ich hatte normal weiter meine Regelblutung und einen Bauch sieht man bis jetzt auch nicht. Ich bin sehr schlank, sodass man einen schwangeren Bauch eigentlich sehen müsste. Wie kann das sein? Hab ich das so sehr verdrängt, dass ich nix gemerkt habe? Stimmt was nucht mit mir? Was mache ich jetzt?

Unsere Antwort

Tatsächlich kommen sogenannte "verdrängte Schwangerschaften" häufiger vor als man denkt. Dabei geht es um Schwangerschaften, die erst spät bemerkt werden und bei denen die typischen Anzeichen einer Schwangerschaft ausbleiben. Mit dir stimmt trotzdem alles.

Auf dich kommen nun einige Entscheidungen und Veränderungen zu. Bei all deinen Fragen kannst du dich von einer Fachstelle zur sexuellen Gesundheit oder Schwangerschaftsberatungsstelle in deiner Nähe begleiten lassen. Wer aus deinem Umfeld weiß bereits Bescheid? Da der Erzeuger in Kanada ist, wäre es enorm wichtig, dass du vor Ort Unterstützung hast.

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Frage Nr. 41581 von 25.07.2026

Ich brauche eure Hilfe. Mir ist es peinlich das bei meiner Hausärztin abzusprechen. Ich bin18 jahre alt und hab einen sehr krummen steifen Penis. Wenn er steuf ist, ist er sehr krumm nach oben gebogen, wie eine Banane. Er ist außerdem auch sehr lang...20cm. Ist es schlimm, dass er so gekrümmt ist? Ich traue nicht, das bei meiner Ärztin anzusprechen. Ich gab Angst dass ich eine Erektion bekomme, wenn sie das untersucht..

Unsere Antwort

Viele Männer haben keinen vollkommen geraden Penis. Der Penis kann in alle Richtungen leicht verkrümmt sein. Auch eine Krümmung nach oben ist nicht automatisch schlimm. Das ist normal, solange du keine Schmerzen bei der Erektion hast. Wenn du Schmerzen bei der Erektion hast, solltest du zu einer Urologin oder einem Urologen gehen. In der Regel ist eine Krümmung auch kein Problem für den Geschlechtsverkehr. Schwierig wird es erst, wenn der Penis zum Beispiel in der Mitte des Schafts um 90 Grad abknickt. In solchen Fällen (und nur in solchen Fällen) ist eine Operation sinnvoll. In diesem Text erfährst du mehr darüber, wie Penisse aussehen können und welche Eigenarten normal sind.

Ich kann auch verstehen, dass es dir peinlich ist, mit deiner Ärztin darüber zu sprechen. Ärzt*innen kennen solche Fragen aber. Für sie ist das nichts Ungewöhnliches. Und falls du bei einer Untersuchung eine Erektion bekommst, ist auch das nichts, wofür du dich schämen musst. Dein Körper kann so reagieren. Ärzt*innen wissen das und gehen professionell damit um.

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Frage Nr. 41580 von 24.07.2026

Hallo -
mir wurde über Facebook ein sehr ausführliches und scheinbar wissenschaftlich begründetes Angebot für eine Reihe von gymnastischen Übungen zugespielt, mit denen man den Orgasmus bzw. vorzeitigen Samenerguss kontrollieren lernen kann. Dabei spielt offenbar der Bulbocavernosus eine entscheidende Rolle. Ist das seriös? Das Angebot läuft erwartungsgemäß auf eine Zahlungsaufforderung hinaus, die mit 20 € für einen "Vier-Wochen-Plan" nicht orbitant ist. Hintergrund könnte ja da schon sein, dass potentielle Interessenten denken: "Dafür kann man das ja mal testen ..."
Für eine Antwort bedanke ich mich im Voraus und mache euch Komplimente für eure großartige Arbeit hier!
Liebe Grüße

Unsere Antwort

Ich kenne das Programm natürlich nicht. Ich wäre aber vorsichtig. Es ist grundsätzlich gut, wenn du lernst, deine Beckenbodenmuskulatur anzusteuern und zu kontrollieren. Zu diesen Muskeln gehört auch der Bullbocavernosus. Ebenso wichtig ist es aber, dass du die Wahrnehmung in deinem Becken und in deinem Penis verbesserst, und es ist möglicherweise auch zentral, dass du über die Atmung lernst, dich beim Sex zu beruhigen. Viele Angebote zum Kontrollieren der Ejakulation sehen die Thematik verkürzt an und sind daher nur begrenzt hilfreich.

