Frage Nr. 41588 von 26.07.2026
Meine Freundin möchte dass ich (m) sie fingere. Ich möchte sie nackt dort nicht gerne anfassen. Es stört auch ein wenig die Mood, wenn ich danach kurz zum Hände waschen ins Bad muss, bevor wir zum Sex übergehen. Geht zwar schnell, aber ist halt eine kleine Pause.
Ist es in Ordnung wenn ich sie bitte, die Unterwäsche anzulassen und ich sie etwas streichle oder ist das kein Fingern mehr? Ganz wohl fühle ich mich nicht, weil wenn sie feucht wird, feuchtet das wahrscheinlich etwas durch den Stoff oder? Die Hände waschen muss ich dann trotzdem, aber ich verstehe den Sinn von Fingern oder Handjob nicht. Ok, fremde Hand am Geschlecht ist aufregend, aber sie muss mir wie ein Navi sagen, wo ich mit den Fingern hin "fahren" muss, weil ich nicht fühlen kann, wo es gut für sie ist. Ist es normal, dass Frauen von Männer gefingert werden wollen?
Unsere Antwort
Es ist normal, wenn eine Frau von einem Mann gefingert werden möchte. Es ist genauso normal, wenn sie das nicht möchte. Entscheidend ist ja, dass es deine Freundin von dir möchte. Ihr scheint das etwas zu geben. Wenn sie feucht wird, merkst du auch, dass sie das sexuell erregt. Du machst also sicher etwas richtig.
Du schreibst dazu aber etwas entscheidendes: Sie muss dir wie ein Navi sagen, wo du mit den Fingern hinfahren sollst, weil du nicht fühlen kannst, wo es für sie gut ist. Beim Fingern wäre es gut, wenn es für beide interessant, angenehm und/oder erregend ist. Für dich ist es das offenbar nicht. Du berührst ihr Geschlecht nur für sie. Da verstehe ich, dass du das nicht möchtest.
Du selbst entscheidest, ob du deine Freundin mit oder ohne Unterhose fingern möchtest oder gar nicht. Möglicherweise gibt es Alternativen für deine Freundin. Hast du das mit ihr schon mal besprochen? Sie könnte sich zum Beispiel selbst fingern und du dich selbst, und ihr könntet das gemeinsam tun.
Wenn es keine Feuchtigkeit gäbe, würdest du deine Freundin dann eigentlich gern fingern? Berührst du ihr Geschlecht grundsätzlich nicht gern, oder wäre das gar kein Problem, wenn es trocken wäre? Wenn es wirklich einfach die Flüssigkeit ist: Ich sehe kein Problem darin, dass du die Hände nachher wäscht. Du kannst deiner Freundin sagen, dass das für dich so angenehmer ist und du einfach nicht so auf Geschlechtsflüssigkeit an den Fingern stehst. Möglicherweise reicht schon ein feuchtes Tuch am Bett, wo du deine Finger nachher abwischen kannst. Es gäbe auch die Möglichkeit, dass du dir Latex-Handschuhe anziehst.
Du schreibst auch so, als hättest du etwas Stress, weil du nicht weisst, welche Berührungen für sie gut sind. Ich habe weiter oben geschrieben, dass du idealerweise auch Spass dran hast. Hierbei hilft, wenn du das weibliche Geschlecht, also ihre Vulva und ihre Vagina, erregend findest. Das tust du jetzt möglicherweise nicht. Vielleicht bist du aber neugierig und wüsstest gern mehr über das weibliche Geschlecht? Dann wäre es gut, wenn du es dir genauer anschauen und mit dem Finger erkunden könntest. Schön wäre es auch, wenn ihr euch zusammen ihr Geschlecht anschauen könntet und sie dir etwas darüber erzählen könnte. Dadurch wird es vertrauter für dich.
Dinge, die wir öfter machen, werden uns vertrauter. Orte, die wir öfter sehen und berühren, werden uns vertrauter. Und dann ist es oft so, dass wir sie nicht mehr abstossend oder unangenehm finden, sondern sie werden normal oder sogar angenehm und erregend. Angenommen, du wärest grundsätzlich eigentlich interessiert an ihrem Geschlecht und einfach durch die Flüssigkeit davon abgehalten, es zu entdecken und zu erforschen. Dann würde ich wirklich schauen, eine Variante (Waschbecken oder feuchtes Tuch) zu finden, wo du es erforschen kannst und dich trotzdem nachher wohl fühlst. Vielleicht wird das mit der Zeit immer weniger wichtig mit dem Abwaschen, weil du dich mit der Geschlechtsflüssigkeit vertraut machst. Ich möchte dir dazu auch unsere Tipps zum Petting empfehlen.
Aus meiner Sicht ist jede Variante okay, von "Geschlecht gar nicht anfassen" bis hin zu "sich mit dem Geschlechtsgeruch vertraut machen". Ich denke, es wäre aber schon wichtig, dass du mit deiner Freundin offen darüber redest, falls du das nicht eh schon tust. Denn nur so könnt ihr deine und ihre Bedürfnisse wirklich ernst nehmen.
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Frage Nr. 41587 von 26.07.2026
Hallo Lilli,
Ich wollte mal fragen, kann man eure Übungen zu oft machen? Also kann es sein, dass das Gehirn manchmal auch ein/zwei Tage Pause braucht, um gelerntes zu verarbeiten oder kann ich am Tag so oft üben wie ich will, ohne dass es kontraproduktiv ist?
Zu den Übungen: ich möchte beim sex öfter kommen können und auch öfter für mich selbst Lust empfinden. Dafür will ich lernen auf neue Arten zum Orgasmus zu kommen. Gerade ist es für mich sowohl allein als auch beim sex schwierig zu kommen. Die Stimulation (kreisende Bewegungen auf meiner klit) fühlen sich fast die ganze Zeit nichtssagend und langweilig an und es wird für mich immer erst kurz vor dem Orgasmus lustvoll. Und das sind dann insgesamt wirklich so 3 sek vor dem Orgasmus und dann nochmal der Orgasmus auch 3 sek ca. Davor ist es anstrengend und wenn ich alleine bin auch langweilig. Dadurch dass ich die Erregung erst kurz vor dem Orgasmus spüre und er dann auch direkt kommt, wenn ich nicht sofort unterbreche, fällt es mir schwer, die Übungen zu machen. Wie genau würdet ihr mir das üben denn empfehlen?
LG, dankbarer Leser (w)
Unsere Antwort
Ich würde dir empfehlen, die Übungen vorerst mal ohne sexuellen Kontext beziehungsweise ohne sexuelle Erregung zu machen, und sie erst später in dein Selbstbefriedigungs-Ritual einzubauen.
So wie du es beschreibst, hast du dir einen «mechanischen» Erregungsmodus - wie wir ihn in der Sexocorporel-Therapie nennen - angeeignet. Dieser funktioniert gut, um in relativ kurzer Zeit zu einem Orgasmus zu kommen. Er ist aber etwas weniger geeignet, auch während der sexuellen Aufbauphase eine genussvolle Erregung zu erleben, die nachhaltig befriedigend wirkt. Das hast du ja selbst schon gut beschrieben, dass du nur die 3 Sekunden vor und während dem Orgasmus als wirklich erregend und spannend erlebst.
Es gibt andere Erregungsmodi, also andere Arten, deine Erregung wahrzunehmen und zu steigern, die zum Beispiel schon in der Aufbauphase erregender und genussvoller sind, und die zu einem Orgasmus führen können, der als intensiver, nachhaltiger und befriedigender erlebt wird und bei dem auch intensiveres emotionales Erleben möglich wird.
Genauso wie du dir deinen jetzigen (mechanischen) Erregungsmodus angeeignet hast, kannst du auch andere Erregungsmodi erlernen, wie zum Beispiel den wellenförmigen Erregungsmodus, welcher dir andere und erweiterte Erlebensmöglichkeiten bieten.
Aktuell nutzt du zur Erregungssteigerung das Reiben an deiner Klitoris auf eine mechanische Art (deshalb nennen wir ihn im Sexocorporel-Konzept den «mechanischen» Erregungsmodus). Das heisst, dass du deine Klitoris (w) oder Penis (m) mit wiederholten, gleichartigen Bewegungen stimulierst. Wahrscheinlich hältst du deinen Körper ruhig und spannst Teile von ihm an, zum Beispiel die Beckenbodenmuskeln, Bauch, Po und/oder Beine, um die Erregung zu steigern. Deine Atmung ist wahrscheinlich relativ schnell und oberflächlich, insbesondere zum Orgasmus hin.
