Frage Nr. 41762 von 11.10.2026
Hallo,
ich bin Männlich und 26 Jahre und bald 27 Jahre alt. Mein Problem ist, dass ich noch nie Sex, nähe, Aufmerksamkeit oder Interesse einer Frau. Ich habe mich in der Schulzeit versucht, jedoch ohne Erfolg. Die Frauen meinten dann "suche keinen Freund" und nach 2 Wochen hatten sie dann einen Freund. Das kam leider sehr oft vor...
Studium Zeit, war das ähnlich. Ich habe mit Frauen geschrieben, doch sie haben nie von sich aus geschrieben oder viel Interesse gezeigt...
Dating Apps habe ich auch probiert, auch ohne Erfolg. Verschiedene Bilder ausprobiert. Keine oder gar keine Matches erhalten
Instagram oder auf Snapchat schreiben, habe ich auch probiert. Auch ohne Erfolg...
Ich wusste bis Anfang 20 auch nicht, dass Frauen überhaupt Interesse an Männer haben oder auch zeigen können, sondern das man sie überzeugen muss. Ich habe dann Freunde gefragt, wie sie das machen. Sie sagten dann durch Dating Apps und haben mir auch dessen Chats gezeigt. Da zeigen sich die Frauen interessiert, stellen Fragen oder Frauen schreiben sogar als erstes. Das auch auf Instagram, wo meine Freunde sogar von Frauen einfach so angeschrieben werden.
Ich gehe davon aus, dass Frauen mich einfach nicht attraktiv finden, da ich Indische Wurzeln habe, nicht muskulös und nicht gut aussehe. Meine Freunde, die gut aussehen bekommen direkt komplette, sehen sehr gut aus, gut gebaut und damit hat man das soviel leichter um einfach an Frauen zu kommen...
Für mich sind Frauen, nähe und alles was dazugehört etwas ein reines Luxusbedürfnis, was ich nie befriedigen kann. Ich hatte sowas nie, auch nicht in der Familie.
Wie kann ich damit umgehen, dass ich das nie sowas nie haben werde? Kann man das Bedürfnis dazu nicht stoppen?
Unsere Antwort
Ich kann gut verstehen, dass deine Situation sehr frustrierend für dich ist. Du hast schon oft versucht, Frauen kennenzulernen, und dabei viele Abfuhren erlebt. Dass du inzwischen denkst, du würdest nie eine Beziehung oder sexuelle Nähe erleben, kann ich nachvollziehen. Aber nur weil es bisher nicht geklappt hat, heisst das nicht, dass es auch in Zukunft nicht klappen wird.
Du fragst, ob du dein Bedürfnis nach Nähe nicht einfach stoppen kannst. Das Bedürfnis nach Nähe und Zuneigung ist etwas sehr Menschliches. Ich würde deshalb nicht versuchen, es loszuwerden. Stattdessen würde ich eher schauen, wie du mehr Nähe und schöne zwischenmenschliche Erfahrungen in dein Leben bringen kannst. Das muss nicht immer gleich eine Liebesbeziehung sein. Auch Freundschaften können dir Nähe und Verbundenheit geben.
Mir fällt ausserdem auf, dass du dich selbst ziemlich abwertest. Du schreibst, dass du nicht gut aussiehst, nicht muskulös bist und Frauen dich wegen deiner indischen Wurzeln nicht attraktiv finden. Natürlich spielt das Aussehen beim Dating eine Rolle. Und es kann auch sein, dass du wegen deiner Herkunft Vorurteile erlebst. Aber das bedeutet nicht, dass Frauen dich grundsätzlich unattraktiv finden. Was dich für andere Menschen attraktiv macht, hat auch viel mit deiner Ausstrahlung und deiner Einstellung dir selbst und anderen gegenüber zu tun. Lies dazu bitte unseren Text Wie mache ich mich interessant, attraktiv, sexy und liebenswert?.
Es kann auch gut sein, dass Online-Dating oder das Anschreiben von Frauen auf Instagram und Snapchat einfach nicht der richtige Weg für dich ist. Vielleicht wäre es für dich leichter, über gemeinsame Interessen mit Frauen in Kontakt zu kommen. Was machst du gerne? Hast du Hobbys? Machst du Sport? Besuchst du gerne bestimmte Veranstaltungen? In solchen Situationen kannst du Menschen kennenlernen, ohne dass es gleich ums Dating gehen muss.
Und es geht beim Dating auch nicht darum, eine Frau, die kein Interesse hat, von dir zu überzeugen. Vielmehr geht es darum, miteinander in Kontakt zu kommen und herauszufinden, ob ihr euch gegenseitig interessant findet. Das kannst du üben. Lies dazu bitte unsere Texte Warum lohnt es sich, Verführen zu üben? und Wie gewinne ich jemanden für mich?. Vielleicht hilft dir auch unser Text Wie werde ich beim Dating trotz Abfuhr nicht frustriert?.
Zum Thema Dating und Verführung haben wir ausserdem verschiedene weitere Texte geschrieben, in denen du viele weitere Tipps finden kannst. Ausserdem möchte ich dir das Buch "Klappt's" von Michael Sztenc empfehlen. Das hilft dir dabei, dich auf den Geschlechtsverkehr mit einer Frau vorzubereiten und mehr sexuelle Selbstsicherheit zu entwickeln. Und das Üben hilft dir dann auch dabei, mit mehr Selbstbewusstsein ans Dating zu gehen.
Mich würde interessieren, wie du bisher versucht hast, Frauen kennenzulernen. Was hast du in der Schulzeit gemacht? Wie bist du auf Frauen zugegangen? Und wie war das während deines Studiums? Hast du hauptsächlich mit Frauen geschrieben oder auch persönlich mit ihnen gesprochen? Worüber habt ihr euch unterhalten?
Schreib uns doch nochmal und beantworte diese Fragen. Dann können wir dir gezieltere Tipps geben. Bitte gib dabei die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41760 von 11.10.2026
Hallo,
könnte ihr mir sagen wie man damit umgeht, dass man nie nähe oder Sex von Frauen bekommt?
Nichts funktioniert. Wie kann ich das verlangen danach stark reduzieren? M30
Unsere Antwort
Ich kann mir vorstellen, dass deine Situation sehr frustrierend für dich ist. Du wünschst dir Nähe und Sex mit Frauen, hast aber offenbar bisher wenig Erfolg gehabt.
Du schreibst, dass nichts funktioniert. Was genau hast du bisher versucht, um Frauen kennenzulernen? Wie bist du auf sie zugegangen? Und was ist dabei passiert? Geht es dir vor allem um Sex oder wünschst du dir auch eine Liebesbeziehung?
Das Bedürfnis nach Nähe und Sex lässt sich nicht einfach abstellen. Aber du kannst lernen, besser mit deinen unerfüllten Wünschen umzugehen. Und vielleicht gibt es auch Möglichkeiten, wie du Frauen kennenlernen kannst, die du bisher noch nicht ausprobiert hast.
Schau dir dazu auch mal unser Kapitel Tipps fürs Dating und Verführen an. Dort findest du viele Tipps, wie du auf andere Menschen zugehen, flirten und jemanden für dich gewinnen kannst.
Schreib uns doch nochmal und beantworte unsere Fragen. Dann können wir dir gezieltere Tipps geben. Bitte gib dabei die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41712 von 30.09.2026
Ich w 12 habe eine Frage.
Wir gehen in ein paar Tagen in denn Urlaub nach Italien auf einen Campingplatz in eine kleine Wohung wir wahren schon oft dort wir gehen mit einer anderen Familie meine Frage was soll ich machen wenn ich dort einen Crush auf ein Junge bekomme obwohl ich noch nie mit ihm gesprochen habe?
LG
Und Merci.
Unsere Antwort
Geht es dir um einen bestimmten Jungen, den du schon kennst? Oder machst du dir ganz allgemein Gedanken darüber, was du machen kannst, wenn du im Urlaub einen Crush bekommst?
Erstmal musst du gar nichts machen. Es ist völlig okay, jemanden interessant zu finden, auch wenn du noch nie mit ihm gesprochen hast. Du kannst einfach schauen, wie es sich für dich anfühlt.
Wenn du ihn kennenlernen möchtest, kannst du versuchen, locker mit ihm ins Gespräch zu kommen. Du könntest zum Beispiel «Hallo» sagen, ihn etwas über den Campingplatz fragen oder schauen, ob ihr bei einer gemeinsamen Aktivität ins Gespräch kommt. Mehr Tipps findest du im Text Wie spreche ich jemanden an?
Und vielleicht interessieren dich auch unsere anderen Texte im Kapitel Tipps fürs Dating und Verführen.
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Frage Nr. 41704 von 26.09.2026
Hallo
Ich brauche euren Rat.
Ich bin w und 16.
1.)Ich bin in letzter zeit sehr gewachsen. Für ein Mädchen bin ich schon eher groß. Mein Hintern hat sich auch verändert.
Er ist größer, runder und auch breiter geworden. Wenn ich mich in den Spiegel schaue ist es ein noch ungewohntes Bild.
Machmal gefällt es mir mich zu betrachten. Manchmal fühl ich mich auch seltsam und es gefällt mir wieder noch nicht so. Was sich auch verändert hat sind meine Augen. Ich trage jetzt eine Brille. Das stört mich auch etwas.
Ich interessiere mich auch viel mehr für Unterwäsche als früher. Es gibt viele möglichkeiten. Ich habe viel mehr das Bedürfnis mich durchzuprobieren. Ich habe Lust darauf einmal einen tanga auszuprobieren. Ist das ok, oder bin ich dann billig.
Was ich auch immer mehr merke ist, dass mir jungs und männer mir öfter auf den Hintern schauen. Ist das gut oder schlecht.
