Frage Nr. 37430 von 17.09.2023
Sind Dehnungsstreifen am Busen normal?
Hab an der einen Brust etwas schrumpelige Haut neben der Brustwarze, bei der einen Brust nicht. Oder deutlich weniger. Meine Frauenärztin wo ich vor ca. 1- 2 Jahren war meinte das wäre normal wenn man älter wird. Aber ist es normal das es so ungleich ist? Die eine Brust tut auch manchmal weh und fühlt sich härter an.
Bin w 27
Unsere Antwort
So wie du es beschreibst, handelt es sich für mich eher nicht um Dehnungsstreifen, sondern um die normale Areola, also den Hautbereich um die Brustwarze herum. Diese etwas schrumpelige Haut kommt durch die Brustdrüsenausführungsgänge zustande, die sowohl in der Brustwarze, aber zum Teil auch um die Brustwarze herum enden. Dieses schrumpelige Aussehen ist also völlig normal. Und es ist auch normal, wenn es nicht völlig symmetrisch ist, also auf beiden Seiten gleich.
Wenn du allerdings Beschwerden hast wie Schmerzen oder tastbare Verhärtungen, würde ich es zur Sicherheit mal der Frauenärztin zeigen gehen.
Dehnstreifen sehen übrigens wie etwas hellere längliche Streifen aus, die meist radiär, also sternförmig auf der Brust vom Zentrum nach aussen verlaufen. Sie entstehen durch ein Überdehnen der Haut, wenn die Brust zum Beispiel in der Pubertät sehr schnell gewachsen ist, bei einer raschen und ausgeprägten Gewichtszunahme mit dadurch grösseren Brüsten oder in der Schwangerschaft. Also immer dann, wenn die Haut nicht genügend Zeit hat, um sich an die "Schwellung" anzupassen. Dann kommt es zu kleinen Hautrissen, die zuerst röter, also dunkler sind als die normale Haut, und danach abblassen, also langfristig heller werden als die normale Haut.
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Frage Nr. 37414 von 14.09.2023
Stimmt es: es geht bei Unterdrückung von Frauen oder Übergriffe, Vergewaltigung etc... um MACHT?
Nicht um Männer, die die eigenen Triebe nicht im Griff haben? Man könnte sonst argumentieren, wenn Männer sich nicht unter Kontrolle haben können, sollten sie auch nicht regieren,Verantwortung übernehmen können usw. Oder?? Sonst könnte man damit argumentieren?
Und warum gibt es ein patriachiales System eigentlich?
++++++++
Einen weiblichen Körper zu haben ist eh bloß scheiße.
Man ist körperlich schwächer als Männer. Man kann schwanger werden. Man hat Brüste die auch nicht mehr weggehen. Man hat eine Menstruation (die irgendwann aufhört). Männer finden einen attraktiv, was einfach nur nervig ist. Frau sein ist einfach kacke
Unsere Antwort
Deine Fragen sind klug. Man kann mit ihnen argumentieren.
Wenn jemand sich nur mächtig fühlt, wenn er andere erniedrigt, sollte er dann regieren und Verantwortung übernehmen?
Alle Menschen kennen Ohnmachtsgefühle. Aber nicht alle erniedrigen andere, um sich selbst grösser zu fühlen. Überleg du mal selbst, wie du dich selbst handlungsfähig machst, so dass du dich deiner selbst mächtig fühlen kannst. Das ist für alle Menschen ein Thema. Und wenn sich jede Person um die eigene Handlungsfähigkeit kümmert, hat ein patriarchales System mit dem Anspruch auf Alleinherrschaft viel weniger Chancen.
Schade, dass du beim Spiel der Entmächtigungen mitspielst. Was ist am weiblichen Körper schlechter als am männlichen? Nur wenn du selbst dich im Rahmen patriarchaler Denkmuster bewegst, machst du den männlichen Körper wertvoller und wertest Frauen ab.
Ich wünsche dir sehr, dass du lernst, dich auf Augenhöhe mit Männern zu bewegen. Welche Antwort findest du auf das Begehren der Männer? Kannst du dich davor nur klein machen und nerven oder pflegst du auch eigenes Begehren?
Am Ende dieser Antwort findest du Textvorschläge, die sich um sexuelle Selbstsicherheit und Weiblichkeit drehen.
Diese Antwort gilt auch für Frage 37415. Wir beantworten beide Fragen zusammen, da sie nacheinander gestellt wurden und von ähnlichen Themen handeln.
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Frage Nr. 37373 von 07.09.2023
Hallo, ich bin w,25:
Warum ist das so, dass die zweite Zyklushälfte nur 18 Tage lang sein kann? Zählt die ab dem Zeitpunkt des Eisprungs oder ab wann?
Unsere Antwort
Die zweite Zyklushälfte müsste eigentlich zweite Zyklusphase heißen, denn sie teilt den Zyklus nicht in der Hälfte. Sie beginnt mit dem Eisprung. Deine Frage wird in diesem Text von mynfp beantwortet.
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Frage Nr. 37370 von 07.09.2023
Hallo
Ich habe eine etwas komische Frage:
Ich habe soeben eine Folge Puls (Srf) gesehen, jene mit dem Titel "die Macht unserer Gedanken" , welche davon handelt, dass die eigenen Gedanken einen starken Einfluss auf die Gesundheit und den Körper haben.
Im Fokus stand vor allem, dass Menschen, welche glaubten, dass sie etwas Gutes/Gesundes tun, danach tatsächlich Besserung zeigten, während die Kontrollgruppe mit gleicher Tätigkeit gleich blieb. Also zB wurde Reinigungspersonal in einer Studie auf die körperliche Fitness und Gewicht getestet, den einen wurde gesagt, dass sie bloss deren Gesundheitszustand überprüfen, den anderen zusätzlich, dass ihre Reinigungsarbeit die gleichen positiven körperlichen Folgen habe wie ein Fitnesstraining -und jene Gruppe war zu Schluss der Studie tatsächlich viel fitter als die anderen, obwohl beide Gruppen derselben Tätigkeit nachgingen. Bloss, weil die anders "dachten".
Nun aber zu meiner Frage; ich habe in den letzten Jahren immer wieder kleinere Episoden von Zwangsgedanken gehabt. Zum Beispiel, dass ich plötzlich etwas Schlimmes tun könnte, weil ich mich nicht unter Kontrolle haben könnte oder ähnlich.
