Frage Nr. 37609 von 11.11.2023
Hallo Lilli,
ich hätte eine Frage und zwar hab ich seit schon fast einem Jahr das Problem, dass meine Scheide bei Erregung zu brennen und zu stechen anfängt. Also schon bevor es zum Sex kommt und auch alleine. Es tut echt wirklich weh und tut auch während dem Sex weh, egal wie feucht ich bin oder wie viel Gleitgel wir benutzen. Danach ist es wieder weg. Das hat auf einmal angefangen, es wurde schon auf alle Pilze, Entzündung und Krankheiten getestet aber alles negativ. Ich weiß nicht, an wen ich mich noch wenden soll, die Frauenärzte wissen auch nicht mehr weiter. Ich würde mich sehr über einen Rat freuen.
Unsere Antwort
Ich denke, ein/e Sexualtherapeut/in könnte dir wahrscheinlich weiterhelfen. Idealerweise jemand mit einem Therapieansatz, der auch mit Körperwahrnehmung arbeitet, wie zum Beispiel der Sexocorporel-Therapieansatz.
Eine Möglichkeit, weshalb du bei sexueller Erregung Schmerzen und Brennen empfindest, könnte sein, dass du einen sexuellen Erregungsmodus anwendest, bei dem Muskelspannung eine wichtige Rolle spielt. Schau dir hierzu diesen Text an. Es gibt verschiedene Arten, sich sexuell zu erregen, und die verschiedenen Arten haben ihre Vor- und Nachteile. Mit einem Spannungs-Erregungsmodus kann man sehr schnell und sicher zu einem Orgasmus kommen. Es ist aber etwas häufiger, dass frau mit der Zeit Schmerzen oder andere Beschwerden beim Sex bekommen kann. Falls dies ein Problem ist, kann es sinnvoll sein, seinen Erregungsmodus zu erweitern. Zum Beispiel, indem frau mehr Bewegung reinbringt, zum Beispiel die Beckenschaukel. Auch eine Atmung bis in den Bauch während sexueller Erregung kann wirksam sein gegen Schmerzen und Verkrampfung, und sie kann zusätzlich zu mehr Lustempfinden führen. Schau dir doch unsere Texte und Videos zu sexueller Erregung an und lass dich davon inspirieren, neue Varianten der sexuellen Erregung auszuprobieren und damit zu experimentieren.
Wenn du allein nicht zurechtkommst, dann suche dir ein/e Sexual-Therapeut/in, der/die dich begleiten kann.
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Frage Nr. 37602 von 08.11.2023
Hallo Lilli,
nach der Regel benötigt meine Vagina Mikrobiompflege. Welches Actigel soll ich da benutzen? Das eine ist für Scheidenpilz, das andere für bakterielle Vaginose... ich habe beides nicht.... aber manchmal etwas ungewöhnlichen Ausfluss/Geruch, aber keine BV.
Ist es schädlich, Actigel zu benutzen, wenn man weder Pilz con BV hat? Sondern es zur Vorbeugung zu nehmen, wenn das Mikrobiom nach der Regel oder dem Schwimmbad geschwächt ist.
Vielen Dank!
Unsere Antwort
Gerne beantworte ich deine Frage zur Mikrobiompflege deiner Vagina. Mir ist allerdings noch nicht ganz klar, woran du festmachst, dass du diese nach der Regel benötigst?
Die Vagina enthält natürlicherweise Bakterien, die dazu beitragen, ein gesundes Gleichgewicht (Mikrobiom) aufrechtzuerhalten. Das Mikrobiom kann durch verschiedene Faktoren, einschließlich Menstruation und Aktivitäten wie Schwimmen, beeinflusst werden. Es ist jedoch normal, dass der Ausfluss und der Geruch während des Menstruationszyklus unterschiedlich sind. Lese dazu mehr in unserem Text Vaginalflora und Ausfluss.
In der Regel ist es nicht notwendig, Actigel zur Vorbeugung zu verwenden, wenn keine konkreten Anzeichen für eine Infektion vorliegen. Schädlich ist die Anwendung der verschiedenen Actigelprodukte aber sicherlich nicht – sie unterstützen auch die Entwicklung von „guten Bakterien“ (Laktobazillen) und haben einen präbiotischen Effekt. Der Gebrauch von bestimmten Produkten kann das natürliche Gleichgewicht allerdings auch stören und zu unerwünschten Effekten führen. Am besten beobachtest du das ein wenig. Wie gesagt, ich verstehe noch nicht, woran du deinen Bedarf festmachst.
Zum Stärken des Mikrobioms eignen sich neben Actigel auch:
- Probiotika: Diese können helfen, das gesunde Bakterienwachstum in deiner Vagina zu fördern. Dies kann in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder probiotischen Präparaten zum Einführen in die Vagina erfolgen. Siehe meine Empfehlungen im Anschluss.
- Baumwollunterwäsche: Trage möglichst atmungsaktive Unterwäsche aus Baumwolle, um Feuchtigkeit zu minimieren und eine gesunde Umgebung zu fördern.
- Vermeide duftende Produkte: Verwende keine parfümierten Seifen, Duschgele oder Intimdeodorants, da dies das empfindliche Gleichgewicht der Vagina beeinträchtigen kann. Lies dazu bitte auch unsere Tipps zur Intimpflege von Vulva und Vagina.
Mit diesen Probiotika habe ich gute Erfahrungen:
Für Blase und Vagina empfehle ich z.B. Lactobiogen Femin plus Kapseln. Dies ist ein Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der gesunden Harnblasenfunktion und natürlichen Vaginalflora.
Oder du wendest Omnibiotic Flora Plus Beutelchen an, diese sind in Wasser aufzulösen und einzunehmen, es baut die Scheidenflora auf.
Döderlein Med Vaginalkapseln bringen die Scheidenflora nach einer Antibiotikatherapie oder bei Ausfluss wieder in Balance.
Wenn du dazu noch weitere Fragen hast, melde dich gerne wieder bei Lilli. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 37594 von 07.11.2023
Hallo liebes Fragefenster,
diese Frage ist mir etwas peinlich. Ich habe jahrelang mit Wundheilungsstörungen und Fissuren im Analbereich gekämpft. Jetzt ist endlich alles verheilt, aber es ist total vernarbt und faltig und voller Marisken. OP zur Korrektur kommt nach der Geschichte nicht in Frage.
