Frage Nr. 41610 von 30.08.2026
Hallo Lilli Team
Ich bin m18 Jahre. Meine Freundin ist auch 18 und im 8.Monat schwanger. Aus ihren Brüsten kommt schon Milch. Das erregt mich sehr und ich schäme mich, dass mich das erregt, weil das ja fürs Kind ist und nichts Sexuelles. Wir haben jetzt jede Abend Sex und tagsüber, wenn ich in der Schule bin, bin ich auch oft stark erregt. Ich gehe dann aufs Klo und masturbiere dort. Das ist mir auch unangenehm, dass ich auf dem Schulklo mastubiere. Ich weiß nicht wie ich mit meiner extremen Erregung umgehen soll.
Unsere Antwort
Du bist derzeit häufig stark sexuell erregt. Das kennen viele und solche Zeiten gehen auch wieder vorbei.
Du bist sicher nicht der einzige, der unbemerkt auf dem Schulklo masturbiert. Wichtig ist einfach, dass du niemanden dabei störst. Mach es also leise und unbemerkt.
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Frage Nr. 41608 von 30.08.2026
Hallo. Für meine Frage muss ich etwas ausholen, ich versuche mich aber kurz zu fassen. Ich (m, mitte 30) habe schon seit Jahren, was man als schizoide Persönlichkeitsanteile beschreibt, das wurde von entsprechendem Fachpersonal so diagnostiziert.
Langer Rede kurzer Sinn, ich habe grosse Probleme mich Menschen zu öffnen und trotz langjähriger Beziehung ziehe ich es vor innere, oder auch Konflikte mit Anderen, nicht zu besprechen, sondern selbst zu lösen. Bis vor ein paar Jahren gelang mir der Spagat zwischen Eigenbrötlerei und sich Anderen mitzuteilen recht gut und auch meine Libido und Sexleben waren völlig normal.
Vor ein paar Jahren unternahm ich jedoch einen Suizidversuch und seit diesem leidet auch mein Sexleben. Kurz dazu, ja ich leide auch an schweren Depressionen, ja ich war in einer Klinik und ja, ich bin in Behandlung. Meine Libido ist unverändert, doch schaffe ich es nicht mehr mich so zu öffnen, dass es zum Sex mit meiner langjährigen Partnerin kommt.
Dies belastet die Partnerschaft zunehmend, da ich einfach nicht über meinen Schatten springen kann. Sex ist für mich mittlerweile etwas abstossendes und Masturbation ist die einzige Art wie ich mit meiner Libido umgehe, denn die üblichen Triebe sind noch unverändert da.
An Sex widern mich die Gerüche und die Flüssigkeiten an, zusätzlich sehe ich mich nicht mehr als Person, die Sex mit einer anderen Person hat. Ich hoffe das macht Sinn. Zur Zeit hole ich mir einfach einen runter, wenn die Triebe stark genug werden, so wie man bei Kopfschmerzen eine Tablette nimmt.
Wie schaffe ich es wieder von einer Person, die einfach nur Triebe hat wieder zu einer sexuellen Person zu werden?
Vorgreifend möchte ich anmerken, dass ich absolut null Interesse habe das Problem mit der Person zu besprechen, bei der ich in Therapie bin, sondern ziehe den komplett unpersönlichen und anonymen Weg vor, da dies die für mich angenehmste Vorgehensweise ist.
Unsere Antwort
Eigentlich würde ich dir eine Sexualtherapie nach Sexocorporel empfehlen. In diesem Text erfährst du, was dort passiert. Aber wir können auch versuchen, deinem Problem hier erstmal anonym auf die Spur zu kommen. Dazu möchte ich dir noch einige Fragen stellen:
Du schreibst, dass du dich nicht mehr so öffnen kannst, dass es zum Sex mit deiner Partnerin kommt. Was bedeutet «mich öffnen» für dich ganz konkret? Was müsstest du dabei tun oder zulassen? Und was könnte passieren, wenn du dich öffnest, das du lieber vermeiden möchtest?
Du schreibst, dass dich Gerüche und Körperflüssigkeiten beim Sex abstossen. Ist das nur beim Sex mit deiner Partnerin so, oder empfindest du das auch bei deinem Solosex? War das früher anders?
Deine Libido ist weiterhin da. Wie erlebst du deinen Solosex? Geht es dabei nur darum, dein sexuelles Bedürfnis zu befriedigen, oder erlebst du dabei auch Lust und Genuss? War das früher anders?
Wenn du diesen Text liest, in welcher Beschreibung findest du deine sexuelle Erregungstechnik am ehesten wieder?
Du schreibst auch, dass du dich nicht mehr als Person siehst, die Sex mit einer anderen Person hat. Was genau meinst du damit? Was hat sich darin gegenüber früher verändert?
Und du möchtest wieder eine «sexuelle Person» werden. Was ist für dich eine sexuelle Person? Was würdest du gern wieder können, tun oder erleben? Und wie war das früher bei dir?
Gern kannst du uns wieder schreiben und meine Fragen beantworten. Dann kann ich dir besser bei deinem Anliegen weiterhelfen. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41607 von 30.08.2026
Ich mag die Hormonspirale eigentlich sehr, da ich mir seit Jahren das Geld für Periodenprodukte sparen kann. Das habe ich nämlich seitdem nicht mehr gebraucht.
Ich frage mich jedoch, ob eine Hormonspirale gesundheitliche Folgen haben kann bezüglich Schilddrüse, Stoffwechsel etc.? Ich habe nämlich fragliches Hashimoto, aber soweit ich mich erinnere schon vor der Spirale und keine Unterfunktion. Der Ultraschall der Schilddrüse war lediglich auffällig.
Unsere Antwort
Die Hormonspirale hat keinen negativen Einfluss auf die Schilddrüse oder den Stoffwechsel, auch nicht bei einer Hashimoto-Erkrankung.
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Frage Nr. 41604 von 29.08.2026
Ich habe einen lieben Freund, leider immer noch platonisch. Wir gehen zusammen ins Schwimmbad etc. Hat mehrmals gesagt: Top Figur. Habe auch gesehen das ich ihm gefalle. Unsere Lebensziele sind nahe zu gleich. Nie heiraten, keine Kinder, Reisen, guter Job. Soll ich ihm sagen: möchte Freundschaft Plus mit dir, natürlich mit Sex? Ist dies zu direkt? Möchte ihn nicht verlieren. w 24
Unsere Antwort
Direkt sein kann oft sehr gut sein. Du kannst ihm sagen, dass du ihn attraktiv findest und Lust hast, euch näherzukommen. Du musst dabei noch kein Label draufsetzen. Ob das dann Freundschaft Plus wird oder etwas anderes, könnt ihr klären, sobald klar ist, dass ihr beide das wollt. Das nimmt Druck aus dem Gespräch.
Wähle für das Gespräch einen ruhigen Moment, nicht spontan zwischendurch. Sag ihm klar und ehrlich, wie du für ihn empfindest. Wenn ihr merkt, dass ihr beide mehr wollt, könnt ihr danach gemeinsam besprechen, wie das aussehen soll und welche Erwartungen und Wünsche ihr an eure Freundschaft habt.
