Hallo liebes lilli-Team
Wie ist das, wenn man (wenige) Endometriose-Herde und Adenomyose hat, kann man dann trotzdem eine HRT anfragen beim Arzt? Mit Ü40 und all dem Wissen dass man heute hat, würde ich ungern darauf verzichten, las aber schon mehrfach, dass das nicht geht. Warum nicht? Man nimmt die Hormone ja in einer sehr viel geringeren Dosis als der Körper sie bislang selbst produziert hat?
Lieben Dank für eure Antwort.
Unsere Antwort
Das Problem ist, dass die Endometriose und die Adenomyose Erkrankungen sind, die Oestrogenabhängig sind. Das heisst, die Endometriose- und Adenomyoseherde werden durch Oestrogen, insbesondere durch das Oestradiol (E2) stimuliert. Deshalb sind die Symptome dieser Erkrankungen vor allem in der Lebensphase der Frau aktiv, in welcher sie viel eigenes Oestrogen produziert und verbessern sich beziehungsweise werden inaktiv, sobald die Frau in die Menopause kommt.
Deshalb ist es in der Regel nicht sehr sinnvoll, einer Frau danach eine HRT mit Oestrogen zu geben. Die systemische HRT beinhaltet normalerweise ähnlich hohe Dosen an Oestrogen, wie der Körper sie vorher selbst produziert hat. Natürlich kann man auch mit kleineren Dosen arbeiten. Insbesondere wenn man statt mit Tabletten den E2-Oestradiol-Gel benutzt, kann man auch niedrigere Dosen wählen, aber in deinem Fall müsstest du das genau mit deiner Gynäkologin anschauen. Es kommt ja auch darauf an, wegen welchen Symptomen du allenfalls eine HRT wünschen würdest.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema