Frage Nr. 40821 von 11.02.2026
Hat eine Frau nach einer Totaloperation ( Gebärmutterentfernung und Eierstockentfernung noch einen sexuelles Verlangen (Libido)wie vorher mit beiden ?
Unsere Antwort
Das ist individuell recht unterschiedlich. Die Libido der Frau ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Da sind einerseits die Hormone, vor allem das Oestrogen und das Testosteron, die beide zum grossen Teil in den Eierstöcken gebildet werden. Die Gebärmutter produziert keine Hormone, deshalb ändert die Gebärmutterentfernung die Hormonlage nicht. Die Eierstockentfernung aber schon, insbesondere wenn sie vor der Menopause erfolgt.
Die Auswirkung auf die Libido ist aber individuell sehr unterschiedlich. Denn die Libido der Frau nicht nur durch die Hormone beeinflusst, sondern auch von psychosozialen Faktoren wie emotionale Nähe, das körperliche und mentale Selbstbild, die Qualität einer allfälligen Partnerschaft, das Energielevel bzw. Erschöpfung und vieles mehr. Auch wie gut und schnell eine Operation verarbeitet wird, ist sehr unterschiedlich.
Eine Gebärmutterentfernung erfolgt häufig alleine, also ohne Entfernung der Eierstöcke. Dass beide Eierstöcke entfernt werden müssen, ist nur bei seltenen Erkrankungen der Fall. Bei der alleinigen Gebärmutterentfernung bleibt die Libido meist unverändert.
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Frage Nr. 40816 von 10.02.2026
Hallo liebes lilli-Team
Wie ist das, wenn man (wenige) Endometriose-Herde und Adenomyose hat, kann man dann trotzdem eine HRT anfragen beim Arzt? Mit Ü40 und all dem Wissen dass man heute hat, würde ich ungern darauf verzichten, las aber schon mehrfach, dass das nicht geht. Warum nicht? Man nimmt die Hormone ja in einer sehr viel geringeren Dosis als der Körper sie bislang selbst produziert hat?
Lieben Dank für eure Antwort.
Unsere Antwort
Das Problem ist, dass die Endometriose und die Adenomyose Erkrankungen sind, die Oestrogenabhängig sind. Das heisst, die Endometriose- und Adenomyoseherde werden durch Oestrogen, insbesondere durch das Oestradiol (E2) stimuliert. Deshalb sind die Symptome dieser Erkrankungen vor allem in der Lebensphase der Frau aktiv, in welcher sie viel eigenes Oestrogen produziert und verbessern sich beziehungsweise werden inaktiv, sobald die Frau in die Menopause kommt.
Deshalb ist es in der Regel nicht sehr sinnvoll, einer Frau danach eine HRT mit Oestrogen zu geben. Die systemische HRT beinhaltet normalerweise ähnlich hohe Dosen an Oestrogen, wie der Körper sie vorher selbst produziert hat. Natürlich kann man auch mit kleineren Dosen arbeiten. Insbesondere wenn man statt mit Tabletten den E2-Oestradiol-Gel benutzt, kann man auch niedrigere Dosen wählen, aber in deinem Fall müsstest du das genau mit deiner Gynäkologin anschauen. Es kommt ja auch darauf an, wegen welchen Symptomen du allenfalls eine HRT wünschen würdest.
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Frage Nr. 40807 von 09.02.2026
Liebes Beratungsteam! Ich bin weiblich, 32 Jahre und leide unter Endometriose und Adenomyose. Die Endo befand sich bei der LSK 2016 im Douglas, die Adenomyose scheint im Vordergrund zu stehen. Endokrinologisch nachgewiesen war auch eine starke Östrogendominanz.
Ich behandele seit 2 Jahren mit Dienogest und bin sehr unzufrieden damit. Die NW versuche ich mit Gynokadin auszugleichen, wobei ein halber Hub zu wenig scheint (E2 einmal bei 60, einmal bei 21 und einmal 40 ng/l) und einer zu viel. Ich habe mit 0,5 Hub depressive Symptome, Ängste, Libidomangel, Schlafprobleme und diverse orthopädische Probleme (Sehnenreizungen etc.), die ich mit der Einnahme in Verbindung bringe.
Mit einem Hub fühle ich mich insgesamt besser, bekomme aber häufiger Migräne und Brustschmerzen. Gegen trockene Schleimhäute nehme ich Ovestin und Augentropfen. Meine Gynäkologin meint „ich habe die Wahl zwischen Läusen und Flöhen“- das ist jetzt für mich als Betroffene wenig sensibel und auch nicht mein Anspruch. Welche Präparate (GnRH Antagonisten sind ausgeschlossen) könnte man Ihrer Ansicht nach noch probieren?
Zur Mirena als Option hab ich besonders Fragen:
1.) In der Vergangenheit litt ich chronisch unter Pilzinfektionen (in der Stillzeit und mit Dieno Mono gar nicht)- ist das Risiko bei Spiralen durch den möglichen Biofilm auf dem Faden wieder erhöht?
2.) da ich leider eine Gebärmuttersenkung grad 1-2 (2 Schwangerschaften und Geburten) habe, trage ich ein Schalenpessar. Verträgt sich das zusammen?
3.) meine Portio schaut nach rechts- muss sie fürs einlegen in die Mitte und nach unten gezogen werden? Das wäre sehr ungünstig für mein Senkungsproblem da das Thema wohl an Bindegewebe und Ligamenten liegt (BB ist stark).
4.) Ist Akne bei Mirena ihrer Meinung nach ein häufiges Problem? (Neige dazu)
Würden Sie noch andere Präparate empfehlen?
Bin verzweifelt und kurz davor hinzuschmeißen. Viele liebe Grüße!
Unsere Antwort
Vielen Dank für deine detaillierte Frage bezüglich Behandlung deiner Endometriose und Oestrogendominanz.
Die ideale hormonelle Behandlung scheint bei dir relativ heikel einzustellen zu sein und ich kann gut verstehen, dass dich das belastet.
Es ist sicher gut, wenn du eine Frauenärztin hast, die sich mit Hormonbehandlungen gut auskennt und dich eng begleitet.
