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Fragen & Antworten:
Ich und die anderen

Frage Nr. 41256 von 27.05.2026

Hallo Lilli
Meine Oma ist ein Zwilling.
Hab ich damit höhere Wahrscheinlichkeit für Zwillinge?

Unsere Antwort

Allgemein liegt die Wahrscheinlichkeit, in Mitteleuropa Zwillinge zu bekommen, bei etwa 3 %. Mit zunehmendem Alter der Mutter sowie durch Fruchtbarkeitsbehandlungen kann diese Wahrscheinlichkeit weiter ansteigen. Gibt es bereits Zwillinge in der mütterlichen Verwandtschaftslinie, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit zusätzlich und liegt häufig im Bereich von etwa 4–8 %.

 

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Frage Nr. 41247 von 26.05.2026

Wenn man Trans ist wie wechselt man dann das Geschlecht?

Unsere Antwort

Was meinst du mit: das Geschlecht wechseln? Trans Menschen sind Menschen, deren inneres Wissen darüber, welches Geschlecht sie haben, nicht mit der Zuweisung bei der Geburt übereinstimmt. Es ist also nicht so, dass trans Personen ihr Geschlecht wechseln. Eher gehen sie verschiedene Schritte, damit ihr Leben und ihr Körper besser zum eigenen Geschlecht passen.

Bei manchen trans Personen kann das zum Beispiel so aussehen, dass sie sich auf eine bestimmte Weise kleiden oder ihr Aussehen verändern. Manche ändern ihren Namen, ihre Pronomen oder offizielle Einträge wie den Geschlechtseintrag. Und manche machen auch größere körperliche Veränderungen, zum Beispiel indem sie Hormone nehmen oder sich operieren lassen. Welche Schritte jemand geht, ist ganz unterschiedlich. Nicht alle trans Personen wollen oder brauchen das Gleiche. Manche machen nur wenige Veränderungen, andere mehr. Mehr zu dem Thema erfährst du in diesem Text.

 

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Frage Nr. 41242 von 25.05.2026

Ich weiblich 13 Jahre wollte mal fragen ob ihr es normal findet wenn ein Vater Kommentare zum Körper seiner Töchter abgibt. Unser Vater hat z.B. zu meiner Schwester (17) schon oft gesagt das sie "schöne lange Beine" hat. Zu mir das ich einen "tollen sportlichen Körper" habe oder er sagt wie schön meine Haare sind. Letztens meinte er auch dass wir beide (meine Schwester und ich) ja kleine Hände haben und hat dann seine Handgröße mit unseren verglichen. Ist das eher "harmlos" oder sollte ein Vater solche Kommentare sein lassen? Meine Freundin meinte sie findet es nicht schlimm als ich das mal angesprochen hatte aber ich finde es manchmal unangenehm. Was sagt ihr dazu? Danke schon mal

Unsere Antwort

Wie du im Gespräch mit deiner Freundin merkst, finden nicht alle Menschen Bemerkungen zum Körper unangenehm. Du hast aber recht: Eltern sind beeinflussen mit solchen Bemerkungen das Körperbild ihrer Kinder. Die «schönen langen Beine» oder der «sportliche Körper» können so zu deinen eigenen Normen werden. Die Folge kann sein, dass du deinen eigenen Körper und den Anderer dauernd bewertest. Wenn du die Bermerkungen und Handlngen deines Vaters unangenehm findest, rede mit ihm. Wahrscheinlich möchte er deine Schwester und dich nur loben. Du kannst ihm klar machen, dass du solche Bemerkungen nicht als Wertschätzung, sondern als Beurteilung erlebst. Bitte ihn darauf Rücksicht zu nehmen. Du bist auf dem Weg eine erwachsene Frau zu werden. in unserem Infotext «Wie fühle ich mich in meiner Haut als Frau wohler?». Darin geben wir Tipps zum Wohlfühlen IM Körper. Du findest dort auch Übungen, wie du dich vom beurteilenden Blick von Aussen lösen kannst.

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Frage Nr. 41199 von 15.05.2026

Ich habe eine Zwangsstörung und ADHS vom Typ Unaufmerksam.
Wenn man berichtet, dass man schon als Kind Zwänge gehabt habe, dann denken manche Fachpersonen das ihre Patienten dann kein ADS haben. Das finde ich fatal, denn Patienten können sehr wohl unterscheiden, wenn sie sich gut kennen. Außerdem hatte ich Zwänge nicht durchgehend in meinem Leben und hatte trotzdem Probleme.
Ich wurde im Jugendalter diagnostiziert und die Zwänge sind ein Versuch damit fertig zu werden.
Aktuell habe ich die Zwänge im Griff, jedoch wurde mir von einer ADHS-Medikation abgeraten, da es wohl Zwangsstörungen verschlimmern kann, stimmt das?
Ich leide im Alltag ja so oder so und bin auch ohne die Zwänge fast am Burnout dran.
Meine Psychologin, die mich schon jahrelang kennt sagt, ich habe AD(H)S, zeigt auf woran sie es erkennt und erklärt wie ich damit umgehen kann.
Jedoch darf sie keine Diagnose stellen, oder? Kann die Diagnose von früher noch anerkannt werden oder ist die "zu alt"?

Unsere Antwort

Du stellst uns eine psychiatrische Frage, die wir dir nicht fachkompetent beantworten können. Wir raten dir, einem Psychiater deine Fragen zu stellen. Wir sind der Meinung, dass deine Psychotherapeutin/Psychologin eine Diagnose stellen darf, wenn Sie eine Praxisbewilligung (CH) hat oder eine Approbation (D) haben.

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Frage Nr. 41197 von 15.05.2026

Hey. Mir gehts grd richtig beschissen. Gerade eben haben unsere Eltern gesagt das sich mein Vater in seine beste Freundin berliebt hat und ihr geht es genau so. Jetzt habe ich nocch mehr schoss das es bei mir den Bach heruntergeht, ich habe ja schon genug Soziale und psychische probleme...
Was soll ich tun????

