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Frage Nr. 39787 von 19.05.2025

Frage zum Thema Erschöpfung:
Ich bin weiblich und 24 Jahre alt.Ich habe die letzten Tage gemerkt, wie ich die Mehrheit meines Lebens im Überlebensmodus verbracht habe. Ich habe viel erlebt, wie Mobbing und als Kind keine stabilen Bezugspersonen. Gestern merkte ich, dass ich mehrheitlich im Überlebensmodus feststeckte. Es fehlt mir häufig die Energie oder die Lebensfreude. Wenn ich zuhause bei meinen Eltern bin merkte ich, wie Druck und Funktionieren an der Tagesodrnung ist. Für sie ist das Leben wie ein Kampf. Für mich ist es das eigentlich auch, bis mir das gestern bewusst wurde. Ich frage mich, wie ich aus dem aussteigen kann... Hättest du da eine Idee?

Unsere Antwort

Es ist ganz normal, dass ein Überlebensmodus eingeschaltet wird, um mit schlimmen Erfahrungen umzugehen. Er hilft dir, schwierige Situationen auszuhalten, kann dich aber im normalen Leben behindern. Es ist toll, dass du den Überlebensmodus hinbekommst und dass du überlebst. Jetzt kannst du lernen wieder aus diesem Notprogramm auszusteigen und zu leben.

Dafür würden wir dir sehr eine therapeutische Begleitung empfehlen. Zum Beispiel in einer Traumatherapie. Wenn du in der Schweiz lebst, kannst du dich zum Beispiel an eine Beratungsstelle der Opferhilfe wenden. Und wenn du in Deutschland lebst, findest du bei der deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie ein Verzeichnis qualifizierter Psychotherapeut*innen, die auf die Behandlung von Traumafolgestörungen spezialisiert sind.

Ausserdem möchte ich dir diesen Text ans Herz legen. Er hilft dir dabei zu verstehen, wie und warum ein Notprogramm entstehen kann und wie du damit umgehen kannst. 

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