Beim Reinigen nach dem Stuhlgang habe ich große Probleme. Selbst wenn ich 30-40 Mal mit Klopapier wische, wird der After nicht sauber. Ich denke, es "klebt" unter und in den ganzen Falten und Narben. Ich wische teils so lange, bis ich wund bin und 3-4 Spülen muss um das Papier zu entsorgen. Selbst wenn es danach halbwegs sauber ist, arbeiten sich die Stuhlreste dann aus den Falten hervor und beim nächsten Toilettengang ist das Papier wieder so verschmutzt, als hätte ich mich nie gereinigt und der Po wird wund.
Ich habe feuchtes Toilettenpapier versucht, Reinigung mit Öl etc. Keine Besserung. Stuhlkonsistenz habe ich auch optimiert.
Meine Lösung ist, nach dem Stuhlgang in die Badewanne zu kauern und den Po abzuduschen. Dabe muss ich die Brause voll aufdrehen damit genug Wasserdruck da ist, um in alle Falten zu kommen (mit der Hand helfe ich noch nach). Ich benutze aber keinen Massagestrahl oder so. Danach ist alles sauber und bleibt sauber, zum Glück.
Ich fürchte jedoch, dass bei dieser Waschaktion, die ja teilweis bis zu 2x täglich stattfindet, auch immer Wasser IN die Vagina gelangt, weil der Duschstrahl ja senkrecht von unten auf diese Region gerichtet wird. Ich befürchte, dadurch meinem Vaginalmikrobion Schaden zuzufügen.
Wie kann ich dem entgegensteuern? Actigel? Wie oft soll ich das dann verwenden? Vorbeugend 1x pro Woche? Reicht das? Oder öfters? Das Produkt ist ja nicht gerade billig.
Über einen Rat würde ich mich freuen, vielen Dank!
Unsere Antwort
Für dich wäre grundsätzlich eine Klosomat-Toilette die ideale Lösung. Damit wird der Duschstrahl direkt auf den Anus gerichtet und er kann so gezielt gereinigt werden.
Wenn dies aber in deiner Wohnung nicht möglich ist, dann ist das Duschen in der Badewanne natürlich auch eine gute Lösung. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, einen Duschkopf zu kaufen, den man verstellen kann. So dass man auch die Einstellung eines relativ gezielten, also schmalen Strahls wählen kann, den du gezielt auf den Anus richten kannst.
Damit mit der normalen Duschbrause nicht zu viel Wasser in die Vagina läuft, kannst du die Vagina vielleicht mit der Hand abdecken oder etwas Wasserdichtes vor den Vaginaeingang halten.
Actigel ist sicher eine gute Variante, um die Vaginalflora zu unterstützen. Auch eine Ernährung mit Präbiotika, welche die guten Darm- und Vaginalbakterien "füttert", könnte dich auch unterstützen. Zu den Präbiotika gehören alle grünen Blattgemüse, generell Ballaststoffe, Hülsenfrüchte und mehr. Du kannst auch einfach mal "Präbiotika Lebensmittel" in deine Internetsuchmaschine eingeben und dir von den Listen auswählen, welche Lebensmittel du besonders gerne magst und diese häufiger essen.
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Frage Nr. 37592 von 07.11.2023
Hallo
Ich (w,20) habe eine Frage und zwar habe ich seit ca. einem Jahr so eine Verhärtung im seitlichen Bereich der Brust - gerade im Übergang zwischen Brust und Achselhöhle. Diese Verhärtung ist auf der rechten Seite besonders ausgeprägt, während sie auf der linken Seite mehr wie normales Brust - oder Lymphdrüsengewebe wirkt.
Lange Zeit dachte ich auch, es sei einfach
gesundes Gewebe oder ein Fibroadenom und habe ich die Sache für etwa ein halbes Jahr wieder vergessen, aber auf einmal ist es mir wieder aufgefallen und jetzt macht es mir plötzlich extrem Angst... Besonders weil sich die Verhärtung durch meinen Zyklus nicht wirklich verändert. Jedoch verschwindet die Verhärtung auf beiden Seiten, wenn ich mich vorbeuge und die Schultern nach vorne einziehe, weshalb ich eigentlich doch glaube, dass es bloss normales Gewebe ist, was ich da ertaste. Ausserdem lässt sie sich nicht verschieben, was dann ja auch auf gesundes Gewebe hindeutet und gegen ein Fibroadenom oder andere Tumore spricht...
Ich weiss, so eine Ferndiagnose ist nicht möglich und ich habe auch bereits vor, das anzusprechen bei einem Kontrolltermin mit meiner Hausärztin in ein zwei Wochen. Trotzdem komme ich mir ziemlich blöd und hypochondrisch vor, sie zu fragen, obwohl ich weiss, dass es wichtig wäre.
Könnt ihr mir vielleicht sagen, was das sein könnte?
Danke schonmals für eure Antwort!
Unsere Antwort
So wie du es beschreibst denke ich, dass du dir keine Sorgen machen musst. Aber es ist natürlich besser zu beurteilen, wenn man es direkt sehen und untersuchen kann. Von dem her finde ich es eine gute Idee, wenn du es deiner Hausärztin kurz zeigst bei deiner nächsten Kontrolle.
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Frage Nr. 37578 von 05.11.2023
Ich habe ein wenig Beeharung im Gesicht? Bin 23 Jahre alt.Ist das normal,haben das auch andere Frauen?
Unsere Antwort
Das kommt natürlich darauf an, wie stark diese Behaarung ist.
Eine leichte Behaarung im Gesicht kann bei Frauen normal sein, das ist je nach Ethnie ziemlich unterschiedlich. Es kann normal sein, dass Frauen eine leichte Behaarung an der Oberlippe, am Kinn oder an der Aussenseite der Wange haben. Da kann man auch ein wenig in der eigenen Familie schauen, was da normal ist.
Auffällig wäre es, wenn die Behaarung plötzlich innert kurzer Zeit stark zunehmen würde, auch an anderen Körperstellen wie zum Beispiel auf dem Brustbein oder am Bauch, oder wenn es fast nötig würde, die Gesichtsbehaarung zu rasieren, weil sie so ausgeprägt ist. In diesem Fall kann eine ärztliche Abklärung mit Hormonsuntersuchung sinnvoll sein.
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Frage Nr. 37571 von 04.11.2023
Ist es besser Intimhaare im Intimbereich zu haben oder soll man sie besser entfernen.Irgendwo habe ich gelesen,dass Intimhaare vor Bakterien schützen.Stimmt das?
