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Frage Nr. 41724 von 02.10.2026

Ich habe eine Frage in Bezug auf Geld. Ich habe heute meinen Kleiderschrank aufgeräumt. Mir ist aufgefallen, dass ich ein Kleid besitze, von dem ich nicht mehr wusste, dass ich es besitze. Ich habe mir dann Gedanken gemacht über meine Finanzen. Als Kind konnte ich sparsam sein. Als ich älter wurde konnte ich schlechter sparen. Ich kaufe Dinge, die ich nicht brauche und verkaufe sie dann wieder oder gebe sie weg. Häufig kaufe ich auch secondhand. Dennoch kann ich schlecht sparen und habe Angst, nach meiner Ausbildung kaufsüchtig zu werden oder mich zu verschulden.
Was kann ich tun? Wie kann ich lernen zu sparen und wo kann ich mich zum Sparen informieren? Woran erkenne ich, ob ich für Kaufsucht gefärdet bin oder bereits kaufsüchtig bin? Wie kann ich mit den Gefühlen umgehen, wenn schlechte Gefühle auftauchen im Zusammenhang mit dem kaufen?
Mir ist zudem aufgefallen, dass teilweise schlechte Gefühle auftauchen, wenn ich etwas zurücklege und eine Leere. bis jetzt habe ich ausser spüren und akzeptieren, dass etwas trotzt in mir keine Strategie gefunden.
Danke für eure Hilfe!

Unsere Antwort

Wir leben in einer Welt, in der unentwegt Bedürfnisse geweckt werden, DInge zu kaufen. Das ist ein Teil unserer Wirtschaft. Wenn du also Kauflust spürst, ist dies eine Reaktion auf die Angebote, die dir gemacht werden. Darum geht es sehr vielen Menschen so wie dir. Du kaufst lieber, als dass du die Kleider dann auch trägst. Gut, dass du deinen Kleiderschrank aufgeräumt hast. So konnte dir auffallen, dass du mehr kaufst als du brauchst. Gut auch, dass du gleich weiter gedacht hast. An deine Finanzen und dein Zukunft. So hast du auch deinen Änderungswunsch wahrnehmen können. Dein 'Behandlungsversuche' sind gut: Du spürst in dir etwas trotzt. Du hoffst, das Akzeptanz hilft. Akzeptanz ist wichtig, wenn es um dich geht. Dich als Person zu akzeptieren, ist wichtig. Freundlich und aufbauend mit dir selbst umzugehen, ist wichtig. Dich trotzig weiter kaufen zu lassen, hilft nicht.

Wenn du weniger kaufen willst, braucht es tatsächlich Strategie. Du beschreibst schlechte Gefühle beim Kaufen. Beim Zurücklegen von Ware hast du eine Leere wahrgenommen. Mir scheint, du suchst nach einem befriedigenderen Lebensinhalt. Das Kaufen ist leicht und geht fast immer. Es nimmt viel Zeit und Energie in Anspruch. Mir scheint, es macht deine Gefühle nicht satt und zufrieden. Du hast schon rausgefunden, dass du keine verschuldete Dauerkäuferin werden willst. Wer willst du werden? Wie möchtest du dein Leben gestalten? Mit was möchtest du es füllen? Deine Strategie könnte sein, eine Zukunftsfrau zu entwerfen, die du werden möchtest. Deinen idealen Entwurf könntest du als Begleiterin nutzen. Sie könnte dich bei deinem Entwicklungsweg unterstützen.

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