Beim «wellenförmigen» Erregungsmodus ist der Körper während der sexuellen Erregung in Bewegung (statt angespannt unbewegt), und zwar in Form der doppelten Schaukel, das heisst das Becken schaukelt vor und zurück und der Oberkörper bewegt sich ebenfalls fliessend öffnend und schliessend. Der Beckenboden wird bewusst wahrgenommen und mit ihm gespielt, in dem er wechselnd leicht angespannt und dann wieder losgelassen wird. Und der Atem fliesst bis tief in den Bauch - das hilft das genussvolle Empfinden im Beckenraum zu verstärken.
Ich empfehle dir, die verschiedenen Aspekte zuerst einzeln zu üben, ohne sexuelle Erregung. Also Bewegung in den Körper bringen mit der Beckenschaukel. Dann die Bauchatmung zu üben. Und das Spiel mit den Beckenbodenmuskeln. Diese Übungen kann man eigentlich nicht zu oft machen.
Das Stimulieren an der Klitoris, also Üben in sexueller Erregung im mechanischen Erregungsmodus, das kann schon zu viel werden, wenn es zu häufig gemacht wird. Das kann zu einer Überstimulation führen, und der Körper geht dann in einen Abwehrmodus, gibt also klare Zeichen, dass er nicht noch weiter stimuliert werden möchte. Es gilt also unbedingt, auf deine Körperzeichen zu achten und mit ihnen zu kooperieren.
Übe also zuerst die körperlichen Fähigkeiten "Bewegung", "Bauchatmung" und "Spiel mit dem Beckenboden" einzeln und ausserhalb von sexueller Erregung. Dann kannst du beginnen, sie miteinander zu kombinieren. Also zum Beispiel im Liegen in den Bauch einatmen und das Becken nach hinten schwingen, dann Ausatmen und das Becken nach vorne bringen. Wenn auch das gut geht, kannst du noch den Beckenboden anspannen beim Ausatmen und ihn locker lassen beim Einatmen. Wiederhole das regelmässig, bis dein Körper damit vertraut ist.
Dann kannst du beginnen, bei der Selbstbefriedigung zwischendurch mal einzelne Elemente einfliessen zu lassen, zum Beispiel die Beckenschaukel, oder ein tiefer Bauchatemzug. Bleibe vorerst nah an deinem bisherigen Erregungsmodus und streue nur einzelne Elemente des wellenförmigen Erregungsmodus ein, also zB 90% machst du Selbstbefriedigung wie gewohnt, und 10% bringst du etwas vom neu Erlernten ein. So kannst du dir graduell deinen Erregungsmodus erweitern. Dein Körper braucht aber Zeit für die neuen Muster. Denn wenn du zu schnell alles probierst anders zu machen, wirst du vorübergehend aus der sexuellen Erregung rausfallen oder nicht mehr einfach zum Orgasmus kommen können, und das frustriert natürlich.
Mach es also in kleinen Schritten und wiederhole sie oft. Dies führt zum Erfolg.
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Frage Nr. 41584 von 26.07.2026
Ich bin männlich 19 Jahre. Ich war letztens das erste Mal am FKK Strand, weil es mich so erregt so viele nackte Menschen zu sehen und auch weil es mich erregt, mich selber nackt zu zeigen. Ich möchte wieder da hingehen. Ist es ok an den FKK Strand zu gehen,weil es einen erregt?
Unsere Antwort
Nein, das ist nicht ok. Menschen, die der Freikörperkultur anhängen, suchen keine sexuellen Begegnungen. Nacktheit bedeutet für sie ein Zustand der Freiheit und der Natürlichkeit. Sie möchten das gern in einer Gemeinschaft leben, die die gleichen Werte hat, wie sie. Darum sind FKK-Gebiete deutlich gekennzeichnet und oft auch eingezäunt. Menschen, die mit dem Ziel der sexuellen Erregung diese Bereiche aufsuchen, stören dort erheblich. Wenn du dabei erwischt wirst, wie du dich selbst erregst, die selbst befriedigst oder die erregt zeigst, machst du dich strafbar.
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Frage Nr. 41580 von 24.07.2026
Hallo -
mir wurde über Facebook ein sehr ausführliches und scheinbar wissenschaftlich begründetes Angebot für eine Reihe von gymnastischen Übungen zugespielt, mit denen man den Orgasmus bzw. vorzeitigen Samenerguss kontrollieren lernen kann. Dabei spielt offenbar der Bulbocavernosus eine entscheidende Rolle. Ist das seriös? Das Angebot läuft erwartungsgemäß auf eine Zahlungsaufforderung hinaus, die mit 20 € für einen "Vier-Wochen-Plan" nicht orbitant ist. Hintergrund könnte ja da schon sein, dass potentielle Interessenten denken: "Dafür kann man das ja mal testen ..."
Für eine Antwort bedanke ich mich im Voraus und mache euch Komplimente für eure großartige Arbeit hier!
Liebe Grüße
Unsere Antwort
Ich kenne das Programm natürlich nicht. Ich wäre aber vorsichtig. Es ist grundsätzlich gut, wenn du lernst, deine Beckenbodenmuskulatur anzusteuern und zu kontrollieren. Zu diesen Muskeln gehört auch der Bullbocavernosus. Ebenso wichtig ist es aber, dass du die Wahrnehmung in deinem Becken und in deinem Penis verbesserst, und es ist möglicherweise auch zentral, dass du über die Atmung lernst, dich beim Sex zu beruhigen. Viele Angebote zum Kontrollieren der Ejakulation sehen die Thematik verkürzt an und sind daher nur begrenzt hilfreich.
Hast du unser Kapitel über schnelle Ejakulation gelesen? Da stehen viele Tipps zum Üben drin. Sie sind gratis
. Wenn du Geld ausgeben möchtest, empfehle ich als Alternative zu dem Programm das Übungsbuch "Klappt's" von Michael Sztenc.
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Frage Nr. 41579 von 24.07.2026
Wäre es in Ordnung, wenn ich mit meiner Stiefschwester Sex hätte?
Unsere Antwort
Wir bekommen viele Fragen gestellt, in denen es darum geht, ob Stiefgeschwister Sex miteinander haben dürfen.
Gesetzlich gesehen spricht grundsätzlich nichts dagegen, eine sexuelle Beziehung mit deiner Stiefschwester oder deinem Stiefbruder zu haben. Wichtig ist aber, dass alle gesetzlichen Regelungen rund um das Schutzalter eingehalten werden. In diesem Text kannst du dich darüber informieren. Und natürlich ist Sex nur dann okay, wenn beide freiwillig mitmachen.
Vorher solltest du dir allerdings ein paar Sachen überlegen. Wenn ihr zusammen wohnt, und falls auch eure Eltern mit euch wohnen, solltest du dir überlegen, ob eine sexuelle Beziehung zwischen euch in der Familie für Probleme sorgen könnte. Überleg dir auch, was es in eurem Umgang und Zusammenleben verändern könnte, wenn deine Stiefschwester oder dein Stiefbruder nicht an einer solchen Beziehung interessiert ist. Oder wenn es aus irgendeinem Grund nicht mehr passt.
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Frage Nr. 41578 von 23.07.2026
Kann grosse angst einen orgasmus auslösen
Unsere Antwort
Ja, das kann passieren. Sexuelle Erregung beginnt mit einem Reflex im Körper, den du nicht bewusst steuern kannst. Er kann auch durch starke unangenehme Gefühle wie grosse Angst ausgelöst werden. Der Körper ist dann sehr angespannt. Und diese Anspannung kann die sexuelle Erregung sogar bis zu einer Entladung steigern. In diesem Text erfährst du mehr darüber.
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Frage Nr. 41577 von 23.07.2026
Meine Freundin und ich (beide 15) möchten miteinander schlafen. Wir haben es schon ein paarmal versucht, aber ich kann meinen Penis bei ihr nicht einführen, Sie sagt, dass sie dann ziemliche Schmerzen hat; im steifen Zustand ist er 19 cm lang und sein Umfang hat 14,5 cm. Wie kann ich trotzdem mit ihr Sex haben ?
Unsere Antwort
Ihr macht gerade die ersten sexuellen Erfahrungen miteinander. Es ist normal, dass da manches noch nicht so recht klappt. Auch Schmerzen können vorkommen. Das muss nicht heißen, dass es bei den nächsten Malen auch so sein wird. Probiert weiter aus, und redet miteinander darüber was weh tut und was angenehm ist.