Habt ihr tipps wie man mit diesen veränderungen selbstbewusster umgehen kann.
2.) Ich interessiere mich immer mehr für jungs. Die meisten finde ich doof, aber über manche muss ich oft nachdenken.
Bei diesen jungs frag ich mich oft wie er nackt so ist und wie sein penis aussieht. Das ist auch noch ungewohnt.
Mir fällt auf, dass es eher schmale jungs mit weicheren zügen sind, die nicht so auf cool und männlich machen.
In meiner klasse gibt es einen jungen 15. Ich hab mit ihm nicht viel zu tun. Er interessiert mich sehr.
Im zeichenunterricht ist er sehr talentiert. Von anderen jungs wird er oft verspottet weil er viel weint. Es ist meistens in mathematik, weil er sich da sehr schwer tut. Ich mag dieses fach und die lehrerin sehr gern. Ich hab oft nachgedacht ihm zu helfen, weil ich ihn toll finde und nicht will dass er dieses jahr sitzen bleibt, was letztes jahr fast passiert wäre.
Habt ihr tipps wie ich ihn auf mich aufmerksam machen kann, und ihm meine Hilfe anbieten kann um ihn vor den bösen formeln zu beschützen.
Kann ich etwas dafür tun um die wahrscheinlichkeit zu erhöhen dass er mich toll bzw attraktiv findet. Ist das eine gute Idee.
Unsere Antwort
Dein Körper verändert sich gerade stark. Das ist in der Pubertät und Jugend ganz normal. Und es ist auch normal, dass du Zeit brauchst, dich daran zu gewöhnen. Dein Körper entwickelt sich, und dein Gefühl für deinen Körper muss erst nachkommen.
Bei deiner Brille kannst du mal verschiedene Modelle ausprobieren. Vielleicht findest du eine Form, die dir besser gefällt. Vielleicht sind irgendwann auch Kontaktlinsen interessant für dich.
Es ist auch völlig okay, verschiedene Unterwäsche auszuprobieren. Ein Tanga macht dich nicht «billig». Du kannst die Unterwäsche tragen, die du gerne trägst und in der du dich wohl fühlst. Auch das kann dir helfen, dich in deinem Körper wohler und selbstbewusster zu fühlen.
Wenn Jungen dir auf den Hintern schauen, kann das unterschiedliche Gefühle auslösen. Manche Mädchen und Frauen mögen solche Blicke. Andere fühlen sich unwohl damit. Beides ist okay. Wahrscheinlich merken andere gerade auch, dass dein Körper erwachsener wird. Trotzdem gehört dein Körper dir. Du musst Blicke nicht gut finden. Und wenn dir Blicke, Sprüche oder Verhalten unangenehm sind, darfst du weggehen, etwas sagen oder dir Hilfe holen.
Um dich in deinem Körper wohler zu fühlen, kann folgendes helfen: Versuch, deinen Körper nicht nur anzuschauen und zu bewerten. Spür ihn auch. Wie fühlt sich Bewegung an? Wie fühlt sich Kleidung auf deiner Haut an? In welcher Unterwäsche fühlst du dich wohl? So kannst du dich mehr in deinem Körper zuhause fühlen. Dazu empfehle ich dir auch unseren Text Wie fühle ich mich in meiner Haut als Frau wohler?.
Es ist auch völlig normal, dass du dich mehr für Jungen interessierst. Und dass du herausfindest, welche Jungen du besonders anziehend findest. Den Jungen aus deiner Klasse könntest du zum Beispiel einfach mal fragen, ob ihr zusammen für Mathe lernen wollt. Oder du könntest ihm anbieten, ihm bei Mathe zu helfen. Du kannst ihm auch sagen, dass du seine Zeichnungen gut findest. So kommst du vielleicht leichter mit ihm ins Gespräch.
Vergiss dabei aber nicht, dass du ihn nicht retten oder beschützen musst. Du kannst ihm Hilfe anbieten. Und er kann dazu Ja oder auch Nein sagen.
Schau auch mal in unser Kapitel Tipps fürs Dating und Verführen. Dort findest du viele Tipps dazu, wie du jemanden ansprechen kannst, wie du dich attraktiver machen kannst und wie du jemanden für dich gewinnen kannst.
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Frage Nr. 41673 von 16.09.2026
Hallo
Woher weiss ich, ob ich verliebt bin?
Unsere Antwort
Lies dir mal den Text Was passiert mit mir, wenn ich mich verliebe? durch. Dort beschreiben wir, wie es dir gehen kann, wenn du verliebt bist. Vielleicht erkennst du dich in der Beschreibung wieder. Falls du danach noch weitere Zweifel oder Fragen hast, schreib uns gern wieder. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41629 von 04.09.2026
Hey liebes Lilli Team,
ich würde mich sehr über eure Antwort zu meinem Anliegen freuen.
Ich (w/25) lerne zur Zeit einen Mann (28) kennen. Wir treffen uns seit Juni diesen Jahres. Geküsst haben wir uns das erste Mal vor paar Wochen. Ich finde seinen Körper recht attraktiv, aber ohne, dass es jetzt doof klingt, finde ich seine Gesichtsmerkmale nicht wirklich so anziehend.
Für mich ist das aber so ausschlaggebend, damit ich später auch Lust empfinden kann. Ich muss sagen, bevor wir uns geküsst haben habe ich stärker diese Anziehung in mir wahrnehmen können. Ich finde die Küsse okay, aber ich fühle nicht so wie er. Ich weiß, dass er echt in mich verknallt ist und für ihn ist das alles ernst. Ich habe ihm offen gesagt, dass ich nicht so weit bin gefühlstechnisch wie er und ihm gesagt, dass ich einfach ein sehr langsamer Typ bin. Gefühle brauchen lange um zu wachsen. Wenn ich jemanden nicht so krass attraktiv finde, braucht Lust bei mir auch um nachzukommen.
Ich will ihn aber wirklich nicht canceln oder abschießen aktuell weil ich finde, dass so der erste Mann ist bei dem ich das Gefühl habe er könnte so jedes Tempo von mir akzeptieren, ohne dass er mich verurteilen würde. Wir haben so voll viele Themen durchgesprochen und ich spüre wie mein Respekt ihm gegenüber wächst. Charakterlich ist er auch echt Husband Material.
Ich will das ganze nicht übern Haufen werfen nur weil er mir optisch zu 70% gefällt.
Mir ist unangenehm zu schreiben, weil das oberflächlich klingt, aber mich quält ehrlich total der Gedanke. Ich frage mich, ob ich vllt nicht einfach auch bindungsängstlich bin. Mich halten diese Sachen nach jedem Date wach. Und jedes Date das irgendwie zu lange ging weckt in mir erst mal so einen Fluchtimpuls. Am liebsten würde ich erstmal 3 Tage nichts von ihm hören. Ich weiß nicht was dieses Gefühl in mir soll. Ich weiß aber fest, dass es nicht an ihm liegt oder weil er irgendwas macht was mir nicht gefällt.
Vor dem Kuss hatte ich das Gefühl tatsächlich nicht. Aber ich merke wie mich das ganze total belastet und mich nachts wachhält bis dahin, dass ich schon Bauchschmerzen habe. Vorallem nach den Treffen (obwohl wir bei den Treffen echt lange mit einander Zeit verbringen können und es auch echt locker mal über 4 oder 5h gehen kann).
Mir fällt es insgesamt schwer mich in Mann-Frau - Beziehungsdynamik fallen zu lassen. Und ich habe nur das Gefühl, dass es mehr in Freundschaften zu Typen passiert. Aber auf romantischer Ebene aktiviert es eine tiefe innere Unruhe.
Ich weiß wirklich nicht, was in mir passiert. Ich fühle mich sehr schlecht und verwirrt und weiß irgendwie echt nicht weiter.
Für eure Antwort, danke ich im Voraus.
Unsere Antwort
Du beschreibst sehr klar, was dich beschäftigt und wie du weiter vorgehen möchtest. Du möchtest ihn weiterhin treffen und beobachten, wie sich das weiterentwickelt. Es ist in Ordnung, dir Zeit zu geben. Gut möglich, dass tiefere Gefühle und Lust noch wachsen bei dir.
Du machst dir Sorgen, bindungsängstlich zu sein. Angst vor Bindungen hat damit zu tun, wie unsere Bezugspersonen in der Kindheit mit uns in Verbindung gegangen sind. Mich interessiert daher, welche Bindungserfahrungen du gemacht hast. Wie war das in deiner Herkunftsfamilie? Es wäre toll, wenn du mir das beschreiben könntest. Wie hast du dich zuhause gefühlt? Wer war für dich da? Wer hat dich getröstet? Konntest du dich auf deine Bezugspersonen verlassen? Hast du Gewalt oder Vernachlässigung erlebt?
Du beschreibst eindrücklich, dass die Treffen bei dir mit Stress einhergehen. Das lange wach liegen und der Fluchtimpuls sowie die Bauchschmerzen sprechen dafür. Es wäre daher interessant, wie du dich in solchen Situationen selbst beruhigen kannst. Schau dazu doch mal in unsere Texte Wie beruhige ich mich selbst? und Gefühle, Beziehungen und das autonome Nervensystem.
Du bemerkst, dass diese Gefühle bei dir da sind. Was würdest du stattdessen gern erleben? Versuche das möglichst genau zu beschreiben. Zu einem gewissen Grad, kannst du Einfluss nehmen auf deine Gefühle. Denn Gefühle lassen sich als etwas beschreiben, was du in deinem Körper tust als Reaktion auf eine Situation. In deinem Fall stelle ich mir vor, dass du recht angespannt bist. Beobachte das mal. Wenn du weißt, was du tust, hast du die Entscheidung auch etwas anderes tun zu können. Mehr dazu steht in unserem Text Wie beeinflusse ich meine Stimmung über den Körper?
