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Fragen & Antworten:
Sexualität

Frage Nr. 41727 von 03.10.2026

Ist man trotzdem heterosexuell, wenn man frauen nur bekleidet attraktiv findet, aber nackt überhaupt nicht? es ist sicher vor allem der ekel vor den geschlechtsteilen und dem hintern, der den anblick so unangenehm macht, aber auch ganzheitlich ist der frauenkörper nackt einfach nicht schön.

Unsere Antwort

Nur weil dir der nackte Körper einer Frau nicht gefällt, heisst das nicht automatisch, dass du auf Männer stehst. Sexuelle Orientierung zeigt sich eher daran, in wen du dich verliebst, wen du attraktiv findest und mit wem du Nähe oder Sex möchtest. 

Was du beschreibst, zeigt also nicht, auf wen du stehst. Es zeigt nur, was dir gefällt und was nicht. Du schreibst ja selbst, dass du bekleidete Frauen attraktiv findest. Und daraus, dass dir nackte Frauenkörper nicht gefallen, kann man deine sexuelle Orientierung nicht ableiten.

Falls das für dich grundsätzlich okay ist, ist das gut so.

Falls du dich dafür interessierst, wie du dich mit den weiblichen Geschlechtsteilen anfreunden könntest, dann kannst du uns gerne nochmal schreiben. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage mit an.

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Frage Nr. 41722 von 02.10.2026

Ich bin 15 und habe ungefähr seit zwei Monaten sehr häufige und starke Erektionen. Deswegen gab es auch schon ziemlich unangenehme Situationen. Wenn ich masturbiere wird es zwar besser, aber spätestens nach zwei Stunden wird der Penis wieder steif. Was kann ich tun dass das nicht so oft passiert?

Unsere Antwort

Dass dein Penis mehrmals am Tag steif wird, ist eine gesunde und gute Reaktion deines Körpers. Das ist in deinem Alter völlig normal, viele Jungs erleben das in der Pubertät. Du hast ja schon selbst gemerkt, Solo-Sex kann kurzfristig helfen, damit die Erektion wieder abklingt. Ausserdem kannst du Kleidung oder Hosen tragen, bei denen eine Erektion weniger auffällt, dich ablenken und tief atmen und dich entspannen.

Wir haben einen Text zum Thema Mein Penis wird steif ohne dass ich das will – was tun? geschrieben, da findest du vielleicht noch weitere Tipps.

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Frage Nr. 41721 von 02.10.2026

liebes lili team, bitte kürze meine nachricht und schreibe es etwas um.

Ich bin 22 (f) und seit etwa einem Jahr mit meinem Freund zusammen (23). Ich bin sehr glücklich in der Beziehung und wir können auch sehr offen über alles reden, fühle mich rundum wohl und zufrieden.

Aber er ist noch nie zum Orgasmus gekommen. Bei vorherigen Sexualpernter*innen ist er auch nie gekommen. [...]

Für mich besteht manchmal ein Dilemma von in Theorie weiss ich dass dies alles nichts mit mir zu tun hat, ich manchmal aber trotzdem verunsichert werde weil ich ihn nicht befriedigen kann (er mich hingegen schon) und ich es schön fände, wenn wir dies gemeinsam erleben können. [...]

Ich hätte einfach gerne noch den ein bisschen Rat von Expertinnen und merke dass ich etwas überfordert bin mit der Situation. Ich glaube ich habe unbewusst einfach immer gedacht, dass es dann mit der Zeit irgendwann ändern wird aber verfalle nun oft in diese negativen gedankenspriale (z.b. oft beim sex egal ob oral, penetrativ ob es ihm gerade gefällt und werde verunsichert, sehr verkopft was ich bei vorherigen sexualpartnerinnen nicht hatte) und merke dass es mich auch selbst immer mehr beschäftigt.

Unsere Antwort

Euer Thema hat nichts damit zu tun, dass du nicht gut genug bist. Ihr habt ein Thema des sexuellen Lernens. Dein Partner hat auf eine Weise gelernt, seine sexuelle Erregung bis zum Orgasmus zu steigern. Diese Art und Weise ist für den Geschlechtsverkehr nicht so gut geeignet. Sprich: Sein Penis erlebt bei der Selbstbefriedigung etwas ganz anderes als in der Vagina. Es ist daher logisch, dass er bisher die sexuelle Erregung in der Vagina nicht bis zum Orgasmus steigern kann. Ich schreibe bisher, weil er das noch lernen kann. Da ihr offen miteinander sprecht, könntest du ihm mal diesen Text und diesen Text sowie dieses Buch empfehlen.

Du tust bereits was du tun kannst. Allenfalls könntest du dir von ihm zeigen lassen, welche Berührungen bei ihm besonders gut das letzte Stück bis zum Orgasmus schaffen.

Du kannst ihn bei seinem Thema nur bedingt unterstützen. Das Lernen wird er selbst machen müssen. Für dein Wohlergehen ist es sinnvoll, dir immer wieder klar zu machen, dass sein Orgasmus nichts über dich aussagt. "Er ist noch nie zum Orgasmus gekommen. Bei vorherigen Sexualpernter*innen ist er auch nie gekommen." Darin steckt für mich die Entlastung: es liegt nicht an dir. Denn es war vorher auch schon so.

Er hat sich bereits auf einen Lernweg gemacht. Beobachtet weiter, welche Veränderungen durch das Weglassen der Bilder und Videos geschehen. Es könnte sein, dass nicht die Veränderung eintritt, die er sich erhofft. Dann empfehle ich umso mehr die Tipps, die ich dir oben verlinkt habe. Dein Wunsch ist klar: du möchtest gern dazu beitragen, dass er bei eurem Geschlechtsverkehr zum Orgasmus kommt.

Eine Sache, die du dafür tun kannst, ist selbst für deine sexuelle Erregung gut zu sorgen. Denn das kann entlastend sein. Mehr dazu steht in diesem Text.

Also: kümmere dich gut um dich selbst, während er am Üben ist. Versorge deine negativen Gedanken – also lass dich nicht reinziehen, sondern setze ihnen etwas entgegen. Kümmere dich um deine eigene sexuelle Erregung. Bestärke ihn ab und zu. Bleib weiterhin neugierig auf eure gemeinsamen sexuellen Erfahrungen.

Schau doch mal, wie unsere Anregungen bei dir landen. Du kannst uns einfach wieder schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

Ich habe deine Nachricht etwas gekürzt. Bitte gib beim nächsten Mal an, welche Stellen wir genau rauskürzen sollen.

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Frage Nr. 41719 von 02.10.2026

Hallo liebes Lilli Team,
Ich habe eine Frage zu orgasmen. Ich übe nun schon eine Weile mit dildo vagina stimulieren, weil ich früher nie etwas bei Penetration gefühlt habe und nur orgasmus bekommen kann, durch klitoris.