Unsere Antwort
Ob du Intimhaare haben oder sie entfernen möchtest, das kannst du für dich selbst entscheiden. Beides ist vollkommen ok. Du kannst auch einfach mal beides ausprobieren und schauen, was sich für dich besser anfühlt.
Wir haben auch ein paar Texte zum Thema Intimbehaarung geschrieben. Du findest sie über die Schlagwortsuche. Klicke dazu oben rechts auf die Lupe und dann unter dem Suchfeld auf «Oder wähle einen Begriff aus Lillis Stichwortliste». Dort findest du unter dem Schlagwort «Schamhaare» die Texte, die dich zu dem Thema interessieren könnten.
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Frage Nr. 37567 von 04.11.2023
Hallo
Ich bin w16 und habe eine Frage über mögliche Vaginal Infektionen.
Ich treibe regelmässig schwimmen in der hallenbad. Ich ziehe mir um, gehe kurz duschen und dann ins wasser. Währenddessen trage ich ausserhalb des wassers flipflops. Ich sitze nicht am rand des schwimmbads und aucj nicht auf obeflächen, wenn ich nur mein badkleid an habe. Jedoch muss ich jeden Freitag mit der schule schwimmen gehen und da ist es anders. Da muss ich am rand des schwimmbecken sitzen, oft trage ich keine flipflops und komme häufig in kontakt mit oberflächen im hallenbad. Dazu noch sind nach dem schwimmen noch 10 minuten warm-pooling gedacht (heisses wasser). Ich dusche meistens danach die Haare und mein Körper, aber habe immernoch das badkleid an, weil wir nicht genug zeit haben um uns vollständig zu duschen. Natürlich ziehe ich das badkleid aus danach und ziehe wieder meine kleider an. Aber ich habe angst dass ich irgendwelche infektionen oder was auch immer bekommen habe. Wenn ich am späten Nachmittag nachhause komme, dann gehe ich immer duschen als erstes.
Unsere Antwort
Woher kommt deine Angst davor, dass du dir im Hallenbad eine Vaginal-Infektion einfangen könntest? Wurde dir das gesagt?
Von medizinischer Seite her gibt es kein grosses Risiko, dass du dir im Hallenbad oder auf einer Toilette eine Genital-Infektion holst. Das wird normalerweise stark überschätzt. Erstens sind die Hallenbäder unter starken Kontrollen bezüglich Hygiene. Das Wasser wird regelmässig auf Verunreinigungen kontrolliert und mittels Chemikalien desinfiziert.
Und zusätzlich ist unser Körper darauf eingerichtet, sich gegen Infektionen zu schützen. Die Haut bietet eine gute Barriere und zusammen mit dem Immunsystem gelingt es dem Körper, sich gegen eintretende Infektionen zu schützen.
Im Hallenbad sind die Füsse wenn schon am Gefährdesten, einen Fusspilz zu bekommen. Zu übertragbaren Vaginalinfektionen kommt es aber normalerweise nicht im Hallenbad. Ein Problem könnte höchstens sein, wenn der Genitalbereich zu lange im Nassen sitzt, also wenn nach dem Schwimmen noch sehr lange das nasse Badekleid getragen wird. Dann kann es in seltenen Fällen sein, dass die Frau eine genitale Pilzinfektion bekommt. Aber nicht, weil die Pilze irgendwo vom Hallenbad an ihre Vagina gelangt sind. Sondern eher, weil die Pilze aus ihrere Vaginalflora sich im Nassen besonders wohl fühlen, sich vermehren können und zu einer Infektion führen können.
Ich empfehle dir also, dir nach dem Schwimmen möglichst bald das nasse Badekleid auszuziehen und dich im Genitalbereich gut abzutrocknen. Zuhause nochmals duschen zu gehen würde ich dir nicht empfehlen. Durch zu häufiges Duschen kannst du deine Haut zu stark strapazieren.
Eine Genital-Infektionen holt man sich am häufigsten durch ungeschützten Sexualkontakt. Deshalb ist das Verwenden von Kondomen insbesondere bei Sex mit neuen Partnern der beste Schutz vor Vaginalinfektionen.
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Frage Nr. 37563 von 03.11.2023
Ich bins nochmal. 37499
Was mag ich an meinen Brüsten nicht?
-Also rein objektiv entsprechen die dem Schönheitsideal rund und C Körbchen.
- Optisch: Ich stecke immer viel Energie rein um sie zu verstecken. Hab ne Zeit mal 3 Jacken übereinander getragen im Sommer. Jetzt Männeroberkleidung die weit ist. Das ich nicht eher drauf kam. Männerkleidung betont weniger die Figur und hat kaum Ausschnitt. Finde ich super. Ich mag es wenn es mehrere Körbchengrösen kleiner, oder im Winter durch Jacken ganz flach aussieht.
Körperlich:
- Ich mag das Gefühl nicht Brüste zu haben. Es ist egal ob ich einen dünnen Stoffbh, einen Sportbh oder gar keinen BH anhaben alles ist unangenehm.
-Der Sportbh drückt am Rücken, obwohl er nicht zu klein ist, wenn ich länger sitze, oder im Winter mehrere Kleidungsstücke übereinander trage.
- Ohne BH sind meine Brustwarzen mehr der Temperatur ausgesetzt und verändern sich öfter was sich unangenehm anfühlt. Außerdem trage ich dann öfter Jacke.
Im Infotext stand das Brüste erogene Zonen sind. Das sehe ich anders:
- Manche Menschen finden es unangenehm wenn ihnen Wasser ins Ohr läuft. Ich finde das eher schön, aber ich vermeide es was schlecht fürs Ohr. Seitdem muss ich auch etwas seltener zum Ohrenarzt. Weil das Ohrenschmalz teilweise von selbst rauskommt.
- Ich hab erogne Zonen. Mag Berührungen am Rücken oder male mir alle paar Monate die Füße mit Kugelschreiber an, weil sich das gut anfühlt.
Brüste nicht gleich Frausein:
- Einige biologische Aspekte des Mannseins fände ich gut, Höhere Körpergröße, mehr Körperkraft, keine Kinder gebären können, aber zeugen können, einen flachen Oberkörper haben.
- Dinge die Transmänner bekommen können, mehr Körperbehaarung und tiefere Stimme, Masektomie.
- Ich mag meine Stimme. Nicht zu hoch und nicht zu tief. Finde meine Körperbehaarung okay, hab mir abgewöhnt die Beine zu rasieren, weil es mich nicht stört. Muss aber nicht mehr sein. Finde ne behaarte Brust auch eher weniger schön.