Mich interessiert außerdem:
Was wäre anders oder besser, wenn das Date nicht "irgendwie zu lange" wäre, sondern für dich genau die richtige Dauer hat?
Was wäre anders oder besser, wenn du nach einem Date 3 Tage lang nicht von ihm hören würdest?
Für mich klingt durch, dass du dich unsicher fühlst. Das gehört zum Beginn von Liebesbeziehungen für die allermeisten Menschen dazu. Nach und nach entwickelt sich mehr Vertrauen und damit mehr Sicherheit.
Ob da bei dir ein tieferes Thema dahinter steckt, kann ich auf Grundlage dessen, was ich bisher von dir weiß, nicht einschätzen. Wenn du möchtest, lass uns gern weiterhin im Kontakt bleiben und das gemeinsam genauer anschauen. Du kannst uns einfach wieder schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41604 von 29.08.2026
Ich habe einen lieben Freund, leider immer noch platonisch. Wir gehen zusammen ins Schwimmbad etc. Hat mehrmals gesagt: Top Figur. Habe auch gesehen das ich ihm gefalle. Unsere Lebensziele sind nahe zu gleich. Nie heiraten, keine Kinder, Reisen, guter Job. Soll ich ihm sagen: möchte Freundschaft Plus mit dir, natürlich mit Sex? Ist dies zu direkt? Möchte ihn nicht verlieren. w 24
Unsere Antwort
Direkt sein kann oft sehr gut sein. Du kannst ihm sagen, dass du ihn attraktiv findest und Lust hast, euch näherzukommen. Du musst dabei noch kein Label draufsetzen. Ob das dann Freundschaft Plus wird oder etwas anderes, könnt ihr klären, sobald klar ist, dass ihr beide das wollt. Das nimmt Druck aus dem Gespräch.
Wähle für das Gespräch einen ruhigen Moment, nicht spontan zwischendurch. Sag ihm klar und ehrlich, wie du für ihn empfindest. Wenn ihr merkt, dass ihr beide mehr wollt, könnt ihr danach gemeinsam besprechen, wie das aussehen soll und welche Erwartungen und Wünsche ihr an eure Freundschaft habt.
Intimität kann eine Freundschaft verändern, muss es aber nicht automatisch. Seid offen und sprecht darüber. Wahrscheinlich geht es ihm ähnlich: Ihm liegt vermutlich auch etwas an der Freundschaft, und du schreibst auch das du ihm gefällst. Wenn du ein mehr infos willst wie du etwas ansprechen kannst, findest du vielleicht hier gute Tipps.
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Frage Nr. 41594 von 25.08.2026
hi habe mich mal gefragt ob man gleichzeitig crush auf 2 personen haben kann obwohl man in einer beziehung ist, man aber nd in einer 3er beziehung sein kann aus eifersuchtsproblemen
Unsere Antwort
Ja, das ist normal. Viele Menschen, die eine Beziehung führen, haben einen Crush auf eine andere Person, manchmal auch auf zwei oder mehrere. Attraktion und Anziehung hören ja nicht einfach auf, nur weil wir gerade in einer Beziehung sind. Manche Menschen sprechen in ihrer Beziehung offen über ihre Crushes. Und oft vergehen Crushes auch wieder von selbst.
Es gibt auch Menschen, die Beziehungen mit mehreren Personen gleichzeitig führen. Für manche ist das eine gute Option. Das bedeutet allerdings viel Kommunikation und Beziehungsarbeit, und natürlich auch, sich mit dem Thema Eifersucht auseinanderzusetzen. Es gibt viele Arten, wie Menschen Beziehungen führen, und die können sehr unterschiedlich sein. Vielleicht interessiert dich dazu dieser Text.
Du kannst durchaus Gefühle für mehrere Menschen haben, ohne deshalb eine offene Beziehung oder eine Dreierbeziehung führen zu wollen. Polyamorie passt nicht zu allen, und Eifersucht ist ein völlig legitimer Grund, das für dich auszuschliessen. Monogamie heisst aber nicht, dass du nie wieder jemand anderen attraktiv findest. Sie heisst: Du entscheidest dich bewusst, diese Gefühle nicht auszuleben, und konzentrierst dich auf die Partnerschaft mit einer Person.
Wie ist das denn bei dir? Wie führst du deine Beziehung gerade? Sprichst du deine Crushes in deiner Beziehung an? Und wie sieht deine ganz persönliche Vorstellung aus, wie eine Beziehung für dich gut wäre?
Wenn du magst, schreib mir gerne nochmal. Gib dann einfach die Nummer dieser Antwort an.
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Frage Nr. 41590 von 24.08.2026
Meine Frau möchte nicht mehr
Soll ich mich selbst befriedigen oder besser eine nutte
Unsere Antwort
Es ist auf jeden Fall eine gute Idee, wenn du Selbstbefriedigung machst. Du kannst dann selbst für deine sexuelle Befriedigung sorgen. Du bist nicht von einer anderen Person abhängig.
Man kann auf unterschiedliche Weise Selbstbefriedigung machen. Je nachdem ist es mehr oder weniger genussvoll. Dazu empfehle ich dir unsere Tipps zur Selbstbefriedigung.
Sex mit sich selbst und Sex mit der Partnerin ist aber natürlich nicht das gleiche.
Du schreibst, deine Frau möchte nicht mehr. Was möchte sie nicht mehr? Ich bin Sexualtherapeutin. Ich frage immer genau nach. Vielleicht hat sie auf etwas ganz bestimmtes keine Lust mehr. Zum Beispiel hat sie vielleicht keine Lust mehr auf Geschlechtsverkehr. Dann könntest du sie nachfragen, warum. Es kann sein, dass es ihr wehtut. Oder dass ihr bestimmte Stellungen unangenehm sind. Oder dass sie sich eigentlich etwas anderes wünschen würde.
Ich empfehle dir, dass du mit deiner Frau etwas genauer darüber redest, was sie nicht mehr möchte. Denn vielleicht stellt sich ja heraus, dass Sex möglich wäre für sie, wenn ihr irgend etwas anders macht.
Wenn sie wirklich überhaupt keine sexuellen Handlungen mehr mit dir machen möchte, kannst du kannst du sie fragen, ob sie einen Vorschlag hat, wie du trotzdem Sex haben kannst. Vielleicht findet sie es okay, wenn du mit anderen Frauen Sex hast. Hier ist es sehr wichtig, dass du dich vor sexuell übertragbaren Infektionen schützt und dafür sorgst, dass sie nicht schwanger wird. Bitte lies dazu diesen Text. und diesen Text.
Du kannst ihr auch vorschlagen, dass du zu einer Sexarbeiterin gehst. Vielleicht ist sie einverstanden damit. Dann ist es wichtig, dass du die Sexarbeiterin sehr sorgfältig wählst. Bitte lies dazu diesen Text.
Schau doch mal, ob du so weiterkommst. Vielleicht interessieren dich unsere Tipps zum Reden über Sex. Falls du mit deiner Frau nicht weiter kommst, schreib uns einfach wieder. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41565 von 21.07.2026
Liebes Lilli-Team
Ich weiss nicht, wie ich das angehen kann. Mein Geburtstag steht an, ich bin kurz vor 30. Ich war noch nie in einer romantischen Beziehung, noch nie verliebt (glaube ich), keine körperliche Intimität gelebt etc.
Es gab viele Jahre wo es mir psychisch sehr schlecht ging, mit einem Anteil davon aufgrund u.a. sexualisierter Gewalt in der Kindheit. Ich denke, dass das auch einen Einfluss hat darauf, aber ich weiss natürlich nicht, wie es mit einem anderen Start ins Leben aussehen würde bzgl Liebe/ Beziehungen etc. Ehrlich gesagt verstehe ich aber auch nicht ganz genau, woran es liegt. Ich vermeide es nicht „aktiv“ Menschen kennenzulernen oder mich zu verlieben.
Eine Hypothese von mir ist, dass mein eigener Ekel vor mir und tiefer Selbstwert sich wie eine einerseits schützende, andererseits aber auch isolierende Schicht um mich auswirken. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass jemand mich lieben könnte oder körperliche Nähe zu mir wollen würde (aus Zuneigung und nicht aus reiner Triebbefriedigung oder Machtausübung).
Aber wie komme ich dahin, dass so etwas möglich wird (Beziehung, Liebe)? Ich möchte es gerne, aber weiss nicht, woran ich dafür arbeiten muss.
Ich schäme mich auch für meine Unerfahrenheit. Auch eine Schwierigkeit ist, dass ich vermute lesbisch zu sein (kann es schlecht wissen, da keine Erfahrung, aber es gab flinta, von denen ich mich angezogen fühle, um die ich mich anders fühle, ein Flattern habe usw) und die lesbische Community scheint mir noch schwerer einen Zugang zu finden.
Ich hatte für andere psychische Probleme (Depression, Anorexie) in der Vergangenheit Hilfe, aber bzgl „Trauma“ konnte ich noch niemanden finden, der sich mit mir dranwagt. Und gerade auch bzgl Queerness habe ich Angst vor homophoben Therapeut:innen und auch eine Gewisse Scheu/ Scham meine vermutete sexuelle Orientierung so zu besprechen. Ich weiss ja auch nicht, ob Traumatherapie tatsächlich irgendwas an meiner Situation im Hinblick auf Intimität/ Liebe ändern würde.
Unsere Antwort
Erstmal möchte ich anerkennen, dass die vielen Jahre, in denen es dir psychisch sehr schlecht ging, hinter dir liegen. Da hast du also schon einiges bearbeitet und geschafft. Es ist ein gutes Zeichen, dass dein Wunsch nach Beziehung und Nähe sich klar und deutlich meldet. Nur Mut, auch da wirst du Entwicklungsschritte machen.
