Zu Frage 40578:
Danke für die Antwort:)))) Ich habe mich schon oft selber sexuell erregt, aber ich werde dabei nie so "feucht", wie wenn mein Freund mich berührt. Ich errege mich auch nicht wirklich mit Berührung des Geschlechts, weil das für mich eben irgendwie nicht so erregend ist. Ich errege mich eher mit Gedanken und Vorstellungen und mit Bewegung. Ich glaube, ich habe schon einige Male einen Orgasmus gehabt bei Selbstbefriedigung, aber es fühlt sich an, als ob er wie nur innerlich stattfindet, also eben meine Vagina nicht nass ist oder so, aber um Sex zu haben, sollte es ja schon feucht genug sein, weil es sonst sehr weh tut. Mein Problem ist also vor allem das Feucht-werden und Feucht-sein.
Teilweise habe ich auch das Gefühl, dass mein Freund anfangs, als wir uns kennenlernten mehr für sich gemacht hat und mein Körper durch das halt nicht wirklich mit Erregung reagieren konnte, sondern sich eher davor geschlossen hat, weil ich anders erregt werde als mein Freund, könnte das sein? Jetzt brauche ich wie viel mehr Zeit, um mich zu sexuell zu entspannen, weil mein Körper sozusagen Angst hat, vor einer Handlung, die für ihn nicht erregend ist. Oder er kann nicht mit der Schnelligkeit meines Freundes mithalten, weil mein Freund viel schneller erregt wird als ich.
Ich muss zu dem auch sagen, dass ich eine Fernbeziehung mit meinem Freund führe und ihn nur alle zwei bis drei Wochenenden sehe. Deshalb haben wir nicht so viel Zeit miteinander und verbringen nicht viele Momente zusammen, wo man ungestört in einem Raum sein kann, um diese Dinge auszuprobieren. Ich habe aber die letzen Paar Male mit ihm schon gemerkt, dass ich wie "feuchter" war als auch schon oder wie länger feucht geblieben bin. Ich habe manchmal nämlich auch das Problem, dass die Feuchtigkeit sehr schnell weggeht. Habt ihr vielleicht einen Tipp wieso das so ist und wie man lange geneug feucht bleibt?
Wir haben trotzdem bis jetzt auch noch nie Sex gehabt, wir haben es mal ausprobiert, aber ich hatte wie das Gefühl, dass es anfing wehzutun und ich zu wenig feucht war. Vielleicht wäre es mit Gleitgel gegangen, aber in diesem Moment habe ich nicht daran gedacht. Das letzte Mal als ich meinen Freund sah, war ich jedoch kaum erregt. Er hat mich berührt wie eigentlich sonst auch, aber ich habe fast nichts gespürt und ich weiss nicht wieso das so war. Ich hatte meine Tage, vielleicht lag es auch ein wenig an dem, aber es hat mich schon ein bisschen gestresst, weil ich eigentlich schon mal gerne Sex haben würde mit meinem Freund. Ausserdem scheint es mir auch so, dass kaum eine Frau dieses Problem zu haben scheint oder schien, im Umfeld meiner engen Freundinnen hat nur eine bisher ihr erstes Mal gehabt und bei ihr gab es keine solchen Probleme, von meiner Mutter weiss ich auch nichts dergleichen. Von einer Tante habe ich aber vernommen, dass Frauen im Bett oft zu kurz kommen, stimmt das?
Ich wäre sehr froh, wenn ihr gewisse Tipps oder Lösungen habt für meine Probleme, vielen Dank!
Unsere Antwort
Offenbar hast du bereits einige Möglichkeiten entdeckt, wie du dich erregen kannst. Da Bewegung dazu gehört, heisst das auch, dass du etwas körperliches machst. Das ist keine direkte Berührung. Es wäre jedoch spannend, zu schauen, ob deine Vulva oder Vagina in diese Bewegung, welche du bereits erregend findest, mit einbezogen werden können? Zum Beispiel, dass sich auch die Vulva oder Vagina aktiv durch Bewegung eine interessante Berührung holt?
Bewegung ist zudem hilfreich um die Durchblutung des Geschlechts zu fördern. Das kann auch ein Anspannen und Entspannen des Beckenbodens sein, welcher dir dabei hilft, Blut ins Becken zu bekommen. Das widerum hilft, dass sich Feuchtigkeit bilden kann. Lese dazu als Ergänzung den Text, wie du mehr in der Vagina spüren kannst. Achte also gut darauf, dass du tief atmest und dich bewegst, wenn du dabei bist, dich in der Vagina zu erregen. Hilfreich dafür ist die Beckenschaukel zu üben, da sie Atmung und Bewegung miteinander verbindet.
Der Hormonrausch vom Anfang der Verliebtheit wird wahrscheinlich nicht mehr so zurück kehren, wie du ihn kanntest. Oft entsteht bei einer längeren Beziehung jedoch die Möglichkeit, sich immer besser kennenzulernen und zu wissen, was das Gegenüber mag. Hier habt ihr auch die Möglichkeit, gemeinsam neue Dinge zu entdecken. Wichtig ist, dass du offen darüber sprichst, was du erlebst. Insbesondere wenn du Angst vor bestimmten Berührungen hast oder mehr Zeit brauchst.
Wer von euch sie wie erregt, ist verschieden. Und das ist auch ganz normal. Daher ist es um so wichtiger, dass du mitteilst, was du magst und was du vielleicht ok findest und was du nicht möchtest. Wenn das im Moment heisst, das du langsamer vorgehen möchtest, weil du sonst unangenehme Empfindungen hast, darfst du ihm das mitteilen. Lese in diesem Text mehr darüber, wieso es entlastend sein kann, wenn du dafür sorgst, dass du dich jeder Zeit wohlfühlst beim Sex mit deinem Partner. Solange du dich noch nicht bereit fühlst dafür, seinen Penis in deine Vagina aufzunehmen, ist es noch zu früh. Lass dir genügend Zeit dafür und höre auf dich.
Denn ob du Sex als angenehm und befriedigend erlebst, hängt auch davon ab, wie gut du für dich sorgst. Du kannst lernen, Verantwortung für deine Sexualität zu übernehmen und aktiv dazu beizutragen, dass du eure sexuellen Begegnungen mehr geniesst und dabei nicht zu kurz kommst. Zum Beispiel, indem du die oben genannten Tipps ausprobierst und mit der Zeit übst.
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