Intimität kann eine Freundschaft verändern, muss es aber nicht automatisch. Seid offen und sprecht darüber. Wahrscheinlich geht es ihm ähnlich: Ihm liegt vermutlich auch etwas an der Freundschaft, und du schreibst auch das du ihm gefällst. Wenn du ein mehr infos willst wie du etwas ansprechen kannst, findest du vielleicht hier gute Tipps.
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Frage Nr. 41603 von 29.08.2026
Tut Spirale ziehen weh?
Einsetzen war schmerzhaft wegen der Dehnung des Gebärmutterhalses.
Wird es beim wechseln genauso sein? Ich hatte beim Einsetzen damals echt das Gefühl dass etwas durchstochen wurde (durch die Schmerzen) und hatte Angst. Habe jetzt Angst vor dem Entfernen/Wechseln in einem Jahr.
Unsere Antwort
Das Entfernen der Spirale tut meist deutlich weniger weh als das einsetzen. Die meisten Frauen spüren nur einen sehr kurzen, nicht sehr intensiven Schmerz und sind meist erleichtert, dass es viel weniger weh getan hat als befürchtet.
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Frage Nr. 41599 von 27.08.2026
Liebes Team
Vor einiger Zeit habe ich mich mit 41219 bei euch gemeldet und eure Antwort und eure Beiträge haben mir sehr fest geholfen. Ich war später auch in einer Beratung bei Lust und Frust und eventuell würde mir auch eine Art langfristige Therapie helfen. Die Angst von dort ist jetzt weg und ich war in der selben Woche als ich die Frage abgeschickt habe halt noch beim Frauenarzt wo ich leider mega weinen musste weil es mich so belastete. Sie hat dann ein Ultraschall gemacht was eigentlich medizinisch nicht notwendig gewesen wäre aber das hat mir eine 100 Prozent Sicherheit gegeben.
Wegen diesem Ereignis hatte ich mehrere Urintests plus ein Bluttest gemacht also sehr viele Tests. Leider war die ganze Situation fast irgendwie traumatisierend für mich und im Nachhinein merke ich, dass ich mir unbewusst die sexuelle Erfahrung mit ihm verboten habe und mich dafür geshamed habe.
Einige Zeit später hatte ich jemanden kennengelernt dem ich sehr gut vertrauen konnte. Er war immer ehrlich zu mir und ich habe ihm von meinen Ängsten erzählt und er war wirklich sehr lieb mit mir. Wir waren intim aber hatten einfach oralsex und petting mit Kleidern also alles Sachen wo man geschützt ist weil ich nicht mehr als das machen wollte.
Auch wenn wir uns dann trotzdem dazu entschieden haben uns nicht mehr weiter zu Daten hatte ich danach keine angst oder Panik, dass etwas passiert sein könnte da unser Abschlussgespräch sehr gegenseitig und ehrlich war (mit der ersten Situation gab es beispielsweise gar kein Abschlussgespräch). Ich fühlte mich nicht so im Stich gelassen wie bei der ersten Situation.
Jetzt kommt einbisschen das fast zwanghafte, ich habe dann obwohl ich keine angst hatte und meine Periode normal hatte trotzdem Schwangerschaftstests gemacht und war auch 10 Monate danach sicherheitshalber so 11 Wochen nach dem Ereignis bei der Gynäkologin zum einfach 100 sicher zu sein. Es hat mir wirklich geholfen mit meiner Gynäkologin zu reden und einen Ultraschall zu machen (ich habe halt noch starke Menstruationsbeschwerden und deswegen inkl. meiner Sicherheit die ich haben will haben wir den Ultraschall auch gemacht, daher war es dieses mal nicht völlig unnötig) aber das kann ich ja auch nicht jedesmal machen.
Ich möchte nicht so eine komische Gewohnheit aneignen und schäme mich auch dafür. Wie kann ich es schaffen, dass wenn ich mal Sex habe ich nicht so viele Tests mache und schon gar nicht andauernd zur Frauenärztin gehe und einen Ultraschall mache.
Meine Cousine hatte beispielsweise mit ihrem letzten typen oft sex also mit Verhütung natürlich aber bei ihr reicht die monatliche Periode als Zeichen, dass nichts schief gelaufen ist. Ich will auch meinem Körper wieder voll vertrauen. Ich habe einfach damals halt sehr viel über kryptische Schwangerschaften gehört was mir sehr angst macht. Mir macht es angst das es irgendwie unbemerkt bleiben könnte und deswegen bin ich auch so blockiert und kann mir null vorstellen demnächst mal sex zu haben.
Natürlich kann ich auf Sex verzichten (was ich aber langfristig nicht will) und mir ist auch bewusst das es den richtigen Partner inkl. eine gute Verhütung braucht aber ich will an meinem Problem arbeiten auch wenn es heisst, dass ich mir aktuell noch Zeit lasse mit Sex was völlig okay ist für mich.
Könnt ihr mir irgendwie Tipps geben? Danke tausend eure Seite ist die Beste!
Unsere Antwort
Schön, dass dir Lilli gefällt und dass wir dir schon helfen konnten!
Ich finde, du hast schon wichtige Schritte gemacht. Besonders deine zweite sexuelle Erfahrung zeigt das: Du konntest einem Mann vertrauen, deine Grenzen bestimmen und Sexualität erleben, ohne danach in grosse Angst und Panik zu geraten. Das ist ein wichtiger Erfolg.
Du merkst auch selbst, dass die vielen Schwangerschaftstests und Ultraschalls dir zwar kurzfristig Sicherheit geben, du dir dieses Kontrollieren aber nicht angewöhnen möchtest. Genau da kannst du ansetzen. Das Ziel ist nicht, dass du dich immer zu 100 Prozent sicher fühlst. Es geht darum, dass du lernst, ein bisschen Unsicherheit und Angst auszuhalten, ohne sie sofort mit einem Test oder einer Untersuchung wegmachen zu müssen. Die Angst darf da sein – und sie kann auch wieder vorbeigehen.
Du schreibst, dass dir vielleicht eine längerfristige Therapie helfen würde. Das finde ich eine sehr gute Idee. Deine Angst beschäftigt dich schon länger und beeinflusst inzwischen auch, wie frei du deine Sexualität leben kannst. In einer Therapie kannst du lernen und üben, die Angst auszuhalten, ohne dich immer wieder durch Tests und Untersuchungen beruhigen zu müssen. Und du kannst dich auch mit der Scham beschäftigen, die du im Zusammenhang mit deiner ersten sexuellen Erfahrung beschreibst. Schau doch mal auf unserer Linkliste nach Adressen. Vielleicht könnte dir bei der Suche auch Lust und Frust weiterhelfen.
Deine zweite Erfahrung hat dir bereits gezeigt, dass Sexualität sich auch sicher und gut anfühlen kann. Du hast dem Mann vertraut, konntest mit ihm über deine Ängste sprechen und selbst bestimmen, wie weit du gehen möchtest. Auch der respektvolle Abschluss hat dir geholfen. Das sind wichtige Hinweise darauf, was du brauchst, damit du dich bei sexuellen Erfahrungen sicher fühlst. Darauf kannst du aufbauen und Schritt für Schritt weitere gute Erfahrungen machen.
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Frage Nr. 41598 von 27.08.2026
ich suche eine breührerin in [...] umgebung
Unsere Antwort
Wir haben die Frage anonymisiert und können deswegen keine Tipps für eine bestimmte Stadt geben. Auf der Seite Initiative Sexualbegleitung findest du vielleicht ein passendes Angebot in deiner Nähe.
