Frage Nr. 40971 von 15.03.2026
Bin mir nicht sicher wie ich mich unten rum waschen soll. Wasche beim Duschen mein Po mit Duschgel und die Haare der Vulva mit der Handbrause.
Mit der Handbrause zwischen die Beine zu gehen da kommt doch trotzdem Wasser in die Vagina rein oder? Irgewie lässt es sich dann nicht vermeiden?
Braucht man Duschgel dazu oder geht auch nur Wasser?
Finde aber mein Po riecht dann noch.
+++
Mit Duschgel/Seife auch dieHaare der Vulva...
Unsere Antwort
Um deine Vulva zu waschen, genügen Wasser und deine Hand. Es reicht, deine Vulva einmal täglich zu waschen. Wenn du möchtest, gibt es auch spezielle Intim-Waschlotionen. Dabei solltest du darauf achten, dass der Säuregehalt stimmt: Auf der Packung sollte pH 4 - 4.5 stehen.
Es kann passieren, dass beim Waschen deines Geschlechts etwas Wasser in deine Vagina gelangt. Das ist kein Problem, denn das Wasser läuft dann einfach wieder heraus. Wichtig ist, dass du deine Vagina nicht gezielt mit Wasser oder Scheidenspülungen wäschst. Denn das stört den Säuregehalt deiner Vagina. Und es ist auch nicht notwendig deine Vagina zu waschen, denn sie reinigt sich selbst. Wenn es dich stört, wenn mit der Handbrause etwas Wasser in deine Vagina gelangt, kannst du das Wasser auch einfach von oben über deine Vulva laufen lassen und diese dann mit deiner Hand waschen. Lies bitte auch diesen Text zum Thema Intimpflege.
Deinen After duschst du am besten gleich nach dem Stuhlgang und reinigst ihn mit einer rückfettenden Waschlotion. Du bekommst sie in Drogerien und Apotheken. Mehr Infos dazu findest du in diesem Text.
Diese Antwort gilt auch für Frage 40972.
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Frage Nr. 40968 von 15.03.2026
Hi
Ich glaube ich habe einen kleinen Abszess am inneren Oberschenkel ganz oben im Bereich wo auch Schamhaare wachsen. Ich weiss nicht, ob es durch Rasieren und/oder ein eingewachsenens Haar ist. Er ist 0.5-1cm grosser Knubbel und hat Eiter drin. Ich hab ihn auch schon einige Male ausgedrückt, aber er füllt sich immer wieder. Ich hab den jetzt so 3 Wochen. Hab auch versucht Zugsalbe draufzutun, aber in dem Bereich ist mit Pflaster auch schwierig (hält nicht).
Jetzt weiss ich nicht: Kann das auch von selbst heilen? Wenn ich zur Ärztin muss, geht das bei der Hausärztin? Ich habe keine Gynäkologin. (w,28)
Unsere Antwort
Ich würde mal probieren, den Knubbel komplett in Ruhe zu lassen für mindestens 2-3 Wochen und dann schauen, wie es aussieht. Meist entzündet sich das ganze durch dran rumdrücken immer wieder von neuem.
Wenn es auch dann nicht abheilt, kannst du es entweder deiner Hausärztin oder einer Gynäkologin zeigen gehen.
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Frage Nr. 40955 von 12.03.2026
Ist es schlimm wenn man 2 Monate nach Geburt wieder schwanger ist?
Unsere Antwort
Nein, es kommt durchaus vor, dass 2 Monate nach der Geburt wieder eine Schwangerschaft eintritt. Oft stellt sich nach ungefähr 6 Wochen wieder einen Zyklus ein, womit eine Schwangerschaft mögich wird.
War die erste Schwangerschaft komplikationslos, sollte dies kein Problem für die neue Schwangerschaft darstellen. Um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist, empfehle ich einen Termin bei der Gynäkologin oder einem Gynäkologen.
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Frage Nr. 40953 von 11.03.2026
Guten Tag ich bin 13 und ich hatte bisher noch nie meine Periode aber ich habe im Moment öfter Ausfluss und ich habe bisher nie was genommen dafür aber gestern und heute habe ich aus dem Schrank von meiner Mama eine Binde genommen und bei mir in die Unterhose gemacht und ich habe ein paar Fragen dazu also meine erste Frage ist ob das normal ist das man das spürt also beim laufen undso weil ich habe immer gemerkt das da halt was in der Unterhose ist aber das tat nicht weh oder so.