Den Prozess von Schwangerschaft das was im Körper wächst finde ich extrem abstoßend, (nicht unbedingt bei anderen die können ja machen wenn sie wollen) und wenn ich sehe wie jemand stillt schaue ich weg. Das da jemand an meinem Nippel saugt fände ich auch eklig, außerdem werden die nachdem stillen größer und sehen unschön aus ich will das für mich nicht.
Ich bin mir bewusst das bei einer Masektomie Narben entstehen, aber ich würde lieber einen Oberkörper mit Narben zeigen, als ein figurbetontes Top mit Ausschnitt. Den Körper wegen Brüsten verstecken und den Körper wegen Narben verstecken ist kein grosser Unterschied.
- Ich verstehe auch nicht warum Frauen unter einer Masektomie bei Brustkrebs leiden. ( Angst vor dem Tod und Krankheit, Angst das es wieder kommt verstehe ich.) Aber das das Gewebe weg ist und man versucht so viel wie möglich zu behalten. Ich würde mich eher ärgern wenn eine Brust dableibt sieht ja dann total ungleichmäßig aus. Will mich auf keinen Fall drüber lustig machen.
- Für mich fühlt es sich einfach wie ein Körperteil an das zu viel da ist. (Ich hab abstehende Ohren, aber die haben nur die anderen gestört. Ich hab da nie etwas operieren wollen. Deshalb sind die noch da. Ich bin mir aber bewusst, daß es rein objektiv mich nicht schöner macht und eben anders als bei den meisten aussieht.) Theoretisch könnte ich da zum Arzt gehen und die operieren lassen. Es würde mir keiner Steine in den Weg legen, aber mich stört es nicht.
- Bei meinen Brüsten ist es umgekehrt, C Körbchen gilt als Schönheitsideal und ich denke würde es schwer haben eine Masektomie oder Verkleinerung zu bekommen. (Ich bin lesbisch und ich finde weibliche Körper durchaus schön. Also finde ich Brüste nicht grundsätzlich hässlich. ) Aber bei mir selbst wenn ich sie sehe, oder spüre wenn ich mich tagsüber bewege. Es fühlt für mich an wie bei einem Mann der extrem übergewichtig ist und bei dem deshalb das Brustgewebe extrem verändert ist, oder wie bei einem Typen der zu viele weibliche Hormone in der Pupertät hatte und deshalb mehr Brustgewebe hat. Ein ähnliches Gefühl habe ich übrigens auch wenn ich den Busen nackt im Spiegel anschaue. (Aber bei Männern wird es verstanden bei mir eher nicht)
Ist etwas lang geworden.
Unsere Antwort
Danke für deine Antwort auf unsere Fragen. Für mich ist noch etwas offen, wie sehr die Brüste mit deiner Identität zusammenhängen. Genauer: Fühlst du dich denn wohl in der weiblichen Identität? Fühlst du dich innerlich als Frau – also unabhängig von äußerlichen Merkmalen wie den Bürsten? Vielleicht hilft dir dazu auch unser Text Welche Menschen sind genderqueer? Natürlich kann man sich als Frau fühlen und trotzdem die Brüste doof finden. Es könnte aber einfach interessant sein, mal zu reflektieren, wie das bei dir ist.
Ich denke, es könnte dir auch helfen, dir eine persönliche Beratung zu diesem Thema zu suchen. Vielleicht schaust du mal nach einer*einem passenden Psychotherapeut*in. Es wäre gut, wenn die Person sich mit den Themen Geschlechtsidentität und auch Beziehung zum Körper etwas auskennt. Vielleicht möchtest du ja lernen, deine Brüste zu akzeptieren, sie anders wahrzunehmen und sie vielleicht sogar als erogene Zonen entdecken. Dabei könnten sexual- und körpertherapeutische Methoden dir helfen. Und natürlich auch die Tipps aus unserem Text Wie freunde ich mich mit meinen Brüsten an?
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Frage Nr. 37544 von 31.10.2023
Hallo Zusammen, ich bin 17 und w. Vor einer Woche ging ich zum Frauenarzt. Beim Untersuch ist der Arzt mit dem Finger in mein Poloch eingedrungen. Ich liebe Analsex und deswegen habe ich mich ehrlich gesagt etwas gehen lassen und wurde erregt dadurch. Der Arzt hat das sicherlich bemerkt und im Nachhinein ist mit aufgefallen, dass er mich ziemlich penetriert hat. Ist das untersuchen vom Analbereich ein normaler Ablauf?
Grüsse
Unsere Antwort
Die Fingeruntersuchung des Anus kann zur gynäkologischen Untersuchung gehören. Allerdings wird dies eher bei älteren Frauen ab 50 Jahren gemacht und empfohlen. Denn erst dann steigt das Risiko für einen Tumor im Anus merklich.
Bei jungen Frauen wird der Anus eigentlich nur bei einer speziellen Fragestellung untersucht, also zum Beipsiel wenn die Frau Probleme mit dem After angibt wie Hämorrhoiden, Schmerzen beim Stuhlgang oder ähnliches.
Ich kann nicht so recht einschätzen, was da beim Untersuch geschehen ist. Hast du das Gefühl, dass der Arzt grenzüberschreitend war?
Es ist absolut Aufgabe des Frauenarztes, die professionelle Distanz und Abgrenzung einzuhalten. Wenn du dich diesbezüglich nicht wohl gefühlt hast, dann spreche mit einer Vertrauensperson und/oder spreche den Arzt direkt darauf an. Oder suche dir jemand anderes, der/die dich gynäkologisch und menschlich korrekt betreut.
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Frage Nr. 37543 von 31.10.2023
Kann man Multi gel actigel benutzen auch wenn man keine bakterielle Infektion hat oder kann das dann schaden? Nach der Periode ist die Vulva trocken
Unsere Antwort
Ja, du kannst Multi-Gyn ActiGel verwenden. Da Multi-Gyn ActiGel keine Antibiotika oder Antimykotika enthält, sollte es bei Anwendung normalerweise keine Schäden verursachen, selbst wenn Du keine bakterielle Infektion hast. Am meisten sagen dir dazu aber deine eigenen Erfahrungen.
Für alle, die es nicht kennen: Multi-Gyn ActiGel ist ein Produkt für den Intimbereich. Es wurde zur Pflege und Linderung von Beschwerden entwickelt, ausgelöst durch eine bakterielle Infektion. Es ist in der Regel für Frauen gedacht, die unter Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, Reizungen, Ausfluss oder unangenehmem Geruch im Vaginalbereich leiden. Man kann es rezeptfrei in Drogerien oder Onlineshops erwerben.