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Frage Nr. 41597 von 26.08.2026
Hallo, ich bin 16 und habe ein freundin mit der ich schon seit 2.5 jahren zusammen bin. Wir hatten schon oft Geschlechtsverkehr aber in der letzten Zeit macht es ihr immer weh beim sex. Es liegt nicht daran dass sie nicht genügend lust hat oder zu trocken ist, und deshalb fragen wir uns woran es dann liegt.
Unsere Antwort
Das ist eine schwierige Frage, weil sie sehr vage ist. Ich kann sie nicht so allgemein beantworten. Aber es wäre gut, wenn sich deine Freundin einmal diese Schmerzcheckliste anschaut. Vielleicht kann sie sich danach ein etwas klareres Bild über die Schmerzen machen. Zudem könnte sie diesen Text über mögliche Gründe von Schmerzen lesen. Vielleicht findet sie dort schon die Lösung. Falls nicht, könnt ihr uns gern nochmal schreiben, welche Gründe eher in Frage kommen und welche eher nicht.
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Frage Nr. 41596 von 26.08.2026
Vielen Dank für euere Antwort zu Frage Nr. 41565.
— Ich denke, dass auch emotionale Nähe schwierig ist: Ich habe eine gute Freundin, ansonsten wenig Menschen. Ich habe grosse Angst, anderen zu viel zuzumuten, wenn ich von mir erzähle. Einfach, weil ich eine schwere Vorgeschichte habe und viel Themen da sind, die auch andere belasten können.
— Körperliche Nähe: Ich habe alle eure aufgeführten Beispiele gemeint und nichts davon bisher mit jemandem erlebt. Auch in platonischen Beziehungen fällt mir Berührung schwer: Ich habe schnell Angst, übergriffig zu sein, bzw dass es der anderen Person unangenehm ist. Selbst finde ich es manchmal schön, aber oft löst es auch Angst aus. Sexualität mit einer anderen Person löst auch Sorge vor Flashbacks aus. Ich habe verschiedene Körpertherapien gemacht/ mache ich immer noch und Nähe/ Berührung/ auf dem Rücken liegen können triggern (Intrusionen, Flashbacks, Dissoziation, Erschrecken).
— Tatsächlich bin ich beim Punkt Selbstbefriedigung weitergekommen im letzten Jahr: Vorher war es sehr schlimm mit Gewaltphantasien, Ekel, Scham, Flashbacks etc. Jetzt kann ich es auch geniessen, liebevoll und lustvoll sein.
— Ich habe nicht mehr ganz so ein schlimmes Verhältnis zum Körper wie früher. Ich bin öfter auch neutral dazu. Schwoerigkeiten/ Frustrationen entstehen durch Schmerzen (ich habe eine Hypermobilitätsspektrumsstörung und damit verbunden idR immer mehrere Gelenke mit Problemen) Ich gehe oft über meine Grenzen mit Sport. Körperpflege/ Hygiene sind glücklicherweise nicht mehr so schwierig.
Ich war mittlerweile bei einer Therapeutin zum Vorgespräch. Die Realität ist einfach, dass die Plätze sehr begrenzt sind und ich deshalb wenig Auswahl habe. Ich habe Sorge, wieder sehr viel Energie in das Kennenlernen zu geben, meine lange Geschichte mitzuteilen, mich zu erklären, um dann nach 1-1.5 Jahren zu merken, dass es nicht hilfreich war. Auch das Thema, dass so viele (Trauma-)Therapeut:innen sich gar nicht an die Sexualität trauen. Auch oft nichtmal an die Kernthemen, weil sie glauben, erst noch länger stabilisieren zu müssen. Ich verstehe das einerseits, andererseits geht mein Leben Jahr für Jahr vorbei und ich möchte nicht bis zum Ende nur stabilisieren, nur weil ich „komplex“ bin. Da hörte es bisher immer auf: Fokus auf Stabilität. Ich wünsche mir aber auch Lust und Freude am Leben. Nur weiss ich nicht, wie ich dazu komme, insbesondere wenn Fachpersonen mir bisher nicht damit helfen konnten (am ehesten noch Körpertherapien wie Shiatsu und neu etwas im Bereich von Somatic Experiencing, die ich ausprobiert habe)
Unsere Antwort
Vielen Dank für deine Rückmeldung. Das hilft mir, ein etwas klareres Bild zu bekommen.
Was ich lese, zeigt mir, dass du auf deinem Weg schon weit gekommen bist. Es ist eine bewundernswerte Entwicklung, dass du Selbstbefriedigung mittlerweile liebevoll und lustvoll geniessen kannst. Du hast da bereits viel geschafft. Das hat sicher viel von dir abverlangt und du bist dran geblieben. Bleib da weiterhin dran. So kannst du dir eine stabile Basis bauen für Begegnungen mit anderen Menschen. Falls du dir an der ein oder anderen Stelle spezifische Unterstützung wünschst, melde dich gern.
Du hast eine gute Freundin. Es ist ein gutes Zeichen, dass du eine stabile und tiefe Freundschaft hast. Auch hier kann für dich ein Experimentierfeld entstehen, wo du dich ein bisschen trauen kannst und hinterher fragen, wie es war. Schau mal, ob du da Lust drauf hast.
Ich lese auch, dass du deine Trigger und Ängste beschreiben kannst. Die Frage schließt sich an: Was dann? Es wäre wohl hilfreich, wenn du an genau diesen Stellen mehr Handlungsspielräume erleben könntest. Dafür lege ich dir sehr das Buch "Das Lächeln der Freiheit" von Paul Linden ans Herz. Darin erfährst du viele Körperübungen, die dir helfen, dich stark zu fühlen statt wehrlos. Basierend auf deinem bisherigen Interesse an Körpertherapien und an fordernder statt nur stabilisierender Traumaarbeit, halte ich den Ansatz für geeignet. Schau aber selbst, ob es für dich passt. Ich bin interessiert an deinen Eindrücken. Es handelt sich dabei um einen pädagogischen Ansatz - es ersetzt keine Therapie. In deinem Fall wäre es wahrscheinlich sinnvoll, du hättest therapeutische Begleitung parallel zur Arbeit mit dem Ansatz von Paul Linden.
Ich gehe ganz einig mit dir, dass du zum aktuellen Zeitpunkt nicht irgendeine Therapie brauchst, sondern eine, dir für dich das passende liefert. Bei mir verfestigt sich durch deine weitere Beschreibung der Eindruck, dass du bei einer Fachperson gut aufgehoben wärst, die sowohl traumatherapeutisch als auch sexualtherapeutisch ausgebildet ist. Und du brauchst eine Person, die den Mut aufbringt, dich zu fordern mit dem Ziel, dir ein leichteres Leben zu ermöglichen. Solche Fachpersonen gibt es und es lohnt sich, dir für die Suche Zeit zu nehmen. Einerseits brauchst du Klarheit darüber, was du genau willst. Und dann die Bereitschaft dich erst zufrieden zu geben, wenn du so eine Person für dich gefunden hast. Gleichzeitig übst du dabei, dich selbst wirklich ernst zu nehmen.
Die Sache mit der Stabilisierung interessiert mich bei dir. Lust und Freude am Leben kann durchaus ein Resultat von stabilisierender psychotherapeutischer Arbeit sein. Was hast du erlebt?