Und ich frage mich ob das ist weil ich eher klein bin also muss ich dafür eine bestimmte Größe haben das das gut funktioniert?
Und meine letzte Frage ist ich habe immer so normale Unterhosen an also so Schlüpfen und ein Mädchen hat mal zu mir gesagt das sind Kinderunterhosen und sollte ich andere tragen damit diese Binden besser passen?
Unsere Antwort
Ja, es ist ganz normal, dass du die Binde beim Laufen etwas spürst. Das liegt daran, dass da etwas in deiner Unterhose ist, an das du einfach noch nicht gewöhnt bist. Mit etwas Zeit und Gewöhnung nimmst du die Binde immer weniger wahr. Solange es nicht weh tut oder scheuert, ist das völlig in Ordnung. Wenn dich das Gefühl trotzdem stört, kannst du ausprobieren, stattdessen Slipeinlagen zu verweden. Die sind etwas kleiner und dünner und für Ausfluss völlig ausreichend.
Binden sind für verschiedene Körpergrössen und verschiedene Formen von Unterhosen gemacht. Du kannst sie mit der Unterwäsche verwenden, die du auch sonst trägst. Trotzdem gibt es auch verschiedene Grössen und Formen von Binden. Zum Beispiel gibt es Binden, die etwas länger sind, um auch in der Nacht, wenn man liegt, das Blut aufzufangen. Andere Binden haben Flügel, die man um die Unterhose herumkleben kann. Du kannst einfach mal ausprobieren, welche Art von Binde sich für dich am angenehmsten anfühlt.
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Frage Nr. 40944 von 09.03.2026
Ich laufe immer aus wenn ich meine Periode habe. Mehr Tipps biteeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee!
Unsere Antwort
Um dir besser helfen zu können, brauche ich mehr Infos. Welche Periodenprodukte benutzt du denn bisher? Und woran liegt es, dass etwas Blut ausläuft? Was passiert dann genau? Du kannst uns gerne noch einmal schreiben und die Situation etwas genauer beschreiben. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an.
In der Zwischenzeit lies bitte auch diesen Text. Dort erfährst du, welche Periodenprodukte es gibt und wie sie angewendet werden. Ausserdem könnte es dir helfen Menstruationsunterwäsche zu verwenden. Wenn dann mal etwas ausläuft, wird es von der Unterwäsche aufgefangen.
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Frage Nr. 40940 von 08.03.2026
Kann eine Frau auch im Intimbereich einen Busch haben?
Unsere Antwort
Ja, Frauen haben Haare im Intimbereich. Das ist völlig normal. Wie stark die Behaarung ist, unterscheidet sich von Person zu Person. Viele Frauen lassen diese Haare einfach so, wie sie sind, oder kürzen sie höchstens etwas. Andere rasieren oder entfernen sie ganz. Wie jemand damit umgeht, ist eine persönliche Entscheidung.
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Frage Nr. 40928 von 05.03.2026
Hallo, vor 2 Wochen hatte ich, weibliche und 57 Jahre alt, eine Senkungs-op mit Plastik vorne und hinten. Nun soll ich eine Östrogenisierung mit Tabletten in der Scheide machen. Aber: ich selbst finde gar keinen Eingang mehr. Mein gyn sagt, es sieht alles sehr gut aus. Nur ich selbst kann nicht mal die Tablette einlegen, denn ich weiß nicht wo. Wie soll ich da jetzt wieder Sex haben, wenn ich selbst schon keinen Eingang finde..... Bin leicht verzweifelt. Liebe Grüße
Unsere Antwort
Bespreche dich auf jeden Fall nochmals mit deinem Frauenarzt und lass dir mit einem Spiegel zeigen, was wo ist und wie du deinen Scheideneingang findest. Sprich auch deine Verunsicherung an und deine Bedenken wegen der Sexualität. Vielleicht ist jetzt so kurz nach der Operation alles noch ein wenig geschwollen und muss noch gut abheilen. Aber lass dich auf jeden Fall in deiner Verunsicherung gut betreuen und aufklären.
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Frage Nr. 40921 von 05.03.2026
Ich suche eine Menstruationsberatung in [...]
Unsere Antwort
Wir haben deine Frage anonymisiert. Um zu sehen, welche Angebote es in deiner Umgebung gibt, gib einfach mal Menstruationsberatung und deinen Wohnort bei Google ein. Falls du bestimmte Fragen hast, findest du vielleicht auch in unseren Kapiteln Der Menstruationszyklus oder Menstruationsblutung und Entzugsblutung Antworten.