Unsere Antwort

Es ist nun ein paar Tage her, dass du uns geschrieben hast. Wie geht es dir in diesem Moment damit? Wenn die elterliche Beziehung auseinandergeht, kann das für die Kinder sehr verunsichernd sein. Vielleicht fühlst du dich aktuell nicht besonders wohl zuhause, vielleicht ist die Stimmung angespannt.

Es ist herausfordernd in stürmischen Zeiten Halt zu finden. Das ist jetzt deine Aufgabe. Wo findest du Sicherheit und Stabilität? Alles, was dir ein gutes Gefühl gibt und dir Halt gibt, ist jetzt eine gute Idee. Es war also auch eine sehr gute Idee, dass du uns geschrieben hast.

Offensichtlich machen deine Eltern gerade starke Veränderungen durch und du bist sowieso schon herausgefordert. Zusätzliche Ungewissheit fühlt sich da einfach zu viel an. Du musst da nicht allein durch. Such dir Unterstützung. Freund*innen oder Verwandte, denen du vertraust, können dir beistehen oder für Ablenkung sorgen. Bist du wegen der psychischen Probleme in psychotherapeutischer Behandlung? Auch eine Psychotherapie kann wichtige Stabilisierung bieten.

Alles in allem hilft auch eine möglichst unaufgeregte Sicht auf die Dinge - selbst wenn es schwerfällt. Du schreibst, du hast Angst, dass es bei dir den Bach runtergeht. Was könnte sonst geschehen? Du weisst noch nicht, wie sich diese Veränderung auf dein Leben auswirken wird. Es ist möglich, dass sich einige Dinge positiv wenden werden und du in ein paar Jahren zurückblickst und denkst, dass es letztlich auch etwas gutes hatte. Damit möchte ich nicht schönzeichnen, aber dir die Möglichkeit eröffnen, verschiedene Möglichkeiten zu denken.

Auch wir sind weiterhin für dich da. Schreib uns einfach wieder, wenn wir etwas für dich tun können. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 41195 von 15.05.2026

Ich setz mal eben eine Trigger Warnung. Ich hab dieses sehr seltsame Problem, dass wenn ich als lesbische Frau irgendwo mitbekomme, dass eine lesbische Frau, was mit einem Mann hat, ich richtig wütend werde, obwohl ich die noch nicht mal kenne. Da ist so ein Drang, dass ich das auch unbedingt wissen will. Vor allem wenn die in der Öffentlichkeit stehen, dass ich mich direkt schützen will, dass die Leute nicht denken, dass ich das auch mache oder dass ich das jemals gemacht habe. Ich bin an einem Punkt, ich versteh mich selber nicht, mich belastet das. Ich möchte auch alle Frauen aussortiert aus meinem Leben, die sich als lesbische labeln und was mit Männern haben. Ich weiß nicht, warum ich dieses Bedürfnis habe. Für mich fühlt sich das an, als wäre ich die einzige lesbische Frauen, die noch nie was mit einem Mann hatte und deswegen stelle ich diese sexuelle Orientierung komplett infrage. Für mich wirkt das mittlerweile auch gar nicht mehr wie eine sexuelle Orientierung wie heterosexuell oder bisexuell, sondern einfach nur wie eine künstlich konstruierte politische Identität. Ich weiß, dass das schwierige Gedanken sind, die ich hier gerade äußere aber ich weiß nicht wohin damit und wie ich das ablegen kann.

Unsere Antwort

Danke, dass du das so offen ansprichst. Dass du bemerkst, wie stark dich das belastet und dass du es verstehen möchtest, ist erstmal etwas Wichtiges.

Es scheint dich nicht nur wütend zu machen, sondern auch tief zu verunsichern. Fast so, als würde das Verhalten anderer Frauen etwas in dir erschüttern oder bedrohen – vielleicht dein eigenes Verständnis davon, was lesbisch sein bedeutet oder was deine eigene Identität für dich sicher macht.

Du beschreibst auch einen starken Wunsch nach Abgrenzung und Eindeutigkeit. Das kann manchmal entstehen, wenn etwas innerlich sehr fragil oder existenziell erlebt wird. Dann wirkt jede Ausnahme plötzlich wie eine Gefahr für das eigene Gefühl von Orientierung oder Zugehörigkeit.

Dass andere Frauen andere Erfahrungen gemacht haben als du, bedeutet aber nicht automatisch, dass deine eigene sexuelle Orientierung weniger real oder weniger gültig ist. Menschen kommen auf sehr unterschiedliche Weise mit ihrer Sexualität, ihrem Begehren, gesellschaftlichem Druck oder ihrer Biografie in Kontakt. Daraus lässt sich keine allgemeine Regel ableiten, die deine eigene Erfahrung entwertet.

Außerdem wichtig: Auch schwierige oder widersprüchliche Gedanken und Gefühle dürfen sein. Entscheidend ist der Umgang damit: sich so zu verhalten, dass es andere nicht verletzt, sondern sich eher für die eigenen Reaktionen zu interessieren.

Vielleicht lohnt es sich, den Blick weniger auf andere Frauen zu richten und mehr darauf, was innerlich in dir passiert, wenn du mit solchen Geschichten konfrontiert wirst. Sehr starke emotionale Reaktionen entstehen oft dort, wo etwas Eigenes berührt wird – zum Beispiel ein Bedürfnis nach Sicherheit, Eindeutigkeit, Zugehörigkeit oder danach, mit der eigenen Identität gesehen und ernst genommen zu werden.

Und gleichzeitig möchte ich dir sagen: Für die meisten lesbischen Frauen ist Lesbischsein keine „künstliche“ oder rein politische Identität, sondern ein sehr tiefes persönliches Erleben von Anziehung, Verbundenheit und innerer Stimmigkeit. Dass manche trotzdem Erfahrungen mit Männern gemacht haben oder machen, kann ganz unterschiedliche Gründe haben und nimmt anderen lesbischen Frauen ihre Realität nicht weg.

Du musst diese Gedanken auch nicht sofort loswerden oder dich dafür verurteilen. Vielleicht kann es erstmal reichen, ihnen mit etwas Neugier zu begegnen und herauszufinden, was sie über deine eigenen Ängste, Bedürfnisse oder Verletzungen erzählen möchten.