Du schreibst wenig darüber, was ihr beim Sex genau macht. Deshalb kann ich mir das noch nicht so recht vorstellen. Miteinander Sex haben kann ganz unterschiedliches bedeuten. Bist du aktiv und sie liegt da? Was habt ihr bisher schon entdeckt, was euch in Stimmung bringt für Sex? Wie ist es, wenn du mit den Fingern in ihrer Vagina bist? Kann sie schmerzfrei Finger aufnehmen? Da habe ich noch ganz viele Fragen.
Mich würde vor allem interessieren, wie ihr die Vagina bereit macht für den Penis. Ist sie ausreichend sexuell erregt? Die Vagina wird gern massiert und die Durchblutung im Geschlecht wird angeregt durch Bewegung. Schaut euch bitte auch auf den folgenden Bildern an, wie die Vagina sich weitet in sexueller Erregung. Dann hat dein Penis gut Platz und gleitet einfach hinein und hinaus.


Es wäre sehr gut, wenn du deinen Penis still hältst und sie bewegt ihr Becken auf deinen Penis zu und nimmt ihn auf diese Weise auf. So kann sie bestimmen. Das kann helfen, um Angst zu verringern. Es ist häufig so, dass Angst vor Schmerzen die Schmerzen noch verstärkt. Dein Penis ist nicht zu groß, dennoch halte ich es für hilfreich, wenn du mal in diese Tipps schaust.
Wichtig ist deshalb, dass ihr langsam vorgeht und bei Schmerzen zu etwas übergeht, was keine Schmerzen macht. Es ist wichtig, dass ihr gut darüber redet, was möglich ist und was nicht. Es gibt viele Alternative Spielmöglichkeiten, welche ebenfalls Lust bereiten und Spass machen. Petting kann zudem die Erregung fördern, was die Vagina durchblutet und feucht macht.
Zudem kann eine hohe Muskelspannung dafür sorgen, dass das Aufnehmen des Penis Schmerzen macht. Dazu empfehle ich den Text über das Thema Schmerzen bei hoher Muskelspannung.
Zu wenig körperliche Erregung könnte ebenfalls ein Grund für Schmerzen sein. Dazu empfehle ich diesen Text.
Oft ist dieses Zusammenspiel eine Übungssache, welche etwas Erfahrung, Vertrauen und Zeit brauchen. Deshalb ist es hilfreich, wenn ihr immer wieder miteinander redet und eure Vorstellungen austauscht.
Schaut einfach mal, welche Erfahrungen ihr weiterhin macht. Unser Fragefenster macht nun Sommerpause. Du kannst uns auch danach berichten, wie es weitergegangen ist. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41575 von 23.07.2026
Zu 41535: danke für eure Tipps erstmal.
Ich hatte das Pproblem mit meinen Penis heute wieder am See. Diesmal hat es mich erwischt, als ich im Wasser war. Ich hab wieder eine starke Errektion bekommen. Ich hab erst gewartet, ob mein Penis wieder schlaff wird. Doch nach 10-15 min war er immer noch steif. Ich wollte nicht mit Erektion über den Strand laufen. Ich wusste mir nicht anders zu helfen, als im Wasser zu masturbieren. Ich bin etwas weg von all den abderen Mebschen geschwommen. Ich musste zweimal im Wasser ejakulieren, dass mein Penis wieder abschwellte. Mir war das eigentlich unangenehm, weil an eigentlich nicht im Badesee onaniert. Ich wusste mir nicht anders zu helfen...
Unsere Antwort
Der Tipp mit dem Wasser hat bei dir am See nicht funktioniert – das ist nicht weiter schlimm, bei manchen funktioniert er, bei anderen eben nicht.
Zu dem, dass du im See masturbiert hast: Das ist durchaus eine Option, auch wenn es nicht der übliche Ort dafür ist. Du hast in dem Moment einen Weg gefunden, mit einer für dich schwierigen Situation umzugehen, und das ist gut. Für die Zukunft kann es aber unpraktisch werden, weil eine Erektion oft plötzlich und in unpassenden Situationen kommt – deshalb lohnt es sich, noch ein paar weitere Strategien in der Hinterhand zu haben.
Drei Dinge, die vielen dabei helfen: Bewegung – wenn du dich bewegst, zum Beispiel ein paar Schritte gehst oder schwimmst, lenkt das den Körper ab, und die Erektion geht oft schneller zurück. Gedankliche Ablenkung – wenn du dich bewusst auf etwas ganz anderes konzentrierst, zum Beispiel ein Gespräch oder etwas, das du gerade siehst, hilft das vielen ebenfalls. Und Atmung – ruhiges, bewusstes Atmen kann direkt auf deinen Körper und damit auch auf die Erektion wirken. Probier am besten aus, was bei dir am besten funktioniert.
Als praktischen Kniff kannst du zusätzlich versuchen, deinen Penis in der Badehose hochzuklemmen und dann schnell ein Handtuch zu greifen, das du griffbereit hast.
Ich verlinke dir ein paar Texte zum Thema Beckenbodenmuskulatur – hier kannst du nachlesen, wie eine Erektion funktioniert und wie du über die Atmung Einfluss auf deinen Körper und deine Erektion nehmen kannst. Probier die Übungen dort gerne mal aus.
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Frage Nr. 41573 von 23.07.2026
Sind 10 Irgasmen gesund
Unsere Antwort
Was genau meinst du? Meinst du, ob es ungesund ist, 10 Orgasmen an einem Tag oder hintereinander zu haben? Nein, das ist völlig ok, solange du Spass daran hast. Wenn es sich für dich gut anfühlt und du dich wohl fühlst, ist das kein Problem.
Mach aber eine Pause, wenn dein Geschlecht wund wird, brennt, schmerzt oder gereizt ist. Dann braucht dein Körper Erholung.
Vielleicht merkst du aber, dass du das Gefühl hast, nie genug zu kriegen und dass dir der Drang nach Sex oder Selbstbefriedigung Probleme macht. Dann lohnt es sich, dem genauer nachzugehen. Dazu empfehle ich dir diesen Text.
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Frage Nr. 41572 von 22.07.2026
Hallo.
Ich bin w25. Wie kann ich für einen blowjob(Handjob) üben, wenn ich keinen Freund habe. Ich möchte das können weil ich die Vorstellung sehr erregend finde. Ist es ok wenn die Frau beim blowjob angezogen ist,während er nackt ist. Ich würde mich angezogen wohler bzw sicherer fühlen. Können männer es erregend finden wenn sie die Kleidung an hat.
Unsere Antwort
Blowjob und Handjob sind nicht dasselbe. Beim Blowjob stimulierst du den Penis mit dem Mund. Beim Handjob stimulierst du ihn mit der Hand.
Du musst das nicht vorher perfekt können. Du kannst das am besten mit einer anderen Person zusammen entdecken. Denn nicht alle Männer mögen genau das Gleiche. Wenn du einen Partner hast, kann er dir sagen oder zeigen, was ihm gut gefällt. Auch wenn du auf die Reaktionen deines Gegenübers achtest, kannst du merken, wie es ihm gefällt. Und du darfst auch sagen, wenn du unsicher bist oder etwas langsam ausprobieren möchtest.
Das heisst aber nicht, dass du dich nicht vorher informieren kannst. Ich empfehle dir zum Beispiel die Texte Fellatio: ihm einen blasen (Blowjob) und Handjob: Tipps zu lesen.
Natürlich ist es okay, wenn du beim Blowjob oder Handjob angezogen bist. Du musst dich nicht ausziehen, wenn du das nicht möchtest. Ja, es gibt Männer, die es erregend finden, wenn die Frau angezogen ist. Andere mögen etwas anderes. Das ist ganz unterschiedlich.
Und noch ein kleiner Hinweis: Beim Oralsex können sexuell übertragbare Infektionen übertragen werden. Ein Kondom kann dich davor schützen. Mehr dazu erfährst du in diesem Text.
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Frage Nr. 41570 von 22.07.2026
Hallo liebes Lilli Team. Danke für eure tolle Arbeit.
