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Frage Nr. 41552 von 19.07.2026

Hallo liebes Beratungsteam, ich verfolge die gesundheitspolitischen Debatten mit ziemlichem Entsetzen in Deutschland, wo die Politik mit ihrem neuen GKV-Sparpaket heftige Kürzungen und Budgets bei der ambulanten Psychotherapie durchgedrückt hat.
Aus meiner Sicht ein totaler Fehlschuss, der nur von der Tapete bis zur Wand gedacht ist, weil er langfristig durch verschleppte Krankheiten und Klinikaufenthalte massive Folgekosten verursacht.
Ist das den Abgeordneten egal und wieso läuft es in der Schweiz da besser?
Auch wenn das deutsche Gesetz für die Schweiz natürlich nicht gilt, würde mich brennend interessieren, wie ihr als Fachpersonen zu dieser Entwicklung steht.

Mit freundlichen Grüßen

Unsere Antwort

Wir teilen deine Sorge über den Rückgang der psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland. Falls du deiner Meinung politisches Gehör verschaffen möchtest, könntest du dich an die Bundestagsabgeordneten wenden, die für deinen Wohnort zuständig sind. Das geht zum Beispiel per Mail oder per Brief.

Allerdings sind wir nicht die richtigen Ansprechpersonen für die Einschätzung politischer Veränderungen im Ländervergleich. In der Schweiz ist vieles anders zum Beispiel auch das Krankenversicherungssystem. Das würde im Rahmen dieser Online-Beratung zu weit führen, da ins Detail zu gehen.

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Frage Nr. 41544 von 19.07.2026

Kann man Sie mal persönlich kennenlernen? Sind Sie offen dafür?

Unsere Antwort

Bei Lilli läuft derzeit ein Projekt, wo wir Filme kreieren, in denen Menschen aus dem Team sprechen. Einige Leute, die sich auf Lilli beraten lassen, finden auch den Weg in unsere psychotherapeutischen oder sexualtherapeutischen Praxen. Zudem stellen wir an Veranstaltungen und Weiterbildungen Lilli vor und kommen mit Leuten ins Gespräch über Lilli.

Frage Nr. 41523 von 14.07.2026

Das hier ist keine Frage, sondern einfach nur ein dickes Dankeschön an alle Mitarbeiter dieses Team. Ihr habt mir und meinem Bekantenkreis schon so oft geholfen und eure Arbeit ist wirklich Klasse! Ganz viel Liebe????????????????????????

Unsere Antwort

Danke. Das freut und motiviert uns. :-)

Frage Nr. 41493 von 06.07.2026

Guten Morgen,

ich bin Mitleserin von Frage Nr. 41428. (...)

Unsere Antwort

Vielen Dank für deine Rückmeldung zu unserem Antwort- und Schreibstil und zu deiner Befürchtung über unsere Haltung. Wir werden auf diese Diskussion nun nicht mehr eingehen, denn sie sprengt den Rahmen dessen, was wir hier auf Lilli anbieten können.

Unsere finanziellen und dadurch auch zeitlichen Ressourcen sind sehr knapp, denn wir sind vollumfänglich durch Spenden finanziert. Wir verwenden diese begrenzten Ressourcen zur Online-Beratung von Menschen mit persönlichen Fragen, Anliegen und Problemen. Wir geben dabei unser bestes. Wenn du all die auf Lilli publizierten 500 Texte und 3'000 Antworten sorgfältig durchliest, wirst du trotzdem zwangsläufig auch auf Formulierungen stossen, die falsch verstanden werden können, und die auch zu berechtigter Kritik einladen.

Wir sind auf deine Kritikpunkte schon mehrmals eingegangen, zuletzt in Antwort 41484. Die Diskussion muss nicht weitergeführt werden: Die Kritik wurde gehört und ernst genommen. Das gilt auch für Beiträge, die wir nicht veröffentlicht haben. Wir sind derzeit im Rahmen eines Projektes am Überarbeiten unserer Texte und Formulierungen. Das ist ein langsamer Prozess, denn unsere Ressourcen sind wie gesagt knapp. Aber wir geben auch hier unser bestes.