Du machst die Erfahrung, dass Shiatsu hilfreich ist und etwas im Bereich Somatic Experiencing auch. Vertraue auf dieses Gefühl von Stimmigkeit. Was ist dabei anders als bei der stabilisierenden Arbeit?
Ich denke, die erneute Therapeut*innensuche ist zur Zeit ein wichtiger Schritt bei dir. Ich wünsche dir, dass du die Energie dafür aufbringen kannst. Eine Hilfestellung für dich für die Zeit der Suche und des Kennenlernens könnte sein, dass du die wichtigsten Aspekte deiner Geschichte aufschreibst und mitbringst. Denn es ist in der Tat belastend, traumatische Inhalte wieder und wieder zu erzählen. Das wissen auch Therapeut*innen.
Welche Dinge könntest du bereits vorab in einem Telefonat klären, um deine Zeit nicht zu vergeuden?
Was möchtest du genau statt Stabilisierung? Könntest du das in 2-3 Sätze fassen? Je klarer du das hast, umso leichter fällt dir die Auswahl von Therapeut*innen, die für dich die passende Unterstützung im Angebot haben. Was wäre anders nach einer gelungenen Therapie? Woran genau würdest du das bemerken, dass es jetzt besser ist als vorher?
Bei Traumabearbeitung ist die Dosis tatsächlich sehr entscheidend. Und es ist Teil des professionellen Handelns vor der Traumabearbeitung Stabilität herzustellen. Natürlich weiß ich nicht, wie das in deinem Fall genau abgelaufen ist. Dein inneres Gefühl sagt dir offenbar deutlich, du brauchst zum aktuellen Zeitpunkt eine Fachperson, die bereit ist, dir Entwicklung zuzumuten. Stabilisierende Arbeit ist dir zu wenig. Ich halte es für wichtig, dass du genau das ansprichst im Kontakt mit Therapeut*innen, die in Frage kommen.
Die wichtigsten Entwicklungen während einer Therapie erfolgen in der Regel außerhalb des Therapieraums in deinem echten Leben basierend auf den Entscheidungen, die du anders triffst als bisher. Du hast da also ganz vieles selbst in der Hand und bist aktiv beteiligt an deinem Therapieverlauf. Fachpersonen unterstützen dich dabei und haben wertvolle Beiträge, wenn du selbst nicht weiterkommst. Letztendlich geht es aber darum, dass in deinem Inneren etwas in Bewegung kommt, und somit in deiner Gefühlswelt, deinem Verhalten und deinen Interaktionen mit anderen. Das sind Dinge, die nur du in der Hand hast. Von außen können Therapeut*innen nur Impulse geben und du kannst sie annehmen oder verwerfen. Manchmal passen die Impulse nicht für dich und das ist okay. Wie blickst du darauf?
Ich würde mich freuen, weiter von dir zu hören und dich zu begleiten, wenn du das möchtest. Du kannst uns einfach wieder schreiben.
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Frage Nr. 41595 von 26.08.2026
muss man ein blowjob machen bis er kommt oder?
Wie fest muss man denn penis drücken ich habe angst das ich zu fest drücke oder zu leicht?
wen ich gerade kein gleitgel habe was dann?
Unsere Antwort
Mein erster Tipp ist: Du musst gar nichts. Für einen Blowjob gibt es kein genaues Rezept. Das hängt auch damit zusammen, dass kein Mann genau das gleiche will. Das einzige, was du beim Blowjob musst: Schütze dich möglichst gut vor sexuell übertragbaren Infektionen. Bitte lies dazu unsere Safer-Sex-Regeln.
Gleitmittel brauchst du keins. Dein Mund ist feucht, und die Spucke ist wie ein Gleitmittel.
Wenn du den Penis mit dem Mund stimulieren möchtest, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am besten du fragst den Mann: "Hast du eine besondere Vorliebe?" "Hast du es gern eher langsam oder schnell?" "Hast du lieber mehr Druck oder weniger?"
Vielleicht hat der Mann genaue Vorstellungen. Die kann er dir sagen. Du kannst ihn dann bitten, dass er dir während dem Blowjob sagen soll, wenn er etwas anders möchte. Zum Beispiel dass es fester oder schneller sein soll oder weniger fest oder weniger schnell.
Du kannst den Mann auch fragen: "Willst du einen Blowjob haben, bis du kommst?" Es kann gut sein, dass er das nicht möchte.
Es ist also eine gute Idee, wenn ihr miteinander redet. Vor dem Blowjob und während dem Blowjob. Darum würde ich ihn vorher schon fragen, was er gern hat. Du vermeidest so, dass du etwas machst, was für ihn unangenehm ist und was sich für dich nicht gut anfühlt, und beide trauen sich nicht, etwas zu sagen. In diesem Text findest du noch mehr Tipps zum Reden beim Sex.
Beim Blowjob ist es auch gut, wenn es dir Spass macht. Vielleicht kannst du dem Mann zuerst sagen: "Ich will deinen Penis erst mal kennen lernen, okay?" Mein Tipp ist: Sei neugierig. Berühre den Penis an verschiedenen Stellen mit den Lippen und der Zunge, schau wie er schmeckt und riecht. Und schau, wie es sich für dich anfühlt, ihn in den Mund zu nehmen.
Denn ein Blowjob ist nicht einfach ein "Dienst", sondern es ist eine sexuelle Handlung, die idealerweise beiden Spass macht. Dafür musst du dich vielleicht erst damit vertraut machen, wie es sich anfühlt, einen Penis am Mund um im Mund zu haben, und wie das Sperma schmeckt. Gönn dir da bitte eine "Übungsphase".
Ich empfehle dir auch unsere Tipps für den Blowjob.
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Frage Nr. 41594 von 25.08.2026
hi habe mich mal gefragt ob man gleichzeitig crush auf 2 personen haben kann obwohl man in einer beziehung ist, man aber nd in einer 3er beziehung sein kann aus eifersuchtsproblemen
Unsere Antwort
Ja, das ist normal. Viele Menschen, die eine Beziehung führen, haben einen Crush auf eine andere Person, manchmal auch auf zwei oder mehrere. Attraktion und Anziehung hören ja nicht einfach auf, nur weil wir gerade in einer Beziehung sind. Manche Menschen sprechen in ihrer Beziehung offen über ihre Crushes. Und oft vergehen Crushes auch wieder von selbst.
Es gibt auch Menschen, die Beziehungen mit mehreren Personen gleichzeitig führen. Für manche ist das eine gute Option. Das bedeutet allerdings viel Kommunikation und Beziehungsarbeit, und natürlich auch, sich mit dem Thema Eifersucht auseinanderzusetzen. Es gibt viele Arten, wie Menschen Beziehungen führen, und die können sehr unterschiedlich sein. Vielleicht interessiert dich dazu dieser Text.
Du kannst durchaus Gefühle für mehrere Menschen haben, ohne deshalb eine offene Beziehung oder eine Dreierbeziehung führen zu wollen. Polyamorie passt nicht zu allen, und Eifersucht ist ein völlig legitimer Grund, das für dich auszuschliessen. Monogamie heisst aber nicht, dass du nie wieder jemand anderen attraktiv findest. Sie heisst: Du entscheidest dich bewusst, diese Gefühle nicht auszuleben, und konzentrierst dich auf die Partnerschaft mit einer Person.