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Frage Nr. 41183 von 12.05.2026

Hey also ich bin ein 17 jähriges Mädchen und obwohl ich mit 62 kg bei 1,65m Größe eigentlich noch im Normalgewicht bin, habe ich in der letzten Zeit trotzdem einen "kleinen Bauch" bekommen.

Letztes Wochenende saß ich mit meinen Eltern in der Küche beim Mittagessen und als meine Mutter fragte ob ich noch Nachschlag möchte, sagte mein Vater, dass das keine gute Idee ist. Sie hat dann gefragt wieso, worauf mein Vater verlangte, dass ich aufstehen soll. Dann hat er einfach mein T-Shirt hochgezogen, auf meinen Bauch gezeigt und meinte zu ihr "na guck dir das doch mal an".

In dem Moment hat meine Mutter mich noch verteidigt und mit ihm gemeckert, aber später meinte sie dann nur noch, dass er es gar nicht böse gemeint hat und er sich nur Sorgen um meine Gesundheit macht.

Bin ich da nur zu sensibel und das ist wirklich nicht so schlimm was mein Vater da gemacht hat? Ich habe auch niemanden mit dem ich darüber reden könnte, da ich sehr schüchtern bin und leider keine Freunde habe.

Unsere Antwort

Ich finde das schlimm, was dein Vater gemacht hat. Ich finde, er hat dich wie ein Objekt behandelt. Wenn er sich Sorgen um deine Gesundheit macht, kann er dich darauf ansprechen, wie es dir geht. Es scheint mir hier eher so, als ob er möchte, dass seine Tochter auf eine bestimmte Art und Weise aussieht. Dein Wohl ergehen war ihn in dem Augenblick völlig egal. Er hat ja sicherlich gemerkt, dass es dir sehr unangenehm war, und er hat es trotzdem gemacht – und sich später nicht dafür entschuldigt.

Ein kleiner Bauch ist überdies völlig normal. Es ist absurd, dass irgendwie mit schlechter Gesundheit zu assoziieren. Grundsätzlich ist es gut, dass deine Mutter dich in dem Augenblick verteidigt hat, aber nachher ist sie auch nicht mehr zu dir gestanden. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass du dich jetzt sehr allein fühlst.

Ich finde, du solltest nicht so allein bleiben. Ich möchte dir sehr empfehlen, dass du dich bei einer Jugendberatungsstelle meldest. Es würde dir gut tun, du hättest dir wohlgesonnen Menschen, mit denen du reden könntest. Bei der Jugendberatungsstellen könnte man dir sicherlich auch Tipps geben, wie du Kontakte knüpfen kannst. Gib im Internet doch mal "Jugendberatung" und deinen Wohnort an und schau, was es da in deiner Gegend gibt.

Zum Thema Selbstsicherheit empfehle ich dir auch diesen Text.

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Frage Nr. 41158 von 05.05.2026

Hallo Lilli
Ich bin verunsichert. Gestern hatte ich noch WildLachs gegessen.
Und vor dem Garen hatte ich den rohen! Lachs mit einer Gabel in den Backofen getan und mit der Gabel in den rohen! Lachs reingestochen. Erst dann habe ich ihn im Backofen gebacken.

Jetzt habe ich gelesen, das durch Meerestiere eine neue Erkrankung verbreitet wurde, einen Nodavirus.
Die Erkrankung heißt POH-VAU oder so, und ich habe jetzt Angst.
Die Gabel hatte ich danach nämlich nur mit Wasser abgespült und am Geschirrtuch getrocknet.
Danach habe ich damit den Lachs gegessen.
Das Geschirrhandtuch habe ich weiter verwendet, aber habe da nicht drauf geachtet was ich oder die anderen damit noch gemacht haben.

Ich kann es zwar nicht mit Sicherheit sagen, jedoch war der Wildlachs aus dem Nordpazifik oder so?
Mit dem Fisch essen wollte ich meiner Hashimoto eigentlich einen gefallen tun.
Weil ich den Tipps der Ernährungsdocs folge.

Unsere Antwort

Lilli ist keine medizinische Fachstelle für seltene oder neue Infektionskrankheiten. Nach dem, was du beschreibst, wirkt deine Situation aber nicht wie eine typische Risikosituation für die Erkrankung POH-VAU.

Zum einen wurden Erkrankungsfälle bei Menschen bisher nur in China beschrieben.

Zum anderen tritt die Erkrankung vor allem bei Menschen auf, die häufig Kontakt zu rohen Meerestieren haben oder wiederholt rohe Meerestiere gegessen haben. Du hast den Lachs gebacken und nicht roh gegessen. Dass du die Gabel danach nur mit Wasser abgespült hast, war hygienisch zwar nicht ideal, bedeutet aber nicht gleich, dass du dich angesteckt haben könntest. Bei rohem Fisch ist es besser, Besteck, Teller, Hände und Flächen nach dem Kontakt mit heissem Wasser und Spülmittel zu reinigen.

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Frage Nr. 41156 von 05.05.2026

Liebes Lilli-Team

Ich habe folgendes Problem, welches mich schon länger beschäftigt: ich erröte in gewissen Situationen im Alltag immer mal. Sei es aufgrund einer Begegnung im Treppenhaus mit dem Nachbar, welcher mit mir etwas Small-Talk führt oder sei es bei einem „unangenehmen“ Thema im Gespräch mit Freunden:innen. Ich kann z.B. auch nicht wirklich lügen, da ich weiss das mein Kopf rot anlaufen wird und ich mich so bei meinem Gegenüber verrate. Es kommt auch immer wieder vor, das mich Leute darauf ansprechen in der jeweiligen Situation und ich merke dann auch wie ich noch „röter“ werde, was mir sehr unangenehm ist. Ich habe auch schon probiert das ganze mit Humor zu händeln und damit herunterzuspielen aber es stört mich doch da ich es ja nicht wirklich beeinflussen kann. Habt ihr da einen Tipp für mach ? Vielen Dank euch! w, 25

Unsere Antwort

Du hast dir bereits gute Gedanken gemacht. Du kannst das Erröten nicht wirklich beeinflussen. Und dieses Gefühl, nicht kontrollieren zu können, ob das Gegenüber die eigene Unsicherheit bemerkt, kann sich ausgesprochen unangenehm anfühlen.