Und nun hat mich diese Sendung ganz durcheinander gebracht, weil ich mir gedacht habe, dass wenn positives Denken sich positiv auf die (körperliche) Gesundheit auswirkt, so wird negatives Denken sich auch negativ auswirken. und nun kommen die ganze Zeit negative aufdringliche Gedanken, welche zB mir einreden; "du wirst jeden Tag schwächer" oder "deine Haare fallen dir immer mehr aus"
Also um mich nochmals zu erklären; diese Gedanken sind sozusagen jetzt nur da, weil ich eben NICHT solche Gedanken möchte, und jetzt wo meine Gedanken sozusagen wissen, dass sie eine Auswirkung haben können, dringen sie sich umso mehr in mir auf, als wären es so kleine Monster, welche mich ärgern wollen. Jetzt habe ich Angst, dass diese negativen aufdringlichen Zwangsgedanken nachher tatsächlich einen schlechten Einfluss auf meinen Körper haben werden, was diese Gedanken wiederum nur NOCH mehr verstärkt.
Denkt ihr, das kann wirklich sein? Ich habe gerade sehr grosse Angst.
liebe Grüsse, w,20
Unsere Antwort
Deine Angst ist wohl die Schwester deiner Zwangsgedanken. Du hast früher ab und zu Gedanken zu Kontrollverlust gehabt. Ich nehme an, die Gedanken waren aber noch nie Ursache für schlimme Handlungen. Die SRF-Sendung habe ich nicht gesehen. Hier waren wohl Gedanken gemeint, die sich auf körperliche Fitness auswirken. Das ist eigentlich eine alte Geschichte. Manche Spitzensportler erhöhen ihre Leistung durch mentales Training. Sie konzentrieren sich in Gedanken auf die Bewegungsabläufe. Tatsächlich erreichen sie damit deutliche Verbesserungen.
Dies ist auch bei Reinigungspersonal leicht nachvollziehbar. Möglicherweise gehen einige Reinigungsfachleute lustlos an die Arbeit. Lustlosigkeit senkt den Muskeltonus, die Arbeit wird anstrengend, die Lustlosigkeit steigt, es wird noch anstrengender. Der Aufwand wird auf ein Minimum reduziert. Die Fitness steigt nicht.
Das Reinigungspersonal geht mit dem Bewusstsein an die Arbeit, etwas Gutes für Gesundheit und Lebensqualität zu tun. Die Personen gehen mit Lust an die Arbeit. Ein erhöhter Muskeltonus erleichtert die verschiedenen Arbeiten. Vielleicht denken einige bei den Bewegungen sogar über die Muskelgruppen, die gerade trainiert werden nach und intensivieren die Bewegung. Die Fitness steigt.
Mit deinen zwanghaft negativen Gedanken, kannst du dir sicher die Stimmung verderben. Möglicherweise bewegst du dich auch weniger und bist dann weniger fit. Dann fühlst du dich schwächer. Dir wird mit deinen Gedanken sicher kein vermehrter Haarausfall gelingen. Allerdings wirst du sehr genau beobachten, wenn wieder ein Haar ausfällt oder sogar mehrere auf einmal. Dann wirst du dich bestätigt fühlen und einen vermehrten Haarausfall wahrnehmen.
Wenn du diese Gedanken nicht haben möchtest, reicht Wünschen oder Wollen nicht aus. Du musst es mit diesen kleine Monster-Gedanken ernst meinen. Es braucht also eine Instanz in dir, die sich von kleinen Monstern nicht die Lebensqualität verderben lässt. Allein kannst du beobachten lernen, wie du selbst deine Stimmungen gestaltest. Was du brauchst, um deine Stimmung aufzuhellen. Wie du dich von den Gedanken ablenken kannst. Und wie du den Mut findest, dich nicht zum Opfer von kleinen Monstern zu machen.
Das ist keine leichte Aufgabe. Wenn dir das zu schwierig erscheint, raten wir dir zu einer kognitiven Verhaltenstherapie bei einer Fachperson, die auf Zwänge spezialisiert ist. Diese Fachleute können dir deine Gedankenwelt verständlich machen und haben Übungen, mit denen du diese Zwangsgedanken bewältigen kannst. Spezialisierte Therapeut*innen findest du, wenn du in deinem Browser «kognitive Verhaltenstherapie» und den Namen deines Wohnorts angibst.
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Frage Nr. 37337 von 31.08.2023
Ist die Gesellschaft das Problem oder meine Einstellung? Ich bin w 26. Schon als Kind konnte ich nicht viel mit anderen Mädchen anfangen, Vater Mutter Kind spielen im Kindergarten fand ich langweilig. Hatte in der Grundschulzeit zwei Jungs als beste Freunde. In der Pupertät konnte ich mit den Mädels noch weniger anfangen. Die haben sich nur für Shopping und Jungs interessiert was ich total öde fand. Ich habe lieber mit playmobil gespielt und Fantasy Geschichten geschrieben. Hab in der Pupertät gemerkt das ich mich zu gleichaltrigen Mädels und jüngeren ca 12 hingezogen fühlte obwohl ich schon 16 Jahre war. Hatte deshalb mich selbst gehasst weil ich dachte ich wäre Pädophile was ich nicht war. Stehe heute auf erwachsene Frauen. Habe Freundschaft mit einem Mann gesucht als ich 18 war, weil ich Männer nicht attraktiv finde. Die nach mehreren Jahren zerbrochen ist weil er mehr für mich empfand und ich die Vorstellung was mit ihm zu haben eklig fand. Ich fand es schön Aufmerksamkeit von Männern zu bekommen bis ich gemerkt habe das es einen sexuellen Hintergrund hat. Jetzt bin ich genervt wenn Männer mich anlächeln. Ich weiß die meisten Männer finden Frauen attraktiv aber ich finde es schade das oft keine platonische Freundschaft möglich ist als Erwachsene. Ich glaube aber eher das ich ein Frauenproblem und kein Männerproblem habe. Weil ich die meisten Frauenthemen, kinder kriegen, Männer und Shopping langweilig finde. Vielleicht bin ich das Problem.
Unsere Antwort
Grundsätzlich: Ich denke nicht, dass du als Person ein Problem bist. Und ja, es stimmt, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der es immer noch ziemlich stereotype Geschlechterrollen gibt. Und ja, auch der Mythos, dass Männer und Frauen nicht befreundet sein können, geistert noch bei einigen Leuten im Kopf rum.