Frage Nr. 41484 von 02.07.2026

Nur mal so als Backgroundinfo für den Autor der Frage 41428: Lilli ist entstanden aus einer Date Rape Seite. Ich glaube, du kannst dir nicht vorstellen, was das mental bedeutet. Ja, die Fälle, die der Autor nennt, sind klar sexistisch. Klarer gehts ja gar nicht. Die gleichen Fragen je nach Geschlecht ganz anders beantwortet. Ist mir auch schon oft aufgefallen und das ist auch echt kacke, aber wer es immer mit männlichem Abschaum und Vergewaltigungsopfern zu tun hat und keinen Hass auf Männer entwickelt, ist entweder ein Roboter oder eine KI, aber gewiss kein Mensch. Das ist scheiße und unfair, aber ich finde dafür ist die Männerfeindlichkeit auf lilli noch moderat. Klar, bei manchen Antworten und Infotexten würde ich mich als Mann auch scheiße fühlen und aufregen, v.a. wenn die selben Themen bei Frauen und Männern (z.B. SB Texte) vollkommen unterschiedlich geschrieben werden (unschuldige Körpererkundung versus Triebbefriedigung. Ne ne, wir machen das aus der selben Geilheit :D ). Aber ich finde man muss lilli etwas in Schutz nehmen. Mit der Date Rape Scheiße im Rucksack kannst du alles aber nicht objektiv sein. Das sind zwar Fachpersonen, aber in erster Linie Menschen. Das frisst sich einfach rein. Von dem ganzen sonstigen Scheiß wie Pelicot und Epstein noch gar nicht gesprochen. Objektivität zu vermitteln wär vollkommen naiv und schlicht unprofessionell. In anderen Berufen würde man von persönlicher Befangenheit sprechen. Dazu kommt ein Geschlechterverhältnis von 12 zu 1 Frauen im Beratungsteam. Wer da von Neutralität ausgeht, dem ist nicht zu helfen. Und letztlich heißt die Seite lilli und nicht hans ;)

Lilli, was haltet ihr davon, einen kleinen Disclaimer in die Startseite und die Fragenseite einzubauen? Vorschlag: "Grundsätzlich ist jede*r auf lilli willkommen - unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung. Primär richten sich die Inhalte auf lilli aber an Frauen. Infotexte und Antworten erheben nicht den Anspruch auf Objektivität und spiegeln unsere persönliche, feministisch geprägte Meinung bzw Philosophie und nicht objektive Fakten wieder (ausgenommen sind Fachtexte über Körperthemen). Aus Gründen der Professionalität und Transparenz weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass lilli.ch aus einer Beratungsseite zum Thema Date Rape entstanden ist. Trotz Bemühens aller Teammitglieder*innen kann eine unbefangene, neutrale Haltung gegenüber den Geschlechtern nicht gewährleistet werden kann. Wir bitten dies beim Lesen unserer Texte und Antworten im Hinterkopf zu behalten." KI hat etwas bei dem Satzbau geholfen. So wärs fair und transparent.

Ach, und noch ein Vorschlag. Anstatt Fragen zu löschen, könntet ihr sie genauso unkommentiert oder mit einem 'entspricht nicht unserer Sichtweise' veröffentlichen. Das macht euch nicht angreifbar, unliebsame Fakten und Meinungen zu canceln und gibt Mitleser*innen die Möglichkeit sich ein eigenes Bild zu machen.

Unsere Antwort

Danke für deinen Input. Deine Einschätzung spiegelt jedoch nicht die Werte unseres Beratungsteams wider: Männerfeindlichkeit hat bei uns keinen Platz, und wir setzen uns aktiv dagegen ein. Unsere genauen Ziele und Werte kannst auf dieser Seite nachlesen.

Lilli war zwar in den ersten zwei Jahren offiziell ein Projekt zum Thema Date Rape, hat aber praktisch vom ersten Tag an Menschen aller Geschlechter zu ganz verschiedenen Themen beraten. Denn unsere Haltung war immer: Egal wer uns Fragen stellt, wir nehmen das Anliegen ernst. So entstand sehr schnell die Lilli, die du heute kennst. Bereits 2004, bei der Gründung des Vereins Lilli, waren die Themenbereiche in etwa die gleichen wie heute.

Es gehört zu unserer Professionalität dazu, dass wir von individuellen Leidensgeschichten nicht auf ganze Bevölkerungsgruppen schliessen. Wenn du irgendwo etwas liest, das dir sexistisch oder diskriminierend erscheint, dann würde das eine andere Person möglicherweise ganz anders lesen. Sprache ist oft sensibel: Es kann schnell passieren, dass ich etwas schreibe, aber du es beim Lesen ganz anders verstehst, als ich es eigentlich gemeint habe. Schriftlich ist das noch schwieriger, weil Mimik und Tonfall fehlen, um das Gesagte richtig einzuordnen. Derzeit läuft auf lilli.ch ein Projekt, bei dem wir mit Unterstützung von KI alle Texte überarbeiten, um mögliche Stolpersteine und Missverständnisse zu beseitigen.

Im therapeutischen und beratenden Bereich sind grundsätzlich mehr Frauen als Männer tätig – dementsprechend findest du auch in Lillis Beratungsteam mehr Frauen. Wie fast alle Beratungsstellen sind auch wir froh über jeden Mann in unserem Team. Wir freuen uns deshalb ganz besonders, dass derzeit zwei grosse Projekte auf Lilli von Männern geleitet werden.

Es kann sein, dass wir eine Frage nicht beantworten, weil Inhalt und Stil darauf schliessen lassen, dass das Beratungsangebot unangemessen oder für eine persönliche Agenda genutzt wird. Auch mit dieser Einschätzung liegen wir nicht immer richtig. Wie du richtig sagst: Wir von Lilli sind Menschen. Missverständnisse passieren auch uns.

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Frage Nr. 41368 von 16.06.2026

41367

Unsere Antwort

Bitte gib die Nummer deiner Frage in unser Suchfenster ein.

