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Fragen & Antworten:
Ich und die anderen

Frage Nr. 40600 von 19.12.2025

Hallo! Bitte löscht diese Frage nach ca. 1-2 Monaten wieder, wenn das möglich ist.
Ich bin weiblich und zwischen 20 und 30 Jahre, (das genaue Alter ist wahrscheinlich nicht relevant).
Ich habe eine Frage, bei der ich hoffe, dass sie nicht falsch verstanden wird, da ich bereits einmal erlebte, dass ich eine ähnliche Frage in einem meiner Bekanntenkreise stellte und sie falsch interpretiert wurde und mir dann Dinge unterstellt wurden, die ich so auf keinen Fall gemeint hatte oder beabsichtigt hatte. Diese Situation wurde dann so unangenehm für mich, dass ich mit diesem Bekanntenkreis daraufhin den Kontakt abbrach, obwohl wir uns davor immer gut verstanden hatten.
Es geht um folgende Frage:
Ich bin gerade dabei, dass ich mit jemandem in meinem Alter übers Internet quasi eine Internetfreundschaft aufbaue. Er ist aus dem Iran und ist vor ein paar Jahren nach Europa gezogen. Bis jetzt verstehen wir uns ganz gut und es ist alles rein freundschaftlich und keiner von uns hat irgendwelche Anzeichen gemacht, dass das in eine romantische Richtung gehen könnte.
Ich frage mich, ob das, was ich da mache, irgendwie gefährlich sein könnte, da er aus dem Iran ist. Ich kenne mich nicht gut genug aus, um beurteilen zu können, ob das irgendwie gefährlich für mich oder ihn werden könnte.
Ich bin aus Mitteleuropa und ich habe mich bereits auch mit jemandem als Date getroffen, den ich über eine Dating App kennengelernt hatte, der aus dem Iran war und der zu dieser Zeit in meinem Land studiert hat. Außerdem war ich auch mal mit jemandem auf einem Date, der aus Afghanistan war und der schon länger in meinem Land lebte. Wir haben uns in beiden Fällen eh ganz gut und nett unterhalten. (Wir passten letztendlich nicht gut genug zusammen, um uns noch mal zu treffen.)
Ich wusste nicht, ob das irgendwie gefährlich sein könnte, weil in diesen Ländern teilweise ganz andere Regeln gelten und ich dann wahrscheinlich etwas mache, was in diesen Ländern vielleicht ein riesiges Problem wäre.
Ich habe schon verschiedene Leute gefragt und manche sagen, dass das sehr gefährlich sein könnte. Andere meinen, dass das rassistisch von mir ist, wenn ich nur darüber nachdenke, ob das vielleicht gefährlich sein könnte.
Es tut mir irgendwie auch leid für die Personen, über die ich da schreibe, weil sie nichts dafür können und sie auch nichts falsch gemacht haben. Bitte versteht, dass ich das nicht mit einer rassistischen Absicht schreibe, sondern dass es mir darum geht, dass ich mit solchen Leuten etwas zu tun haben möchte.

Unsere Antwort

Von welchen Regeln sprichst du denn? Was könntest du machen, was in diesen Ländern ein riesiges Problem sein könnte? Ich finde es gut, wenn du da ganz konkret werden würdest. Überlege dir, was genau deine Befürchtungen sind.

Ich verstehe auch nicht, was dein Problem ist, denn du bist ja nicht im Iran oder in Afghanistan. Du bist in deinem mitteleuropäischen Land, und da gelten ja die Regeln deines Landes. Die Männer haben sich entschieden, in dein Länder zu gehen. Natürlich ist es eine Frage, wie weit sie die Regeln in deinem Land auch verinnerlicht haben. Die einzige Art und Weise, wie du das herausfinden kannst, ist, dass du mit dem Mann direkt redest und ihn fragst, was seine Haltung zu diesen Themen ist.

Rassismus hängt immer mit Verallgemeinerung zusammen. Nur weil eine Person aus irgendeinem Land ist, schreiben wir ihr irgendetwas zu. Rassismus beruht auch auf Vorurteilen, und diese beruhen auf mangelndem Wissen. Wer sich intensiv mit der Situation in einem Land auseinandergesetzt hat, wer dort war und wer dort Leute kennen gelernt hat, sieht sie als Menschen und objektiviert sie nicht. Ich schreibe "wir", weil ich glaube, dass das etwas ist, dass wir sehr schnell und automatisch machen. 

Du schreibst ja selbst, dass du dich nicht gut auskennst. Der Mann, mit dem du jetzt schreibst, kann dir dabei helfen, dich besser auszukennen. Dank dem Interesse und Offenheit für sein Erleben hier in Mitteleuropa und dank dem, was er dir erzählt darüber, wie die Menschen mit den Regeln in ihrem Land leben, entwickelst du eine gute Basis, um dich besser auszukennen. Du kannst mit ihm interessante Gespräche über kulturelle Eigenarten und Unterschiede führen.

Und vielleicht merkst du in dieser Auseinandersetzung: Unterschliedliche Kulturen können einander sehr beflügeln und eine Beziehung sehr bereichern. 

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Frage Nr. 40589 von 17.12.2025

Was spricht gegen die Private Samenspende? In der Schweiz kennt Frau /Paar den Spender in den Praxen nicht. Wir haben einen hübschen Austauschstudenten 22 J, [...] Blutspender (unter Kontrolle), sportlich welcher uns gerne helfen wird. Mein Mann und ich wollen keine Bechermethode. Normaler GV ist unser Wunsch, soll schnell zur Schwangerschaft führen. Wir wollen keine Verpflichtungen weder von ihm noch von uns!

Unsere Antwort

Wir können dir keine rechtliche verbindliche Auskunft darüber geben, was gegen private Samenspende spricht. Folgende Punkte scheinen uns bedenkenswert: Selbst wenn Ihr heute keinerlei Verpflichtungen wollt, könnte es sein, dass Ihr eure Meinung ändert. Auch der private Spender, der heute vielleicht auf alle Rechte verzichtet, könnte seine Meinung ändern. Euer Kind hat das Recht, über seine Herkunft Bescheid zu wissen. Zudem hat das Kind ein Recht auf Unterhalt. Dies kann auch den privaten Samenspender betreffen.Ihr solltet mit einer juristische Fachperson einen Vertrag entwickeln, der die Rechte und Pflichten aller Seiten festlegt und auch beschreibt, auf welche Rechte Ihr oder der Samenspender verzichtet. 

In der Kinderrechtskonvention der UN von 1989 sind Kinderrechte festgelegt. Dazu gehört auch das Recht auf Beteiligung. Ein Kind hat das Recht auf Anhörung und Mitsprache. Wir raten Euch, Eure Entscheidungen an diesem Recht zu messen. Trefft Entscheidungen, die das Wohl Eures Kindes ins Zentrum stellt.