Hast du unser Kapitel über schnelle Ejakulation gelesen? Da stehen viele Tipps zum Üben drin. Sie sind gratis laugh. Wenn du Geld ausgeben möchtest, empfehle ich als Alternative zu dem Programm das Übungsbuch "Klappt's" von Michael Sztenc.

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Frage Nr. 41579 von 24.07.2026

Wäre es in Ordnung, wenn ich mit meiner Stiefschwester Sex hätte?

Unsere Antwort

Wir bekommen viele Fragen gestellt, in denen es darum geht, ob Stiefgeschwister Sex miteinander haben dürfen.

Gesetzlich gesehen spricht grundsätzlich nichts dagegen, eine sexuelle Beziehung mit deiner Stiefschwester oder deinem Stiefbruder zu haben. Wichtig ist aber, dass alle gesetzlichen Regelungen rund um das Schutzalter eingehalten werden. In diesem Text kannst du dich darüber informieren. Und natürlich ist Sex nur dann okay, wenn beide freiwillig mitmachen.

Vorher solltest du dir allerdings ein paar Sachen überlegen. Wenn ihr zusammen wohnt, und falls auch eure Eltern mit euch wohnen, solltest du dir überlegen, ob eine sexuelle Beziehung zwischen euch in der Familie für Probleme sorgen könnte. Überleg dir auch, was es in eurem Umgang und Zusammenleben verändern könnte, wenn deine Stiefschwester oder dein Stiefbruder nicht an einer solchen Beziehung interessiert ist. Oder wenn es aus irgendeinem Grund nicht mehr passt. 

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Frage Nr. 41578 von 23.07.2026

Kann grosse angst einen orgasmus auslösen

Unsere Antwort

Ja, das kann passieren. Sexuelle Erregung beginnt mit einem Reflex im Körper, den du nicht bewusst steuern kannst. Er kann auch durch starke unangenehme Gefühle wie grosse Angst ausgelöst werden. Der Körper ist dann sehr angespannt. Und diese Anspannung kann die sexuelle Erregung sogar bis zu einer Entladung steigern. In diesem Text erfährst du mehr darüber.

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Frage Nr. 41577 von 23.07.2026

Meine Freundin und ich (beide 15) möchten miteinander schlafen. Wir haben es schon ein paarmal versucht, aber ich kann meinen Penis bei ihr nicht einführen, Sie sagt, dass sie dann ziemliche Schmerzen hat; im steifen Zustand ist er 19 cm lang und sein Umfang hat 14,5 cm. Wie kann ich trotzdem mit ihr Sex haben ?

Unsere Antwort

Ihr macht gerade die ersten sexuellen Erfahrungen miteinander. Es ist normal, dass da manches noch nicht so recht klappt. Auch Schmerzen können vorkommen. Das muss nicht heißen, dass es bei den nächsten Malen auch so sein wird. Probiert weiter aus, und redet miteinander darüber was weh tut und was angenehm ist.

Du schreibst wenig darüber, was ihr beim Sex genau macht. Deshalb kann ich mir das noch nicht so recht vorstellen. Miteinander Sex haben kann ganz unterschiedliches bedeuten. Bist du aktiv und sie liegt da? Was habt ihr bisher schon entdeckt, was euch in Stimmung bringt für Sex? Wie ist es, wenn du mit den Fingern in ihrer Vagina bist? Kann sie schmerzfrei Finger aufnehmen? Da habe ich noch ganz viele Fragen.

Mich würde vor allem interessieren, wie ihr die Vagina bereit macht für den Penis. Ist sie ausreichend sexuell erregt? Die Vagina wird gern massiert und die Durchblutung im Geschlecht wird angeregt durch Bewegung. Schaut euch bitte auch auf den folgenden Bildern an, wie die Vagina sich weitet in sexueller Erregung. Dann hat dein Penis gut Platz und gleitet einfach hinein und hinaus.

Das Bild zeigt einen Längsschnitt durch Geschlechtsorgane  im Ruhezustand. Die Vaginawände liegen nah beieinander.

Das Bild zeigt einen Längsschnitt durch Geschlechtsorgane bei sexueller Erregung. Die Vagina ist weit und aufgespannt wie ein Ballon.