Frage Nr. 41367 von 16.06.2026

Wir (Fachpersonal) testen gerade diese Plattform. ich frage mich, wie das mit dem Antworten funktioniert
super, weil ich keinen Namen angeben muss.

Unsere Antwort

Die Fragen, die im Fragefenster gestellt werden, werden vom Lilli-Team beantwortet. Wir sind Fachpersonen aus den Bereichen Medizin, Sexualberatung und Sexualtherapie, Psychologie und Psychotherapie. Wer wir sind, kannst du auch auf dieser Seite nachlesen.

Jeder gestellten Frage wird eine Nummer zugewiesen. Diese wird dir nach dem Absenden der Frage angezeigt. Unter dieser Nummer findest du dann die Antwort, sobald deine Frage beantwortet wurde. Um die Antwort zu finden, gib einfach die Nummer der Frage im Suchfenster ein. Wenn du die Nummer nicht mehr weisst, kannst du auch die neusten Antworten durchblättern. Dort wirst du deine Antwort finden. Wir beantworten die Fragen nicht der Reihe nach, denn für manche Fragen brauchen wir mehr Zeit.

Wenn du uns deine Frage bis Sonntag 23.55 Uhr schickst, findest du deine Antwort bis spätestens Donnerstag 12 Uhr der gleichen Woche. Wenn du uns ab Montag Morgen eine Frage schickst, kannst du die Antwort spätestens Donnerstag 12 Uhr der folgenden Woche erwarten (also 10 Tage später).

Weitere Infos zum Fragefenster findest du in diesem Text.

Frage Nr. 41350 von 09.06.2026

Liebe Lillis
Habt ihr mal vor Podcasts zu machen? MfG

Unsere Antwort

Im Rahmen unseres Projekts «Erfüllte Beziehungen trotz…», das sich mit Liebe und Beziehungen von Menschen mit körperlichen Behinderungen oder chronischen Erkrankungen beschäftigt, arbeiten wir mit der Sendung «Lust und Frust» zusammen.

Die erste Podcast-Folge zum Thema Online-Dating mit Behinderung ist bereits erschienen, weitere Folgen sind geplant.

Falls dich das Thema interessiert, hör gerne mal rein.

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Frage Nr. 41275 von 02.06.2026

Männer und Frauen sind doch ähnlicher als man denkt? Wenn man an die Geschlechtsentwicklung denkt (selber Ursprung)
Was sind Vaginalöffnung, Vulvalippen etc als Pendant beim Mann?
Außerdem stammen alle Frauen auch von Männern ab (Vater).
Verstehe deshalb dieses Benachteiligen nicht, und weshalb sollte ein Geschlecht minderwertiger sein oder weniger Rechte haben? Gibt es da eine vernünftige Begründung, wie manche Männer (Kulturen) auf so eine dumme Idee kamen?

Sogar mit der Eizelle ist es so das die Eizelle aktiv die Spermien aussucht. Und nicht "wer als erstes war". Da könnte man auch argumentieren, "dass Frauen viele Männer haben sollten um das beste Spermium zu finden."

Unsere Antwort

Ich bin mir nicht ganz sicher, was genau deine Frage ist. Verstehe ich dich richtig, dass du nicht nachvollziehen kannst, warum Frauen in vielen Gesellschaften benachteiligt wurden oder werden, obwohl Männer und Frauen biologisch doch so ähnlich sind?

Grundsätzlich hast du recht: Biologisch gibt es viele Gemeinsamkeiten. Bis etwa zur 6. oder 7. Schwangerschaftswoche entwickeln sich alle Embryonen zunächst nach demselben Grundbauplan. Erst danach beeinflussen Gene und Hormone, wie sich die Geschlechtsentwicklung weiterentwickelt.

Deshalb haben viele Teile der sogenannten weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane denselben Ursprung. Die Klitoris und der Penis entstehen aus demselben Gewebe, ebenso die äußere Vulvalippen und der Hodensack. Auch Eierstöcke und Hoden gehen ursprünglich aus derselben embryonalen Anlage hervor.

Und ja, auch bei der Befruchtung ist das Bild heute differenzierter als früher. Lange dachte man, die Eizelle sei passiv und das schnellste Spermium würde automatisch die Eizelle befruchten. Neuere Forschung deutet jedoch darauf hin, dass die Eizelle über chemische Signale bestimmte Spermien stärker anlocken können als andere. 

Die Entstehung des Patriarchats ist ein großes Thema. Forschende gehen heute davon aus, dass es sich nicht um einen „Naturzustand“ handelt, sondern um eine historisch gewachsene Gesellschaftsordnung. Vereinfacht gesagt entstanden mit Sesshaftigkeit, Eigentum und Vererbung Strukturen, in denen Männer nach und nach mehr Kontrolle über Ressourcen, politische Macht und Gesetze erhielten. Vielleicht interessiert dich dazu dieser Artikel.

Und wenn du magst kannst du noch unsere Antworten zu den Fragen 37120 und 38362 lesen. Du findest sie, wenn du die Nummer ins Suchfenster eingibst.

