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Frage Nr. 41569 von 21.07.2026

Ich habe folgendes Problem: Wenn zwei Personen sich kennen und ich die beiden auch kenne habe ich Angst, dass sie über mich reden oder gegen mich sein könnten. Ich habe die Theorie, dass diese Gedanken nach dem
Mobbing entstanden sind, jedoch erst als das Mobbing vorbei war. Was kann ich da tun?

Unsere Antwort

Es ist sehr häufig so, dass Symptome erst auftreten, wenn die Gefahrensituation vorbei ist. So lange du damit rechnen musst, den mobbenden Personen zu begegnen, steht dein Körper unter Stress. Du bleibst auf die Mobbingsituation fokussiert und sorgst für dein Überleben.

Dann hört das Mobbing auf. Allerdings hast du den Stress, der sich für deinen Schutz eingesetzt hat,  sehr gut eingeübt. Er liegt jetzt sozusagen auf der Lauer und sucht nach Triggern. Zudem bist du als Opfer von Mobbing sicher auch misstrauischer geworden. Wenn du jetzt zwei Bekannte miteinander reden siehst, wirkt das wie ein Trigger. Die Erinnerungen tauchen als Stresssymptome auf und dein Misstrauen sagt: «die reden über mich!» Die meisten Personen, die du kennst, werden nicht über dich reden. Manche vielleicht schon, was ja eigentlich ganz egal ist, oder?

Wir raten dir, Selbstberuhigung zu üben. Schliesslich geht es jetzt darum, dass du dem leicht zu triggernden Stress klar machst, dass er alles richtig gemacht hat. Jetzt könnte er aber verstehen, dass er nur zum Überleben von Gefahren gebraucht wird. Wenn die Gefahr vorbei ist, arbeiten die Stresshormone mit anderen Bereichen des autonomen Nervensystems zusammen. Dann machen sie dich leistungsfähig, gewährleisten deine Konzentrationsfähigkeit und machen die auch emotionale belastbar. Als Unterstützung könntest du unsere Infotexte «Wie kriege ich mein Nervensystem in den Griff?» und «Wie beruhige ich mich selbst?»

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