Wenn ich allein mit dildo übe, dann ist es jetzt angenehm und zuerst auch erregend. Aber mit der Zeit fühlt es sich zwar weiter angenehm an, aber nicht mehr erregend und um zum orgasmus zu kommen, nehme ich den dildo raus und stimuliere nur die klitoris, dann klappt es: Da entsteht dann ein Gefühl von Druck, Enge und ich habe das Gefühl, ich rase auf einen bestimmten Punkt zu. Und dann kommt der orgasmus. Habt ihr Tipps, wie ich dies auch mit der vaginastimulierung finden kann? Diesen Druck, diese gewisse Dringlichkeit, die dann zu dem Orgasmus Punkt führt?

Ich habe schon probiert länger zu penetrieren, also Zeit zu nehmen, das Tempo zu wechseln, mir was erotisches vorzustellen... Dabei stimuliere ich übrigens auch immer die klitoris mit. Also gleichzeitig und trotzdem baut sich die Spannung nicht auf. Ich bin 25. vielen Dank und Liebe Grüße!

Unsere Antwort

Erstmal herzlichen Glückwunsch fürs Dranbleiben und Erfolg haben. Du hast früher "nichts" gefühlt und jetzt ist es angenehm und zu Beginn auch sexuell erregend. Da hast du sexuell einiges dazugelernt.

Der Orgasmus erfordert eine Art der Intensivierung. Mich würde interessieren, was du mit deinem restlichen Körper machst, insbesondere im Oberkörper aber auch im Becken.

Ganz allgemein würde ich sagen: Bleib weiter neugierig. Du wirst noch vieles entdecken, wenn du weiter dranbleibst.

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Frage Nr. 41718 von 01.10.2026

Hallo, ich bin Männlich und 59 Jahre jung.
Ich leide darunter, dass ich trotz guter Erkektion beim Sex oder auch Oralverkehr extrem lange brauche, 7-10 Minuten, manchmal sogar länger bis ich zum Orgasmus komme.
Meine Partnerin und ich genießen ein ausgewogenes Vorspiel, dennoch kommt sie mehrmals bevor ich eine Ejakulation erfahre und oft auch nicht habe, obwohl ich entspannt bin, gesund und keine Medikamente nehme.

Mein Penis ist bestens durchblutet aber ich habe nicht mehr das Gefühl wie früher und es fühlt sich irgenwie taub an. Selbiges ist auch, wenn ich es mir selber mache, mir fehlt dann der Orgasmus damit ich wieder glück und entspannung verspüre.

Ich bin seit meinem 11 Geburtstag beschnitten und hatte bis dato immer ein extremes Gefühl im Penis was sehr schön war, jetzt emfinde ich nichts mehr owohl ich wunderbaren Sex mit meiner Liebe habe.

Mein Urologe empfiehlt ohne Gewähr eine Eigenblutbehandlung und Stosswellen Therapie für sehr teures Geld oder Tadalafil für mehr Durchblutung, letzeres habe ich seit Monaten schon probiert und führt nur noch zu einem härteren Penis.

Es belastet mich sehr und frage Sie, gibt es Lösungsansätze für mich?
Andere kommen zu früh ich hingegen sehr viel später ohne nie.
Herzlichen Dank für Ihre geschätzte Antwort.

Unsere Antwort

7–10 Minuten bis zum Orgasmus sind keine ungewöhnlich lange Zeit. Entscheidend ist eher, wie du diese Zeit erlebst und dass du manchmal gar nicht zum Orgasmus kommst.

Ich hätte die Vermutung, dass bei dir viel Druck, hohe Muskelspannung und Stress zu dem verminderten Empfinden, zur schwierigen Erregungssteigerung und zum fehlenden Genusserleben beisteuern. Aber ganz sicher kann ich das nicht sagen, denn ich weiss noch zu wenig. Ich habe daher zuerst einige Gegenfragen. Es wäre toll, wenn du sie uns beantworten könntest:

Du schreibst, dass du deinen Penis weniger spürst als früher. Ist das allmählich über die Jahre entstanden oder eher plötzlich? Hast du den Sex mit der gleichen Partnerin früher anders erlebt?

Spürst du auch weniger, wenn du deinen Penis ausserhalb von Sex und Selbstbefriedigung berührst? Oder fühlt er sich vor allem während der sexuellen Erregung weniger empfindlich an?

Wie stimulierst du deinen Penis beim Solosex? Interessant ist vor allem die Phase, wo du die Erregung wirklich steigern möchtest zur Ejakulation. Berührst du ihn mit viel Druck? Was passiert dabei mit deinem Körper? Spannst du zum Beispiel Bauch, Beine, Gesäss oder Beckenboden stark an? Hältst du den Atem an oder atmest du weiter? Bewegst du dein Becken oder ist dein Körper eher unbewegt? Ich empfehle dir dazu diesen Text zu Erregungstechniken und die Texte, auf die er verlinkt. Bitte lies auch diesen Text über hohe Muskelspannung beim Sex.

Und wie ist das beim Sex mit deiner Partnerin: Brauchst du viel Druck, Reibung oder Muskelspannung, um deine Erregung weiter zu steigern und zum Orgasmus zu kommen?

Wie erlebst du die Zeit, in der du sexuell erregt bist? Geniesst du irgendwann im Verlauf die Erregung und die Empfindungen in deinem Penis? Ist das Steigern der Erregung eher anstrengend und fühlt sich zunehmend nach Arbeit an, bis du endlich zum Orgasmus kommst? Wie viel (emotionalen) Stress spürst du dabei?

Meine Meinung zu den Vorschägen des Urologen: Tadalafil verbessert die Durchblutung und Erektionsfähigkeit des Penis. Du beschreibst aber, dass du eine gute Erektion hast und Tadalafil deinen Penis lediglich noch härter macht. Auch Stosswellentherapie und Eigenblutbehandlungen mit PRP werden vor allem zur Behandlung von Erektionsproblemen untersucht. Für eine verzögerte Ejakulation oder ein vermindertes Empfinden im Penis sind sie keine etablierten Behandlungen. Deshalb würde mich interessieren, warum dein Urologe dir diese Behandlungen empfohlen hat, und was er sich davon in deinem Fall verspricht. Du hast deinem Urologen ja wahrscheinlich von diesem verminderten Empfinden erzählt. Was hat er dazu gesagt?

Ja, das sind viele Gegenfragen. Aber wenn du sie ausführlich beantwortest, glaube ich, dass ich dir gezielt Tipps geben kann. Bitte gib die Nummer dieser Frage an, wenn du uns antwortest.

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Frage Nr. 41717 von 01.10.2026

Was ist ein Handjob???

