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Frage Nr. 39791 von 19.05.2025

Ich habe extreme Scham mit meiner Therapeutin über sexuelle Themen zu sprechen. Ich habe als Kind einmal mit 10 Jahren mit dem Nachbarsjungen oben ohne im Zimmer herumgemacht. Mein Vater kam dann herein. Meine Mutter und mein Vater bestraften dieses Verhalten und verboten den Kontakt zum Jungen. Bis heute habe ich eine hohe Scham und das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben.
Als ich 16 Jahre alt war, hatte ich nach der Schule ein Date. Meine Eltern haben davon mitbekommen. Mein Vater schrieb mir am Abend eine Nachricht, dass er mein Verhalten nicht dulde. Am nächsten Tag hat er gesagt, er möchte erst mit meiner Mutter gemeinsam über den Vorfall sprechen. Ich versicherte ihm, dass nichts passiert sei. Er war sehr wütend.
Habe ich etwas falsch gemacht? Wie kann ich mein Verhalten einordnen?

Unsere Antwort

Du beschreibst eindrücklich, wie deine Scham entstanden ist. Doktorspiele mit dem Nachbarsjungen fördern dein sexuelles Lernen. Wichtig ist, dass sie nicht erzwungen werden, sondern beide Kinder mitmachen wollen. Deine Eltern haben dich dafür mit Kontaktverbot bestraft. Dabei hast du gelernt, dass deine Sexualität nicht erwünscht ist. Für 16-Jährige ist es normal, dass sie sich zu Dates verabreden. Auch hier haben deine Eltern strafend eingegriffen. Du musstest deine Sexualität verleugnen.

Deine beiden Erfahrungen entsprachen deinem Alter und waren richtig. Deine Eltern entschieden, dass dein richtiges Verhalten, falsch ist. Das wird dir deine Therapeutin sicher bestätigen.

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