Dabei ist gelegentliches Erröten normal. Der ein oder andere findet es sogar sympathisch, zu sehen, dass dich etwas rotwerden lässt. Und viele Menschen bemerken es kaum, wenn du etwas rot wirst. Deine eigene Aufmerksamkeit dafür ist vermutlich viel höher als die der anderen.

Du könntest in der Situation deine Aufmerksamkeit bewusst auf etwas anderes lenken als auf das Erröten. Zum Beispiel auf tiefe Bauchatmung. Du könntest auch offen mit deiner Unsicherheit umgehen und die Situation dadurch auflockern zum Beispiel "das ist jetzt ein ganz schön unangenehmes Thema für mich" oder "beim Small-Talk bin ich manchmal ganz schön nervös". Es kann entlastend sein, deine Unsicherheit nicht verstecken zu müssen.

Schau mal, wie meine Gedanken bei dir landen. Du kannst uns auch wieder schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 41152 von 04.05.2026

ich bin w(15) und bin etwas überfordert ob ihr meine Frage überhaupt beantworten könnt. Ich habe eine ziemlich traumatische Vergangenheit da meine Schwester als ich 6 jahre alt war 2 mal reanimiert wurde und im anschluss die diagnose wpw syndrom mit lebensbedrohlichem verlauf bekam. Danach habe ich als Traumareaktion aufgehört zu sprechen und wurde aus überforderung meiner Mitschüler stark gemobbt. Ich wechselte daraufhin die Schule auch wenn es hier besser funktionierte war ich nie ganz einfach und scheine es an mir zu haben das Kinder mich gerne fertig machen. (Ich war zu diesem Thema bereits in Therapie und bin aktuell wieder in Behandlung. Ich habe keine festen Diagnosen oder ähnliches.) Leider leide ich unter einem sehr schlechten selbstbild und selbstwertgefühl. In folge dessen habe ich ungefähr mit 13 angefangen mich zu kneifen. An dieser stelle ich weiß es ist ungesund und euren Text zum Thema habe ich bereits gelesen. Nach meiner Therapie in der ich nie etwas davon erzählt habe wurde es auch besser. Seit kurzem leide ich aber wieder sehr unter aufkommenden Erinnerungen und habe starke Probleme mit Ängsten. In zuge dessen habe ich erst versucht es mit fidgets zu vertuschen habe immer haargummis ums Handgelenk habe so eine art stressring und einige Atemübungen. Leider schaffe ich es in starke Paniksituationen nicht mich damit zu beruhigen und habe in letzter zeit häufig aufs kneifen zurückgegriffen dazu habe ich im Unterricht angefangen in meine Fingerknöchel zu beißen. Ich würde gerne darüber mit jemandem sprechen Habe aber angst das meine Mutter sich die Schuld gibt oder ich in eine Klinik muss. Habt ihr einen Rat was ich tun kann und mit wem ich am besten sprechen sollte? Und muss ich dann in eine Klinik? Ich hoffe meine Frage ist nicht zu lang. Wenn euch das besser passt könnt ihr sie natürlich kürzen. Ihr leistet eine fantastische Arbeit und ich bin euch sehr dankbar.

Unsere Antwort

Weisst du, was interessant ist? Du beschreibst ganz genau, wie deine Traumareaktionen entstanden sind. Sie haben einen Grund, der nicht in dir liegt. Traumatisierende Ereignisse zeichnen sich dadurch aus, dass sie deine Bewältigungsfähigkeit überschreiten. Du wirst damit allein nicht fertig. Darum kanst du auf innere Hilfen nicht zurückgreifen. Und darum brauchst du Hilfe von aussen. Leider gehört das Unverständnis des Umfelds und das Mobbing zur Lebenserfahrung der meisten Menschen mit einer Traumafolgestörung. Die Gefahr durch mobbende Personen verletzt zu werden ist gross. Auch darum brauchst du einen sicheren Ort zum Reden. Du schreibst, dass du wieder in Behandlung bist. Dort - in einer Psychotherapie - wäre der Platz für den Aufbau deines Selbstwertgefühls. Auch dein Selbstbild kannst du in der Therapie zurecht rücken. Wenn du deine besondere Lebensgeschichte ernst nimmst, wird dir sicher klar, dass du dich auch auf besondere Art entwickelt hast. Das ist deine Lebenserfahrung und unterscheidet dich von anderen. Ziele in deiner Psychotherapie könnten die Akzeptanz deiner Erfahrungen und Wertschätzung von dir selbst sein.

Deine Behandlerin wird dein Kneifen und Beissen als typisches Trauma-Folge-Symptom erkennen. Du hast ja selbst schon sehr gute Bewältigungsstrategien entwickelt. Mehr innere Sicherheit Selbstwertschätzung und Mut zur Eigenständigkeit werden dir helfen die Panik im Rahmen zu halten.

In deinem Text finden wir keinen Grund für einen Klinikaufenthalt. Wenn dir trotzdem ein Klinikaufenthalt vorgeschlagen werden sollte, kannst du das ablehnen. Du bist urteilsfähig. Niemand darf dich zwangsweise und gegen deinen Willen behandeln. Wenn du deine Mutter schonen willst, bittest du deine Behandlerin die Schweigepflicht einzuhalten.

Also, am besten bedrohst du dich nicht mit Klinikeinweisungen und anderen negativen Vorhersagen. Das macht die Panik schlimmer. Du bist mit den Traumafolgen bis jetzt gut umgegangen. Jetzt arbeitest du einfach weiter an dir. 

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Frage Nr. 41147 von 03.05.2026

Hi Lilli. Ich schaffe es nicht meinen Eltern zu erzählen das ich Angstzustände habe.
ich bin weiblich 13.

Unsere Antwort

Ich kann gut verstehen, dass es dir schwerfällt mit deinen Eltern über dieses Thema zu sprechen. Das ist oft gar nicht so einfach.

Was hat dich bisher davon abgehalten? Hast du Angst, dass deine Eltern nicht gut reagieren? Weisst du nicht, wie du in Worte fassen sollst, wie es dir geht? Schämst du dich für deine Angst? Oder gibt es andere Gründe, warum du bisher nicht mit deinen Eltern darüber sprechen konntest?