Allgemeines zur offiziellen Samenspende: Sie ist in der Schweiz gesetzlich erlaubt, aber streng reguliert: Nur verheiratete heterosexuelle und lesbische Paare dürfen Samenspende in Anspruch nehmen, alleinstehende Personen oder Single-Frauen nicht. Anonyme Spenden sind verboten. Spenderdaten werden zentral erfasst. Kinder können mit 18 über ihren leiblichen Vater Auskunft verlangen. 

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Frage Nr. 40584 von 16.12.2025

Guten Abend, ich denke seit lange an eine Art Beratung über die letzten jahre nach, es geht um ein intimes Thema, ich bin männlich und 42

Unsere Antwort

Wenn du schon länger darüber nachdenkst und dich jetzt auch an uns gewendet hast, scheint der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein. Kennst du unsere Adresslisten? Dort findest du viele Anlaufstellen, an die du dich, je nach Thema, wenden kannst. Ich kenne dein Thema nicht, aber vielleicht findest du bei den Adressen zu Körperlicher und psychischer Gesundheit, Gewalt und Gewaltprävention oder Sexualberatung und -therapie eine passende Anlaufstelle für dich.

Wenn du möchtest, kannst du natürlich auch uns schreiben worum es geht und welche Fragen du hast. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 40580 von 16.12.2025

Ich bin ein 20-jähriger Mann und ich habe das Gefühl, dass, obwohl ich weiss was Sexismus ist, meine Taten immer noch diese Frauenfeindlichkeit wiederspiegeln. Zb ja ich kann ein Online Quiz zu Sexismus machen und alle offensichtlichen Fallen vermeiden, aber mein Verhalten im Alltag ist ganz was anderes. Ich schaue immernoch Frauen nach und schätze sie in meinen Gedanken nach ihrem Aussehen ein und gegen einen sexistischen Witz mache ich nichts.
Meine Frage ist also, wie ich diese Hürde überwältigen kann oder was gute Ressourcen dazu sind? Soll ich dafür professionelle Hilfe suchen?
Vielen Dank für Ihre Zeit.

Unsere Antwort

Du wirkst sehr reflektiert und machst dir viele Gedanken über dein Verhalten. Gleichzeitig liest sich aus deiner Frage auch ein großer Anspruch an dich selbst – und damit einiges an Druck. Attraktivität wahrzunehmen ist erst einmal menschlich und passiert oft automatisch. Problematisch wird es dort, wo Frauen vor allem oder ausschließlich über ihr Aussehen bewertet und darauf reduziert werden, sodass andere wichtige Aspekte ihrer Person keine Rolle mehr spielen. In diesem Text kannst du mehr darüber erfahren, was Sexismus ist, und in diesem Text findest du Anregungen dazu, wie du mit sexistischen Sprüchen umgehen kannst.

Veränderungen in diesem Bereich passieren nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt. Du bist noch jung und hast viel Zeit, dich weiterzuentwickeln, Erfahrungen zu sammeln und Haltungen einzuüben, die sich für dich gut anfühlen. Eine mögliche Ressource dabei kann sein, dich wohler mit dir selbst und in deinem Körper zu fühlen – mehr dazu findest du in diesem Text.

Aus dem, was du schreibst, entsteht für mich nicht der Eindruck, dass du professionelle Hilfe brauchst. Eher scheint es darum zu gehen, dir selbst Zeit zu geben und den Druck aus dem Thema zu nehmen. Wenn du aber merkst, dass dich das Thema stark beschäftigt oder weitere Fragen auftauchen, kannst du mir gerne noch einmal schreiben. Gib dann einfach die Nummer dieser Frage mit an.

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Frage Nr. 40563 von 11.12.2025

Hallo

Ich frage mich, wie ich mein Selbstbewusstsein verbessern kann. Ich habe euren Text zu Selbstsicherheit beim Dating gelesen, aber es ist nicht (nur) das Dating, was mich unsicher macht: Ich fühle mich als Mensch minderwertig, anders, uncool, nicht anziehend/ schön/ spannend etc.
Das hat wohl (auch) mit Gewalt in der Kindheit und Mobbing in der Jugend zu tun. Ich mache eine Therapie.
Ich war nie verliebt/ in einer Beziehung oder hatte konsensuellen Sex. Ich glaube ich stehe auf Frauen/ nichtbinäre Menschen, was queer/ lesbisch wäre (bin w, 27). Aber wie komme ich von dem Punkt dazu, jemanden kennenzulernen, (sexuelle) Kontakte und Erfahrungen mit Liebe zu machen?

Eine zweite Frage: Ich sehe einige Fragen hier, in denen (vermutlich männliche) Personen ganz Vieles verdrehen, sich als Opfer einer Gesellschaft sehen, die es auf Männer abgesehen hat und diese diskriminiert.
Das trifft mich gerade, weil ich als die Schwierige dargestellt werde, weil ich mich von Menschen in meiner Familie abgrenze, die mir verschiedene Formen der Gewalt zugefügt haben. Dieser Mann sieht sich als Opfer, fordert von mir mehr Toleranz und hat das Gefühl, es ginge um Liebesentzug, dabei geht es mir darum, mich und meine Psyche zu schützen.
Es macht mich oft sprachlos, gerade bei den sehr deutlichen antifeministischen Entwicklungen und der immer noch massiven männlichen Gewalt gegen Frauen. Ich weiss weder in meinem
privaten Kontext noch in dem weiteren Kontext wie ich dem entgegnen soll. Schlussendlich macht es einen Teil von mir auch wütend: patriarchale Privilegien und Macht geniessen, ohne sie zu sehen (weil selbstverständlich), Gewalt ausüben und Kinder ausbeuten, nur um sich dann gekränkt als Opfer darzustellen?

Und ja, ich bin mir bewusst, dass auch Männer Gewalt erleben (meist durch Männer) und auch Männer leiden unter patriarchalen/ hegemonialen Männlichkeitsidealen, aber das widerspricht nicht dem, dass Männer für ihre Taten verantwortlich sind.

Unsere Antwort

Es ist total verständlich, dass dich diese Themen aufwühlen. Gut, dass du eine Therapie machst, um Unterstützung zu bekommen! Hast du diese Themen dort auch schonmal angesprochen?

Du scheinst es in der Vergangenheit nicht leicht gehabt zu haben. Da ist es ganz logisch, dass das Spuren in deinem Selbstwertgefühl hinterlassen hat. Lies dazu bitte diesen Text. Mit seinder Hilfe kannst du dem auf den Grund gehen.