Auch wenn diese Einsicht schmerzlich ist: Du kannst davon ausgehen, dass du anders durchs Leben gehen würdest, wenn du andere Startbedingungen gehabt hättest. Gewalterfahrungen in der Kindheit können großen Einfluss nehmen auf den Selbstwert und das Eingehen und das Gestalten von Beziehungen. Die gute Nachricht ist, dass diese Auswirkungen zu großen Teilen behandelbar sind. Niemand wird das Geschehene ungeschehen machen, aber deine Zukunft kann freier sein. Für diese freiere Zukunft integriert man (mit therapeutischer Hilfe) die Vergangenheit. Du wirst sie nicht los, aber sie wird ein sauber einsortierter Teil deiner Geschichte. Und dann bestimmst du umso mehr, wo es langgeht. Und nicht das, was dir passiert ist. Gleichzeitig entwickeln Menschen, die Gewalt erlebt haben, häufig ganz besondere Stärken. Sei also neben den Beeinträchtigungen auch aufmerksam dafür, was du aufgrund deiner Geschichte ganz besonders gut kannst.
Es ist mutig, sich auf emotionale und körperliche Nähe einzulassen. Und daher ist es auch verständlich, Angst davor zu haben. Gleichzeitig sind wir Menschen soziale Wesen und brauchen das Eingebundensein in eine Gemeinschaft. Ich finde daher, dass dein Bild sehr passend ist. Das Bild von einer schützenden und zugleich isolierenden Schicht um dich herum. Da kommt natürlich die Frage auf: Wie geht Schutz und Verbundenheit?
Ich bin interessiert daran, genauer zu verstehen, was dich hindert und wohin du möchtest. Das kann dir auch helfen, falls du dich für weitere therapeutische Unterstützung entscheidest.
Hast du Angst vor emotionaler Nähe? Oder hast du Angst vor Sexualität?
Emotionale Nähe geht auch ohne Sexualität – wäre das etwas, was für dich gut geht? Das sind zum Beispiel gute Freund*innen. Machen dir Freundschaften Mühe? Fällt es dir leicht, Sachen von dir zu erzählen? Wie sieht es aus mit Leuten vertrauen? Ist das ein Thema? Für ein größeres Wohlgefühl mit emotionaler Nähe, wünsche ich dir eine für dich passende traumatherapeutische Fachperson an deiner Seite. Da sind die Beratungsstellen der Opferhilfe eine sehr gute erste Anlaufstelle.
Oder ist es vor allem Angst vor der körperlichen Nähe und vor der Sexualität? Du schreibst, es gab bisher keine körperliche Intimität. Das kann vieles sein. Was meinst du damit genau? Umarmungen, Küsschen geben, Kuscheln, Küssen, Streicheln, nackt sein miteinander, sich gegenseitig am Geschlecht berühren... Wie ist es, wenn du Sex mit dir allein hast? Machst du Selbstbefriedigung? Gibt es dabei gewaltvolle Fantasien? Kennst du sexuelle Befriedigung? Unabhängig von sexuellen Traumatisierungen ist eine befriedigende Sexualität für viele Frauen ein Thema. Das muss also keinen Zusammenhang haben. Aber eine befriedigende Sexualität aufzubauen, hilft dir, dich auf sexuelle Begegnungen mit anderen Menschen zu freuen.
Wenn die Angst vor der Sexualität zutrifft, dann empfehle ich dir eine Sexualtherapie nach Sexocorporel, weil dabei das Verhältnis zum Körper zentral ist. Dabei ist das Ziel, dass du selber stark wirst als Frau in deinem sexuellen Körper. Du kannst ein Gespür dafür entwickeln, dass dein Körper Lust und Genuss erleben kann und du aus diesem Grund die sexuelle Begegnung mit anderen suchst. So setzt du der Vorstellung, der andere gebraucht dich für Sex etwas kraftvolles und lustvolles entgegen. Das wäre Ziel der Sexualtherapie.
Auch wenn es eine Verbindung von beidem ist, halte ich es für wichtig, dich sexuell zu ermächtigen. Sobald die emotionale Komponente oder Flashbacks im Vordergrund stehen, empfehle ich dir eine Traumatherapie bei einer geeigneten Fachperson, der du vertraust. Vielleicht findest du auch jemanden, der beides macht: Sexualtherapie und Traumatherapie. Mit unseren Übungen kannst du bezogen auf die Sexualität auch schon einiges machen.
Nach einer Traumatisierung im sexuellen Bereich, sind Opfergefühle und ein Gefühl von Ausgeliefertsein in der Sexualität häufig. Umso wichtiger ist es, dass du dich in deiner Sexualität aktiv bewegst. Wichtig wäre aus unserer Sicht auf jeden Fall, dass bei der Therapie nach sexualisierter Gewalt die Sexualität nicht ausgespart wird. Es ist nämlich ganz entscheidend, dir dabei zu helfen, dass du eine selbstwirksame Genussholerin bist. Du bist diejenige, die sagt, wo es langgeht und übernimmst die Führung in der sexuellen Begegnung – egal ob mit Männern oder Frauen.
Wie ist denn generell dein Verhältnis zu deinem Körper? Fühlst du dich wohl in deiner Haut? Pflegst und achtest du deinen Körper? Da du eine Anorexie hattest, liegt für mich die Vermutung nahe, dass der Körper eher ein mühsiges Thema ist. Aber gib gern Bescheid, falls das für dich ganz anders ist.
Zu deiner Sorge vor homophoben Therapeut*innen: Für dich ist es ganz wichtig, überzeugt davon zu sein, dass deine sexuelle Orientierung nicht Gegenstand der Therapie ist. Und das bei Bedarf auch gegen Therapeut*innen zu vertreten. Das bedeutet, es darf nicht darum gehen, dich durch die Therapie hetero zu machen. Was hingegen aufkommen kann, sind weitere Verunsicherungen im Verlauf der Therapie darüber, auf welches Geschlecht du stehst. Oder auch eine sich abzeichnende Klarheit. Und egal, wie die Therapeut*innen draufblicken, bist du okay ob nun hetero, lesbisch oder bi. Vielleicht wäre es eine Idee, dass du dir 2-3 Dinge notierst, die dir wichtig sind über deine*n zukünftigen Therapeut*in in Erfahrung zu bringen beim Erstgespräch. So kannst du die wichtigsten Dinge schonmal abchecken und an Vertrauen gewinnen.
Unser Fragefenster hat jetzt Sommerpause. Ich hoffe, du kannst mit den Anregungen erstmal etwas anfangen. Scheu dich nicht, uns nach der Sommerpause wieder zu schreiben, falls es noch etwas gibt. Bitte gib dann die Nummer dieser Frage an. Für alles, was du in der Zwischenzeit angehst, wünsche ich dir alles Gute.
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Frage Nr. 41533 von 17.07.2026
Hallo, ich (m, 29) und meine Freundin (w,30) haben immer mal wieder ein Problem: Es gibt Phasen (so 2-4 Wochen lang) da haben wir keinen Sex. Mir fehlt dann etwas und ich sage das auch. Sie sagt dann gar nichts dazu oder sie sagt, sie fühlt sich zu mir sexuell nicht hingezogen, weil ich ihr nicht zeige, dass ich Lust habe oder nicht selbst die Initiative ergreife. Es nur zu sagen, mache nichts mit ihr. Ich bin schon der Meinung, dass ich meine Lust auch zeige. Gleichzeitig habe ich in diesen Momenten das Gefühl, dass sie meine Lust nicht erwidert und lasse es dann sein. Es gibt auch immer wieder Phasen wo wir mehr Sex haben, das ist dann auch für uns beide schön. Ich selbst erkenne in meinem eigenen Verhalten gar keinen Unterschied. Daher verstehe ich ihr Problem nicht so richtig.
Was kann ich bzw was können wir in diesen Phasen tun, um trotzdem die Intimität nicht zu vernachlässigen?
Wie können wir ohne Vorwürfe ins Gespräch darüber kommen?
Ich habe das Gefühl, sie sagt zwar was sie will, wenn ich das aber mache, passt es ihr auch nicht.
Vielen Dank :)
Unsere Antwort
Ich weiss noch relativ wenig über euch beide, deshalb stelle ich dir erst ein paar Rückfragen. Wenn du magst, kannst du mir noch einmal antworten – das Fragefenster ist zwar ab nächster Woche zu, aber wenn du innerhalb dieser Woche schreibst, komme ich noch dazu, dir zu antworten.
Du beschreibst, dass ihr auch Phasen habt, in denen ihr mehr Sex habt. Magst du mir erzählen, wie diese Phasen aussehen? Wie läuft es dann zwischen euch ab, wer nähert sich an, und was macht ihr beide dabei? Auch interessant wäre: Wie sprecht ihr sonst darüber, was ihr euch wünscht und wie ihr gerne nah sein wollt?
Du schreibst dass du das Gefühl hat, deine Freundin sagt zwar, was sie will, aber wenn du es dann machst, passt es ihr trotzdem nicht. Das kann sehr frustrierend sein. Oft steckt dahinter, dass Wünsche nicht nur die Handlung selbst betreffen, sondern auch, wie und aus welcher inneren Haltung heraus sie passiert. Das heisst nicht, dass deine Freundin sich widerspricht, aber es lohnt sich vielleicht herauszufinden, um was es ihr genau geht. Vielleicht interessiert dich dazu dieser Text.
Wenn du sagst, du zeigst Initiative oder Lust, wie sieht das für dich konkret aus? Eher durch Worte, durch Berührung, durch Blicke? Manchmal verstehen Partner unter "Initiative zeigen" ganz unterschiedliche Dinge, und genau da kann ein Missverständnis entstehen, obwohl beide eigentlich dasselbe wollen.