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Frage Nr. 40915 von 03.03.2026
Erzähl mir über Dezidualabguss. Kommt wann vor? Häufigkeit
Unsere Antwort
Unter Dezidualabguss versteht man einen Abgang von einem grossen Stück Gebärmutterschleimhaut, also der Innenauskleidung der Gebärmutter. Dabei wird die Gebärmutterschleimhaut nicht wie bei der normalen Menstruationsblutung nach und nach ausgestossen, sondern die ganze Gebärmutterschleimhaut wird plötzlich aufs Mal als zusammenhängendes Stück ausgestossen, was ziemlich schmerzhaft sein kann.
Es kommt sehr selten vor. Es sollte in solchen Fällen von einer Fachperson eine Eileiterschwangerschaft ausgeschlossen werden, da ein Dezidualabguss aufgrund einer Eileiterschwangerschaft auftreten kann.
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Frage Nr. 40901 von 27.02.2026
Hallo, das ist eine tolle Seite.
Ich bin 66 Jahre alt und habe seit einigen Jahren Vestibulitis am Scheideneingang. Ich habe die bei euch über Muskelentspannung gelesen und würde gerne wissen, ob ihr noch weitere Tipps habt, aus dem Bereich Öle oder Cremes zur Selbstbehandlung der Vestibulitis.
Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung.
Unsere Antwort
Als Frauenärztin empfehle ich meinen Patientinnen mit Vestibulitis und bei chronischen Beschwerden im Genitalbereich eine gute Grundpflege der Vulva mit etwas Fettendem. Insbesondere hochwertige Öle können die Vulvahaut gut nähren und pflegen, so dass sie belastbarer wird. Intimpflegeöle wie Granatapfelöl, Lavendel- oder Rosenöl werden idealerweise täglich auf die Vulva aufgetragen. Nach der Menopause können Oestrogenhaltige Gels oder Cremen ebenfalls sehr hilfreich sein wie Gynoflor, Blissel, Ovestin oder Oestro-Gynaedron.
Die Vestibulitis ist eine entzündliche Reaktion der Vulva-Haut. Diese kann manchmal auch Ausdruck einer Autoimmunreaktion sein, die im Darm beginnt mit Unverträglichkeiten auf gewisse Nahrungsmittel. Diese Nahrungsmittel können das Darm-Immunsystem triggern, welches Antikörper bildet, die eine entzündliche Reaktion in der Vulvahaut auslösen können. Besonders häufig sind Reaktionen auf Glutenhaltige Nahrungsmittel, manchmal auch auf Milchprodukte, Eier oder Soja.
Ich schlage deshalb meinen Patientinnen mit Vestibulitis eine sogenannte Eliminationsdiät vor. So können sie testen, ob sie auf bestimmte Nahrungsmittel reagieren. Man lässt dabei für 3 Wochen diese Nahrungsmittel ganz weg und schaut, ob sich die Symptome der Vestibulitis bessern. Falls ja, kann man die weggelassenen Nahrungsmittel einzeln wieder einführen. Man isst dann zum Beispiel für 2 bis 3 Tage besonders viel Glutenhaltige Nahrungsmittel und schaut, ob der Körper darauf reagiert. Falls ja, lässt man es wieder weg für einige Monate und macht währenddessen einen Darmaufbau. Falls der Körper nicht reagiert, kann man Gluten wieder essen und testet dann das nächste weggelassene Nahrungsmittel und so weiter. Falls du daran interessiert bist, suchst du dir am besten eine ÄrztIn/TherapeutIn, die in Fuktioneller Medizin ausgebildet ist.
Ich hoffe, dass dir diese Tipps weiterhelfen, um eine Besserung der Vestibulitis zu erreichen. Es ist in vielen Fällen möglich!
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Frage Nr. 40893 von 25.02.2026
Ich bin 14 1/2 und habe meine Periode mit 13 bekommen. In letzter Zeit sind meine Brüste ziemlich gewachsen. Ich habe noch nie Selbstbefriedigung gemacht und hatte auch noch keinen Sex. Seit ca. 2 Wochen wache ich morgens auf und meine Scheide und mein Slip fühlen sich feucht an. Es ist aber kein Pipi. Gestern hatte ich das auch schon abends vor dem einschlafen. Heisst das, dass ich erregt bin oder ist das Ausfluss? Wenn es Erregung ist, sollte ich mit Selbstbefriedigung anfangen?