Ich bin männlich und 18 Jahre. Ich bin gerade mit meinem Fussball Team im Trainingslager. Wir sind ein kleiner Amateurverein. Wir übernachten auf dem Campingplatz in 2er Zelten. Mein Zeltmitbewohner (auch 18 Jahre) ist neu in der Mannschaft und ich habe gleich am ersten Abend gemerkt, dass er auf Männer steht. Er hatte eine Erektion, als er mich unter der Dusche angeschaut hat und im Zelt ist er mir dann auch näher gekommen. Das Ding ist, dass mich sein Körper auch extrem erregt hat. Ich hatte auch eine Erektion. Das kannte ich von mir noch gar nicht. Jedenfalls haben wir uns dann gegenseitig zum Samenerguss gebracht und hatten auch Anal und Oralsex. So ging das jetzt die letzten 3 Abende, dass wir Sex hatten. Ich hab ihm immer gesagt, dass wir leise sein müssen. Die anderen aus der Mannschaft sollen das nicht erfahren. Ich weiß auch gar nicht wie ich damit umgehen soll. Bisher war mir gar nicht bewusst dass ich schwul bin. Ich hatte noch nie Sex mit einem Mann vorher und auch nicht mit einer Frau. Wie gehe ich damit um?
Unsere Antwort
Viele Menschen erleben ihre sexuelle Orientierung nicht von heute auf morgen als eindeutige Gewissheit. Manchmal gibt es Erfahrungen, die überraschen und Fragen aufwerfen.
Du beschreibst, dass dich dein Zeltmitbewohner körperlich sehr erregt hat, ihr beide euch zueinander hingezogen gefühlt habt und der Sex für euch beide einvernehmlich war. Das ist erst einmal eine wertvolle sexuelle Erfahrung.
Finde in Ruhe heraus, welche Bedeutung sie für deine sexuelle Orientierung hat. Du kannst dich fragen: Hat mich vor allem dieser Mensch angezogen oder kann ich mir grundsätzlich vorstellen, Männer zu begehren? Habe ich mich bisher auch zu Menschen anderen Geschlechts hingezogen gefühlt? Hat sich daran etwas verändert?
Es gibt keinen Zeitdruck, dir ein Etikett zu geben. Manche Menschen wissen früh, dass sie homo- oder bisexuell sind. Andere brauchen Zeit und entdecken ihre sexuelle Orientierung erst nach und nach. Manche möchten sich auch gar nicht festlegen. All das ist in Ordnung.
Ich kann gut verstehen, dass du im Trainingslager niemandem davon erzählen möchtest. Gerade im Mannschaftssport kann die Sorge groß sein, wie andere reagieren. Überlege dir in Ruhe, wem du wirklich vertraust. Du bist nicht verpflichtet, dich zu outen oder jetzt sofort mit anderen darüber zu sprechen.
Vielleicht ist auch dein Zeltmitbewohner gerade mit ähnlichen Fragen beschäftigt. Wenn ihr euch beide wohl damit fühlt, könnte ein Gespräch darüber hilfreich sein – zum Beispiel wie ihr die Situation erlebt habt und was ihr euch für die Zeit nach dem Trainingslager wünscht.
Ein praktischer Hinweis: Wenn ihr weiterhin Sex habt, denkt bitte auch an Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen, zum Beispiel durch Kondome beim Analverkehr.
Du hast eine neue sexuelle Erfahrung gemacht, die dich überrascht hat. Gib dir die Erlaubnis, neugierig auf dich selbst zu schauen.
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Frage Nr. 41559 von 20.07.2026
Liebes Team,
ich möchte von Pornografie wegkommen. Pornos sind für mich in der Tat ein gutes Mittel der Selbstbefriedigung und helfen bei der Erregung, aber da gibt es so zwei Dinge die mich stören.
1. Die Frage nach den Produktionsbedingungen: ich hab mich viel damit beschäftigt; es gibt ja zum Beispiel auch feministische, sexpostivie Aktivistinnen die sich für Pornos aussprechen und an guten Drehbedingungen mitwirken. Sind aber letzlich doch wenige. Die sagen zwar auch, dass "Mainstream" Pornografie letzlich mittlerweile gut kontrolliert ist, aber naja: am Ende bleibt es letzlich doch ein Geschäft und wie genau die Bedingungen waren am Set, oder wenn es selbstersteller, verfizierter Content war, ob da nicht doch irgendeine Form von Druck (durch Armut, dominante Männer etc.) gewirkt hat, kann man ja nicht ganz ausschließen. Bei mir führt es dazu, dass ich darüber oft nachdenken muss im nachhinein. Klar bin ich am Ende auch nur Konsument und muss wie bei anderen Produkten auch hoffen, dass die Angaben zu "fairer / guter / geregelter" Produktion stimmen; aber trotzdem muss ich dann immer wieder drüber nachdenken. Das trübt den "Genuss".
2. Wenn ich mich ohne Pornografie befriedige, greife ich oft nach der Hälfte dann doch wieder dazu, um die Erregung zu steigern. Nicht süchtig oder zwanghaft, aber manchmal ist dann da doch so ein Drang. Und am Ende lenken die Bilder ja doch ab vom Nachspüren im Körper.
Ich halte überhaupt nichts von diesen Bewegungen, die den Verzicht von Pornografie oder sogar Mastrubation propagieren, um angeblich männlicher zu werden. Das ist ja dann am Ende doch wieder misogyn und höchst fragwürdig.... Aber ich glaube schon, dass ich vom Verzicht profitieren würde, was mein sexuelles Lernen angeht.
Kann man so einen strikten Cut machen oder probieren?
(m, 30)
Unsere Antwort
Ich würde dir keinen strikten Cut empfehlen. Die Pornos sind eine Erregungsquelle, die du dir angewöhnt hast. Wenn du sie jetzt einfach weglässt, funktioniert die sexuelle Erregung nicht mehr so gut. Es ist viel gescheiter, wenn du allmählich neue Erregungsquellen ausprobierst und übst, dich so zu erregen. Die Pornos kannst du dabei weiterlaufen lassen, aber du kannst die Aufmerksamkeit je länger, je mehr, auf andere Dinge hin lenken.
Bitte lies den Text "Wie kann ich für den Sex üben?", damit du verstehst, wie das mit dem Üben gemeint ist. Darin findest du auch einen Abschnitt über Pornos.
Nun ist die Frage: Was solltest du üben? Ich hätte da eine Idee. Du schreibst über Bewegungen, die den Verzicht von Masturbation propagieren, um angeblich männlicher zu werden. Davon halten wir hier bei Lilli auch nichts. Ich vermute schwer, dass Menschen, die das propagieren, persönliche Erfahrungen mit Masturbation gemacht haben, in denen ihr Männlichkeitsgefühl nicht gefördert wird.
Man kann eben auf unterschiedliche Weise Solosex machen. Je nachdem, wie man den Körper dabei einsetzt, entstehen andere Bilder, Gefühle und Gedanken. Es ist zum Beispiel ein Unterschied, ob du gekrümmt auf einem Stuhl sitzt, den Körper anspannst und schnell reibst, oder ob du stehst und mit deinem Penis sozusagen in die Hand "penetrierst". Ersteres fördert nicht das Gefühl, ein starker, sexueller potenter Mann zu sein, zweiteres viel eher.
Hinzukommt, dass du deinen Körper so einsetzen kannst, dass du ihn intensiver spürst oder dass du ihn weniger intensiv spürst. Je weniger du deinen Körper spürst, desto wichtiger werden Erregungsquellen wie Fantasien oder Pornos. Wenn du deinen Körper intensiv spürst, wird er selbst zur Erregungsquelle. Für das intensivere Spüren ist Bewegung des Körpers beim Solosex sehr hilfreich.
Ich empfehle dir daher zum Üben diese Tipps für den Solosex.
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Frage Nr. 41558 von 20.07.2026
Guten Abend, ich bin ein Mann 69 und habe eine neue Partnerin.
Wir verstehen uns beim Sex sehr gut und haben alles gerne wie wir uns beim Sex verwöhnen.
Nun war es das erste mal und wir sind beide noch nicht zum Orgasmus gekommen. Das Liebesspiel war wunderbar.
Meine Frage ist, wenn ich bei Ihr in der Scheide die hin und her Bewegungen mache, haben wir es beide sehr gern und ich habe das Gefühl das ich manchmal kurz vor dem Orgasmus war. Vom Gefühl her sage ich aber das ich die Umarmung meines Gliedes in Ihrer Scheide gerne noch fester gehabt hätte.
