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Frage Nr. 41394 von 22.06.2026

Bezug auf die Frage Nr. 41373 von 17.06.2026.
Ich bedanke mich für die Antwort. Ich habe meinen Fuss in der Zwischenzeit einer Ärztin gezeigt. Diese meinte, den Fuss sofort zu belasten sei falsch. Dies löste dann in mir ein umdenken aus. Mir ist aufgefallen, dass meinen Freunden/Bekannten der Fuss sofort aufgefallen ist. Sie haben sich aufmerksam nach mir erkundigt. Meine Mutter hat mich kurz gefragt ob etwas gebrochen sei, mein Vater hat mich gefragt was passiert sei. Als ich es ihm erzählt habe kam nur die Antwort "oh nein". Mehr kam da nicht. Ich erlebte mein Umfeld als viel hilfsbereiter und verständlicher in dieser Hinsicht. Es kommt mir teilweise so vor als hätten meine Eltern kein Aufrichtiges Interessen an mir. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie eigebtlich sehr mit sich beschäftigt sind und deshalb keine Kapazität haben sich für mich vertieft zu interessieren.

Ich habe mir auch schon überlegt eine Therapie zu machen, da mich die situation zuhause umbewusst belastet. ich merke wie ich vermutlich unbewusst und heute bewusst versuche möglichst wenig zeit zuhause zu verbringen. ich habe mir immer andere familien gesucht, um meine freizeit zu verbringen. ich werde demnächst 18 und plane deshalb auch auszuziehen und als wochenaufenthalter bei meinem freund zu leben. ich verbringe bereits meine wochenenden bei ihm und merke wie ich entspannter bin und beginne die welt neu zu sehen.

ich frage mich noch immer wie es klappt mich emotional zu lösen, da dies sehr schwierig ist für mich. wie gelingt mir das?
danke für die hilfe& antwort!

Unsere Antwort

Super, dass du dich um dich und deinen Fuss gekümmert hast. Und es ist ein gutes Zeichen, dass du die Unterschiede im fürsorglichen Verhalten bemerkst. Du bist wirklich schon auf einem guten Weg.

Gut, dass du dir das mit der Therapie schon überlegt hast. Weißt du, wie du zu einer Therapie kommen kannst?

Für mich wäre es zunächst wichtig zu verstehen: Was heißt für dich "Emotional lösen"? Was wäre anders, wenn du das geschafft hast? Inwiefern fühlst du dich emotional gebunden? Wenn du uns wieder schreiben möchtest, beschreibe das bitte genauer. Am besten machst du ein paar Beispiele.

Allgemein kann man sagen: Für eine emotionale Ablösung von den Eltern braucht es einen klaren Blick auf die Eltern. So wie du das aktuell schon machst. Es ist normal, dass wir als Kinder unsere Eltern schöner zeichnen als sie sind. Denn die Eltern sind unsere grösste Quelle der Sicherheit. Deshalb haben Kinder ein Bild von ihnen, dass sie gut sind. Im Gegenzug werten Kinder sich selbst häufig ab oder geben sich die Schuld am Verhalten ihrer Eltern. Zur Ablösung gehört, dass du deine Eltern von ihrem Sockel runternimmst. Sie sind nicht nur gut. Auch Eltern haben an manchen Stellen ihr Leben und ihre elterliche Verantwortung überhaupt nicht im Griff. Und ihre Kinder leiden darunter. Zur Ablösung gehört also genauer zu schauen, wie sie sind. Und die Folgen für dich als Kind klar zu sehen. Das hilft dir dann auch, dich zu lösen. Bitte lies dazu auch unseren Text Wie hängen meine Probleme mit der Kindheit zusammen? Dort erklären wir die Loyalität mit den Eltern und das notwendige Mitgefühl für dich als leidendes Kind noch ausführlicher.

Außerdem ist es hilfreich, wenn du mehr eigenes entwickelst. Also eigene Interessen, eigene Hobbies, dein eigenes Geld, deine eigene Wohnung... Es geht also darum mehr Selbständigkeit zu entwickeln und deine Eltern nach und nach auf einer ganz pragmatischen Ebene nicht mehr zu brauchen. Du bist noch jung, also wird es noch eine Weile dauern, bis du deine Eltern wirklich nicht mehr brauchst. Aber du kannst Schritte in diese Richtung gehen.

Ich möchte dich sehr in deinem Wunsch bestärken, dass es dir besser gehen darf. Du bist da schon echt gut dabei und hörst auf dein Gefühl. Weiter so!

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