Wie ist das denn bei dir? Wie führst du deine Beziehung gerade? Sprichst du deine Crushes in deiner Beziehung an? Und wie sieht deine ganz persönliche Vorstellung aus, wie eine Beziehung für dich gut wäre?
Wenn du magst, schreib mir gerne nochmal. Gib dann einfach die Nummer dieser Antwort an.
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Frage Nr. 41592 von 24.08.2026
Hi Lilli,
Ich bin weiblich, 21 Jahre alt und frage mich wieso ich keine multiplen Orgasmen haben kann. Ich habe mit eurer Hilfe schon meine Solo Sex Techniken erweitert (ich kann es heute auf auf dem Rücken, langsamer, brauche nicht mehr die Spannung in den Oberschenkeln, benutze wenn dann meinen beckenboden als Ersatz…) und bin damit schon sehr zufrieden, weil es dadurch echt angenehmer geworden ist, weil ich auch jetzt aufmerksamer mit meinen Körper bin und nicht mehr so schnell zum Orgasmus Rushe, sondern sogar schon teilweise den Orgasmus rauszögere, weil ich noch nicht kommen will.
Das ist für mich echt schon ein richtiger Fortschritt und irgendwann lern ich auch noch die bewegungs Technik. Aber ich frage mich trotzdem, wieso meine Orgasmen sich Kaum geändert haben. Dadurch dass ich mir heute mehr Zeit lassen und weniger mit Absicht anspanne, sind die Orgasmen schon etwas besser geworden und so dass ich bisschen mehr spüre, aber ich würde zb gerne auch mal multiple orgasmen haben.
Nach meinem Orgasmus ist bei mir aber immer gar keine Erregung mehr übrig. Es macht mir dann keinen Spaß mehr weiter zu reiben oder was auch immer, weil ich es erstens nicht mehr verlange und zweitens sogar manchmal unangenehm ist direkt danach (bisschen empfindlich). Wieso ist das so? Was muss ich körperlich noch ändern, damit meine Erregung nach dem Orgasmus nicht komplett verschwindet? Geht das nur über die bewegungs Methode?
Unsere Antwort
Es ist völlig normal, dass du nach einem Orgasmus eine Zeitlang keine sexuelle Erregung aufbauen kannst, und dass es sich sogar etwas unangenehm anfühlt. Die meinsten Frauen haben keine multiplen Orgasmen.
Es ist bemerkenswert, wie weit du beim Üben nach unseren Anleitungen schon gekommen bist. Du bist auf einem sehr guten Weg. Das Ziel der bewegteren sexuellen Erregung, sind befriedigendere Orgasmen, nicht mehr Orgasmen.
Daher habe ich dir keinen Tipp für mehr Orgasmen hintereinander, aber wenn du bessere Orgasmen möchtest, nach denen du "satter" bist, dann empfehle ich dir tatsächlich, dass du übst, mehr Bewegung in die sexuelle Erregung einzubauen. Du kennst wahrscheinlich schon unsere Tipps, wie du beim Üben vorgehen kannst. Wenn nicht, empfehle ich sie dir sehr.
Falls du irgendwo anstehst und konkretere Tipps brauchst, schreib uns gern wieder und beschreib uns möglichst genau, wo du anstehst.
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Frage Nr. 41591 von 24.08.2026
Hallo, ich (m./27 J.) bin groß (1,88m) und halbwegs sportlich, aber mein Penis ist mit 9,5cm (Erektion) klein. Es heißt ja immer, dass Penisse unterschiedlich groß sind, aber ich werde wirklich seit meiner Pubertät gemobbt und frage mich, wie ich überhaupt noch zu Selbstwertgefühl kommen soll.
In der Schule hatte ich von 15 Jungen den kleinsten, was ich auch selbst in der Gemeinschaftsdusche gesehen habe und bekam fiese Sprüche von den anderen. Und das hört bis heute nicht auf. Vor zwei Monaten war es wieder besonders extrem, ich habe eine Frau kennengelernt, nachdem wir dann das erste Mal rummachen wollten und ich mich ausgezogen hab, hat sie gleich gesagt, sie hat einen Hengst erwartet und nicht einen Minipi... Jedenfalls ist er sofort schlaff geworden.
Ich muss dazu sagen, man sieht immer nur noch ein Teil meiner Eichel, wenn er nicht erigiert ist, was mir mega peinlich ist. Sie hat nur gelacht und ist gegangen.
Bitte nicht falsch verstehen, natürlich habe ich mittlerweile kein Problem damit, vor einer Frau zu sagen, dass ich einen kleinen Penis habe, aber wenn ich ausgelacht werde, dann macht mir das echt Probleme. Mitunter sind die Probleme sehr krass, ich weiß ja, dass hier auch Frauen mitlesen und hoffe, dass sie es nicht total lächerlich finden was ich jetzt sage, aber es ist so, dass ich es mir regelmäßig selbst mache und auch da gab es schon Momente, dass ich an die Sprüche dachte und dann einfach nicht mehr masturbieren konnte, wo ich mich echt mies gefühlt habe. Obwohl ich kein kleiner Junge bin und es blöd ist, macht mich das echt traurig, wenn es wegen Kopfkino nicht funktioniert, manchmal glaub ich selbst, dass es an meinem Glied liegt. Die Kommentare, dass es auch andere kleine Penisse gibt, helfen mir irgendwie nicht. Da ich jetzt schon öfter Sprüche bekommen habe und ich total unsicher bin, weiß ich garnicht, was ich machen soll? Gerade einige Sprüche haben mich echt getroffen und jetzt fress ich das in mich rein. Gibt’s nicht wirklich speziell für solche Probleme eine Gesprächsgruppe?
Unsere Antwort
Du hast ein paar wirklich unschöne Erfahrungen gemacht. Ich kann gut verstehen, dass dich das auch heute noch beschäftigt.
Niemand sollte wegen seines Körpers ausgelacht oder herabgesetzt werden. Wenn andere über deinen Penis lachen, sagt das mehr über sie aus als über dich. Oft werten Menschen andere ab, weil sie sich selbst aufwerten wollen. Das macht die Sprüche nicht weniger verletzend. Aber es heisst nicht, dass mit dir oder deinem Penis etwas falsch ist. Du bist völlig okay so, wie du bist. Vielleicht interessiert dich dazu dieser Text.
Dein Penis liegt vollkommen im normalen Bereich. Eine Erektionslänge von etwa 9,5 cm ist nur leicht unter dem Durchschnitt. Die Vorstellung, dass „gross“ automatisch „besser“ bedeutet, ist schlicht falsch – ein Mythos, den sehr viele Männer verinnerlicht haben, weil er in Pornos und in Männlichkeitsklischees immer wieder vermittelt wird. Lies dazu bitte auch diesen Text.
Du hast dich schon früh mit anderen Jungen verglichen. Das ist verständlich. Schwierig wird es aber, wenn du dabei immer durch die «Besser-Schlechter-Brille» schaust. Dann wird aus «mein Penis ist anders» schnell «mein Penis ist schlechter». Versuch stattdessen, immer wieder neutraler hinzuschauen: Penisse sehen unterschiedlich aus und sind unterschiedlich gross. Mehr dazu in diesem Text.