Um dein Selbstwertgefühl zu stärken, ist es wichtig, Mitgefühl zu entwickeln – mit dir selbst und mit dem Mädchen, das du einmal warst. Nimm dich und deine Geschichte ernst und versuche, dich selbst besser zu verstehen. Begegne dir und deinen Gefühlen mit Freundlichkeit und sag dir bewusst: „So bin ich, und dafür gibt es gute Gründe. Von hier aus darf ich mich weiterentwickeln.“ Ich empfehle dir dazu diese Tipps Wie mach ich mich interessant, attraktiv, sexy und liebenswert?

Ich bitte dich auch, diesen Text über das Autonome Nervensystem zu lesen und die Texte, auf die er dich verlinkt. Denn ob du gut mit dir umgehst und wie du die Welt und andere siehst, hängt sehr davon ab, welche Nerven bei dir gerade besonders aktiv sind. Das kannst du auch lernen, zu beeinflussen. Dazu interessiert dich vielleicht auch dieser Text.

Kennst du schon unsere anderen Texte im Kapitel Tipps fürs Dating und Verführen? Dort findest du einige Tipps, wie du jemanden kennenlernen und ansprechen kannst. Besonders empfehle ich dir die Texte Wie finde ich passende Partner*innen?Wie spreche ich jemanden an? und Wie lerne ich andere schwule, lesbische oder queere Menschen kennen?.

Und jetzt zum zweiten Teil deiner Nachricht: Ich kann sehr gut verstehen, wie frustrierend es für dich ist, zu lesen, wie Männer sich selbst in einer Opferrolle wahrnehmen. Der Fragesteller, auf den du dich vermutlich beziehst, schreibt sehr emotional und provokant. Das löst natürlich auch beim Lesen starke Emotionen aus. Nimm das nicht persönlich. Er schreibt aus seiner eigenen Frustration heraus und spricht nicht dich persönlich an. 

Was die Menschen in deiner Umgebung betrifft, ist es richtig und gut, dass du dich abgrenzt um dich selbst zu schützen. Auch dann, wenn dein Gegenüber das nicht nachvollziehen kann und mit Vorwürfen reagiert. 

Du musst nicht immer die richtigen Worte haben oder allem entgegnen können. Denn nicht immer sind andere Menschen wirklich an einem konstruktiven Gespräch interessiert. Manchmal wirst du Leute finden, die bereit sind ihre eigenen Ideen und Meinungen auch zu hinterfragen. Aber andere Menschen sind dazu nicht bereit. Dann musst du ein solches Gespräch auch nicht führen. Und dann hilft es, innerlich zu wissen: "Ich sehe, was hier passiert, und darf mich schützen."

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Frage Nr. 40555 von 11.12.2025

Hallo Lili
Ich habe ein Thema das mich die letzten Tage sehr belastet hat. Meine Mutter hat letzte Woche in meine Geburtagskarte geschrieben, dass ich stolz auf mich sein kann, da ich es mit meinem Willen und Durchhaltevermögen zu viel gebracht habe. Diese Aussage hat mich sehr verletzt, da sie in mir unterschwellig ausgelöst hat, dass ich es ohne Anstrengung nicht geschafft hätte.

Ich habe damals in der Schule erlebt, dass ein Lehrer mich, während der Notenbesprechung fragte, ob ich mir nicht bereits überlegt habe, statt das Gymnasium zu machen eine Lehre zu machen. Es kam für mich unerwartet und erschütterte mich zutiefst, da ich es nicht erwartet habe.

Ich habe dann im Gymnasium immer wieder von ihm gehört oder von anderen Lehrern, dass ich ein sehr grossen Engagement zeige und aber zum Beispiel im Fach Mathematik nicht sehr gut bin im Vergleich zu anderen. Mir wurde auch gesagt, dass ich gut bin im auswendig lernen aber nicht gut im Denken. Auch diese Aussagen haben mich sehr verletzt.

Ich habe jetzt im Studium nie gross Mühe gehabt und bis auf eine Prüfung immer alles bestanden beim ersten Anlauf. Ich habe aber bis heute das Gefühl ich schaffe es nur, weil ich mich anstrenge sonst würde es mit Intelligenz alleine nicht reichen. Dies belastet mich sehr. Zudem habe ich mich gewundert das es von so vielen Menschen als Rückmeldung kam, so das ich vermutlich irgendwann angefangen habe zu glauben, ich könne es nur mit viel Engagement schaffen. Was meinst du dazu? Ich bedanke mich für deine Hilfe!

Unsere Antwort

Also, was deine Lehrer*innen da gesagt haben, finde ich schlimm. "Nicht gut im Denken" – was heisst denn das? Die Tatsache, dass du im Studium nicht gross Mühe hast, zeigt, dass du intelligenzmässig über dem Durchschnitt bist. Die allermeisten von uns müssen sich im Studium anstrengen und büffeln: Mit Intelligenz allein schaffen wir kein Studium, es braucht auch Anstrengung – eben: Willen und Durchhaltevermögen.

Ich ärgere mich wirklich über die Aussagen der Lehrpersonen. Umso eindrücklicher finde ich, dass du dich dadurch nicht beirren hast lassen: Du bist aufs Gymnasium gegangen, und du machst ein Studium. Daran siehst du, was du wirklich kannst.

Was du dir sagen kannst: "Ich habe Intelligenz, Willen und Durchhaltevermögen". Du hast das, was es braucht, um etwas zu erreichen.

Übrigens: Dank deinem Willen und Durchhaltevermögen hast du deine Intelligenz trainiert. Denn dein Gehirn wurde immer gefordert und angestrengt. 

Und noch was: Was in der Schule gilt, gilt im Erwachsenenalter oft gar nicht. Es gibt viele Jugendliche, die in der Schule nicht so gut sind oder Schwierigkeiten in bestimmten Fächern haben. Und im Erwachsenenalter fällt ihnen das viel einfacher. Das Gehirn entwickelt sich in der Jugend und bis ins Erwachsenenalter noch erheblich. Und die Pubertät ist für viele nicht die Zeit, wo ihr Gehirn besonders gut funktioniert.

Albert Einstein solll gesagt haben: "Es ist nicht so, dass ich so schlau bin; ich bleibe nur länger bei den Problemen." Er sah seine Stärke also beim Durchhaltevermögen. 

So gesehen war das etwas Schönes, was dir deine Mutter geschrieben hat. 