Dass deine Vulva nach der Periode trocken ist, hat eventuell mit dem natürlichen Östrogenabfall in der 2. Zyklushälfte zu tun. Benutzt du Tampons? Auch diese können die Haut in und um den Scheideneingang austrocknen. Vielleicht entfernst du auch regelmäßig deine Intimbehaarung? Dann besteht ein höheres Risiko, dass die Haut an der Vulva austrocknet. Jedes Haarfollikel hat auch eine Talgdrüse, welches fettenden Talg an die Haut abgibt.
Ich empfehle dir deine Vulva (die ist außen) regelmäßig mit Produkten mit wenig oder ohne Chemie und Zusatzstoffe zu pflegen. Zum Beispiel ein gutes Olivenöl, eine sanfte Body Lotion, eine neutrale Fettcreme (zum Beispiel Anti-Dry Mandelöl Salbe), kaltgepresstes süsses Mandelöl aus der Apotheke, natives Kokosöl, hochwertige Pflegeöle, zum Beispiel Arganöl oder Granatapfelöl. Die Vagina braucht kein Öl, aber es macht ihr nichts aus, wenn Öl hineinkommt. Schau doch auch mal in unseren Text Intimpflege: Wie pflege ich meine Vulva und Vagina?
Achtung! Die meisten Pflegeprodukte sind nicht kondomverträglich bei Verwendung von Latexkondomen. Falls du mit Kondom verhütest, informiere dich bitte in diesem Text, welche anderen Kondome du nutzen kannst.
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Frage Nr. 37539 von 31.10.2023
Ist es normal ca. 1-2 Wochen nach der periode dunkelbraunen und roten schleimigen Ausfluss zu haben? Den braunen habe ich immer mal wieder.
Unsere Antwort
Möglicherweise handelt es sich um eine Ovulationsblutung, also um eine kurze Blutung um den Eisprung herum. Die Farbe der Blutung hängt normalerweise von der Blutungsstärke ab. Eine rote Blutung deutet meist auf eine etwas stärkere Blutung hin. Eine braune Blutung auf eine etwas schwächere, langsam fliessende Blutung.
Eine kurze Blutung um den Eisprung herum hat in der Regel keine krankhafte Bedeutung. Wenn du allerdings oft und zu unterschiedlichen Zeiten im Zyklus Schmier- oder Zwischenblutungen hast, würde ich das mal mit deiner Frauenärztin anschauen.
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Frage Nr. 37518 von 24.10.2023
Hallo! ich bin weiblich und 27 Jahre alt.Ich habe schon seit einigen Jahren Juckreiz ein paar Tage vor, während und nach der Periode im äußeren Intimbereich. Meine Vulva ist nach der Periode sehr trocken.Ich habe mich untersuchen lassen und habe weder Pilze noch Bakterien.Es ist für mich sehr belastend.
Warum juckt es wenn eigentlich alle Untersuchungen in Ordnung sind?
Was kann ich gegen den Juckreiz tun? Könnt ihr mir irgendwelche Cremes empfehlen?
Danke
Unsere Antwort
Ein Juckreiz im Intimbereich kann zahlreiche unterschiedliche Ursachen haben. Eine Infektion mit Bakterien oder Pilzen hast du bereits ausgeschlossen. Die häufigsten nicht-infektiösen Ursachen sind vor allem eine übermäßige Intimhygiene und die Anwendung schlecht verträglicher Pflegeprodukte.
Wie reinigst du dich? Welche Pflegeprodukte benutzt du bisher?
Zum Thema Intimhygiene: Es reicht, die Vulva mit Wasser und am besten deiner Hand 1x täglich zu waschen. Eine Vagina, also der innere Bereich, kann sich wunderbar selbst reinigen durch die Milchsäurebakterien. Lies hierzu bitte auch unsere Vulva - Pflege und Hygiene-Tipps.
Zum Thema schlecht verträgliche Pflegeprodukte: Konservierungsstoffe können allergische Reaktionen verursachen, Emulgatoren stören die Hautbarriere und fördern das tiefe Auswaschen wertvoller Hautfette, und Säuren oder Laugen können Brennen und Juckreiz hervorrufen.
Für die äußere Pflege benutze am besten nur Produkte mit rückfettenden, hautberuhigenden Eigenschaften. Sehr gut wird in der Regel einfaches Kokosöl vertragen. Es stärkt die Hautbarriere und kann Entzündungen hemmen. Wenn du den Geruch nicht magst, kannst du neutrales Kokosöl verwenden.
Ansonsten gibt es zum Beispiel auch VEA Olio, reines Vitamin E-Öl für den äußeren Intimbereich, welches juckreizlindernd wirkt.
Besonders zu empfehlen sind die gYno Lipidgele von der Marktapotheke Greiff, die ganz neu entwickelt wurden. Sie sind frei von allen reizenden und chemischen Inhaltsstoffen, wirken entzündungshemmend und reizlindernd. Mehr dazu findest du unter GYNO - Vaginalprodukte
Die Pflege, für die du dich entscheidest, wendest du am besten für 1 bis 2 Wochen täglich an.
Besonders wichtig ist eine tägliche rückfettende Pflege, wenn du die Intimhaare regelmässig entfernst. Denn dann besteht ein höheres Risiko, dass die Haut an der Vulva austrocknet. Jedes Haarfollikel hat auch eine Talgdrüse, welches fettenden Talg an die Haut abgibt.
Achtung! Die meisten Pflegeprodukte sind nicht kondomverträglich mit Latexkondomen. Falls du mit Kondom verhütest, informiere dich bitte in diesem Text, welche anderen Kondome du nutzen kannst.
Du schreibst, dass das Jucken bei dir vor allem rund um die Periode auftritt. Damit bist du nicht allein. Da das Östrogen in der zweiten Zyklushälfte jeweils abnimmt, verspüren einige Frauen um ihre Menstruation herum ein Brennen oder Jucken im Intimbereich.
In dieser Zeit kannst du unterstützend Milchsäurepräparate anwenden. Produktbeispiele sind Vagisan Milchsäure Vaginalzäpfchen oder auch die Döderlein Vaginalkapseln. Diese führst du direkt in die Vagina ein, wo sie das Milieu positiv beeinflussen. Zum Einnehmen gibt es alternativ auch probiotische Präparate, zum Beispiel, Omnibiotic Flora Plus Beutelchen oder Lactobiogen Femin plus Kapseln.