Es wäre sehr gut, wenn du deinen Penis still hältst und sie bewegt ihr Becken auf deinen Penis zu und nimmt ihn auf diese Weise auf. So kann sie bestimmen. Das kann helfen, um Angst zu verringern. Es ist häufig so, dass Angst vor Schmerzen die Schmerzen noch verstärkt. Dein Penis ist nicht zu groß, dennoch halte ich es für hilfreich, wenn du mal in diese Tipps schaust.

Wichtig ist deshalb, dass ihr langsam vorgeht und bei Schmerzen zu etwas übergeht, was keine Schmerzen macht. Es ist wichtig, dass ihr gut darüber redet, was möglich ist und was nicht. Es gibt viele Alternative Spielmöglichkeiten, welche ebenfalls Lust bereiten und Spass machen. Petting kann zudem die Erregung fördern, was die Vagina durchblutet und feucht macht.

Zudem kann eine hohe Muskelspannung dafür sorgen, dass das Aufnehmen des Penis Schmerzen macht. Dazu empfehle ich den Text über das Thema Schmerzen bei hoher Muskelspannung.

Zu wenig körperliche Erregung könnte ebenfalls ein Grund für Schmerzen sein. Dazu empfehle ich diesen Text.

Oft ist dieses Zusammenspiel eine Übungssache, welche etwas Erfahrung, Vertrauen und Zeit brauchen. Deshalb ist es hilfreich, wenn ihr immer wieder miteinander redet und eure Vorstellungen austauscht.

Schaut einfach mal, welche Erfahrungen ihr weiterhin macht. Unser Fragefenster macht nun Sommerpause. Du kannst uns auch danach berichten, wie es weitergegangen ist. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 41576 von 23.07.2026

Zu 41549: ja aber wie gehe ich mit meinen Brüsten um. Ich habe echt Brüste wie eine Frau. Warum sind mir Brüste gewachsen. Ich mache mir so viele Gedanken, wie ich sie verstecken kann. Es kamen auch schon vereinzelt Sprüche von anderen Jungs, dass ich "geile Titten" hätte...

Unsere Antwort

Dass sich bei dir in der Pubertät Brustgewebe entwickelt hat, hat einen ganz normalen körperlichen Grund: Im Verlauf der Pubertät verändert sich bei fast allen Jungen das Verhältnis der Hormone im Körper, und dabei kann sich vorübergehend etwas mehr Brustgewebe bilden. Das betrifft einige Jungen in deinem Alter, auch wenn kaum jemand offen darüber spricht. Bei den meisten bildet es sich im Lauf der Pubertät von selbst wieder zurück – hab da noch ein, zwei Jahre Geduld.

Was andere Jungs zu dir gesagt haben, ist nicht okay – niemand hat das Recht, sich so über deinen Körper zu äussern. Das kann trotzdem verletzen, auch wenn du weisst, dass es vielmehr über die anderen Jungs aussagt als über dich.

Wenn dich das im Alltag stört: Manche tragen enger anliegende Unterhemden oder spezielle Kompressionsshirts, die etwas ausgleichen und dir ein sichereres Gefühl geben können, zum Beispiel beim Sport oder generell unter der Kleidung.

Grundsätzlich hilft es dir, dich in deinem Körper wohlzufühlen – unabhängig davon, wie er gerade aussieht. Bei Anziehung und Nähe zwischen Menschen geht es um viel mehr als nur den Körper: um Vertrauen, Persönlichkeit, Humor, darum, wie ihr miteinander umgeht. Das hast du mit deiner Freundin ja bereits erlebt. Erinnere dich immer wieder an die Dinge, die dich als Person ausmachen, statt dich so stark auf dein Aussehen zu konzentrieren.

Melde dich gerne wieder wenn du wieder schreiben möchtst.

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Frage Nr. 41575 von 23.07.2026

Zu 41535: danke für eure Tipps erstmal.
Ich hatte das Pproblem mit meinen Penis heute wieder am See. Diesmal hat es mich erwischt, als ich im Wasser war. Ich hab wieder eine starke Errektion bekommen. Ich hab erst gewartet, ob mein Penis wieder schlaff wird. Doch nach 10-15 min war er immer noch steif. Ich wollte nicht mit Erektion über den Strand laufen. Ich wusste mir nicht anders zu helfen, als im Wasser zu masturbieren. Ich bin etwas weg von all den abderen Mebschen geschwommen. Ich musste zweimal im Wasser ejakulieren, dass mein Penis wieder abschwellte. Mir war das eigentlich unangenehm, weil an eigentlich nicht im Badesee onaniert. Ich wusste mir nicht anders zu helfen...