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Frage Nr. 40526 von 08.12.2025

W27
Hallo liebes Team,
ich bin seit Februar in Therapie (Verhaltenstherapie) wegen einer Angststörung.
Ich bin heute, wie schon öfters in der Vergangenheit, mit einem Thema konfrontiert worden, das für mich persönlich extrem schwierig ist.
Genau genommen beschäftigt mich dieses Thema seit 13 Jahren.
Ich habe aktuell das Gefühl, das es auch bei der Entwicklung meiner Angststörung eine zentrale Rolle spielt und dass ich es im Rahmen der Therapie unbedingt ansprechen sollte, weil die Therapie sonst evtl. nur halb Erfolg haben wird.
Ich habe allerdings sehr große Angst, dieses Thema gegenüber meinem Therapeuten anzusprechen. Nicht weil ich ihm nicht vertraue; ich würde die therapeutische Beziehung als sehr gut beschreiben.
Sondern einmal weil ich denke dass ich aufgrund dessen, welche Gedanken und Gefühle in Bezug auf dieses Thema bei mir hochkommen, eine äußerst verachtenswerte Person bin und er das dann auch von mir denken könnte und mich unter Umständen dann moralisch komplett verurteilt.
Und andererseits befürchte ich, dass er die Dimension dieses Themas und seine Bedeutung für mich falsch einschätzt und dann evtl. unsensibel reagiert und das ganze für mich noch massiver verschlimmert.
Es handelt sich für mich um etwas, bei dem es mir sprichwörtlich den Boden unter den Füßen wegzieht. Ich denke, wenn er falsch damit umgeht, dann könnte das womöglich dazu führen, dass ich keinen Sinn mehr im Leben sehe und in meiner Person, meinem Selbstwertgefühl und meiner Identität komplett zusammenbreche.
Meine Frage wäre vor diesem Hintergrund:
Wie bereite ich meinen Therapeuten darauf vor, mit mir dieses Thema anzugehen?
Einfach so ansprechen wird mir sehr schwerfallen, schon allein aus Angst vor seiner Reaktion und davor, dass er selber im ersten Moment vielleicht nicht weiß was er sagen soll und dann Dinge sagt oder das Ganze so behandelt, dass es für mich die oben genannten Folgen hat.
Bitte entschuldigt die dumme Frage, aber ich bin da sehr ratlos.

Unsere Antwort

Mach das doch genauso, wie du das hier mit uns gemacht hast. Wir haben gut verstanden, dass dich ein sehr schwieriges Thema schon sehr lange beschäftigt. Es ist so mächtig, dass du es immer mit dir herumträgst. Mit den Jahren scheint es auch immer schwerer geworden zu sein. Das ist bei Fragen oder Problemen so. Wenn du keine Antwort oder Lösung findest, gehst du ja irgendwann davon aus, dass es auch keine gibt. Jetzt wünschst du dir doch jemanden, der das mit dir zusammen anschaut? Diese Person muss dazu geeignet sein. Darum musst du sie prüfen. In deiner Frage an uns, hast du klugerweise dein Thema nicht ausgesprochen. Aber du hast deutlich gemacht, wie bedeutend es in deinem Leben ist. Es könnte dir den Boden unter den Füssen wegziehen und sogar deinen Lebenssinn und deine Identität beschädigen. Du merkst vielleicht schon selbst, dass es sinnvoll ist, nicht sofort das Thema auszusprechen. Dein Therapeut hat viele Chancen, auf deine Ankündigung zu reagieren. Er hat wahrscheinlich gelernt, dass Sicherheit und Vertrauen in einem Prozess entstehen und Zeit brauchen. Und nimm dir auch vor, dass du deinen Therapieerfolg nicht von dem Verhalten deines Therapeuten abhängig machst. Du beschreibst die therapeutische Beziehung als sehr gut. Nütze dies als Chance, das alte Thema in einer (geschützten) Öffentlichkeit zu bearbeiten, damit es seine Macht verliert.

Hier geben wir dir einige konkrete Formulierungsvorschläge für deine Therapie.

Thema nicht aussprechen: «Ich sage Ihnen erst, um was es geht, wenn ich genügend Vertrauen spüre.»

Befürchtungen benennen: «Ich habe Angst, …dass das Thema Sie überfordert/…das Sie mich nicht ernst nehmen/…dass Sie mich moralisch verachten/…»

Wünsche äussern: «Bitte hören Sie mir ohne Unterbrechung zu.» «Bitte behalten Sie im Kopf, dass mich das Thema schon lange schwer belastet.» «Ich wünsche mir eine erfolgreiche Therapie.» «Ich merke, dass mein Thema den Therapieerfolg verhindert. Bitte helfen Sie mir, damit umzugehen.»

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Frage Nr. 40515 von 06.12.2025

Ich habe eine etwas seltsame Frage. Ich habe vor ein paar Tagen einen schlimmen Autounfall miterlebt. Ich habe nicht gesehen, wie er passiert ist, aber war kurz danach als Ersthelferin vor Ort. Jetzt ein paar Tage danach, beschäftigt mich der Unfall natürlich immer noch. Und ich merke, dass ich mir die Bilder immer wieder in allen Details in Erinnerung rufe. Es ist nicht so, dass die einfach auftauchen. Sondern ich mach das ganz bewusst, weil es mir irgendwie eine seltsame Befriedigung gibt, wenn ich mich daran erinnere. Das ist doch nicht normal oder? Das Gefühl, dass die Erinnerung in mir auslöst ist vielleicht vergleichbar damit, wenn man an einem Unfall vorbeifährt und unbedingt hingucken will. Warum ist das bei mir so?

Unsere Antwort

Tatsächlich lösen Unfälle bei sehr vielen Menschen Schaulust aus. Katastrophen sind aufregend und vielleicht ängstigend. Mit solchen Gefühlen wird man vielleicht besser fertig, wenn man stehenbleibt, hinguckt und die Aufregung mit anderen teilt. Durch diese Schaulust können aber Bergungsarbeiten behindert werden. Wenn jemand an einem Unfall vorbeifährt, anhält und ev. sogar Fotos macht, ist das in Deutschland ein Straftatbestand. 

Bei dir scheint nicht die Schaulust eine Rolle zu spielen. Du schreibst, dass du als Ersthelferin vor Ort warst. Du hast die Unfallfolgen also von Nahem gesehen und hautnah miterlebt. Kann es sein, dass du dir die Bilder immer wieder in Erinnerunge rufst, um deine Handlungen zu überprüfen? Konntest du helfen? Hast du etwas bewirkt? Bist du vielleicht stolz auf deine Hilfeleistung? Ebenso könnte es sein, dass du Zweifel hast. Bist du in Teil deiner aktiven Erinnerung? Oder siehst du vor allem den Schaden? Möglicherweise brauchst du die Bilder auch, um zu glauben, dass dieser Unfall Wirklichkeit war. Wenn etwas sehr aufwühlend ist, denken und sagen wir oft «das kann doch nicht wahr sein!». Es ist ja noch nicht viel Zeit vergangen. Da sind solche intrusiven Erinnerungen normal. Wenn die Erinnerungen über einige Wochen oder einem Monat so eindringlich bleiben und dich auch emotional überwältigen, könnte es sein, dass du eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelst. 

Wir raten dir, einzusehen, dass du etwas Belastendes erlebt hast. Du hast eine spezielle Situation überstanden. Du bist ganz normal, wenn du dich immer wieder ganz genau erinnern musst. Oft brauchen die Gefühle einige Zeit, bis sie Erlebtes einordnen können. Vielleicht gelingt es dir, die Erinnerungen als eine Verarbeitungshilfe anzusehen. 