Du fragst nach Alternativen zur Dienogest, die du nicht so gut verträgst.
Das Gestagen Drospirenon 4mg (zB Slinda) wird von manchen Frauen mit Endometriose besser vertragen als Dienogest, das wäre eine mögliche Alternative zu Dienogest.
Die Mirena-IUD erachte ich als eine besonders gute Alternative, insbesondere da deine Endometrioseherde in und um die Gebärmutter liegen, also nahe am Wirkort der Hormonspirale.
Bezüglich deinen Fragen zur Mirena-IUD:
- Das Risiko für Pilzinfektionen ist bei Spiralenträgerinnen nicht höher als bei Frauen ohne Spirale.
- Ja, eine Mirena-IUD und ein Schalenpessar vertragen sich zusammen und sollten sich nicht gegenseitig stören.
- Die Spiraleneinlage verschlimmert eine Senkung nicht, auch wenn die Cervixe für die Einlage kurzfristig etwas nach unten gezogen werden muss. Das wirkt sich auf die Haltebänder nicht in relevanter Weise aus und die Cervix kehrt nach Lösen der Zange in ihre vorherige Position zurück.
- Eine Verschlimmerung der Akne kann unter der Mirena-IUD auftreten. Es ist relativ selten, aber möglich.
Neben der hormonellen Behandlung können Life style-Interventionen ebenfalls sehr wirkungsvoll sein zur Behandlung der Oestrogendominanz. Ich weiss nicht, ob du dich damit schon beschäftigt hast. Vielleicht könnte dich diesbezüglich eine Ärztin oder Therapeutin, die in funktioneller Medizin ausgebildet ist, unterstützen.
Mit einer Oestrogendominanz sind häufig folgende Probleme assoziiert:
- Silent Inflammation, also ein chronischer, subklinischer systemischer Entzündungszustand
- Insulinresistenz
- Darm-Dysbiose.
Es gibt einen sogenannten «Estrogen Inflammatory cycle», indem bei Oestrogendominanz mehr COX2 gebildet wird, welches das entzündliche Prostaglandin produziert. Dies führt zu einer vermehrten Aromatase-Aktivität, einem Enzym, welches zu noch mehr Oestrogenbildung führt. Ich würde dir empfehlen, dich bezüglich silent inflammation, Insulinresistenz und auf dein Stuhl-Mikrobiom testen zu lassen und bei Auffälligkeiten entsprechende Behandlungen inklusive Lebensstilinterventionen vorzunehmen.
Grundsätzlich wären folgende Ernährungsempfehlungen sinnvoll:
Möglichst keine entzündungsfördernde Nahrungsmittel wie verarbeitete Nahrungsmittel (Mehlprodukte wie Pizza, Pasta, Brot, Zucker, Fastfood etc.).
Dafür mehr entzündungshemmende Nahrungsmittel. Dazu gehört vor allem Frischkost (whole food plant based). Erhöhe den Anteil an Gemüse und Früchten, insbesondere grünes Blattgemüse, Ballaststoffe, Hülsenfrüchte, alle Farben von Gemüsen und Früchten, Nüsse und Samen. Diese sollten idealerweise 75% deiner Nahrungsmittelaufnahme stellen.
Diese Nahrungsmittel «füttern» die guten Darmbakterien und vermindern die «schlechten» Darmbakterien. Ballaststoffe/Fibers binden überschüssiges Oestrogen helfen bei Oestrogendominanz, dass Estrogen über den Stuhl eliminiert wird und nicht wieder im Darm reabsorbiert wird.
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Frage Nr. 40788 von 05.02.2026
Hallo ich bin 12 und ein Mädchen und ich habe eine Frage wenn ich aufs Klo gehe und Pipi mache dann warte ich immer kurz bis ich mich abtrockne und dann ist das aber wenn ich aufstehe dann kommt oft so ein oder zwei Tropfen trotzdem in die Unterhose ist das normal oder ist das schlimm?
Unsere Antwort
Das ist ganz normal und überhaupt nichts Schlimmes. Manchmal bleibt noch ein kleines bisschen Urin in der Harnröhre. Wenn du aufstehst oder dich bewegst, können dann noch ein oder zwei Tropfen nachkommen. Das passiert vielen Mädchen und Frauen und ist kein Grund zur Sorge.
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Frage Nr. 40786 von 05.02.2026
Zu meiner Frage mit der Nummer 40753:
Also erstmal vielen vielen Dank für die Antwort das hat mir viel mehr bedeutet als das ja du bist individuell blabla bei einer anderen Frageplattform.
Es tut mir leid das ich das vergessen habe das war mein Fehler ich bin 170cm groß.
Warum ich gerne anders aussehen würde? 1. Um mir selbst mehr zu gefallen aber im großen und ganzen bin ich halbwegs zufrieden. 2. Um den Menschen aus meiner Schule besser zu gefallen. Ich werde gemobbt z.B. in Sport in der Umkleide als ich mich noch nd auf dem Klo umgezogen habe haben sie immer gesgat ja warum ich denn überhaupt einen Sport-BH trage wenn da doch gar nix ist und sowas. Ich weiß ich muss mich nd rechtfertigen für das was ich trage aber ohne Sport-BH ist es nunmal extremst unangenehm bis schmerzhaft.
Danke danke kochmal für diese liebe Antwort das hat soooo viel bedeutet <3
Unsere Antwort
Es freut mich, dass ich dir mit meiner Antwort weiterhelfen konnte.
Dein Körpergewicht liegt für dein Alter im normalen und gesunden Bereich.
Es freut mich, zu lesen, dass du im großen und ganzen mit dir halbwegs zufrieden bist. Viele Menschen gehen mit diesem Gefühl durch ihr ganzes Leben. Einiges könnte besser sein, aber das ist halb so wild. Ich sehe da bei dir also eine gesunde Einstellung zu dir.
Es ist gemein, wenn die Mädchen in der Umkleide so etwas zu dir sagen. Es ist verständlich, dass du dich davor schützen möchtest. Du schreibst, dass diese Situation nur ein Beispiel ist. Gibt es weitere Situationen, bei denen die Menschen aus deiner Schule gemein zu dir sind? Es kann entlastend sein, wenn du das hier aufschreiben kannst. Gibt es Menschen, denen du vertraust und denen du davon erzählen kannst?