Es gibt noch ein paar weitere Dinge, auf die du achten kannst. Für ein gesundes vaginales Mikrobiom empfehle ich:
- Unterwäsche: Baumwollunterwäsche bevorzugen und auf synthetische verzichten.
- Kleidung: Locker geschnittene Hosen tragen. Zu eng sitzende Kleidung erzeugt Reibung und kann die Vaginalflora stören.
- Hygiene: Auf parfümierte und seifenhaltige Produkte verzichten und den Intimbereich mit einer milden Waschlotion reinigen oder einfach nur Wasser verwenden. Nach dem Toilettengang von vorne nach hinten abwischen.
- Monatshygiene: Tampons können die Vagina austrocknen. Monatsprodukte wie die Menstruationstasse oder Periodenunterwäsche bzw. Stoffbinden belasten die Vaginalflora nicht unnötig.
- Gezielt unterstützen: Bei regelmässigen Beschwerden im Vaginalbereich (zum Beispiel vor oder nach der Menstruation) kannst du deine Vagina mit zugeführten Milchsäurebakterien unterstützen. Siehe oben.
Auch Stress kann das empfindliche Gleichgewicht der Vagina durcheinander bringen. Wie ist das derzeit bei dir?
Schau mal, welche Erfahrungen du mit den oben genannten Dingen machst. Du kannst uns auch wieder schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 37517 von 24.10.2023
Hey,
Ich hatte vor ca 3 Wochen mein erstes mal, und seit dem hab ich Schmerzen/ unangenehmen Juckreiz am Scheideneingang. Besonders unangenehm ist es beim auf Klo gehen oder anhalten. Ist das normal?
Unsere Antwort
Wenn ich dich richtig verstehe, hast du seit 3 Wochen Schmerzen und Juckreiz. Nein, das ist nicht normal.
Bitte lass das von einer Frauenärztin anschauen. Sie kann dir sagen, was es ist und helfen, dass es heilt.
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Frage Nr. 37511 von 24.10.2023
Hallo Lilli,
meine Vagina riecht plötzlich nicht gut, aber ich habe keine Beschwerden. Der Geruch ist auch nicht fischig. Aber es riecht anders als sonst und sehr unangenehm. Was kann das sein?
Falls ein Tampon vergessen wurde, könnte ich den Tasten? Ich habe mich innerlich ausgetastet, konnte keinen Tampon finden. Oder kann der sich irgendwo verstecken wo mein Finger nicht hinkommt?
Danke für eine Antwort!
Unsere Antwort
Ein vergessener Tampon könnte theoretisch schon der Grund sein. Grundsätzlich solltest du diesen eigentlich schon selbst tasten können, aber gerade an die hintere Fornix zu kommen, also ans hintere obere Ende der Vagina, kann manchmal beim selbst tasten etwas schwierig sein, weil dafür der Arm nicht lang genug ist.
Ich würde dir auf alle Fälle empfehlen, zu deiner Frauenärztin zu gehen, damit sie mit der Spekulum-Untersuchung die ganze Vagina einsehen kann. Falls es kein vergessener Tampon ist, kann sie sich das Scheidensekret im Mikroskop anschauen, um eine Infektion ausschliessen oder behandeln zu können.
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Frage Nr. 37508 von 23.10.2023
Hallo Lilli,
1. Frage
Kann ich die Elanee Beckenbodentrainingshilfen benutzen, wenn ich eine Spirale habe?
2. Frage
Wie wird Frau enger?
Unsere Antwort
- Ja, das ist kein Problem.
- Um die Frage besser beantworten zu können, würde mich zuerst interessieren, weshalb Frau enger werden soll? Also was ist das Anliegen hinter der Frage? Hat die Frau zum Beispiel das Gefühl, dass sie zu wenig spürt beim Sex? Hat eventuell der Partner das Gefühl, dass er mit seinem Penis zu wenig spürt in der Vagina, die ihm zu weit erscheint? Hat die Frau Kinder geboren und sie erlebt nun ihre Vagina anders als vorher? Hat sie Probleme mit dem Urin zurückhalten? Hat sie Probleme, die sexuelle Erregung zu steigern beim Geschlechtsverkehr?
Grundsätzlich kann die Vagina durch Anspannen des ringförmigen Scheidenverschlussmuskels, welcher ein Teil der Beckenbodenmuskulatur ist, enger gemacht werden. Dieser ringförmige Muskel kannst du selbst erstasten, wenn du mit deinem Finger in die Vagina gleitest und mit der Vagina versuchst, den Finger zu umschliessen oder ihn zusammenzudrücken. Der Muskel befindet sich im unteren Drittel der Vagina, er beginnt kurz nach dem Scheideneingang und kann den darinliegenden Finger auf einer Länge von zirka 3-4 Zentimetern umschliessen und zusammendrücken. Dieser Muskel kann trainiert werden, einfach, indem du ihn immer wieder anspannst und wieder löst. Du kannst zum Beispiel 10 Mal kurz spannen und lösen. Oder du kannst mal schauen, was ist die maximale Kraft und wie lange kannst du den Muskel maximal angespannt halten? Du kannst auch sanfter und langsamer spannen und lösen wie eine ansteigende und abfallende Kurve. Spiel damit und finde heraus, was du mit dem Muskel alles tun kannst und was dir am besten gefällt.
Du kannst natürlich auch Beckenbodentrainingshilfen benutzen wie die Elanee-Kegel. Oder es gibt auch Gerätchen, die du in die Scheide einlegen kannst und die den Druck messen, welchen du mit einem verbundenen App direkt visuell verfolgen kannst wie zum Beispiel Elvie. Aber eigentlich braucht es gar nicht unbedingt solche Hilfsgeräte. Der Vorteil am mit dem Finger üben ist, dass du gleich am Finger selbst verfolgen kannst, was dein Scheidenverschlussmuskel macht und wie es sich anfühlt. Je besser du mit diesem Muskel vertraut bist, desto einfacher kannst du später auch ohne Finger üben, da du nun deine Beckenbodenmuskeln immer besser kennst und spürst. Dann kannst du auch während der Seslbstbefriedigung und beim Partnersex zu experimentieren beginnen. Denn dieser Muskel ist meist auch beteiligt bei der Steigerung der sexuellen Erregung. Wenn du ihn rhythmisch anspannst und wieder entspannst, zum Beispiel parallel zum Ausatmen und Einatmen, kann dies, gerade wenn du schon sexuell erregt bist, wie eine Pumpe wirken, die deine sexuelle Erregung noch intensiver und stärker macht.