Meine Frage: kann Sie bewußt den Druck Ihrer Scheide auf mein Glied erhöhen oder geht das nur im Reflex wenn wir beide zum Orgasmus kommen ? Oder können Sie mir noch andere Empfehlungen geben?
Danke und weiter so, Viele Grüße !!
Unsere Antwort
Zuerst mal: schön, dass ihr euch beim Sex sehr gut versteht. Das es beim ersten Mal nicht gleich klappt, ist völlig normal. Eure Körper müssen sich erst aneinander gewöhnen. Das heisst, wenn ihr miteinander Sex habt, dann übt ihr zunächst einmal miteinander. Und mit der Übung klappt es dann in der Regel immer besser. Ich empfehle euch dazu sehr diese Tipps für den Vaginalverkehr.
Die Beckenbodenmuskulatur umschliesst die Vagina. Eine Frau kann lernen, sie bewusst anzusteuern. Es kann für den Penis reizvoll sein, wenn die Frau die Muskeln abwechselnd entspannt und entspannt. Wie weit deine Partnerin das für sich schon entdeckt hat, weiss ich nicht. Sicherlich wären für sie diese Tipps zum Spiel mit der Beckenbodenmuskulatur und diese Tipps zur Beckenschaukel interessant.
Auch du kannst etwas machen: Möglicherweise bist du dir von Solosex gewöhnt, den Penis mit mehr Muskeldruck zu stimulieren. Es könnte zum Beispiel sein, dass du ihn mit deiner Hand fest greifst. Ein Händedruck wird schnell mal stärker sein als der Druck, den der Penis in der Vagina erlebt. Es könnte also sein, dass sich dein Penis einfach stärkeren Druck gewöhnt ist.
Du kannst deinen Penis empfindlicher machen für leichteren Druck. Das empfehle ich dir auf jeden Fall, denn dann bist du nicht abhängig von dem, was deine Partnerin macht. Ich empfehle dir, dass du das allein, in aller Ruhe übst. Das Ziel des Übens könnte zum einen sein, dass du den Penis an leichtere Berührungen gewöhnst, und zum anderen, dass du durch Bewegen deines Beckens und deiner Beckenbodenmuskeln für bessere Durchblutung im Penis und dem Beckenbereich sorgst. Denn wo die Durchblutung besser ist, spürt man mehr. Bitte lies dazu auch diesen Text. Er verweist dich auf weitere Übungstipps.
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Frage Nr. 41546 von 19.07.2026
Hallo!
Ich bin weiblich, 59 Jahre alt, seit 31 Jahren verheiratet und habe seit einem Jahr eine ADHS Diagnose. Zur Zeit nehme ich Elvanse (70mg), bin aber nicht sicher, ob das Medikament hilft.
Zudem habe ich Hashimoto-Thyreoditis, wogegen ich seit Jahren Euthyrox nehme.
Da das ganze Thema sehr komplex ist (Hashimoto+ ADHS+ Menopause) bin ich inzwischen dabei, mit diversen Ärzten Termine auszumachen (Gynäkologin, Psychologe, Endokrinologe). Das dauert aber ????.
Nun habe ich Eure Seite gefunden und erhoffe mir eine Antwort/ Einschätzung zu meiner Situation.
Im Laufe meines Lebens hatte ich immer „Probleme“ zum Orgasmus zu kommen. Eine Stimulation über die Vagina alleine hat mich selten dazu gebracht. Oft brauche ich zusätzlich die Stimulation der Klitoris. Sexspielzeug, „Kino im Kopf“ und / oder Pornos helfen auch. All das führt dazu, daß der Sex mit meinem Mann oft nur für ihn zum Höhepunkt führt. Damit war bin ich oft auch okay, weil es mir auch Freude und Befriedigung bringt, ihn zu befriedigen.
Allerdings gab es Zeiten, zu denen Sex „einfacher“ war:
Eine Zeit lang hatte ich die Einnahme von Euthyrox ausgesetzt. In dieser Zeit war ich sehr viel leichter erregt und wir haben viel neues ausprobiert (Outdoor Sex, Swingerclub, neue Sextoys). Mein TSH war dann aber irgendwann bei 118 und meine Ärztin warnte mich vor einem Schilddrüsen-Koma. Also wurde ich erneut eingestellt.
Mein TSH war bei 135mg bei 0,015, ist nun mit 100mg bei 4. Ich möchte ihn wieder etwas senken und nehme aktuell (nach Absprache mit meiner Hausärztin) 112mg, um im Ganzen wieder etwas aktiver zu werden. Ende des Jahres habe ich einen Termin beim Endokrinologen.
Im vergangenen Jahr, hatte ich mich von meinem Mann getrennt. Als er jemanden Neues kennen gelernt hat, habe ich jedoch alles daran gesetzt, ihn zurück zu gewinnen.
Ich habe in dieser Zeit meine ADHS-Diagnose bekommen und einiges darüber gelernt. Diese Erkenntnisse haben mir sehr geholfen, auch meinem Mann einiges zu erklären, was unsere Beziehung belastet hat (Chaos, Vergesslichkeit, starke Emotionalität, …).
Wir hatten auch während er mit der anderen Frau zusammen war Sex miteinander (war mit ihr wohl bei weitem nicht so gut für ihn). In diesen Situationen war ich auch wesentlich leichter erregbar, als vor unserer Trennung und auch nach unserer Wiedervereinigung. Vielleicht, weil es „verbotener“ Sex war?
Wir haben seitdem wesentlich häufiger Sex miteinander und meinem Mann gefällt das immer sehr. Nur mir fehlt der Orgasmus oft.
Ich habe in diesem Jahr (durch Liebeskummer und eine Ernährungsumstellung) außerdem mein Gewicht von ~105 kg auf 70 kg reduziert.
Kann es sein, daß ADHS und die dadurch andere Verarbeitung von Dopamin und Adrenalin in meinem Gehirn, mein Empfinden beim Sex beeinflussen?
Ich hätte gerne, daß ich schneller und einfacher kommen kann.
LG
P.S.: Eure Seite ist toll!
P.P.S.: Ich hoffe, die „Frage“ ist nicht zu konfus gestellt ????
Unsere Antwort
Dein Thema mit dem Orgasmus "Eine Stimulation über die Vagina alleine hat mich selten dazu gebracht." ist zunächst einmal weit verbreitet. Wenige Frauen kommen durch vaginalen Geschlechtsverkehr ohne aktive Lernschritte zum Orgasmus. Der Innenraum Vagina ist bei vielen erstmal ein weißer Fleck auf ihrer Körperlandkarte. Der außenliegende Teil der Klitoris wird viel häufiger erforscht und erkundet.
Mich interessiert unabhängig von den Medikamenten und Vorerkrankungen aus sexualtherapeutischer Sicht zunächst, wie du deinen Körper beim Geschlechtsverkehr einsetzt. Holst du dir durch deine Körperbewegungen aktiv die Stimulation, die sich für dich gut anfühlt? Wie viel spürst du in deiner Vagina? Macht ihr ein Vorspiel und wie läuft das ab?
Mir scheint es so, als hättest du schon eine gut gefüllte Schatzkiste an Dingen, die dir zu einem Orgasmus verhelfen. Deine bisherigen Schätze sind: Stimulation der Klitoris, Sexspielzeug, Fantasien und Pornos. Zu diesen bereits vorhandenen Schätzen könntest du durch Übung noch ein paar hinzufügen, die mehr mit dem körperlichen Spüren zu tun haben. Denn das ist eine ganz besonders krisenfeste Ressource für die Sexualität. Beachte dabei auch, dass es schon ein recht hoher Anspruch ist, dass die Sexualität ohne zusätzliche Stimulation an der Klitoris gehen sollte.
Insbesondere empfehle ich dir, dein Gespür und die Durchblutung im Beckenraum zu fördern. Das vaginale Erleben wird dadurch spannender. Sowieso lege ich dir sehr ans Herz, dich beim Sex zu bewegen. Der Fokus auf Bewegung ist hilfreich, weil du dann mehr spannendes im Körper erlebst. Das bedeutet, es wird weniger nötig auf Fantasiequellen zu setzen. Es gibt einige Wahrnehmungen, die aktuell nett und leicht prickelnd sind, aber nicht primär wirklich aufregend und erst mit der Übung erregender und erfüllender werden. Der Körper selbst wird zu etwas, was spannend ist und du angenehm erlebst. Zum Beispiel beim Spiel mit deinen Beckenbodenmuskeln.