Was die Menschen auf deiner Schule sagen, sagt etwas über ihre eigenen Einstellungen aus. Es sagt absolut nichts über dich aus. Du bist okay und es ist okay, wenn du einen Sport-BH trägst.
Was hilft dir, wenn du etwas erlebst, was dir nicht gut tut? Kannst du dich trotz des blöden Erlebnisses daran erinnern, was du alles gut kannst? Wer steht zu dir?
Du kannst uns einfach wieder schreiben. Ich interessiere mich dafür, was du erlebst und wie ich dich dabei unterstützen kann, eine selbstsichere Frau zu werden.
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Frage Nr. 40777 von 02.02.2026
Ich habe eine weisse pikel auf meine muahi gekriegt was soll ich machen ausdrucken? (Bin 13) und ich habe pikels auf meinem rucken und unten den hals ist es normal und wann gehen die weck oder was soll ich dafür machen?
Unsere Antwort
Pickel entstehen, wenn die Talgdrüsen der Haarfollikel verstopfen. Das kann leicht passieren, an der Vulva genauso wie an anderen Stellen des Körpers. Am besten lässt man sie in Ruhe, denn wenn man an ihnen rumdrückt, können sie sich zusätzlich entzünden. Dann werden sie grösser, tun weh und es dauert länger, bis sie verschwinden. Wie genau Pickel entstehen und was du dagegen tun kannst, erfährst du in diesem Text.
Diese Antwort gilt auch für Frage 40776.
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Frage Nr. 40766 von 31.01.2026
Hi liebes Lilli-Team,
Ich bin w/24 und habe ein Problem.
Seit ein paar Wochen werde ich beim Sex nicht mehr richtig feucht. Manchmal brennt oder juckt es auch im äußeren Intimbereich. Und der Sex tut auch manchmal Anfangs weh, weil die Feuchtigkeit nicht ausreicht.
Manchmal fallen mir auch kleine weiße Klümpchen im Bereich meiner Vulva auf.
Ich war bereits bei meiner Frauenärztin, aber sie meinte nur, dass die Haut trocken ist und ich eine Creme drauf machen solle.
Das hab ich getan aber richtig weg ist das Problem nicht,
Ich bin ja auch „erst“ 24. Deswegen kann ich nicht verstehen, warum ich so trocken bin?
Tatsächlich muss ich zugeben, dass ich ziemlich viel Stress hatte in den letzten Monaten. Aber kann man das wirklich darauf schieben?
Ich habe etwas Sorge, dass das vielleicht eine Entzündung ist, aber das hätte die Ärztin doch gesehen?
Vielen Dank schonmal!
Unsere Antwort
Doch, das kann mit dem Stress zusammenhängen – auch in deinem Alter: Wenn du viel Stress hast, kannst du sicher sein, dass dein Beckenboden eher angespannt ist. Die Durchblutung im Geschlecht ist dann weniger gut, und du wirst nicht so gut feucht. Du wirst dann auch empfindlicher, und die Haut wird etwas anfälliger für Infektionen. Wenn die Ärztin keine Infektion gesehen hat, würde ich auch sagen, das ist jetzt einfach trocken und empfindlich.
Ich würde dir daher empfehlen, dass du Entspannungstechniken für dich suchst. Sehr gut ist Yoga, sehr gut sind auch Atemübungen. Meditation ist natürlich auch sehr gut. Meinst du, du könntest dir da eine Routine angewöhnen?
Zudem wäre es für dich vielleicht interessant, deinen Beckenboden besser kennen zu lernen. Wir haben dazu einen Text geschrieben, der dich vielleicht interessiert. Schau ihn dir doch mal an. Für den Sex empfehle ich dir, dass du in Bewegung kommst mit deinem Becken. Denn das führt zur Lockerung und zur besseren Durchblutung. Ich empfehle dir dazu diese Tipps.
Grundsätzlich finde ich auch eine regelmäßige Intimpflege, morgens und abends, sehr sinnvoll. Deine Vulva mag gern Öl oder Fett. Ich würde das auftragen und gleichzeitig die Vulva und den Vaginaleingang damit etwas massieren. Das hilft auch dabei, die Muskeln zu entspannen und die Durchblutung zu fördern. Mehr Tipps zur Intimpflege findest du in diesem Text.
Ich empfehle dir für den Sex auch ein Gleitmittel. Es stresst dich ja vielleicht noch mehr, wenn du ständig findest, "ich sollte feuchter sein". Tipps zu Gleitmitteln findest du in diesem Text.
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Frage Nr. 40754 von 28.01.2026
Das mit der Frage 40708 zur Blutung ist einfach auch weil ich immer wieder höre, dass Frauen "fast verblutet" sind während der Geburt.
Und eine Hebamme(?) hat mal kommentiert das bei Frauen deren Plazenta sich nicht löst oder es atonische Probleme gibt, die Blutung unter Geburt läuft wie ein offener Wasserhahn.
Ich bin echt verzweifelt wegen diesen Ängsten.
Vielleicht könnt was dazu sagen
Unsere Antwort
In Frage 40708 bin ich bereits darauf eingegangen, wie du mit deiner Angst umgehen und ihr begegnen kannst. Solltest du dazu noch explizitere Fragen haben, antworte nochmals und nehme Bezug auf die Frage Nummer 40754.
So wie ich dich verstehe, möchtest du explizit wissen, was bei einer so genannten atonischen Nachblutung oder postpartalem Hämorrhagie gemacht wird, um zu verhindern, dass es zu einem erhöhten Blutverlust kommt?
Vorne weg: Wir gehen davon aus, dass ein weiblicher Körper stark ist, da er natürlich schwanger wurde und ein Kind in sich wachsen lassen konnte. Zudem ist er fähig, Wehen auszulösen und das Kind zu gebären. Somit ist die Gebärmutter ebenfalls im Stande, sich genügend zu kontrahieren (zusammen zu ziehen), damit die Plazenta genau so korrekt abgestossen wird, wie dies von der Natur eingerichtet wurde. Dadurch wird die entstandene natürliche Wunde in der Gebärmutter verschlossen. Die natürliche Oxytocin-Ausschüttung nach der Geburt ist sehr hoch. Das Oxytocin ist ein wichtiges Hormon, welches die Gebärmutter dazu bringt, sich nach der Geburt zu kontrahieren. Stillen, also die Stimulation der Brustwarzen durch das Saugen, schüttet zudem noch mehr Oxytocin aus.
