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Frage Nr. 41434 von 29.06.2026

Guten Tag in die Schweiz,

ich möchte eine Frage an Lilli stellen, weil mir die umfassenden Erklärungen bei Ihnen so gut gefallen.
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Ich bin männlich und etwas über 60 Jahre alt. Fast 20 Jahre habe ich allein gelebt, nachdem ich mich von meiner früheren Frau getrennt hatte. In dieser Zeit fand Sexualität nur in Form der Masturbation statt und dies regelmäßig, mehrfach pro Woche.

Nun habe ich eine gleichaltrige Partnerin gefunden, die sexuell sehr aktiv ist, nachdem auch sie mehrere Jahre keinen Partner hatte. Wir probieren gerade alles aus und das macht uns beiden großen Freude.

Nun zu meinem Problem. Ich habe eine erektile Dysfunktion, wenn es darum geht, bei ihr einzudringen. Manuell klappt das immer sehr gut, aber durch manche Erfahrung aus meiner Vergangenheit will sich keine dauerhafte Erektion einstellen. Vielleicht bin ich durch Masturbation und Pornokonsum über die vielen Jahre auch zu sehr abgestumpft?

Wir haben es schon mit Viagra und Levitra probiert, aber beides setzt ja eine hohe Erregung voraus, die offenbar oft nicht ausreichend ist. Und dann bringen die Medikamente nichts.
Die Blockade ist in meinem Kopf, das ist mir schon klar geworden, denn Masturbation und nächtliche Erektionen funktionieren ganz normal. Auch vermute ich, dass ich mich selbst unter einen zu hohen Erfolgsdruck stelle, finde aber keinen Ausweg. Schon in jungen Jahren bin ich da ein wenig traumatisiert. In meiner ersten Ehe hat der Geschlechtsverkehr dann aber gut funktioniert.

Unsere aktuelle Sexualität ist ansonsten sehr schön und auch befriedigend, nur eben ohne Eindringen. Wir haben auch keine Abneigungen oder Hemmungen, aber oft ist das Kuscheln vor, während und nach sexuellen Abenteuern erfüllender für mich als das Eindringen. Einen Orgasmus kann ich ja auch auf andere Weise erreichen oder mich mit einem Handjob befriedigen lassen.

Meine Idee ist, über die Verordnung eines Urologen das SKAT-Verfahren auszuprobieren, da dieses ja eine „zwangsweise“ Erektion ermöglicht. Ich könnte mir vorstellen, dass mit einem mehrmaligen Erfolg auf diese Weise dann wieder alles „normal“ möglich ist.

Ich bin sehr gespannt auf Ihre Antwort sowie mögliche Lösungsansätze und danke schon jetzt.

Beste Grüße

Unsere Antwort

Vielen Dank für deine Anerkennung.

Da du bei der Masturbation keine Probleme hast eine Erektion zu bekommen und zu halten, würde man es bei dir nicht erektile Dysfunktion nennen. 

Aufgrund deiner Beschreibung gehe ich davon aus, dass du dir tatsächlich im Laufe der Zeit einen Modus der Erregungssteigerung antrainiert hast, der für den penetrativen Sex nicht so förderlich ist. Das hast du ja selbst auch schon vermutet. Vermutlich benutzt du starke Muskelspannung und brauchst starken Druck und schnelle Reibung um deine Erregung halten zu können. Du kannst eine andere Art der Erregungssteigerung erlernen. Lies doch mal unsere Texte zur Erregungssteigerung, Beckenbewegung, Einsatz des Beckenbodens und Wahrnehmung des Penis. Ich denke, dass dir das sehr viel weiterhelfen kann. Und vielleicht interessieren dich auch unsere Tipps zur Paarsexualität.

Ich glaube nicht, dass SKAT dir so hilft, wie du es dir vorstellst, also dass du es nachher nicht mehr brauchst. Normalerweise ist für dein Anliegen SKAT ohnehin die falsche Indikation, da du ja nicht grundsätzlich ein Erektionsproblem hast. Die Injektion von SKAT hat auch medizinische Risiken: es kann brennen, es kann Entzündungen, Vernarbungen und Hämatome geben und es kann zu einer langanhaltenden Erektion kommen, die im schlimmsten Falle operativ angegangen werden muss.

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