Unsere Antwort

Der Tipp mit dem Wasser hat bei dir am See nicht funktioniert – das ist nicht weiter schlimm, bei manchen funktioniert er, bei anderen eben nicht.

Zu dem, dass du im See masturbiert hast: Das ist durchaus eine Option, auch wenn es nicht der übliche Ort dafür ist. Du hast in dem Moment einen Weg gefunden, mit einer für dich schwierigen Situation umzugehen, und das ist gut. Für die Zukunft kann es aber unpraktisch werden, weil eine Erektion oft plötzlich und in unpassenden Situationen kommt – deshalb lohnt es sich, noch ein paar weitere Strategien in der Hinterhand zu haben.

Drei Dinge, die vielen dabei helfen: Bewegung – wenn du dich bewegst, zum Beispiel ein paar Schritte gehst oder schwimmst, lenkt das den Körper ab, und die Erektion geht oft schneller zurück. Gedankliche Ablenkung – wenn du dich bewusst auf etwas ganz anderes konzentrierst, zum Beispiel ein Gespräch oder etwas, das du gerade siehst, hilft das vielen ebenfalls. Und Atmung – ruhiges, bewusstes Atmen kann direkt auf deinen Körper und damit auch auf die Erektion wirken. Probier am besten aus, was bei dir am besten funktioniert.

Als praktischen Kniff kannst du zusätzlich versuchen, deinen Penis in der Badehose hochzuklemmen und dann schnell ein Handtuch zu greifen, das du griffbereit hast.

Ich verlinke dir ein paar Texte zum Thema Beckenbodenmuskulatur – hier kannst du nachlesen, wie eine Erektion funktioniert und wie du über die Atmung Einfluss auf deinen Körper und deine Erektion nehmen kannst. Probier die Übungen dort gerne mal aus.

 

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Frage Nr. 41574 von 23.07.2026

Hallo, ich bin das Mädchen aus der Frage 41495. Seit meinem damaligen Gefühlsausbruch sind einige Tage vergangen, und jetzt habe ich das Bedürfnis zu sagen, dass ich sehr widersprüchliche Gefühle habe. Während mein Ich von vor ein paar Tagen einfach nur einen Moment der Ruhe in Einsamkeit gesucht hat, überkommt mich jetzt ein Gefühl der Traurigkeit, das mich jeden Abend zum Weinen bringt, weil ich Angst habe, allein zu bleiben.

In letzter Zeit habe ich angefangen, mir viele Fragen zu stellen und vor allem über mein Verhalten und das der anderen nachzudenken. Ich bin nun schon vor 12 Jahren aus Italien ausgewandert, was dazu geführt hat, dass ich mich vom familiären Umfeld (Großeltern, Tanten, Onkel, Cousins usw.) entfernen musste. Während ich mich mit meinen Eltern und meinen Freunden wohlfühle, habe ich mich beim Rest der Familie fehl am Platz gefühlt – und tue es auch heute noch. Seit ich weggegangen bin (ich war damals 7 Jahre alt), habe ich mich immer weiter von diesen Menschen entfernt, und vielleicht sie sich auch von mir. Die Erinnerungen aus meiner Kindheit hinterlassen bei mir nur vage Spuren, ich weiß nicht mehr, wie sie mich damals behandelt haben. Ich weiß nur, dass sie ab meinem elften Lebensjahr begonnen haben, mich mit anderen Augen anzusehen. Jedes Mal, wenn ich sie besuchte, war es, als liefe ich durch einen Scanner. Sie starrten meinen Körper an, der sich in dieser Entwicklungsphase verständlicherweise ständig veränderte, und sie beobachteten auch die Entwicklung meiner Persönlichkeit.