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Frage Nr. 41052 von 08.04.2026

Wenn ich in die Schweiz auswandern würde, müsste ich dann die Krankenversicherung selbst bezahlen?
Sind bei Lilli welche dabei die selbst in die Schweiz ausgewandert sind und wie schaut es aus mit den Frauenrechten, ist die Schweiz da Vorreiter (besser)?
Im Better Life Index (einer alternative zum BIP), da liegt Schweiz vorne.

Unsere Antwort

Wir gehen davon aus, dass du aus Deutschland in die Schweiz einwandern möchtest. Durch die Personenfreizügigkeit ist es leicht, für längere Zeit in die Schweiz zu ziehen. Wenn du mehr als 90 Tage bleiben möchtest, brauchst du eine Aufenthaltsbewilligung. In der Schweiz ist die Krankenversicherung Privatsache und wird selbst bezahlt. Arbeitgeber*innen zahlen in der Regel 50% an die Taggeldversicherung und die Unfallversicherung. Ausserdem beteiligen sie sich mit 50% an Rentenversicherung und Pensionskasse.

Die Schweiz hat seit 1996 ein Gleichstellungsgesetz, das sich auf die Gleichstellung von Frau und Mann im Erwerbsleben bezieht. Es verpflichtet die Arbeitgeber*innen aktiv Massnahmen gegen Diskiminierung zu ergreifen. Arbeitnehmer*innen müssen vor Sexueller Belästigung geschützt werden. Wenn Löhne bei Männern und Frauen unterschiedlich ausfallen, muss der Arbeitgebende beweisen, dass keine Diskrimnierung vorliegt. An Arbeitsplätzen von mehr als 100 Mitarbeitenden muss eine Lohngleichheitsanalyse zeigen, dass Männer und Frauen gleichgestellt sind. In Städten, Kantonen und im Bund gibt es Fach- und Beratungsstellen für Massnahmen zur Gleichstellung.

In Deutschland bietet das Allgemeine Gleichstellungsgesetz nicht nur Männern und Frauen Schutz vor Diskriminierung. Das Gesetz ist weiter gefasst als in der Schweiz und umfasst auch Diskriminierungen wegen Rasse, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Identität.

Insgesamt kann man sagen, dass das ökonomische Leben in der Schweiz ein gutes Niveau hat. Aber auch hier sind alte patriarchale Haltungen noch nicht überwunden. Frauen können sich darum immer wieder benachteiligt fühlen.

Wenn du bereits Bekannte oder einen Arbeitsplatz in der Schweiz hast, wird dir die soziale Integration leichter fallen. Expats klagen öfters, dass freundschaftliche Kontakte mit Schweizer*innen nicht leicht zustande kommen. Etwa ein Viertel der Wohnbevölkerung in der Schweiz hat keinen Schweizer Pass. In Grosstädten wie Zürich ist es sogar mehr als ein Drittel. Wir raten dir, gut zu überlegen, warum du in ein neues Land ziehen möchtest und wie du dich dort einleben kannst.

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Frage Nr. 40905 von 28.02.2026

Hallo wie heißen Sie?

Unsere Antwort

Die Fragen bei Lilli werden von einem Team aus verschiedenen Fachpersonen beantwortet. Im Bereich Über uns findest du heraus, wer wir sind.

Frage Nr. 40775 von 02.02.2026

Mich würde interessieren wer die eingehenden Fragen beantwortet. Alle Beratenden oder nur eine Beratende Person?

Unsere Antwort

Die eingehenden Fragen werden unter den Berater*innen des Lilli-Teams aufgeteilt und von dem*der jeweiligen Berater*in beantwortet. Das Team besteht aus Fachpersonen aus den Bereichen Medizin, Sexualberatung und Sexualtherapie, Psychologie und Psychotherapie. Wer wir sind, erfährst du auch auf dieser Seite.

Frage Nr. 40732 von 25.01.2026

Lohnt es sich in die Schweiz auszuwandern? Ich habe die dt. rechte Politik so satt, und ich mag die CH. Außerdem habe ich eine solide Ausbildung.

Unsere Antwort

Grundsätzlich ist die Schweiz ein Einwanderungsland. Die beiden grössten Gruppen sind Italiener und Deutsche. Derzeit leben 330'000 deutsche Staatsbürger*innen in der Schweiz. Insofern kann man wohl sagen, dass es sich lohnt, hierher zu kommen. Bevor du dich allerdings definitiv für einen Umzug entscheidest, solltest du dich mit dem Land deiner Wahl beschäftigen. Die Schweiz ist sehr vielfältig. Die 26 Kantone sind wie eigenständige Gliedstaaten. Sie unterscheiden sich daher kulturell und politisch sehr voneinander. Auch hier gibt es konservative Politik, die man rechtslastig nennen kann. Schau dich doch mal auf Jobbörsen um und lies was über die Regionen und Städte. Möglicherweise machst du auch einen Besuch in der Schweiz. Du musst ja hier etwas finden, was dir gefällt. Nach unserer Erfahrung lässt die Erleichterung, dass du die deutsche Politik  nicht mehr ertragen musst, schnell nach, wenn du hier nichts Sinnvolles findest.