Ich möchte dich aber einladen, darüber nachzudenken, ob du deine eigene Herangehensweise ändern kannst. Denn mir fällt auf, dass auch du recht starr in Männer versus Frauen, und in „Männerthemen“ versus „Frauenthemen“ unterteilst. Das zeigt, dass auch du noch gewisse stereotype Vorstellungen im Kopf hast – was ja auch nicht verwunderlich ist, denn so wachsen die meisten von uns nach wie vor auf.
Die Frage ist ja aber: Hilft dir diese Denkweise dabei, gute soziale Kontakte aufzubauen? Denn Fakt ist: Jeder Mensch ist einzigartig. Es gibt also mit Sicherheit Frauen, die sich für die gleichen Dinge interessieren wie du. Und es gibt sicher Männer, die gern eine platonische Freundschaft mit dir hätten. Nur weil das leider bei deinem einen männlichen Freund damals nicht geklappt hat, heißt das noch lange nicht, dass das immer so ist. Statt des Geschlechtes könntest du also andere Aspekte in den Fokus nehmen, wenn es zum Beispiel darum geht, wo du neue Leute kennenlernen kannst, die zu dir passen. Zum Beispiel über Hobbys, Sport, Aktivitäten oder Ehrenämter in Bereichen, die dich interessieren.
Hast du denn Kontakt zu anderen homo- und bisexuellen Menschen, oder zu trans und genderqueeren Personen? Denn gerade in der LGBTQ+ Community könntest du viele Menschen finden, die den klassischen Geschlechterrollen nicht entsprechen und sich auch ganz bewusst davon lösen wollen. Vielleicht hilft dir ja unser Text Wie lerne ich andere Schwule und Lesben kennen?
Ein letzter Vorschlag: Versuch doch mal, ganz gezielt mit den Menschen in deinem Umfeld über Sachen zu sprechen, die über die stereotypen Themen hinausgehen. Vielleicht entdeckst du dadurch erst, dass jemand anderes auch so denkt wie du. Oft trauen wir uns nämlich gar nicht, Gedanken auszusprechen, die uns „anders“ oder unkonventionell vorkommen. Aber wenn sich alle immer nur in den vermeintlich sicheren, stereotypen Bahnen bewegen, dann verändert sich natürlich auch nichts in der Gesellschaft.
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Frage Nr. 37335 von 31.08.2023
Hallo! Ich beobachte immer meinen Zyklus anhand des Zervixschleims und Mittelschmerz. Bin mir ziemlich sicher, dass ich am 15. +-1Tag meinen Eisprung hatte! Mein Zyklus dauert normalerweise 30-31 Tage, nur letzten Monat waren es konischerweise nur 28. Jetzt ist meine letzte Periode 32 Tage her und ich habe immer nich keine Blutung und seit einer Woche aber Bauchschmerzen und alle PMS Symptome die ich sonst auch habe. Habe gelesen, dass die 2. Zyklushalfte maximal 18 Tage lang sein kann. Heißt das jetzt, dass ich schwanger bin? Wir haben mit Kondom verhütet und es ist soweit wir wissen nichts kaputt gegangen oder rausgelaufen. Hilfe :(
Unsere Antwort
Es stimmt, dass die zweite Zyklusphase nicht länger als 18 Tage sein kann. Aber wir wissen nicht sicher, ob dein Eisprung am 15. war.
Die Deutung von Zervixschleim und Mittelschmerz gibt dir noch keine zuverlässige Einschätzung, wann dein Eisprung war. Dazu müsstest du den Zervixschleim beobachten und die Körperkern-Temperatur messen. Das nennt man die symptothermale Methode.
Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehle ich dir, einen Schwangerschaftstest zu machen. Der zeigt ab 21 Tagen nach dem Geschlechtsverkehr ein zuverlässiges Ergebnis, um eine Schwangerschaft auszuschließen.
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Frage Nr. 37334 von 31.08.2023
Liebes Team,
Ich (w,30) und mein Partner versuchen schwanger zu werden, aktuell ÜZ 7.
Planmäßig hätte ich meine Periode am 15.8. bekommen sollen, sie ist bis heute ausgeblieben. Habe 3 SST gemacht (nach 3, 6 und 16 Tagen) und alle waren negativ. Ein Ziehen im Unterleib spüre ich seit ca. 1 Woche.
Könnte es sein dass letzten Zyklus gar kein Eisprung stattgefunden hat? Habe nämlich mit Ovu Tests versucht die fruchtbaren Tage zu tracken, aber der zweite Strich war immer nur sehr sehr hell erkennbar. Könnte das Unterleibziehen nun ein Hinweis auf den Eisprung sein? Da meine Periode seit dem Absetzen der Pille jeden Monat ziemlich pünktlich kam und diesen Monat zum allerersten mal gar nicht, macht mich das stutzig.
Vielen Dank im Voraus für eure Antwort!
Unsere Antwort
Ich kann dir nicht beantworten, ob du schwanger bist. Hast du den SST mit Morgenurin gemacht? Wenn du schwanger wärst, hätte der SST nach 16 Tagen wahrscheinlich schon positiv angezeigt.
Du weisst erst sicher, dass du nicht schwanger bist, wenn du mindestens 21 Tage nach dem Geschlechtsverkehr einen negativen Schwangerschaftstest hast.
Es kann vorkommen, dass menstruierende Menschen in einem Zyklus keinen Eisprung hatten. Ob das bei dir so war, kann ich aber aufgrund deiner Angaben nicht beurteilen. Ich kann auch nicht beurteilen, ob das Ziehen im Unterleib auf einen Eisprung hindeutet. Das kann viele Ursachen haben.
Was du im nächsten Zyklus ausprobieren könntest, wäre Schleimbeobachtung zu machen. Damit kannst du den Beginn deiner fruchtbaren Tage ohne Ovulationstests erkennen. Mehr dazu steht in unserem Text Kinderwunsch: Wir planen eine Schwangerschaft.
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Frage Nr. 37326 von 30.08.2023
Hallo liebes Lilli-Team
Ich habe eine anatomische Frage zur Klitoris:
Sie erregiert ja bei Erregung und wird grösser/fester
Welche Nerven sind daran beteiligt? Gibt es Nerven über den Gebärmutterhals die quasi durch die Vagina zur Klitoris führen und zur Erregung führen? So wie beim Mann via Prostata. Oder ist das nur der Pudentusnerv, welcher die Klitoris grösser macht?
