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Frage Nr. 39678 von 10.04.2025

Ich habe folgendes Problem: Ich denke regelmässig an einen Typen, von dem ich am Anfang etwas Ernstes wollte, er aber nicht von mir und dann zu einem späteren Zeitpunkt wollte er etwas Ernstes, jedoch war ich vergeben. Er hat mich, als er in einer Beziehung war, immer mit "Hallo Hüsche" angeschrieben und gefragt wie es mir gehe. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich das unpassend finde, da er in einer Beziehung sei. Er sagte, er möchte einfach wissen, wie es mir geht.

Er hat sich dann zu einem späteren Zeitpunkt entschuldigt und gefragt, wie es mir gehe und ob ich Lust hätte etwas mit ihm zu machen. Er meinte, er habe mich damals nicht fair behandelt und ob ich nochmals Lust hätte ihn kennenzulernen und etwas mit ihm zu machen. Er hat dies zweimal gemacht.

Für mich kam das damals sehr überraschend. Ich war in einer Beziehung, wordurch dies nicht in Frage kam. Ich denke aber teilweise immer noch an ihn, da ich mich damals in ihn verliebt habe. Ich denke ein Teil in mir hängt irendwie noch an ihm. Als ich ihn ein anderes Mal zufällig gesehen habe, bin ich erstarrt. Ist diese Reaktion normal?

Ich habe momentan etwas Mühe, da ein Teil von mir noch der ganzen Sache nachtrauert und ihn vermisst. Ein anderer Teil ist aber glücklich. Wie kann ich mich von ihm lösen?

Unsere Antwort

Es ist normal, dass du manchmal an ihn denkst und ihn vermisst. Du warst in ihn verliebt und das war mit schönen Gefühlen verbunden. Da kann es vorkommen, dass diese Gefühle und Erinnerungen manchmal wieder hochkommen, oder dass du die Zeit vermisst, in der du dich so gefühlt hast. Und es ist normal, dass du manchmal der Zukunft nachtrauerst, die du dir damals mit ihm gewünscht hast. 

Gleichzeitig kann es sein, dass du ihn in deiner Erinnerung schön zeichnest. In der Realität ist vielleicht auch viel gelaufen, das du nicht wolltest. Du schreibst ja zum Beispiel, dass er dich damals nicht fair behandelt hat. Du überwindest die Geschichte am ehesten, wenn du bereit bist, sein Verhalten mit offenen Augen anzusehen. Auch all das wofür du lieber blind warst. Schreib doch mal auf, worunter du gelitten hast, und dann erinnere dich daran, dass er wusste, dass du darunter leidest. Vielleicht wird das in dir Wut und Traurigkeit wecken, aber es hilft dir, Abschied zu nehmen und dich abzulösen.

Um innerlich Abschied zu nehmen, können ausserdem Abschiedsrituale helfen. Vielleicht möchtest du ein Abschiedsgespräch mit einem Bild von ihm führen. Du könntest ihm sagen, was du alles mit ihm erlebt hast. Oder was dir gefehlt hat. Oder was du künftig dafür tun möchtest, um bessere Beziehungen zu führen. Du kannst ihm aber auch sagen, wie er dein Leben reicher gemacht hat, und welche Erfahrungen mit ihm du bewahren und wertschätzen wirst. Und vielleicht möchtest du auch auf andere Weise Abschied nehmen. Das kann zum Beispiel ein Brief sein, den du nur für dich schreibst. Was auch immer dir in den Sinn kommt zum Abschied nehmen, probier es aus. Lies dazu auch diesen Text.

Ausserdem schreibst du von deiner Reaktion, als du ihn einmal zufällig gesehen hast. Was genau meinst du damit, dass du erstarrt bist? Was hast du in dem Moment gefühlt? Welche Gedanken hattest du?

Wenn du möchtest, kannst du uns noch einmal schreiben und diese Fragen beantworten. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage mit an.

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