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Frage Nr. 40468 von 30.11.2025

Warum hilft mir ASMR so gut zu entspannen und gibt es da mehr Möglichkeiten außer solche Videos zu sehen?

Unsere Antwort

ASMR steht für Autonomous sensory meridian response und bezeichnet die Reaktion deines Körpers auf sehr sanfte Reize wie leises Flüstern, langsame Bewegungen oder feine Geräusche. Viele Menschen fühlen dabei ein angenehmes Kribbeln am Kopf, im Nacken oder entlang der Wirbelsäule, werden sehr ruhig und fühlen sich entspannt oder geborgen. Diese Gefühle kommen daher, dass dein Nervensystem solche sanften, wiederholten Reize als Zeichen von Sicherheit wahrnimmt. Diese Reize beruhigen also das Nervensystem, reduzieren Stress und fördern Entspannung und besseren Schlaf. 

Du musst dafür aber nicht unbedingt Videos schauen. Es gibt auch im Alltag viele Reize, die ASMR auslösen können. Das können leise Geräusche sein, wie Regen, das Umblättern eines Buchs oder das Rascheln von Stoff. Oder es kann eine Stimme sein, die langsam und ruhig spricht. Oder auch sanfte, wiederholte Berührungen, wie Haare kämmen, leichte Massagen oder sich über den Arm streichen. Und auch Tätigkeiten, wie Malen, Puzzlen oder Stricken können ähnliche Gefühle auslösen. Probier das doch einfach mal im Alltag aus. Schau welche Geräusche, Berührungen oder Tätigkeiten einen ähnlichen Effekt auf dich haben. Am besten in einer ruhigen Umgebung, in der du nicht von anderen Dingen abgelenkt wirst.

Wir haben ausserdem verschiedene Texte über das Autonome Nervensystem geschrieben. Wenn sie dich auch interessieren, könntest du mit diesem Text anfangen und in den dort verlinkten Texten weiterlesen. 

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Frage Nr. 40429 von 20.11.2025

Hallo ihr :)
Ich war vor einigen Wochen im Europapark (kennt ihr vielleicht) und bin wirklich wilde Sachen gefahren.
Als ich zum Ende hin die Voltron gefahren bin, war mir nach der Fahrt über mehrere Tage total schwindelig, übel und ich hatte Kopfschmerzen. Ich habe mich mehrmals übergeben müssen.
Ich hatte dann wohl ein Schleudertrauma oder so.
Neurologische Ausfälle oder sowas hatte ich nicht und ich habe keine Probleme mehr.
Ich hatte danach trotzdem total Angst bekommen, dass man davon "Hirnverletzungen" davontragen könnte.
Die logische Argumentation dagegen ist ja das diese Achterbahnen zugelassen wurden und eine Kapazität von mehreren Hundert Fahrgästen die Stunde haben können.
Ich habe Angst vor eurer Antwort. Ich denke aber wenn das problematisch wäre, wären die Achterbahnen sonst nicht zugelassen, oder?

Unsere Antwort

Es war vermutlich eine Kinetose (Bewegungskrankheit/Reisekrankheit). DIese kann in Einzelfällen, wie bei dir, über mehrere Tage anhalten und bildet sich dann wieder vollständig zurück. Es ist recht unwahrscheinlich, dass in deinem Gehirn Verletzungen entstanden sind. Verletzungen können natürlich nur in bildgebenden Verfahren (MRI/MRT , CT) diagnostiziert werden und nicht via Internet.

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Frage Nr. 40411 von 17.11.2025

Floating: ist es sinnvoll dies mal zu tun? Ihre Meinung?
(Ist das was für Autisten?)

Unsere Antwort

Wenn du neugierig darauf bist, warum nicht? Es ist gut möglich, dass du dabei wohlige Entspannung erlebst.

Autisten sind sehr unterschiedliche Menschen. Wir können nicht allgemein beurteilen, ob Floating was für Autisten ist. Das muss jede Person mit Autismus selbst beurteilen.

Was wir sagen können: Beim Floating sind die Sinneseindrücke reduziert. Das könnte bei Überstimulation hilfreich sein. Da eine Überstimulation der Sinne ein Symptom bei Autismus ist, liegt es nahe, dass Floating hilft. Andererseits gibt es natürlich viele persönliche Präferenzen, die dagegen sprechen können, zum Beispiel, wenn die Person nicht gern im Wasser ist.

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Frage Nr. 40370 von 10.11.2025

Zu Frage 40339.
Das stimmt doch nicht, oder? Der Schwager ist ja der Onkel der Tochter, richtig? Dann gäbe es ja eine Blutsverwandtschaft und zwar näher als Cousins...

Liebe Grüße

Unsere Antwort

Ja, da hast du gut aufgepasst. Wir haben uns nur auf einen Fall bezogen. Es kommt aber darauf an:

Wenn der Schwager durch eine Hochzeit zum Onkel der Tochter geworden ist, sind sie nicht blutsverwandt. Stell dir zum Beispiel vor, deine Schwester heiratet einen Mann. Durch diese Hochzeit wird dieser Mann dein Schwager. Du bist aber nicht mit ihm blutsverwandt und deine Tochter damit auch nicht. Er gehört nur wegen der Ehe zur Familie, nicht wegen der Gene. Von diesem Fall haben wir gesprochen.

Es kann aber auch sein, dass dein Schwager zum Beispiel der Bruder deines Mannes ist. Dann ist er mit deinem Mann und damit auch mit eurer Tochter blutsverwandt. Das zählt trotzdem nicht als Inzest und ist weder in der Schweiz, noch in Deutschland strafbar. 

In Deutschland wird das im Paragraph § 173 des Strafgesetzbuchs (SstGB) geregelt. Er besagt, dass der Beischlaf zwischen Eltern und Kindern sowie Großeltern und Enkeln unter Strafe steht, ebenso der zwischen Geschwistern. Alle anderen Verwandtschaftsgrade sind davon ausgenommen. Sex zwischen Onkel und Nichte wäre also nicht strafbar, es geht allein um direkt aufsteigende (Eltern), absteigende (Kinder) oder Seitenlinien (Geschwister). 

In der Schweiz wird Inzest in Art. 213 des Strafgesetzbuchs geregelt. Dort steht:

1 Wer mit einem Blutsverwandten in gerader Linie oder einem voll- oder halbbürtigen Geschwister den Beischlaf vollzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

2 Minderjährige bleiben straflos, wenn sie verführt worden sind.

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Frage Nr. 40355 von 06.11.2025

Guten Tag Lilli

Ich hab manchmal mehrere Gedanken gleichzeitig. Bei einem Stichwort habe ich mehrere Gedankengänge, wie ein Ast der sich immer mehr verästelt oder eine Straße mit Abzweigungen.
Denken/Denkt ihr bzw. andere Menschen auch so? Mir ist so langsam bewusst geworden, dass andere Menschen wohl etwas geradliniger denken. Oder ich täusche mich. Ich hatte mein Denken bisher nicht in Frage gestellt. Ich habe aber festgestellt das andere meinen Gedanken manchmal nicht folgen können, weil ihren die Assoziation (die gedankliche Brücke) fehlt.

