Hallo, meine Frage ist vielleicht etwas komisch und evtl. auch schwer verständlich.
Kann man von einem positiven Gefühl, was eine Psychotherapie auslöst, abhängig werden??
Ich hatte eine Trauma-Exposition (bei kompl. PTBS) und war anschl. von einem positiven Gefühl so geflasht, daß ich mir zeitnah wieder eine Exposition wünsche, um in dieses Gefühl zu kommen.
Klar war diese ganze Exposition auch anstrengend, aber das anschl. positive Gefühl, das Traumatische nun endlich eingeordnet und richtig abgelegt zuhaben, überwiegte und gab mir soviel neue Energie.
Ich frage mich nun auch, ist es richtig sich in diesem positiven Gefühl so zu verlieren und darin so eine Hoffnung zusehen? Oder ist es eine übertriebene Empfindung von mir?
LG und Danke das es Euch gibt!
Unsere Antwort
Es freut mich, dass du eine so positive Erfahrung in deiner Therapie hattest! Ich sehe da keine Gefahr, einer „Abhängigkeit“. Der Wunsch, ein positives Gefühl wieder zu erleben, ist ja völlig normal. Was wir mögen, möchten wir möglichst oft erleben – so ist unser Gehirn gebaut. Und du tust ja nichts Schädliches, um dieses Gefühl zu haben.
Ich würde dich aber sehr ermutigen, diese Sorge mal mit deiner*deinem Therapeut*in zu besprechen. Vielleicht steckt dahinter ja auch eine gewisse Angst oder ein Misstrauen vor dem Sich-Gut-Fühlen. Das ist für Menschen, die Traumata erlebt haben, oft ein Thema und wäre dann ein wichtiger Aspekt für eure weitere Arbeit in der Therapie.
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