Nun zu deiner konkreten Frage zu Zusammenhängen von ADHS und deinem Empfinden beim Sex: Ganz allgemein würde ich sagen "Nein, dein Empfinden beim Sex beeinflusst es nicht." Also dir ist trotzdem die komplette Bandbreite an körperlichen sexuellen Empfindungen zugänglich. Es kann allerdings gut sein, dass du schneller frustriert bist, wenn es sich beim Sex nicht besonders aufregend oder angenehm anfühlt. ADHS kann also insofern schon deine sexuelle Erregung negativ beeinflussen. Bei Menschen mit ADHS wäre also Achtsamkeit ein Thema. Das bedeutet, lernen, das was ist, zu akzeptieren und das positive darin zu sehen. Viele Menschen mit ADHS haben vergleichsweise größere Schwierigkeiten den Käse zu sehen statt nur die Löcher. Bei deiner Beschreibung klang das jetzt nicht so durch. Es wäre interessant, zu schauen wie das bei dir ist.
Wenn du nun beim Sex frustriert bist, weil der nicht wahnsinnig spannend ist, hat das Auswirkung auf dein weiteres sexuelles Erleben. Die andere Dopaminverarbeitung ist deshalb schon beteiligt an größeren Herausforderungen. Vor allem dann, wenn die körperliche sexuelle Erregung von sich aus nicht wahnsinnig gut funktioniert. Die sexuelle Erregung ist eine Bilanzrechnung aus erregenden Quellen und störenden Faktoren. Je mehr erregende Quellen du für dich entdeckt hast, desto weniger können die störenden Faktoren Einfluss nehmen
Bis du etwas neues als angenehm und/oder erregend erlebst, braucht es einige Wiederholungen. Auch hier bist du mit ADHS besonders gefordert, die Motivation aufrecht zu erhalten. Ich sage das vorneweg, damit du dir rechtzeitig überlegen kannst, wie du mit Motivationstiefs umgehst. Es ist ratsam, dass du das Üben so gestaltest, dass du schnell belohnende Resultate bemerkst.
Die sexuelle Erregbarkeit bei ADHS ist nicht anders. Allerdings ist bei ADHS ganz grundsätzlich die Suche nach "dem Kick" hoch, also wichtig. Und somit kann es auch für die Sexualität wichtig sein. Da kann zum Beispiel das Verbotene besonders reizvoll sein. Das hat nichts mit der sexuellen Funktion zu tun sondern mit einer emotionalen Suche. Das Aufregende scheint auch bei dir wichtig zu sein. Dann spielt Dopamin schon eine Rolle. Immer wenn wir etwas aufregendes erleben, kommt Dopamin mehr ins Spiel.
Über die Medikamente sollen am besten deine behandelnden Ärzt*innen etwas sagen. Unabhängig davon ist sexualtherapeutisch mit den oben genannten Anregungen viel erreichbar.
Wir sind keine Endokrinologie Spezialisten. Dennoch erscheint es uns wichtig für deine körperliche Gesundheit, dass der Schilddrüsenwert im normalen Bereich ist. 118 ist erheblich zu hoch. Eigentlich sollte der Wert nicht höher als 4 sein. Ein Aussetzen der Medikamente für einfachere Sexualität würden wir nicht empfehlen. Da gibt es, wie oben beschrieben, andere Möglichkeiten, die deine Gesundheit nicht gefährden.
Du schreibst, dass du das Orgasmusthema immer hattest. Da liegt die Vermutung nahe, dass es nicht erst durch die Schilddrüsenerkrankung ausgelöst wurde. Es könnte aber gut sein, dass es durch die Erkrankung verstärkt wurde.
Zu den Zusammenhängen zwischen Schilddrüsenerkrankungen und sexueller Funktion ergibt sich laut aktueller Studienlage (abgerufen über OpenEvidence KI) ein recht eindeutiges Bild: Frauen mit Schilddrüsenerkrankung (Über- oder Unterfunktion) haben ein etwa 2 fach erhöhtes Risiko für Beeinträchtigungen der sexuellen Funktion. Das betrifft sexuelles Verlangen, Orgasmusfähigkeit, Erregung und Lubrikation sowie sexuelle Zufriedenheit. Viele sexuelle Funktionsstörungen sind unter Medikation reversibel, Orgasmusstörungen bleiben allerdings auch bei entsprechender Medikation häufig bestehen. Das bedeutet, dass für eine vollständige Normalisierung der Orgasmusfähigkeit zusätzlich zum Beispiel sexualtherapeutisch unterstützt werden sollte.
Der Zusammenhang zwischen Schilddrüsenerkrankung und sexueller Funktion wird durch verschiedene Faktoren vermittelt:
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Hormonelle Veränderungen: Schilddrüsenüberfunktion erhöht das sexualhormonbindende Globulin (SHBG) und senkt freies Testosteron, was negativ mit der sexuellen Funktion korreliert
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Psychische Faktoren: Depressive Symptome sind bei beiden Schilddrüsenfunktionsstörungen häufig und korrelieren stark mit sexueller Dysfunktion
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Autoimmunität: Bei autoimmuner Schilddrüsenerkrankung (Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis) verstärkt die Autoimmunität zusätzlich die sexuelle Dysfunktion, insbesondere das sexuelle Verlangen
Solche Beeinträchtigungen durch eine Erkrankung bedeuten für dich lediglich, dass die Ausgangsbedingungen etwas schwieriger sind als bei anderen Menschen ohne diese Vorerkrankung.
Wenn du Elvanse nimmst und gleichzeitig die genannten extremen Schilddrüsenwerte (wie TSH 0,015 oder 118) vorliegen, hast du zwei völlig unterschiedliche Faktoren, die dein Hormon- und Nervensystem gleichzeitig manipulieren. Das sollten die behandelnden Ärzt*innen auf jeden Fall berücksichtigen und gut beobachten, wie du die beiden Medikamente in Kombination verträgst.
Du kannst uns einfach wieder schreiben. Beachte allerdings, dass unser Fragefenster am Sonntag in die Sommerpause geht.
Noch ein Tipp am Rande für den Fall, dass du gerne liest: das Buch von Mandy Mangler: "Don’t miss the clitoris" können wir empfehlen. Es beschreibt die Klitoris (also das ganze Schwellkörperorgan) als unser Haupterregungsorgan und hört auf mit dem Mythos vom „vaginalen“ Orgasmus, der angeblich vollwertiger sein sollte. Möglicherweise erhältst du durch das Buch ganz neue Einblicke in die sexuelle Erregungs- und Orgasmusfähigkeit der Frau.
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Frage Nr. 41542 von 18.07.2026
hallo,
ich (w19) rasiere mich jetzt schon, seitdem ich 11/12 bin.
mir fällt jedesmal auf, dass sich in meinem intimbereich sehr viele rasierpickel bilden. ich weiß, dass das normal ist, ich habe schon mehrere rasierer ausprobiert, mehrere rasierschäume, gele usw. auch nach dem duschen hab ich schon vieles probiert & trotzdem bekomme ich jedesmal beim rasieren extrem viele rasierpickel.
hättet ihr vielleicht tipps dagegen?
dankeschön :)
Unsere Antwort
Ja, du hast recht. Rasierpickel im Intimbereich sind häufig. Oft kommt es dabei zum Einwachsen von Haaren und zur Bildung von kleinen Pickeln. Das passiert besonders am Venushügel.
Ein Tipp ist: Rasier in Richtung des Haarwuchses und nicht dagegen. So reizt du die Haut weniger und Haare wachsen seltener ein. Du kannst auch ausprobieren, die Haare nur zu trimmen statt ganz glatt zu rasieren. Viele bekommen dann deutlich weniger Pickel. In diesem Text findest du weitere Tipps für die Entfernung der Haare am Geschlecht.
Wenn die Pickel stark entzündet sind, weh tun, eitern oder immer wieder schlimmer werden, lass das bitte von einem Arzt oder einer Ärztin anschauen.
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Frage Nr. 41541 von 18.07.2026
Hallo,
ich bin weiblich, 20 Jahre alt, und hatte bisher mit sechs verschiedenen Männern Sex. Ich habe dabei immer Lust, bin sehr erregt und fühle mich wohl. Trotzdem bin ich noch nie zum Orgasmus gekommen.
Oft habe ich das Gefühl, dass ich kurz davor bin, aber dann passiert einfach nichts.
Ich habe mich außerdem noch nie selbst befriedigt, deshalb weiß ich nicht, ob ich überhaupt alleine einen Orgasmus bekommen könnte.