Ist das EIN Hinweis auf ADHS? Ist das auch ein Merkmal bei Autismus?

Im Unterricht wippe ich oft automatisch mit den Beinen oder spiele an den Haaren. Möglicherweise um mich besser konzentrieren zu können. Generell bin ich schon schnell abgelenkt.

Also wieder die Frage: Ist das EIN Hinweis auf ADHS oder kommt auch bei Autismus vor?
Ich könnte da noch mehr Dinge auflisten. Was auch immer es ist, es macht Sinn es beim nächsten Versuch zu studieren in den Griff zu bekommen, sonst habe ich womöglich wieder Schwierigkeiten das Semester zu schaffen.

Danke.
MfG

Unsere Antwort

So wie du das beschreibst, könnte das schon eine ADHS-Thematik sein. Bei ADHS ist aber entscheidend, dass du das schon in der Kindheit hattest. Es gibt viele Punkte, die zutreffen müssen, damit man wirklich von ADHS redet. Ich empfehle dir dazu die Website adhs20plus.ch. Hier kannst du viel nachlesen und auch einen Online-Test machen. Je nachdem wie du in dem Test abschneidest, empfiehlt man dir vielleicht eine Abklärung. Erst nach so einer Abklärung kann man dir mit Sicherheit sagen, ob du ADHS hast. 

Ich finde es auf jeden Fall eine gute Idee, wenn du dem nachgehst. Denn angenommen du erfährst, dass du ADHS hast, dann kannst du gezielt etwas tun (Selbsthilfe, Coaching, Therapie, Medikamente etc.), um mit bestimmten Besonderheiten bei dir besser klar zu kommen und sie besser für dich und deine Ziele einzusetzen. 

Man kann in so einer Abklärung auch schauen, ob allenfalls irgendwelche anderen Gründe hinter deinen Besonderheiten liegen. Und auch die könntest du dann gezielt angehen.

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Frage Nr. 40313 von 29.10.2025

Ich hatte in der Vergangenheit mal sehr starke Zwänge.
Leider kann ich noch nicht so gut erkennen, wann etwas ein Zwangsgedanke ist.
Soll ich es - wie man es eigentlich sollte - einfach mal aushalten?
Das Gefühl ist einfach große Unsicherheit - und auch das anzweifeln von der Richtigkeit z.B eigenen digitalen Notizen (ob ich vielleicht nachträglich was am Text verändert hab) das würde den Originaltext verfälschen, auf den ich mich ja verlassen möchte.
Ich könnte probehalber in dieser Notizen-App eine neue Datei erstellen und schauen, ob sich beim bearbeiten dieser neuen Datei am nächsten Tag das Datum darunter verändert - Das wäre ein Hinweis, dass die Notizen-App anzeigt, wann eine Datei das letzte mal geändert wurde. Ich vermute das könnte aber eine Zwangshandlung sein.?
Außerdem könnte sich die Notizen-App mittlerweile geupdatet haben - und nach Updates können sich Funktionen in Apps verändern...
Man kann sich irgendwie nie sicher sein...

Unsere Antwort

Du weisst ja sehr genau, was du tust. Und mir scheint, du weisst auch, dass du deine Notizen nicht angerührt hast. Trotzdem kommt immer wieder dieser zweifelnde Gedanke. Wenn solche Gedanken regelmässig auftauchen und immer wieder Selbstzweifel auslösen, spricht man von Zwangsgedanken. Du müsstest also lernen, dir selbst und deinem Gedächtnis zu vertrauen. Wir würden dir darum eine Psychotherapie empfehlen. Am besten suchst du nach einer Fachperson, die auf Zwänge spezialisiert ist. Die wirksamste Methode ist die kognitive Verhaltenstherapie. Du hast nämlich richtig erkannt. Am besten gibst du dem Zwangsgedanken nicht nach. Dafür müsstest du ihn aber erkennen. Das einfache Aushalten ist auch viel zu anstrengend. In einer Therapie könntest du deine Zwangsgedanken studieren, damit du sie besser kennen lernst. Eine Therapie vermittelt dir auch Handungsmöglichkeiten für den Umgang mit den Zwangsgedanken. Du lernst, dich zu beruhigen und aus der Ruhe heraus, deine Gedanken zu beurteilen. Damit wirst du deine innere Sicherheit erhöhen können. Du wirst dann auch wahrnehmen können, wie die Gedanken immer wieder auftauchen. Und weil du weisst, dass sie das tun, kannst du beobachten, wie sie das machen. Du hast dann innerlich einen grösseren Abstand und kannst die Zwangsgedanken bewältigen. Lass dir diese Therapie von deinem Hausarzt verordnen. Es ist nicht ratsam, ganz allein mit den Zwängen fertig zu werden. Du brauchst ja erstmal die unterstützende Wahrnehmung eines Anderen, um zu erkennen, was stimmt und was nicht.

 

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Frage Nr. 40308 von 27.10.2025

Danke für eure Antwort von Frage Nummer 40268

Genau, bei dem "Eigentlich" von der Antwort von Frage Nr.40216 hatte ich gegrübelt, ob ihr es schon so meint oder im Sinne von "am liebsten würden wir das so sagen".

Jetzt ist mir klar, ihr habt es schon so gemeint, wie ihr es geschrieben hattet:
Das dass höhere Alter des Mannes (von 50 Jahren oder Anfang 50) wirklich kein Problem ist.

Entschuldigung, ich muss mich zum letzten Mal rückversichern: ich denke, ich habe es jetzt aber echt richtig verstanden?

Ich hatte da was durchgemacht.
Das Thema mit Angst vor Schwangerschaft und Geburt (vor allem das mit älterer Vater) hatte mich in eine seelische Krise gebracht. Das war heftig. War auch manchmal panisch.
Ich war paar Tage auf einer Kriseninterventionsstation und später zu einer Sprechstunde zur Ermittlung der Therapieempfehlung (kein Therapieplatz) und sie sagte was von Angststörung.

Solange diese (Extrem)ängste sind, ist es nicht machbar ein Kind zu bekommen, leider.

Begonnen hatte dieses Thema als ich was von "Fruchtwasserembolie" gelesen hatte.

Danke das ihr mich durch die Zeit "begleitet" habt.