Es ist jedoch normal, dass es bei diesem Vorgang zu einem Blutverlust kommt. Bei einer vaginalen Geburt geht man von einem normalen Blutverlust von 500ml aus und bei einem Kaiserschnitt von einem Blutverlust bis zu 1000ml. Dies ist kein Problem für den Körper, da in der Schwangerschaft bis zu einem Liter mehr Blut im Kreislauf der Mutter ist und ein Blutverlust eingeplant ist.
Kommt es nun zu Komplikationen, gibt es diverse Erstmassnahmen, welche vom Fachpersonal getroffen werden können. Erst einmal ist es höchst selten, dass es direkt nach der Geburt zu einer starken Blutung kommt. Oft liegen hier bereits weitere Risiken vor, wie ein sehr hoher Einsatz von Wehenmittel, Schwangerschaften ab dem 4. Kind, eine sehr lange Geburtseinleitung, eine grosse Geburtsverletzung, Gerinnungsstörungen im Blut der Mutter. Diese Risiken lassen sich durch eine fachkundige Schwangerschaftsvorsorge senken. Weitere wichtige Punkte dazu habe ich bereits in Frage Nummer 40708 beantwortet.
Gerade weil es bekannt ist, dass der Blutverlust auch mal erhöht sein kann, wird in Krankenhäusern vorsorglich eine Dosis künstliches Oxytocin gespritzt, damit sich die Gebärmutter kräftig zusammen zieht und die Plazenta effizient abstösst. Dazu wird regelmässig kontrolliert, ob sich die Plazenta gelöst hat. Sobald sich eine so genannte physiologische (also gesunde) Lösungsblutung zeigt, wird die Plazenta von der Frau geboren. Dieser Prozess wird aktives Plazentamanagement genannt. Liegen oben genannte Risiken vor, wird dieses Management empfohlen. Oft gehört es auch zum Standart Prozedere der Kliniken, ein aktives Plazentamangement durchzuführen. Studien zeigen, dass dank diesem Management die Blutungsmenge im Schnitt bei allen Gebärenden reduziert werden konnte.
Kommt es nach der Geburt der Plazenta trotzdem zu einer verstärkten Blutung, werden Gerinnungsbildende Faktoren gespritzt und die Dosis des Oxytocins erhöht. Alle diese Medikamente wirken äusserst schnell. Da sie bereits lange erforscht und gut entwickelt sind, ist ihre Wirkung sehr gut. Zudem gibt es noch einige Handgriffe, die einen grösseren Blutverlust verhindern können. Dazu gehört der Créde-Handgriff. Dieser ist etwas unangenehm, da man mit der Hand auf die Gebärmutter drückt, kann jedoch äusserst effizient sein.
Es ist enorm selten, dass das Blut rausläuft, wie wenn ein Wasserhahn aufgedreht ist. Die oben genannten Massnahmen greifen in den allermeisten Fällen. Oft sind die Blutungen eher ein raussickern, welches kontinuierlich ist. Manchmal liegt eine Geburtsverletzung vor oder es gibt noch Reste von der Plazenta in der Gebärmutter. Sollte die Blutung also weiter fortbestehen, wird eine Curettage durchgeführt. Diese erfolgt im Operationssaal unter Narkose. Dabei wird die Gebärmutter mit dünnen langen Instrumenten ausgeschabt. Danach stoppt die Blutung meistens. Vorsorglich gibt es spezielle Kompressen, welche in die Gebärmutter eingelegt werden können, damit sie sich weiterhin gut zusammen zieht.
Es kommt wirklich äusserst selten vor, dass alle vorher genannten Massnahmen nicht greifen. Dann wird die Gebärmutter erst mit Nähten unterstützt oder im äussersten Fall entfernt. Dies ist jedoch wirklich extrem selten und meistens lagen hier schon bekannte Risiken vor.
Sollten diese Erklärungen noch mehr Ängste auslösen, empfehle ich eine psychologische Beratung oder ein Gespräch mit einer Fachärztin oder einem Facharzt. In einem Gespräch kannst du individuell heausfinden, ob bei dir Risiken für eine Blutung vorliegen und wie du deine Sorgen angehen kannst.
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Frage Nr. 40753 von 28.01.2026
Heyy,also ich ha da 2 ziemlich drngende fragen. 1. würde ich grne wissen ob esnormal ist als mädchen mit 15 jahren 64kg zu wiegen? weil ich finde mich zu dick zumindest an meinem po und den oberschenkeln. an den oberschenkelinnenseiten habe ich extremste dehnungsstrefen ich weiß das ist voll normal das haben die meisten aber nicht so krass wie ich! ich schäme mich so sehr dafür, dass ich ins schwimmbad oder an den see nur mit herrenbadeshorts gehe (und natürlich einem bikinioberteil).
und das ist meine 2. frage. ich bin wiegesagt 15 in 6 monaten 16 und ich habe gerade mal körbchengröße aa während manche 12-jährigen mädchen teilweise schon b-c haben. ich weiß jeder körper ist individuell es kann noch ganz viel passieren und so aber niemand in meinem alter hat so verdammt winzige brüste wie ich.
ich würde mich so sehr über eine antwort freuen wo du nicht nur sagst das jeder körper anders ist und so etwas das meintest du bei meiner letzten frage wo ich sowas ähnliches gefragt habe. vielen dank schon mal im voraus! liebe grüße
Unsere Antwort
Zu deiner ersten Frage:
Ich weiss nicht, wie gross du bist. Deshalb kann ich dir die Frage zu deinem Gewicht leider nicht beantworten. Kennst du den BMI? Dort kannst du einschätzen, ob du normalgewichtig bist. Achte dabei darauf, dass es eine BMI Tabelle für dein Alter und dein Geschlecht ist. Damit gelingt eine grobe Einschätzung deines Gewichts. Gib am besten mal BMI 15 weiblich in einer Suchmaschine ein.
