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Fragen & Antworten:
Liebe und Beziehung

Frage Nr. 41486 von 03.07.2026

Ich bin männlich und 31 Jahre alt. Ich hatte mich schon einmal gemeldet (Frage 40564, bei Interesse). Damals ging es um meine persönlichen Schwierigkeiten bei der Suche nach einer Partnerin. Dies führe ich an dieser Stelle nicht noch einmal im Detail aus.

Nun war es so, dass ich nicht lange nach dem Stellen dieser Frage eine äusserst sympathische und empathische Frau kennengelernt habe. Natürlich war sie bereits vergeben, wie so ziemlich alle Frauen, die ich in meinem Erwachsenenleben angetroffen habe. Ich frage mich langsam wirklich, ob es tatsächlich Single-Frauen gibt.

Zurück zur Geschichte: Sie hatte dennoch den Kontakt zugelassen, und es fanden mehrere Treffen und längere Gespräche statt. Der Kontakt besteht auch immer noch. Irgendwann war mir klar, dass ich mich verliebt habe. Nur ist eben eine Partnerschaft mit ihr nicht realistisch, und das akzeptiere ich auch; trotzdem gehen meine Gefühle nicht weg. Heute hatte ich den ganzen Tag durchgängig geweint. Sie selber weiss nicht, dass ich in sie verliebt bin.

Als zusätzliches Erschwernis kommen die bevorstehenden Sommerferien hinzu, erfahrungsgemäss eine Zeit mit minimalen Sozialkontakten und Aktivitäten (die Aktivitäten, die ich üblicherweise habe, sind ferienbedingt bis Ende August eingestellt). So schnell und leicht auf andere Gedanken kommen kann ich also nicht.

Wisst ihr vielleicht irgendenen Rat, was ich in meiner Situation machen soll? Ich habe gerade etwas Mühe, meine Gedanken zu sortieren. Sollte daher meine Nachricht unverständlich oder lückenhaft sein, bitte ich um einen entsprechenden Hinweis.

Unsere Antwort

Deine Nachricht ist nicht unverständlich oder lückenhaft. Du beschreibst sehr nachvollziehbar, dass dich die Situation gerade stark beschäftigt.

Eine Sache ist mir noch aufgefallen: Du schreibst, dass eine Partnerschaft mit ihr nicht realistisch sei. Gleichzeitig weiss sie offenbar nicht, dass du Gefühle für sie entwickelt hast. Deshalb weisst du im Moment eigentlich noch nicht, ob deine Gefühle tatsächlich unerwidert sind. Vielleicht wäre es ein erster wichtiger Schritt, mit ihr darüber zu sprechen, was in dir vorgeht. Nur so kannst du herausfinden, wie sie die Situation erlebt und ob es überhaupt eine Möglichkeit für euch gibt.

Du schreibst auch, dass du dich langsam fragst, ob es überhaupt Single-Frauen gibt. Wenn man über längere Zeit immer wieder Menschen kennenlernt, die bereits vergeben sind, kann sich das tatsächlich frustrierend anfühlen. Trotzdem gibt es natürlich viele Single-Frauen. Oft hängt es auch davon ab, in welchen Situationen und Umfeldern man Menschen kennenlernt und wie viel Gelegenheit entsteht, neue Kontakte aufzubauen.

Wenn es für dich nicht infrage kommt mit ihr zu sprechen, ist es gut nachvollziehbar, dass es sich schmerzhaft anfühlt. Wenn man sich verliebt und diese Gefühle nicht erwidert werden können, kann das ein starkes Gefühlschaos auslösen. Schmerz und Enttäuschung gehören leider auch zu den Erfahrungen, die viele Menschen irgendwann im Leben machen.

Wenn du einen Weg findest, diese Gefühle anzunehmen, kann der Umgang damit leichter werden. Versuche, sie nicht wegzudrücken oder gegen sie anzukämpfen, aber verliere dich auch nicht vollständig in ihnen. Vielleicht hilft es dir, die Gefühle bewusst wahrzunehmen: Was genau fühlst du gerade? Wo spürst du es in deinem Körper? Welche Gedanken tauchen dabei auf? Allein dadurch kannst du etwas Abstand gewinnen und besser verstehen, was gerade in dir passiert.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, gut für dich zu sorgen. Überlege dir, was dir momentan guttut und was du brauchst, um diese Zeit besser zu überstehen. Du schreibst, dass du während der Sommerferien weniger Möglichkeiten für Aktivitäten hast. Vielleicht können gerade jetzt Freunde oder Familie eine wichtige Unterstützung sein. Überlege auch, welche Dinge dir Freude bereiten – sowohl gemeinsame Unternehmungen als auch Aktivitäten, die du gerne alleine machst.

Manchmal hilft es auch, die Gefühle auf verschiedene Arten zu verarbeiten: mit jemandem darüber sprechen, Gedanken aufschreiben, sich bewegen, einen guten Film schauen oder ein Buch lesen. Vielleicht findest du auch in unserem Kapitel zum Thema Gefühle noch weitere Anregungen.

Wenn du magst, kannst du uns gerne noch einmal schreiben. Gib dann einfach die Nummer dieser Antwort mit an.

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Frage Nr. 41425 von 28.06.2026

ich bin 42 jahre alt und bin mit meiner frau 42 jahre zusamme und 9 jahre verheiratet. wir haben drei Kinder leider ist unser sex leben nicht so toll wir haben 1-2 mal im monat sex sie sagt sie hat nicht soviel lust aber es liege nicht an mir. ich denke aber das ich nicht attraktiv genug bin für sie sie sagt nir immer wieder das stimmt und ich gefalle ihr.

vor ca 4 jahren hatte sie kontakt mit einem anderen mann per whats app usw da dadurch hatte sie immer lust das dauerde 6 monate. nachdem der kontakt vorbei war ging auch ihre lust wieder weg.

ich weiss nicht wie ich das handhaben soll ob ich das akzeptieren soll das neine leben mit der menge sex klar kommen soll. dabei fühle ich mich von meiner frau sehr angezogen und habe immer lust auf sie.

aber das abweissen tut mir weh ich habe schon alles probiert von reden über sexspielzeug usw

Unsere Antwort

Ich kann mir vorstellen, dass das wehtut, und ich verstehe auch deine Ratlosigkeit.

Da du unglücklich mit der Situation bist, empfehle ich dir, etwas zu tun, damit Bewegung hineinkommt. Zum Beispiel, in dem du eine Paartherapie oder Paarberatung vorschlägst. Ich fände die Paartherapie/Paarberatung sinnvoll. Sie sollte bei einer Person stattfinden, die auch sexualtherapeutisch weitergeblidet ist. 

In der Paartherapie/Paarberatung könnte man besprechen, wie der Sex bei euch genau aussieht, und wie es beiden dabei geht. Deine Partnerin hat wahrscheinlich Momente während eurer sexuellen Begegnungen, wo sie in einem eher negativen Erleben ist, sonst hätte sie häufiger Lust auf Sex. Man könnte mit ihr besprechen, was sie genau erlebt und warum. Man könnte ihr helfen, in ein positiveres Erleben hineinzukommen – auch unabhängig davon, was du tust. Und man könnte mit dir beleuchten, was du tun könntest, was für das Lusterleben deiner Partnerin förderlich ist. 

Man könnte auch die Frage beleuchten, ob du attraktiv genug für sie bist. Ich verstehe, dass du ihr nicht glaubst, wenn sie dir das sagt. Es wäre für dich sicherlich hilfreich, wenn du wüsstest, was du tun könntest, damit du dich attraktiver und verführerischer fühlst. Hierzu interessiert dich vielleicht auch dieser Text.

Man könnte euren Umgang miteinander anschauen. Der Kontakt mit dem anderen Mann vor vier Jahren – wie geht es dir damit, dass sie ihn hatte? Wie kam es dazu, dass sie diesen Kontakt hatte? Und wie hast du darüber erfahren?