Aus den Erfahrungen aus meiner Beratungspraxis mit Paaren und Menschen in Beziehungen aus Verführung ist keine Eigenschaft, die man hat oder nicht hat, sondern etwas, das man üben kann und das mit der Zeit leichter fällt, wenn man sich damit beschäftigt. Vielleicht interessiert dich unser Text "Warum es sich lohnt, Verführung zu üben".
Es ist verständlich, dass in Phasen mit weniger Sex bei dir der Wunsch entsteht dass sich das ändert. Wird dieser Wunsch aber zu Druck in dir und drückt dann auf die Beziehung oder auf die Freundin, wirkt das eher gegenteilig. Vielleicht interessiert dich dazu dieser Text.
Ich hoffe meine Gedanken helfen dir vorerst weiter. Schreib mir gerne die Woche nochmal. Gib dann die Nummer dieser Antwort an,
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Frage Nr. 41528 von 16.07.2026
Eure Antwort auf Frage Nr. 41504 von 09.07.2026
Ja, ich fühle mich zu ihr hingezogen, das hat aber ausschließlich mit ihrer Person zu tun und trifft auf eure Vermutung nicht zu, dass ich allgemein auf junge Mädchen stehen könnte. Ich habe ja schon in in meiner ersten Frage erwähnt, dass ich an und für sich Bedenken hatte, mit Mädchen ihres Alters in Kontakt zu kommen.
Mir gefiel von unseren ersten Treffen an, dass ihre Persönlichkeit schon sehr entwickelt ist. Obwohl es nicht lange dauerte, dass sich meine Sympathie verstärkte, hatte ich noch absolut keine sexuellen Empfindungen für sie. Dieser Moment kam,beim Schwimmbadbesuch und überrumpelte mich total. Was nun die erotischen Gefühle betrifft, so kann ich sagen, dass ich nie Fantasien habe, bei denen ich mit ihr sexuell aktiv bin, sondern ich habe sie immer alleine vor Augen.
Als wir mit ihrer Mutter im Schwimmbad waren, machte sie von ihrer Tochter und mir ein paar Fotos, die sie mir schicken wollte. Ich habe mich herausgeredet, dass mein Computer mit der entsprechenden Software Probleme hätte und es nicht funktionieren würde. Wenn ich diese Bilder bei mir haben würde, hätte ich die Befürchtung, dass das ein weiterer sexueller Anreiz sein könnte.
Trotz der problematischen Situation empfinde ich es als eine große Erleichterung, dass das Mädchen von meinem "Kampf" bis heute nichts mitbekam. Für sie sind wir Freunde, das ist entscheidend und ehrlich gesagt ist es diese ihre Haltung, die mich auf den Boden der Tatsachen zurückbringt. Vielleicht klingt das jetzt irgendwie dramatisch, aber es ist da auch ein starkes Gefühl des Mitleids, das mich davon abhält, sie zur Befriedigung meiner sexuellen Wünsche zu mißbrauchen.
Unsere Antwort
So wie du schreibst, habe ich den Eindruck, dass du sehr gut einschätzen kannst, wie du dich verhalten solltest. Du hast verstanden, warum du dich diesem Mädchen auf keinen Fall sexuell annähern darfst. Du bist sehr reflektiert und nimmst deine Verantwortung dem Mädchen gegenüber ernst.
Sexuelle Empfindungen können bei uns allen in unpassenden Momenten und gegenüber unpassenden Personen auftreten. Es ist unsere Verantwortung, dass wir sie nicht ausleben, wenn sie Grenzen verletzen oder anderen schaden würden.
Da dich die Situation momentan sehr beschäftigt und du viel Energie hineinsteckst, könntest du diese Energie auch anders einsetzen. Zum Beispiel, indem du dich stärker Menschen in deinem Alter zuwendest. Dort kannst du Nähe, Verliebtheit und Sexualität mit Personen erleben, die das auch wollen und bei denen das passend ist.
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Frage Nr. 41486 von 03.07.2026
Ich bin männlich und 31 Jahre alt. Ich hatte mich schon einmal gemeldet (Frage 40564, bei Interesse). Damals ging es um meine persönlichen Schwierigkeiten bei der Suche nach einer Partnerin. Dies führe ich an dieser Stelle nicht noch einmal im Detail aus.
Nun war es so, dass ich nicht lange nach dem Stellen dieser Frage eine äusserst sympathische und empathische Frau kennengelernt habe. Natürlich war sie bereits vergeben, wie so ziemlich alle Frauen, die ich in meinem Erwachsenenleben angetroffen habe. Ich frage mich langsam wirklich, ob es tatsächlich Single-Frauen gibt.
Zurück zur Geschichte: Sie hatte dennoch den Kontakt zugelassen, und es fanden mehrere Treffen und längere Gespräche statt. Der Kontakt besteht auch immer noch. Irgendwann war mir klar, dass ich mich verliebt habe. Nur ist eben eine Partnerschaft mit ihr nicht realistisch, und das akzeptiere ich auch; trotzdem gehen meine Gefühle nicht weg. Heute hatte ich den ganzen Tag durchgängig geweint. Sie selber weiss nicht, dass ich in sie verliebt bin.
Als zusätzliches Erschwernis kommen die bevorstehenden Sommerferien hinzu, erfahrungsgemäss eine Zeit mit minimalen Sozialkontakten und Aktivitäten (die Aktivitäten, die ich üblicherweise habe, sind ferienbedingt bis Ende August eingestellt). So schnell und leicht auf andere Gedanken kommen kann ich also nicht.
Wisst ihr vielleicht irgendenen Rat, was ich in meiner Situation machen soll? Ich habe gerade etwas Mühe, meine Gedanken zu sortieren. Sollte daher meine Nachricht unverständlich oder lückenhaft sein, bitte ich um einen entsprechenden Hinweis.
Unsere Antwort
Deine Nachricht ist nicht unverständlich oder lückenhaft. Du beschreibst sehr nachvollziehbar, dass dich die Situation gerade stark beschäftigt.
Eine Sache ist mir noch aufgefallen: Du schreibst, dass eine Partnerschaft mit ihr nicht realistisch sei. Gleichzeitig weiss sie offenbar nicht, dass du Gefühle für sie entwickelt hast. Deshalb weisst du im Moment eigentlich noch nicht, ob deine Gefühle tatsächlich unerwidert sind. Vielleicht wäre es ein erster wichtiger Schritt, mit ihr darüber zu sprechen, was in dir vorgeht. Nur so kannst du herausfinden, wie sie die Situation erlebt und ob es überhaupt eine Möglichkeit für euch gibt.
Du schreibst auch, dass du dich langsam fragst, ob es überhaupt Single-Frauen gibt. Wenn man über längere Zeit immer wieder Menschen kennenlernt, die bereits vergeben sind, kann sich das tatsächlich frustrierend anfühlen. Trotzdem gibt es natürlich viele Single-Frauen. Oft hängt es auch davon ab, in welchen Situationen und Umfeldern man Menschen kennenlernt und wie viel Gelegenheit entsteht, neue Kontakte aufzubauen.
Wenn es für dich nicht infrage kommt mit ihr zu sprechen, ist es gut nachvollziehbar, dass es sich schmerzhaft anfühlt. Wenn man sich verliebt und diese Gefühle nicht erwidert werden können, kann das ein starkes Gefühlschaos auslösen. Schmerz und Enttäuschung gehören leider auch zu den Erfahrungen, die viele Menschen irgendwann im Leben machen.
Wenn du einen Weg findest, diese Gefühle anzunehmen, kann der Umgang damit leichter werden. Versuche, sie nicht wegzudrücken oder gegen sie anzukämpfen, aber verliere dich auch nicht vollständig in ihnen. Vielleicht hilft es dir, die Gefühle bewusst wahrzunehmen: Was genau fühlst du gerade? Wo spürst du es in deinem Körper? Welche Gedanken tauchen dabei auf? Allein dadurch kannst du etwas Abstand gewinnen und besser verstehen, was gerade in dir passiert.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, gut für dich zu sorgen. Überlege dir, was dir momentan guttut und was du brauchst, um diese Zeit besser zu überstehen. Du schreibst, dass du während der Sommerferien weniger Möglichkeiten für Aktivitäten hast. Vielleicht können gerade jetzt Freunde oder Familie eine wichtige Unterstützung sein. Überlege auch, welche Dinge dir Freude bereiten – sowohl gemeinsame Unternehmungen als auch Aktivitäten, die du gerne alleine machst.
Manchmal hilft es auch, die Gefühle auf verschiedene Arten zu verarbeiten: mit jemandem darüber sprechen, Gedanken aufschreiben, sich bewegen, einen guten Film schauen oder ein Buch lesen. Vielleicht findest du auch in unserem Kapitel zum Thema Gefühle noch weitere Anregungen.
Wenn du magst, kannst du uns gerne noch einmal schreiben. Gib dann einfach die Nummer dieser Antwort mit an.
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Frage Nr. 41425 von 28.06.2026
ich bin 42 jahre alt und bin mit meiner frau 42 jahre zusamme und 9 jahre verheiratet. wir haben drei Kinder leider ist unser sex leben nicht so toll wir haben 1-2 mal im monat sex sie sagt sie hat nicht soviel lust aber es liege nicht an mir. ich denke aber das ich nicht attraktiv genug bin für sie sie sagt nir immer wieder das stimmt und ich gefalle ihr.
vor ca 4 jahren hatte sie kontakt mit einem anderen mann per whats app usw da dadurch hatte sie immer lust das dauerde 6 monate. nachdem der kontakt vorbei war ging auch ihre lust wieder weg.
ich weiss nicht wie ich das handhaben soll ob ich das akzeptieren soll das neine leben mit der menge sex klar kommen soll. dabei fühle ich mich von meiner frau sehr angezogen und habe immer lust auf sie.
aber das abweissen tut mir weh ich habe schon alles probiert von reden über sexspielzeug usw
Unsere Antwort
Ich kann mir vorstellen, dass das wehtut, und ich verstehe auch deine Ratlosigkeit.
