Die freien Talgdrüsen / Fordyce-Drüsen im Intimbereich verstopfen und entzünden sich ständig. Jetzt schon die 5. oder so die einen Knubbel unter der Haut gebildet hat.
Warum und was tun.
Unsere Antwort
Wie ausgeprägt sind denn diese Entzündungen und Knoten? Bei starker Ausprägung bräuchte es vielleicht eine Abklärung, ob es sich um eine Hidradenitis suppurativa (inverse Akne) handelt. Diese zeigt sich mit wiederholten schmerzhaften Knoten und Abszessen sowohl im Genitalbereich als auch in der Achselhöhle, in den Leisten oder unter den Brüsten. In so einem Fall bräuchte es eine Therapie mit Antibiotika oder Immuntherapeutika.
Aber so wie du es beschreibst, tönt es nicht ganz so ausgeprägt, auch wenn es natürlich sehr unangenehm ist, wenn du dauernd solche Entzündungen und Knubbel unter der Haut hast. Dann ist es meistens eine Follikulitis, also eine oberflächliche Entzündung der Haarfollikel mit kleineren Pusteln. Diese treten häufig nach dem Rasieren auf.
Oder es handelt sich um Atherome, das sind unter der Haut liegende Knoten, die Talgflüssigkeit ansammeln. Sie sind meist schmerzlos, ausser wenn sie sich entzünden. Dies geschieht gerne, wenn man versucht, sie auszudrücken oder wiederholt daran rumdrückt, wozu man ja leider oft verleitet ist, wenn es schmerzt oder stört.
Was tun?
Vorbeugende Massnahmen können sein: lockere, atmungsaktive Kleidung, die nicht einschneidet. Vermeiden von Rasieren oder Waxing, nicht Rauchen, Gewichtsreduktion bei Übergewicht. Auch die Ernährung kann eine Rolle spielen, insbesondere Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index können das Risiko erhöhen, das heisst Getränke oder Nahrungsmittel, die den Blutzucker schnell hochschiessen lassen wie Süssgetränke, Zucker- und mehlhaltige Speisen. Hingegen hilft eine Pflanzenbasierte Vollkosternährung dem Immunsystem, Entzündungen und Infektionen zu verhindern.
Bei einer Entzündung können folgende Massnahmen helfen: lokale feuchte Wärme (38-40 Grad) für 15-20 Minuten zum Beispiel in Form einer mit warmem Wasser angefeuchteten Kompresse, allenfalls mit Zugabe von Kamille oder Jodlösung. Oder das Auftragen von antibiotischen Cremen wie Fuzidin-Creme. Und möglichst Hände weg.
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