Dass dein Penis in der Situation mit der Frau schlaff geworden ist, ist sehr verständlich. Was sie gesagt hat, war verletzend und nicht erregend. Wenn du beschämt wirst, reagiert dein Körper darauf. Auch bei der Selbstbefriedigung ist es logisch, dass die Erregung weggehen kann, wenn dir plötzlich solche Sprüche in den Kopf kommen.
Wenn dir bei der Selbstbefriedigung solche Sprüche in den Kopf kommen, musst du dich nicht dafür verurteilen. Du kannst kurz innehalten und merken: «Ah, da ist wieder diese Erinnerung.» Dann kannst du versuchen, wieder mehr in deinen Körper zu kommen. Spür zum Beispiel deine Atmung, deine Hand, deinen Penis und das, was sich angenehm anfühlt. So übst du, dass nicht die alten Sprüche bestimmen, sondern dass du wieder mehr bei deinem eigenen Erleben bist.
Bei der Selbstbefriedigung kannst du ausserdem üben, deinen Penis nicht nur zu bewerten, sondern ihn genauer zu spüren. Wie fühlt er sich an? Was ist angenehm? Was macht Lust? Je besser du deinen Penis wahrnimmst, desto mehr kann er wieder zu einem lustvollen Teil von dir werden und weniger zu etwas, das du von aussen bewertest.
Und du kannst auch daran arbeiten, dich als Mann und als sexuelle Person sicherer zu fühlen. Dabei können dir unsere Texte «Tipps, wie sich der Penis grösser anfühlt» und «Wie werde ich beim Daten selbstsicherer?» helfen.
Du siehst, deine Frage ist nicht lächerlich. Wir bekommen bei Lilli oft Fragen von Männern, die wegen ihrer Penisgrösse sehr verunsichert sind. Du bist damit nicht allein. Und hin und wieder schreiben uns auch Frauen, die diese Fragen mitgelesen haben. Vielleicht möchtest du ihre Gedanken auch lesen. Du findest sie, wenn du die Nummern 36452 oder 40297 in die Suche eingibst.
Ob es eine spezielle Gesprächsgruppe genau zu diesem Thema gibt, ist mir nicht bekannt. Du könntest aber nach einer Männerberatung, einer Sexualberatung oder einer psychologischen Beratungsstelle in deiner Nähe suchen. Dort kannst du über diese Erfahrungen sprechen. Das kann sehr entlastend sein, besonders wenn du die Sprüche schon so lange in dich hineinfrisst.
Du kannst uns auch gern wieder schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41590 von 24.08.2026
Meine Frau möchte nicht mehr
Soll ich mich selbst befriedigen oder besser eine nutte
Unsere Antwort
Es ist auf jeden Fall eine gute Idee, wenn du Selbstbefriedigung machst. Du kannst dann selbst für deine sexuelle Befriedigung sorgen. Du bist nicht von einer anderen Person abhängig.
Man kann auf unterschiedliche Weise Selbstbefriedigung machen. Je nachdem ist es mehr oder weniger genussvoll. Dazu empfehle ich dir unsere Tipps zur Selbstbefriedigung.
Sex mit sich selbst und Sex mit der Partnerin ist aber natürlich nicht das gleiche.
Du schreibst, deine Frau möchte nicht mehr. Was möchte sie nicht mehr? Ich bin Sexualtherapeutin. Ich frage immer genau nach. Vielleicht hat sie auf etwas ganz bestimmtes keine Lust mehr. Zum Beispiel hat sie vielleicht keine Lust mehr auf Geschlechtsverkehr. Dann könntest du sie nachfragen, warum. Es kann sein, dass es ihr wehtut. Oder dass ihr bestimmte Stellungen unangenehm sind. Oder dass sie sich eigentlich etwas anderes wünschen würde.
Ich empfehle dir, dass du mit deiner Frau etwas genauer darüber redest, was sie nicht mehr möchte. Denn vielleicht stellt sich ja heraus, dass Sex möglich wäre für sie, wenn ihr irgend etwas anders macht.
Wenn sie wirklich überhaupt keine sexuellen Handlungen mehr mit dir machen möchte, kannst du kannst du sie fragen, ob sie einen Vorschlag hat, wie du trotzdem Sex haben kannst. Vielleicht findet sie es okay, wenn du mit anderen Frauen Sex hast. Hier ist es sehr wichtig, dass du dich vor sexuell übertragbaren Infektionen schützt und dafür sorgst, dass sie nicht schwanger wird. Bitte lies dazu diesen Text. und diesen Text.
Du kannst ihr auch vorschlagen, dass du zu einer Sexarbeiterin gehst. Vielleicht ist sie einverstanden damit. Dann ist es wichtig, dass du die Sexarbeiterin sehr sorgfältig wählst. Bitte lies dazu diesen Text.
Schau doch mal, ob du so weiterkommst. Vielleicht interessieren dich unsere Tipps zum Reden über Sex. Falls du mit deiner Frau nicht weiter kommst, schreib uns einfach wieder.
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Frage Nr. 41589 von 26.07.2026
Ich nehme die Evaluna30 im Langzeitzyklus seit einigen Jahren, ohne Pause. Ich bin mir oft ziemlich unsicher, ob die Pille wirkt und sortiere häufiger eine Pille aus, wenn die Oberfläche nicht ganz glatt ist. Manchmal nehme ich sie aus Sorge auch doppelt.
Heute war ich mir leider im Nachhinein unsicher, ob ich sie überhaupt genommen habe. Was wäre, wenn ich sie tatsächlich vergessen hätte? Ist der Schutz bei einer einzelnen vergessenen Pille trotzdem da? Nachgenommen habe ich sie nicht, weil ich endlich wieder nur eine pro Tag nehmen möchte.
Unsere Antwort
Du kannst dich auf die Wirkung der Pille verlassen. Denn sie ist bei richtiger Anwendung ein sehr sicheres Verhütungsmittel. Du brauchst eine Pille nicht auszusortieren, nur weil ihre Oberfläche nicht ganz glatt aussieht. Und du brauchst sie auch nicht doppelt zu nehmen.
Du nimmst die Pille im Langzyklus. Solltest du die Pille an dem Tag wirklich vergessen haben, gilt: Hast du vorher mindestens 7 Tage lang die Pille korrekt eingenommen und gehst du in den nächsten 7 Tagen nicht in die Pillenpause? Dann bist du weiterhin geschützt. Mehr dazu im Text Antibabypille vergessen einzunehmen – was jetzt?.
Wichtig ist jetzt, dass du weiter jeden Tag eine Pille nimmst. Wenn du unsicher bist, ob du sie genommen hast, kann dir zum Beispiel eine Pillen-App helfen. Du kannst die Pille auch immer direkt aus dem Blister nehmen und danach ein Foto vom Blister machen. Oder du schreibst dir die Einnahme jeden Tag sofort auf.
Falls du dir weiterhin so viele Sorgen um die Wirkung der Pille machst, empfehlen wir dir, dich an eine Beratungsstelle zur sexuellen Gesundheit zu wenden. Dort kann man mit dir ausführlich über deine Sorgen sprechen. Und man kann mit dir auch besprechen, ob allenfalls ein anderes Verhütungsmittel für dich besser geeignet ist. Ausserdem empfehlen wir dir diesen Text zur Schwangerschaftsangst. Dort findest du Tipps, was du dagegen tun kannst.