Unsere Antwort

Ein Handjob bedeutet, dass jemand den Penis mit der Hand sexuell stimuliert. Zum Beispiel durch Berühren, Streicheln oder Reiben. Mehr dazu erfährst du in diesem Text.

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Frage Nr. 41708 von 29.09.2026

Hallo Lilli,
ich zerstöre mich selbst mich sexuellen Fantasien und weiß nicht wie ich die Kontrolle zurückbekommen kann.

Unsere Antwort

Ich kann mir vorstellen, dass das für dich gerade sehr belastend ist. Toll, dass du dich an uns als anonyme Onlineberatung gewendet hast. Gerne unterstützen wir dich dabei, dass es dir zukünftig besser geht rund um deine sexuellen Fantasien. Ich habe dazu zunächst ein paar Fragen:

Hast du Fantasien, in denen du dich selbst zerstörst oder verletzt?

Verletzt du dich dann tatsächlich auch selbst?

Oder wertest du deine Fantasien ab, weil du findest, das sind Fantasien, die du nicht haben darfst?

Oder bist du so oft am fantasieren, dass du deinen Alltag, deine Beziehungen und ganz allgemein dein Leben vernachlässigst?

Worin genau besteht der Kontrollverlust?

Schreib uns doch bitte nochmal und gib die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 41707 von 28.09.2026

Ich bin männlich 19 jahre alt. Ich habe jetzt meine erste Freundin. Sie hat wie ich eine sehr extreme Libido, die irgendwie nicht mehr normal ist. Wir sind beide sehr schnell erregt. Von einem Moment auf den anderen fallen wir übereinander her und haben Sex. Wir hatten jetzt schon an vielen Orten Sex. In der Schwimmbadumkleide, in der Umkleide im Sachenladen und auf vielen Toiletten. Wir können uns da einfach nicht zurückhalten und danach habe ich meist ein schlechtes Gewissen. Wie kann ich damit umgehen?

Unsere Antwort

Warum meinst du, dass eure Libido nicht mehr normal ist? Ich würde ganz im Gegenteil sagen: Ihr seid frisch zusammen, findet euch sehr anziehend und seid schnell erregt. Da kann es gut sein, dass ihr oft und viel Lust auf Sex miteinander habt. Das geht vielen Paaren so. 

Es ist auch kein Problem, an verschiedenen Orten Sex zu haben. Wenn es öffentliche Orte sind, müsst ihr aber darauf achten, dass andere Menschen euch nicht sehen oder hören. In Umkleiden, Toiletten oder ähnlichen Orten kann das schnell passieren und dann könntet ihr Ärger bekommen. 

Sexuelle Erregung kann sehr stark sein. Trotzdem könnt ihr lernen, nicht jedem Impuls sofort zu folgen. Ihr könnt vorher miteinander abmachen, wo ihr Sex haben wollt und wo nicht. Vielleicht hilft das auch gegen dein schlechtes Gewissen nachher.

Achtet ausserdem darauf, dass ihr gut verhütet und euch vor sexuell übertragbaren Infektionen schützt. Lies dazu bitte die beiden Texte Verhütung: Darauf kommt es an und Safer Sex: Tipps zum Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen.

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Frage Nr. 41705 von 27.09.2026

Hallo ich bin f(21). Ich habe einen partner mit dem ich mich sehr wohl fühle beim sex und auch generell. Das Problem ist lediglich dass ich beim geschlechtsverkehr keine befriedigung spühre.

Ehrlichgesagt wenn ich es mir selbst mache vorne oder mit einem vibrator klappt das ohne probleme aber beim verkehr klappt es nicht. es für mich angenehm da ich die zeit sehr geniesse aber eine befriedigung spührte ich sehr sehr selten und dann nur sehr kurz. Er gibt sich auch sehr viel mühe mich während dem verkehr vorne zu stimulieren oder dazwischen. Wenn er währenddessen meine klitoris befriedigen möchte, fühlt es sich taub an. Wenn er es aber nach dem verkehr macht, dann fühlt es sich extrem intensiv an als ob man schon wie in der hälfte wäre dennoch fühlt es sich auch da nach einer weile dumpf an obwohl er es wirklich gut macht.

Ich wollte mal um Rat fragen weil das schon bald 2 Jahre so ist was man da tun kann weil ich eigentlich sehr entspannt dabei bin und auch versuche auf mich zu schauen aber irgendwie klappt es nicht. Ich würde sehr gerne nur schon einmal etwas befriedigendes spühren wollen wenn nicht auch einmal einen orgasmus haben können.

Darüberhinaus wäre es evt noch wichtig irgendwie zu sagen, für mich ist es sehr wertvoll wenn es sich für ihn gut anfühlt und ich fokussiere mich von mir aus darauf weil es ehrlichgesagt etwas ist was mich anmacht. Sobald es zu sehr um mich geht finde ich das nicht so schön wie verkehrt herum. Er versucht mich immer wieder einzubinden aber auch wenn er mich zu lange mit der hand befriedigt fühlt es sich auch irgendwann dumpf an.

Ich hoffe mein Problem ist verständlich und möglicherweise kann mir jemand helfen dass ich beim Verkehr oder generell mit dem Partner mehr spühre und evt einen Orgasmus haben könnte vor ihm. Vielen Dank

Unsere Antwort

Du schreibst, dass du dich allein gut sexuell erregen und auch zum Orgasmus kommen kannst. Beim Sex mit deinem Partner ist das dagegen noch schwierig, obwohl du dich mit ihm wohlfühlst. Das ist nicht ungewöhnlich: Du hast für dich im Solosex einen guten Weg gefunden, wie du über Stimulation der Klitoris zum Orgasmus kommen kannst. Die Vagina hast du dabei bis jetzt vermutlich noch nicht wirklich mit einbezogen.

Dein Gehirn muss erst lernen, neue Formen der Stimulation als angenehm und sexuell erregend einzustufen – und braucht dafür Übung. Bitte lies hierzu unseren Text über das sexuelle Lernen. Es muss erst lernen, Stimulation der Vagina mit sexueller Erregung und lustvollen Empfindungen zu verknüpfen. Es könnte sein, dass die gleichzeitige Stimulation von Vagina und Klitoris für dein Erregungsmuster so verwirrlich ist, dass es sich dumpf anfühlt. Du bist es vom Solosex gewohnt, dass die Klitoris allein stimuliert wird. Das heisst, das Gehirn muss auch lernen, die gleichzeitige Stimulation von Vagina und Klitoris erregend zu erleben.