Und werden diese Nerven zu 100% gekappt bei einer Totalen Gebämutterentfern ng oder verlaufen die breitflächig?
Unsere Antwort
Die Klitoris wird über den Pudendusnerv innerviert, ebenso die Vulva, die Vaginalöffnung, der Damm um die Haut um den Anus. Motorisch ist der Pudendusnerv an der Innervation der Beckenbodenmuskulatur beteiligt. Der Pudendusnerv ist für die Erektion der Klitoris zuständig, insofern, dass er für die sexuelle Erregung zuständig ist.
Die Gebärmutter, die Zervix (Gebärmutterhals) und Vagina werden über die Nervi splanchnici pelvici (Becken-Eingeweidenerven), den Nervus hypogastricus und den Vagusnerv innerviert.
Bei einer kompletten Gebärmutterentfernung wird der Pudendusnerv also nicht beeinträchtigt. Die Klitorisstimulation wird demnach auch nicht beeinträchtigt. Anders gesagt: Frauen, die sich vor allem klitoral stimulieren, merken nach der Gebärmutterentfernung weniger Veränderungen als Frauen, die sich Vaginal-zervikal stimulieren.
Für diejenigen, die sich in der Vagina und am Gebärmutterhals stimulieren, ist es besonders wichtig, dass sie das sexuelle Lernen verstehen. Denn das hilft, sich nicht irritieren zu lassen, wenn das, was früher mal klappte, nicht mehr klappt. Wir empfehlen, geduldig und interessiert dran zu bleiben und die Sensibilität in der Region der Operation neu zu trainineren. Nur weil die Zervix nicht mehr da ist, sind nicht alle Nervenrezeptoren dort weg, sondern die Region um die Narbe herum kann eine interessante Erregungsquelle werden.
Mehr über klitorale und Vaginale Stimulation erfährst du in diesem Text.
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Frage Nr. 37315 von 29.08.2023
Was kann man tun, wenn die Scheidenwand im Alter dünner wird.
Unsere Antwort
Wichtig ist eine gute Pflege. Wir empfehlen dafür die Tipps der Frauenpraxis-Runa.
Hast du Beschwerden aufgrund der dünner werdenden Haut? Das kann vorkommen, muss aber nicht.
Weil man das selten irgendwo liest, und es hier auch einige interessierte Mitleser*innen gibt, möchte ich dir noch etwas auf den Weg geben:
Du kannst deine Vulva- und Vaginahaut regenerieren durch regelmässige gute Durchblutung. Sinnvoll ist also alles, was regelmässig den Blutfluss in deinem Geschlecht anregt. Das geht zum Beispiel mit Massagen oder sexueller Aktivität, aber auch durch Kreisen und Schaukeln deines Beckens.
Für die Massagen kannst du ein hochwertiges Öl nutzen, ein Olivenöl, Mandelöl oder Granatapfelöl zum Beispiel und es sowohl auf der Vulva, wie auch in der Vagina einmassieren. Deine Vagina kannst du mit deinem Finger massieren und lockern.
Du kannst deinen Finger mit der Vagina aufnehmen und langsam kreisförmig bewegen und auch einfach an die Wand der Vagina drücken – auf allen Seiten. Dadurch werden auch die Beckenbodenmuskeln sanft massiert. Die Beckenbodenmuskeln umfliessen die ersten zwei Zentimeter der Vagina. Nachdem du die Vagina durch Massieren schon etwas aufgewärmt hast, kannst du auch mal ausprobieren, ob mehr als ein Finger in ihr Platz hat. Dann massiere mit mehreren Fingern weiter. Durch das Lockern der Muskeln und den Druck der Massage wird die Durchblutung angeregt. Das ist gut für das Gewebe.

Für die Beckenbewegungen schlage ich dir ein Experiment vor. Halte den Finger in deiner Vagina still und bewege den Körper. Denn wenn du dich bewegst, lockert das deine Muskeln. Denn die Muskeln können sich beim Bewegen nicht verspannen. Mehr dazu steht in unserem Text «Was passiert, wenn Frauen ihre Muskeln beim Sex sehr anspannen?». Und weil die Muskeln sich beim Bewegen nicht verspannen können, wird die Vagina besser durchblutet. Mehr Durchblutung bedeutet, bessere Regeneration für das Gewebe, weil es gut versorgt wird. Wenn du dein Becken schaukelst und kreist, hältst du es immer in Bewegung. Insbesondere das Schaukeln mit dem Becken «pumpt» Blut in dein Geschlecht.
Ganz nebenbei kannst du dir damit auch genussvolle Momente verschaffen. 
Viele Frauen finden sich damit ab, dass ihre Sexualität im Alter erschwert wird, aber das muss nicht sein. Du kannst etwas tun und musst nicht in einen Teufelskreis geraten von empfindlicherer Haut, Schmerzen, Vermeiden, mehr Schmerzen, mehr Vermeiden...
Wir hoffen, wir konnten dir mit diesen Anregungen weiterhelfen. Falls du weitere Fragen hast, schreib uns gern wieder. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
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Frage Nr. 37296 von 27.08.2023
Hallo
Ich hab morgen meine erste Therapie Stunde, wegen einer Zwangsneurose. Derzeit habe ich immer vor meiner Periode ganz schlimme Symptome. Ich weine viel und hab das Gefühl großer Erschöpfung. Ich möchte mich mich gerne daheim bleiben und mich zu isolieren. Doch ist es das richtige sich zu isolieren? Oder ist es ganz gut mal sich abzuschotten ?
Meine zweite Frage ist ob ich Hormone nehmen soll? Ich hab gehört das es Frauen helfen soll das sie keine Lutealphase haben.
Unsere Antwort
Was du beschreibst, klingt wie das sogenannte Prämenstruelle Syndrom (PMS). Ich empfehle dir, mit deiner Frauenärztin darüber zu sprechen. Sie kann dich dazu beraten, ob hormonelle Medikamente nötig sind. Es gibt auch ein pflanzliches Mittel namens Mönchspfeffer (Agnus Castus), was oft hilft.
Wie du aktuell mit den Symptomen umgehen kannst, ist ein gutes Thema für deine Therapie. Denn so pauschal lässt sich das nicht beantworten. Daher ist es sinnvoll, gemeinsam mit deinem*deiner Therapeut*in herauszufinden, was dir gut tut.