Ist das in meinem Alter noch normal?
Unsere Antwort
Es ist normal, dass du noch auf Entdeckungsreise bist. Du bist dich bereits am Ausprobieren und hast festgestellt, dass du dich dabei wohl fühlst. Das sind super Voraussetzungen, um weiter zu experimentieren.
Meistens ist es so, dass du in der Selbstbefriedigung sehr viel über sich selbst erfahren kannst. Wenn du dir das vorstellen kannst, möchte ich dich dazu motivieren, deinen Körper selbst zu entdecken. Du wirst mit der Zeit entdecken, wie du bei dir selbst Lust und körperliche Erregung auslösen kannst.
Was einen erregt, wie man sich zu einem Orgasmus stimulieren kann, ist ein lebenslanger Lernprozess. Du kannst es damit vergleichen, wie du ein neues Instrument übst. Das heisst also, dass es mehrere Erfahrungen braucht, bis du merkst, was für dich erregend ist. Die folgenden Texte können dich beim Lernen unterstützen:
Du hast bereits Lust verspürt und warst dabei auch erregt. Hier wäre spannend, was es war, dass dich erregt hat. War es eine bestimmte Berührung am Körper? Zum Beispiel deine Brüste oder deine Vulva, Klitoris oder Vagina? Oder war es eine Vorstellung oder bestimmte Gefühle, welche die Erregung ausgelöst haben?
Es gibt einige Texte dazu, welche dir helfen können, auf diese Entdeckungsreise zu gehen und auszuprobieren:
- Wie funktioniert sexuelle Erregung?
- Erregung zum Orgasmus: Tipps für Frauen
Viel Spass beim Entdecken!
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Frage Nr. 41539 von 18.07.2026
Sex nach Gebärmutterentfernung
Unsere Antwort
Nach einer Gebärmutterentfernung kannst du wieder Sex haben, und du kannst den Sex wieder geniessen. Manchmal braucht das etwas Zeit und Übung. Infos und Tipps zu diesem Thema findest du in diesem Text.
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Frage Nr. 41538 von 18.07.2026
Ich wende mich anonym an Sie, weil ich mit einem sehr persönlichen und für mich beschämenden Thema noch nie mit jemandem gesprochen habe. Es fällt mir sehr schwer, das aufzuschreiben, aber ich möchte verstehen, was mit mir passiert, und Unterstützung finden. Ich bin verheiratet und Mutter.
Vor etwa sechs Jahren musste ich dringend auf eine Toilette und hielt bei einer kleinen Raststätte an einer Autobahn in der Nähe unseres Wohnorts an. Dabei entdeckte ich zufällig eine kleine Öffnung zwischen der Herren- und der Damentoilette. Ich recherchierte danach im Internet und erfuhr, dass es sich um ein sogenanntes "Glory Hole" handelt. Zunächst dachte ich nicht weiter darüber nach. Nach einiger Zeit kamen mir die Gedanken daran jedoch wieder, und ich fuhr aus reiner Neugier dorthin – während mein Mann arbeitete.
(...)
Das Reizvolle an der Situation war für mich immer, dass die Männer nicht wissen, wer ich bin, und ich nicht weiss, wer sie sind.
(...)
Das Verhalten hat sich mittlerweile nicht mehr nur auf diesen einen Ort beschränkt. Ich habe inzwischen auch andere Wege ausprobiert, um anonyme sexuelle Kontakte zu haben, unter anderem über eine Website und weitere Treffpunkte. (...)
Der Ablauf ist dabei immer ähnlich: Vor dem Hingehen bin ich sehr unruhig, fast als würde ich es körperlich brauchen – wie eine Droge. Während des Geschehens selbst spüre ich auch das Gefühl, dreckig zu sein, dieses wirkt auf mich in dem Moment jedoch eher erregend als beschämend – es ist eine Mischung aus unangenehm und sehr reizvoll zugleich. Die Scham stellt sich bei mir erst im Nachhinein ein. Ich kann mit diesem Verhalten nicht aufhören, obwohl ich es möchte. Ich habe bereits mehrfach versucht, aktiv damit aufzuhören, falle aber jedes Mal wieder zurück. Ich war deswegen bereits früher in einer Sexualtherapie, leider ohne Erfolg. Zudem hat sich bei mir mit der Zeit eine Art Toleranzentwicklung eingestellt: (...) Auch das erlebe ich wie bei einer Droge, bei der die Reizschwelle mit der Zeit steigt.
Ich habe bei diesen Kontakten nie Kondome oder andere Schutzmittel verwendet. Die sexuellen Handlungen umfassten oralen, vaginalen und analen Kontakt. Gegen eine Schwangerschaft nehme ich zusätzlich die Pille, gegen sexuell übertragbare Infektionen jedoch nicht. Vor zwei Wochen habe ich mich testen lassen; das Ergebnis war negativ. Bei einigen dieser Treffen, insbesondere bei Kontakten ausserhalb des Glory Holes, habe ich mich zeitweise unsicher oder ängstlich gefühlt.
Das Verhalten hält bis heute an, der Drang kommt immer wieder. Mein Mann weiss nichts davon. Gegenüber meinem Mann habe ich starke Schuldgefühle, auch wenn er nichts von alledem weiss. Unser Sexualleben als Paar ist davon interessanterweise nicht betroffen – wir haben nach wie vor regelmässig und unbeschwert Sex miteinander. Zusätzlich beschäftigt mich sehr stark und häufig die Sorge, von einem der Männer erkannt oder irgendwann darauf angesprochen zu werden (...)
Am wichtigsten ist mir, zu verstehen, warum ich dieses Verhalten entwickelt habe und warum ich es trotz mehrerer Versuche – auch mit vorheriger Sexualtherapie – nicht unter Kontrolle bekomme. Ich wünsche mir einen Raum, in dem ich offen und ohne Verurteilung darüber sprechen kann, und eine Einschätzung, welche Art von Behandlung mir wirklich helfen könnte. Ich bin bereit, alle weiteren Fragen so ehrlich wie möglich zu beantworten.
Für mich fühlt sich dieses Verhalten wie eine Art Sucht an, ähnlich wie bei einer Droge – mit dem Verlangen davor, das ich kaum kontrollieren kann, und dem Kreislauf aus Rückfällen trotz mehrerer eigener Versuche, damit aufzuhören.
Mit freundlichen Grüssen
Unsere Antwort
Ich würde nicht soweit suchen nach Gründen, warum du ausgerechnet dieses sexuelle Verhalten zeigst. Der Kick nach dem Aufregenden Neuen, Fremden, Verbotenen, Extremen kann eine starke Quelle für sexuelles Begehren sein. Und dann ist es oft der Zufall, der uns in eine bestimmte Richtung lenkt. Bei dir war das auch so. Da hat sich eine Möglichkeit angeboten, und es war relativ einfach, hier immer wieder nachzugeben und es immer wieder zu tun. Wenn du etwas immer wieder tust, lernst du das immer mehr mit sexuellen Begehren, sexueller Lust und sexuelle Entladung zu verbinden.
Hinzu kommen bei dir sicherlich noch andere Aspekte. Du erlebst das Verhalten als dranghaft. Drang ist ein Thema, das mit Emotionsregulation und Emotionsverarbeitung zu tun hat. Ich bitte dich, dazu diesen Text zu lesen und dir zu überlegen, welche Sehnsüchte und welche Bedürfnisse jenseits der sexuellen Erregung du eigentlich befriedigen möchtest, und was dich allenfalls in diesem Text sonst noch so anspricht.
Du schreibst, dass du schon einmal in einer Sexualtherapie gewesen bist. Das war ein guter Schritt. Es würde mich interessieren, was das für eine Sexualtherapie war, was ihr dort gemacht habt, und wie lange du dort warst. Denn auch ich würde dir eine Sexualtherapie empfehlen – möglicherweise aber in Verbindung mit einer Psychotherapie, denn es geht für mich hier nicht nur um Sexualität. Sondern es geht zum einen auch um den Umgang mit Emotionen und mit Bedürfnissen, und zum anderen auch um deine Beziehung. Du beraubst deinen Mann eine Entscheidungsmöglichkeit, weil du ihn nicht informierst. Das könnte ein wichtiger Motivator für dich werden, doch wieder fachliche Unterstützung zu suchen.