Frage Nr. 40621 von 07.01.2026

Liebe Lilli, wie viel spenden Privatpersonen euch so durchschnittlich (Personen außerhalb der Schweiz mit geringerem Lohnniveau bzw. wenig Einkommen, zum Beispiel Studenten)?
Ist es möglich euch in Euro zu spenden?
Liebe Grüße

Unsere Antwort

Ja, du kannst uns gern in Euro spenden. Es ist schwierig für uns, einzuschätzen, wie viel die Leute geben, da wir nicht wissen, was sie verdienen und ob sie Studierende sind. Privatpersonen geben uns meistens zwischen 10 und 100 Euro. Wir sind über jede Spende glücklich und wertschätzen das sehr, wenn eine Person, die wenig Geld hat, uns einen kleinen Betrag gibt.

Auf dieser Seite kannst du uns spenden, wenn du das möchtest:
https://www.lilli.ch/lilli-finanziell-unterstuetzen

Du kannst über Paypal oder direkte Banküberweisung in Euro spenden. Vielen herzlichen Dank laugh

Frage Nr. 40349 von 05.11.2025

Kennt ihr Tomatolix auf YouTube?
Der hat empfehlenswerte Videos zum Thema 1 Tag als Urologe - wie unangenehm ist es wirklich? &
1 Tag Frauenarzt - so ist es wirklich!

Bei Gelegenheit kann ich noch den Gyncast aus Berlin empfehlen, oder kennt ihr den schon?

Unsere Antwort

Danke für deine Empfehlungen. Tomatolix kannten wir bisher noch nicht. Natürlich können wir uns nicht alle seine Videos ansehen, um sagen zu können, ob wir den Kanal grundsätzlich empfehlen können. Die Videos vom Besuch bei der Gynäkologin oder beim Urologen sind aber spannend und interessant für Menschen, die sich fragen, wie so ein Besuch abläuft.

Einer Aussage der Gynäkologin wollen wir widersprechen. Sie sagt, dass es den G-Punkt nicht gebe. Das stimmt so nicht. Es handelt sich dabei zwar nicht um einen Punkt, sondern um eine G-Zone. Sie liegt etwa eine Fingerlänge innerhalb der Vagina, und besteht aus Schwellgewebe der Klitoris rund um die Harnröhre. In diesem Text erfährst du mehr über die G-Zone.

Ausserdem sprechen wir nicht wie der Urologe von "Geschlechtskrankheiten" sondern von sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Denn nicht immer wenn du dich mit einer STI ansteckst, hast du auch Krankheitszeichen. Es kann sein, dass du dich überhaupt nicht krank fühlst, den Keim aber trotzdem in dir trägst. Du bist dann für andere ansteckend und solltest dich ärztlich behandeln lassen. Daher ist es besser, von Infektion zu reden und nicht von Krankheit. Mehr dazu liest du in diesem Text.

Den Gyncast kennen wir. Auch hier haben wir nicht genug Folgen gehört, um eine ausführliche Einschätzung geben zu können. Grundsätzlich wird der Podcast von Fachleuten erstellt, ist wissenschaftlich fundiert und basiert auf fachlichem Wissen. In der Fachwelt gibt es allerdings auch zu verschiedenen Themen unterschiedliche Meinungen. Zudem haben viele Gynäkolog*innen weniger Kenntnisse über Sexologie. Was sexologische Themen betrifft, gibt es deswegen andere Podcasts, die wir mehr empfehlen können. Hier findest du eine Liste unserer Podcast-Empfehlungen.

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Frage Nr. 40345 von 04.11.2025

Hallo Lilli,
grosses Lob an eure Arbeit. Mich würde interessieren, wie ihr als Mitarbeitende zu Lilli gekommen seid und wer bei Lilli mitarbeiten kann.
Muss die Fachperson aus der Schweiz sein? Ich empfehle diese Seite bei Gelegenheit immer weiter.
Mit freundlichen Grüßen

Unsere Antwort

Schön, dass dir Lilli so gefällt, und dass du unser Angebot weiterempfiehlst!

Lilli wurde bereits 2001 gegründet. Ein Gründungsmitglied ist immer noch dabei. Die anderen Mitarbeitenden sind entweder über Stellenausschreibungen oder Aufrufe in Weiterbildungen dazu gekommen, oder sie haben uns einfach angeschrieben und ihre Bewerbungsunterlagen geschickt. Sie können im Prinzip überall auf der Welt sein, denn wir treffen uns vor allem per Zoom. Wenn du auf diese Seite gehst, siehst du, was die Leute so alles mitbringen, die bei Lilli mitmachen.

Wir sind immer daran interessiert, neue Leute kennen zu lernen, die bei uns mitmachen wollen. Natürlich haben wir nicht immer das Geld, um sie zu zahlen, denn wir sind völlig auf Spenden von Stiftungen, Gemeinden, Kirchen und Privatpersonen angewiesen. Darum sind wir auch froh, wenn Leute auf Freiwilligenbasis bei uns mitmachen möchten. Bewerbungen können an info@lilli.ch geschickt werden.