Was passierte in diesen WhatsApps? Ist sie dadurch in eine Fantasie hinein gekommen und hat es dann mit dir ausgelebt? Hast du sie mal gefragt? Weißt du, was sie bei diesen Kontakt gesucht hat? Ich könnte mir vorstellen, dass dort einige Fragen beantwortet werden könnten rund um das sexuelle Begehren deiner Partnerin. Sexuelles Begehren ist ein kompliziertes Phänomen, das sich aus ganz unterschiedlichen Faktoren aufbauen kann. Ich empfehle dir die ersten vier Texte dieses Kapitels über das sexuelle Begehren.

Vielleicht entscheidet deine Partnerin sich dafür, dass sie nichts dazu beitragen möchte, mehr Lust auf Sex mit dir zu bekommen, weil sie gar keine Lust darau hat, mehr Lust darauf zu haben. Wie könntet ihr trotzdem zu einem Konsens finden? Wie könnte dieser Konsens aussehen? Das könnte man in der Paartherapie besprechen. 

Ja, ich fände so eine Paartherapie/Paarberatung gut. Spricht da aus deiner Sicht etwas dagegen? 

Ich habe hier viele Fragen aufgelistet. Selbstverständlich kannst du uns deine Gedanken dazu schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 41404 von 25.06.2026

Meine Frage ich wie kann mal eine Freundin für Leben finden es hat bei noch nie geklappt das längste war nur 5 Monate

Unsere Antwort

Ich kann verstehen, dass es frustrierend für dich ist, dass deine Beziehungen bisher nicht länger als 5 Monate gedauert haben. Das heisst aber nicht, dass du keine lange Beziehung führen kannst. Dass es bisher nicht geklappt hat, dafür kann es viele verschiedene Gründe gegeben haben. Wenn du möchtest, kannst du mir deine Situation gerne etwas genauer beschreiben. Dann kann ich dir gezielter antworten. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an.

In der Zwischenzeit interessieren dich vielleicht unsere Texte in den Kapiteln Beziehungen eingehen und  Tipps fürs Dating und Verführen.

 

 

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Frage Nr. 41400 von 23.06.2026

Liebes Lilli-Team

Hier ein kleines Update zu meiner zuvor gestellten Frage „41376“ :

Ich und mein Partner haben nun gestern nach längerem Hin und Her (wie zuvor beschrieben) endgültig „Schluss gemacht“ bzw. uns für eine Trennung entschieden. Mein Mann hat mir zuvor ein „Ultimatum“ gestellt, da er die ganze Unsicherheit nicht mehr länger aushalten konnte und von mir wissen musste ob ich einen gemeinsamen Weg sehe für uns oder nicht. Wir haben viel geredet und ich habe ihm meine Gefühle diesbezüglich mitgeteilt. Das es für mich an diesem Punkt keinen Sinn mehr machen würde. Schlussendlich hat sich eine Trennung für mich richtiger angefühlt als weiterhin in der Beziehung zu bleiben. Da ich keinerlei Erfahrung mit Trennungen habe oder dem „Schluss machen“ fand ich unsere Reaktion danach irgendwie schwierig einzuordnen. Wie „blödelten“ danach zusammen herum und lachten sogar über uns selbst. Es war fast wieder so als wir „unbeschwerte Zeiten“ hatten ohne Druck und dem ganzen „Schwerem“ vom letzten halben Jahr. Natürlich haben wir beide vorher auch geweint da wir uns immer noch gerne mögen. Aber irgendwie war’s danach unbeschwert zwischen uns. Naja was meint ihr dazu? Könnt ihr mir helfen, dass ganze etwas besser einzuordnen ? Irgendwie hat mich die Reaktion danach auch wieder nachdenklich gestimmt ob das nun wirklich die „richtige“ Entscheidung war….ich habe jetzt zwar keinen Druck mehr mich entscheiden zu müssen andererseits bin ich trotzdem unsicher. Oh Mann….Liebe Grüsse & vielen Dank euch schon mal ! w [28]

Unsere Antwort

Eure Reaktion ist total verständlich. Du beschreibst das sogar selbst. Dein Partner hielt die Unsicherheit nicht länger aus. Du hast unter dem Heimweh gelitten und hast in der Partnerschaft keinen Sinn mehr gefunden. In eurem Gespräch habt ihr verschiedene Gefühle gehabt. Du schreibst: 'Natürlich haben wir beide vorher auch geweint'.  Ihr ward traurig und habt gemerkt, dass ihr euch mögt. Mit dem ‚Schluss machen‘ waren seine Unsicherheit und dein Heimweh weg. Nach einem Sinn musst du nun nicht mehr suchen. Ihr habt euch entlastet und konntet danach unbeschwert rumblödeln. Dein Partner hat auf eine Entscheidung gedrängt. Du warst noch nicht ganz so weit. Darum wirst du wahrscheinlich eine Zeit lang immer wieder zweifeln. Du möchtest ja raus der Schweiz raus. Dein Partner wäre irgendwie ok, wenn ich dich richtig verstanden habe. Lass dir beim Zweifeln Zeit. Wenn du das Gefühl zu Ende gefühlt hast, stellt sich ein Sicherheitsgefühl ein.

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Frage Nr. 41399 von 23.06.2026

Hallo liebes Lilli Team

Ich bin aktuell zufrieden mit mir selbst, mit meinem Dasein, meinem Umgang im Kontaktaufbau mit Frauen sowie allgemein mit meinem Datingleben.

Jedoch merke ich, dass ich immer dann unsicher werde, wenn es darum geht, jemanden näher kennenzulernen und es gut läuft. Ich denke dann oft daran, dass der nächste Schritt Sex sein könnte. Dabei fühle ich mich nicht wohl damit, mich komplett nackt zu zeigen. Für mich braucht es mehr Vertrautheit, um mit jemandem Sex zu haben.

Das führt dazu, dass ich den Kontakt oft abbreche, wenn es ernster wird oder darauf hinauslaufen könnte. Mir ist bewusst, dass ich damit Menschen verletzen kann, und genau das möchte ich nicht.

Ein wesentlicher Teil meiner Unsicherheit betrifft meinen Körper. Mein Penis ist etwa 13 cm lang und eher schmal. Obwohl ich weiss, dass dies grundsätzlich im normalen Bereich liegt, habe ich damit grosse Mühe. Ich vergleiche mich häufig mit dem, was man in sozialen Medien, Pornografie oder durch Erzählungen mitbekommt, und habe Angst, den Erwartungen einer Frau nicht gerecht zu werden.

Aktuell lerne ich jemanden kennen, den ich wirklich toll finde. Ich möchte mir diese Chance nicht wieder durch meine Ängste verbauen. Die Person hat ebenfalls ein eher langsames Tempo, was das Thema Sex betrifft, und das finde ich sehr angenehm. Trotzdem beschäftigt mich die Angst vor dem Moment, an dem das Thema Sex konkreter wird oder wir intim werden könnten.

Ich frage mich deshalb, wie ich damit umgehen soll, wenn in Gesprächen das Thema Sex aufkommt. Darf ich mich als Mann bei diesem Thema verletzlich zeigen und offen über meine Unsicherheiten sprechen, oder ist das eher etwas, das ich für mich behalten sollte?

Besonders beschäftigen mich folgende Ängste:

* Angst vor Ablehnung.
* Angst, den Erwartungen nicht gerecht zu werden.
* Angst davor, mich nackt zu zeigen.
* Angst, dass eine Frau nach dem ersten intimen Moment das Interesse verliert.
* Angst, dass ich aktuell selbstbewusst wirke, aber später nicht mehr ernst genommen werde, wenn meine Unsicherheiten sichtbar werden.

Ich befinde mich gerade in einer Phase, in der ich mich nach einer schwierigen Zeit wieder aufbaue und überhaupt erst wieder den Mut gefunden habe zu daten. Deshalb habe ich grosse Angst davor, in diesem Bereich verletzt oder zurückgewiesen zu werden.

Ich kann meine Frage nicht ganz konkret formulieren. Vielleicht geht es weniger um ein einzelnes Problem und mehr darum, wie ich mit diesen Ängsten umgehen kann, ohne erneut Menschen wegzustossen oder mich selbst zu sabotieren.

Vielen Dank für eure Zeit und eure Einschätzung.

Unsere Antwort

So wie du schreibst, kannst du deine Frage sehr deutlich formulieren – du bist sehr reflektiert. Das kann dir auf jeden Fall auch später helfen, gerade im Umgang in Beziehungen.