Vielleicht ist es leichter, wenn du es nicht in einem grossen Gespräch sagen musst. Du könntest stattdessen mit einem einfachen Satz anfangen. Zum Beispiel: "Ich habe oft Angst und weiss nicht, wie ich damit umgehen soll." Mehr musst du am Anfang gar nicht sagen. Und wenn dir das zu schwerfällt, kannst du es auch aufschreiben und deinen Eltern zum Lesen geben. Das ist manchmal einfacher.

Wenn du es deinen Eltern im Moment gar nicht sagen kannst, gibt es vielleicht jemand anderen, mit dem oder der es dir leichter fallen würde, über deine Ängste zu sprechen? Vielleicht jemand aus deiner Familie? Ein Lehrer oder eine Lehrerin? Eine andere Vertrauensperson? Dann kannst du dich erstmal ihnen anvertrauen. Und wenn du das möchtest, könnt ihr gemeinsam schauen, wie du mit deinen Eltern darüber sprechen kannst.

Ausserdem gibt es verschiedene Anlaufstellen die Jugendliche in schwierigen Situationen unterstützen. Wenn du in der Schweiz lebst, kannst du dich zum Beispiel an die Beratungsstelle 147 wenden – per Telefon, SMS oder Chat. Weitere Links zu Jugendberatungsstellen findest du hier. Und in diesem Text findest du eine Übersicht verschiedener Angebote in Deutschland.  

Du kannst auch uns noch einmal schreiben und mehr von deiner Angst erzählen. Wir können dir auch helfen, die richtigen Worte zu finden, um mit deinen Eltern oder einer anderen Person darüber zu sprechen. Wenn du das möchtest, schreib uns gerne nochmal. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 41135 von 30.04.2026

Hallo. Ich bin weiblich und 13,5 Kahre alt. Ich möchte wissen ob das normal ist. Und darüber möchte ich nicht mit meinen Eltern sprechen:

Ich habe seit einiger Zeit fast täglich Angstzustände und starke innere Anspannung.
Diese Angst tritt oft ohne klaren Auslöser im Alltag auf und belastet mich regelmäßig.

Körperlich fühle ich mich in solchen Momenten sehr angespannt, unruhig und innerlich „unter Strom“. Ich bin oft stark reizempfindlich und werde schnell von meiner Umgebung abgelenkt, besonders durch Geräusche oder Bewegung um mich herum. Dann fühlt es sich an, als wäre mein Körper in ständiger Alarmbereitschaft.

Gleichzeitig habe ich auch Angstgedanken oder ein allgemeines Gefühl von Unsicherheit, auch wenn ich nicht immer genau sagen kann, wovor ich eigentlich Angst habe. Körperliche und gedankliche Symptome verstärken sich dabei oft gegenseitig.

Die Angst tritt bei mir auch regelmäßig abends auf. Insgesamt ist dieser Zustand fast täglich vorhanden und belastet mich im Alltag, weil ich mich dadurch häufig innerlich unruhig und angespannt fühle.

Unsere Antwort

Ich würde dir empfehlen, dass du dich zuerst einmal vom Hausarzt oder Kinderarzt untersuchen lässt. Manchmal können solche Zustände auch durch Mangel an bestimmten Stoffen ausgelöst oder verstärkt werden (zum Beispiel Eisen, Vit D, Vit B12). Wenn nichts gefunden wird oder wenn Mängel, die bestehen, ausgeglichen wurden und du weiterhin diese Symptome hast, würde ich dir empfehlen eine Therapie zu machen, damit du dein Leben wieder unbeschwert geniessen kannst. Nimm das bitte ernst und lass es abklären! Wenn du nicht mit deinen Eltern sprechen kannst, könntest du dich an andere erwachsene Vertrauenspersonen wenden. Zum Beispiel jemand in der Verwandtschaft oder an deiner Schule.

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Frage Nr. 41124 von 26.04.2026

Ich fühle mich sehr unwohl in meinem Körper. Ich bin nicht übergewichtig aber ich hasse es wenn mein Bauchfett raus kommt oder meine Arme so breit sind. Was kann ich tun damit es mir mental besser geht und ich nicht immer ein schlechtes gewissen habe wenn ich etwas süsses esse. Danke für die Unterstützung

Unsere Antwort

Wie du deinen Körper wahrnimmst, hat viel damit zu tun, mit welcher Haltung du ihn anschaust. Vielleicht stehst du mit gerümpfter Nase vor dem Spiegel und hast deswegen eine abwertende Haltung. Ein locker bewegter Körper fühlt sich hingegen besser an. Bewegung fördert die Durchblutung und kann dein Nervensystem beruhigen. Dadurch kannst du auch in angenehmere Körpergefühle kommen. In Bewegung bist du deinem Körper offener gegenüber. Du schaust liebevoller auf ihn und fühlst dich insgesamt wohler. Deswegen beweg dich! Tanze, tob dich aus. Mehr Tipps dazu findest du in diesem Text

Und vielleicht interessiert dich auch dieser Text. Dort geht es zwar speziell darum, wie du dich mit deinem Bauch anfreunden kannst. Die Tipps daraus lassen sich aber auch auf andere Körperteile übertragen.