Diese Verknüpfung braucht Zeit und Wiederholungen. Vielleicht sagst du dir jetzt: "Aber ich übe doch jedes Mal beim Sex mit ihm!" Jein. Wenn du Sex mit dem Partner hast, bist du nicht mit der gleichen Aufmerksamkeit und Offenheit bei dem, was du wirklich spürst, wie wenn du etwas selbst für dich ausprobierst und erforschst. Du bist mit der Konzentration ja stark bei ihm. Zudem hast du möglicherweise die Haltung: "Ich sollte etwas anderes/mehr spüren". Das macht dich auch weniger offen dafür, was ist. Am besten ist eine lockere, neugierige Haltung. Bitte lies dazu unseren Text über das Üben. 

Also: Wenn du bei der vaginalen Stimulation mehr Befriedigung spüren möchtest, nimmst du dir am besten Zeit für dich und deine Vagina. Ich empfehle dir hierzu diese Tipps. Ausserdem interessiert dich vielleicht das Buch Coming Soon von Dania Schiftan.

Du schreibst, dass es dich anmacht, wenn es deinem Partner gefällt, und dass du dich deshalb beim Sex stark auf ihn konzentrierst. Das geht vielen Menschen so. Es klingt als ob es dein Partner auch sehr gut findet, wenn es für dich genussvoll ist. Wenn sich beide sehr darauf fokussieren, es dem anderen so schön wie möglich zu machen, kann schnell Druck entstehen, der für euch beide hinderlich ist, den Sex ganz zu geniessen. Diesen Druck kannst du nehmen, indem du dich mehr auf das fokussierst, was du erlebst. Ich empfehle dir hierzu sehr den Text Guter Sex: Wer befriedigt hier wen?

Für den nächsten Paarsex empfehle ich dir also, dass du nicht das Ziel verfolgst, mehr Lust oder gar einen Orgasmus beim Vaginalerkehr zu erleben. Es ist vielmehr hilfreich, wenn du dir sagst: "Okay, ich bin noch in der Lernphase, ich freu mich mal über alles, was ich schon erlebe". 

Das dumpfe Erleben könnte übrigens auch daher kommen, dass du nach einem Weilchen eher angespannt bist – denn es ist schon ziemlich stressig, was du da beschreibst – d.h. er probiert, es "klappt" nicht. Auch wenn du schreibst, du seist entspannt: Meine Erfahung ist, dass Menschen schlecht merken, wie angespannt sie sind. Die psychische Anspannung spiegelt sich in muskulärer Anspannung. In der Anspannung können wir nicht so gut wahrnehmen. Ich empfehle dir, dass du beim Sex in Bewegung kommst. Bewegung ist gut gegen Anspannung, gut fürs Mehr-Spüren und für die Beruhigung der Nerven. Schau dir hierzu bitte mal diesen Text an.

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Frage Nr. 41700 von 25.09.2026

wenn ich auf meinem Freund reitet komme ich nur durch mastrubieren Kitzler zum Orgasmus oder durch Vibi am Kitzler. Feucht bin ich immer. Ich liebe meinen Freund sehr.

Unsere Antwort

Das ist völlig okay so. Viele Frauen kommen beim Vaginalverkehr leichter zum Orgasmus, wenn sie zusätzlich die Klitoris stimulieren. Zum Beispiel mit der Hand oder mit einem Vibrator. Lies dazu mal diesen Text.

Und es gibt verschiedene Arten, sich sexuell zu erregen. Vielleicht hast du bisher vor allem gelernt, über die Stimulation der Klitoris zum Orgasmus zu kommen. Wenn du möchtest, kannst du auch lernen, deine Vagina stärker in die Erregung einzubeziehen. Das braucht Zeit und Übung. Mehr dazu erfährst du in diesem Text.

Wenn du dazu eine konkrete Frage hast, schreib uns gern wieder. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 41697 von 24.09.2026

Können professionelle sex Leiterinnen besser mit 18 cm penis umgehen ?

Unsere Antwort

Beim Sex mit einem grossen Penis geht es gar nicht so sehr darum, wie eine Frau damit umgehen kann. Wichtiger ist, wie du selbst mit deinem Penis umgehst. Lies dazu bitte mal den Text Vaginalverkehr mit einem breiten/langen/grossen Penis.

Wenn du Sexarbeit nutzen möchtest, lies bitte auch unseren Text Sexarbeit nutzen: Wie mache ich es fair und sicher?. Dort erklären wir, worauf du achten kannst, damit es für beide Seiten respektvoll und sicher ist.

Falls du dazu noch weitere Fragen hast, schreib uns gern wieder. Gib dabei bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 41695 von 23.09.2026

Hallo

Ich bin 19. Ich bin sehr leicht sexuell zu erregen.
Ich interessiere mich deshalb immer mehr für sexuelle themen.
Eure texte sind sehr gut geschrieben. Die texte "Fellatio, ihm einen blasen" oder " Handjob" erregten mich beim lesen sogar. Die Person, die eure texte schreibt, ist wirklich gut. Egal welches thema, ich kenne mich immer besser aus.
Meine phantasien sind meist oft etwas seltsam.
Ich habe seit längerem die phantasie, dass ich nackt auf einer dildopartie als witzige attraktion für interessierte mädels bereitstehen muss, die üben wollen wie man einem echten mann ein kondom überzieht. Die frauen in meiner fantasie sind oft welche, die sich am anfang ungeschickt schüchtern anstellen und dann immer besser werden und es mir am ende immer raffinierter überziehen können und dabei sexuell immer selbstbewusster werden. Ich finde die phantasie sehr erregend. Die entstand als ich euren text über kondome gelesen habe.
Sie entstehen so schnell.

Bin ich normal wenn ich so schnell und von vielen dingen ein sexuelles kopfkino bekomme.
Für mich ist das alles noch relativ neu.
Ich habe mittlerweile häufig phantasien bei denen ich nackt bin und bekleidete frauen an meinem körper spielen und spaß haben . Ich genieße diese phantasien sehr. Geht es auch anderen männern so.
Vielleicht liegt es daran weil ich immer druck hatte und manchmal immer noch habe, ein richtiger kerl sein zu müssen, der immer initiative zeigen muss und zu dem frauen aufschauen müssen damit er akzeptabel ist, aber sieht dass es oft nicht so wirklich funktioniert.
Der beste in mathe, der beste im fechten, der beste in karate, das beste Auto....und arzt werden obwohl ich lieber etwas anderes werden möchte.

Vielleicht kommen daher die phantasien. Was meint ihr. Findet ihr mich mit meinen phantasien in ordnung oder soll ich mich zusammenreißen. Meint ihr, dass ich meine beschriebene phantasie dafür benutzen kann um besser mit kondomen zu werden.

Ist es wirklich so schlimm wenn die frau in der beziehung mehr verdient oder besser ausgebildet ist wie ich. Heute kann es leicht möglich sein. Ich hab irgendwie immer weniger Lust auf den Stress ein leistungsalpha wie mein vater zu sein.
Es ist gerade alles etwas viel was in mir abgeht.
Trotzdem, wirklich tolle seite. Ihr könnt stolz auf euch sein.