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Frage Nr. 37499 von 23.10.2023
Kann man sich auch als Frau die Brüste entfernen lassen? Oder muss man dafür Transgender sein? Ich hasse die Dinger einfach seit ich elf bin. Fasse die auch nie an weil ich die so eklig finde.
Unsere Antwort
Du stellst eine schwierige Frage. Grundsätzlich muss für eine Brustentfernung – wenn sie von der Versicherung bezahlt werden soll – ein medizinischer Grund vorliegen. Bei trans* Personen ist dieser Grund der Leidensdruck, den die Brüste erzeugen, weil sie nicht zur Geschlechtsidentität passen.
Es kann vielleicht auch Fälle geben, in denen der Leidensdruck durch etwas anderes verursacht wird. Dafür gibt es aber keine klaren Richtlinien.
Mich würde interessieren, was genau du denn nicht magst an deinen Brüsten? Was findest du daran „eklig“? Vielleicht möchtest du auch mal unseren Text Warum mag ich meine Brüste nicht? lesen.
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Frage Nr. 37480 von 26.09.2023
Inwiefern hilft Floradix Kräuterblut mit Eisen den Eisenhaushalt wieder aufzufüllen?
Mir ist der verantwortungsvolle Umgang mit Supplements bewusst.
Unsere Antwort
Floradix ist ein gutes Präparat, um dem Körper Eisen zuzuführen. Die Dosierung des Eisens ist zwar relativ niedrig. Wegen dem Zusatz von Vitamin C kann aber das Eisen besser vom Darm in den Körperkreislauf aufgenommen werden. Zusätzlich enthält es noch verschiedene B-Vitamine inklusive Folsäure, welche viele Stoffwechselvorgänge unterstützen.
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Frage Nr. 37477 von 26.09.2023
Hallo Lilli Team
Ich bin 16 Jahre alt und weiblich. Ich bin ohne Mutter aufgewachsen und lebe alleine mit meinem Vater. Ich habe jetzt seit einem halben Jahr meine Periode und so nach und nach kommen mir ein paar Fragen. Ich hab meinem Vater davon auch ein paar gestellt aber er konnte mir nicht wirklich antworten.
1. reicht es wenn ich mich unten nur abbrause oder muss ich mich mit einem Waschlappen sauber machen?
2. wie oft sollte ich meine Binde wechslen? Geh ich nach dem aus wie voll die ist oder kann’s sie den ganzen Tag drin sein?
3. sollte ich immer ein Slipeinlage tragen? Oder was ist der Grund warum Frauen eine tragen?
4.ich sehe Frauen oft mit einen kleinen Mäppchen auf‘s Klo gehen. Was ist da drin? Brauch ich auch so was?
5. ich möchte gerne periodenunterwäsche benutzen. Was muss ich da beachten? Wie viele Perioden Unterhosen muss ich für eine normale Periode kaufen? Kann ich eine Perioden Unterhose den ganzen Tag tragen?
6.stimmt es das ich mir keine Sorgen machen muss von einem Jungen schwanger zu werden, wenn ich mich angezogen auf ein sperma Fleck setzte oder mich mit Klopapier abwische, an den sperma dran ist? Die Frage macht mir sehr sorgen.
Seit ich jetzt weis das ich schwanger werden kann, bin ich sehr ängstlich geworden und nimm jetzt auf die Toilette nur mein eigen mitgebrachtes Klopapier und setzt mich nur noch mit einer Jacke auf ein Stuhl. Mein Papa meint dann würden ja lauter schwanger rum laufen aber ich bin so unsicher jetzt. Ich möchte noch keine Pille nehmen. Ich möchte auch noch kein Freund.
Danke :)
Unsere Antwort
1. Um dein äusseres Geschlecht, also deine Vulva, zu reinigen, genügen Wasser und deine Hand. Mehr zum Thema Intimpflege kannst du ausserdem in diesem Text nachlesen.
2. Wie oft du deine Binde wechseln solltest, hängt von der Stärke deiner Periode ab. Du kannst sie dann wechseln, wenn sie voll ist. Du solltest sie aber spätestens alle 6 Stunden wechseln, weil sich in der Binde sonst Bakterien sammeln können. Mehr zum Thema Binden findest du in diesem Text.
3. Manche Frauen tragen Slippeinlagen, weil sie sich mit ihnen frischer fühlen. Zum Beispiel, weil die Slipeinlagen den Ausfluss auffangen und frischer riechen. Slipeinlagen können dir auch helfen, deine Unterhose vor Blutflecken zu schützen, wenn du deine Periode erwartest. Regelmässig Slipeinlagen zu tragen, ist aber nicht unbedingt notwendig. Ob du sie tragen möchtest, kannst du für dich selbst entscheiden.
4. Wenn Frauen mit einem kleinen Mäppchen auf die Toilette gehen, kann es sein, dass dort Periodenprodukte wie Tampons oder Binden drin sind. Wenn du dich damit wohler fühlst, kannst du auch so ein Mäppchen nutzen. Du kannst aber Tampons und Binden auch einfach in deiner Hosen- oder Jackentasche transportieren. Und es kann natürlich auch sein, dass manche Frauen Kosmetikprodukte oder ganz andere Dinge in dem Mäppchen verstauen.
5. Auch bei der Periodenunterwäsche hängt es von der Stärke deiner Periode ab, wie lange du sie tragen kannst. Meistens kannst du eine Periodenunterhose den ganzen Tag lang tragen. Und wenn deine Periode sehr stark ist, kann es sein, dass du die Unterhose im Lauf des Tages wechseln musst. Wenn du weisst, wieviele Tage eine normale Periode bei dir dauert und wie stark sie für gewöhlich ist, kannst du entscheiden, wieviele Unterhosen du dir kaufen möchtest. Und wenn sie mal nicht für eine Periode reichen sollten, kannst du sie natürlich zwischendrin waschen und dann wieder verwenden.
6. In den Fällen, die du beschreibst, kannst du nicht schwanger werden. Du brauchst dir darum also keine Sorgen zu machen. Du kannst nur dann schwanger werden, wenn Spermien mit genügend Samenflüssigkeit direkt in deine Vagina gelangen. In den allermeisten Fällen werden Menschen bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr schwanger. Es ist eine falsche Vorstellung, man könne sich mit einer Schwangerschaft im Alltag "anstecken". Das kannst du in diesem Text genauer nachlesen. Und wenn du grosse Angst vor einer Schwangerschaft hast, interessiert dich vielleicht auch der Text «Ich (w) habe Angst vor einer Schwangerschaft: Was tun?». Du entscheidest, wann für dich der richtige Zeitpunkt ist für einen Freund und für Verhütung. Da brauchst du dir keinen Druck machen.