Unsere Antwort

Ich habe deine zwei Fragen zusammengefasst. Da hast du wirklich etwas durchgemacht!!! Und du machst immer noch was durch! Ja, du hast es echt richtig verstanden, dass das höhere Alter des Mannes kein Problem ist. 

Es wäre super, du hättest eine gute Therapeutin, die dich begleiten kann und dir helfen kann, die Angst wieder in Griff zu bekommen! Wenn du dich mal wieder an uns wenden möchtest, mach das gern. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

Diese Antwort gilt auch für Frage 40307 und 40310.

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Frage Nr. 40288 von 24.10.2025

Was verendet sich mit dem Köper mit der Pupertät

Unsere Antwort

In der Pubertät wächst der Körper, der Körpergeruch verändert sich und die Haare am Geschlecht und in den Achselhöhlen wachsen. Bei Mädchen wächst der Busen und die erste Menstruationsblutung tritt ein. Bei Jungen wächst der Penis, die Stimme wird tiefer, der Bartwuchs beginnt und es kommt zur ersten Ejakulation. Und vieles mehr. Lies dir dazu auch mal diesen Text durch, wenn du ein Mädchen bist, und diesen Text, wenn du ein Junge bist.

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Frage Nr. 40286 von 24.10.2025

Ich (m 13) habe gestern meine Mutter zufällig nackt gesehen als sie aus dem Bad kam. Das war so peinlich, ich bin dann in mein Zimmer gegangen und nur kurz zum Abendbrot rausgekommen. Wir haben seitdem nicht viel miteinander geredet ich glaube es war ihr auch ziemlich peinlich. Was soll ich machen ?

Unsere Antwort

Du hast deine Mutter nackt gesehen und es ist euch beiden peinlich. Das ist absolut normal in einer Familie und passiert vielen Jugendlichen besonders in der Pubertät. Solche peinlichen Momente können erst unangenehm wirken, sind aber nichts Ungewöhnliches und gehen meist schnell vorbei.

Es kann helfen das Thema direkt, anzusprechen, indem du zum Beispiel sagst: „Das war gestern schon echt peinlich für uns beide…“. Meist lacht man dann zusammen, und das peinliche Gefühl geht dann noch schneller vorbei. Machmal ist es schwer, Dinge direkt anzusprechen, und das ist auch okay. Dann reicht es oft schon, dich wieder ganz normal zu verhalten – beim gemeinsamen Essen, beim zusammen Reden oder Lachen.

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Frage Nr. 40249 von 14.10.2025

Hallo Libes Lilli Team,
Ich bin w.16 jahre. ich brauche mal eure Beratung. Ich habe einen guten Freund schon seit sehr vielen Jahren. Dadurch das wir uns schon über 10jahre kennen haben wir eigentlich eine vertrautes verhältnis. wir verstehen uns gut.
Es verfolgt uns eigentlich schon unsere ganze freundschaft das wir mega zusammen passen würden und so. Als kleines kind habe ich das noch nicht so vertstanden und habe immer darüber gelacht.
Heut zu tage sehen wir uns immer noch aber nur in gruppen mit anderen freunden. Viele dachten als sie uns noch nicht kannten ,dass wir zusammen wären und sagen immer noch das peefekte paar wären. Ich sage immer das ich nichts von ihm will und das wir nur gute freunde sind.

Anfangs war mir das auch relativ egal was andere gesagt und gedacht haben. Aber wenn man das so oft hört macht man sich auch mal gedanken da drüber.
Reintheoretisch könnte ich mit eine Beziehung mit ihm vortstellen, weil wir eine gute bindung haben. Aber ich habe kein bauchkribbel wenn ich in seiner nähe bin und vermisse ihn auch nicht,wenn wie uns mal längere zeit nicht sehen.
Manchmal versuche ich auch ein wiedersehen heraus zu zögern, weil ich mich in seiner gegenwart nichr direkt unwohl fühle, ka wie ich das beachreiben soll. Mir sind die Gedanken der anderen eigentlich egal, aber ich merke das er sich irgendwoi verändert hat und ich glaube das hat was mit den kommentaren der anderen zu tun. Ich habe angst das er sich deswegen etwas ein bildet oder so. Ich finde er suchr sehr die Nähe zu mir und ist er körperkontaktfreudig was ich meistens versuche zu vermeinden. Außerdem habe ich das gefühlt ,dass er immer guckt wo ich bin und immer nah bei mir sein muss. Wenn wir uns hinsetzen quetscht er sich immer neben mich und wenn wir uns zb. Eis holen nimmt er imner das was ich auch habe. Mich nervt das irgendwie immer. Ich möchre ihn auch nicht darauf ansprechen , weil das 1. Sehr peinlich werden kann, weil ich vielleicht irgenwas falsch sehe und ich angst habe das dass unsere freundchaft kaput machen kann. Eine freundinn von mir meinte auch das ich viel macht über ihn habe. Das finde ich auch. Ich glaube wenn ich von mir zu ihn kommen würde und mot ikm etwas anfangen würde ,würde er mitmachen. Er würde aber glaube ich nichr von sich kommen, weil er zu schüchtern dafür ist.
Wie schätzt ihr sie situation ein? Was würdet ihr machen?

2. Das hat nicht mit der 1. Frage zu tun. Was passiert eigentlich mit einen Baby was zb. Im 5monat im bauch der mutter verstirbt. Wird es mit einer OP aus dem bauch gehohlt?

3. Ich habe mal meinen Finger in meine vagina gesteckt und abgetastet. Irgend wie isz sie nicht gerade und eher eine bischen gebogen. Ich kann mein finger irgendwie nichr gerade machen. Ist das schlimm?

Vielen Dank jetzt schon mal!
Lg

Unsere Antwort

1. Wie kannst du falsch sehen, was du empfindest? Wenn du von dir und deinen Empfindungen sprichst, kannst du nichts falsches sagen. Du könntest den Freunden zum Beispiel sagen "Ich fühle mich unwohl damit, wenn ihr das dauernd sagt" oder ihm sagen "Ich fühl mich damit gerade nicht so wohl". Es ist wichtig für andere, dass sie erfahren, womit du dich gut fühlst und womit nicht. Das pflegt eure Freundschaft statt sie zu gefährden. Du sagst, dass du kein Gespräch mit ihm führen möchtest. In vielen Fällen kann ein solches Gespräch helfen, die Spannung rauszunehmen aus eurem Miteinander. Nur du kannst beantworten, ob du neugierig bist auf ihn als Beziehungspartner. Hättest du zum Beispiel Lust, mit ihm Händchen zu halten oder zu küssen? Du kannst auch für dich Klarheit schaffen, indem du dich sehr klar wie eine Freundin verhältst. Wie meinst du das mit der Macht? Ich lese da nur raus, dass er sich nicht traut, aber offen wäre für mehr. Es ist immer eine gute Idee, darauf zu achten, dass beide gerne mitmachen und einverstanden sind.

