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Frage Nr. 41375 von 18.06.2026

Ich nehme Bezug auf due Frage Nr. 39211. Eure Antwirt ist untergegangen. Ich habe es mit meiner Therapeutin besprochen. Sie meinte es sei bei mir vermutlich eine Strategie, die ich als Kind entwickelt habe.

Ich habe meinen Hausarzt gewechselt, da ich mich nicht wohl fühlte bei meiner alten Hausärztin. Meine jetzige Hausärztin hört mir zu und ich habe nicht das gefühl verurteilt zu werden. Zuvor war ich bei zwei anderen Hausärzten. Die einte meinte meine körperlichen Probleme seien mit meinem Gewicht erklärbar. Sie erklärte mir, dass ich am Abend fast nichts mehr essen sollte. Sie hat mir nie die Frage gestellt ob es psychische Ursachen haben könnte. Ein anderer Arzt meinte eifach ich solle keine Süssigkeiten mehr essen. Beides hat nur bedingt geholfen, da hinter dem Konsum von Nahrung für mich mejhr steckt.

Ich habe gemerkt, dass sich mein Verhalten in Bezug auf Essen verändert hat, sobald ich mich mit meiner Geschichte auseinandergesetzt habe. Ich frage mich ob ich dennoch einen Ernährungsberater oder eine Fachstelle aufsuchen sollte. Was meinst du, wann sollte man eine Fachstelle aufsuchen?

Unsere Antwort

Zunächst mal: Super dass du mit deiner Therapeutin geredet hast. Toll auch, dass du zu einer neuen Hausärztin gewechselt bist. Du stehst für dich ein und sorgst für dich. Das ist wirklich gut.

Dein Verhalten in Bezug auf Essen hat sich verändert. Es ist gut, dass du dich mit der Geschichte auseinandergesetzt hast, und deine Therapeutin scheint dafür eine gute Kontaktperson zu sein. Solang das so gut läuft, brauchst du keine weitere Unterstützung.

Schau doch mal, wie sich das jetzt entwickelt. Vielleicht merkst du, dass dich gewisse Verhaltensweisen immer wieder einholen. Wichtig ist es, dass du mit der Therapeutin weiter dran bleibst und mit ihr besprichst, woran das liegt und mit ihr schaust, was du tun kannst, damit das besser wird.

Es kann dann allenfalls auch hilfreich sein, zusätzlich zur Therapie eine ernährungspsychologische Beratung zu machen oder eine Ernährungsberatung bei einer Fachperson, die sich mit Essstörungen, insbesondere Binge Eating, gut auskennt. Denn Ernährungsberaterinnen können gezielter mit dir am Essverhalten arbeiten wie das Psychotherapeutinnen in der Regel tun. Ich finde das eine gute Ergänzung. Falls du und deine Therapeutin findet, dass das eine gute Idee wäre, würde ich dir empfehlen, über die Arbeitsgemeinschaft Ess-Störungen AES eine Fachperson zu suchen. 

Ein weiterer Grund für das Kontaktieren der AES wäre, wenn du mit deiner Therapeutin nicht mehr weiterkommen würdest. Aber das schreibe ich jetzt nur der Vollständigkeit halber, weil du gefragt hast. Es sieht aber wirklich so aus, als seist du auf einem guten Weg mit deiner Therapeutin.

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