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Gut vorbereitet aufs Date

Gerade vor dem ersten Date kann es hilfreich sein, vorher zu überlegen, was du brauchst. Wenn du eine Behinderung oder chronische Krankheit hast, können ein passender Ort, klare Absprachen und ein Plan B dafür sorgen, dass du dich wohler und sicherer fühlst.

Wo und wann treffen wir uns?

Wähle einen Ort, an dem du dich wohl und sicher fühlst. Das kann ein Café, ein Park oder ein anderer öffentlicher Ort sein, den du kennst. Es lohnt sich, vorab zu schauen, ob der Treffpunkt für dich gut zugänglich ist – zum Beispiel in Bezug auf Stufen, Sitzmöglichkeiten, Toiletten oder Lautstärke.

Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle: Manche fühlen sich tagsüber wohler, andere abends. Wichtig ist nicht, was «ideal» wirkt, sondern was sich für dich richtig anfühlt.

Was brauche ich beim Date?

Wenn du bestimmte Bedürfnisse hast, etwa weil du Hilfsmittel nutzt oder schneller ermüdest, oder wenn Reize dich stark beanspruchen, sollte das Teil der Planung sein. Anreise, Zeitrahmen und mögliche Pausen im Voraus mitzudenken, kann viel Stress vermeiden.

Was sage ich vor dem Treffen?

Wenn du bestimmte Rahmenbedingungen brauchst oder Wünsche hast, kannst du das schon vor dem Treffen ansprechen. Zum Beispiel: «Mir ist ein ruhiger Ort wichtig.» «Ich brauche Sitzmöglichkeiten.» Oder: «Ich habe nicht so viel Energie, lass uns lieber kürzer planen.»

Du musst dich dafür nicht rechtfertigen. Klare Absprachen helfen, Missverständnisse zu vermeiden, und sie zeigen, dass du gut für dich sorgst.

Du könntest vor dem Treffen kurz telefonieren oder einen Videoanruf machen. Das kann Nervosität abbauen und gibt ein erstes Gefühl füreinander.

Mehr darüber, wie du beim Dating mit deiner Besonderheit umgehen kannst, liest du in diesem Text.

Wie sorge ich für Sicherheit?

Deine Sicherheit ist wichtig. Trefft euch beim ersten Mal möglichst an einem öffentlichen Ort. Reise möglichst selbstständig an oder lass dich von jemandem bringen, dem du vertraust. So kannst du jederzeit selbst entscheiden, wann du gehen möchtest. Vertraue deinem Bauchgefühl: Wenn dir etwas unangenehm ist, kannst du das Treffen jederzeit abbrechen.

Es kann auch beruhigend sein, eine vertraute Person darüber zu informieren, wann und wo du dich triffst und mit wem. Du könntest deinen Standort mitteilen oder vereinbaren, dass sich jemand zu einer bestimmten Zeit meldet.

Übrigens: In vielen Städten gibt es Selbstverteidigungskurse, die speziell auf unterschiedliche körperliche Möglichkeiten zugeschnitten sind und dir helfen können, dich sicherer zu fühlen.

Welches Outfit ist das richtige?

Bei einem Date gibt es kein «richtiges» oder «falsches» Outfit. Wichtig ist vor allem, dass du dich in deiner Kleidung wohlfühlst und sie zu dir passt. Wähle etwas, das deiner Persönlichkeit entspricht und in dem du dich wohlfühlst – egal ob schick, sportlich, casual oder irgendwo dazwischen.

Auch Hilfsmittel, medizinische Geräte oder besondere Bedürfnisse dürfen beim Outfit mitgedacht werden – sie gehören zu deinem Alltag und müssen nicht versteckt werden. Ein gepflegtes Erscheinungsbild kann Sicherheit geben, aber du musst niemandem etwas beweisen: Dein Stil ist genau so, wie er sich für dich stimmig anfühlt.

Was ist mein Plan B?

Überlege dir im Vorfeld, wie du reagieren willst, wenn du das Date abbrechen musst. Das kann beruhigen.

Hast du einen Plan B, falls es dir unerwartet schlecht geht? Zum Beispiel könntest du einer vertrauten Person Bescheid geben, wann das Date endet, oder dich selbst mit eigenem Auto oder Taxi unabhängig machen, um jederzeit heimfahren zu können. Alleine das Wissen um diese Möglichkeit nimmt Druck und Scham, weil du dich nicht ausgeliefert fühlst.

Tipps für schwierige oder unangenehme Situationen beim Date findest du in diesem Text.