Hallo liebes Lilli-Team,
ich (w/31) habe festgestellt, dass ich mich sehr erregt bei dem Wort Daddy und Good Girl und auch der ganzen Dynamik dahinter fühle. Ich habe es noch nicht mit einem Mann ausgelebt, weil es sich sehr verletzlich anfühlt. Und weil ich mich frage, ob dieser kink bedeutet, dass ich psychologisch zurückgeblieben bin. Es so aufzuschreiben fühlt sich nicht gut an, zu wertend und streng zu mir selbst und auch weil ich eigentlich keine Anhängerin freudianischer Simplifikationen bin und denke, Lust kann viele Quellen haben.
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Hat der Daddy kink irgendwas mit meinem Vater zu tun? Ehrlich gesagt hoffe ich, dass ihr einfach nein sagt haha, weil ich möchte auf keinen Fall beim Sex oder evtl Ausleben des Daddy kinks an meinen Vater denken! Und ich finde die Vorstellung unerträglich, dass etwas mit mir nicht stimmt, weil mich das Wort erregt. Welche Quellen hat so ein kink? Sagt es etwas über meinen Charakter aus, dass ich diesen kink reizvoll finde? Ich würde mich sehr über eine Antwort von euch freuen. Zur Zeit versuche ich meine Sexualität von Tabus zu befreien und meine Vorlieben ohne Scham ernst zu nehmen und sie zu feiern. Ich habe festgestellt, dass ich die Rolle der submissive sehr anziehend finde, habe es aber noch nicht wirklich mit einem Mann ausprobiert, weil ich das Gefühl habe, das erfordert viel Vertrauen und momentan habe ich keinen Mann in meinem Leben, dem ich dies entgegenbringen will. Darum möchte ich zuerst in mir selbst stark werden und mich sicher fühlen, bevor ich mich öffne. Habt ihr Tipps, wie ich das machen kann in Bezug auf kinks und Vorlieben?
Bitte veröffentlicht nicht die Details der Beziehung zu meinem Vater.
Eure Seite ist toll, vielen Dank!! :)
Unsere Antwort
Schön, dass du unserer Seite magst 
Wir haben die Frage auf deinen Wunsch gekürzt.
Es ist eine gute Idee, dass du freudianische Simplifikationen auf die Seite stellst. Denn mit ihnen kommst du bei sexuellen Fantasien und Vorlieben tatsächlich nicht weiter. Mit psychologisch zurückgeblieben hat das null und nichts zu tun.
Du kommst bei deiner Frage viel weiter, wenn du dich dafür interessierst, was du mit deinem Körper machst in der sexuellen Erregung. Das übersetzt sich in die Bilder, die in deinem Kopf entstehen, auf die emotionale Färbung der Fantasie und auf die Beziehung, die du in der Fantasie mit den Fantasiegestalten hast. Wir beschreiben das in diesem Text über sexuelle Fantasien. Ich schlage dir vor, dass du diesen Text einmal liest, und auch die Texte, auf die er dich verlinkt. Schau mal, ob du damit weiterkommst. Natürlich kannst du uns deine Gedanken dazu auch wieder schreiben – gib dann einfach die Nummer dieser Frage an.
Kinks lassen sich gut in Rollenspielen ausleben, denn sie entsprechen oft nicht den, was wir in unserem Beziehungsleben ausserhalb des Sexualität suchen. Das braucht Vertrauen, und das braucht gute Kommunikation. Ich finde deinen Herangehensweise daher gut: in dir stark werden und dich sicher fühlen, bevor du dich öffnest.
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