Unsere Antwort
Das gibt es immer mal wieder, dass deine Scheide sich feucht anfühlt. Du musst deshalb gar nichts machen.
Wenn du bereits deine Periode hast, kennst du ja schon Ausfluss. Den hattest du in der Zeit vor deiner ersten Blutung und wirst du auch dein Leben lang weiterhin haben. Ausfluss verändert sich im Laufe der Lebensspanne immer wieder.
Viele Frauen kennen das, dass sie manchmal Feuchtigkeit im Slip spüren. Du kannst ausprobieren, wie du damit umgehen möchtest. Manche beachten es kaum und tun nichts weiter, andere möchten Slipeinlagen nutzen. Schau mal, wie du das machen möchtest.
Du fragst, ob du mit Selbstbefriedigung anfangen solltest. Was meinst du mit sollen? Wofür wäre es gut, es zu machen oder es zu lassen?
Deine sexuelle Erregung ist eine Fähigkeit, die du mitbringst und du darfst ihr mit Neugier begegnen. Wenn du mit deiner sexuellen Erregung spielst, kannst du selbst entdecken, wie es sich anfühlt, wenn du von sexueller Erregung feucht bist. Dann weisst du irgendwann eher einzuschätzen, ob bei dir gerade sexuelle Erregung ausgelöst wurde oder du einfach Ausfluss hattest.
Außerdem könnte es spannend sein, zu welchen Zeitpunkten in deinem Zyklus deine Scheide sich eher trocken oder eher feucht anfühlt. Bei manchen Frauen gibt es da Regelmässigkeiten, da sich der Ausfluss im Menstruationszyklus verändert.
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Frage Nr. 40885 von 22.02.2026
Guten Tag, ich stehe vor der Entscheidung, ob eine suprazervikale Hysterektomie durchgeführt werden soll, und seitdem beschäftigt mich die Frage, welche Roll die Gebärmutter an sich bei dem Orgasmusempfinden spielt / spielen kann. Hierzu finde ich kaum Informationen, die meisten beziehen sich auf die Zervix. Diese ist ja über Nervenstränge mit dem Gehirn verbunden (werden Nerven zerstört bei der LASH Methode?), und beim Orgasmus spielt ja wohl auch die Gebärmutter selbst eine Rolle (Kontraktionen) - auch für das Empfinden eventuell? Stichwort uteriner Orgasmus. Meiner Erfahrung nach wird dieser Punkt von Ärzten bei Empfehlung einer Hysterektomie völlig ausgeklammert! Im besten Fall wird auf das Studienergebnis verwiesen, nach dem eine Hysterektomie keine messbaren Auswirkungen auf das Sexualenpfinden hat. Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus!
Unsere Antwort
Bei der LASH Hysterektomie wird die Gebärmutter oberhalb der Cervix laparaskopisch, also minimal invasiv entfernt. Die Zervixinnervation bleibt erhalten. Die Nerven, die zur Gebärmutter gingen, werden entfernt.
Wie und ob das Orgasmusempfinden nach einer LASH-Operation verändert ist, kann unterschiedlich sein.
Die Gebärmutter kontrahiert rhythmisch beim Orgasmus, und diese Kontraktionen sind Teil des orgasmischen Musters. Sie verstärken bei manchen Frauen die Tiefe, die Ausdehnung und die Zentrierung des Orgasmus im Becken. Nach einer Hysterektomie berichten manche Frauen, dass sich ihre Orgasmen etwas weniger tief oder weniger wellenartig anfühlen, dafür eher lokaler (klitoral/vaginal), weniger von innen kommend. Andere bemerken keine Unterschiede.
Es hängt auch ein wenig davon ab, welche Art Orgasmen sie vor der Operation erlebten. Dies hängt auch vom Erregungsmodus ab, mit dem sie gelernt hat, Orgasmen zu haben. Also unter anderem davon, wie die Frau normalerweise die sexuelle Erregung steigert und entlädt. Dies kann sich unterscheiden in Aspekten wie, ob die Frau den Körper beim sexuellen Erregungaufbau bewegt oder eher ruhig hält, ob sie dabei bis in den Bauch atmet und wo und wie stark sie die Beckenbodenmuskeln anspannt und löst. Der Erregungsmodus hat also von vornherein Einfluss auf das Erleben des Orgasmus, und deshalb kann sich eine Entfernung der Gebärmutter auch unterschiedlich auf das Orgasmuserleben auswirken.