Worum geht es dir mit deiner Frage? Möchtest du jemandem gefallen? Möchtest du dir selbst mehr gefallen? Das sind beides unglaublich wichtige Lebensthemen, die sowohl vom Aussehen als auch von vielen anderen Aspekten abhängen. Ganz wichtig ist auch, was du für ein Mensch bist und wie du dich verhältst. Und mit deiner Kleidung kannst du deine Persönlichkeit unterstreichen und hervorheben, was dir gut gefällt sowie verdecken, was dir nicht so gut gefällt.
Auf den ersten Blick würde ich sagen, dass du eine schlaue Lösung für dein Thema gefunden hast. Du möchtest, dass andere deine Dehnungsstreifen nicht sehen, also ziehst du eine Herrenbadeshorts darüber. Es gibt viele Frauen, ich inklusive, die viel lieber längere Badeshorts tragen. Du könntest an der Stelle auch hinterfragen, weshalb Bademoden eigentlich so unpraktisch sind. Es ist dein gutes Recht, eine Badebekleidung zu tragen, die dir zusagt.
Zu deiner zweiten Frage:
Was bedeuten größere Brüste für dich? Stehen sie für Weiblichkeit und du möchtest dich als Frau fühlen? Auf deine Brustgrösse kannst du sehr wenig Einfluss nehmen. Es gibt aber noch so viel mehr, was eine Frau ausmacht. Vielleicht hast du ja Lust, dich damit auseinanderzusetzen.
Schau mal, wie meine Antwort bei dir landet. Du kannst mir auch einfach wieder schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 40747 von 26.01.2026
Warum gibt es mir ein Stich wenn ich höre das eine Person aus dem Umfeld schwanger geworden ist?
Oder auf social media. Mir tut das so weh.
Unsere Antwort
Das Thema Schwangerschaft scheint etwas in dir auszulösen? Du nimmst im Körper einen Stich wahr, der dir weh tut. Damit möchte dir dein Körper vermutlich etwas sagen. Es ist immer ratsam, auf den Körper zu hören.
Du kannst dich fragen, was genau es ist, was dir weh tut? Geht es darum, etwas loszulassen? Oder eine Frage für dich zu beantworten? Oder möchtest du lernen, dich abgrenzen zu können? Hast du etwas erlebt, was sich jetzt in diesem Stich ausdrücken möchte?
Zum Thema, wann man Kinder will, gibt es hier einen Text, welcher für dich interessant sein könnte.
Vielleicht hilft es dir, dich an eine vertraute Person zu wenden und mit ihr darüber zu reden. Du kannst dich auch an das Beratungsangebot in deiner Region wenden. Dazu gibt es unter diesem Link eine Liste.
Für den Umgang mit unangenehmen Gefühlen kannst du dich zudem an die Texte Wie beruhige ich mich selbst? und Wie beeinflusse ich meine Stimmung über den Körper? halten.
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Frage Nr. 40729 von 24.01.2026
Hallo liebes Team,
ich bin weiblich, 50 Jahre alt, habe drei Kinder geboren. Vor 18 Tagen wurden mir die Gebärmutter und die Eileiter entfernt, weil mein Abstrich sich verschlechtert hatte (PAP II D2). Die Eierstöcke wurden nicht entfernt. Im Mai letzten Jahres wurde eine Konisation durchgeführt, bei der sich herausstellte, dass weiter innen noch mehr Herde waren. Bis einen Tag vor der OP habe ich seit 4 Jahren die Pille Slinda genommen. Ich habe bereits eine leichte Rektozele. Mitte Februar beginne ich mit Beckenbodenphysio.
Die Operation habe ich gut überstanden, habe kaum noch Beschwerden und nur noch wenig gelblichen Ausfluss. Nächste Woche Donnerstag ist der Kontrolltermin bei meinem Gyn.
Jetzt meine Frage: gestern war ich zim ersten Mal seit der OP wieder intim mit meinem Partner. (nicht penetrativ). Davor habe ich mich bereits allein klitoral stimuliert um zu sehen, ob der Orgasmus Schmerzen verursacht, was nicht der Fall war.
Gestern war ich relativ stark erregt als er mich gestreichelt und geküsst hat. Dabei kam mehrmals schwallartig Flüssigkeit aus meiner Vagina. Ich habe dann extra darauf geachtet, ob es nicht aus der Harnröhre kommt, aber es war definitiv aus der Vagina. Am Ende war ein etwa 40cm großer Fleck auf der Bettwäsche und seine zur Hilfe genommene Boxershorts fast vollständig nass, es war also eine relativ große Menge Flüssigkeit. Auch war das nicht in Verbindung mit einem Orgasmus.
Wir haben das nicht als störend empfunden, ich habe vor der OP auch regelmäßig gesquirtet und habe ein sehr gutes Gefühl für meinen Körper.
Es würde mich interessieren, was das ausgelöst haben könnte, weil das für mich völlig neu war.
Herzlichen Dank!
Unsere Antwort
Schön, dass du so schnell nach der Gebärmutterentfernung wieder sexuell aktiv bist! Die Harnblase ist näher an der Vagina, weil dazwischen keine Gebärmutter mehr ist. Die Beckenbodenmuskeln müssen sich erst wieder neu zurechtfinden. Durch Stimulation in der Vagina und den Orgasmus kann daher eher mal Wasser aus der Harnröhre laufen.
Du schreibst nun, die Flüssigkeit kam aus der Vagina. Woran hast du gemerkt, dass sie definitiv aus der Vagina herauskam? Wenn das tatsächlich der Fall war, bitte ich dich, das mit deinem Arzt zu besprechen. Denn es gibt keine sexlogische Erklärung dafür. Allenfalls müsste man eine Öffnung zwischen Urethra und Vagina ausschliessen.
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Frage Nr. 40721 von 23.01.2026
Ab welcher ssw beginnt fetaler mikrochimärismus?
Es gibt ja auch Frauen die ihr Kind früh verlieren.