Unsere Antwort

Vielen Dank für dein Lob, das freut natürlich sehr!

Du hast viele Fragen und ich versuche mal der Reihe nach darauf einzugehen. Erstmal zur Grundfrage. Wie schnell und wie oft du ein sexuelles Kopfkino entwickelst, sagt nichts darüber aus, ob mit dir etwas nicht stimmt. Fantasien entstehen oft sehr schnell und unwillkürlich, ein einzelner Satz oder ein Bild reicht. Das ist total normal und nicht zu viel oder negativ.

Zu deiner Fantasie. Sie ist nicht seltsam, sie ist nur sehr detailliert. Was mir daran auffällt, du bist da derjenige, der nichts können muss. Die Frauen fangen unbeholfen an und werden nach und nach sicherer, du stehst einfach da und lässt es geschehen. Das ist ziemlich genau das Gegenteil von dem Druck, den du beschreibst, immer der Beste sein, immer Initiative zeigen, immer der sein, zu dem aufgeschaut wird, damit du akzeptabel bist. In deiner Fantasie musst du nichts leisten und trotzdem passiert etwas Gutes. Deine Fantasie schafft einen Ausgleich zu dem Druck, den du im echten Leben spürst. Sie ist also eher ein ziemlich kluges inneres Ventil.

Zur Frage, ob du die Kondomfantasie nutzen kannst, um besser im Überziehen zu werden. Fürs tatsächliche Können hilft die Fantasie an sich aber nichts, das ist reine Übungssache. Vielleicht interessiert dich dazu unser Text.

Und zu deiner letzten Frage. Nein, es ist überhaupt nicht schlimm, wenn eine Partnerin mehr verdient oder besser ausgebildet ist als du. Dass du merkst, dass du auf die Ansprüche deines Vaters, so ein Leistungsalpha zu sein, keine Lust mehr hast, ist kein Rückschritt, sondern ziemlich gesund. Du setzt dich gerade viel mit dir auseinander und das ist gesund und braucht auch Zeit. Du musst dich also für nichts zusammenreissen.

Ich hoffe, meine Gedanken können dir ein bisschen helfen. Schreib mir gerne wieder und gib dann die Nummer dieser Antwort an.

 

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Frage Nr. 41694 von 23.09.2026

Ab welchem alter sollte ich selbstbefriedigen? ist es gesund, immer wieder (5 mal am tag zu befriedigen?

Unsere Antwort

Erstmal gibt es bei der Selbstbefriedigung kein "sollte". Du kannst Solosex machen, wann du möchtest und wie oft du möchtest. Wichtig ist, dass es sich für dich gut anfühlt und dass du dich damit wohlfühlst.

Lies dazu mal die Texte Selbstbefriedigung bei Männern: ab welchem Alter und wie oft?, Selbstbefriedigung bei Frauen: Ab welchem Alter? und Selbstbefriedigung bei Frauen: Wie viel ist normal?.

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Frage Nr. 41692 von 22.09.2026

Hallo zusammen. Ich möchte die Frage stellen, ob in der Sexualität die Körperfigur für die sexuelle Erregung eine Rolle spielt. Meiner Meinung nach ja, es spielt eine große Rolle. Wir sind 19 Jahre schon zusammen, haben vier Kinder.

Die Figur meiner Partnerin finde ich nicht attraktiv und somit auch nicht sexuell anziehend. Stattdessen denke ich viel ans Fremdgehen, und fantasiere über fremde Frauen, die eine Sanduhrfigur haben, wo der Po rund und größer als der Bauch ist, und bringe mich somit zu sexueller Erregung, Aber beim Blick auf meine Partnerin habe ich keine Erregung und habe auch kein Interesse mehr, mit ihr ins Bett zu gehen. Ist das normal? Ist es möglich, Körperfigur zu ändern? Was sagen Sie dazu?

Unsere Antwort

Du beschreibst etwas, was viele Menschen in langjährigen Beziehungen kennen. Sie sind als junge attraktive Menschen in Beziehung gekommen und über die Zeit verändern ihre Körper sich, aber die Fantasien nicht. In der Vorstellung sind weiterhin die Anfang/Mitte 20 jährigen attraktiv und sexuell erregend. In deinem Fall macht sich deine sexuelle Erregung ganz konkret an der Figur deiner Partnerin fest.

Daher stehen Menschen in langjährigen Beziehungen vor einer Entwicklungsaufgabe: Wie kann ich über die vielen Jahre weiterhin Lust auf Sex mit meiner Partnerin haben?

Ich verstehe deinen Frust so. Bitte korrigiere mich, wenn ich falsch liege. Du wünschst dir gemeinsame Sexualität in deiner Beziehung. Gleichzeitig stellst du fest, dass der Anblick deiner Partnerin keine sexuelle Erregung bei dir auslöst und du keine Lust auf Sex mit ihr hast. Du weisst nicht, was du tun kannst. Vielleicht erscheint es dir als einzige Möglichkeit, dir eine Frau zu suchen, die deiner Vorstellung mehr entspricht.

Die gute Nachricht ist: du kannst etwas machen dafür, dass du mehr Lust auf Sex mit deiner Frau hast.

Entscheidend dafür ist eure Begegnung auf der Ebene des Genitales. Das heißt: mehr auf das fokussieren, was dein Penis erlebt in dieser Vagina. Aus sexualtherapeutischer Sicht kann man sagen: Dem Penis ist es egal, wie die Frau aussieht. Auf Ebene des Genitals ist es egal, wie eure Körper gebaut sind. Der Penis reagiert mit sexueller Erregung, wenn er sich freut auf das, was da kommt. Es geht also darum, wie sich die sexuelle Begegnung anfühlt, wie ihr das miteinander erlebt.

Ich weiß nicht, ob du Lust hast, darin zu investieren. Falls ja, schau doch mal in unseren Text Mein Penis in der Vagina oder im Anus: Tipps zum Allein Üben.

Diese Sichtweise ist nicht so weit verbreitet. Denn im Allgemeinen gehen wir davon aus, dass das, was uns sexuell anzieht sozusagen "vom Himmel fällt" und wir da nichts machen können. Doch wir lernen unser ganzes Leben sexuell dazu.

Du fragst, ob es möglich ist die Körperfigur zu ändern. Denk dir das mal zu Ende durch. Was bräuchte es, damit deine Partnerin zu der Figur kommt, die du dir wünschst? Wie viel Zeit und Energie müsste sie in deinen Wunsch investieren? Und wie würde sich wohl ihr Gefühl zu dir und eurer Beziehung verändern, wenn sie das für dich tut? Was denkst du, wie du sie davon überzeugen könntest? Hätte sie ein eigenes Interesse daran?

