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Frage Nr. 40813 von 10.02.2026

Wieso wurde bei OCD im ICD-11 die Attribute mit der Einsichtsfähigkeit geändert?
Wurde das vorher sonst mit Psychose verwechselt?
Stimmt es dass in vielen psych. Störungsbildern gewisse psychotische Elemente vorhanden sind z.b bei Borderline oder DP/RP, die aber zum jeweiligen Störungsbild in gewissem Maße dazugehört?
Oder sogar in gewissem, gesunden Maß bei Gesunden? Danke für Ihre Expertise

Unsere Antwort

Zwangserkrankungen werden im ICD-11 u.a. nach guter/mäßiger (6B20.0) und geringer/fehlender Einsicht (6B20.1) unterschieden. Der Grund ist die Wahl der Therapiemethode. Therapeutische Strategien orientieren sich an den Fähigkeiten der Patient*innen. Für Menschen mit der Fähigkeit, ihre psychische Krankheit zu erkennen, werden kognitive Interventionsstrategien hilfreich sein. Bei Menschen mit fehlender Krankheitseinsicht wird die Erweiterung der Einsichtsfähigkeit in der Behandlung ein wichtiges Therapiethema sein. Zudem werden auch Techniken angewendet werden, die durch systematische Exposition zu Veränderungen führen.

Bei Menschen ohne psychiatrische Diagnose kommen Wahrnehmungsverzerrungen im Sinne von Halluzinationen oder seltsame Gedanken, vor. Meist kann man sie durch Stress, Schlafentzug, Verlusterlebnisse und Trauer, aber auch durch Drogenkonsum zu erklären. Es ist immer wichtig, solche Symptome ernst zu nehmen. Wenn diese Symptome sich einschränkend auf den Alltag des Menschen auswirken und regelmässig auftauchen, sollte professionelle Unterstützung gesucht werden.

Beide Teile deiner Frage gehören nicht zu unserem Kerngeschäft. Wir sind darum keine Expert*innen. In Fachzeitschriften oder in Fachgesellschaften findest du für deine Frage kompetente Antworten.

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