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Frage Nr. 39673 von 09.04.2025

Hallo zusammen,
Ich bin weiblich und 22 Jahre alt. Ich lebe jetzt seit ca. 3 1/2 Jahren mit meinem Freund zusammen. Eigentlich ist unsere Beziehung gut, vertrauensvoll und gesund, aber durch ein Ereignis am Anfang auf einer instabilen Basis gebaut. Er ist mir nie fremdgegangen und hat mich seit Anbeginn respektiert, mich geachtet und nichts ohne mein Einverständnis gemacht. Wir sind fast gleichalt (beide derselbe Jahrgang).

In einem Moment in dem ich mich darüber aufgeregt habe, dass in manchen Filmen so getan wird, dass Männer es nicht mögen würden, von vielen Frauen gleichzeitig umschwärmt zu werden, wobei ich weiß, dass das komplette Gegenteil öfter genannt und propagiert wird (es mag nicht auf alle zutreffen, aber es ist ja unter „Klischee“ Männern doch eher angesehen mehrere Frauen (gleichzeitig) zu daten). Statt mir Trost zu spenden, erzählt er mir davon, dass er sich in seiner Teenagerzeit (mit 17 Jahren und jünger) gerne vorgestellt hat, wie er sich aus seinen nackten Klassenkameradinnen eine aussuchen kann, während er sich dazu regelmäßig einen runtergeholt hat. Nun kenne ich einige dieser ehemaligen Klassenkameradinnen und … nunja. Ich kann sie charakterlich nicht ausstehen, da sie mich nicht gerade gut behandelt haben, obwohl ich (als ich obiges noch nicht wusste) gerne mit ihnen befreundet gewesen wäre.
Da diese Fantasie zudem sehr nach Human Trafficing klingt, komme ich mit dem Gedanken nicht so ganz klar. Ich selbst hatte als Teenagerin keine moralisch verwerflichen Sexvorstellungen und kann mich daher auch schlecht in seine Perspektive versetzten.
Ich weiß nur, dass ich seitdem starke Vertrauensprobleme habe, da er nie gesagt hat, dass er diese Vorstellungen selber moralisch verwerflich fand (wenn man es auf’s echte Leben anweden würde), obwohl ich ihn mehrmals gefragt hatte. Wenn ich Vertrauenspersonen in meinem Umfeld gefragt habe, wie ich damit umgehen soll, kam immer nur „Naja niemand ist perfekt“. Weder finde ich diese Antwort zufriedenstellend, noch fühle ich mich wohl mit dem Gedanken, da ich diese Gedanken sowohl gegenüber seiner Mitschülerinnen als auch mir gegenüber unfair finde. Irgendwas sträubt sich immer in mir, obwohl es eigentlich Geschichte ist.

Wie kann ich mit dem Thema gesünder und reflektierter umgehen? Momentan fühle ich mich nämlich so, als wäre ich mit jemandem zusammen, der regelmäßig Gedanken über Pädophile sexuelle Aktivitäten hatte und diese erregend fand, da beides (Human Trafficing und Pädophilie) für mich eben stark verwerfliche Dinge sind, auch weil das eine mit dem anderen oft einhergeht.
Könnt ihr mir helfen meinen Frieden mit dem Thema zu finden?

Unsere Antwort

Um deine Frage besser verstehen zu können, fehlen mir einige Infos. 

Du schreibst, dass die Fantasie deines Freundes mit Human Trafficking und Pädophilie zu tun hätte. Aber so wie du die Fantasie beschreibst, hat sie damit gar nichts zu tun. Von Pädophilie würde man sprechen, wenn die Frauen in der Fantasie deines Freundes Kinder wären und er viel älter wäre als sie. Und von Human Trafficking würde man sprechen, wenn die Frauen in der Fantasie gegen ihren Willen verkauft und zum Sex gezwungen werden würden. Hat dein Freund gesagt, dass seine Klassenkameradinnen in seiner Fantasie gegen ihren Willen nackt dagestanden haben und er gegen ihren Willen Sex mit ihnen hatte? Dann würde ich verstehen, dass du die Fantasie moralisch verwerflich findest. Oder war seine Fantasie so, dass seine Klassenkameradinnen bereitwillig mit ihm Sex hatten und es ihnen Spass gemacht hat? Dann handelt es sich um eine einvernehmliche sexuelle Handlung und da ist nichts Verwerfliches daran. Du kannst uns gerne noch einmal schreiben und genauer erklären, warum du die Fantasie als Human Trafficking oder Pädophilie bezeichnest.

Ausserdem verstehe ich nicht, dass du auf der einen Seite schreibst, dass deine Beziehung gut und vertrauensvoll ist, aber gleichzeitig schreibst du auch, dass du Vertrauensprobleme hast. Was trifft denn zu? Möglicherweise habe ich die zeitlichen Abläufe nicht richtig verstanden. Und schliesslich schreibst du, dass du dir von deinem Freund Trost gewünscht hättest. Die Frage ist: Wofür hätte er dir Trost spenden sollen?

Du fragst dich, wie du gesünder und reflektierter mit diesem Thema umgehen kannst. Was ist denn für dich selber an deinem Umgang ungesund und unreflektiert?

Wenn du uns noch einmal schreiben möchtest, gib bitte die Numer dieser Frage mit an.

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