Neben der genitalen Ebene interessiert mich auch, wie ihr als Paar und Eltern von vier Kindern miteinander unterwegs seid. Es könnte sein, dass eure Paarzeit sehr in den Hintergrund gerückt ist. Neben all den Aufgaben kann es herausfordernd sein, eine lebendige Sexualität miteinander zu pflegen und einander weiterhin mit Begehren zu betrachten. Wie hat sich das bei euch entwickelt? Und gibt es noch Erinnerungen an die Zeiten als das zwischen euch anders war?

Schau doch mal, wie unsere Antwort bei dir landet. Du kannst uns einfach wieder schreiben. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 41685 von 20.09.2026

Hallo liebes lilli-Team,
Ich bin m/29 und mache seit ich sexuelle Kontakte habe (also seid 18, auch immer wieder mit Jahren Unterbrechung) immer wieder folgende Erfahrung:
Wenn ich mit einer Person Körperkontakt bekomme ich eine Erektion und auch Lust auf Sex, aber diese flaut dann häufig sehr schnell wieder ab.
Das passiert häufig genau dann, wenn ein bisschen Samenflüssigkeit austritt, dass danach die Erektion weg ist, und häufig auch generell die Lust.
Es fühlt sich aber nicht danach an, dass ich schon kommen würde, ich merke das meistens in dem Moment gar, merke nur hinterher, dass ich auf einmal keine Lust mehr habe.

Das hat bei mir schon häufig dazu geführt, dass ich gar nicht vorschlage, penetrativen Sex zu haben, obwohl ich eigentlich gerne würde, weil ich mir Sorgen mache, dass wenn es soweit ist, meine Erektion und meine Lust schon wieder weg ist.

Das Austreten von etwas Samenflüssigkeit kann bei mir auch ohne Erektion passieren und bei vergleichsweise wenig Berührung, also zum Beispiel nur beim Füße massieren. Beim Solo-Sex kenne ich das aber überhaupt nicht. Wenn das etwas Flüssigkeit austritt merke ich auch, dass ich schon kurz vorm Orgasmus bin.

Mein Hauptfrage ist folgende: Ist das Phänomen, dass ich da beschreibe, irgendwie bekannt? Ich kann es halt weder unter Erektiler Disfunktion, noch unter zu-Früh-Kommen oder einfach als Lusttropfen so richtig einordnen.

Zweite Frage: Was würdet ihr empfehlen, um beim Sex mit Partner mehr Lust zu spüren? Ich bin finde es auch einfach ein bisschen schade, die schönen Gefühle, die ich vom Solo-Sex durchaus kenne, nicht mit einem Partner teilen zu können.

Unsere Antwort

So wie du das beschreibst, könnte es schon sein, dass du einen Samenerguss hast. Aber du erlebst ihn nicht lustvoll. Denn dazu passt, dass die Erektion weg ist nachher und auch die Lust. Du hast sozusagen eine Entladung, aber du erlebst das nicht als lustvoll. Du erlebst sie nicht so wie ein Orgasmus. Das ist möglich. Der Grund ist, dass körperliche sexuelle Erregung bis hin zur Entladung auch ohne Lusterleben/Genusserleben möglich ist. Es fühlt sich dann überhaupt nicht intensiv oder befriedigend an. Bitte lies dazu diesen Text über Orgasmen.

Beim Solosex könnte es sein, dass das auch Samenergüsse sind, und du erlebst den Orgasmus erst etwas später. Möglich ist aber auch, dass dort Lusttropfen austreten. Die entscheidende Frage wäre hier: Hast du beim Orgasmus einen Samenerguss oder nicht? Wie erlebst du den Orgasmus? 

Was die Situationen ohne Erektion angeht: Grundsätzlich braucht es keine Erektion für einen Samenerguss. Es könnte also beides sein, Lusttropfen oder Samenerguss. 

Da du deine sexuelle Erregung beim Solosex offenbar gut steuern kannst, könnte ich mir vorstellen, dass die vorzeitige Ejakulation beim Sex zu zweit vor allem mit emotionaler Erregung/Aufregung/Anspannung einhergeht. Hier interessiert mich: Wie ist das denn, wenn du mit einem Partner Sex hast, und ihr stimuliert euch manuell, oder oral, oder eher penetriert dich? Kommst du dann auch sehr schnell und kannst das nicht kontrollieren, oder gelingt dir das dort besser? Passiert dir das mit dem schnellen Samenerguss auch immer, wenn du in einer längeren Beziehung bist, oder ist das vor allem bei kürzeren Begegnungen das Thema?

Könntest du mal beobachten, was unmittelbar vor dem Samenerguss passiert? Angenommen, das passiert immer rund um den Gedanken "Jetzt werde ich penetrieren". Du könntest dir das auch einfach mal nur vorstellen und drauf achten, was in deinem Körper passiert, wenn du dir das vorstellst. Probier dich da genau reinzuversetzen. Oder, falls du gerade einen Partner hast, achte mal möglichst genau, was in dem Augenblick bei dir passiert. Möglicherweise spürst du, dass die Spannung steigt – sowohl emotional als auch muskulär, und die Atmung wird sehr flach oder sogar angehalten. Das heisst, die emotionale Aufregung spiegelt sich im Körper, und das was du körperlich machst, triggert den Ejakulationsreflex.

Es ist also auf jeden Fall gut, wenn du dich genau beobachtest – nicht nur, was emotional passiert, sondern auch was körperlich passiert. Denn du kannst lernen, den Zeitpunkt der Ejakulation körperlich zu beeinflussen. Für dich ist es wichtig, dass du Spannung im Beckenboden löst, in lockerer Bewegung kommst, und eine beruhigende, tiefe Bauchatmung beim Sex machst. 

Dies ist auch aus einem anderen Grund zentral: Du würdest ja gern die sexuelle Erregung mehr mit Lust und angenehmen Gefühlen verbinden. Dafür ist es auch entscheidend, dass du beim Sex in eine lockere Bewegung kommst. Dazu interessiert dich vielleicht dieser Text.

Ich möchte es hierbei einmal belassen. Ich habe dir ja viele Anregungen zum beobachten gegeben, und einige Rückfragen gestellt. Ich möchte dich dazu einladen, dass du uns wieder schreibst und mitteilst, was du herausgefunden hast, und unsere Fragen beantwortest. Dann könnte ich dir bei der nächsten Antwort konkrete Tipps zum Üben geben.

Wenn du wieder schreibst, gib bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 41684 von 20.09.2026

ich kann mit meinem Finger eindringen in meine Freundin
sobald ich aber mit dem Penis eindringen möchte macht die Vagina bei ihr zu was kann ich tun das das nicht passiert

Unsere Antwort

Die gemeinsame Sexualität ist eine Übungssache. Es ist ganz normal, dass nicht gerade alles auf Anhieb funktioniert. Deshalb ist es wichtig, dass ihr euch gemeinsam darüber austauscht, wieso die Vagina beim Penis zu macht. Wenn du sagst, dass ihre Vagina beim Penis zu geht, Finger aber möglich sind, ist es wichtig, dass ihr euch darüber austauscht, was beim Penis anders ist, als mit den Fingern.