Dass du Vertrautheit brauchst, um mit jemandem Sex zu haben, geht vielen Menschen so. Ich lese aus deinem Text, dass du das als Schwäche siehst – ist das so? Wie ist das bei dir? Aus unserer Beratungspraxis kann ich dir sagen: Es geht vielen Menschen so, und das ist vollkommen okay und gut. Es gibt kein "richtiges Tempo" – nur dein Tempo.

Du schreibst, dass du dich viel vergleichst. Vergleiche – ob mit Pornografie, sozialen Medien oder Erzählungen anderer – führen oft dazu, dass wir uns schlecht mit unserem eigenen Körper fühlen. Wenn du an die Vergleiche denkst, die dir am meisten zu schaffen machen – woher kommen diese Bilder genau, und wie realistisch sind sie eigentlich? In diesem Text kannst du etwas darüber erfahren, was du machen kannst, um dich wohler in deinem Körper zu fühlen.

Deine Gefühle und Ängste sind normal und verständlich, besonders wenn es um intime Beziehungen und Sexualität geht. Viele Menschen fühlen sich unwohl damit, sich anderen nackt zu zeigen. Es macht uns etwas aus, was andere Leute von uns denken – insbesondere dann, wenn wir mit ihnen in einer Liebesbeziehung sind. Das ist normal und kann sehr verunsichernd sein.

Ein bisschen Unsicherheit gehört bei jeder neuen Erfahrung oder Begegnung dazu. Je öfter du die Erfahrung machst, umso sicherer wirst du. Wir haben dazu den Text „Wie kriege ich Lust darauf, mich der*dem anderen zu zeigen?" geschrieben.

Du kannst auch mit deinen Gedanken dazu beitragen, dass du dich sicherer fühlst. Erinnere dich: Eine Person, die dich mag und schätzt, liebt dich nicht nur für dein Aussehen oder die Form deines Penis, sondern für die Person, die du bist. Anziehungskraft hat viel mehr mit Ausstrahlung zu tun als mit Aussehen. Wenn jemand dich wirklich mag, wird sie dich als Gesamtperson sehen und schätzen – einschliesslich deiner Stärken und Schwächen, nicht nur aufgrund deines Körpers oder eines Körperteils.

Denk an die Teile von dir, die du schön findest. Und versuche auch, die Teile zu akzeptieren, die du vielleicht erstmal nicht so schön findest. Was ist das Besondere an deinen Körperteilen? Es macht attraktiv, wenn du dich in deiner Haut wohl fühlst. Dadurch verändert sich auch die Art, wie du dich selbst siehst und wie du dich anderen zeigst. Lies dazu gerne diesen Text.

Es ist schön, dass du gerade jemanden kennengelernt hast, mit dem du gerne zusammen bist – und dass ihr beide ein ähnliches Tempo mögt, ist eine gute Basis.

Vielleicht könnte es helfen, im Gespräch mit deiner Partnerin nicht nur darüber zu sprechen, ob oder wann ihr eventuell Sex haben werdet, sondern darüber, wie ihr körperliche Nähe leben wollt: Wie fühlt sich Nähe und Körperlichkeit für euch beide sicher und schön an? In diesem Text findest du Tipps für das Reden über Sex. Über Unsicherheiten zu sprechen macht uns oft sehr viel attraktiver – nicht weniger. Verletzlichkeit wird von den meisten Menschen als Stärke und als Zeichen von echtem Interesse wahrgenommen, nicht als Schwäche.

Wenn du möchtest schreib mir gerne nochmal. Gib dann die Nummer dieser Antwort an.

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Frage Nr. 41385 von 20.06.2026

Hallo ich bin 40 jahre alt. Ich habe vor ein paar Wochen eine Frau kennengelernt. Sie ist erst 20. Es hat gleich zwischen uns gefunkt. Wir sind jetzt seit einigen Wochen zusammen und hatten schon mehrmals Sex. Jetzt haben wir erfahren, dass ich sie auch aus Versehen geschwängert habe. Ich bin einmal versehentlich in ihr gekommen. Ich mag sie sehr gern. Doch trotzdem hadere ich mit dem Altersunterschied, weshalb ich unsere Beziehung auch noch nicht vor der Familie und Freunden öffentlich gemacht habe. Ich weiß, dass ich das nicht lnger verheimlichen kann. Gerade auch jetzt durch die Schwangerschaft. Ist ein Altersunterschied von 20 Jahren in Ordnung? Wie kann ich damit umgehen?

Unsere Antwort

Das klingt, als wäre bei dir gerade sehr viel auf einmal los.

Bevor ich auf den Altersunterschied eingehe, habe ich ein paar Fragen: Wie geht es dir mit der ganzen Situation? Und wie geht es ihr?

Außerdem würde mich interessieren: Wann genau war der ungeschützte Geschlechtsverkehr? Habt ihr bereits einen Schwangerschaftstest gemacht oder wurde die Schwangerschaft ärztlich festgestellt? Diese Informationen sind wichtig, um einschätzen zu können, welche Möglichkeiten überhaupt noch infrage kommen. Falls der ungeschützte Sex erst vor kurzer Zeit stattgefunden hat, kann unter Umständen noch eine Notfallverhütung (die „Pille danach“) möglich sein. Besteht die Schwangerschaft bereits, wirkt die Pille danach allerdings nicht mehr.

Habt ihr schon darüber gesprochen, wie ihr beide zur Schwangerschaft steht und welche Wünsche oder Vorstellungen ihr für die Zukunft habt? Das ist im Moment vermutlich die wichtigste Frage. Falls ihr dabei Unterstützung möchtet, kann eine Schwangerschaftsberatungsstelle ein guter erster Anlaufpunkt sein.

Zum Altersunterschied: Den kann man nicht pauschal beurteilen. Ihr seid beide erwachsen und könnt eure eigenen Entscheidungen treffen. Gleichzeitig bedeutet ein Unterschied von 20 Jahren oft, dass man sich in unterschiedlichen Lebensphasen befindet. Du hast deutlich mehr Lebens- und Beziehungserfahrung als sie. Deshalb ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass ihr euch auf Augenhöhe begegnet und offen über Erwartungen, Bedürfnisse und Zukunftspläne sprecht. Ein Thema, das bei solchen Alterskonstellationen oft mitschwingt, ist Geld. Gesellschaftlich entsteht schnell das Bild des „Sugardaddys“ – also die Annahme, der ältere Partner halte die jüngere Frau finanziell aus. Das ist ein Klischee, das viele Beziehungen kennen und das belastend sein kann. Sprecht deshalb frühzeitig offen über finanzielle Themen und schafft eine Dynamik, in der sich beide gleichwertig fühlen.

Frag dich zum Beispiel:

Was wünschst du dir von der Beziehung?

Habt ihr ähnliche Vorstellungen vom Leben?

Was das Verstecken der Beziehung angeht: Ich kann verstehen, dass du wegen möglicher Reaktionen von Familie und Freunden unsicher bist. Gleichzeitig kann ein dauerhaftiges Geheimhalten für beide belastend werden. Gerade jetzt, wo eine Schwangerschaft im Raum steht, wird die Beziehung vermutlich ohnehin bald sichtbar werden. Vielleicht hilft es, das Gespräch mit nahestehenden Menschen zu suchen.

Ein Altersunterschied von 20 Jahren macht eine Beziehung nicht automatisch schlecht oder zum Scheitern verurteilt. Entscheidend ist die Frage, wie respektvoll, gleichberechtigt und tragfähig eure Beziehung im Alltag tatsächlich ist. Vielleicht interessiert dich dazu auch unser Kapiel Tipps für bessere Liebesbeziehungen.

Und noch etwas, was ich direkt ansprechen möchte: Verhütung ist ein gemeinsames Thema — für euch beide. Es lohnt sich, offen darüber zu sprechen, wie ihr künftig gemeinsam Verantwortung tragt. Vielleicht interessiert dich dazu dieses Kapitel.

Wenn du magst, schreib mir gerne noch einmal. Gib dann die Nummer dieser Antwort an.