Da du unglücklich mit der Situation bist, empfehle ich dir, etwas zu tun, damit Bewegung hineinkommt. Zum Beispiel, in dem du eine Paartherapie oder Paarberatung vorschlägst. Ich fände die Paartherapie/Paarberatung sinnvoll. Sie sollte bei einer Person stattfinden, die auch sexualtherapeutisch weitergeblidet ist.
In der Paartherapie/Paarberatung könnte man besprechen, wie der Sex bei euch genau aussieht, und wie es beiden dabei geht. Deine Partnerin hat wahrscheinlich Momente während eurer sexuellen Begegnungen, wo sie in einem eher negativen Erleben ist, sonst hätte sie häufiger Lust auf Sex. Man könnte mit ihr besprechen, was sie genau erlebt und warum. Man könnte ihr helfen, in ein positiveres Erleben hineinzukommen – auch unabhängig davon, was du tust. Und man könnte mit dir beleuchten, was du tun könntest, was für das Lusterleben deiner Partnerin förderlich ist.
Man könnte auch die Frage beleuchten, ob du attraktiv genug für sie bist. Ich verstehe, dass du ihr nicht glaubst, wenn sie dir das sagt. Es wäre für dich sicherlich hilfreich, wenn du wüsstest, was du tun könntest, damit du dich attraktiver und verführerischer fühlst. Hierzu interessiert dich vielleicht auch dieser Text.
Man könnte euren Umgang miteinander anschauen. Der Kontakt mit dem anderen Mann vor vier Jahren – wie geht es dir damit, dass sie ihn hatte? Wie kam es dazu, dass sie diesen Kontakt hatte? Und wie hast du darüber erfahren?
Was passierte in diesen WhatsApps? Ist sie dadurch in eine Fantasie hinein gekommen und hat es dann mit dir ausgelebt? Hast du sie mal gefragt? Weißt du, was sie bei diesen Kontakt gesucht hat? Ich könnte mir vorstellen, dass dort einige Fragen beantwortet werden könnten rund um das sexuelle Begehren deiner Partnerin. Sexuelles Begehren ist ein kompliziertes Phänomen, das sich aus ganz unterschiedlichen Faktoren aufbauen kann. Ich empfehle dir die ersten vier Texte dieses Kapitels über das sexuelle Begehren.
Vielleicht entscheidet deine Partnerin sich dafür, dass sie nichts dazu beitragen möchte, mehr Lust auf Sex mit dir zu bekommen, weil sie gar keine Lust darau hat, mehr Lust darauf zu haben. Wie könntet ihr trotzdem zu einem Konsens finden? Wie könnte dieser Konsens aussehen? Das könnte man in der Paartherapie besprechen.
Ja, ich fände so eine Paartherapie/Paarberatung gut. Spricht da aus deiner Sicht etwas dagegen?
Ich habe hier viele Fragen aufgelistet. Selbstverständlich kannst du uns deine Gedanken dazu schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41404 von 25.06.2026
Meine Frage ich wie kann mal eine Freundin für Leben finden es hat bei noch nie geklappt das längste war nur 5 Monate
Unsere Antwort
Ich kann verstehen, dass es frustrierend für dich ist, dass deine Beziehungen bisher nicht länger als 5 Monate gedauert haben. Das heisst aber nicht, dass du keine lange Beziehung führen kannst. Dass es bisher nicht geklappt hat, dafür kann es viele verschiedene Gründe gegeben haben. Wenn du möchtest, kannst du mir deine Situation gerne etwas genauer beschreiben. Dann kann ich dir gezielter antworten. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an.
In der Zwischenzeit interessieren dich vielleicht unsere Texte in den Kapiteln Beziehungen eingehen und Tipps fürs Dating und Verführen.
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Frage Nr. 41400 von 23.06.2026
Liebes Lilli-Team
Hier ein kleines Update zu meiner zuvor gestellten Frage „41376“ :
Ich und mein Partner haben nun gestern nach längerem Hin und Her (wie zuvor beschrieben) endgültig „Schluss gemacht“ bzw. uns für eine Trennung entschieden. Mein Mann hat mir zuvor ein „Ultimatum“ gestellt, da er die ganze Unsicherheit nicht mehr länger aushalten konnte und von mir wissen musste ob ich einen gemeinsamen Weg sehe für uns oder nicht. Wir haben viel geredet und ich habe ihm meine Gefühle diesbezüglich mitgeteilt. Das es für mich an diesem Punkt keinen Sinn mehr machen würde. Schlussendlich hat sich eine Trennung für mich richtiger angefühlt als weiterhin in der Beziehung zu bleiben. Da ich keinerlei Erfahrung mit Trennungen habe oder dem „Schluss machen“ fand ich unsere Reaktion danach irgendwie schwierig einzuordnen. Wie „blödelten“ danach zusammen herum und lachten sogar über uns selbst. Es war fast wieder so als wir „unbeschwerte Zeiten“ hatten ohne Druck und dem ganzen „Schwerem“ vom letzten halben Jahr. Natürlich haben wir beide vorher auch geweint da wir uns immer noch gerne mögen. Aber irgendwie war’s danach unbeschwert zwischen uns. Naja was meint ihr dazu? Könnt ihr mir helfen, dass ganze etwas besser einzuordnen ? Irgendwie hat mich die Reaktion danach auch wieder nachdenklich gestimmt ob das nun wirklich die „richtige“ Entscheidung war….ich habe jetzt zwar keinen Druck mehr mich entscheiden zu müssen andererseits bin ich trotzdem unsicher. Oh Mann….Liebe Grüsse & vielen Dank euch schon mal ! w [28]
Unsere Antwort
Eure Reaktion ist total verständlich. Du beschreibst das sogar selbst. Dein Partner hielt die Unsicherheit nicht länger aus. Du hast unter dem Heimweh gelitten und hast in der Partnerschaft keinen Sinn mehr gefunden. In eurem Gespräch habt ihr verschiedene Gefühle gehabt. Du schreibst: 'Natürlich haben wir beide vorher auch geweint'. Ihr ward traurig und habt gemerkt, dass ihr euch mögt. Mit dem ‚Schluss machen‘ waren seine Unsicherheit und dein Heimweh weg. Nach einem Sinn musst du nun nicht mehr suchen. Ihr habt euch entlastet und konntet danach unbeschwert rumblödeln. Dein Partner hat auf eine Entscheidung gedrängt. Du warst noch nicht ganz so weit. Darum wirst du wahrscheinlich eine Zeit lang immer wieder zweifeln. Du möchtest ja raus der Schweiz raus. Dein Partner wäre irgendwie ok, wenn ich dich richtig verstanden habe. Lass dir beim Zweifeln Zeit. Wenn du das Gefühl zu Ende gefühlt hast, stellt sich ein Sicherheitsgefühl ein.
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Frage Nr. 41399 von 23.06.2026
Hallo liebes Lilli Team
Ich bin aktuell zufrieden mit mir selbst, mit meinem Dasein, meinem Umgang im Kontaktaufbau mit Frauen sowie allgemein mit meinem Datingleben.
Jedoch merke ich, dass ich immer dann unsicher werde, wenn es darum geht, jemanden näher kennenzulernen und es gut läuft. Ich denke dann oft daran, dass der nächste Schritt Sex sein könnte. Dabei fühle ich mich nicht wohl damit, mich komplett nackt zu zeigen. Für mich braucht es mehr Vertrautheit, um mit jemandem Sex zu haben.
Das führt dazu, dass ich den Kontakt oft abbreche, wenn es ernster wird oder darauf hinauslaufen könnte. Mir ist bewusst, dass ich damit Menschen verletzen kann, und genau das möchte ich nicht.
Ein wesentlicher Teil meiner Unsicherheit betrifft meinen Körper. Mein Penis ist etwa 13 cm lang und eher schmal. Obwohl ich weiss, dass dies grundsätzlich im normalen Bereich liegt, habe ich damit grosse Mühe. Ich vergleiche mich häufig mit dem, was man in sozialen Medien, Pornografie oder durch Erzählungen mitbekommt, und habe Angst, den Erwartungen einer Frau nicht gerecht zu werden.
Aktuell lerne ich jemanden kennen, den ich wirklich toll finde. Ich möchte mir diese Chance nicht wieder durch meine Ängste verbauen. Die Person hat ebenfalls ein eher langsames Tempo, was das Thema Sex betrifft, und das finde ich sehr angenehm. Trotzdem beschäftigt mich die Angst vor dem Moment, an dem das Thema Sex konkreter wird oder wir intim werden könnten.
Ich frage mich deshalb, wie ich damit umgehen soll, wenn in Gesprächen das Thema Sex aufkommt. Darf ich mich als Mann bei diesem Thema verletzlich zeigen und offen über meine Unsicherheiten sprechen, oder ist das eher etwas, das ich für mich behalten sollte?
Besonders beschäftigen mich folgende Ängste:
* Angst vor Ablehnung.
* Angst, den Erwartungen nicht gerecht zu werden.
* Angst davor, mich nackt zu zeigen.
* Angst, dass eine Frau nach dem ersten intimen Moment das Interesse verliert.
* Angst, dass ich aktuell selbstbewusst wirke, aber später nicht mehr ernst genommen werde, wenn meine Unsicherheiten sichtbar werden.