 

 

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Frage Nr. 41080 von 17.04.2026

Eine Sache belastet mich total, wenn ich versuche, als wlw-Mädchen über meine Probleme zu sprechen bzgl meinen Beziehungen und andere Mädchen mich nicht ernst nehmrn oder schieben mich in die Männerschublade und sagen, sowas machen ja nur Männer, obwohl ich weiblich aussehe und kein Junge / Mann sein will. Wenn ich im Internet mitreden möchte bei manchen Problemen, aus meiner Beziehung, dann wird mir unterstellt, dass ich ein Mann wäre, weil sowas ja angeblich nur Männer machen. Ich habe oft das Gefühl, dass viele Menschen, die hetero sind, queerlesbische Beziehungen irgendwie nicht verstehen und denken, viele Verhaltensweisen wären typisch weiblich, typisch männlich. Auch auf Seiten, die queere Inhalte thematisieren fühle ich mich nicht safe. Und die legen überhaupt gar keinen Wert darauf, ihren Followern in einer Netikette darauf hinzuweisen, queere Mädchen wie mich nicht in irgendeine Geschlechterschublade zu stecken und mein Problem auch ernst zu nehmen. Auch wenn das jetzt in dem Moment vielleicht problematisch klingt. Ich werde irgendwie als Mensch und als Frau überhaupt nicht ernst genommen. Und jedes Mal, wenn ich etwas sage, was den Frauen anscheinend nicht gefällt, wird mir direkt unterstellt, dass ich ein Mann wäre. Ich möchte mich aber bei manchen Themen aber auch nicht mit meinem echten Profil zeigen, weil ich Angst habe, dass die mich canceln. Nur wenn ich was sage, was positiv für Frauen ist, wird mein Geschlecht nicht angezweifelt.

Unsere Antwort

Wenn ich dich richtig verstehe, hast du an verschiedenen Stellen Hilfe gesucht für Probleme in wlw Beziehungen. Was du dort erlebt hast, war unschön, abwertend und nicht hilfreich. Es tut mir leid, dass du diese Erfahrung gemacht hast.

Es ist okay, dass du Orte meidest, wo deiner Suche nach Hilfe mit abwertenden Kommentaren über deine Geschlechtsidentität begegnet wird.

Wichtig für dich ist nun, nicht aufzugeben. Nur weil du bisher mit deinem Problem keine Hilfe bekommen hast, heisst das nicht, dass das immer und überall so sein wird.

Nimm dich weiterhin ernst mit dem, was du dir wünschst. Die anderen haben ihre eigenen Einstellungen geteilt. Es ist keine Aussage über dich. Und du siehst das auch schon sehr klar. Du weisst Bescheid über deine Geschlechtsidentität und du bemerkst, dass diese Menschen dir keine sinnvolle Hilfestellung geben. Es ist okay, weiterzuziehen, wenn du dich nicht gut behandelt fühlst.

Ich weiss nicht, auf welchen Seiten du genau unterwegs warst. Manche Orte wie Onlineberatungen mit Fachpersonen oder moderierte Foren mit Peers sind etwas sicherer als frei zugängliche Seiten oder Kommentarspalten. An manchen Orten im Internet fühlen sich Leute sehr eingeladen, ihre Meinung kundzutun ohne ausreichende Vorsicht, wie das beim Gegenüber ankommen könnte.

Das Internet bietet einerseits die Möglichkeit niedrigschwellig und anonym Hilfe zu bekommen. Andererseits verleitet die Anonymität mitunter dazu, weniger wertschätzend zu sein. Und die schriftliche Kommunikation bietet weniger Möglichkeiten, Verletzungen zeitnah aufzufangen.

Ich weiss noch wenig darüber, was du genau brauchst. Ich verstehe bisher, dass es dir mit etwas in deiner Beziehung nicht gut geht. Und ich verstehe, dass du bisher noch keinen Ort gefunden hast, wo du hilfreiche Unterstützung gefunden hast. Möchtest du uns das Problem schildern? Wie können wir dir weiterhelfen?

Wir sind da, wenn du etwas von uns brauchst. Schreib uns einfach wieder und gib die Nummer dieser Frage an.

Vielleicht war dein Wunsch auch, es einfach irgendwo niederzuschreiben und zu teilen. Das kann Erleichterung verschaffen. Auch das ist in Ordnung.

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Frage Nr. 41032 von 26.03.2026

Wie werde ich den Wunsch los, tot zu sein?
Hintergrund ist folgender: Ich habe gerade euren Text "Ich mag meinen Bauch nicht" gelesen (https://www.lilli.ch/bauch_koerperbild). Darin steht u.a. "Körper sind es wert, geliebt und gepflegt zu werden, weil wir alle unser ganzes Leben in einem Körper verbringen und weil sie dieses Leben möglich machen. [...]".
Das hat mich wieder auf meine Suizidgedanken gebracht, die ich als Ursache für viele Probleme sehe, die ich habe. Ich denke mir, wenn ich den Wunsch loswerden könnte, nicht mehr weiterleben zu müssen, dann würde eine große Hürde in meinem Kopf wegfallen, die mich bislang daran hindert, meine Probleme anzugehen. (Es ist halt schwer, potentiell anstrengende und schwierige Problemlösungen anzugehen, wenn eine Stimme im Kopf ständig sagt "... du könntest dich stattdessen auch einfach umbringen.")
Danke für eure Hilfe. :)

Unsere Antwort

Du erkennst das ganz richtig: Mit deinen Suizidgedanken scheust du sozusagen vor der Hürde, hinter der die Lösung deiner Probleme liegt. Wenn du dir immer einen (vermeintlichen) Ausweg zuflüsterst, kannst du andere Möglichkeiten nicht sehen. Wir schlagen darum vor, dass du dich mit der WAS- und der WIE-Frage beschäftigst: Was ermöglicht dir dein Körper? Jede deiner Fähigkeiten sind körperliche Fähigkeiten. Du denkst mit ihm. Du fühlst mit ihm. Aber: er ist darauf angewiesen, dass du ihn ausbildest. Und da stellen sich die WIE-Fragen. Wie könntest lernen, deinen Körper zu akzeptieren, dich zu pflegen, ihn für deine Gefühlswelt zu nutzen, mit ihm Fähigkeiten zu entwickeln, die dich zufriedenstellen etc.? Vielleicht wird deine innere Hürde kleiner, wenn du sie als WIE- oder WAS-Fragen ansiehst. Was möchtest du leben und erleben? Wie unterstützt du dich darin, deinen Wünschen näher zu kommen. Diese Fragen lenken deine Aufmerksamkeit von den Suizidgedanken ab. Bestensfalls findest du mit ihnen konkrete Handlungsmöglichkeiten und findest Lösungen. Dies kann zu neuen Ideen führen. Deine Motivation steigt. Du erlebst Erfolge und der Weg hinter der Hürde wird immer breiter.