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Frage Nr. 41384 von 20.06.2026

Hallo liebes Lilli-Team,
mich (w27) treibt seit langer Zeit, eigentlich seit ich 18 bin, etwas um. Es geht im Folgenden um heteronormative Sexualität und Beziehungen. Die Gesellschaft ist in den letzten Jahrzehnten immer offener geworden, was das Wissen um sowie das Darstellen und das Ausleben von weiblicher Sexualität angeht.

Dennoch habe ich den Eindruck, dass wenn eine Frau ihre Sexualität ohne feste Beziehung offen auslebt und das offen in ihrem (beruflichen oder privaten Umfeld) bekannt wird, sie befürchten muss, sehr schnell als „Flittchen“ oder „leicht zu haben“ dazustehen. Die Gesellschaft straft sie also dafür ab, dass sie ihre Sexualität auslebt. Umgekehrt gewinnen in den Augen der Gesellschaft Männer an Ansehen und Status, wenn sie viele Frauen „klarmachen“. Wenn sie das nicht wollen oder schaffen, wird ihnen hingegen unterstellt, etwas sei mit ihnen nicht in Ordnung. Ihnen wird also indirekt Druck gemacht, ihre Sexualität – auch ohne feste Beziehung – auszuleben. Diese Wertungen finde ich per se schon mal sehr ungerecht.

Dann ist es aber so, dass ich oft weiterdenke, was diese Ungerechtigkeit im sexuellen Beziehungsleben von Männern und Frauen für Konsequenzen hat. So wie ich das sehe, müsste das dazu führen, dass Männer im Durchschnitt in ihrem Leben viel mehr sexuelle Erfahrungen machen und viele wechselnde Sexualpartnerinnen haben. Frauen hingegen dürften im Schnitt weniger sexuelle Erfahrungen machen und weniger wechselnde Sexualpartner haben.
Ich folgere aus diesen Überlegungen, dass es doch dann bei einem „durchschnittlichen“ Paar immer so sein müsste, dass der Mann der Frau „sexuell überlegen“ ist, weil er mehr Erfahrung und mehr Partnerinnen hatte (vorausgesetzt es ist für beide nicht das erste Mal).

An dieser Stelle beziehe ich auch mich selbst in diese Überlegungen ein: ich bin aktuell single, aber wenn ich jetzt mit einem Mann zusammenkäme, hätte ich Angst davor zu erfahren, wie viel mehr Erfahrung er im Vergleich zu mir hat. Ich bin bisher in meinem Leben „nur“ mit 3 Männern intim geworden. Es würde mich aber schockieren zu erfahren, wenn mein Partner mit 30 Frauen oder mehr geschlafen hätte (oder alternativ: er hatte eine oder mehrere langjährige Beziehungen, während ich in meinem Leben nur 2 Jahre lang in einer Beziehung gelebt habe). Nicht weil ich es per se schlecht finden würde, sondern weil ich mir neben ihm unerfahren und klein vorkommen würde. Ich befürchte ein Machtungleichgewicht, weil er dann sexuell viel selbstbewusster und souveräner ist als ich. Er kann dann bestimmt seine sexuellen Wünsche viel besser durchsetzen. Zudem hat er wahrscheinlich eine hohe Erwartungshaltung an meine sexuelle „Performance“, weil mit seiner Ex-Freundin oder Frau XYZ dies oder jenes ging (z.B. Deep Throat oder Analsex oder was auch immer).
Ich bin grundsätzlich sehr aufgeschlossen, was Sex angeht (habe auch schon eure genialen Tipps zum Solosex und sexuellen Lernen ausprobiert), aber wenn ich jetzt – nach einigen Jahren ohne Sex mit einer anderen Person – jemanden treffen würde, wäre eben die Angst da, beim Sex unterzugehen oder den Erwartungen nicht gerecht zu werden. Ich müsste mich an partnerschaftliche Sexualität erst wieder rantasten.

Jetzt könnte man an der Stelle natürlich einwenden: „Wo ist dein Problem, wenn du meinst zu wenig Erfahrung zu haben, dann geh doch los und lass dich flachlegen.“ Aus mehreren Gründen habe ich aber auch davor Angst: zum einen vor der negativen Bewertung, wenn es in meinem Umfeld bekannt würde, dass ich viel date/Sex habe; dann habe ich auch Angst vor STIs, und ich habe Angst davor, dass eine sexuelle Situation mit einem Mann, den ich (noch) nicht so gut kenne, aus dem Ruder läuft und ich missbraucht oder vergewaltigt werde, noch dazu, wenn ich dabei in seiner Wohnung wäre (was ich muss; meine Wohnsituation lässt Männerbesuche nicht zu und in der eigenen Wohnung könnte das ja auch passieren).

Vielleicht ist meine Angst vor diesen ganzen Szenarien aber größer als die realen Konsequenzen. Ich merke nur, dass ich diese Gedanken schon recht lange habe und da ich gerade vermehrt date, sich mir diese Fragen wieder häufiger stellen.
An der Stelle auch generell einmal vielen Dank für dieses tolle Angebot. ????

Unsere Antwort

Schau deinen Text nochmals an. Du sorgst dich vor allem um deine Performance, die zur Zufriedenheit deines möglichen Partners führen soll. Da könnte man sagen: Die heteronormative Sozialisation ist gelungen. Dein zukünftiger Partner dominiert in dir heute schon. Mit deinen Gedanken und Gefühlen schüchterst du dich ein. Das merkst du selbst.

Auf der anderen Seite hast du mit deiner Wahrnehmung völlig recht. Von Männern wird sexuelle Aktivität erwartet. Die gleiche Aktivität wird bei einer Frau oft nicht so geschätzt. Die Familie könnte bedroht sein und damit der gesellschaftliche Frieden, wenn Frauen oft die Partner wechseln. In diesem Bereich ist die gesellschaftliche Gleichstellung aller Menschen keineswegs erreicht.

Nun ist die Gestaltung der eigenen sexuellen Erregung eine persönliche Fähigkeit. Jede Person macht im Laufe ihres Lebens Erfahrungen, die zu Ausbau oder zur Hemmung ihrer Sexualität führt. Zu deinem Trost und zur Beruhigung: Die Anzahl der Sexualpartner*innen ist kein Mass für den sexuellen Genuss. Sexuellen Genuss lernst du, wenn du dich selbst gut wahrnimmst. Wenn du sexuelle Zufriedenheit erleben willst, brauchst du einen Körper, der dir diese Erlebnistiefe vermittelt. Zusammen mit einem Partner braucht es Abstimmung miteinander. Wenn die Abstimmung gelingt, kann der Sex zu zweit zu grossem Genuss und tiefen Bindungsgefühlen führen.

Unsere Texte kennst du bereits. Das sexuelle Lernen steht dort im Zentrum. Vielleicht hast du schon gemerkt, dass sexuelle Zufriedenheit auch eigenständiger macht. Wie attraktiv findest du einen möglichen Sexualpartner, der damit angibt, «zig-Frauen flachgelegt» zu haben? Du wärst dann Nummer X und müsstest damit rechnen, dass er morgen nach Nummer Y sucht. Wir ermuntern dich, dich eigenständig zu entwickeln. Wenn du Partner für kurze Kontakte wählst, könntest du anstreben, die gemeinsame Lust an der Erregung zu erleben. Für eine monogame Partnerschaft über längere Zeit braucht es bei beiden die Fähigkeit, dieselbe Person über längere Zeit erotisieren zu können. Diese Fähigkeit entwickelt jedes Paare miteinander in ihrer Beziehung. Und jede Beziehung wird sich von der vorherigen unterscheiden. Je eigenständiger du dich als Frau entwickelst, desto weniger wichtig werden dir einschränkende Normen sein.