Oft liegt das daran, dass der Umfang eines Penis schlicht grösser ist, als der Umfang einzelner Finger. Alleine diese Vorstellung kann reichen, dass die Vagina möglicherweise noch nicht bereit ist für das Aufnehmen des Penis. Vielleicht ist es auch eine bestimmte Sorge (wie zum Beispiel vor einer Schwangerschaft), welche macht, dass die Vagina zugeht. Deshalb ist es wichtig, dass ihr all diese Themen wie Erfahrungen, Verhütung und gemeinsame Vorstellungen bespricht. 

Wichtig ist auch die Frage, ob sie denn die Finger in der Vagina spürt und welche Berührungen der Vagina sie genau angenehm findet? Vor kurzem wurde uns eine sehr ähnliche Frage gestellt. Du findest sie, wenn du die Nummer 41577 in die Suche eingibst. Sie enthält einige Informationen und Links, die euch ebenfalls helfen könnte bezüglich des Aufnehmens des Penis in die Vagina. 

Lasst euch Zeit und bleibt erst einmal bei dem, was gut funktioniert. Vielleicht kannst du deine Freundin fragen, ob sie deinen Penis erst einmal mit den Händen berühren möchte. Es gibt verschiedene Spielarten die ebenfalls Spass machen. Mit der Erfahrung werdet ihr auch rausfinden, wann der passende Zeitpunkt ist, um es mit dem vaginalen Geschlechtsverkehr zu probieren. 

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Frage Nr. 41679 von 17.09.2026

Sind Männer im allgemeinen früher "fertig" beim Sex als Frauen?

Unsere Antwort

Das kommt oft vor, ist aber nicht immer der Fall. Das ist nicht bei allen Männern und Frauen gleich und auch nicht bei allen Paaren.

Dass viele Männer beim Sex schneller kommen, liegt oft daran, wie der Sex abläuft. Wenn es beim Sex vor allem um die Stimulation des Penis geht und weniger um die Stimulation der Vulva und besonders der Klitoris, ist es logisch, dass der Mann eher zum Orgasmus kommt. Das kann aber auch ganz anders gestaltet werden.

Zum Beispiel kann das Vorspiel länger dauern, und die Frau kann dabei mehr sexuelle Erregung aufbauen. Oder sie kann sich während des vaginalen Geschlechtsverkehrs zusätzlich durch die Stimulation der Klitoris erregen. Und vieles mehr. Und übrigens muss der Sex nicht vorbei sein, wenn der Mann gekommen ist.

Wenn dich das Thema Orgasmus interessiert, findest du in diesem Kapitel viele Infos und Tipps. Ausserdem empfehle ich dir den Text Guter Sex: Wer befriedigt hier wen?.

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Frage Nr. 41678 von 17.09.2026

Liebes Lilli-Team 


Klar, hier meine Antworten zu den von euch gestellten Fragen. (Siehe: Frage Nr. 41665 von 13.09.2026)



«Wie machst du Solosex? Stehst du oder liegst oder sitzt du?»

Ich habe kein festgelegtes vorgehen beim Solosex. Ich benutze viele Methoden, auch Dinge die eure Artikel enthalten. Ich weiss nicht wirklich, was mir wirklich gefällt. Manchmal gefällt mir aber mehr Druck und auf dem Bauch liegend, da ich den Penis nicht so spüre und sehe. Weniger oft (aber nicht nie) interessiert mich etwas mehr Gefühl. Aber da muss ich schon echt gute Laune haben.



«Wenn du nicht sexuell erregt bist, magst du deinen Penis oder findest du ihn eher doof? Also findest du den schlaffen Penis in Ordnung und hast nur ein Thema mit dem erigierten Penis und der Ejakulation?»

Ich finde den schlaffen Penis eigentlich in Ordnung. Hätte aber genauso nicht da sein können. Ist mir eigentlich egal. Der erigierte Penis stört mich nicht aktiv, aber ich mag ihn nicht besonders. Ich finde ihn nicht so anlockend. Und die Ejakulation erst recht nicht. Lieber gäbe es sie gar nicht. Und irgendwie verstehe ich noch nicht genau was der Orgasmus ist und wann er kommt.



«Berührst du deinen Penis mit den Händen? Wann und wann nicht?»

Ich berühre meinen Penis beim Waschen (natürlich). Aber gemütlich fühlt es sich nicht unbedingt an. Und beim erigierten Zustand ja, hauptsächlich im Fall «weniger oft» beim Solosex.

«Machst du Sportarten wie Fußball oder Tennis, Kampfsport oder Tanzen?»

Ich spiele Tennis und mache Sprint, Weitsprung, Hochsprung und manchmal einige Wurfdisziplinen. Am meisten mag ich Tennis.


«Was passiert in deinem Becken? Kennst du von irgendwo, dass dein Becken kreisende oder stoßende Bewegungen macht?»

Ja, ich setze Beckenbewegungen etwas minimaler ein. Im Tennis jedoch kein Problem. Im Wurf schon ein bisschen, weil ich angeblich zu wenig stosse und zu viel mit dem Oberkörper arbeite. (Ich glaube, das erklärt etwas, aber du sagst mir lieber deine Meinung.)

«Hast du schonmal aktiv angesehen, wie Männer ihren Körper bewegen? Beim Sport oder auch in Pornos (falls du welche schaust). Was gefällt dir da?»

Ich schaue auf die Technik von Tennisprofis und bewundere sie. Sonst nein. Pornos? Nein nie geschaut. Ich weiss nicht mal genau was sie sind. Soll ich mal schauen? Ist das eine gute Idee? Darf ich überhaupt? Ich glaube einige meiner Kollegen schauen einiges in den sozialen Medien, das mit Attraktivität von irgendwelchen Mädchen zu tun hat, aber ich will meine Freizeit nicht unbedingt damit verschwenden. Ausser es würde helfen.



Boah ganz schön viel Text. Danke vielmal für eure Zeit und euer Interesse und im Voraus für die Antwort.

Unsere Antwort

Vielen Dank für deine Rückmeldung. Jetzt weiß ich schon einiges mehr.

Du hast dich mit dem Wunsch an uns gewendet, etwas mehr Freude über deine Sexualität zu finden.

Schön, dass du bei der Selbstbefriedigung bereits unterschiedliches ausprobierst. Druck und auf dem Bauch liegen ohne den Penis zu sehen und zu spüren ist für deinen sexuellen Genuss und das Wohlfühlen mit deinem erigierten Penis nicht so förderlich. Das Gefühl im Penis wird dabei eher unterdrückt. Da diese Methode gut für dich funktioniert, lass sie nicht komplett weg. Das Ziel ist, deine bisherige Methode spielerisch zu erweitern.