Meine klinische Erfahrung als Frauenärztin ist, dass sich das sexuelle Erleben nach zervixerhaltender Hysterektomie bei vielen Frauen nicht ausgeprägt verändert. Es kann aber in gewissen Fällen schon sein, dass es eine gewisse Adaptation und Anpassungsleistung braucht. Da die sexuellen Fähigkeiten aber grundsätzlich das Resultat eines Lernprozesses sind, haben wir jederzeit die Gelegenheit, auch nach Operationen oder anderen Veränderungen nötige weitere sexuelle Lernschritte zu machen, um unsere sexuelle Erlebensfähigkeit weiter zu optimieren.
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Frage Nr. 40865 von 19.02.2026
Ich habe eine sehr kurze Vagina von weniger als 8cm, selbst wenn ich erregt bin.
Ich kann nicht einmal einen Mini-Vibrator für unterwegs komplett einführen.
Lässt sich die Tuefe der Vagina erweitern?
Unsere Antwort
Im Ruhezustand ist die Vagina im Schnitt 7 bis 10 Zentimeter lang. Mit 8 cm scheint deine Vagina also normal lang zu sein. Bei sexueller Erregung dehnt sie sich normalerweise aus. Sie wird dann bis zu 13-15 cm lang und wölbt sich gegen Ende der Vagina im Innern auf, wie eine Domkuppel. Wichtig ist auch, dass die Vaginahinterwand länger ist als die Vaginavorderwand.
Wodurch bist du denn gestört? Wenn es dir wichtig ist, einen Vibrator/Dildo tief einführen zu können, versuch mal, beim Einführen die Richtung mehr nach hinten-unten zu wählen, also mehr Richtung Po, da die Vaginahinterwand länger ist. Die Tiefe der Vagina, lässt sich nicht durch Dehnen oder ähnliches anhaltend erweitern. Aber die sexuelle Erregung führt zu einer recht ausgeprägten vorübergehenden Verlängerung und Erweiterung der Vagina. Das siehst du auf den Bildern in unserem Text über die Vagina.
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Frage Nr. 40863 von 19.02.2026
Eine Antwort zu meiner Nummer 40823
Also ich bleibe immer eigentlich ein bisschen sitzen und mach mich auch sauber und dann wenn ich aufstehe kommt das halt und ich wackel auch meistens so hin und her und wenn ich dann aufstehe und die Unterhose so hochziehe dann kommt das halt und deswegen weiß ich nicht wie ich dann ein Tuch halten soll weißt du was ich meine?
Unsere Antwort
Ich meinte, dass du das Klopapier an die Vulva halten kannst, während du aufstehst und bevor du deine Unterhose wieder hochziehst. So landen die Tröpfchen nicht in deiner Unterhose. Eine weitere Möglichkeit wäre, Slipeinlagen zu verwenden. Die kannst du öfter austauschen, und du hast ein frischeres Gefühl.
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Frage Nr. 40860 von 19.02.2026
Hallo,
stimmt es dass bei Vulvodynie mit Klitoris Schmerz, der aber nicht immer da ist und stark vom Stress also vom Nervensytem abhängt, der Reiz sich über Tage summieren kann im Nervensystem?
Manchmal tut nach einer Reizung nix weh, und Stunden danach oder am nächsten Tag kommt es dann nach. Das ist ja noch verständlich, aber kann sich das auch über mehrere Tage summieren der Reiz, und dann nach zehn Tagen der kumulierte Reiz zum Schmerz führen, wenn man z.B. in den zehn Tagen jeden Tag gestreichelt hat, es tat dabei nicht weh, und nach einer Weile hat es sich so aufsummiert, dass es plötzlich losgeht?
Danke!
Unsere Antwort
Ja, das ist neurophysiologisch durchaus erklärbar, dass sich ein Reiz über Tage summieren kann, bis er – oft kombiniert mit Stress oder innerer Anspannung – eine Schwelle überschreitet und es zum Schmerz kommt. Das kann auch mit einer Verzögerung von Tagen geschehen. Es wirkt dann, wie wenn der Schmerz aus dem nichts kommt, aber es gibt eine «Vorgeschichte».