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Frage Nr. 41376 von 18.06.2026

Hallo liebes Lilli-Team

Habt ihr da einen Rat? Irgendwie stecke ich in einem Dilemma ( w, 28 )

Seit meinem 17. Lebensjahr bin ich mit meinem heutigen Mann zusammen, seit knapp zwei Jahren sind wir verheiratet. Nach einer längeren Fernbeziehung bin ich vor sechs Jahren für ihn in die Schweiz gezogen und habe mir hier ein eigenes Leben aufgebaut. Seit etwa zwei Jahren habe ich jedoch zunehmend Zweifel, ob dieses Leben und die Beziehung noch zu mir passen. Ich vermisse meine Heimat und meine Familie sehr und habe oft Heimweh. Gleichzeitig merke ich, dass ich mich in den vergangenen Jahren stark angepasst und viele eigene Bedürfnisse zurückgestellt habe.
Mein Mann hat sich stets bemüht, dass ich mich hier wohlfühle, und unterstützt mich. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass unsere Beziehung nie ganz auf Augenhöhe war. Während er bereits fest im Leben steht, befinde ich mich noch immer in einer Phase der Selbstfindung. Um Klarheit zu gewinnen, habe ich einen Monat allein auf dem Jakobsweg verbracht. Mein Mann hat mir diese Auszeit ermöglicht und unterstützt. Nun stehe ich vor der Frage, wie es weitergehen soll: Soll ich in der Schweiz bleiben und weiter an der Beziehung arbeiten, oder die Beziehung beenden und in meine Heimat zurückkehren? Diese Entscheidung fällt mir sehr schwer. Mein Mann bedeutet mir viel, wir begegnen uns respektvoll und verstehen uns nach wie vor gut. Dennoch bin ich derzeit nicht glücklich und frage mich, ob ich hier langfristig glücklich werden kann. Ich habe auch andere Lebensvorstellung als er und möchte nicht das einer von uns drastische Kompromisse wie Kinder kriegen, etc. eingehen muss.

Ich weiss es gäbe die Option von Paartherapie jedoch müssten wir - denke ich zumindest - mit voller Überzeugung dahinterstehen, dass es für uns zwei einen Weg gibt.

Wie seht ihr das ? Danke schon mal vorab für eure Antwort!

Unsere Antwort

Deine Idee gemeinsam eine Paartherapie oder -beratung zu machen, ist gut. Solche Therapien sind gerade in Zeiten des Zweifels sinnvoll. Vielleicht entscheidest du dich schliesslich für eine Trennung. Aber im Moment zweifelst du noch. Oft ist es sehr schmerzhaft, eine Trennung zu verhandeln. Eine Paartherapie kann beim Trennungsprozess vor gegenseitigen Verletzungen schützen. Sie kann auch helfen, eine Trennung zu verarbeiten. Schau mal, was wir in unserem Kapitel: «Trennung: Schluss machen...» geschrieben haben.

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Frage Nr. 41349 von 09.06.2026

Also ich mag nen Typen und der hat mir heut gesagt, das er mit seiner Freundin Schluss gemacht hat. und ich hab ihm jetzt geschrieben, ob er wirklich Schluss gemacht hat und er sagte "ja warum" was soll ich jetzt sagen? weil ich sehe in morgen halt wieder und will nicht dass es unangenehm wird. aber ich glaube er mag mich auch

Unsere Antwort

Seit deiner Frage sind ja schon ein paar Tage vergangen. Wie ist es dir inzwischen mit der Situation ergangen? Gibt es noch etwas, bei dem wir dir weiterhelfen können?

Vielleicht interessieren dich auch die Texte in unserem Kapitel Tipps fürs Dating und Verführen.

Wenn du magst, kannst du uns gern noch einmal schreiben. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 41277 von 02.06.2026

Hallo ich bin ja nicht so lebenserfahren wie ihr.
Jedoch hab ich festgestellt das ein Partner zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich auf Kinderwunsch reagiert. Kann das sein?
Anfangs der Beziehung hatte ich einen KiWu bekundet, und wir haben (spielerisch) über schöne Namen nachgedacht ohne das es konkret wurde.(Zeitpunkt wäre unpassend gewesen da in Ausbildung).

Später durch Aussagen bei Freunden war es dann für mich nicht mehr so sicher wie mein Partner nun dazu steht.
Deshalb habe ich ihm einen Brief geschrieben, und er meinte das er es nicht ausschliesst, es auf uns zukommen lassen wolle. (Schau mer mal wies kommt)
(Vielleicht passierts)
Ich kenne ihn auch schon länger und habe den Eindruck das er sowieso nicht so weit in die Zukunft denkt. Er ist loyal und macht keine Ausreden.
Im Vordergrund steht für ihn auch das ich mehr Eigeninitiative zb im Haushalt übernehme (Eigenständigkeit).

Als wir mal (aus einem anderem Grund) bei einer Psychologin waren und sie ihn fragte, ob er denn auch Kinder wolle, sagte er ja.

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Ich meinte auch letztens zu beglauben, dass Frauen da emotionaler bzw. oft mehr Gedanken um so ein Thema machen.
Kann das sein?

Unsere Antwort

Ja, die Einstellung zum Kinderwunsch kann zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich sein. Es ist normal, dass ein ganz allgemeiner Wunsch zu Beginn der Beziehung einfacher gesagt ist, als die konkrete Auseinandersetzung damit, was das für euch beide genau bedeuten würde. Es könnte also sein, dass seine Aussagen mit der Zeit vorsichtiger werden. Eben weil es konkreter wird und mehr bedeutet.

Dich scheint zu verunsichern, dass du von deinem Partner bisher leicht unterschiedliche Aussagen zum Thema Kinderwunsch gehört hast. Wobei ich herauslese, dass er grundsätzlich offen wäre für Kinder. Er könnte sich auch ein Leben ohne Kinder vorstellen.

Wie ist es denn bei dir? Bist du dir schon ganz sicher und wäre eure aktuelle Lebenssituation dafür geeignet?

In eurem Fall wäre es sicher sinnvoll, Gespräche über eure gemeinsame Lebens- und Familienplanung zu führen. Anregungen dazu findest du in unseren Texten Wir können uns nicht entscheiden, ob wir ein Kind wollen und Was tun, wenn sie ein Kind will und er nicht – oder umgekehrt?

Ich weiß nicht, wie alt du bist. Für viele Frauen ab 30 ist Kinderwunsch ein wesentlich drängenderes Thema als für Männer im selben Alter. Mutterschaft ist für viele Frauen ein wichtiges Thema, weil es in ihrem Körper passiert.

Für Männer ist Kinderwunsch durchaus auch ein emotionales Thema. Aber vielleicht sieht er manche Dinge entspannter, weil es nicht darum geht "ich krieg ein Kind" oder "es muss passieren bevor ich 40 bin". Wenn er das Gespräch über dieses Thema vermeidet, heißt das nicht, dass er sich keine Gedanken macht oder nicht emotional ist.

Wenn es für dich sehr wichtig ist, eigene Kinder zu haben, ist es sinnvoll, dass du dich für eine Klärung einsetzt. Denn im blödesten Fall zögert ihr eine Entscheidung so lange hinaus bis es zu spät ist.

Wenn ich dich richtig verstehe, war für ihn eine Voraussetzung für die gemeinsame Familienplanung, dass du mehr Eigeninitiative im Haushalt übernimmst. Wie steht es denn um diesen Punkt?

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Frage Nr. 41263 von 31.05.2026

Hallo liebes Lilli-Team,
habt Ihr Buchtipps für gesunde Beziehungen?
Vielen lieben Dank

Unsere Antwort

Hier ist eine unvollständige Liste von Büchern über Beziehungen, die wir gut finden:

Zuallererst empfehlen wir die Bücher des Arbinger Institute. Lies am besten zuerst „Führung und Selbsttäuschung: Raus aus der Box“. Darin geht es eigentlich um Arbeitsbeziehungen. Aber schon dort wird der Blick auch auf persönliche Eheprobleme gelenkt, und es werden Mechanismen beschrieben, die es uns schwer machen, in Beziehungen glücklich zu sein. Es beschreibt ganz grundsätzliche Dinge, die für alle Beziehungsen gelten. Auch das Buch "Konflikte im Kern gelassen lösen: Die Anatomie des Friedens" ist sehr empfehlenswert. Dort geht es um Paarbeziehungen und um Beziehungen zwischen Eltern und Kindern. Die Bücher sind leicht zu lesen und wie Romane geschrieben. Man muss sich beim Lesen nicht besonders anstrengen.

Wenn es dir ganz konkret um sexuelle Beziehungen geht, ist auch "Intimität und Verlangen: Sexuelle Leidenschaft in dauerhaften Beziehungen" von David Schnarch sehr empfehlenswert. Auf ähnliche Weise schreibt auch Esther Perel in ihrem Buch "Was Liebe braucht - Das Geheimnis des Begehrens in festen Beziehungen".

