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Frage Nr. 41520 von 13.07.2026

Ich (w. 18 Jahre) war seit September 2025 zu einem Gastschuljahr in Kanada an einer Schule in Winnipeg. Wir waren vier Mädels und drei Jungen aus Deutschland und Österreich. In der ersten Woche mussten wir zur ärztlichen Untersuchung.

Nun ist es bei mir so, dass meine linke Brust deutlich größer ist als die rechte. Für mich war es die erste Untersuchung seit meiner Pubertät, es hatte also vorher noch kein Arzt meinen Busen zu sehen bekommen. Ein ältere Arzt hat uns untersucht, er hat sehr verwundert getan, dass meine Brüste so ungleich groß sind und hat dies zum Anlass genommen, sie ausführlich abzutasten. Er hat dann gemeint, er könne im Augenblick nichts weiter feststellen, aber ich solle mich in einem Jahr, wann ich wieder zu Hause bin, doch nochmals bei einem Arzt vorstellen.

Nach meiner Rückkehr vor einer Woche habe ich mit einer Freundin darüber gesprochen, sie hat mich auf diese Internetseiten verwiesen. Nun war ich total überrascht, als ich hier gelesen habe:
„Es gibt auch sehr viele Frauen, bei denen beide Brüste unterschiedlich gross sind. Manchmal beträgt der Unterschied eine Körbchengrösse oder mehr.“

Ich bin aus allen Wolken gefallen. Denn jetzt steht die Untersuchung in Winnipeg für mich in einem ganz anderen Licht. Für einen älteren Arzt, der schon viele Jugendliche untersucht hat, dürfte es doch nicht so außergewöhnlich sein, wenn er bei einer Schülerin die Brüste so sind wie bei mir. Ich bin jetzt total verunsichert, hat er schlicht und einfach die Gelegenheit ergriffen, mich zu befummeln? Gibt es für dieses Abtasten eine andere Erklärung als die, dass es sich um einen medizinisch getarnten sexuellen Übergriff gehandelt hat ?

Unsere Antwort

Von dem wie du die Situation beschreibst, würde ich nicht unbedingt an einen Übergriff denken.

Es ist ärztlich beziehungsweise medizinisch korrekt, dass wenn bei einer Gesundheitsuntersuchung eine Auffälligkeit vorhanden ist wie eine Asymmetrie der Brüste, dass dann die Brüste abgetastet werden sollten, um etwas Krankhaftes wie einen Tumor oder eine Entzündung auszuschliessen, auch wenn eine unterschiedliche Brustgrösse häufig auch ein Normalbefund ist.

Natürlich kann sich auch eine medizinisch angebrachte Untersuchung übergriffig anfühlen, sowie eine medizinische Untersuchung am entblössten Körper ja grundsätzlich unsere "normalen" zwischenmenschlichen Grenzen etwas überschreitet. Man lässt sie ja aber normalerweise zu, weil die Untersuchung einen medizinischen Zweck hat.

Und natürlich kommt es natürlich auch noch darauf an, wie der Arzt oder die Ärztin die Untersuchung durchführt, also entweder auf eine gute Art, bei welcher er oder sie sich respektvoll verhält und auf eine gute Interaktion mit dem/der Patientin achtet oder eben nicht.

Ich würde also vor allem darauf gehen, wie du das Gespräch mit dem Arzt und die Untersuchung wahrgenommen hast.

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