Ich befinde mich gerade in einer Phase, in der ich mich nach einer schwierigen Zeit wieder aufbaue und überhaupt erst wieder den Mut gefunden habe zu daten. Deshalb habe ich grosse Angst davor, in diesem Bereich verletzt oder zurückgewiesen zu werden.
Ich kann meine Frage nicht ganz konkret formulieren. Vielleicht geht es weniger um ein einzelnes Problem und mehr darum, wie ich mit diesen Ängsten umgehen kann, ohne erneut Menschen wegzustossen oder mich selbst zu sabotieren.
Vielen Dank für eure Zeit und eure Einschätzung.
Unsere Antwort
So wie du schreibst, kannst du deine Frage sehr deutlich formulieren – du bist sehr reflektiert. Das kann dir auf jeden Fall auch später helfen, gerade im Umgang in Beziehungen.
Dass du Vertrautheit brauchst, um mit jemandem Sex zu haben, geht vielen Menschen so. Ich lese aus deinem Text, dass du das als Schwäche siehst – ist das so? Wie ist das bei dir? Aus unserer Beratungspraxis kann ich dir sagen: Es geht vielen Menschen so, und das ist vollkommen okay und gut. Es gibt kein "richtiges Tempo" – nur dein Tempo.
Du schreibst, dass du dich viel vergleichst. Vergleiche – ob mit Pornografie, sozialen Medien oder Erzählungen anderer – führen oft dazu, dass wir uns schlecht mit unserem eigenen Körper fühlen. Wenn du an die Vergleiche denkst, die dir am meisten zu schaffen machen – woher kommen diese Bilder genau, und wie realistisch sind sie eigentlich? In diesem Text kannst du etwas darüber erfahren, was du machen kannst, um dich wohler in deinem Körper zu fühlen.
Deine Gefühle und Ängste sind normal und verständlich, besonders wenn es um intime Beziehungen und Sexualität geht. Viele Menschen fühlen sich unwohl damit, sich anderen nackt zu zeigen. Es macht uns etwas aus, was andere Leute von uns denken – insbesondere dann, wenn wir mit ihnen in einer Liebesbeziehung sind. Das ist normal und kann sehr verunsichernd sein.
Ein bisschen Unsicherheit gehört bei jeder neuen Erfahrung oder Begegnung dazu. Je öfter du die Erfahrung machst, umso sicherer wirst du. Wir haben dazu den Text „Wie kriege ich Lust darauf, mich der*dem anderen zu zeigen?" geschrieben.
Du kannst auch mit deinen Gedanken dazu beitragen, dass du dich sicherer fühlst. Erinnere dich: Eine Person, die dich mag und schätzt, liebt dich nicht nur für dein Aussehen oder die Form deines Penis, sondern für die Person, die du bist. Anziehungskraft hat viel mehr mit Ausstrahlung zu tun als mit Aussehen. Wenn jemand dich wirklich mag, wird sie dich als Gesamtperson sehen und schätzen – einschliesslich deiner Stärken und Schwächen, nicht nur aufgrund deines Körpers oder eines Körperteils.
Denk an die Teile von dir, die du schön findest. Und versuche auch, die Teile zu akzeptieren, die du vielleicht erstmal nicht so schön findest. Was ist das Besondere an deinen Körperteilen? Es macht attraktiv, wenn du dich in deiner Haut wohl fühlst. Dadurch verändert sich auch die Art, wie du dich selbst siehst und wie du dich anderen zeigst. Lies dazu gerne diesen Text.
Es ist schön, dass du gerade jemanden kennengelernt hast, mit dem du gerne zusammen bist – und dass ihr beide ein ähnliches Tempo mögt, ist eine gute Basis.
Vielleicht könnte es helfen, im Gespräch mit deiner Partnerin nicht nur darüber zu sprechen, ob oder wann ihr eventuell Sex haben werdet, sondern darüber, wie ihr körperliche Nähe leben wollt: Wie fühlt sich Nähe und Körperlichkeit für euch beide sicher und schön an? In diesem Text findest du Tipps für das Reden über Sex. Über Unsicherheiten zu sprechen macht uns oft sehr viel attraktiver – nicht weniger. Verletzlichkeit wird von den meisten Menschen als Stärke und als Zeichen von echtem Interesse wahrgenommen, nicht als Schwäche.
Wenn du möchtest schreib mir gerne nochmal. Gib dann die Nummer dieser Antwort an.
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Frage Nr. 41385 von 20.06.2026
Hallo ich bin 40 jahre alt. Ich habe vor ein paar Wochen eine Frau kennengelernt. Sie ist erst 20. Es hat gleich zwischen uns gefunkt. Wir sind jetzt seit einigen Wochen zusammen und hatten schon mehrmals Sex. Jetzt haben wir erfahren, dass ich sie auch aus Versehen geschwängert habe. Ich bin einmal versehentlich in ihr gekommen. Ich mag sie sehr gern. Doch trotzdem hadere ich mit dem Altersunterschied, weshalb ich unsere Beziehung auch noch nicht vor der Familie und Freunden öffentlich gemacht habe. Ich weiß, dass ich das nicht lnger verheimlichen kann. Gerade auch jetzt durch die Schwangerschaft. Ist ein Altersunterschied von 20 Jahren in Ordnung? Wie kann ich damit umgehen?
Unsere Antwort
Das klingt, als wäre bei dir gerade sehr viel auf einmal los.
Bevor ich auf den Altersunterschied eingehe, habe ich ein paar Fragen: Wie geht es dir mit der ganzen Situation? Und wie geht es ihr?
Außerdem würde mich interessieren: Wann genau war der ungeschützte Geschlechtsverkehr? Habt ihr bereits einen Schwangerschaftstest gemacht oder wurde die Schwangerschaft ärztlich festgestellt? Diese Informationen sind wichtig, um einschätzen zu können, welche Möglichkeiten überhaupt noch infrage kommen. Falls der ungeschützte Sex erst vor kurzer Zeit stattgefunden hat, kann unter Umständen noch eine Notfallverhütung (die „Pille danach“) möglich sein. Besteht die Schwangerschaft bereits, wirkt die Pille danach allerdings nicht mehr.
Habt ihr schon darüber gesprochen, wie ihr beide zur Schwangerschaft steht und welche Wünsche oder Vorstellungen ihr für die Zukunft habt? Das ist im Moment vermutlich die wichtigste Frage. Falls ihr dabei Unterstützung möchtet, kann eine Schwangerschaftsberatungsstelle ein guter erster Anlaufpunkt sein.
Zum Altersunterschied: Den kann man nicht pauschal beurteilen. Ihr seid beide erwachsen und könnt eure eigenen Entscheidungen treffen. Gleichzeitig bedeutet ein Unterschied von 20 Jahren oft, dass man sich in unterschiedlichen Lebensphasen befindet. Du hast deutlich mehr Lebens- und Beziehungserfahrung als sie. Deshalb ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass ihr euch auf Augenhöhe begegnet und offen über Erwartungen, Bedürfnisse und Zukunftspläne sprecht. Ein Thema, das bei solchen Alterskonstellationen oft mitschwingt, ist Geld. Gesellschaftlich entsteht schnell das Bild des „Sugardaddys“ – also die Annahme, der ältere Partner halte die jüngere Frau finanziell aus. Das ist ein Klischee, das viele Beziehungen kennen und das belastend sein kann. Sprecht deshalb frühzeitig offen über finanzielle Themen und schafft eine Dynamik, in der sich beide gleichwertig fühlen.
Frag dich zum Beispiel:
Was wünschst du dir von der Beziehung?
Habt ihr ähnliche Vorstellungen vom Leben?
Was das Verstecken der Beziehung angeht: Ich kann verstehen, dass du wegen möglicher Reaktionen von Familie und Freunden unsicher bist. Gleichzeitig kann ein dauerhaftiges Geheimhalten für beide belastend werden. Gerade jetzt, wo eine Schwangerschaft im Raum steht, wird die Beziehung vermutlich ohnehin bald sichtbar werden. Vielleicht hilft es, das Gespräch mit nahestehenden Menschen zu suchen.
Ein Altersunterschied von 20 Jahren macht eine Beziehung nicht automatisch schlecht oder zum Scheitern verurteilt. Entscheidend ist die Frage, wie respektvoll, gleichberechtigt und tragfähig eure Beziehung im Alltag tatsächlich ist. Vielleicht interessiert dich dazu auch unser Kapiel Tipps für bessere Liebesbeziehungen.
Und noch etwas, was ich direkt ansprechen möchte: Verhütung ist ein gemeinsames Thema — für euch beide. Es lohnt sich, offen darüber zu sprechen, wie ihr künftig gemeinsam Verantwortung tragt. Vielleicht interessiert dich dazu dieses Kapitel.
Wenn du magst, schreib mir gerne noch einmal. Gib dann die Nummer dieser Antwort an.
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Frage Nr. 41384 von 20.06.2026
Hallo liebes Lilli-Team,
mich (w27) treibt seit langer Zeit, eigentlich seit ich 18 bin, etwas um. Es geht im Folgenden um heteronormative Sexualität und Beziehungen. Die Gesellschaft ist in den letzten Jahrzehnten immer offener geworden, was das Wissen um sowie das Darstellen und das Ausleben von weiblicher Sexualität angeht.