Ein weiterer bekannter Beziehungsratgeber ist "Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe" von John Gottman und Nan Silver. Sehr konkrete Tipps und Übungen findest du auch in ihrem Buch "Die Vermessung der Liebe: Vertrauen und Betrug in Paarbeziehungen". Es enthält vielen Fragebögen und Übungen, mit denen man als Paar gemeinsam arbeiten kann.

Einfach lesbare Bücher zu verschiedenen Themen hat außerdem auch Berit Brockhausen geschrieben. Von ihr ist vor allem das Buch "Hoheitsgebiete: Revierkämpfe in der Liebe" empfehlenswert. Ein weiteres bekanntes und beliebtes Buch ist "Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest" von Eva-Maria Zurhorst.

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Frage Nr. 41248 von 26.05.2026

Habt ihr Tipps zu Dating und Neurodivergenz?

Unsere Antwort

Neurodivergenz ist ein sehr breiter Begriff. Verschiedene Personen verstehen darunter oft etwas ganz Unterschiedliches und machen sehr unterschiedliche Erfahrungen. Deswegen können wir deine Frage so, wie du sie stellst, nicht beantworten. Du kannst uns aber gerne noch einmal schreiben und etwas genauer erklären, worum es dir geht.

Beschreib doch mal, welche Anzeichen du in deinem Erleben und Verhalten siehst, die du neurodivergent findest. Wo siehst du mögliche Besonderheiten oder Probleme beim Dating? Welche Erfahrungen hast du schon gemacht?

Falls du diese Frage für jemand anderen oder ganz allgemein gestellt hast, teile uns das bitte auch mit und probiere bitte auch dort, die Frage konkreter zu fassen. Wenn du uns nochmal schreibst, gibt bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 41191 von 15.05.2026

hallo Leute, ich hab ein Problem und zwar ich bin 20 und hab auf der Arbeitsstelle einen Kollegen kennen gelernt. Wir haben uns sehr gut verstanden und etwa zwei Monate nachdem ich dort angefangen habe zu arbeiten hat sie mir auf da nicht mal Lust habe mit in den Ausgang zu gehen. ich hab dann erst gezögert, bin aber trotzdem mitgegangen. Wir waren dann eine Gruppe und es war ziemlich lustig. so ging das dann einige Male und irgendwann hab ich gemerkt, dass er mich irgendwie anders behandelt, dass er mir Komplimente macht zeigt dass ich süss bin und wurde auch ein bisschen körperlich zwischen uns war natürlich nicht ausgeartet. Etwa zwei Wochen danach habe ich herausgefunden, dass er eine Freundin hat und seitdem bin ich ziemlich verzweifelt, denn er hört nicht auf mir weiterhin Hoffnung zu geben, obwohl er genau weiss, dass er eine Freundin hat und er weiss auch, dass ich es herausgefunden habe. Irgendwie macht mich das komplett wahnsinnig im Kopf die ganze Situation an sich ist einfach ziemlich schlimm für mich und ich kann es irgendwie nicht verdrängen und versuche es gerade zu verarbeiten. Aber ich weiss einfach nicht was ich tun soll.

Unsere Antwort

So wie du schreibst, ist das wirklich keine einfache Situation, und es ist verständlich, dass dich das so beschäftigt und durcheinanderbringt.

Es wirkt, als hättest du dich auf den Kontakt mit ihm eingelassen und würdest jetzt merken, dass er dir gegenüber vielleicht nicht ganz ehrlich war. Das kann sehr weh tun, und auch dieses Gefühl von Verwirrung und Verzweiflung ist nachvollziehbar. Vielleicht interessiert dich unser Text Wie beruhige ich mich selbst? da findest du gute Tipps wie du dich in einer schwierigen Situation selbst beruhigen kannst.

Wir wissen von aussen natürlich nicht genau, wie seine Beziehung aussieht oder welche Abmachungen es dort gibt. Umso wichtiger wäre es vielleicht, offen darüber zu sprechen, damit du besser einschätzen kannst, woran du bist.

Vielleicht kann es helfen, dir selbst ein paar Fragen zu stellen: Was brauchst du gerade – eher weniger Kontakt, ein klärendes Gespräch oder etwas anderes? Wärst du in der Lage, ihn direkt anzusprechen und ihm zu sagen, wie sehr dich sein Verhalten verwirrt oder verletzt? 

Wenn du magst, schreib uns gerne wieder und nenne die Nummer dieser Antwort.

 

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Frage Nr. 41189 von 14.05.2026

Hi Lilli,
inzwischen bin ich siebzig und ja, weiblich.
Seit vielen Jahren bin ich verheiratet, vor einigen Jahren mal ausgezogen aus dem eigenen Haus und jetzt lebe ich wieder mit meinem Mann zusammen

Ich würde gerne frei mit ihm leben, meine eigenen Interessen leben und ihm seine überlassen. Allein es geht nicht. Mitunter bin ich mir sicher, dass ich gerne wieder alleine leben möchte, dann wieder sehe ich, was wir hier (unser Zuhause) alles gemeinsam aufgebaut haben und dass ich sehr viel Zeit, Liebe und Energie reingesteckt habe - genauso wie er auch - und weiß nicht wie ich mich entscheiden soll.

Was mir meine Entscheidung massiv erschwert ist die Tatsache, dass er mir glaubhaft versichert, sich umbringen zu wollen, wenn ich gehe. Das turnt mich total ab, inzwischen bin ich zum Schlafen in ein anderes Zimmer umgezogen und mir fehlt inzwischen auch jegliche Lust auf Sex mit ihm, den er doch so gerne hätte! Ich habe mich inzwischen auch anderweitig beraten lassen und mich von der Belastung durch seine Suizidabsichten distanzieren können, dennoch triggern sie mich und eigentlich will ich das auf keinen Fall.

Wenn ich darüber nachdenke, es könnte sich doch alles wieder einrenken und ich mit gewissen "Verhandlungen" meine Vorstellungen von freiem, gemeinsamem Leben verwirklichen, so bemerke ich, dass ich nicht wirklich glücklich damit wäre - es wäre immer ein selbstbetrügerischer Kompromiss, oder doch nicht??? Ich bin noch ziemlich fit und gesund und habe Lust auf "Leben", allerdings würde mir auch vieles fehlen, was ich/wir bisher aufgebaut habe/n.

Ich habe mir auch schon eine rechtliche Beratung gegönnt, so dass ich weiß, dass ich finanziell nicht völlig abstürzen würde und wohl mein Auskommen hätte, aber das wiegt die immer noch emotionale Bindung nicht auf. Meine Angst ist auch ein bisschen die: Dann bin ich ganz allein und wer weiß, ob sich nochmal eine neue Partnerschaft ergibt, in der ich mich wieder wohlfühle. Oft werde ich das Gefühl nicht los, dass mein Mann, im Falle einer Krankheit und Beeinträchtigung bei mir, dem relativ hilflos gegenüber stehen würde und ich nicht "aufgehoben" bin bei ihm. Er widerspricht dem.

Jedenfalls bin ich ständig hin- und hergerissen, frustriert und tue auch zu Hause nur noch das Nötigste, was eigentlich gar nicht meine Art ist. Meinen persönlichen Interessen allerdings gehe ich gerne und intensiv nach und auch mit Freundinnen bin ich aktiv und berede mich.

Aber die Situation bedrückt mich sehr. Vielleicht können Sie mir einfach mal Ihren Eindruck von "außen" schildern, damit ich mal wieder klarer sehen und mich entscheiden kann.
Das würde mir total helfen.
Viele liebe Grüße,

Unsere Antwort

Du steckst in einem echten Dilemma, so sehe ich das. Beides hat Vor- und Nachteile – mit deinem Mann zusammen leben und ausziehen. Egal, für was du dich entscheidest, etwas anderes kommt zu kurz. Zur Zeit entscheidest du dich dafür, mit ihn zusammenzuleben.