Ich finde es sehr interessant, dass dich manchmal bereits mehr Gefühl interessiert. Das bedeutet mehr Gefühl kann dich bereits interessieren. Das ist eine Kraftquelle für dein Projekt. Wenn ich sexualtherapeutisch mit dir arbeiten würde, würde ich mit dir erforschen:

  • Was macht es möglich, dass du dich da so fühlen kannst?
  • Wie kommst du in den Zustand?
  • Und wie unterscheidet sich die "echt gute Laune" von den anderen Zuständen, wenn du lieber das Wegdrücken machst?
  • Was könntest du machen, um gute Laune Zustände zu fördern?

Du beschreibst deinen Penis als neutral. Auch das ist eine gute Basis. Ich würde gerne in die Richtung mit dir arbeiten, dass du eine bessere Beziehung zu deinem Penis aufbaust.

In deiner letzten Frage hast du beschrieben, dass du sehr unangenehme Gefühle nach dem Samenerguss hast. Das könnte durch eine hohe Muskelspannung gefördert werden. Lies bitte mehr dazu in unserem Text Muskeln sehr anspannen beim Sex: Vor- und Nachteile.

Wie erlebst du den Orgasmus in den wenigen Fällen, wo du deinen Penis berührst? Ist der Orgasmus anders als in dem Fall, wenn du den Penis wegdrückst? Du könntest in beiden Fällen deine Muskelspannung und deine Körperstellung erforschen. Ausserdem könnte es spannend sein, verschiedene Körperstellungen auszuprobieren. Also im Sitzen, Stehen und Liegen deinen erigierten Penis zu berühren und zu schauen, welche Unterschiede du feststellst. Mach das am besten wie oben beschrieben in guter Laune. Es wäre keine gute Idee, dich dazu zu zwingen.

Du schreibst auch, dass du noch nicht genau weißt, wann der Orgasmus kommt und wann nicht. Gönn dir noch einige Wiederholungen, bis du das für dich nach und nach rausfindest.

Wie toll, dass du Tennis machst. Da gibt es ja ein sehr intensives nach vorne gehen im Becken.

Die Intensität kommt über das Becken. Ich glaube, du hast das schon richtig verstanden. Du könntest also zwei Ziele auf einmal verfolgen: ein besserer Tennisspieler werden und mehr Freude über deine Sexualität finden. Also den Spaß im Tennis auch in den Sex übernehmen.

Die Pornos lassen wir auf der Seite. Guck dir beim Tennis genauer an, was die mit dem Becken machen. Achte auf die Intensität, die da aufgebaut wird. Damit du dich wohlfühlst als Mann in deiner Sexualität, hilft es, in Bewegung zu sein. Dabei spürst du dich in deiner Kraft und in deiner Lockerheit. Das macht auch richtig gute Tennisspieler aus. Die sind nicht nur angespannt, sondern in kraftvoller und dennoch lockerer Bewegung. Wenn du magst, spiele mal damit, dein Becken in der Selbstbefriedigung so kraftvoll einzusetzen wie beim Tennis.

Du schreibst in deiner ersten Frage auch von einem Zusammenhang zum Erwachsenwerden. Was bedeutet das denn für dich? Würde dir etwas verloren gehen, wenn du erwachsen wirst?

Kann gut sein, dass noch nicht alles Sinn für dich ergibt. Das ist kein Problem. Schreib uns doch einfach wieder. Und berichte gern von deinen Erfahrungen. So können wir dich Stück für Stück bei deinem Projekt begleiten.

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Frage Nr. 41676 von 17.09.2026

Es wäre toll wenn es eine Anleitung zum mastrobieren gäbe also wie beim lego bauen nur eben so und das wäre toll wenn das jemand mit Piktogrammenerstellt oder schreibt. vielen dank für die möglichkeit eine narricht zu hinterlassen

Unsere Antwort

Wir haben hier bei Lilli viele Texte mit Tipps zur Selbstbefriedigung. Du könntest zum Beispiel mit den Texten Selbstbefriedigung: Tipps für Frauen und alle mit Vagina oder Selbstbefriedigung: Tipps für Männer und alle mit Penis anfangen. Dort sind auch viele weitere Texte zu dem Thema verlinkt.

Da du nach einer Anleitung mit Piktogrammen fragst, verlinke ich dir auch unsere Texte in Leichter Sprache Leichte Sprache: Selbst-Befriedigung für Frauen und Leichte Sprache: Selbst-Befriedigung: Tipps für Männer.

Bedenke dabei auch, dass Selbstbefriedigung nicht für alle Menschen gleich funktioniert. Es gibt also nicht die eine Anleitung wie beim Lego-Bauen. Jede Person kann selbst herausfinden, welche Berührungen, Bewegungen und Fantasien sich gut anfühlen.

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Frage Nr. 41671 von 14.09.2026

Hallo, ich bin diejenige mit der Frage 41644.

Das schlimmste Szenario wäre, dass die Erregung den ganzen Tag bleiben würde. Ist gibt ja auch die Erkrankung, dass man ständig erregt ist oder mehrmals am Tag unkontrolliert einen Orgasmus bekommt. Und wie ich damals überhaupt Erregung und Lust kennengelernt habe mit einem Womanizer, war die Vibration wahrscheinlich zu stark, dass ich das vibrieren noch lange nachgespürt habe. Daraufhin habe ich gegoogelt und habe über diese Erkrankung gelesen und seitdem verknüpft mein Gehirn dieses Szenario mit der Erkrankung. Rational dürfte das auf mich nicht zutreffen, weil ich ja auch Tage habe, wo ich gar nicht an die Erregung denke und dann bin ich es auch nicht. Aber wenn ich in Phasen bin, bei der die Erregung oft da ist, habe ich Angst, ich wäre nicht gesund. Habt ihr da vielleicht einen Rat, wie ich einfach gelassener werde?

Unsere Antwort

Vielen Dank, dass du uns nochmal schreibst. Jetzt kann ich mir ein klareres Bild machen.

Du hast bereits richtig erkannt, dass du zwar deine sexuelle Erregung mit der "persistant genital arousal disorder" (so heißt die Erkrankung, die du meinst, auf Englisch) verknüpfst, aber tatsächlich hast du diese Erkrankung nicht. Was du erlebst, ist normale sexuelle Erregung.

Schau doch mal, was passiert, wenn du die Angst akzeptierst. Also: "Ah, jetzt habe ich wieder Angst, dass ich nicht gesund bin." Das Gefühl darf also kommen und wieder gehen.

Ich bin gespannt, was du beobachtest.

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