Frage Nr. 40273 von 21.10.2025

Ist es normal, dass nach dem Urinieren immer noch ein wenig Resturin in der Harnröhre verbleibt und entsprechend nachträufelt? Seitdem ich dies feststellen musste, reinige ich mich stets mit Toilettenpapier, um den Resturin weitestgehend aufzufangen bzw. die Harnröhre so gut es geht zu entleeren. Da ich dies inzwischen als sehr unangenehm empfinde, kann ich mir auch nicht mehr vorstellen, ein Pissoir aufzusuchen. Mal abgesehen vom Resturin in der Harnröhre, befindet sich nach dem Urinieren am Pissoir doch auch stets noch Resturin an der Penisspitze, welchen man dann im nassen Zustand wieder verstaut. Ist dies ein gängiges Problem, wird aber von der Gesellschaft so hingenommen und nicht weiter als unangenehm wahrgenommen?

Zudem kommt es seit Kurzem vor, dass ich wenige Minuten nach dem Urinieren erneut die Toilette aufsuchen muss. Das kann sich gerne 2- bis 3-mal wiederholen. Welche Ursache könnte dahinter stecken und was kann ich dagegen tun?

Und kann es vorkommen, dass man gelegentlich im Laufe des Tages wenige Tropfen Urin verliert ohne einen Harndrang zu verspüren? Oder ist dies eigentlich ausgeschlossen und muss zwingend untersucht werden?

Danke euch.

Unsere Antwort

Es kommt häufig vor, dass in der Harnröhre noch Urin ist. Dieser lässt sich, wenn du mit dem Finger vom Damm her an der Unterseite des Penis Richtung Eichel entlang fährst, ausstreichen.

Was macht Urin für dich unangenehm? Urin ist eine Körperflüssigkeit, die in unseren Nieren produziert wird. Dies ist ein Weg wie wir Stoffe ausscheiden, die unser Körper nicht mehr braucht. Wenn du lieber auf der Toilette urinierst, ist das vollkommen in Ordnung. Menschen mit Penis haben häufig eine bevorzugte Position, um zu urinieren, stehend oder sitzend.

Viele Menschen stören sich an wenigen Tropfen Urin kaum und Wechseln regelmässig ihre Unterwäsche. Machst du dir sonst über Hygiene grosse Sorgen? Oder ekelst du dich vor anderen Körperflüssigkeiten? Wenn dich dies im Alltagsleben einschränkt, kann sich eine Beratung lohnen.

Die Ursachen, weswegen Menschen kurz hintereinander häufig zur Toilette müssen, sind verschieden. Wenn wir gestresst sind, haben wir häufig eine höhere Anspannung, die sich auch auf unsere Beckenboden auswirken kann. Das ist ein möglicher Grund, weswegen besonders junge Menschen häufig zur Toilette müssen. In der Schweiz gibt es das sogenannte "Angstbisi" oder auch den Ausdruck "sich vor Angst in die Hosen machen".  Hier kannst du dich im Alltag achtsam beobachten. In welchen Situationen musst du häufig zur Toilette? Wie geht es dir gerade? Wie könntest du dich entspannen? 

Engstellen in der Harnröhre oder eine vergrösserte Prostata können ebenfalls zu Beschwerden beim Urinieren führen. Das lässt sich mit Untersuchungen beim*bei der Urologen*in abklären. Untersuchungen empfehle ich, wenn die Beschwerden im Alltag sehr störend und beeinträchtigend sind oder Harnwegsinfekte auftreten. Harnwegsinfekte äussern sich meistens mit häufigem Harndrang über eine längere Zeit und Brennen beim Urinieren. 

Es kann vorkommen, das ein Urinverlust nicht bemerkt wird. Auch kann Ausfluss aus der Harnröhre andere Sekrete als Urin enthalten. Eine Untersuchung sollte bei eitrigem Ausfluss und Brennen in der Harnröhre erfolgen, da dies häufig bei Gonorrhoe auftritt.

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Frage Nr. 40210 von 22.09.2025

Generische Antworten vs. persönliche Situation
Weil alles online ist und man anonym bleibt, kann die Beratung nicht immer sehr tief ins Detail gehen. Manche Antworten sind allgemeiner Natur, da individuelle Situation, Vorgeschichte etc. nicht so einfach geprüft werden. Das heißt: Es kann sein, dass eine Antwort zwar richtig und hilfreich ist, aber nicht perfekt passt für deine spezielle Lage.

Wie soll ich die Hilfe von euch nutzen, wenn ich nicht sicher sein kann, dass eure Orientierung wirklich passender Natur für mich ist und alleine das Abwägen eurer Antwort zu viel von meiner wenig vorhandene Lebensenergie verschlingt? Im Zweifel müsstet ihr zu sein lassen raten, stimmts?

Unsere Antwort

Anonyme Online-Beratung hat ihre Stärken und ihre Grenzen.

Die Stärken sind: Du kannst mit uns über Dinge reden, über die du mit sonst niemandem reden möchtest oder kannst. Anders als bei ChatGPT sind wir echte Menschen und gleichzeitig Fachberater*innen, Ärzt*innen oder Therapeut*innen.