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Frage Nr. 37290 von 26.08.2023
Kann man durch Sport dafür sorgen das die Brust kleiner wird? Ich hasse meinen Busen
Unsere Antwort
Nein, Sport wird deine Brüste nicht verkleinern. Wie kommt es denn, dass du deine Brüste nicht magst? Was daran gefällt dir nicht?
Schau doch auch mal in unsere Texte Warum mag ich meine Brüste nicht? und Wie freunde ich mich mit meinen Brüsten an?
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Frage Nr. 37288 von 26.08.2023
hallo lilli!
ich habe nur eine kurze frage und zwar sollte man trotzdem jedes jahr zum gyn check gehen, auch wenn man schon eine weile keinen freund und sex mehr hatte? also auch wenn man zwischen dem
letzten und dem anstehenden gyn termin keinen sexuellen kontakt hatte und sich sozusagen ‘nichts geändert’ hat?
ihr würdet mir mit einer raschen antwort mega helfen, mercii!
Unsere Antwort
Ja, wir empfehlen, trotzdem regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. Denn Erkrankungen können auch unabhängig von Sex und neuen Sexualpartnern auftreten. Und je früher sowas erkannt wird, umso besser sind die Heilungschancen.
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Frage Nr. 37287 von 26.08.2023
Hallo liebes Lilli Team
Ich (w/19) war kürzlich gerade beim Frauenarzt, da ich erst vor einigen Monaten jemanden kennengelernt habe und das erste mal GV hatte. Nun wollte ich einfach mal einen Check machen. Der Arzt hat gemeint es ist alles super und deswegen müsste ich von ihnen aus erst wieder in 3 jahren vorbeikommen. Im Internet steht, dass in der Schweiz bei keinen Auffälligkeiten 3 Jahre als Richtlinie quasi gelten, jedoch hab ich gemeint man sollte jedes Jahr gehen? Wie seht ihr das, was ist zu empfehlen? Auch wenn der Besuch nichts sonderlich schönes ist kommt mir 3 Jahre lang vor, ich würde jedes Jahr gehen einfach zur Sicherheit.
Unsere Antwort
Die empfohlenen Intervalle für die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung unterscheiden sich ein wenig von Land zu Land. So wird sie zum Beispiel in der Schweiz und einigen anderen europäischen Ländern aktuell alle 3 Jahre von der Krankenversicherung bezahlt, und in Deutschland jedes Jahr. Diese Richtlinien entstehen durch die Bewertung der vorhandenen wissenschaftlichen Studien. Aber da diese Bewertungen nach unterschiedlichen Maßstäben und Schwerpunkten erfolgen, sind sie eben nicht immer einheitlich. Letztendlich kommt es auf dein eigenes Sicherheitsbedürfnis an und darauf, ob du gegebenenfalls bereit bist, eine Untersuchung selbst zu bezahlen.
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Frage Nr. 37285 von 25.08.2023
Meine Gotte konnte sich erst mit 30 sterilisieren lassen,ist jetzt 50+ ohne Kind.Bin jetzt 24 und versuche seit ich 18 bin mich tubensterilisieren zu lassen.war immer bereit zu unterschreiben;definitiv kein Kindwunsch.Von mir aus beim Advokat.Bis jetzt erfolglos!
Was mich (auch einige Freundinnen aufregt),habe sehr gute Kollegen(Keine GV Partner)welche sich ohne Probleme teilweise mit 19 vasektomieren konnten.Laut ihrem Arzt kein Problem ab 18.Gesetzlich erlaubt ab 18 auch bei Frauen!Was ist das Problem der Aerzte Chirurgen?Danke.
Unsere Antwort
Grundsätzlich kannst du als mündige Bürgerin ab einem Alter von 18 Jahren laut Gesetz über deine Fruchtbarkeit bestimmen. Da die Sterilisation bei Frauen definitiv und unumkehrbar ist, entscheiden sich etliche Ärzt*innen, eine Sterilisation bei Frauen erst ab dem 30. Lebensjahr oder nach mindestens einer Geburt durchzuführen. Als Begründung wird oft die Endgültigkeit der Entscheidung angeführt oder auch, dass die Risiken der Tubensterilisation höher ist als die der Vasektomie bei Männern.
Ärzt*innen/Chirurg*innen können individuell entscheiden, zu welchen ärztlichen Eingriffen sie bereit sind. Auch wenn das Gesetz Eingriffe erlaubt, heisst das nicht, dass alle Mediziner*innen diese auch durchführen müssen. Und wie in allen anderen Medizinbereichen gibt es oft auch bei der Sterilisation grosse Unterschiede zwischen der Behandlung von Männern und Frauen. In Deutschland gibt es den Verein «Selbstbestimmt Steril», der dir Adressen von Ärzt*innen nennt, die Tubensterilisation durchführen.
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Frage Nr. 37272 von 22.08.2023
Hallo Lilli,
bisher verlief meine Periode immer gleich, Blutungsstärke, Zeit, Ablauf etc. Letzte Periode war jedoch ohne ersichtlichen Grund etwas anders: ich blutete unglaublich stark, brauchte in etwas doppelt so viele Hygiene-Produkte. Sie war aber zum gewohnten Zeitpunkt. Zudem kamen handtellergroße Klumpen herus, die weich waren und wie Gewebe/geronnenes Blut aussahen. Ich las im Internet, wenn diese mehr als 2cm Durchmesser haben, solle man zum Arzt. Das waren mindesten 5-7cm! Lagen wie Kuhfladen auf dem Boden der Dusche.
Was bedeutet dies? War ich unbemerkt schwanger, obwohl ich gewissenhaft verhüte? Kann sowas schon mal vorkommen? Soll ich zum Arzt?
Viele liebe Grüße und Danke!!!
Unsere Antwort
Das geronnene Blut beziehungsweise die "Kuhfladen"-Gebilde sind sogenannte Koagel. Diese entstehen, wenn es bei einer ausserordentlich starken Menstruationsblutung zur Gerinnung des Menstruationsblutes kommt. Sie sind also grundsätzlich ein Ausdruck der starken Blutung.