Das Problem ist, dass ich schon immer ein sehr sensibler Mensch war und jede Kritik oder jeden Kommentar mit einer zehnmal höheren Intensität aufgenommen habe als ein normaler Mensch. Ich habe sogar allein an den Blicken der Leute gemerkt, wenn etwas nicht stimmte. Das bedeutet, dass ich mich in dieser Zeit, mit 11 Jahren, zutiefst unwohl fühlte, wenn ich durch diesen Scanner lief. Sie machten Kommentare über mich, und ich reagierte in keiner Weise, außer dass ich alles aufsaugte und tagelang und wochenlang über diese Worte nachgrübelte, um sie zu verstehen und zu verarbeiten. Die Kommentare waren positiv, was meine schulischen Leistungen betraf, aber negativ in allem anderen.

Zum Beispiel hatte ich schon immer eine etwas kräftigere Statur (leichtes Übergewicht), und sie gaben mir das so sehr zu spüren, dass ich in Tränen ausbrach (allerdings nie vor ihnen). Aus irgendeinem Grund brachte ich in ihrer Gegenwart dann auch kein Wort mehr heraus: Mein Mund schloss sich instinktiv. Ich setzte mich in eine Ecke und hörte stundenlang zu, ohne den Mund aufzumachen. Als eine Tante dieses Verhalten sah, sagte sie einmal zu meiner Mutter (während ich daneben saß und zuhörte), dass ich vielleicht depressiv sei und mich von einem Spezialisten untersuchen lassen sollte.

Kurz gesagt, ihr Verhalten hat mir nie gefallen, weil sie zu aufdringlich waren; ihre Kommentare, die meiner Meinung nach viel zu heftig formuliert waren, verletzten mich und machten mich wütend. Diese Situation zog sich über Jahre hinweg, und eine besonders wichtige Rolle spielte dabei eine meiner Tanten. Ich weiß noch, dass ich als kleines Kind gerne Zeit mit ihr verbracht und mit ihr gespielt habe. Im Laufe der Jahre jedoch, besonders seit sie ein Kind bekommen hat, scheint sie mir immer egoistischer und egozentrischer geworden zu sein. Die ganze Welt muss sich um sie und ihre Familie drehen. Manchmal kritisiert sie meine Mutter dafür, wie sie uns erzogen hat, und sagt, dass sie es bei ihrem Sohn anders mache. Wenn wir abends per Video mit den Großeltern telefonieren, muss sie immer zeigen oder erzählen, was ihr Sohn an dem Tag Tolles gemacht hat. Wenn hingegen ich erzähle, gibt es keinerlei Reaktion, alle bleiben stumm und niemand scheint sich besonders dafür zu interessieren. Das Gleiche passiert, wenn wir uns persönlich sehen: Ich werde nie beachtet, ja oft werde ich sogar von Witzen oder bestimmten Aktivitäten ausgeschlossen.

Ich habe viel über diese Situation nachgedacht, und ehrlich gesagt empfinde ich nur Wut, Traurigkeit und Angst. Wut über das Verhalten meiner Verwandten, Traurigkeit, weil ich mich falsch fühle und mir wünsche, wie die anderen behandelt zu werden, und Angst, weil ich mich im Moment so allein fühle.

Ich wünschte mir so sehr jemanden an meiner Seite, der mir sagt, dass mit mir alles in Ordnung ist und dass das Problem nicht bei mir liegt. Ich wünschte mir jemanden, der mir die Gewissheit gibt, für mich da zu sein, egal was passiert. Ich habe zwar meine Freunde und meine Eltern, ja, aber mit ihnen kann ich über diese Dinge nicht reden, oder wenn ich es versuche, verstehen sie meinen Standpunkt nicht richtig. Ich wünschte mir jemanden, der mit mir gemeinsam nachdenkt und mir ein wenig Last von den Schultern nimmt.

Zudem bringt mich mein Gedankenkarussell oft dazu, zu glauben, dass das Problem bei mir liegt und dass ich ein schlechter Mensch bin, der dazu bestimmt ist, für immer allein zu bleiben. Das liegt auch an meiner Reaktion auf bestimmte Verhaltensweisen: Während ich das Verhalten meiner Familie die meiste Zeit ignoriere, platze ich ab und zu mit Kommentaren heraus, von denen ich weiß, dass sie Menschen verletzen, die ich aber wegen der vielen angestauten Wut nicht zurückhalten kann.