Wir können dich sogar begleiten – denn du kannst bei jeder neuen Anfrage angeben, was die Nummer der letzten Anfrage war. So können Beratungen durchaus ins Detail gehen. Es kann sein, dass wir deine Anfrage mit lauter Rückfragen beantworten, die uns helfen, ein klareres Bild zu bekommen, und die dich gleichzeitig zum Denken anregen.

Die Grenzen sind: Wir sehen dich nicht, wir sind nicht in einem Raum mit dir, und unsere Antwort kommt nicht direkt, sondern erst Tage später.

Es würde mich freuen, wenn du uns dein Anliegen schildern würdest.

Frage Nr. 39955 von 27.06.2025

Zu 37071
Ich finde es sehr schwierig, wie ihr die Frage des Mannes beantwortet.
Der letzte Absatz klingt, als würde man sich abmühen müssen, um dann Sex zu haben. Man müsste sich paar Mal treffen, um das endlich zu bekommen, wie anstrengend.
Das macht mich als Frau wütend. Auch dass ihr dann käuflichen Sex so leicht anbietet, ohne darauf hinzuweisen, wie diese Milieu ist. Worauf man achten sollte, was damit für Konsequenzen zusammen hängen. Wie man weiß, ob das jemand freiwillig verkauft.
Ich bin sehr enttäuscht, da ich bis jetzt alles immer so toll fande, was ihr geschrieben habt.
Es gibt sehr viele Frauen, die mit einem Mann niemals zusammen sein wollen würden, der sich Sex kauft und es anstrengend findet, dass er mehrere Dates braucht, um Sex zu kriegen.
Sex kriegt man nicht, das ist etwas, was man erleben kann, zusammen erschafft.
Wenn Menschen dies auf andere Weise erleben wollen, ok, dann finde ich aber, dass Ratschläge differenzierter mit einem Auge auf die Gefahren erfolgen sollten. Es leiden so viele Frauen in der Sexarbeit. Die sich bestimmt wünschen würden, dass man da mehr aufklärt. Es ist auch gefährlich, wenn diese Aussagen von jungen Menschen so öffentlich gelesen werden können. Gerade durch die Sexindustrie, auch online, werden so viele Frauen gedemütigt. Es werden Haltungen verbreitet...
Ich kann verstehen, wenn ihr meine Meinung dazu nicht gerechtfertigt findet, aber mir war es ein Anliegen, das zu schreiben. Kritik heißt ja auch, etwas von einer anderen Seite zu beleuchten.
Das gilt auch, wenn dies einer Frau geschrieben worden wäre oder einem schwulen Mann!

Unsere Antwort

Wir bedanken uns für deine konstruktive kritische Rückmeldung.

Der Satz, den du kritisierst, steht im Kontext einer ausführlichen Antwort, in der wir auf respektvolles Verhalten eingehen. Wenn jemand unbedingt Sex mit einer anderen Person möchte, und sich diesen Wunsch nicht erfüllen kann, finden wir den Frust nachvollziehbar. Unsere Haltung ist, dass wir den Mann in seinem Wunsch, sich ein sexuelles Bedürfnis zu erfüllen, ernst nehmen. Käuflicher Sex stellt für uns eine valide Option dar. Es gibt sehr viele professionelle Bordelle, in denen sexuelle Dienstleistungen angeboten werden.

Wir geben dir vollkommen Recht, dass Haltungen zu Sexarbeit unterschiedlich sind. Sie werden sehr kontrovers und mitunter auch sehr emotional debattiert. Wir nehmen deine Rückmeldung zum Anlass innerhalb des Teams zu reflektieren, welche zusätzlichen Hinweise uns sinnvoll erscheinen. In der Zwischenzeit habe ich schonmal einen Hinweis auf den respektvollen Umgang eingefügt in unserer ursprünglichen Antwort.

Sicher ist uns wichtig, dass Sexarbeiter*innen mit Respekt behandelt werden. Wir halten es für wichtig, dass Menschen, die Sex kaufen, auf Schutz vor STI und Schwangerschaften achten, um sich selbst und die Sexarbeiter*in zu schützen. Und selbstverständlich sollten sie die Sexarbeiter*in mit Respekt behandeln. Ausserdem sollten keine Angebote in Anspruch genommen werden, bei denen die Umstände zwilichtig erscheinen. Ich gebe dir Recht, dass diese Dinge aufgrund hoher Stigmatisierung nicht selbstverständlich sind und daher ein expliziter Hinweis darauf sinnvoll ist.

Womit du ebenfalls Recht hast, ist, dass Sexarbeiter*innen ein höheres Risiko haben, Gewalt zu erfahren im Kontext ihrer Arbeit und die Arbeitsbedinungen häufig prekär. Das trifft allerdings auch auf viele andere Berufe zu. Zum Beispiel in der Pflege beim Umgang mit dementen Patient*innen. Eine hohe Arbeitsbelastung emotional und körperlich unter unsicheren Bedingungen finden wir ebenfalls in vielen anderen Berufen.