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Frage Nr. 41588 von 26.07.2026
Meine Freundin möchte dass ich (m) sie fingere. Ich möchte sie nackt dort nicht gerne anfassen. Es stört auch ein wenig die Mood, wenn ich danach kurz zum Hände waschen ins Bad muss, bevor wir zum Sex übergehen. Geht zwar schnell, aber ist halt eine kleine Pause.
Ist es in Ordnung wenn ich sie bitte, die Unterwäsche anzulassen und ich sie etwas streichle oder ist das kein Fingern mehr? Ganz wohl fühle ich mich nicht, weil wenn sie feucht wird, feuchtet das wahrscheinlich etwas durch den Stoff oder? Die Hände waschen muss ich dann trotzdem, aber ich verstehe den Sinn von Fingern oder Handjob nicht. Ok, fremde Hand am Geschlecht ist aufregend, aber sie muss mir wie ein Navi sagen, wo ich mit den Fingern hin "fahren" muss, weil ich nicht fühlen kann, wo es gut für sie ist. Ist es normal, dass Frauen von Männer gefingert werden wollen?
Unsere Antwort
Es ist normal, wenn eine Frau von einem Mann gefingert werden möchte. Es ist genauso normal, wenn sie das nicht möchte. Entscheidend ist ja, dass es deine Freundin von dir möchte. Ihr scheint das etwas zu geben. Wenn sie feucht wird, merkst du auch, dass sie das sexuell erregt. Du machst also sicher etwas richtig.
Du schreibst dazu aber etwas entscheidendes: Sie muss dir wie ein Navi sagen, wo du mit den Fingern hinfahren sollst, weil du nicht fühlen kannst, wo es für sie gut ist. Beim Fingern wäre es gut, wenn es für beide interessant, angenehm und/oder erregend ist. Für dich ist es das offenbar nicht. Du berührst ihr Geschlecht nur für sie. Da verstehe ich, dass du das nicht möchtest.
Du selbst entscheidest, ob du deine Freundin mit oder ohne Unterhose fingern möchtest oder gar nicht. Möglicherweise gibt es Alternativen für deine Freundin. Hast du das mit ihr schon mal besprochen? Sie könnte sich zum Beispiel selbst fingern und du dich selbst, und ihr könntet das gemeinsam tun.
Wenn es keine Feuchtigkeit gäbe, würdest du deine Freundin dann eigentlich gern fingern? Berührst du ihr Geschlecht grundsätzlich nicht gern, oder wäre das gar kein Problem, wenn es trocken wäre? Wenn es wirklich einfach die Flüssigkeit ist: Ich sehe kein Problem darin, dass du die Hände nachher wäscht. Du kannst deiner Freundin sagen, dass das für dich so angenehmer ist und du einfach nicht so auf Geschlechtsflüssigkeit an den Fingern stehst. Möglicherweise reicht schon ein feuchtes Tuch am Bett, wo du deine Finger nachher abwischen kannst. Es gäbe auch die Möglichkeit, dass du dir Latex-Handschuhe anziehst.
Du schreibst auch so, als hättest du etwas Stress, weil du nicht weisst, welche Berührungen für sie gut sind. Ich habe weiter oben geschrieben, dass du idealerweise auch Spass dran hast. Hierbei hilft, wenn du das weibliche Geschlecht, also ihre Vulva und ihre Vagina, erregend findest. Das tust du jetzt möglicherweise nicht. Vielleicht bist du aber neugierig und wüsstest gern mehr über das weibliche Geschlecht? Dann wäre es gut, wenn du es dir genauer anschauen und mit dem Finger erkunden könntest. Schön wäre es auch, wenn ihr euch zusammen ihr Geschlecht anschauen könntet und sie dir etwas darüber erzählen könnte. Dadurch wird es vertrauter für dich.
Dinge, die wir öfter machen, werden uns vertrauter. Orte, die wir öfter sehen und berühren, werden uns vertrauter. Und dann ist es oft so, dass wir sie nicht mehr abstossend oder unangenehm finden, sondern sie werden normal oder sogar angenehm und erregend. Angenommen, du wärest grundsätzlich eigentlich interessiert an ihrem Geschlecht und einfach durch die Flüssigkeit davon abgehalten, es zu entdecken und zu erforschen. Dann würde ich wirklich schauen, eine Variante (Waschbecken oder feuchtes Tuch) zu finden, wo du es erforschen kannst und dich trotzdem nachher wohl fühlst. Vielleicht wird das mit der Zeit immer weniger wichtig mit dem Abwaschen, weil du dich mit der Geschlechtsflüssigkeit vertraut machst. Ich möchte dir dazu auch unsere Tipps zum Petting empfehlen.
Aus meiner Sicht ist jede Variante okay, von "Geschlecht gar nicht anfassen" bis hin zu "sich mit dem Geschlechtsgeruch vertraut machen". Ich denke, es wäre aber schon wichtig, dass du mit deiner Freundin offen darüber redest, falls du das nicht eh schon tust. Denn nur so könnt ihr deine und ihre Bedürfnisse wirklich ernst nehmen.
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Frage Nr. 41587 von 26.07.2026
Hallo Lilli,
Ich wollte mal fragen, kann man eure Übungen zu oft machen? Also kann es sein, dass das Gehirn manchmal auch ein/zwei Tage Pause braucht, um gelerntes zu verarbeiten oder kann ich am Tag so oft üben wie ich will, ohne dass es kontraproduktiv ist?
Zu den Übungen: ich möchte beim sex öfter kommen können und auch öfter für mich selbst Lust empfinden. Dafür will ich lernen auf neue Arten zum Orgasmus zu kommen. Gerade ist es für mich sowohl allein als auch beim sex schwierig zu kommen.
Die Stimulation (kreisende Bewegungen auf meiner klit) fühlen sich fast die ganze Zeit nichtssagend und langweilig an und es wird für mich immer erst kurz vor dem Orgasmus lustvoll. Und das sind dann insgesamt wirklich so 3 sek vor dem Orgasmus und dann nochmal der Orgasmus auch 3 sek ca. Davor ist es anstrengend und wenn ich alleine bin auch langweilig. Dadurch dass ich die Erregung erst kurz vor dem Orgasmus spüre und er dann auch direkt kommt, wenn ich nicht sofort unterbreche, fällt es mir schwer, die Übungen zu machen. Wie genau würdet ihr mir das üben denn empfehlen?
LG, dankbarer Leser (w)
Unsere Antwort
Ich würde dir empfehlen, die Übungen vorerst mal ohne sexuellen Kontext beziehungsweise ohne sexuelle Erregung zu machen, und sie erst später in dein Selbstbefriedigungs-Ritual einzubauen.
So wie du es beschreibst, hast du dir einen «mechanischen» Erregungsmodus - wie wir ihn in der Sexocorporel-Therapie nennen - angeeignet. Dieser funktioniert gut, um in relativ kurzer Zeit zu einem Orgasmus zu kommen. Er ist aber etwas weniger geeignet, auch während der sexuellen Aufbauphase eine genussvolle Erregung zu erleben, die nachhaltig befriedigend wirkt. Das hast du ja selbst schon gut beschrieben, dass du nur die 3 Sekunden vor und während dem Orgasmus als wirklich erregend und spannend erlebst.
Es gibt andere Erregungsmodi, also andere Arten, deine Erregung wahrzunehmen und zu steigern, die zum Beispiel schon in der Aufbauphase erregender und genussvoller sind, und die zu einem Orgasmus führen können, der als intensiver, nachhaltiger und befriedigender erlebt wird und bei dem auch intensiveres emotionales Erleben möglich wird.