Wenn du dir den Weg allein nicht zutraust, empfehlen wir eine psychotherapeutische Begleitung. Psychotherapeut*innen haben gelernt, dir dabei zu helfen Lösungswege zu finden. Sie wissen, dass Gefühle und Gedanken sehr belastend sein können. Sie haben auch gelernt, die Sicht auf ein Problem durch Perspektivenwechsel zu verändern. Zögere nicht, Hilfe zu suchen und anzunehmen.

Allgemeiner Hinweis: Wir möchten alle Menschen mit Suizidgedanken ermuntern, sich Hilfe zu holen. In der Schweiz sind die Telefonnummern 143 (für Erwachsene) und 147 (für Kinder und Jugendliche) 24h erreichbar. In Deutschland gilt die Telefonnummer 0800 1110111. In Österreich gelten die Telefonnummern 142 (für Erwachsene) und 147 (für Kinder und Jugendliche). Unter 'SOS' findest du bei uns weitere Adressen.

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Frage Nr. 41012 von 22.03.2026

Was ist das, ich habe immer so komische Wörter/Vokale im Kopf. Immer so z.b mjut oder sowas ähnliches das immer wieder im Kopf so auftaucht.
Manche Menschen sprechen auch manchmal so sinnlose Wörter oder Vokale aus (machen so Geräusche), oder sagen "juut" oder sowas (oder als Gedanke) Die Wörter oder Vokale hat man wahrscheinlich irgendwo so klangähnlich aufgeschnappt. Aber was ist das für ein Phänomen? So ne Art innerer mentaler Kaugummi oder so. Wie Ohrwurm nur mit Wörtern oder Vokalen/Laute

Unsere Antwort

Das klingt für mich nach einem mentalen Tic. Vielleicht möchtest du den Begriff mal googeln. Schau mal, ob dich das weiterbringt.

Frage Nr. 41009 von 22.03.2026

Hallo ich habe eine Frage zu eurem Text zu Intergeschlechtlichkeit. Dieses Thema wird oft sehr emotional diskutiert und ich finde es schlimm wie gerade radikal religiöse oder rechtpopulistische Gruppen dieses Thema für sich vereinnahmen, um damit gegen Menschen zu hetzen.

Wenn mann sagt, dass es mehr als drei Geschlechter gibt, ist damit Intergeschlechtlichkeit gemeint? Und der Begriff " divers" umfasst doch alle Menschen, die nicht eindeutig weiblich bzw männlich sind. Stimmt das? Oder ist divers eher eine Gefühl, eine Geschlechtsidentität?

Ich habe immer die Eselsbrücke(vielleicht auch etwas skuril), dass es die Geschlechter männlich und weiblich gibt. Also Geschlecht ist sozusagen zwischen den Beinen (also Penis bzw. Vulva) zusammen mit anderen äußeren Geschlechtsmerkmalen und in den Genen mit XX Chromosomen bzw XY. Und die Geschlächtsidentität ist sozusagen das, was sich zwischen den Ohren abspielt. Also die Gedanken und das Gefühl welchem Geschlecht man sich zugehörig fühlt. Bei den meisten Menschen stimmt doch das "zwischen den Beinen und in den Genen " und das "zwischen den Ohren" überein.

Ich meine eine Transperson hat doch z.B auch Penis und Hoden und XY Chromosomen auch wenn sie sich als Frau fühlt. Aber es wäre dann auch falsch sie als Mann zu bezeichnen und so anzureden. Also sollte man sich doch anderen Person gegenüber immer nicht ihrem Geschlecht entsprechend sonderen ihrer Geschlechtsidentität entsprechend verhalten. Geschlecht und Geschlechtsidentität sind doch etwas anderes? Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege? Ich will bei diesem Thema niemanden zu nahe treten.

Unsere Antwort

Ja genau, es gibt einen Unterschied zwischen körperlichem Geschlecht und Geschlechtsidentität. Das körperliche Geschlecht wird durch genetische, hormonelle und anatomische Merkmale bestimmt. Die Geschlechtsidentität ist das, was ein Mensch für sich selbst empfindet. Also ob jemand sich als Frau, Mann, beides, keines oder etwas dazwischen erlebt. Mehr dazu erfährst du in diesem Text. Und ja, es ist am besten, wenn du dich anderen Menschen gegenüber ihrer Geschlechtsidentität entsprechend verhältst.

Bei intergeschlechtlichen Menschen lassen sich die genetischen, hormonellen und anatomischen Merkmale nicht als "Frau" oder "Mann" einordnen.

Der Begriff „divers“ wird im Alltag unterschiedlich benutzt. Oft ist er ein Sammelbegriff für Menschen, die sich nicht klar als männlich oder weiblich einordnen wollen oder können. Er kann also sowohl Intergeschlechtlichkeit beschreiben als auch die Geschlechtsidentität. Und auch wenn davon gesprochen wird, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt, kann sich das auf Intergeschlechtlichkeit und/oder auf die Geschlechtsidentität beziehen.

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Frage Nr. 41002 von 21.03.2026

Ich bin am Ende vom Gymnasium. In letzter Zeit müssen wir häufig Gedichte und Texte interpretieren. In meiner Klasse können das alle sehr gut. Letztens kam ein Zitat "der Name ist Schall und Rauch" oder "die Ehe ist der Anfang und die Grundlage aller Kulturen". In meiner Klasse können das alle ohne Probleme interpretieren. Ich verstehe diese Aussagen nicht, auch wenn ich mich anstrenge. Mein Gymnasium legt Wert auf eigenständiges Denken. Ich merke aber das ich Mühe damit habe und beispielweise besser lernen kann mit klaren Vorgaben. Ich bin relativ gut darin, Sachen auswenig zu lernen. Dies sagten damals zu Beginn auch die Lehrer am Gymnasium, jedoch sei ich nicht sehr gut im eigenständigen Denken. Ich habe mich dann gefragt, ob ich weniger intelligent bin oder nicht fürs Gymnasium gemacht bin. Eine Freundin von mir ist an einem anderen Gymnasium. Sie muss weniger selbständig machen bzw. sich den Lernstoff weniger selbstständig beibringen. Von ihr wird auch nicht wirklich verlangt, dass sie solche Aussagen verstehen kann bzw. bei ihr würde die Klasse das nicht verstehen. Ich habe mich dann gefragt, ob ich einfach am falschen Gymnasium bin oder ob ich nicht ins Gymnasium passe. Zudem habe ich mich gefragt, ob dieses Gymnasium an dem ich, allenfalls die Kinder auch ein Stück weit überfordert. Was meinst du?