Ein weiterer Moment, den ich als schwierig empfunden habe, war, als ich derselben Tante erzählte, an welche Universität ich gehen würde. Sie sagte mir, dass das nicht gut sei und es besser wäre, einen anderen Fachbereich zu wählen. Als ich ihr dann sagte, dass ich Übersetzerin werden möchte, antwortete sie, dass ich für diesen Beruf nicht geeignet sei. Ich zählte andere Optionen auf, und sie lehnte sie alle ab (und schlug sogar vor, das Studienfach zu wechseln). Sie hält mich in allem für unfähig. Das hat mir sehr wehgetan, vor allem weil ich in dieser Zeit ohnehin schon sehr unsicher bezüglich meiner Wahl war, und solche Worte zu hören, hat mir sicherlich nicht geholfen. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, jegliche Informationen über die Universität und meine akademische Ausbildung zu verschweigen.

Ich habe große Angst davor, allein zu bleiben, ein schlechter Mensch zu sein, ohne es zu merken, und diese Momente, in denen ich mich einsam fühle, abgewechselt von denen, in denen ich allein sein möchte, verwirren mich sehr. Ich hoffe, ihr versteht, wie ich mich fühle und was mein Problem ist. Ich entschuldige mich, falls die Nachricht etwas chaotisch wirkt, aber im Moment habe ich so ein Durcheinander im Kopf, dass ich es alleine nicht schaffe, Ordnung hineinzubringen. Vielen Dank für eure Antworten!

Unsere Antwort

Keine Sorge, ich finde deine Nachricht weder chaotisch noch anstrengend. Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Genau für Menschen wie dich wollen wir mit unserer anonymen Onlineberatung ein Ort sein, wo Unterstützung möglich ist. Selbst, oder gerade dann, wenn du allein nicht weiter weißt.

Da scheint dich offensichtlich etwas sehr zu berühren. Ich finde es okay, dass du traurig bist und es in dir widersprüchliche Gefühle gibt. Einerseits möchtest du dich für Alleinsein entscheiden, du möchtest aber nicht einsam sein. Vielleicht hilft es dir, in eine Richtung zu denken, wo beides vereinbar ist. Kannst du dir vorstellen, dass es bei anderen Menschen auch beides gibt?

Du beschreibst sehr feine Antennen für die Stimmungen und Reaktionen anderer. Das ist bei dir begleitet von einem sehr unangenehmen Gefühl, bewertet zu werden. Ich finde es sehr schade, zu lesen, dass du außer zu deinen schulischen Leistungen keine positiven Rückmeldungen bekommen hast. Insgesamt klingen die Erlebnisse in deiner Familie wirklich unangenehm. Ich kann verstehen, dass du dich dort nicht wohlfühlst.

Ich finde es schön, zu lesen, wie du heute auf die Situationen blickst. Du erkennst deine Gefühle an. Das ist wichtig. Du bemerkst auch deutlich, was du dir stattdessen wünschst.

Ich lese deine Zeilen: "Ich wünschte mir so sehr jemanden an meiner Seite, der mir sagt, dass mit mir alles in Ordnung ist und dass das Problem nicht bei mir liegt. Ich wünschte mir jemanden, der mir die Gewissheit gibt, für mich da zu sein, egal was passiert. Ich habe zwar meine Freunde und meine Eltern, ja, aber mit ihnen kann ich über diese Dinge nicht reden, oder wenn ich es versuche, verstehen sie meinen Standpunkt nicht richtig. Ich wünschte mir jemanden, der mit mir gemeinsam nachdenkt und mir ein wenig Last von den Schultern nimmt." Da kommt bei mir der Gedanke an eine psychotherapeutische Begleitung auf. Hast du darüber selbst auch schon mal nachgedacht?

Du hast dich ja bereits an uns gewendet und das finde ich einen mutigen Schritt. Du kannst dir auch weiterhin Unterstützung von uns holen, wenn du das möchtest. Für deine klar formulierten Wünsche stelle ich mir vor, dass es eine Person braucht, die mit dir im gleichen Raum ist. Es gibt solche Begleitungen aber in ganz verschiedenen Formaten. Schriftlich - so wie bei uns. Telefonisch - zum Beispiel bei der Telefonseelsorge. Per Video oder in echt. Hier findest du Anlaufstellen. Du kannst auch nach Psychotherapiepraxen in deiner Nähe schauen. Was fühlt sich für dich stimmig an?

Ich hoffe, ich kann dir mit diesen Anregungen etwas weiterhelfen. Falls du den Eindruck hast, dass ich etwas nicht verstehe, melde es mir gerne zurück. Ich bin interessiert daran, zu verstehen, wie ich dir helfen kann.