Wenn du gewissenhaft verhütest und die Blutung zum normalen Zeitpunkt kam, ist es sehr unwahrscheinlich, dass du unbemerkt schwanger warst. Es kann manchmal zu verstärkten Blutungen kommen in einem Zyklus, ohne dass dahinter eine besorgniserregende Veränderung steht.
Ich empfehle dir, den weiteren Verlauf, also die nächsten 1 bis 3 Menstruationen abzuwarten. Falls auch diese wieder sehr stark sind und es erneut zu Koagelbildung kommt, empfehle ich dir eine Abklärung bei der Frauenärztin. Wenn es aber eine einmalige Angelegenheit war, steht höchstwahrscheinlich nichts Schlimmes dahinter.
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Frage Nr. 37271 von 22.08.2023
Liebes Lilli-Team
Ich habe 2 Anliegen (23 J,w):
1. Ich komme beim Sex mit meinem Partner nicht zum Orgasmus. Mir ist klar dass ich nur zum Orgasmus komme wenn ich mich klitoral befriedige (mit den Händen oder Vibrator) und dabei alles ziemlich nass, feucht sein muss. Beim Sex ist dies meistens nicht der Fall. Aber auch wenn ich es versuche bzw. mein Partner, reicht es nie für den Orgasmus bzw. ich habe auch nicht das Gefühl ich bin kurz davor. Ich habe auch das Gefühl ich kann mich nicht richtig gehen lassen.. Was kann ich tun?
2. Ein paar Tage vor und nach meiner Periode habe ich oft ziemlich starke Blutungen beim Sex, jedoch keine Schmerzen. Kann es sein, dass sich in diesen Tagen etwas verändert mit der Gebärmutter bzw. diese weiter unten sitzt und empfindlicher ist? Ich habe schon mehrmals den "Muttermund" veröden lassen bei der Frauenärztin, jedoch taucht das Problem immer wieder auf. Während dem Zyklus habe ich dieses Problem jedoch nicht.
Danke für eure Hilfe!!!
Unsere Antwort
1. Wieso ist das denn beim Sex nicht der Fall? Benutzt ihr Gleitmittel? Stimulierst du oder dein Partner deine Klitoris ausreichend beim Sex? Du kannst mal schauen, wie sehr sich deine Erregungstechnik bei der Selbstbefriedigung von dem unterscheidet, was du beim Paarsex erlebst. Viele Menschen haben sich über die Jahre eine sehr spezifische Methode angewöhnt, um zum Orgasmus zu kommen. Sie funktioniert prima beim Solosex, aber beim Paarsex lässt sich diese Technik dann oft nicht umsetzen. Wenn du zum Beispiel gewohnt bist, die Beine stark zusammenzupressen oder dich generell sehr anzuspannen, wird das vermutlich beim Sex mit deinem Partner nicht gehen. Wir haben schon viele Texte zu diesem Thema geschrieben. Lies bitte mal die Texte Erregung zum Orgasmus: Tipps für Frauen und Wieso komme ich (w) nicht (immer) zum Orgasmus? sowie die Texte, die darin verlinkt sind. Darin wirst du schon viele Tipps und Ideen finden. Wenn du damit nicht weiterkommst, schreib uns gern wieder und gib dabei diese Fragenummer mit an.
2. Ich vermute am ehesten, dass die Blutungen beim Sex um die Periode herum davon rühren, dass sich die Gebärmutter durch den Sex beziehungsweise die sexuelle Erregung rhythmisch zusammenzieht. Und dass es so zu einem kleinen Abbluten der Gebärmutterschleimhaut kommt, die kurz vor der Periode schon hoch aufgebaut ist. Beziehungsweise, dass kurz nach dem Ende der Periode durch das vermutete Zusammenziehen der Gebärmutter beim Sex noch ein wenig Restblut nachfliesst.
Wenn du schon mehrmals den Muttermund veröden lassen musstest, hast du wahrscheinlich eine sogenannte Ektopie. Das bedeutet, dass Gebärmutterschleimhaut, die normalerweise nur im Innern der Gebärmutter sitzt, sich ein wenig weiter nach aussen bis zum Gebärmutterhals ausdehnt. Diese Schleimhaut ist empfindlicher und kann bei direktem Kontakt beim Geschlechtsverkehr zu bluten beginnen. Und da der Gebärmutterhals kurz vor und während der Periode weiter unten sitzt, kommt es dann eventuell schneller zu Reizungen und Blutungen.
Wenn du die Blutungen allerdings nur kurz vor oder kurz nach der Periode hast, vermute ich eher, dass nicht eine Ektopie zur Blutung führt, sondern eher meine obengenannte These der Fall ist mit dem Zusammenziehen der Gebärmutter beim Sex. Gefährlich ist dies nicht. Du kannst aber natürlich auch deine Frauenärztin auf das Problem ansprechen. Vielleicht schlägt sie dir dann eine Ultraschalluntersuchung am 5.-7. Zyklustag, also am Ende der Menstruation vor, um die Gebärmutterschleimhaut zu beurteilen. Gelegentlich können Polypen der Gebärmutterschleimhaut zu Blutungsstörungen führen. Dies könnte mit einer solchen Ultraschalluntersuchung abgeklärt werden.
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Frage Nr. 37270 von 22.08.2023
Ich bin weiblich und 53, hatte zwei Geburten mit totalem Dammriss und habe nun eine mir etwas peinliche Frage:
ich habe eine Analdusche mit Ballonklistier und ca. 6cm langer Kunststofftülle durchgeführt. Zum einen habe ich beim Einführen kurz nicht aufgepasst und es kam zu einer Blutung, die aber schnell wieder aufgehört hat. Ein leichtes Brennen besteht immer noch. Ich habe dann die Analdusche zu Ende durchgeführt und dann festgestellt, dass plötzlich die linke Schamlippe angeschwollen ist und sich um den Anus sternförmig Taschen gebildet haben, die mit Wasser gefüllt zu sein schienen.
Kann das sein? Ich habe sowohl die Schamlippe als auch die Taschen ausgestreift und dann war alles wieder ok. Was hab ich falsch gemacht?
Unsere Antwort
Ohne es direkt zu sehen, ist es grundsätzlich ein wenig schwierig, das zu beurteilen. Aber vielen Dank, dass du es so detailgenau beschreiben konntest.
