wie geshiet die geburt
Unsere Antwort
Die Geburt ist ein natürlicher Ablauf bei welchem viele körperliche und hormonelle Ereignisse eine Rolle spielen.
Zwischen der 37. und 42. Schwangerschaftswoche, also nach rund 9-10 Monaten setzen bei einer gesunden Mutter mit einem gesunden Ungeborenen die Wehen ein. Oft beginnt dies mit einer Reifungsphase, welche auch Latenzphase genannt wird. Diese kann von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen dauern und besteht aus kleinen Kontraktionen, die den Gebärmutterhals verkürzen. Dabei kann sich auch der so genannte Schleimpfropf lösen, welcher den Muttermund zur Gebärmutter hin während der Schwangerschaft abgedichtet hat. Nach dieser Reifungsphase setzen die so genannten Eröffnungswehen ein. Diese haben einen regelmässigen Rhythmus und bewirken, dass sich die Gebärmutter kräftig anspannt. Dadurch wird das Kind mit dem Kopf gegen den Muttermund gedrückt, wodurch dieser sich eröffnet. Im Schnitt dauert dies beim ersten Kind 12-18 Stunden und beim zweiten Kind 8 bis 12 Stunden, wobei immer Ausnahmen möglich sind. Das Kind liegt in der Fruchtblase. Diese kann sich zu jedem Zeitpunkt - von der Reifungsphase bis zur Austrittsphase kurz vor der Geburt - eröffnen. Oft kommt es dann zu einem kräftigen Flüssigkeitsabgang, dem so genannten Blasensprung.
Sobald der Muttermund vollständig eröffnet ist, wird das Kind von Wehen durch das Becken geschoben. Sobald der Kopf den Beckenboden erreicht, spürt die Gebärende das starke Bedürfnis, mitzuschieben. Es fühlt sich ähnlich an, wie wenn man sehr starken Stuhldrang hat. Um sich dies besser vorstellen zu können, findet sich in diesem Text ein Bild zur weiblichen Anatomie.
Nun folgt die so genannte Austrittsphase, in welcher der Beckenboden und die Vagina gedehnt wird bis das Kind durch die Wehen und das Mitschieben der Gebärenden nach draussen geschoben wird.
Sobald das Neugeborene den Luftzug über die Haut wahrnimmt und die Schwerkraft spürt, setzt der Atemreflex ein. Dabei kann es sein, dass das Baby kräftig weint oder ruhig atmet. In diesem Moment stoppt die Versorgung des Kindes durch die Nabelschnur und die Plazenta. Die Plazenta, oder auch der Mutterkuchen haften kurz nach der Geburt noch an der Gebärmutterwand. Nun folgt die Nachgeburtsphase. Durch eine Flut an Hormonen wird dem Körper signalisiert, dass die Plazenta nicht weiter gebraucht wird. Sie löst sich von der Gebärmutterwand und wird mit kleinen Wehen ebenfalls geboren.
Viele Frauen wählen für die Geburt ein Krankenhaus, wo Hebammen und Ärzte die Geburt begleiten. Es ist jedoch auch möglich zuhause oder im Geburtshaus zu gebären, wo man durch Hebammen betreut wird.
Melde dich und beziehe dich auf Frage #40984 wenn du spezifische Fragen hast.
Schau dir mehr Antworten und Infotexte an zum Thema