Unser Fragefenster macht nun Sommerpause. Deshalb kannst du uns erst danach wieder schreiben. Das kannst du gerne tun. Ich bin gespannt, zu erfahren, wie es bei dir weitergeht. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 41573 von 23.07.2026

Sind 10 Irgasmen gesund

Unsere Antwort

Was genau meinst du? Meinst du, ob es ungesund ist, 10 Orgasmen an einem Tag oder hintereinander zu haben? Nein, das ist völlig ok, solange du Spass daran hast. Wenn es sich für dich gut anfühlt und du dich wohl fühlst, ist das kein Problem.

Mach aber eine Pause, wenn dein Geschlecht wund wird, brennt, schmerzt oder gereizt ist. Dann braucht dein Körper Erholung.

Vielleicht merkst du aber, dass du das Gefühl hast, nie genug zu kriegen und dass dir der Drang nach Sex oder Selbstbefriedigung Probleme macht. Dann lohnt es sich, dem genauer nachzugehen. Dazu empfehle ich dir diesen Text.

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Frage Nr. 41572 von 22.07.2026

Hallo.

Ich bin w25. Wie kann ich für einen blowjob(Handjob) üben, wenn ich keinen Freund habe. Ich möchte das können weil ich die Vorstellung sehr erregend finde. Ist es ok wenn die Frau beim blowjob angezogen ist,während er nackt ist. Ich würde mich angezogen wohler bzw sicherer fühlen. Können männer es erregend finden wenn sie die Kleidung an hat.

Unsere Antwort

Blowjob und Handjob sind nicht dasselbe. Beim Blowjob stimulierst du den Penis mit dem Mund. Beim Handjob stimulierst du ihn mit der Hand.

Du musst das nicht vorher perfekt können. Du kannst das am besten mit einer anderen Person zusammen entdecken. Denn nicht alle Männer mögen genau das Gleiche. Wenn du einen Partner hast, kann er dir sagen oder zeigen, was ihm gut gefällt. Auch wenn du auf die Reaktionen deines Gegenübers achtest, kannst du merken, wie es ihm gefällt. Und du darfst auch sagen, wenn du unsicher bist oder etwas langsam ausprobieren möchtest.

Das heisst aber nicht, dass du dich nicht vorher informieren kannst. Ich empfehle dir zum Beispiel die Texte Fellatio: ihm einen blasen (Blowjob) und Handjob: Tipps zu lesen. 

Natürlich ist es okay, wenn du beim Blowjob oder Handjob angezogen bist. Du musst dich nicht ausziehen, wenn du das nicht möchtest. Ja, es gibt Männer, die es erregend finden, wenn die Frau angezogen ist. Andere mögen etwas anderes. Das ist ganz unterschiedlich.

Und noch ein kleiner Hinweis: Beim Oralsex können sexuell übertragbare Infektionen übertragen werden. Ein Kondom kann dich davor schützen. Mehr dazu erfährst du in diesem Text.

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Frage Nr. 41571 von 22.07.2026

Ich stelle mir oft vor das ich mit jungen Mädchen sexssuellen
kontakt haben möchte.
Darum geht es mir noch nicht mal darum mit dem Mädchen
zu Schlafen sondern vor Ihr zu Onanieren.

Unsere Antwort

Hast du nur Fantasien, oder denkst du darüber nach, sie in die Tat umzusetzen? Sexuelle Fantasien sind nicht dasselbe wie Handlungen. Du machst dich nicht strafbar, weil du Fantasien hast. Aber du darfst in der Realität keine sexuellen Handlungen vor oder mit Minderjährigen machen. Das gilt auch dann, wenn es nicht um Geschlechtsverkehr geht. Es liegt in deiner Verantwortung, diese Grenze einzuhalten.

Wie alt bist du? So wie du schreibst, klingt es für mich, als ob du erwachsen bist und von jüngeren Mädchen fantasierst. Dann darfst du diese Fantasien auf keinen Fall in die Tat umsetzen. Du würdest Minderjährigen damit schaden und machst dich strafbar. Du könntest ins Gefängnis kommen, und dein Leben könnte damit zerstört werden. Davor solltest du dich unbedingt schützen. Lies dazu bitte auch unseren Text «Sexuelle Handlungen und das Schutzalter».