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Frage Nr. 37438 von 19.09.2023
Ich (w,20) kann nichts in meine Vagina einführen. Wenn ich es versuche, geht es nur mühsam und schon nach paar Zentimetern komme ich nicht mehr weiter. Ausserdem fühlt es sich auch emotional irgendwie unglaublich unangenehm an und auch wenn es übertrieben klingt, würde ich dabei am liebsten weinen.
Bei einem Gynäkologen war ich noch nie, obwohl ich weiss, dass ich mal gehen sollte mit 20. Ich glaube zwar nicht, dass ich Vaginismus habe, da ich keine Verkrampfungen meiner Vagina merke und auch keine Schmerzen verspüre... Trotzdem fühlt es sich an, als ob etwas falsch ist mit mir, besonders, weil ich es mir nicht erklären kann.
Ich würde nämlich weder vergewaltigt, noch habe ich sonst irgendwelche traumatischen sexuellen Erfahrungen gemacht. Ich wurde zwar zweimal sexuell belästigt, aber nicht angefasst, sondern es wurden einmal einfach verbal sehr unschöne Dinge geäussert, als ich nicht auf eine sehr erniedrigende Anmache und Nachlaufen reagiert habe und einmal wurde ich im Bus von einem Betrunkenen angemacht. Natürlich war das im Moment schlimm, aber nach ein paar Wochen war ich nur noch wütend, wenn ich daran dachte und ich bin sehr sicher, dass mich das nicht traumatisiert hat.
Auch wenn es schwer beurteilbar ist online - haben Sie eine Idee, was mit mir los sein könnte?
Unsere Antwort
Du beschreibst die Symptome des Vaginismus. Viele Frauen nehmen die Verkrampfung der Beckenbodenmuskulatur nicht durch Schmerz oder Spannung wahr. Dir ist zum Beispiel das Eindringen emotional unangenehm. In jedem Fall geht es um die Festigung der Beziehung zum eigenen Geschlecht. Konkret könntest du dich fragen, wie du Zugang zu den Innenräumen deines Körpers tolerieren lernst, ohne dass sich das für dich falsch anfühlt. Wir haben in unseren Texten viele Übungen beschrieben, weil wir wissen, dass wiederholte Berührung zu einer Gewöhnung führt. Mit der Zeit erleichtert dir das den Zugang zum inneren Geschlecht. Auch die Beschäftigung mit anderen «Körperhöhlen», das Wärmen der Hände in der Achselhöhle, das vorsichtige Erkunden der Ohrmuschel, das Ertasten der Mundhöhle etc. kann bei der Aneignung des inneren Geschlechts helfen.
Vaginismus setzt nicht voraus, dass du traumatische Erfahrungen gemacht hast. Wenn deine Vagina unberührt bleibt, kann sie auch fremd bleiben. Darum raten wir allen Frauen, die ersten Erkunderinnen des eigenen Inneren zu sein und aus dem fremden Bereich bekanntes Terrain zu machen. Damit ermöglichst du dir Begegnungen mit anderen Geschlechtern.
Wenn du zu einer Gynäkologin gehen möchtest, kannst du zum Beispiel beim ersten Besuch auf eine gynäkologische Untersuchung verzichten oder die Ärztin um einen längeren Termin bitten, damit du Zeit genug hast, dich auf die Untersuchung einzustellen.
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Frage Nr. 37436 von 18.09.2023
Liebe Lilli,
Ich bin weiblich, 26, und folgende Frage: ich habe immer wieder mal Juckreiz an der Vulva, manchmal auch mit leichtem brennen (kommt ca so alle drei Monate, und zeitenweise auch etwas häufiger aber dann meinst nur ganz leicht). Ich war deswegen schon mal beim Frauenarzt aber man hat nichts diagnostizieren können. Es ist nicht extrem stark aber beunruhigt mich dennoch. Es ist mir aufgefallen dass dies vor allem in den 5-10 Tagen vor der Periode auftritt. Und meistens in der "unteren" Hälfte der Vulva d.h. Richtung Damm, sowohl ziemlich aussen auf den äusseren Labien als auch um den Vagina Eingang herum. Und, oft nach Geschlechtsverkehr fühlt sich vor allem der untere Bereich des Vaginaeingangs etwas gereizt an. Und nicht immer aber manchmal spüre ich ein brennen beim einführen des Penis mit Kondom (wirklich nur am Eingang der Vagina, tiefer innen in der Vagina habe ich kein brennen/keine Beschwerden). Gibt es vielleicht ein paar Tipps, auf die ich mal noch achten/ausprobieren könnte, und vor allem da es meistens eher in den Tagen vor der Periode auftritt, könnte es heissen das etwas mit dem Zyklus nicht in Balance ist? Danke!!!
Unsere Antwort
Ich rate dir, die Vulvahaut gut zu pflegen. Lies hierzu unsere Tipps zur Intimpflege.
Häufig entstehen Probleme mit der Vulva durch ein paar typische Pflegefehler: Sehr häufiges Waschen der Vulva mit Seife kann zum Beispiel die Vulvahaut belasten und sie entfetten, wodurch sie empfindlicher und reizbarer wird. Wir empfehlen deshalb, die Vulva möglichst nur mit Wasser zu waschen oder allenfalls mit einer pH-neutralen Intimseife. Frauen mit trockener Haut und bei regelmässiger Entfernung der Intimhaare empfehlen wir eine regelmässige Pflege der Vulva mit einem Öl oder einer fettenden Creme. Beim Öl ist vor allem die gute Qualität des Öls wichtig und möglichst keine Cremes, die aus Petrolöl/Paraffinen hergestellt werden.
Die Vagina und Vulva sind natürlicherweise unterschiedlich feucht während des Zyklus. Es ist nicht selten, dass sich gerade in den Tagen vor der Periode die Vulva und Vagina eher trocken und allenfalls empfindlicher anfühlt, insbesondere, wenn sie etwas im Ungleichgewicht ist. Das bedeutet also nicht, dass mit dem Zyklus etwas nicht in Ordnung ist. Probier mal, die Vulva so zu pflegen, wie in unseren Tipps zur Intimpflege empfohlen. Dadurch sollten sich deine Beschwerden verbessern.
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