Unsere Antwort

Du hast das Gymnasien fast geschafft. Wahrscheinlich bist du darum nicht auf dem falschen Gymnasium. Du brauchst eine Methode, wie du eigenständig lernen kannst. Den meisten deiner Kolleg*innen wird es leichter fallen, einen festgelegten Text auswendig zu lernen, als einen Text zu interpretieren. Es ist vor allem dein persönlicher Eindruck, dass alle eigenständig lernen können, nur du nicht. Hast du mal überlegt, wie die anderen das machen? Könnte es sein, dass sie sich informiert und recherchiert haben? Deine beiden Zitate sind schwer zu interpretieren, wenn du nicht weisst, woher sie kommen. Beide Zitate stammen von Goethe, einem berühmten Dichter, von dem viele Textstellen zu geflügelten Worten geworden sind. Wenn du das schon mal weisst, kannst du gucken, in welchem Zusammenhang der Dichter die Worte geschrieben hat und was er damit gemeint hat. Der nächste Schritt kann sein, dass du recherchierst, wie die Zitate heute verstanden /angewendet werden. "Die Ehe ist der Anfang und die Grundlage aller Kulturen" schreibt Goethe z.B. in einem Roman, in dem es um Partnerwechsel und Aussenbeziehungen geht. Heute wird das Zitat oft Paaren auf ihrer Hochzeiten mit auf den Weg gegeben. Verstehst du, was wir dir sagen wollen? Interpretieren und eigenständiges Arbeiten muss man lernen. Du brauchst aber, genau wie beim Auswendiglernen, Lernschritte. Du musst wissen, wo du dich informieren kannst (wikipedia, get abstract, Bibliothek etc.). Ausserdem braucht es eine Fragestellung, z.B. 'Welche Bedeutung hat der Satz "Die Ehe ist der Anfang und die Grundlage aller Kulturen" in der heutigen Gesellschaft?' oder 'Kann etwas wichtiger sein als Namen/Benennungen?'. Ohne solche Lernschritte und Einordnungen sind deine beiden Zitate unverständlich. Wenn du dich fragst, WIE du Eigenständigkeit lernen kannst, wirst du einen Lernweg suchen. Wenn du feststellst, dass du nur Auswendiglernen kannst, suchst du nicht nach anderen Lernwegen und fühlst dich hilflos.

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Frage Nr. 40994 von 20.03.2026

Hallo lilli

Ich bin ein 38 jähriger mann. Habt ihr Tipps wie man das gefühl überwinden kann ein total versager zu sein, der sein Leben verschwendet hat. Ich komme mir schon so alt und outdatet vor. Zudem habe ich den Eindruck, dass ich andere Menschen enttäusche und verärgere ohne überhaupt zu wissen warum. Kennt ihr das auch? Kann ich etwas daran ändern? Ist es möglich. Zudem habe ich den Eindruck, dass ich viel nachholen muss, was für andere selbstverständlich ist. Ist das normal.

Unsere Antwort

Ja, du bist mit solchen Gedanken nicht allein. Es gibt viele Männer, denen es ähnlich geht wie dir. Das Gefühl, ein Versager zu sein, hat oft weniger mit der Realität zu tun als mit deinen eigenen Erwartungen. Du vergleichst dich viel mit anderen und übersiehst dabei, was du selbst schon geschafft hast.

Damit ich dir besser helfen kann, möchte ich dich bitten, deine Situation etwas genauer zu beschreiben:

Was gibt dir die Idee, dein Leben verschwendet zu haben? Was hättest du machen oder erreichen sollen, was du nicht gemacht oder erreicht hast? Wer nennt dich einen Versager? Gibt es jemanden in deinem Umfeld, der oder die dich so nennt oder genannt hat? Hast du das womöglich schon in deiner Kindheit von deinen Eltern oder anderen Bezugspersonen gehört? Dann könnte dieser Text interessant für dich sein. 

Wer ist es, den du laut deinem Gefühl enttäuschst oder zu verärgerst? Und wie machst du das? Sagen dir diese Menschen, dass du sie enttäuscht oder verärgert hast? Hast du mal mit ihnen darüber gesprochen? Was haben sie gesagt?

Was möchtest du nachholen? Was möchtest du anders machen? Du kannst auf jeden Fall etwas ändern. Meist hilft es, klein anzufangen und nicht alles auf einmal lösen zu wollen. Und 38 ist übrigens nicht alt. Du hast noch ganz viel Zeit, Dinge zu verändern oder Neues anzufangen.

Du kannst mir gerne noch einmal schreiben und meine Fragen beantworten. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 40929 von 05.03.2026

Ich beziehe mich auf die Frage Nr. 40867 von 19.02.2026.
Vielen Dank für eure Antwort! Mich interessiert der Begriff transgenerationales Trauma. Wo finde ich mehr Infos?

Unsere Antwort

Gib 'transgenerationales Trauma' mal bei deiner bevorzugten Suchmaschine ein. Du wirst eine Menge Informationen erhalten und auch unterschiedliche Begriffsbildungen finden. Wikipedia benutzt z.B. den Begriff transgenerationale Weitergabe. Der Wikipedia-Artikel ist lang und ausführlich und gibt auch etliche Literaturquellen an. Deine Suchmaschine wird dir etliche Radio- und Fernsehsendungen zu dem Thema nennen. Auch YouTube-Videos wirst du finden. Und dann gibt es noch ganz viel Literatur, z.B. Selbsthilfebücher wie Transgenerationales Trauma von Lena Fendrich oder themenspezifische Bücher zu vererbten Erfahrungen aus dem Holocaust, aus Kriegen, aus Missbrauch, Naturkatastrophen und schweren Krankheiten. Wir raten dir mit dem Wikipedia Artikel anzufangen und von da aus zu spezielleren Themen, die dich betreffen könnten.

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