Unsere Antwort
Fetaler Mikrochimärismus, also das Überleben kindlicher Zellen im mütterlichen Körper, beginnt 4 bis 5 Wochen nach der Befruchtung.
Was genau meinst du mit dem Kommentar, dass es ja auch Frauen gibt, die ihr Kind früh verlieren? Vielleicht möchtest du uns nochmal schreiben. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 40714 von 21.01.2026
Warum entstehen innerhalb der äusseren Vulvalippen immer wieder so eine Art Pickel, und beim aufdrücken kommt Flüssigkeit raus. Manchmal kapselt sich das ein. Man könnte es dann beim Arzt aufpieksen lassen, oder?(sagte zumindest der Frauenartzt damals)?
Unsere Antwort
Das sind die Talgdrüsen der Haarfolllikel, die manchmal leicht verstopfen können. Dann kommt es zu einem Pickel, ähnlich wie Pickel im Gesicht entstehen können.
Am besten lässt man sie in Ruhe, denn wenn man an ihnen rumdrückt, können sie sich zusätzlich entzünden und dann können sie noch grösser werden und wehtun, und es geht länger bis sie weg sind. Auch beim Arzt aufpieksen lassen würde ich nicht empfehlen, ausser es wäre ein wirklicher Abszess, also eine grössere Eiterbeule. Manchmal kann Haarentfernung mit Lasern statt mit Rasieren helfen.
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Frage Nr. 40708 von 20.01.2026
Hallo, ich habe solche Angst vor einer postpartalen Hämorrhagie.
Vor allem weil die Geburtshife ja so langsam abgebaut wird.
Muss ich davor Angst haben?
Unsere Antwort
So wie ich die Frage verstehe, machst du dir Sorgen, dass zu wenig Personal vorhanden sein könnte, im Falle einer Blutung bei der Geburt?
Der medizinische Standart in mitteleuropäischen Ländern wie zum Beispiel Deutschland, Österreich und der Schweiz ist nach wie vor sehr hoch. Auch wenn über Fachkräftemangel diskutiert wird, kann man davon ausgehen, dass in den Krankenhäusern die medizinische Versorgung professionell ist und im Notfall immer genügend Personal Medikamente vorhanden sind.
Bei einer Angst kann es hilfreich sein, die genaue Ursache zurück zu verfolgen. Ein Überblick über deine persönliche Situation kann helfen, die Ängste abzubauen und vertrauen zu fassen. Eine Geburt ist ein Vorgang, welcher einige Faktoren inne hat, die sich vorab nicht kontrollieren lassen. Und wo keine Kontrolle möglich ist, braucht es Vertrauen und Wissen. Etwas genau zu verstehen, kann Ängste abbauen. Wie kannst du also Vertrauen in dich, deinen Körper und die Fachpersonen erlangen, welche dich bei der Geburt unterstützen? Dazu habe ich hier einige Tipps.
- Gegen Angst hilft meistens Wissen: Eine gesunde Frau mit einer gesunden Schwangerschaft hat gute Chancen auf eine interventionsarme Geburt. Interventionsarm heisst, dass möglichst wenig in den Geburtsprozess eingegriffen wird. Manchmal gibt es wichtige Gründe, weshalb eingegriffen wird. Ich rate dir deshalb, dich bei deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen zu melden und diese Sorge anzusprechen. Lass dich ausführlich über deine Situation informieren. So kannst du gut Bescheid wissen, ob bei dir Risiken vorliegen und welche Massnahmen getroffen werden können.
- Postpartale Hämorrhagien (Blutverlust über 500ml bei einer vaginalen Geburt und über 1000ml bei einem Kaiserschnitt) ist mit einem Vorkommen von 0,5-5% eines der häufigsten Geburtshilflichen Risiken. Eine Schwangere Frau hat bis zu einem Liter mehr Blut. Es ist also von der Natur geplant, dass ein gewisser Blutverlust ausgeglichen werden kann. Blutungen nach der Geburt sind gerade deshalb sehr gut erforscht. Es gibt eine grosse Vielfalt an medizinischen Massnahmen, welche im Notfall angewendet werden können. Du kannst überlegen, ob du dich über diese Massnahmen informieren möchtest, damit du weisst, was alles möglich wäre, im Falle einer Blutung. Frage dafür am besten deine Hebamme oder deine gynäkologischen Fachpersonen nach guten Informationen von seriösen Quellen. Versuche es zu vermeiden, Erfahrungsberichte von Socialmedia zu lesen.
- Grundsätzlich hilft es, dich über die Geburt zu informieren, einen Geburtsvorbereitungskurs zu besuchen und eine Begleitperson auszuwählen, welche dich bei der Geburt so unterstützt, damit du dich gut entspannen kannst.
- Dein Körper und dein Kind unterstützen dich, während der Geburt. Während du dich auf die Geburt vorbereitest, kannst du auch lernen, dich in deinem Körper wohl zu fühlen, dein Kind gut zu spüren und deine Atmung zu beeinflussen. Dazu gibt es auf Lilli Tipps, welche auch zur Vorbereitung auf die Geburt nützlich sind. Du findest sie in den Texten Bauchatmen belebt und beruhigt, Wie beruhige ich mich selbst? und Wie beeinflusse ich meine Stimmung über den Körper?.
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Frage Nr. 40701 von 18.01.2026
Hej Lilli, in einer Antwort habt ihr angemerkt, die Weite des Becken ist wichtig. kann die Frauenärztin die Größe des Beckens schon vor einer Schwangerschaft sehen?
Wenn ja würde ich sie das nächste mal ansprechen. Mich interessiert wie breit mein Becken so im Vergleich ist. lg
Unsere Antwort
Ich nehme an, dass dich das interessiert, weil du wissen möchtest, ob dein Becken genug weit ist, um eine normale Geburt haben zu können.