Bei einer Vulvodynie, vor allem mit klitoraler Beteiligung, ist das Nervensystem nicht geschädigt, sondern übererregbar. Die Nerven reagieren schneller (periphere Sensibilisierung) und das Gehirn verstärkt die Signale (zentrale Sensibilisierung). Das Gehirn kann bei einer Vulvodynie eine Berührung als «Reiz» registrieren und erinnert sich unbewusst daran. Bei täglichem bzw. häufigem Streicheln registriert es «Reiz», «Reiz», «Reiz», und irgendwann wird die individuelle Schwelle überschritten und das Gehirn interpretiert die Berührung nun als «Schmerz». Damit das Gehirn weniger einen solchen kumulativen Reizzustand aufbaut, können genügend lange «Reizpausen» für das Nervensystem in gewissen Fällen sinnvoll sein.
Wenn sexuelle Erregung und Sicherheitsgefühl nicht gut gekoppelt sind, kann eine Stimulation ebenfalls leichter in Schmerz umkippen. Hier kommt das autonome Nervensystem ins Spiel. Wenn das sympathische Nervensystem aktiviert wird, kann sich das wie ein Alarmzustand anfühlen. Viele Frauen haben gelernt, die sexuelle Erregung durch Anspannen von gewissen Muskeln zu verstärken. Ein angespannter Körper erinnert aber das autonome Nervensystem an einen Alarmzustand. Bei der Vulvodynie wird bei Berührungen und Stimulierungen ebenfalls oft das sympathische Nervensystem aktiviert.
Deshalb ist das Arbeiten mit dem Parasympathischen Nervensystem hilfreich, also mit dem Gegenspieler, mit dem Beruhigungssystem. Der Nervus vagus ist der wichtigste Nerv des parasympathischen Nervensystems. Es gibt sogenannte Vagus-Übungen, die das Beruhigungssystem unterstützen können, insbesondere, wenn sie täglich gemacht werden. Dies könnte auch helfen, dass es weniger zur Kumulation von «Reizen» kommt, die dann in den Schmerz umkippen. Beziehungsweise, die Übungen können helfen, dass nach einem «Reiz» das Nervensystem vom aktivierten Übererregungs-Zustand wieder zurück auf den entspannten Zustand zurückfindet. Schau dir am besten unsere Atem-Übung zur Beruhigung des autonomen Nervensystems an. Auf Youtube findest du ebenfalls viele Videos mit Vagus-Nerv-Übungen.
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Frage Nr. 40837 von 15.02.2026
Rückmeldung zu 40807
Wow! Ich bin total begeistert von Ihrer Antwort und dem ganzheitlichen Ansatz. Silent inflammation, Insulinresistenz passen genau auf mich. Hab auch Reizdarm und kann meinen Blutzucker nicht gut stabil halten (Nüchternglucose aber unauffällig bisher, bin sehr schlank, sonst keine Diabetessymptome). Ich bedanke mich ganz sehr und nehme den Input mit zu meinem nächsten Gyntermin. Viele liebe Grüße!
Unsere Antwort
Vielen Dank für deine positive Rückmeldung – das freut und motiviert uns natürlich sehr!
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Frage Nr. 40823 von 12.02.2026
Hallo meine Frage war 40788 und ich möchte wissen, ob ich das verhindern kann, weil ich bleibe auch manchmal ein paar Minuten sitzen, weil ich finde das doof und peinlich irgendwie
Unsere Antwort
Hilft es, wenn du dann noch etwas sitzen bleibst? Oder kommen dann trotzdem noch ein paar Tropfen nach?
Du könntest auch ausprobieren, dich leicht nach vorne zu beugen und dein Becken ein bisschen hin und her zu bewegen. Oder du kannst beim aufstehen etwas Toilettenpapier an deine Vulva halten um die Tröpfchen auf diese Weise aufzufangen.
Peinlich muss dir das übrigens nicht sein. Wie schon gesagt, ist das etwas ganz normales und passiert vielen Frauen und Mädchen so.
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Frage Nr. 40821 von 11.02.2026
Hat eine Frau nach einer Totaloperation ( Gebärmutterentfernung und Eierstockentfernung noch einen sexuelles Verlangen (Libido)wie vorher mit beiden ?
Unsere Antwort
Das ist individuell recht unterschiedlich. Die Libido der Frau ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Da sind einerseits die Hormone, vor allem das Oestrogen und das Testosteron, die beide zum grossen Teil in den Eierstöcken gebildet werden. Die Gebärmutter produziert keine Hormone, deshalb ändert die Gebärmutterentfernung die Hormonlage nicht. Die Eierstockentfernung aber schon, insbesondere wenn sie vor der Menopause erfolgt.