Genauso wie du dir deinen jetzigen (mechanischen) Erregungsmodus angeeignet hast, kannst du auch andere Erregungsmodi erlernen, wie zum Beispiel den wellenförmigen Erregungsmodus, welcher dir andere und erweiterte Erlebensmöglichkeiten bieten.
Aktuell nutzt du zur Erregungssteigerung das Reiben an deiner Klitoris auf eine mechanische Art (deshalb nennen wir ihn im Sexocorporel-Konzept den «mechanischen» Erregungsmodus). Das heisst, dass du deine Klitoris (w) oder Penis (m) mit wiederholten, gleichartigen Bewegungen stimulierst. Wahrscheinlich hältst du deinen Körper ruhig und spannst Teile von ihm an, zum Beispiel die Beckenbodenmuskeln, Bauch, Po und/oder Beine, um die Erregung zu steigern. Deine Atmung ist wahrscheinlich relativ schnell und oberflächlich, insbesondere zum Orgasmus hin.
Beim «wellenförmigen» Erregungsmodus ist der Körper während der sexuellen Erregung in Bewegung (statt angespannt unbewegt), und zwar in Form der doppelten Schaukel, das heisst das Becken schaukelt vor und zurück und der Oberkörper bewegt sich ebenfalls fliessend öffnend und schliessend. Der Beckenboden wird bewusst wahrgenommen und mit ihm gespielt, in dem er wechselnd leicht angespannt und dann wieder losgelassen wird. Und der Atem fliesst bis tief in den Bauch - das hilft das genussvolle Empfinden im Beckenraum zu verstärken.
Ich empfehle dir, die verschiedenen Aspekte zuerst einzeln zu üben, ohne sexuelle Erregung. Also Bewegung in den Körper bringen mit der Beckenschaukel. Dann die Bauchatmung zu üben. Und das Spiel mit den Beckenbodenmuskeln. Diese Übungen kann man eigentlich nicht zu oft machen.
Das Stimulieren an der Klitoris, also Üben in sexueller Erregung im mechanischen Erregungsmodus, das kann schon zu viel werden, wenn es zu häufig gemacht wird. Das kann zu einer Überstimulation führen, und der Körper geht dann in einen Abwehrmodus, gibt also klare Zeichen, dass er nicht noch weiter stimuliert werden möchte. Es gilt also unbedingt, auf deine Körperzeichen zu achten und mit ihnen zu kooperieren.
Übe also zuerst die körperlichen Fähigkeiten "Bewegung", "Bauchatmung" und "Spiel mit dem Beckenboden" einzeln und ausserhalb von sexueller Erregung. Dann kannst du beginnen, sie miteinander zu kombinieren. Also zum Beispiel im Liegen in den Bauch einatmen und das Becken nach hinten schwingen, dann Ausatmen und das Becken nach vorne bringen. Wenn auch das gut geht, kannst du noch den Beckenboden anspannen beim Ausatmen und ihn locker lassen beim Einatmen. Wiederhole das regelmässig, bis dein Körper damit vertraut ist.
Dann kannst du beginnen, bei der Selbstbefriedigung zwischendurch mal einzelne Elemente einfliessen zu lassen, zum Beispiel die Beckenschaukel, oder ein tiefer Bauchatemzug. Bleibe vorerst nah an deinem bisherigen Erregungsmodus und streue nur einzelne Elemente des wellenförmigen Erregungsmodus ein, also zum Beispiel 90% machst du Selbstbefriedigung wie gewohnt, und 10% bringst du etwas vom neu Erlernten ein. So kannst du dir graduell deinen Erregungsmodus erweitern. Dein Körper braucht aber Zeit für die neuen Muster. Denn wenn du zu schnell alles probierst anders zu machen, wirst du vorübergehend aus der sexuellen Erregung rausfallen oder nicht mehr einfach zum Orgasmus kommen können, und das frustriert natürlich.
Mach es also in kleinen Schritten und wiederhole sie oft. Dies führt zum Erfolg.
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Frage Nr. 41586 von 26.07.2026
Woran erkenne ich ob mein Vater zu streng ist und mir schadet?
Unsere Antwort
Wir haben zu diesem Thema bei Lilli ein paar Texte geschrieben. Der Text Womit tun mir meine Eltern nicht gut? hilft dir zum Beispiel besser einzuordnen, welche Verhaltensweisen nicht okay sind. Und vielleicht interessiert dich auch der Text Krach mit den Eltern in der Pubertät.
Du kannst uns auch gerne wieder schreiben und dabei deine Situation etwas genauer schildern. Dann können wir dir gezielter weiterhelfen. Das Fragefenster macht momentan Sommerferien. Ab dem 24.08. kannst du uns aber wieder schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 41585 von 26.07.2026
Ich bin 21 Jahre alt. Mein Hodensack ist sehr lang. Von den Hoden bis zu Penis ist viel Haut. Meine Hoden hängen sehr weit unten und baumeln zwischen meinen Beinen. Manchmal stört es und manchmal erregt es mich auch. Ist das normal? Ich hatte auch schon Sex mit Männern und bei den meisten sind die Hoden viel näher am Körper. Woher kommt das, dass sie bei mir so tief hängen?
Unsere Antwort
Es ist normal wenn die Hoden weit nach unten hängen, genauso normal, wie wenn die Hoden näher am Körper im Hodensack liegen. Die Position kann sich sogar je nach Temperatur wegen eines Muskels im Hodensack verändern. Jeder Mann hat einen anderen Hodensack. Es gibt die verschiedensten Varianten: hängend, eng am Körper anliegend, kleiner, grösser, rot, eher bräunlich.
Was stört dich an deinem Hodensack? Wann stört es dich? Form und Aussehen sind erblich bedingt. Mehr dazu findest du auch im Infotext Der Hodensack. Häufig ist der Hodensack für Männer eine erogene Zone, dann sind Berührungen erregend, das ist ebenfalls normal und hoffentlich auch angenehm und schön. Mehr zum Vergleichen der Genitalien mit anderen und einem gesunden Umgang damit findest du übrigens auch im Infotext Penisgrösse: Soll ich mich mit anderen vergleichen?.
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Frage Nr. 41584 von 26.07.2026
Ich bin männlich 19 Jahre. Ich war letztens das erste Mal am FKK Strand, weil es mich so erregt so viele nackte Menschen zu sehen und auch weil es mich erregt, mich selber nackt zu zeigen. Ich möchte wieder da hingehen. Ist es ok an den FKK Strand zu gehen,weil es einen erregt?
Unsere Antwort
Nein, das ist nicht ok. Menschen, die der Freikörperkultur anhängen, suchen keine sexuellen Begegnungen. Nacktheit bedeutet für sie ein Zustand der Freiheit und der Natürlichkeit. Sie möchten das gern in einer Gemeinschaft leben, die die gleichen Werte hat, wie sie. Darum sind FKK-Gebiete deutlich gekennzeichnet und oft auch eingezäunt. Menschen, die mit dem Ziel der sexuellen Erregung diese Bereiche aufsuchen, stören dort erheblich. Wenn du dabei erwischt wirst, wie du dich selbst erregst, die selbst befriedigst oder die erregt zeigst, machst du dich strafbar.
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