In früheren Zeiten hat man versucht, mit speziellen Ausmessgeräten und später mit Röntgen/MRI-Untersuchungen eine Voraussage zu machen, ob das Becken einer Frau für eine Vaginalgeburt geeignet ist beziehungsweise genügend weit ist. Man hat aber gemerkt, dass eine solche Voraussage nicht gut gelingt, da die Geburt ein dynamisches Geschehen ist, bei dem die Grösse des inneren Beckenrings nur zu einem kleinen Teil verantwortlich ist für das Gelingen einer vaginalen Geburt. Die Erfahrung zeigt, dass auch Frauen mit engem Becken häufig gut gebären können, und dass andererseits auch bei Frauen mit weiterem Becken das Baby mal mit der Schulter hängenbleiben kann. Das hängt unter anderem auch von der Dynamik der Wehen und der idealen Drehbewegung des Babyköpfchens beim Tiefertreten durch das Becken ab und natürlich auch von der Grösse des Babys.
Du kannst deine Frauenärztin natürlich schon mal auf ihre Einschätzung deines Beckens ansprechen. Sie kann dann bei der gynäkologischen Untersuchung die Form des Beckens beurteilen und zum Beispiel die Abstände der Sitzhöcker tasten. Allerdings hat dies wie erwähnt relativ wenig Vorhersagewert.
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Frage Nr. 40654 von 10.01.2026
Wenn ich als Frau nur 1,50 groß bin, und erst mit fast 15 Jahren meine Periode bekommen hatte.
Ist es 1. Für mich gefährlicher ein Kind zu bekommen (Risikoschwangerschaft)?
-> Weil die Männer heutzutage viel größer sind als ich, und weil bei kleinerem Volumen genauso viel Blutverlust wie bei größeren Frauen bei Geburt
und 2. Sind Frauen die ihre Tage spät bekommen länger Fruchtbar? (Meine Mutter hatte ca bis über 50j. ihre Tage)
Und 3. Warum bin ich so viel kleiner als alle in meiner gesamte Familie? (es hat eher sehr große Frauen in der Familie 1,70m bei der Oma (und das war in dieser Generation sehr groß)). Keine Frau in der gesamten Familie (außer die angeheirateten) ist unter 1,66m groß und bei den Männern auch keiner unter ca1,77m) deshalb verstehe ich es nicht...
Bei der Abklärung wegen Kleinwuchs kam damals nichts krankhaftes raus.
Unsere Antwort
Dass du eine niedrigere Körpergrösse hast als deine Vorfahrinnen, ist nichts Aussergewöhnliches. Genetik und Hormone beeinflussen unsere Körperlänge. Wir tragen oft die Gene mehrerer Generationen in uns. Darunter auch solche, die eine geringere Körpergrösse verursachen können, wie beispielsweise von der Urgrossmutter. Deine Körperlänge ist also völlig normal.
Zu deiner Frage bezüglich Körpergrösse und Schwangerschaft verweise ich auf Frage Nummer #40403. Du findest sie, wenn du die Nummer in die Suche eingibst. Frauen mit oder unter 150 cm gelten grundsätzlich als gesunde Schwangere. Die Körpergrösse allein ist nicht entscheidend. Für eine vaginale Geburt sind vor allem das Verhältnis zwischen dem Becken der Schwangeren, dem Kopfumfang des Kindes und der Lage des Kopfes im Becken relevant. In der verlinkten Antwort wird beschrieben, ob und wie die Körpergrösse Einfluss auf Schwangerschaft und Geburt hat.
Der Zeitpunkt deiner ersten Periode (Menarche) hat keinen Einfluss auf die Dauer der Fruchtbarkeit. Statistisch gesehen tritt die Menopause bei früher Menarche etwas früher ein. Es gibt jedoch andere Faktoren, die wesentlich mehr Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben, wie ein gesunder Lebensstil, Normalgewicht, Rauchen oder bestimmte Krankheiten.
Der Vergleich mit anderen zeigt lediglich, dass deine Körperlgrösse kleiner ist als die deiner Familie. Das sagt jedoch nichts über deine persönliche Grösse aus. Diese zeichnet sich durch andere Qualitäten aus. Um diese Eigenschaften zu spüren, kann ein wohlwollender Blick auf deinen Körper helfen. Du kannst deinen Körper mit deinen Sinnen erkunden, ohne ihn dabei zu bewerten oder mit anderen zu vergleichen. Dazu empfehle ich dir den Text darüber, wie du dich als Frau in deiner Haut wohl fühlen kannst.
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Frage Nr. 40604 von 20.12.2025
Hallo Lilli
Ich mache mir gerade ziemlich Sorgen und würde gerne eure gynäkologische Einschätzung zu meinem Thema erhalten:
Ich bin w, 36 und hatte heute wegen unerfülltem Kinderwunsch eine Eileiterdurchgängigkeitsprüfung mit Ultraschall (Hysterosalpingokontrastsonographie). Eigentlich alles kein Problem ausser, dass während dem Eingriff der Katheter rausgefallen ist und neu eingeführt werden musste. Dabei hat der Gynäkologe nicht darauf geachtet, dass dies steril erfolgt. Er hat bspw. den Katheter vor dem erneuten Einführen an der Spitze angefasst und zurechtgebogen mit dem Handschuh mit dem er auf der Tastatur des Ultraschalls rumgedrückt hat und auch andere nicht sterile Gegenstände angefasst hat. Zudem hat er ihn zuvor mit einem Tupfer berührt, den er verwendet hatte um meine Vulva/Vagina zu desinfizieren.
1. Dies sollte nicht passieren, oder?
Es ärgert mich so, dass ich es gesehen habe und zu feige war um zu intervenieren.
2. Nun mache ich mir Sorgen, dass ich durch Einschleppen von Keimen eine Bauchhöhlen-, Eileiter- oder Gebärmutterentzündung bekommen könnte. Sollte ich dies bemerken, wäre es ja wohl behandelbar und nicht so schlimm. Aber ist es auch möglich, dass dies völlig unbemerkt abläuft und ich dadurch unfruchtbar werden könnte (bspw. durch Einschleppung von Chlamydien oder anderen Geschlechtskrankheiten)?
3. Ist es überhaupt möglich auf diesem Weg irgendwelche Geschlechtskrankheiten zu übertragen? Wenn ja, welche?
4. Sollten wir diesen Zyklus sicherheitshalber ungenutzt verstreichen lassen oder wäre eine Behandlung auch während einer allfälligen Schwangerschaft risikofrei möglich?