Du schreibst, dass dein Mann dir versichert, sich umbringen zu wollen, wenn du gehst. Dieser Satz scheint mir die Spitze eines Eisberges zu sein. Ich meine damit, dass ich überhaupt nichts über eure Beziehung weiß. Ich weiß nicht, warum du ausgezogen bist, und was du eigentlich unter einem freien, gemeinsamen Leben verstehst, und warum du das mit deinem Partner nicht leben kannst. Ich weiß auch nicht, was sich alles einrenken muss bei euch. Aber so wie du schreibst, würde ich dir echt eine Paartherapie empfehlen. Mit fachlicher Unterstützung könntet ihr in der Beziehung vermutlich dahingehend weiterkommen, dass dir ein Entscheid einfacher fällt. 

Wenn der Partner nicht bereit ist für eine Paartherapie – also in die Beziehung zu investieren –, hilft dir das möglicherweise auch bei der Entscheidung, ob du mit ihm zusammen bleiben möchtest oder nicht.

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Frage Nr. 41178 von 10.05.2026

Wie mache ich mit meinem Freund schluss, ohne ihn zu verletzen? Wir sind ein halbes Jahr zusammen und ich liebe jemanden anderes. Und wie erzähle ich es meinen Familien ?

Unsere Antwort

Wahrscheinlich wirst du es nicht schaffen, mit ihm Schluss zu machen, ohne dass es ihn verletzt. Eine Trennung tut meistens weh. Aber du kannst bei dem Gespräch fair, klar und respektvoll bleiben.

Wichtig ist, dass du ehrlich bist und bei deiner Entscheidung bleibst. Ein klares Ende ist oft leichter zu verkraften als ein Hin und Her. Sprich am besten so, dass du bei dir bleibst. Zum Beispiel: „Es tut mir leid, dass es dir wehtut, aber für mich ist es richtig, die Beziehung zu beenden.“ Du musst dabei nicht grob sein. Aber es ist wichtig, keine falschen Hoffnungen zu machen.

Auch deiner Familie kannst du einfach sagen, dass ihr euch getrennt habt. Du musst nicht alles im Detail erklären, wenn du das nicht möchtest. Es reicht, wenn du sagst, dass die Beziehung für dich nicht mehr gestimmt hat. Ob du deiner Familie auch erzählen möchtest, dass du dich neu verliebt hast, kannst du selbst entscheiden. Du kannst das sagen, wenn es sich für dich gut anfühlt. Du musst es aber nicht erzählen, wenn du das nicht möchtest.

Mehr dazu, wie du ein Trennungsgespräch fair und klar führen kannst, findest du in diesem Text. Dort geht es auch darum, wie du mit Schuldgefühlen umgehen kannst und warum es wichtig ist, konsequent zu bleiben.

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Frage Nr. 41172 von 09.05.2026

Hallo Lilli.
Ich habe heute jemanden kennengelernt und wir haben uns angeschaut , angelächelt und sind uns 2 Mal flüchtig angekommen. Bedeutet das mehr

Unsere Antwort

Das kann ich dir nicht beantworten. Es kann etwas bedeuten, und es kann auch sein, dass es nichts bedeutet. Blicke, Lächeln und kleine Berührungen können ein Zeichen von Interesse sein. Sie können aber auch einfach Teil einer schönen, kurzen Begegnung gewesen sein.

Wichtiger ist vielleicht die Frage, ob du Lust hättest, die Person noch einmal anzusprechen oder wiederzusehen. Dann könntest du dich langsam weiter annähern, flirten und das Gespräch suchen. Dabei kannst du schauen, wie die andere Person reagiert und ob er oder sie dein Interesse teilt.

Unsere Tipps fürs Flirten können dir dabei helfen. Und in unserem Kapitel Tipps fürs Dating und Verführen findest du viele weitere hilfreiche Anregungen.

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Frage Nr. 41157 von 05.05.2026

Liebes Lilli-Team, danke für eure tolle Arbeit!

Ich (w, 26) habe eine Frage zum Thema Liebe und Beziehung. Ich bin jetzt Mitte 20, gerade fertig mit dem Studium und merke, dass ich mich danach sehne, eine stabile, langfristige, wertschätzende, einfach ‚erwachsene’ Beziehung einzugehen, bei der ich daran glauben kann, dass sie auch zu Heirat, Familie etc. führen könnte. Natürlich kann man so etwas ganz am Anfang einer Beziehung noch nicht wissen, aber ich spüre da einfach so eine Sehnsucht und auch ein bisschen einen Neid auf meine besten Freund*innen, die größtenteils in langen Beziehungen sind, sich mit ihren Partner*innen gemeinsam Wohnungen einrichten und zusammen einen schönen Alltagsrhythmus im Arbeitsleben finden etc.

[...]

Hättet ihr Tipps für mich, wie ich mit diesen Sorgen umgehen kann? Ich glaube, es sind fast schon Zwangsgedanken. Wenn wir einen schönen Moment zusammen verbringen, kommt mir oft die Vorstellung in den Kopf, wie er ihn in der Zukunft mit jemand anderem erleben wird, obwohl ich das überhaupt nicht denken will. Und der Gedanke, dass, wenn ich in ein paar Jahren nicht allein sein will, ich diese Beziehung nicht ‘genießen’, sondern mir ‘etwas Stabiles’ suchen sollte. Zusammen mit Schuldgefühlen gegenüber meinem Exfreund, den ich verlassen habe, führt das dann zu sehr negativen und destruktiven Gedanken mir selbst gegenüber.

Ich habe mich noch nicht getraut meine Sorgen in der Beziehung anzusprechen, weil ich einerseits meinen Freund nicht überfordern will (selbst, wenn er älter wäre, könnte ich nach ein paar Monaten Beziehung ja noch gar nicht wissen, wie unsere Zukunft aussieht), und andererseits glaube, dass sie nur zum Teil der Realität entsprechen. Denn immer, wenn mein Freund meine Unsicherheiten spürt, betont er, dass er mich liebt, so wie ich bin, mit mir zusammensein will und, wenn ich Ende des Jahres für die Arbeit weiter wegziehe, mit mir zusammenbleiben möchte.

Aber die Zweifel verselbstständigen sich leider. Ich denke, vielleicht liegt das daran, dass ich mit häuslicher Gewalt und einem depressiven Elternteil aufgewachsen bin und früher selbst einmal depressiv war. Ich wäre dankbar für eure Tipps und Anregungen, weil mir diese Beziehung wirklich sehr viel bedeutet, aber mich diese Gedanken sehr belasten.

Könntet ihr bitte den 2. und 3. Absatz (über die beiden Beziehungen) beim Antworten nicht veröffentlichen? Das ist für mich etwas sehr Privates und ich würde mich anderenfalls nicht so wohl damit fühlen. Danke euch schon mal für eure Hilfe.

Unsere Antwort

Wir haben die Frage auf deinen Wunsch hin gekürzt.

Du beobachtest bereits treffend, was bei dir passiert. Deine Angst sabotiert deinen Wunsch nach einer schönen langfristigen Beziehung.

Und du schreibst noch etwas sehr wichtiges: "Aber die Zweifel verselbstständigen sich leider. Ich denke, vielleicht liegt das daran, dass ich mit häuslicher Gewalt und einem depressiven Elternteil aufgewachsen bin." Dieser Zusammenhang ist sehr gut möglich.

Ich kann deine ambivalenten Gefühle gut nachvollziehen. Einerseits möchtest du diese Beziehung und andererseits hast du Angst, das sie scheitert. Nehmen wir an, du begibst dich vertrauensvoll in eine Beziehung. Und dann wirst du enttäuscht oder verletzt. Das überlebst du als die erwachsene Person, die du heute bist. Es tut weh, aber es ist verkraftbar. Aber als Kind war das eine existentielle Bedrohung und ich vermute, dass du dafür damals nicht angemessen Trost bekommen hast.

Bei Menschen, die mit häuslicher Gewalt oder Bezugspersonen mit psychischen Störungen aufgewachsen sind, ist es oft schwieriger ein Grundvertrauen in Beziehungen zu entwickeln. Und dann kann es zu solchen sich verselbständigenden Gefühlen kommen, wie du sie beschreibst. Es ist nicht selten, dass Sorgen auftreten, die nicht der Realität entsprechen. Da mischt sich altes Gefühlserleben mit dem Hier und Jetzt.