2. Im 5. Monat wird meistens eine stille Geburt gemacht. Auch eine Ausschabung kann möglich sein.

3. Nein, das ist nicht schlimm. Das ist normal. Du kannst das auf diesem Bild sehen. Viele Abbildungen der Vagina sind vereinfacht dargestellt und der Knick fehlt.

Das Bild zeigt einen Längsschnitt durch Geschlechtsorgane  im Ruhezustand. Die Vaginawände liegen nah beieinander.

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Frage Nr. 40248 von 13.10.2025

Hallo ich bin männlich und 18 jahre alt. Mir ist etwas sehr peinliches passiert. Ich brauche euren Rat.
Ich war bis ich 13 war starker Bettnässer, was mich gerade in der Schule bei Klassenfahrten sehr belastet hat. Das hat sich mit der Zeit gegeben. Nun habe ich meine erste Freundin und ich habe am Samstag das erste Mal bei ihr übernachtet. Wir hatten noch keinen Sex damit wollen wir warten. Ich war trotzdem sehr nervös und es hat mich sehr erregt. Ich war auch einmal nachts im Bad um zu masturbieren weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Als ich am am Morgen wach wurde, lag ich komplett im Nassen. Ich hatte wieder in Bett gemacht. Ich hatte das nicht erwartet. Ich dachte das wäre abgeschlossen. Mir war das so peinlich, dass ich direkt einfach gegangen bin. Sie hat mich seit dem mehrmals angerufen aber ich bin nicht rangegangen. Das ist mir so unangenehm dass ich mit 18 ins Bett mache. Was kann ich tun?

Unsere Antwort

Du solltest dich bei ihr melden, mit ihr sprechen und ihr die Situation erklären. Sie hat dich bereits mehrfach angerufen, das zeigt, dass sie Interesse an dir hat. Du könntest ihr sagen, dass es dir sehr unangenehm ist und dass du dich dehalb auch nicht mehr gemeldet hast. Normalerweise ist es für einen Menschen viel schlimmer, wenn er einfach so ohne Erklärung "sitzen gelassen" wird insbesondere, wenn man in diesen Menschen verliebt ist, als ein Missgeschick, das passiert ist, zu akzeptieren.

Durch so ein offenes und ehrliches Gespräch, indem du ihr sagst, wie unangenehm und schambesetzt das für dich ist, kann eure Beziehung sogar an Tiefe und Vertrauen gewinnen.

Wahrscheinlich hast du auch die Befürchtung, dass es wieder auftreten wird. Ich denke allerdings, wie du es ja schon selber beschreibst, dass du einfach zu aufgeregt warst und dadurch das Missgeschick passiert ist. Nehmen wir an, ihr sprecht offen darüber. Und ich meine vorallem über eure Gefühle in der Situation, aber auch allgemein. Dann wird das sehr viel Druck aus der ganzen Situation nehmen und die Wahrscheinlichkeit, dass es wieder auftritt somit sehr sehr klein sein. Du hast es schon einmal geschafft das in den Griff zu bekommen, also wirst du es wieder schaffen.

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Frage Nr. 40231 von 28.09.2025

Manchmal habe ich Angst, dass ich nie ein glückliches/ „normales“ Leben haben werde.
Es ist sehr vieles besser geworden, ich habe Unterstützung und arbeite sehr an mir, gehe aus meiner Komfortzone raus, probiere neue Dinge aus, lerne Menschen kennen. Mein Leben ist sehr viel bunter und offener geworden.
Und dennoch lastet das Alte manchmal unendlich schwer auf mir. Es macht mich sehr traurig, zurückzudenken.

bitte kürzen:
[...]

Jetzt bin ich 27, war nie in einer Beziehung, versuche meine Identität zu finden, meine sexuelle Orientierung usw.
— Was kann ich tun, damit es besser wird?
Damit ich mein Leben leben kann? Ich bin in Therapie, aber bin so schnell dysreguliert/ verliere meine Sprache/ dissoziiere, wenn über das Thema gesprochen wird.
— Ich mache SB und obwohl ich weiss, es ist normal, schäme ich mich. Fast jedes Mal wird es aber am Ende eine Art Reinszenierung von erlebter Gewalt mit dem Gefühl, es nicht anders verdient zu haben. Ich weiss nicht, wie das anders werden kann?
— Ist es „normal“ seine Erinnerungen/ seine Realität immer wieder zu hinterfragen? Insbesondere wenn die Familie in einer rosa Welt lebt und dort „alles im Reinen“ scheint, während bei mir nur ein Scherbenhaufen übrig ist? Wie kann ich mich festigen und mir selbst mehr glauben, weniger diesen quälenden Selbstzweifeln ausgesetzt sein?

danke

Unsere Antwort

Du hast dir schon sehr früh psychotherapeutische Hilfe geholt. Das ist ungewöhnlich und deutet darauf hin, dass du Ressourcen hast. Du scheinst auch zu wissen, was du brauchst. Am besten bringst du deine Wünsche und Bedürfnisse in deiner Psychotherapie zur Sprache. Dort ist der Lernplatz für die Regulation von Gefühlen, für den Umgang mit Dissoziationen und das Finden von Wörtern, wenn die Erinnerungen (über)mächtig werden. Du hast ja schon Verbesserungen erlebt. Auch das spricht dafür, dass du Ressourcen hast. Kann es sein, dass du noch etwas Geduld mit dir selbst lernen könntest? Du hast extrem viel Lebenserfahrung für dein Alter. Die muss in dir ja irgendwohin. Dafür brauchst du Platz und Zeit. Du schämst dich für deine sexuelle Erregung. Das ist verständlich. Schliesslich hast du mit sexueller Erregung Gewalt erlebt und bist tief beschämt worden. Du schreibst, dass du in deinem familiären Umfeld, in einer Kultur von Gewalt gelebt hast. Du musstest also mit überwältigenden Gefühlen umgehen lernen. Wahrscheinlich hat dir damals niemand beim Regulieren der starken Gefühle geholfen. Also musst du das jetzt selbst lernen. Gib dir dafür die notwendige Zeit. Von deinen Eltern hast du kein Verständnis bekommen. Sie bestehen bis heute auf einer rosafarbenen Welt, die nicht deine ist. Du musst also auch das Verständnis für dich und deine Bedürfnisse selbst lernen. Ebenso wirst du lernen, dich selbst zu beachten und wertzuschätzen. Nimm dich ernst! Dein Körper mit all seinen Gefühlen und Gedanken gibt dir Hinweise auf deine Identität und deine sexuelle Orientierung. Hör diesen Hinweisen zu und verleugne dich nicht. Nimm dein Leben in die Hand. Dann ist die Chance gross, dass du Glück erlebst und stolz auf dich bist. Auf jeden Fall solltest du deine Psychotherapie für deine Entwicklung nutzen.

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