5. Was ratet ihr mir zu tun? Soll ich den (Assistenz-) Arzt oder sonst jemand (war in einem Unispital) darauf ansprechen oder ist so ein Vorkommnis alltäglich nach dem Motte "Wo gearbeitet wird, passieren Fehler" und sowieso völlig harmlos.
Fühle mich leider gerade etwas hilflos und weiss nicht, ob ich völlig übertreibe oder ob meine Sorgen berechtigt sind.
Vielen Dank für eure Einschätzung. Allgemein ein riesiges Merci für euer grosses Engagement. Ich habe auf eurer Seite schon so viel Interessantes und Gutes gelesen. Ich bin überzeugt, dass ihr durch eure Arbeit täglich sehr vielen Menschen helfen könnt.
Frohe Festtage und liebe Grüsse
Unsere Antwort
1. Ja, das sollte nicht passieren, dass ein Katheter unsteril berührt wird vor dem (Wieder-)Einführen in die Gebärmutter. Ich verstehe, dass dich das besorgt und ärgert.
2.-3. Es könnte theoretisch eine Gefahr bestehen für die Übertragung von Keimen, die auf der Oberfläche der Tastatur bzw. auf dem Tupfer waren. Dies wären am ehesten Haut-Keime, also von der Berührung der Ultraschalltastatur mit blossen Händen bzw. Keime von deiner Vulva/Vaginal-keime, welche mit dem Tupfer desinfiziert wurden. Der Tupfer enthielt ja aber Desinfektionsmittel, weshalb da das Risiko auch schon wieder kleiner ist.
Eine Übertragung von Keimen wie Chlamydien wäre nur denkbar, wenn sehr kurz vorher eine grosse Menge von Chlamydien-enthaltendem Sekret zum Beispiel auf der Tastatur des Ultraschalls war, was ja äusserst unwahrscheinlich ist. Eine Infektion auch mit anderen sexuell übertragbaren Keimen ist durch das beschriebene Szenario praktisch auszuschliessen.
Eine Infektion der Gebärmutter oder der Eileiter würdest du bemerken mit Unterbauchschmerzen oder mit vermehrtem, übel riechendem Ausfluss aus der Vagina. Und diese könnte wie du schreibst normalerweise mit Antibiotikum erfolgreich behandelt werden.
4. Eine allfällige Infektion würde sich normalerweise innert wenigen Tagen entwickeln. Wenn du nach einer Woche keine auffälligen Symptome hast, kannst du davon ausgehen, dass nichts passiert ist und ihr müsst nicht auf den Geschlechtsverkehr verzichten.
5. Grundsätzlich würde ich den Vorfall schon melden bzw. möglichst mit dem behandelnden Arzt Kontakt aufnehmen, um deine Beobachtungen und Sorgen anzusprechen. Unsteriles Arbeiten sollte nicht passieren und wenn es doch passiert, sollte es besprochen werden. Auch um zu sehen, ob es irgendwelche Konsequenzen daraus gibt oder worauf nun besonders geachtet werden sollte. Und natürlich auch, um sich für den Fehler zu entschuldigen.
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Frage Nr. 40514 von 06.12.2025
Wieso bekomme ich jedesmal immer eine Blasenentzündung sobald ich meine Tage bekomme bzw habe?
Ist das normal?
Also immer zu dem Zeitpunkt wenn die Periode kommt/habe.
Unsere Antwort
Ja, es kann vorkommen, dass du immer während deiner Menstruation eine Blasenentzündung bekommst. Das liegt daran, dass die Bakterien im Blut sehr gut gedeihen können. Sie wandern dann während der Menstruation von der Vagina über die Harnröhre in die Blase und können dort zu einer Blasenentzündung führen.
Du könntest Folgendes mal drei Zyklen lang ausprobieren und schauen, ob es so besser wird: Führe etwa eine Woche vor der Menstruation Vagi-Hex Vaginaltabletten (eine morgens und eine abends) oder Fluomizin (eine abends) ein. Wenn die Blutung einsetzt, hörst du mit der Einnahme auf. Wenn das nicht hilft, empfehle ich dir, mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt zu sprechen und abzuklären, um welche Bakterien es sich handeln könnte. Es gibt nämlich auch verschiedene andere Mittel, die du zur Vorbeugung von Blasenentzündungen nehmen kannst. Lies dazu bitte auch unseren Text über wiederkehrende Blasenentzündungen. Dort findest du noch weitere Tipps.
Diese Antwort gilt auch für Frage 40513.
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Frage Nr. 40482 von 03.12.2025
W, 25
Ich habe ein prickeln, kribbeln im Bereich Blase, Harnröhre. Was könnte das sein?
Ich habe Angst vor einer Blasenspiegelung, wenn ich eine benötigen sollte. Muss ich davor Angst haben? Wie lange dauert das und tut das weh? (bei Frauen)
Unsere Antwort
Aus der Ferne kann ich das nicht beurteilen. Was das ist, kannst du erst wissen, wenn es ärztlich untersucht wurde. Warst du denn schon beim Arzt*Ärztin?
Mit deinen Beschwerden kannst du erstmal zu deiner Hausärztin*Hausarzt gehen. Sie werden dort den Urin untersuchen und schauen, ob du einen Harnwegsinfekt hast. Das ist das wahrscheinlichste. Für die Urinuntersuchung braucht man keine Blasenspiegelung. Du löst den Urin in einen sterilen Becher, das ist alles.
Wenn man da nichts findet, kann es sein, dass als nächstes Abstriche genommen werden und danach erfolgt erstmal ein Ultraschall der Blase.
Mir ist es ein Anliegen, dass es dir bald besser geht. Bei unbekannten Beschwerden können Ängste manchmal viel größer werden als nötig. Also bevor du dich in irgendwelche unnötigen Ängste reinsteigerst, gehe am besten den normalen medizinischen Untersuchungsweg. Oft empfiehlt es sich, wenn du irgendwelche Symptome hast, nicht nach der möglichen Diagnose zu googeln oder ChatGPT zu befragen... Zuerst mal zum Arzt/Ärztin zu gehen, ist von Vorteil.
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