Die Auswirkung auf die Libido ist aber individuell sehr unterschiedlich. Denn die Libido der Frau nicht nur durch die Hormone beeinflusst, sondern auch von psychosozialen Faktoren wie emotionale Nähe, das körperliche und mentale Selbstbild, die Qualität einer allfälligen Partnerschaft, das Energielevel bzw. Erschöpfung und vieles mehr. Auch wie gut und schnell eine Operation verarbeitet wird, ist sehr unterschiedlich.
Eine Gebärmutterentfernung erfolgt häufig alleine, also ohne Entfernung der Eierstöcke. Dass beide Eierstöcke entfernt werden müssen, ist nur bei seltenen Erkrankungen der Fall. Bei der alleinigen Gebärmutterentfernung bleibt die Libido meist unverändert.
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Frage Nr. 40816 von 10.02.2026
Hallo liebes lilli-Team
Wie ist das, wenn man (wenige) Endometriose-Herde und Adenomyose hat, kann man dann trotzdem eine HRT anfragen beim Arzt? Mit Ü40 und all dem Wissen dass man heute hat, würde ich ungern darauf verzichten, las aber schon mehrfach, dass das nicht geht. Warum nicht? Man nimmt die Hormone ja in einer sehr viel geringeren Dosis als der Körper sie bislang selbst produziert hat?
Lieben Dank für eure Antwort.
Unsere Antwort
Das Problem ist, dass die Endometriose und die Adenomyose Erkrankungen sind, die Oestrogenabhängig sind. Das heisst, die Endometriose- und Adenomyoseherde werden durch Oestrogen, insbesondere durch das Oestradiol (E2) stimuliert. Deshalb sind die Symptome dieser Erkrankungen vor allem in der Lebensphase der Frau aktiv, in welcher sie viel eigenes Oestrogen produziert und verbessern sich beziehungsweise werden inaktiv, sobald die Frau in die Menopause kommt.
Deshalb ist es in der Regel nicht sehr sinnvoll, einer Frau danach eine HRT mit Oestrogen zu geben. Die systemische HRT beinhaltet normalerweise ähnlich hohe Dosen an Oestrogen, wie der Körper sie vorher selbst produziert hat. Natürlich kann man auch mit kleineren Dosen arbeiten. Insbesondere wenn man statt mit Tabletten den E2-Oestradiol-Gel benutzt, kann man auch niedrigere Dosen wählen, aber in deinem Fall müsstest du das genau mit deiner Gynäkologin anschauen. Es kommt ja auch darauf an, wegen welchen Symptomen du allenfalls eine HRT wünschen würdest.
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Frage Nr. 40807 von 09.02.2026
Liebes Beratungsteam! Ich bin weiblich, 32 Jahre und leide unter Endometriose und Adenomyose. Die Endo befand sich bei der LSK 2016 im Douglas, die Adenomyose scheint im Vordergrund zu stehen. Endokrinologisch nachgewiesen war auch eine starke Östrogendominanz.
Ich behandele seit 2 Jahren mit Dienogest und bin sehr unzufrieden damit. Die NW versuche ich mit Gynokadin auszugleichen, wobei ein halber Hub zu wenig scheint (E2 einmal bei 60, einmal bei 21 und einmal 40 ng/l) und einer zu viel. Ich habe mit 0,5 Hub depressive Symptome, Ängste, Libidomangel, Schlafprobleme und diverse orthopädische Probleme (Sehnenreizungen etc.), die ich mit der Einnahme in Verbindung bringe.
Mit einem Hub fühle ich mich insgesamt besser, bekomme aber häufiger Migräne und Brustschmerzen. Gegen trockene Schleimhäute nehme ich Ovestin und Augentropfen. Meine Gynäkologin meint „ich habe die Wahl zwischen Läusen und Flöhen“- das ist jetzt für mich als Betroffene wenig sensibel und auch nicht mein Anspruch. Welche Präparate (GnRH Antagonisten sind ausgeschlossen) könnte man Ihrer Ansicht nach noch probieren?
Zur Mirena als Option hab ich besonders Fragen:
1.) In der Vergangenheit litt ich chronisch unter Pilzinfektionen (in der Stillzeit und mit Dieno Mono gar nicht)- ist das Risiko bei Spiralen durch den möglichen Biofilm auf dem Faden wieder erhöht?
2.) da ich leider eine Gebärmuttersenkung grad 1-2 (2 Schwangerschaften und Geburten) habe, trage ich ein Schalenpessar. Verträgt sich das zusammen?
