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Frage Nr. 41826 von 26.10.2026

Wie bekomme ich nach Total OP bei Rezidiv einer Peritoneal-Karzinose (incl Uterus, Eileiter, Eierstöcke) von meinem Partner mehr Verständnis und Unterstützung für meine Verletztheit und meinen Rückzug?
Evtl Literatur oder Link zu diesem Thema.

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Zu Frage 41826:
Ich bin weiblich und 76 Jahre alt.

Unsere Antwort

So wie du schreibst ist es gerade sehr viel auf einmal was du erlebst. Ein Rückfall nach einer Krebserkrankung und dann eine so grosse Operation, bei der dir Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke entfernt wurden. Das ist ein großer Eingriff in deinen Körper und dass du dich verletzt fühlst und dich zurückziehst, ist eine sehr verständliche Reaktion. Dein Körper und deine deine Psyche brauchen Zeit, um mit all dem fertigzuwerden und sich an die Veränderungen zu gewöhnen.

Dazu kommt, dass die Entfernung der Eierstöcke oft zu einem plötzlichen Hormonabfall führt. Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, weniger Lust oder Schmerzen beim Sex können damit zusammenhängen. Es lohnt sich, das bei deiner Ärztin oder deinem Arzt anzusprechen, denn manches lässt sich gut lindern.

Du schreibst dass du dir mehr Verständnis von deinem Partner wünscht. Hilfreich kann sein, ihm möglichst konkret zu sagen, wie es dir geht und was du von ihm brauchst. Vielleicht möchtest du einfach in den Arm genommen werden, ohne dass mehr daraus wird. Vielleicht wünschst du dir, dass er nachfragt und zuhört, ohne gleich Lösungen anzubieten. Wenn dir das Reden schwerfällt, kannst du ihm auch einen Brief schreiben. Oder du nimmst ihn zu einem Arzttermin oder einem Beratungsgespräch mit, damit er besser versteht, was du gerade durchmachst.

Ein guter Weg kann auch eine Paarberatung sein. Dort habt ihr einen geschützten Rahmen, in dem ihr beide aussprechen könnt, was euch belastet, ohne dass sich das Gespräch im Kreis dreht oder im Streit endet. Eine Fachperson kann deinem Partner helfen zu verstehen, was die Erkrankung und die Operation für dich bedeuten, und gleichzeitig auch seinen Ängsten und seiner Hilflosigkeit Raum geben. So entsteht oft wieder mehr Nähe und Verständnis auf beiden Seiten. Manche Paarberatungsstellen und Sexualberatungsstellen haben Erfahrung mit Paaren, die von einer Krebserkrankung betroffen sind, und auch die kantonalen Krebsligen können dir passende Adressen vermitteln. Ich habe hier unsere Adressenliste verlinkt.

Die Krebsliga berät Betroffene und Angehörige kostenlos, telefonisch per Mail oder im Chat und auch persönlich.

Zum Weiterlesen findest du vielleicht etwas in dieser Broschüre «Weibliche Sexualität bei Krebs» des deutschen Krebsforschungszentrums. Sie richtet sich an Betroffene und ihre Partner*innen und enthält ein eigenes Kapitel, das sich direkt an den Partner wendet. Vielleicht magst du sie gemeinsam mit ihm lesen. 

Diese Antwort gilt auch für Frage 41827.

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