Bist du dir bewusst, warum diese Grenze so wichtig ist? Kinder und Jugendliche im Schutzalter können noch nicht begreifen, was sexuelle Annäherungen von Erwachsenen bedeuten würden. Der Schutz von Minderjährigen steht deshalb an erster Stelle. Es liegt daher in deiner Verantwortung, diese Grenze einzuhalten. 

Wenn du Angst hast, dich nicht gut kontrollieren zu können, brauchst du dringend Unterstützung. Das gilt besonders, wenn du darüber nachdenkst, deine Fantasien umzusetzen. Dann empfehlen wir dir das Angebot «Kein Täter werden». Du kannst auch uns jederzeit wieder schreiben.

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Frage Nr. 41570 von 22.07.2026

Hallo liebes Lilli Team. Danke für eure tolle Arbeit.
Ich bin männlich und 18 Jahre. Ich bin gerade mit meinem Fussball Team im Trainingslager. Wir sind ein kleiner Amateurverein. Wir übernachten auf dem Campingplatz in 2er Zelten. Mein Zeltmitbewohner (auch 18 Jahre) ist neu in der Mannschaft und ich habe gleich am ersten Abend gemerkt, dass er auf Männer steht. Er hatte eine Erektion, als er mich unter der Dusche angeschaut hat und im Zelt ist er mir dann auch näher gekommen. Das Ding ist, dass mich sein Körper auch extrem erregt hat. Ich hatte auch eine Erektion. Das kannte ich von mir noch gar nicht. Jedenfalls haben wir uns dann gegenseitig zum Samenerguss gebracht und hatten auch Anal und Oralsex. So ging das jetzt die letzten 3 Abende, dass wir Sex hatten. Ich hab ihm immer gesagt, dass wir leise sein müssen. Die anderen aus der Mannschaft sollen das nicht erfahren. Ich weiß auch gar nicht wie ich damit umgehen soll. Bisher war mir gar nicht bewusst dass ich schwul bin. Ich hatte noch nie Sex mit einem Mann vorher und auch nicht mit einer Frau. Wie gehe ich damit um?

Unsere Antwort

Viele Menschen erleben ihre sexuelle Orientierung nicht von heute auf morgen als eindeutige Gewissheit. Manchmal gibt es Erfahrungen, die überraschen und Fragen aufwerfen.

Du beschreibst, dass dich dein Zeltmitbewohner körperlich sehr erregt hat, ihr beide euch zueinander hingezogen gefühlt habt und der Sex für euch beide einvernehmlich war. Das ist erst einmal eine wertvolle sexuelle Erfahrung.

Finde in Ruhe heraus, welche Bedeutung sie für deine sexuelle Orientierung hat. Du kannst dich fragen: Hat mich vor allem dieser Mensch angezogen oder kann ich mir grundsätzlich vorstellen, Männer zu begehren? Habe ich mich bisher auch zu Menschen anderen Geschlechts hingezogen gefühlt? Hat sich daran etwas verändert?

Es gibt keinen Zeitdruck, dir ein Etikett zu geben. Manche Menschen wissen früh, dass sie homo- oder bisexuell sind. Andere brauchen Zeit und entdecken ihre sexuelle Orientierung erst nach und nach. Manche möchten sich auch gar nicht festlegen. All das ist in Ordnung.

Ich kann gut verstehen, dass du im Trainingslager niemandem davon erzählen möchtest. Gerade im Mannschaftssport kann die Sorge groß sein, wie andere reagieren. Überlege dir in Ruhe, wem du wirklich vertraust. Du bist nicht verpflichtet, dich zu outen oder jetzt sofort mit anderen darüber zu sprechen.

Vielleicht ist auch dein Zeltmitbewohner gerade mit ähnlichen Fragen beschäftigt. Wenn ihr euch beide wohl damit fühlt, könnte ein Gespräch darüber hilfreich sein – zum Beispiel wie ihr die Situation erlebt habt und was ihr euch für die Zeit nach dem Trainingslager wünscht.

Ein praktischer Hinweis: Wenn ihr weiterhin Sex habt, denkt bitte auch an Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen, zum Beispiel durch Kondome beim Analverkehr.

Du hast eine neue sexuelle Erfahrung gemacht, die dich überrascht hat. Gib dir die Erlaubnis, neugierig auf dich selbst zu schauen.

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