3.) meine Portio schaut nach rechts- muss sie fürs einlegen in die Mitte und nach unten gezogen werden? Das wäre sehr ungünstig für mein Senkungsproblem da das Thema wohl an Bindegewebe und Ligamenten liegt (BB ist stark).
4.) Ist Akne bei Mirena ihrer Meinung nach ein häufiges Problem? (Neige dazu)
Würden Sie noch andere Präparate empfehlen?
Bin verzweifelt und kurz davor hinzuschmeißen. Viele liebe Grüße!
Unsere Antwort
Vielen Dank für deine detaillierte Frage bezüglich Behandlung deiner Endometriose und Oestrogendominanz.
Die ideale hormonelle Behandlung scheint bei dir relativ heikel einzustellen zu sein und ich kann gut verstehen, dass dich das belastet.
Es ist sicher gut, wenn du eine Frauenärztin hast, die sich mit Hormonbehandlungen gut auskennt und dich eng begleitet.
Du fragst nach Alternativen zur Dienogest, die du nicht so gut verträgst.
Das Gestagen Drospirenon 4mg (zB Slinda) wird von manchen Frauen mit Endometriose besser vertragen als Dienogest, das wäre eine mögliche Alternative zu Dienogest.
Die Mirena-IUD erachte ich als eine besonders gute Alternative, insbesondere da deine Endometrioseherde in und um die Gebärmutter liegen, also nahe am Wirkort der Hormonspirale.
Bezüglich deinen Fragen zur Mirena-IUD:
- Das Risiko für Pilzinfektionen ist bei Spiralenträgerinnen nicht höher als bei Frauen ohne Spirale.
- Ja, eine Mirena-IUD und ein Schalenpessar vertragen sich zusammen und sollten sich nicht gegenseitig stören.
- Die Spiraleneinlage verschlimmert eine Senkung nicht, auch wenn die Cervixe für die Einlage kurzfristig etwas nach unten gezogen werden muss. Das wirkt sich auf die Haltebänder nicht in relevanter Weise aus und die Cervix kehrt nach Lösen der Zange in ihre vorherige Position zurück.
- Eine Verschlimmerung der Akne kann unter der Mirena-IUD auftreten. Es ist relativ selten, aber möglich.
Neben der hormonellen Behandlung können Life style-Interventionen ebenfalls sehr wirkungsvoll sein zur Behandlung der Oestrogendominanz. Ich weiss nicht, ob du dich damit schon beschäftigt hast. Vielleicht könnte dich diesbezüglich eine Ärztin oder Therapeutin, die in funktioneller Medizin ausgebildet ist, unterstützen.
Mit einer Oestrogendominanz sind häufig folgende Probleme assoziiert:
- Silent Inflammation, also ein chronischer, subklinischer systemischer Entzündungszustand
- Insulinresistenz
- Darm-Dysbiose.
Es gibt einen sogenannten «Estrogen Inflammatory cycle», indem bei Oestrogendominanz mehr COX2 gebildet wird, welches das entzündliche Prostaglandin produziert. Dies führt zu einer vermehrten Aromatase-Aktivität, einem Enzym, welches zu noch mehr Oestrogenbildung führt. Ich würde dir empfehlen, dich bezüglich silent inflammation, Insulinresistenz und auf dein Stuhl-Mikrobiom testen zu lassen und bei Auffälligkeiten entsprechende Behandlungen inklusive Lebensstilinterventionen vorzunehmen.
Grundsätzlich wären folgende Ernährungsempfehlungen sinnvoll:
Möglichst keine entzündungsfördernde Nahrungsmittel wie verarbeitete Nahrungsmittel (Mehlprodukte wie Pizza, Pasta, Brot, Zucker, Fastfood etc.).
Dafür mehr entzündungshemmende Nahrungsmittel. Dazu gehört vor allem Frischkost (whole food plant based). Erhöhe den Anteil an Gemüse und Früchten, insbesondere grünes Blattgemüse, Ballaststoffe, Hülsenfrüchte, alle Farben von Gemüsen und Früchten, Nüsse und Samen. Diese sollten idealerweise 75% deiner Nahrungsmittelaufnahme stellen.
Diese Nahrungsmittel «füttern» die guten Darmbakterien und vermindern die «schlechten» Darmbakterien. Ballaststoffe/Fibers binden überschüssiges Oestrogen helfen bei Oestrogendominanz, dass Estrogen über den Stuhl eliminiert wird und nicht wieder im Darm reabsorbiert wird.
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