Wenn du dich fragst, was dein Mann denken würde, wenn er wüsste, was du machst, wie geht es dir dabei? Es wäre wichtig, zu beleuchten, wie dieses unmittelbare Bedürfnis nach dem Kick stärker werden kann als die Schuldgefühle. Mit welchen Gedanken und Rechtfertigungen kannst du in diesem Augenblick die innere Kontrollinstanz "ausschalten", die dir sagen möchte, dass du dieses Verhalten nicht o. k. findest gegenüber deinem Mann, und dass du nicht nur dich, sondern auch ihn dabei wegen dem Risiko sexuell übertragbare Infektionen in Gefahr bringst?
Bei dranghaftem Sexualverhalten, das man selbst eigentlich nicht okay findet, braucht es immer Rechtfertigung, um dieser Kontrollinstanz den Wind aus den Segel zu nehmen. Überleg dir mal: Kurz bevor du wieder zu einer Handlung übergehst, welche Gedanken hast du, die es dir ermöglichen, den Schritt zu dieser Handlung zu machen, statt dir zu sagen, "Nein, das mache ich jetzt nicht?" Wie ist dir das gelungen? Was sagt die Ja-Stimme, was sagt die Nein-Stimme? Beide sollte man genauer anschauen.
Es ist dir offenbar auch schon gelungen, Nein zu sagen. Wie hast du probiert, aufzuhören? Welche Strategien hast du gewählt? Was hast du gemacht, um mit dem Loch umzugehen, das entstand, wenn du dem dranghaften Verhalten nicht nachgehen konntest?
Du kannst uns gerne wieder schreiben, nachdem du den Text gelesen hast, und meine Fragen beantworten. Vielleicht kann ich dir dann, aus sexualtherapeutischer und psychotherapeutischer Sicht, noch etwas konkretere Tipps und Ideen geben.
Ich habe deine Frage stark gekürzt, denn ich möchte, dass deine Anonymität absolut gewahrt werden kann.
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Frage Nr. 41536 von 18.07.2026
Hallo Lilli, ich möchte zu Nummer 41234 eine weitere Frage stellen. Danke, dass sie es so hilfreich beantwortet. Ich habe es vergessen zu erwähnen aber ich bin männlich.
Sie haben mir geholfen, ich probiere mich jetzt mehr zu entspannen und kann mit meiner Freundin mich selber befriedigen und alles was ich mit ihr mache fühlt sich schon gut an aber ich kann einfach nicht wegen ihr zum Orgasmus kommen.
Ich dachte vielleicht, dass ich zu gewöhnt bin an meine eigene Hand mein selbst befriedigen deswegen habe ich probiert Pornos aufhören zu schauen und ich befriedige mich eigentlich fast nie aussert wenn wir zusammen sind und ich mich zum kommen bringen will.
Ich will einfach wissen ob das eher etwas mentales ist, wegen dem physikalischen, also dass die Sensation nicht stark genug ist oder ob es etwas anderes ist. Muss ich etwas ändern oder braucht es einfach Zeit. Ich habe es schon akzeptiert aber es ist ein wenig frustrierend da ich sehr froh wäre wenn sie mich zum Orgasmus bringen könnte und ich glaube sie auch. Danke für eure Antwort.
Unsere Antwort
Es freut mich, dass du schon Fortschritte beobachten konntest. Zeit allein bringt in aller Regel keine Veränderung. Es kommt drauf an, was du in dieser Zeit machst. Also es kommt darauf an, welche Erfahrungen du in dieser Zeit machst.
Ihr seid ja schon neugierig am Ausprobieren. Behaltet euch das bei. Je mehr neues ihr miteinander und jeder für sich macht und spürt und auch darüber sprecht, desto besser. Sex zu zweit gelingt oft nicht einfach so, sondern ihr lernt immer dazu und einander mehr und mehr kennen. Werft dabei den Anspruch erstmal über Bord, du müsstest dabei zum Orgasmus kommen. Das macht Druck und hilft gerade nicht weiter. Wenn ihr euch Zeit nehmt, genussvolles und schönes miteinander zu erkunden, profitiert ihr am Ende mehr.
Du hast Veränderungen bei deiner Selbstbefriedigung umgesetzt. Du schaust nun keine Pornos mehr und machst es dir seltener. Welche Erfahrungen machst du damit? Wenn du etwas neues ausprobierst, beobachte welche Veränderungen du erkennen kannst. Gerne kannst du uns davon auch berichten.
So wie ich dich verstanden habe, ist dein Ziel, mit deiner Freundin zum Orgasmus zu kommen. Um diesem Ziel näher zu kommen, möchte ich dir ans Herz legen, dich oft selbst zu befriedigen, wenn du allein bist. Denn allein kannst du ungestört andere Dinge bei der Selbstbefriedigung machen und somit nach und nach dein ganz persönliches Menü erweitern an Dingen, die dein Penis und dein ganzer Körper sexuell erregend erlebt. Tipps dazu findest du in unserem Text Wie kann ich für den Sex üben?
Du schreibst "dass ich zu gewöhnt bin an meine eigene Hand". Mich würde interessieren: Was machst du denn genau mit deiner eigenen Hand? Und was macht deine Freundin anders als du? Schau doch auch mal in unsere Texte Wie kann ich mich sexuell erregen? Darin findest du noch mehr Infos zu Vor- und Nachteilen von verschiedenen Arten, sich sexuell zu erregen.
Für die Entspannung beim Sex und bei der Selbstbefriedigung ist es auch sehr hilfreich, wenn du mit deinem Becken in Bewegung kommst. Denn in Bewegung kannst du unmöglich in eine übermäßige Anspannung kommen. Bewegung ist ein Wechsel aus Anspannung und Entspannung. Auch das kannst du wunderbar bei der Selbstbefriedigung üben. Du hältst die Hand still und bewegst deinen Penis mithilfe deines Beckens. Schau dazu auch mal dieses gif an:

Noch etwas zu deinem Wunsch, dass du wegen ihr zum Orgasmus kommen möchtest. Wir empfehlen ganz allgemein die Haltung, dass ihr euch miteinander sexuell erregt. Mehr dazu steht in unserem Text Guter Sex: Wer befriedigt hier wen?
Schau doch mal, was du mit diesen Anregungen anfangen kannst. Du kannst uns auch wieder schreiben. Das Fragefenster ist noch bis Sonntag geöffnet und dann macht das Fragefenster Sommerferien.
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Frage Nr. 41535 von 17.07.2026
Hallo ich bin m 18 Jahre alt. Ich war heute mit meine Familie an einem See baden. Doch ich hab die ganze Zeit nur auf der Decke gesessen, weil ich die ganze Zeit ein richtig steifen Penis hatte. Ich wollte nicht, dass das jemand sieht. In meiner Badehose hatte sich ein großes Zelt gebildet. Ich war so erregt von den hübschen Frauen ringsum. Ich habe mich nicht getraut aufzustehen. Meine Eltern sollten das auch nicht sehen. Das schlimmste war, dass ich dann auch noch ohne meinen Penis zu berühren einen Samenerguss hatte. Ich wollte mich auch nicht umziehen. Ich hatte Angst, dass jemand sieht, dass ich Sperma in der Badehose habe. Wie kann ich damit umgehen, wenn wir wieder baden gehen?
Unsere Antwort
In deinem Alter ist es ganz normal, dass dein Penis oft erigiert und du es nicht steuern kannst, auch ein Orgasmus ohne deinen Penis zu berühren passiert. Es zeigt, dass dein Körper gesund und aktiv ist.
Was du tun kannst: Wenn du merkst, dass sich eine Erektion anbahnt, hilft es oft, dich abzulenken, tief durchzuatmen oder im Wasser oder liegen zu bleiben, bis es vorbei ist – die Kälte hilft meistens auch. Ein Handtuch griffbereit zu haben, ist auch eine gute Idee, falls du aus dem Wasser musst oder ins Wasser gehen willst. Es kann helfen, wenn du mit einer vertrauten Person darüber sprichst, dann merkst du, dass es auch vielen anderen so geht und du nicht allein bist, das entspannt. Zum Umziehen: Du kannst dich mit einem Handtuch bedecken, und meistens sieht man das Sperma in der Badehose gar nicht. Vor allem die anderen Menschen achten da gar nicht drauf, weil sie selbst beschäftigt sind, sich umzuziehen.
Lies auch gerne unsere Texte "Mein Penis wird steif, ohne dass ich das will – was tun?" und "Wie funktioniert die Erektion beim Mann?".
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