Ich möchte mich auf die Frage Nr. 39715 beziehen. Wie meint ihr damit: Kinder oft weniger Unterstützung und mehr Konflikte oder andere negative Ereignisse erleben.
Danke für eure Erklärung.
Unsere Antwort
Damit meinten wir: Es kann passieren, dass eine depressive Mutter wegen ihrer Erkrankung weniger Kraft und weniger innere Ruhe hat. Dann kann es zum Beispiel sein, dass sie weniger auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen kann. Vielleicht hört sie weniger zu, tröstet weniger oder hilft weniger bei Problemen. Vielleicht ist sie auch öfter gereizt, zieht sich zurück oder wirkt für das Kind schwer erreichbar.
Mit Konflikten meinten wir zum Beispiel mehr Streit, mehr Anspannung in der Familie oder Situationen, in denen das Kind das Gefühl hat, vorsichtig sein zu müssen. Mit negativen Ereignissen meinten wir belastende Erfahrungen wie Unsicherheit, Überforderung, Vernachlässigung oder dass das Kind zu früh zu viel Verantwortung übernimmt.
Wichtig ist: Das kann passieren, muss aber nicht so sein. Und es ist keine Schuldzuweisung an depressive Mütter. Depression ist eine Erkrankung. Nicht jedes Kind erlebt das gleich. Viel hängt davon ab, wie schwer die Depression ist, ob die Mutter Hilfe bekommt und ob es andere verlässliche Bezugspersonen gibt.
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