In meinen Augen wäre es möglich, dass es durch den damaligen Dammriss zu einer Verletzung der Beckenbodenmuskulatur inklusive des Analmuskels gekommen ist, welche dadurch anhaltend geschwächt wurden. Möglich ist, dass sich dadurch eine sogenannte Rektocele gebildet hat. Das ist eine Vorwölbung oder Ausstülpung der hinteren Vaginalwand beziehungsweise der Trennwand zwischen Vagina und Enddarm. Insbesondere bei erhöhtem Druck im Enddarm entweder durch Pressen beim Stuhlgang mit darin befindlichem Kot oder wie in deinem Fall bei erhöhtem Druck durch das Ballonklistier kann es zu einer Vorwölbung dieser Trennwand nach vorne in die Vagina hineinkommen. Dies hat vielleicht auch zum Anschwellen der Schamlippe und der Haut um den Anus herum geführt.
Ich wäre in deinem Fall wahrscheinlich zurückhaltend mit Analduschen oder Ballonklistieren. Wenn du ansonsten keine Beschwerden hast und keine Probleme bei der Blasen- oder Darmentleerung hast, musst du nicht unbedingt etwas Spezielles unternehmen. Wenn aber zum Beispiel die Darmentleerung eine Schwierigkeit ist, empfehle ich dir eine Abklärung bei der Frauenärztin.
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Frage Nr. 37268 von 21.08.2023
Liebe Lilli,
Ich bin in meinem letzten Zyklus schwanger geworden, habe das Kind aber in der 6ten SSW verloren. Mein Partner und ich hatten uns sehr gefreut und waren über die Fehlgeburt sehr traurig. Wir wollen es gerne wieder versuchen aber ich habe dazu ein paar Fragen:
1. Mein Frauenarzt sagt, so frühe Abgänge seien häufig und man müsste keine weiteren Tests machen, um zu klären, wie es dazu kommen konnte. Ich selbst würde mich aber wohler fühlen wenn vor einer möglichen erneuten SS geklärt würde, ob bei mir alles okay ist, bspw. Auf Gerinnungsstörung testen und Schilddrüsenwerte checken..Ich habe einfach große Angst erneut eine Fehlgeburt zu erleiden und würde voran gerne alles tun, um das zu verhindern. Wie seht ihr bei Lilli das?
2.mein Partner raucht. Kann das daran mit beteiligt sein, dass es zur Fehlgeburt gekommen ist? Werden dadurch die Spermien "schwächer"? Er will aufhören, sobald ich schwanger bin und hat es auch beim ersten Mal sofort getan, hat aber jetzt durch den ganzen Stress und die Trauer wieder angefangen.
3. Was ist eure Meinung zum Thema Fliegen in der Schwangerschaft? Ich habe gehört, es sei in den ersten 12 Wochen gefährlich, danach aber möglich. Steigt auch nach der 12ten Woche trotzdem das Risiko einer Fehlgeburt oder geht man nicht davon aus?
Für eure Einschätzung wäre ich sehr dankbar.
W,31
Unsere Antwort
Gerne nehme ich zu deinen Fragen Stellung:
- Ich gebe deinem Arzt Recht. Bei einem ersten Abort werden bei einer jungen, gesunden Frau normalerweise noch keine weiteren Abklärungen gemacht. Denn ein Abort ist tatsächlich sehr häufig (etwa 1 von 7 Schwangerschaften). Und meistens liegt keine zugrundeliegende Krankheit der Schwangeren dahinter, sondern der Grund ist meist eine Anlagestörung des Fetus, der damit nicht lebensfähig war. Falls du schon bestehende Krankheiten wie einen Bluthochdruck, Diabetes, starkes Übergewicht oder eine Autoimmunerkrankung hättest, wäre es natürlich sinnvoll, diese vor einer Schwangerschaft optimal zu behandeln. Eine Testung der Schilddrüsenwerte kann sinnvoll sein. Diese wird meist sowieso im ersten Drittel der Schwangerschaft getestet – eine frühere Testung vor der Schwangerschaft ist aber natürlich auch möglich. Eine Abklärung auf Gerinnungsstörungen würde Sinn machen, wenn du selbst schon mal eine Thrombose oder Lungenembolie hattest oder eine dir nahe verwandte Person davon betroffen war.
- Das Rauchen kann grundsätzlich die Spermienqualität negativ beeinflussen. Allerdings besteht meines Wissens nach kein direkter Zusammenhang zwischen dem Rauchen des Kindsvaters und vermehrten Aborten. Das Rauchen der Schwangeren kann sich negativ auf die Blutgefässe in der Plazenta auswirken und so zu einer Minderversorgung des Fetus mit sauerstoffreichem Blut führen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Schwangere nicht rauchen und möglichst auch keinem Passivrauchen ausgesetzt sind. Von dem her ist es super, wenn dein Freund mit Rauchen aufhört, sobald du schwanger bist oder schon jetzt nicht in deiner Gegenwart raucht.
- Fliegen in der Schwangerschaft ist ein gewisses Risiko, insbesondere wegen dem erhöhten Thromboserisiko vor allem auf Langstreckenflügen. Dies gilt für die gesamte Schwangerschaft. Deshalb sollten Schwangere auf Flügen auf genügend Beinbewegung achten und idealerweise Stützstrümpfe tragen. Bei Langstreckenflügen ist allenfalls eine Thromboseprophylaxe mit Heparinspritzen zu empfehlen, das sollte mit der Ärztin besprochen werden. Ebenso gilt es, das Reiseziel sorgfältig zu wählen. Wegen des grundsätzlichen Risikos einer Fehlgeburt in den ersten 12 Schwangerschaftswochen empfiehlt es sich, möglichst nur an Orte zu reisen, wo eine entsprechend gute medizinische Versorgung gewährleistet ist, oder vielleicht ganz auf Flugreisen in dieser Zeit zu verzichten. Wenn es zum Beispiel wegen einer Fehlgeburt zu einer starken Blutung kommt, sollte idealerwise am Reiseort ein Spital vorhanden sein, das im Bedarfsfall auch eine Saug-Curettage durchführen könnte. Auch das Infektionsrisiko (Malaria, ZIKA-Virus, Dengue-Fieber etc.) ist zu beachten, da insbesondere Virusinfektionen der Mutter für das Baby gefährlich sein können. Lass dich deshalb bezüglich Reisen und Schwangerschaft ebenfalls von deiner Ärztin beraten.
Ich wünsche euch alles Gute und drücke euch die Daumen, dass dein Partner und du bald eine erfolgreiche, komplikationsfreie Schwangerschaft erleben dürft.