Ich kenne deine genaue Geschichte nicht, deshalb kann ich dir vorerst nur rückmelden, dass es verständlich ist, was du in Beziehungen erlebst. Und dein Beziehungserleben kann leichter werden, wenn du zwischen damals und heute unterscheidest. Das erlaubt dir, freier zu handeln im Hier und Jetzt. Schau dazu bitte auch in unseren Text Probleme mit mir und anderen nach Gewalterfahrungen und Wie hängen meine Probleme mit der Kindheit zusammen?

Du bringst offensichtlich bereits einige Ressourcen mit, um einen guten Umgang in Beziehungen zu pflegen trotz der Erlebnisse von damals. Du kannst steuern, was du wann ansprichst. Manche Sorgen machst du mit deinem Beziehungspartner aus und anderes hältst du zum Wohle des Miteinanders erstmal zurück. Manches kannst du kontrollieren und andere Dinge musst du mit der Zeit beobachten.

Schau mal, welche Unterstützung du dir wünschst. Möchtest du weiterhin mit uns schreiben? Möchtest du dich an eine psychotherapeutische Fachperson wenden für persönliche Begleitung? Beides ist möglich. Wir sind da, wenn du dir unsere Hilfe wünschst.

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Frage Nr. 41153 von 04.05.2026

Meine freundin hatte letztes Jahr Depressionen und jetzt ist es wieder besser aber machmal kommt diese zeit bei ihr wieder hoch und es geht ihr nicht gut, mir geht es dann auch nicht gut weil ich sie nur glücklich sehen will, und sie spricht nicht so über ihre gefühle, habt ihr tipps wie sie besser umgehen kann damit und wie ich ihr in solchen phasen am besten beistehe

Unsere Antwort

Depressionen belasten häufig die Angehörigen auch. Ich kann also gut verstehen, dass du dich auch nicht gut fühlst.

Depressionen verlaufen typischerweise in Schüben. Also es gibt Phasen, da geht es ihr gut und es gibt Phasen, da sind Gefühle von Wertlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit im Vordergrund und hängen manchmal wie ein grauer Schleier über allem. Für Aussenstehende ist das oft schwierig nachzuempfinden. Für dich könnte es dennoch hilfreich sein Symptome der Depression zu erkennen, um dich davon abzugrenzen. Depressionen sind behandlungsbedürftige psychische Erkrankungen. Ist deine Freundin in psychotherapeutischer Behandlung?

In depressiven Phasen ist der Wunsch nach Rückzug und Ruhe häufig sehr groß. Gleichzeitig hilft gegen depressive Gefühle körperliche Aktivität, also Spaziergänge, Sport oder auch mal einfach nur schnell auf der Stelle rennen. Gibt es da etwas, was ihr gemeinsam machen könnt?

Es ist ein schöner Wunsch, deine Freundin nur glücklich sehen zu wollen. Du meinst es gut mit ihr. In Zeiten einer Depression kann dieser Wunsch der Angehörigen sich jedoch belastend anfühlen. Vielleicht könntest du dir etwas anderes wünschen, was du eher umsetzen kannst. Zum Beispiel: in schwierigen Zeiten möchte ich dich in den Arm nehmen oder ich werde dir zuhören, wenn du reden möchtest.

Ich empfinde den Familiencoach Depression der AOK als eine hilfreiche Unterstützung für Angehörige. Schau doch mal, wie dir dieses Angebot weiterhilft.

Darüber hinaus empfehle ich dir in guten Zeiten mit deiner Freundin offen zu besprechen, wie ihr mit depressiven Phasen umgehen wollt. So habt ihr bereits einen Plan für den Fall der Fälle.

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Frage Nr. 41150 von 03.05.2026

Wie flirte ich?

Unsere Antwort

Kennst du schon unsere Tipps zum Flirten? Dort erfährst du, wie Flirten geht und wie du es üben kannst. Lies dir den Text mal durch. Wenn du dann noch Fragen hast, kannst du uns gerne wieder schreiben. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an. 

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Frage Nr. 41137 von 30.04.2026

Hallo liebes Lilli-Team

Erstmal möchte ich euch meinen Dank aussprechen. Ich finde ihr leistet wirklich tolle Arbeit!

Nun zu meiner Frage: Wie soll ich mit folgender Situation umgehen bzw. was kann ich diese besser einordnen: Ich habe beim Durchscrollen vom Handy meines Partners ( Kontext: er gab mir sein Handy um bestimmte Fotos in seiner Galerie anzuschauen, dabei habe ich unerlaubterweise etwas weiter „raufgescrollt“ als gedacht (—> Ich weiss, dass ich dadurch in seine Privatsphäre gedrungen bin und das nicht in Ordnung war von mir) und habe Screenshots von einer jungen Frau in Unterwäsche gesehen. Es hat mich irritiert woaraufhin ich ihn direkt darauf angesprochen habe. Er zeigte sich daraufhin - wie erwartet- entsetzt darüber das ich in seinem Handy „herumgeschnüffelt“ habe & erklärte mir das ich mir nicht so viel darüber einbilden solle. Er würde sich halt hin und wieder so Videos (Pornos) anschauen. Schliesslich war ich seit einigen Monaten nicht wirklich präsent in unserer Beziehung (das stimmt ich war in einem Stimmungstief und liess in dieser Zeit keine Nähe -> emotional wie physisch zu) .

Nun weiss ich nicht wie ich damit umgehen soll. Einerseits verstehe ich ihn andererseits möchte ich nicht das so „pornografischer Inhalt“ sich auf unser Sexleben auswirkt und unsere Intimität zu fest beeinflusst. Ich weiss das Pornos schauen im Grundsatz nichts verwerfliches ist alles ok aber irgendwie fühle ich mich doch auch etwas „hintergangen“ . Klingt irgendwie komisch aber naja würde mich über eure Meinung dazu freuen. w, 26

Unsere Antwort

Du stellst sehr spannende Fragen. Ich denke, es macht Sinn zwei Dinge zu unterscheiden. Pornos ganz allgemein und den Zustand eurer Beziehung im speziellen.

Unsere Haltung ganz allgemein ist: Pornos gucken machen viele, auch unabhängig davon wie das Sexleben in der Beziehung ist. Es gibt die Solosexualität, die jeder für sich gestaltet, und die Sexualität zu zweit. Aus unserer Sicht ist es kein fremdgehen, wenn jemand Pornos schaut.

Du beschreibst, dass eure Beziehung eine schwierige Zeit überstanden hat, in der es dir nicht gut ging. Wie geht es dir mittlerweile? Und hat sich eure Nähe in der Beziehung wieder erholt? Beziehungen sind in hohem Grad davon abhängig, wie es den Beteiligten geht. Geht es den Beziehungspartner*innen nicht gut, geht es ganz häufig auch der Beziehung nicht gut. Und wenn das über längere Zeit andauert, kann es etwas Geduld brauchen, bis sich wieder ein angenehmes Miteinander einstellt.

Fürs erste würde ich dir empfehlen, lass mal die Pornos beiseite und schau darauf, wie du deine Beziehung und dein Sexleben haben möchtest. Wie geht ihr miteinander um? Und wie könnt ihr euch wieder miteinander verbunden fühlen? Aus deiner Beschreibung lese ich dazu:

  • Er gibt mit seiner Aussage dir die Verantwortung dafür, dass er Pornos geguckt hat.
  • Du schaust in seinen Handybildern, obwohl du weisst, dass das nicht in Ordnung ist.
  • Du fühlst dich hintergangen, obwohl du weißt, dass Pornos gucken eigentlich normal ist.

Ich weiß noch nicht genau, was du damit meinst, dass pornografischer Inhalt sich auf euer Sexleben auswirkt und eure Intimität beeinflusst. Natürlich können Pornos sich darauf auswirken, welche sexuellen Handlungen als wünschenswert oder normal wahrgenommen werden. Ist das denn bei euch so? Was wünschst du dir?

Du merkst, ich habe einige Rückfragen. Ich lade dich daher dazu ein, uns wieder zu schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an. Du kannst uns einfach aufschreiben, was unsere Antwort bei dir ausgelöst hat. Falls du einzelne meiner Fragen nicht beantworten möchtest, lass sie einfach weg.

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