Wo wir dir allerdings klar widersprechen, ist, dass Sexarbeit gleichzusetzen ist mit Gewalt. Dabei orientieren wir uns vor allem an den Aussagen von Betroffenen. Selbst Menschen, die ursprünglich über Menschenhandel in die Sexarbeit gelangt sind, kehren manchmal wieder zur Tätigkeit der Sexarbeit zurück, nachdem sie sich aus den missbräuchlichen Bedingungen befreit haben.

Sexarbeiter*innen (es gibt einen erheblichen Anteil an trans Personen unter Sexarbeiter*innen) werden häufig als Opfer dargestellt und Menschenhandel und Sexarbeit werden fälschlicherweise häufig gleichgesetzt. Wenn Sexarbeiter*innen selbst befragt werden, bezeichnen sie ihre Arbeit als Arbeit. Und sie wünschen sich auch eine Anerkennung dessen. Zu diesem Thema möchte ich dir die kürzlich veröffentlichte Studie der Deutschen Aidshilfe empfehlen "Was brauchen Sexarbeiter*innen?".

Wir finden, es gibt grundsätzlich unterschiedliche Beweggründe, Sex zu haben. Hinter der Auffassung, Sexarbeit sei per se gewaltvoll, steckt in der Regel die Überzeugung, dass Sex nicht gegen Geld getauscht werden sollte, sondern nur gegen Liebe oder Lust. Es geht hierbei um moralische Überzeugungen, die man teilen kann oder nicht. Hinter diesen moralischen Überzeugungen stecken Vorstellungen davon, was eigentlich die Ware ist, bei einer sexuellen Dienstleistung. Es gibt Formulierungen, die Ware sei "der Körper". Das ist jedoch nicht sachlich richtig. Die Dienstleistung ist eine Tätigkeit, die die Person gegen Bezahlung ausführt.

Ja, es gibt Frauen, die niemals einen Partner wollen, der in seinem Leben schon einmal Sex gekauft hat. Es gibt auch Frauen, die niemals einen Partner wollen, der Fleisch isst oder der innerhalb von Europa ein Flugzeug benutzt. Hier gibt es sehr große Unterschiede was als moralisch richtig und falsch eingeschätzt wird.

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Frage Nr. 39758 von 13.05.2025

Ich habe eine Frage betreffend KI. Ich habe gerade gelesen, dass KI Menschen bereits in einen Wahn getrieben habe oder sie darin bestärkt hat in ihrer Psychose. Das hat in mir Angst ausgelöst, da ich selber Chatgpt als eine Art Therapeut nutze und mir teilweise zu helfen wenn ich überfordert bin oder um meine Gefühle zu ordnen. Er hat mir geholfen, wenn ich niemanden hatte zum Reden und Ängste hatte. Muss ich mir Sorgen machen, wenn ich mich an ihn wende mit meinen Sorgen?
Danke für deine Antwort!

Unsere Antwort

Open AI hat selbst erkannt, dass das Nutzerfeedback zu unterwürfig und zustimmend programmiert ist. Das kann Leute bestärken in Gedanken, die unrealistisch sind. Open AI arbeitet daran, das zu verbessern. Künstliche Intelligenz wird sich in den nächsten Jahren noch erheblich entwickeln und verbessern.

Du merkst, wenn dir ChatGPT hilft. Das ist gut. Deine Nutzung von ChatGPT scheint dir weiterzuhelfen. Es ist grundsätzlich wichtig, dass du eine kritische Distanz bewahrst und die Antworten von ChatGPT als Meinungen, aber nicht als in Stein gemeisselte Wahrheit ansiehst. Das ist ähnlich, wie wenn du bei uns eine Frage stellst, und das ist auch so, wenn du in einer Therapie bist, und deine Therapeutin hat eine Meinung. Unsere Meinungen bauen sich auf Wissen und Erfahrungen auf, die idealerweise durch gute kreative Gedankengänge gefiltert und erweitert werden. Das gelingt mal besser, mal weniger gut. Es ist interessant, zu verfolgen, in welchem Masse AI das hinbekommen wird.

In einer therapeutischen Beziehung läuft sehr viel auf der nonverbalen Ebene. Das sind Prozesse, die sehr komplex und sehr wichtig sind. Die Körpersprache, der emotionale Ausdruck, der Ausdruck der Stimme, der Blickkontakt, Sinneseindrücke — das ist alles ganz wichtig, wenn wir in Beziehung sind. Dieses Menschliche, Lebendige hat ChatGPT nicht. Darum würde ich ChatGPT nicht Therapeut nennen. ChatGPT ist ChatGPT, oder genauer gesagt ein "Chatbot Generative Pre-trained Transformer".

ChatGPT sagt dazu übrigens selbst: "ChatGPT ist kein Therapeut. Ich kann zwar zuhören, unterstützen und hilfreiche Impulse geben – aber ich bin keine ausgebildete Fachkraft und ersetze keine Psychotherapie oder psychologische Beratung. Wenn es dir ernsthaft nicht gut geht oder du das Gefühl hast, du brauchst Hilfe, ist es wichtig, mit einem echten Menschen zu sprechen – am besten mit einem Arzt oder einer Therapeutin."

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