Dennoch habe ich den Eindruck, dass wenn eine Frau ihre Sexualität ohne feste Beziehung offen auslebt und das offen in ihrem (beruflichen oder privaten Umfeld) bekannt wird, sie befürchten muss, sehr schnell als „Flittchen“ oder „leicht zu haben“ dazustehen. Die Gesellschaft straft sie also dafür ab, dass sie ihre Sexualität auslebt. Umgekehrt gewinnen in den Augen der Gesellschaft Männer an Ansehen und Status, wenn sie viele Frauen „klarmachen“. Wenn sie das nicht wollen oder schaffen, wird ihnen hingegen unterstellt, etwas sei mit ihnen nicht in Ordnung. Ihnen wird also indirekt Druck gemacht, ihre Sexualität – auch ohne feste Beziehung – auszuleben. Diese Wertungen finde ich per se schon mal sehr ungerecht.
Dann ist es aber so, dass ich oft weiterdenke, was diese Ungerechtigkeit im sexuellen Beziehungsleben von Männern und Frauen für Konsequenzen hat. So wie ich das sehe, müsste das dazu führen, dass Männer im Durchschnitt in ihrem Leben viel mehr sexuelle Erfahrungen machen und viele wechselnde Sexualpartnerinnen haben. Frauen hingegen dürften im Schnitt weniger sexuelle Erfahrungen machen und weniger wechselnde Sexualpartner haben.
Ich folgere aus diesen Überlegungen, dass es doch dann bei einem „durchschnittlichen“ Paar immer so sein müsste, dass der Mann der Frau „sexuell überlegen“ ist, weil er mehr Erfahrung und mehr Partnerinnen hatte (vorausgesetzt es ist für beide nicht das erste Mal).
An dieser Stelle beziehe ich auch mich selbst in diese Überlegungen ein: ich bin aktuell single, aber wenn ich jetzt mit einem Mann zusammenkäme, hätte ich Angst davor zu erfahren, wie viel mehr Erfahrung er im Vergleich zu mir hat. Ich bin bisher in meinem Leben „nur“ mit 3 Männern intim geworden. Es würde mich aber schockieren zu erfahren, wenn mein Partner mit 30 Frauen oder mehr geschlafen hätte (oder alternativ: er hatte eine oder mehrere langjährige Beziehungen, während ich in meinem Leben nur 2 Jahre lang in einer Beziehung gelebt habe). Nicht weil ich es per se schlecht finden würde, sondern weil ich mir neben ihm unerfahren und klein vorkommen würde. Ich befürchte ein Machtungleichgewicht, weil er dann sexuell viel selbstbewusster und souveräner ist als ich. Er kann dann bestimmt seine sexuellen Wünsche viel besser durchsetzen. Zudem hat er wahrscheinlich eine hohe Erwartungshaltung an meine sexuelle „Performance“, weil mit seiner Ex-Freundin oder Frau XYZ dies oder jenes ging (z.B. Deep Throat oder Analsex oder was auch immer).
Ich bin grundsätzlich sehr aufgeschlossen, was Sex angeht (habe auch schon eure genialen Tipps zum Solosex und sexuellen Lernen ausprobiert), aber wenn ich jetzt – nach einigen Jahren ohne Sex mit einer anderen Person – jemanden treffen würde, wäre eben die Angst da, beim Sex unterzugehen oder den Erwartungen nicht gerecht zu werden. Ich müsste mich an partnerschaftliche Sexualität erst wieder rantasten.
Jetzt könnte man an der Stelle natürlich einwenden: „Wo ist dein Problem, wenn du meinst zu wenig Erfahrung zu haben, dann geh doch los und lass dich flachlegen.“ Aus mehreren Gründen habe ich aber auch davor Angst: zum einen vor der negativen Bewertung, wenn es in meinem Umfeld bekannt würde, dass ich viel date/Sex habe; dann habe ich auch Angst vor STIs, und ich habe Angst davor, dass eine sexuelle Situation mit einem Mann, den ich (noch) nicht so gut kenne, aus dem Ruder läuft und ich missbraucht oder vergewaltigt werde, noch dazu, wenn ich dabei in seiner Wohnung wäre (was ich muss; meine Wohnsituation lässt Männerbesuche nicht zu und in der eigenen Wohnung könnte das ja auch passieren).
Vielleicht ist meine Angst vor diesen ganzen Szenarien aber größer als die realen Konsequenzen. Ich merke nur, dass ich diese Gedanken schon recht lange habe und da ich gerade vermehrt date, sich mir diese Fragen wieder häufiger stellen.
An der Stelle auch generell einmal vielen Dank für dieses tolle Angebot. ????
Unsere Antwort
Schau deinen Text nochmals an. Du sorgst dich vor allem um deine Performance, die zur Zufriedenheit deines möglichen Partners führen soll. Da könnte man sagen: Die heteronormative Sozialisation ist gelungen. Dein zukünftiger Partner dominiert in dir heute schon. Mit deinen Gedanken und Gefühlen schüchterst du dich ein. Das merkst du selbst.
Auf der anderen Seite hast du mit deiner Wahrnehmung völlig recht. Von Männern wird sexuelle Aktivität erwartet. Die gleiche Aktivität wird bei einer Frau oft nicht so geschätzt. Die Familie könnte bedroht sein und damit der gesellschaftliche Frieden, wenn Frauen oft die Partner wechseln. In diesem Bereich ist die gesellschaftliche Gleichstellung aller Menschen keineswegs erreicht.
Nun ist die Gestaltung der eigenen sexuellen Erregung eine persönliche Fähigkeit. Jede Person macht im Laufe ihres Lebens Erfahrungen, die zu Ausbau oder zur Hemmung ihrer Sexualität führt. Zu deinem Trost und zur Beruhigung: Die Anzahl der Sexualpartner*innen ist kein Mass für den sexuellen Genuss. Sexuellen Genuss lernst du, wenn du dich selbst gut wahrnimmst. Wenn du sexuelle Zufriedenheit erleben willst, brauchst du einen Körper, der dir diese Erlebnistiefe vermittelt. Zusammen mit einem Partner braucht es Abstimmung miteinander. Wenn die Abstimmung gelingt, kann der Sex zu zweit zu grossem Genuss und tiefen Bindungsgefühlen führen.
Unsere Texte kennst du bereits. Das sexuelle Lernen steht dort im Zentrum. Vielleicht hast du schon gemerkt, dass sexuelle Zufriedenheit auch eigenständiger macht. Wie attraktiv findest du einen möglichen Sexualpartner, der damit angibt, «zig-Frauen flachgelegt» zu haben? Du wärst dann Nummer X und müsstest damit rechnen, dass er morgen nach Nummer Y sucht. Wir ermuntern dich, dich eigenständig zu entwickeln. Wenn du Partner für kurze Kontakte wählst, könntest du anstreben, die gemeinsame Lust an der Erregung zu erleben. Für eine monogame Partnerschaft über längere Zeit braucht es bei beiden die Fähigkeit, dieselbe Person über längere Zeit erotisieren zu können. Diese Fähigkeit entwickelt jedes Paare miteinander in ihrer Beziehung. Und jede Beziehung wird sich von der vorherigen unterscheiden. Je eigenständiger du dich als Frau entwickelst, desto weniger wichtig werden dir einschränkende Normen sein.
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Frage Nr. 41376 von 18.06.2026
Hallo liebes Lilli-Team
Habt ihr da einen Rat? Irgendwie stecke ich in einem Dilemma ( w, 28 )
Seit meinem 17. Lebensjahr bin ich mit meinem heutigen Mann zusammen, seit knapp zwei Jahren sind wir verheiratet. Nach einer längeren Fernbeziehung bin ich vor sechs Jahren für ihn in die Schweiz gezogen und habe mir hier ein eigenes Leben aufgebaut. Seit etwa zwei Jahren habe ich jedoch zunehmend Zweifel, ob dieses Leben und die Beziehung noch zu mir passen. Ich vermisse meine Heimat und meine Familie sehr und habe oft Heimweh. Gleichzeitig merke ich, dass ich mich in den vergangenen Jahren stark angepasst und viele eigene Bedürfnisse zurückgestellt habe.
Mein Mann hat sich stets bemüht, dass ich mich hier wohlfühle, und unterstützt mich. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass unsere Beziehung nie ganz auf Augenhöhe war. Während er bereits fest im Leben steht, befinde ich mich noch immer in einer Phase der Selbstfindung. Um Klarheit zu gewinnen, habe ich einen Monat allein auf dem Jakobsweg verbracht. Mein Mann hat mir diese Auszeit ermöglicht und unterstützt. Nun stehe ich vor der Frage, wie es weitergehen soll: Soll ich in der Schweiz bleiben und weiter an der Beziehung arbeiten, oder die Beziehung beenden und in meine Heimat zurückkehren? Diese Entscheidung fällt mir sehr schwer. Mein Mann bedeutet mir viel, wir begegnen uns respektvoll und verstehen uns nach wie vor gut. Dennoch bin ich derzeit nicht glücklich und frage mich, ob ich hier langfristig glücklich werden kann. Ich habe auch andere Lebensvorstellung als er und möchte nicht das einer von uns drastische Kompromisse wie Kinder kriegen, etc. eingehen muss.
Ich weiss es gäbe die Option von Paartherapie jedoch müssten wir - denke ich zumindest - mit voller Überzeugung dahinterstehen, dass es für uns zwei einen Weg gibt.
Wie seht ihr das ? Danke schon mal vorab für eure Antwort!
Unsere Antwort
Deine Idee gemeinsam eine Paartherapie oder -beratung zu machen, ist gut. Solche Therapien sind gerade in Zeiten des Zweifels sinnvoll. Vielleicht entscheidest du dich schliesslich für eine Trennung. Aber im Moment zweifelst du noch. Oft ist es sehr schmerzhaft, eine Trennung zu verhandeln. Eine Paartherapie kann beim Trennungsprozess vor gegenseitigen Verletzungen schützen. Sie kann auch helfen, eine Trennung zu verarbeiten. Schau mal, was wir in unserem Kapitel: «Trennung: Schluss machen...» geschrieben haben.
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