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Frage Nr. 37267 von 21.08.2023
Ich hatte vor 5 Tagen in der 11 SSWoche einen Abort. Bin nachts aufgewacht und hatte Schmerzen und auf dem Klo kam mir dann viel Blut entgegen. Etwas von der Placenta ist noch in der Gebärmutter, meine Frauenärztin meinte, dass es rausbluten wird die nächsten Tage. Bis wann muss ich warten, bis ich wieder penetrativen Sex haben kann? Meine Frauenärztin meinte, dass ich deshalb aufpassen muss, damit keine Infektionen in die Gebärmutter kommen. Wie kann ich feststellen, dass der Muttermund noch offen ist?
Danke
Unsere Antwort
Bei einem vermuteten Plazentarest in der Gebärmutter empfehle ich dir, mit Geschlechtsverkehr noch abzuwarten, bis du die nächste Nachkontrolle bei deiner Frauenärztin hast. Das ist wahrscheinlich in 1 bis 2 Wochen. Dabei wird sie vermutlich nochmals einen vaginalen Ultraschall machen, um die Gebärmutter anzuschauen. Sie wird kontrollieren, ob noch Hinweise auf Plazentareste in der Gebärmutter vorhanden sind.
Eventuell wird sie auch im Blut testen, wie tief der Wert des Schwangerschaftshormons Beta-HCG abgesunken ist. Bis sich alles normalisiert hat, würde ich wegen der Infektionsgefahr zuwarten insbesondere mit ungeschütztem Geschlechtsverkehr.
Ob zu diesem Zeitpunkt Geschlechtsverkehr mit Kondom sinnvoll ist, wird unterschiedlich beurteilt. Ich würde dir eher empfehlen, die Nachkontrolle abzuwarten.
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Frage Nr. 36263 von 23.01.2023
Liebes Lilli Team,
w,35. Ich bin aufgewachsen mit ziemlich viel Scham um meine Genitalien, habe mich nie selbst angefasst ausser beim Waschen. Das führe natürlich dazu, dass ich zwei eher ungute Beziehungen hatte, wo viel Sex stattfand obwohl ich keine Lust hatte. Danach habe ich aber meinen Genitalbereich erkundet. Dann kam leider eine Jahre dauernde schmerzhafte Beckenerkrankung. Mein Genitalbereich wurde mir verhasst und ich musste so vielen Ärzten darüber reden, dass es so normal wurde über die Vagina und Vulva und den Anus zu reden wie über die Nase oder die Zähne.
Jetzt habe ich alles überstanden und einen netten Partner. Mir ist aber etwas aufgefallen: Mein Partner ist extrem sexuell aufgeschlossen, auch für anale Berührungen und Spiele etc. An manchen Tagen, wenn ich ihm aber über der Hose über den Po streiche, sagt er, eeeehhh, das mag ich gerade nicht. An anderen Tagen mag er es sehr gerne. Ich denke, es kommt immer auf die Stimmung und den Tag an, ob er z.B. einen Klaps auf den Po mag oder nicht.
Ich beneide, dass er das empfinden kann. Für mich ist es immer gleich, es berührt halt jemand z.B. meinen Po. Ich kann das nicht empfinden, heute ist es schön, es fühlt sich gut an. Oder heute fühlt es sich nicht richtig an, mir ist nicht danach. Es gibt kein, ehhh, gerade nicht. Oder ein hmmmm, klaps mir doch auf dem Po. Es ist immer irgendwie neutral. Wie wenn meine Genitalien gar nichts Privates mehr sind. So neutral wie ein Händeschütteln. Nicht etwas besonderes, wo man manchmal angefasst werden mag und manchmal passt es auch nicht und man will lieber woanders berührt werden. Ich hoffe, ich konnte das einigermaßen formulieren.
Wie kann ich es schaffen, wieder ein wenig "Schamgefühl" zu bekommen, bzw. so wie mein Freund zu spüren, wann mir sexuell ist und wann nicht. Wann ich es mag, wenn mein Po berührt wird und wann nicht? Wie kann ich wieder empfinden, dass die Genitalien etwas Besonderes sind, und nicht so neutral wie z.B. Hand und Fuß.
Danke!
Unsere Antwort
Hm. Ich merke, dass ich dir in etwas grundsätzlich widerspreche: Für mich sind Hand und Fuss nicht neutraler als das Geschlecht. Umgekehrt ist der ganze Körper etwas besonderes, genauso wie das Geschlecht. Wir können lernen, jeder Stelle unseres Körpers die Aufmerksamkeit zu schenken, die Berührungen zu etwas besonderem macht.
Genauso können wir lernen, uns bei Berührungen an jeder Stelle des Körpers zu distanzieren und diese Körperstellen so gut abzuspalten, dass wir Berührungen dort als nichtssagend wahrnehmen, oder dass wir sie kaum oder gar nicht wahrnehmen.
Möglicherweise hast du das bezüglich Berührungen an deinem Geschlecht gelernt. Das machte Sinn, um die unangenehme Empfindungen und Gefühle bei deiner Beckenerkrankung und den damit verbundenen Untersuchungen und Behandlungen wegzumachen.
Jetzt ginge es darum, dass du deinem Geschlecht viel positive Aufmerksamkeit widmest – wie du das offenbar früher auch schon gemacht hast. Ziel ist, dass du es für dich "zurückeroberst" und wieder eine gute Beziehung zu ihm aufbaust.
Ich empfehle, dass du einen Brief schreibst: einen Brief von deinem Geschlecht an dich. Was erlebt dein Geschlecht mit dir? Wie geht es ihm? Was wünscht es sich? So kannst du dein Geschlecht wieder mehr "beleben".
Ich schlage dir zudem vor, dass du dich an die Erkundung deines Geschlechts machst, wie wir sie in diesem Text beschreiben. Insbesondere empfehle ich dir, dass du deinen Körper dabei bewegst – insbesondere dein Becken und die Beckenbodenmuskeln. Das heisst, du machst weniger mit der Hand, mehr mit dem Becken. Durch diese Bewegung kriegst du eher das Gefühl, dass dein Geschlecht aktiv und belebt ist. Mehr über die Vorteile der Bewegung liest du in diesem Text.
Schau mal, was du mit unserer Antwort anfangen kannst! Bei weiteren Fragen schreib uns einfach wieder. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.
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